Autor Thema: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage  (Gelesen 59490 mal)

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Offline Gutachtinator

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #60 am: 06. November 2017, 17:15:45 »
TÜV-SV hat eigentlich alles ausfürlich erläutert, aber als kleine Ergänzung:

1. Es wird ein Behälter mit einer riesigen Menge hochexplosiven Gases im Garten vergraben. Dieser Behälter unterliegt Gesetzen und Vorschriften. Hier sind es im Besonderen die Betriebssicherheitsverordnung (über die Feurerungsverordnungen der Länder oder die jeweilige Bauordnung gilt diese bei einer so gefährlichen Anlage auch für Privatpersonen), die Gefahrstoffverordnung, das Produktsicherheitsgesetz und als Technische Regeln die TRBS und die TRGS. Diese sind einzuhalten und für jedermann zugänglich. Jeder der eine solche Anlage betreibt muß sich über seine Pflichten informieren.

2. Auf Druck der Industrie und der Verbände sind sowohl im Gesetz, als auch in den Technischen Regeln die niedrigsten möglichen Anforderungen festgeschrieben worden. Für Flüssiggas gibt es mehr Ausnahmen als für jede andere überwachungsbedürftige Anlagenart.

3. ESM und SEP sind bereits günstige und schnelle "Ersatzprüfungen" für die normalerweise erforderlichen Prüfungen.

4. Stand der Technik wären eigentlich doppelwandige Behälter mit Leckageüberwachung, wie z.B. bei Benzintanks seit Jahrzehnten Standard. Die Behälter wären nur ca. 30 % teurer als einwandige Behälter. Die wiederkehrende Prüfung wäre eine Überprüfung des Warngeräts und eine Prüfung des Sicherheitsventils und für einen Bruchteil der aktuellen Prüfkosten abzuleisten. Man spart also am falschen Ende und verschenkt riesige Sicherheitsvorteile. Aber der Markt (ihr) und die Industrie will das so haben.

5. Die Verantwortung für den sicheren Betrieb hat der Betreiber. Kein TÜV keine DEKRA, keine GTÜ und auch keine Behörde. Knallt es, muß der Betreiber nachweisen, dass er alle rechtlich und technisch vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt hat.

6. Knallt es bei Flüssiggas, dann knallt es richtig. Sucht mal unter "Flüssiggas Explosion" oder "LPG Explosion" oder "Bleve". Vor wenigen Jahren gab es mal 6 Tote bei einer Explosion......und da waren Fachleute bei der Arbeit. Kommt also bitte nicht auf die gefährliche Idee, auch nur irgendetwas selber an der Anlage rumzuschrauben.

7. Ein Hersteller verschmiert einen Beschichtungswerkstoff, der seine Funktion bei Feuchtigkeit verliert und das Prüfverfahren, welches den Pfusch aufdeckt wird hier diskreditiert. Ebenso wird das notdürftige Gesundbeten durch KKS dann noch als Schikane aufgefasst?
Eigentlich ist das ein Fall für die Marktaufsicht und die Behälter gehören alle ausgetauscht, bzw. repariert, analog zu Autos mit Schummelsoftware.
Seid doch froh, dass der Pfusch festgestellt wurde und schlimmeres verhütet wurde. Dazu sind diese Prüfungen da. Ich will die sehen, die hier rumjammern, wenn so ein Behälter leck geht und das Gas sich durch das Erdreich zum Keller durcharbeitet. Beim nächsten Lichteinschalten geht dann manchem mehr als nur ein Licht auf.

.....solange nichts passiert ist das alles ja nur Schikane und Geldmacherei. Wenn dann etwas passiert, wird nachgefragt warum nicht schärfer, besser und häufiger geprüft wurde und die Schuld bei jemand anderem gesucht. Das ist mit der BetrSichV aber erledigt: Die Verantwortung liegt beim Betreiber (in der BetrSichV "Areitgeber" und "Gleichgestellte" genannt).
« Letzte Änderung: 06. November 2017, 17:19:18 von Gutachtinator »

Offline Mannheimer25

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #61 am: 04. Dezember 2017, 13:47:33 »
Hallo,

ich habe eine Frage zu der 10 Jahres Prüfung.

Vor ca. 5 Jahren haben wir ein Haus mit erdgedecktem Flüssiggastank gekauft. Vom Vor-Eigentümer nur die Rechnung der ersten 10 Jahres Prüfung bekommen und damit seit dem problemlos jährlich Gas bestellt.

Erst der letzte Lieferant wollte nicht nur die Rechnung sondern den TÜV Bericht.

Habe den vom TÜV bekommen und siehe da der weiterbetrieb des Tank wurde nur mit KKS Anlage erlaubt. Und die wurde vom Vorbesitzer nicht nachgerüstet und von mir aus Unkenntnis auch nicht.
Ich weiß ich bin jetzt der Betreiber und hätte mich drum kümmern müssen.

Nächstes Jahr steht jetzt die nächste zweite 10 Jahres Prüfung für den Tank an. 

Wenn ich jetzt davon ausgehe das bei der ersten Prüfung gepfuscht wurde und ich jetzt bei einer korrekten Messmethode oder einem anderen Prüfverfahren die Prüfung bestehen würde müsste ich dann trotzdem die KKS Anlage Nachrüsten, oder fängt der Prüfer gar nicht erst an mit einer Prüfung?

Meine Druckminderereinheit ist wohl auch etwas schwach auf der Brust da an der Gasheizung nur etwa 40mbar ankommen, soll ist wohl so 50mbar!?

Was für Gesamtkosten würde da ungefähr auf mich zukommen? 

Also :

-KKS
-TÜV
-Druckminderer


ich bin schwer am Überlegen das ganze Gas Zeug rauszuwerfen bin mir aber noch nicht 100% sicher.


Gruß Thomas

Offline TÜV-SV

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #62 am: 16. Dezember 2017, 22:08:33 »
Hallo,

ich habe eine Frage zu der 10 Jahres Prüfung.

Vor ca. 5 Jahren haben wir ein Haus mit erdgedecktem Flüssiggastank gekauft. Vom Vor-Eigentümer nur die Rechnung der ersten 10 Jahres Prüfung bekommen und damit seit dem problemlos jährlich Gas bestellt.

Erst der letzte Lieferant wollte nicht nur die Rechnung sondern den TÜV Bericht.

Habe den vom TÜV bekommen und siehe da der weiterbetrieb des Tank wurde nur mit KKS Anlage erlaubt. Und die wurde vom Vorbesitzer nicht nachgerüstet und von mir aus Unkenntnis auch nicht.
Ich weiß ich bin jetzt der Betreiber und hätte mich drum kümmern müssen.

Nächstes Jahr steht jetzt die nächste zweite 10 Jahres Prüfung für den Tank an. 

Wenn ich jetzt davon ausgehe das bei der ersten Prüfung gepfuscht wurde und ich jetzt bei einer korrekten Messmethode oder einem anderen Prüfverfahren die Prüfung bestehen würde müsste ich dann trotzdem die KKS Anlage Nachrüsten, oder fängt der Prüfer gar nicht erst an mit einer Prüfung?

Meine Druckminderereinheit ist wohl auch etwas schwach auf der Brust da an der Gasheizung nur etwa 40mbar ankommen, soll ist wohl so 50mbar!?

Was für Gesamtkosten würde da ungefähr auf mich zukommen? 

Also :

-KKS
-TÜV
-Druckminderer


ich bin schwer am Überlegen das ganze Gas Zeug rauszuwerfen bin mir aber noch nicht 100% sicher.


Gruß Thomas


KKS:
Einbau KKS etwa 600 bis 800 Euro, wenn ich mal zusammenfasse, was mir Kunden bisher so erzählt haben über die Kosten. Zusätzlich muß das Ding alle zwei Jahre von der Firma, die die KKS eingebaut hat, auch geprüft/gewartet werden. Die kommen alle zwei Jahre bestimmt auch nicht nur für 50 Euro zu Dir gefahren.

Kosten der TÜV-Prüfung:
Je nachdem, wo und wie Du die Prüfung beauftragst zwischen 500 und 900 Euro für die TÜV-Prüfung.
Auf jeden Fall solltest Du die KKS aber VOR dem TÜV-Prüftermin einbauen lassen und den TÜV auch UNBEDINGT VOR der Prüfung darüber informieren, daß der Behälter eine KKS hat.
Denn wenn der TÜV-Prüfer zur Prüfung feststellt, daß schon nach der letzten Prüfung eine KKS hätte eingebaut werden müssen, aber bisher keine eingebaut wurde, dann wird er Dir höchstwahrscheinlich die Prüffrist von 10 Jahren auf 5 Jahre oder in einigen seltenen Fällen sogar auf 2 Jahre verkürzen müssen.
Und wie gesagt, wenn Du eine KKS hast einbauen lassen, aber Du das dem TÜV nicht VOR der Prüfung bei der Beauftragung mitteilst, dann kommt der Prüfer, um bei Dir eine ESM durchzuführen und stellt dann erst vor Ort fest, daß er eine SEP durchführen muß, da der Behälter eine KKS besitzt. Die SEP ist eine Druckprüfung und die kann er dann nicht einfach so mal eben vor Ort durchführen, sondern dafür muß der TÜV ein anderes Prüffahrzeug mit einem speziell dafür ausgebildeten Prüfer schicken.

Kosten Druckminderer:
Ich denke, so zwischen 250 und 400 Euro. Aber das weiß ich nicht genau.

Daß die nicht durchgeführte KKS-Nachrüstung bisher nicht aufgefallen ist, kann nur sehr wenige Gründe haben. Kann es sein, daß Du im damaligen Stammgebiet des TÜV Hessen wohnst?

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2017, 22:13:03 von TÜV-SV »
Zu mir:
- Sachverständiger Dampf- und Drucktechnik bei einem TÜV
- Bisher etwa 3.000 Flüssiggastanks geprüft, davon sehr viele erdgedeckte und halboberirdische Tanks
- Nehme gern Stellung zu technischen Fragen rund um die wiederkehrende Tankprüfung
- Zu vertraglichen Dingen kann ich nicht viel sagen

Offline DeJe63

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #63 am: 09. August 2018, 15:16:29 »
Mal eine kurze Nachfrage.
Wir stehen vor dem Kauf eines eigenen Tanks. Sind diese DeltaGaz-Tanks immer noch auf dem Markt und gibt es andere Kandidaten die man ebenfalls meiden sollte?

Offline DeJe63

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #64 am: 23. August 2018, 19:09:13 »
Ich antworte mal selbst...

Laut dem Tanklieferanten sind diese Tanks nicht mehr auf dem Markt. Es gibt noch Eurotank, Stag Flamco oder G.A.M Behälter.

Offline TÜV-SV

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #65 am: 22. September 2018, 11:12:21 »
Ich antworte mal selbst...

Laut dem Tanklieferanten sind diese Tanks nicht mehr auf dem Markt. Es gibt noch Eurotank, Stag Flamco oder G.A.M Behälter.

Die früheren Firmen Bagom und Deltagaz firmieren heute beide unter dem Namen G.A.M. Heat. Ich weiß aber nicht, wer da wen gekauft hat oder ob die fusioniert sind oder wie auch immer das nun genau ablief. Die bauen auch immer noch Behälter. Die ursprüngliche Firma Bagom hat ja ein recht unrühmliches Ende aus recht unrühmlichen Gründen gefunden. Und Deltagaz hatte ja einige Jahre dieses Beschichtungsproblem bei erdgedeckten Tanks.
Wie die Qualität der heute von G.A.M. gebauten Behälter ist, weiß ich aber nicht. Das kann heute schon wieder ganz anders aussehen als vor 10 oder 15 Jahren.

Behälter von Eurotank habe ich bisher erst ganz wenige gesehen. Das liegt eventuell auch daran, daß die Firma noch nicht so lange Zeit Flüssiggaslagerbehälter baut bzw. in Deutschland verkauft und daß ich als TÜV-Prüfer die Behälter ja zum ersten Mal sehe, wenn sie schon 10 Jahre lang in Betrieb sind.

Die besten Erfahrungen bei den Prüfungen habe ich bisher mit den Behältern von STAG Flamco gemacht, sowohl bei oberirdischen als auch bei erdgedeckten Behältern. Die sitzen in Genthin in Sachsen-Anhalt. Wenn ich selber einen Flüssiggastank kaufen müßte, würde ich mir persönlich einen von STAG kaufen. Aber bitte nicht als Empfehlung verstehen. Das ist nur meine reine subjektive Prüferfahrung.

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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Offline Aspergius

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #66 am: 24. Oktober 2018, 12:07:29 »


Die ESM ist also bei Deltagastanks nicht grundsätzlich sinnlos, sondern notwendig, um diese besonders gefährliche Art Korrosionsmechanismus rechtzeitig zu erkennen. Mit rechtzeitiger Nachrüstung einer KKS und gegebenenfalls zusätzlich eines Isolierstücks an der Rohrleitung im Domschacht kann dieser Korrosionsmechanismus gestoppt und der Tank bedenkenlos weiterbetrieben werden, solange die KKS korrekt funktioniert. Deswegen ist es bei einer KKS auch wichtig, daß sie regelmäßig auf korrekte Funktionsfähigkeit geprüft wird, damit man sicher ist, daß die Korrosion nicht unbemerkt wieder weitergeht.

Unabhängig davon kann im Rahmen der ESM auch festgestellt werden, ob überhaupt korrosiver Boden vorliegt. Wenn die Beschichtung zwar als defekt erkannt wird, aber kein korrosiver Boden vorliegt und sich auch kein chemisches Korrosionselement ausgebildet hat, dann muß auch keine KKS nachgerüstet werden und die Prüffrist bleibt in dem Falle auch bei 10 Jahren.

Bei mir wurde ja auch nach 10 Jahren eine erste  Einspeisemessung vorgenommen. Ergebnis durchgefallen. Danach wurde eine KKS -Anlage eingebaut.
Nun zu meiner Frage: Wer und wir prüft man ob der Boden am Einbauort korrosiv ist oder nicht?  Von dieser Möglichkeit höre ich jetzt zum ersten Mal.

Gruß Aspergius

Offline Aspergius

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #67 am: 24. Oktober 2018, 12:27:56 »
Noch etwas von Interesse.

Ich habe Angebote über die Prüfung der KKS-Anlage eingeholt. Leider prüfen manche TÜV-Stellen diese nicht mehr. Wieder andere Prüfer haben offenbar kaum Erfahrung (keine) mit dieser Prüfung und fragen mir ein Loch in den Bauch, um was es da geht. Wieder andere prüfen  nicht selbst und verweisen auf die Fa. Ronschke.

Auch die Preisgestaltung ist erstaunlich. Ich habe Angebote von 100 bis 1000 Euro (immer einschließlich Anfahrt). Es lohnt sich unbedingt überall anzufragen, wobei es bei den TÜV-Stellen nicht einfach ist, weil man nicht weiß, wohin man sich wenden soll.

Ich bin bei der GFÜ gelandet, die allerdings keinen Termin nennt, da sie bundesweit tätig ist und die Prüfung durchführt, wenn der Prüfer  in der Nähe ist.

Auch zu der Schallprüfung konnte ich etwas erstaunliches in Erfahrung bringen. Das angefragte Ingenieurbüro wirbt mit Schallprüfungen. Mir wurde aber definitiv von dem Prüfingenieur gesagt, dass es nichts bringt eine Schallprüfung durchzuführen, wenn die erste elektrische Prüfung bereits nicht bestanden wurde, weil einen Schaden festgestellt wurde. Die Schallprüfung kann diesen Schaden ja nicht weg "diskutieren", sei also sinnlos. Ich verstehe langsam nur noch Bahnhof. Wozu also eine spätere Schallprüfung?

Weiß Jemand was aus dieser Sammelklage geworden ist? Ich wollte mich informieren , aber der Link geht nicht.

Offline Nick78HH

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #68 am: 17. Dezember 2018, 15:39:50 »
Hallo,

auch bei meinem privaten 4850 Liter erdgedeckten Tank ist letzten Monat bei der zweiten 10-jährigen Prüfung durch Firma R festgestellt worden, dass eine KKS-Anlage notwendig ist bzw. empfohlen wird.

Da der TÜV die Ventilprüfung noch nicht durchgeführt hat, habe ich das erstmal nur telefonisch erfahren. Einige Punkte sind mir noch nicht so ganz klar, wenn ich mich für diese KKS-Anlage entscheide. Vielleicht könnt ihr mir diese Fragen beantworten:

Die Firma BAGOM stellt auf ihrer Seite sehr übersichtlich die verschiedenen Prüfungskosten und auch das Prüfkonzept dar: http://www.gam.de/de/gam/download-2/bagom-flyer-und-broschueren/44-pruefkonzept-bagom-060716f-auszug/file.html

Was aber heißt das für mich in Zukunft. Wenn ich eine KKS-Anlage einbauen lasse, müsste aus meiner Sicht der Prüfablauf II für Altbehälter eintreten:

• Die Inbetriebnahme der KKS-Anlage ist von einer bP durchzuführen.
• Galvanische KKSAnlagen sind alle 2 Jahre durch eine bP zu prüfen.
• Die KKS- Anlage ist alle 10 Jahre durch eine ZÜS zu prüfen.  Die Prüfaufzeichnungen der bP der letzten 10 Jahre müssen zur ZÜS-Prüfung vorliegen.
• Im Zeitraum von 40 Jahren ist der Flüssiggaslagerbehälter mindestens einmal mit SEP zu prüfen.

Ich lese hier nichts mehr von einer ESM alle 10 Jahre. Heißt das, ich muss alle 10 Jahre nur noch die "Wiederkehrende Prüfung 10 Jahre (IP KKS galvanisch mit ZÜS- Prüfbescheinigung inkl.
äußerer Prüfung 1.16 und SiV- Prüfung)" durchführen und einmal in 40 Jahren die SEP? Eine ESM gar nicht mehr?

Die "Wiederkehrende Prüfung 10 Jahre (IP KKS galvanisch mit ZÜS- Prüfbescheinigung inkl. äußerer Prüfung 1.16 und SiV- Prüfung" kostet 350 Euro und ist günstiger als die ESM. Zwar liege ich insgesamt mit KKS-Einbau + 2 Jährige KKS-Prüfung + ggf. irgendwann mal SEP teurer, aber Alternativen schein es ja auch nicht zu geben...

Verstehe ich das Prüfkonzept richtig?

Viele Grüße
Nick

Offline Technics

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #69 am: 27. Januar 2019, 13:00:12 »
Hallo,

mein eigenener Tank (leider Miettank) ist ebenfalls ein deltagaz (G.A.M. Heat). Erdgedeckt, immerhin: Farbe gelb. Ich habe eine Kaufoption auf den Tank und möchte diese grundsätzlich auch ziehen. Allerdings steht die erste 10Jahres-Prüfung erst in 4 Jahren an und vorher traue ich mir aufgrund der hier geschilderten Fälle keinen Kauf. Aus dem Bekanntenkreis kenne ich ebenfalls das hier geschilderte Thema (deltagaz + grün = 10Jahres Prüfung nicht bestanden). Weiß jemand, ob die neueren Tanks (gelb) ebenfalls von der hier beschriebenen Problematik betroffen sind?

Grüße

Offline Watzl

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #70 am: 27. Januar 2019, 15:22:12 »
Wenn man nach einem Mietkauf 6 Jahre ins Land ziehen lässt und dann über einen Ausstieg nachdenkt, ist die Kalkulation natürlich immer etwas schräg, weil man ja schon 6 Jahre lang gelöhnt hat.

Wenn ein Tank oder Armaturen eine Prüfung nicht bestehen, so hat das mit den Eigentumsverhältnissen oder der Farbe nichts zu tun.

H. Watzl

Offline Technics

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #71 am: 28. Januar 2019, 20:11:21 »
Schräg ist nur deine Antwort  ;D Welchen Informationsgehalt transportiert diese?

In diesem Thread hier wird über 5 Seiten hinweg thematisiert, dass vorrangig deltagaz Tanks mit grüner Farbe offenbar auffällig durch Nicht-Bestehen der Einspeisemessung sind/waren. Ich konnte bisher nicht herauslesen, dass all diesen Leidgeplagten vorgeworfen wurde, die Farbgestaltung zu erwähnen.  ;) Vielleicht sollte die werte Moderation dies noch nachholen.  8)
Im Bekanntenkreis wie erwähnt ebenfalls ein grüner deltagaz Tank mit negativem Prüfergebnis. Sowas. Wie kann es mir nur in den Sinn kommen, den Faden mit der Farbe aufzugreifen ... Ich entschuldige mich für meine offenbar unerwünschte Frage  :)

Aber cooles Forum ...  8)

Offline aussendienstler

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #72 am: 19. Februar 2019, 15:46:03 »
Ich lese hier nichts mehr von einer ESM alle 10 Jahre. Heißt das, ich muss alle 10 Jahre nur noch die "Wiederkehrende Prüfung 10 Jahre (IP KKS galvanisch mit ZÜS- Prüfbescheinigung inkl.
äußerer Prüfung 1.16 und SiV- Prüfung)" durchführen und einmal in 40 Jahren die SEP? Eine ESM gar nicht mehr?

Wenn festgestellt wurde das der Tank beschädigt ist, das Metall hat Berührung mit dem Erdreich, kommt eine KKS-Anlage hinein.
Diese schützt durch Anreicherung mit Elektronen den Stahl vor weiterer Zersetzung.
Dadurch gibt es zwei metallische Kontakte (das loch und die elektrode) durch die bei einer ESM Strom fließen würde.
Das wäre recht albern.
Deswegen fällt es dann aus.
Es wird ab da nur noch die Funktion der KKS geprüft, die ÄP macht alle 2 Jahre der Tanker mit.

Soviel zum Tank.
Was noch kommen kann, ab und zu muß der Regler getauscht werden.
Alle 10 Jahre die Festigkeitsprüfung der Rohrleitung.
Wer einen Zähler hat, Austausch nach 8 Jahren.

Offline Aspergius

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #73 am: 07. März 2019, 14:39:20 »
Ich bin nach wie vor Laie. Deshalb eine Bitte. Nennt die Dinge wenigsten einmal im Text bitte beim Namen. Ich meine damit, diese vielen Aküs sind schwer einzuordnen.

Aküs? 

(ich hoffe, ich habt auch erst nach denken müssen, was das bedeutet =Abkürzungen)

Wenn man nicht ständig in der Materie drinnen steckt, tut man sich wirklich schwer diese Dreibuchstabenbezeichnungen zu verstehen. Danke


Offline Watzl

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Re: 10-jährige Prüfung nicht bestanden.. KKS-Anlage
« Antwort #74 am: 19. Mai 2019, 12:16:11 »
KKS  steht für       Kathodischer Korrosionsschutz

 

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