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Autor Thema: Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?  (Gelesen 175372 mal)

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Offline berndh

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #210 am: 09. April 2011, 20:16:24 »
Ich finde es einfach traurig das sich einige immer noch für ein Technik einsetzen die ausser der momentanen Generation jeder folgenden nur Probleme und endlose Kostenfolgen bereiten wird.
Alleine der Vergleich mit anderen technologien die bei jeden Störfall maximal einige Mitbürger tötet, aber nicht ganze Landstriche und Generationen von Menschen zerstört.

Hauptsache man selber kann scheinbar einige € sparen,
den alles was bis jetzt bereits in KKW geflossen ist wird ja immer schön ausgeblendet.
Selbst die überförderte Solarstromgemeinde ist dagen ein Waisenkind.
Zumal deren Förderung irgenwann auslaufen wird, aber der Restmüll aus den ja so tollen KKW\'s werden die nächsten Jahrtausende Kosten verursachen.
Da wird jede EEG Förderung ein Schnäppchen dagegen!

Wo ist da die Kostensenkung?

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #211 am: 09. April 2011, 20:49:33 »
Zitat
Original von berndh
Ich finde es einfach traurig das sich einige immer noch für ein Technik einsetzen die ausser der momentanen Generation jeder folgenden nur Probleme und endlose Kostenfolgen bereiten wird. Alleine der Vergleich mit anderen technologien die bei jeden Störfall maximal einige Mitbürger tötet, aber nicht ganze Landstriche und Generationen von Menschen zerstört. ..Da wird jede EEG Förderung ein Schnäppchen dagegen!
    @berndh, traurig sind immer wieder diese unsinnigen Vergleiche. Es wird nichts ausgeblendet und der Ausstieg ist in Deutschland schon lange keine Frage mehr. Es geht um den richtigen Weg und um die sozial-, klima- und umweltverträgliche Gestaltung. Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung, Milliarden zu verschwenden und unter dem Eindruck von Fukushima andere Risiken auszublenden oder zu relativieren. Außerdem gibt es nicht nur die Kernenergie als Risiko, das Menschen aus diversen Gründen eingehen
Z.B. die Chemie.

Die EEG-Förderung der PV in Deutschland ist kein Schnäppchen, kein Ersatz und keine Lösung,  sondern eine unvergleichliche Milliardenverschwendung, die mit der Kernenergie überhaupt nichts zu tun hat. Dieser Vergleich ist unsinnig und unzulässig.[/list]

Offline Cremer

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #212 am: 09. April 2011, 22:19:11 »
@berndh,

na, auch schon den Kopf in den Sand gesteckt und folgen Sie auch der allgemeinen Hysterie ?  :D :D :D

Ich habe da viel mehr Kopfzerbrechen über die chemische Industrie. Vermutlich waren Sie noch nicht in einem solchen Werk wie BASF, Industriepark Kalle in Wiesbaden, Industriepark Höchst oder Chemiepark Dormagen. Ich kenne z.B. da die BASF in Lu. Wenn man da durch die Werkstraßen fährt hat man doch ein mulmiges Gefühl.

Ich sehe da eine viel größere Gefahr

Sehr schön, dass die 4 Oligopole jetzt angekündigt haben, die Zahlungen zumindest für 3 Monate in den EEG Topf auszusetzen.
MFG
Gerd Cremer
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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #213 am: 10. April 2011, 09:33:04 »
Hier nutzt der Reifenherstellers Goodyear Dunlop in Philippsburg die extreme Förderung der PV mit dem mal wieder \"Größten Solardach Deutschlands\" zu Lasten der Verbraucher für sich. Das nächste \"Größte\" dürfte beim weiter gesicherten üppigen Profit nicht lange auf sich warten lassen.

Die Verbindung zum Atommeiler Philippsburg muß natürlich auch hier hergestellt werden.

Vergleichbar ist nichts! Wieder eine deutsche Dummheit, die in Mode ist. Die extreme Förderung und die Gier machts!  X(

Und die  PV-Hobbyenergieerzeuger unter den Energieverbrauchern dürfen hier im Forum mal wieder mitjubeln.

Offline userD0010

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #214 am: 10. April 2011, 10:43:34 »
Wie geschickt man die sog. \"GERMAN ANGST\" genutzt hat, erkennt man an der inzwischen um sich greifenden Hysterie ob der AKW.
Dass nach Abschaltung der angebl. höchstgefährlichen AKW in Deutschland das Licht nicht ausging, lag doch wohl erkanntermaßen an der Strom-Zulieferung aus Frankreich und Tschechien.
Die Kraftwerksbetreiber haben konsequenter Weise die Zahlungen während der 3 Moratoriums-Monatge eingestellt, aber das stört doch wohl unseren Finanzminister überhaupt nicht. Das bischen Geld, das jetzt in der Kasse fehlt, macht doch den Kohl nicht fett.
Wie wär´s denn, wenn die AKW-Betreiber einmal für 24 Stunden ihre Meiler abschalten würden?
Ob  das nicht die Zahl der AKW-Befürworter ganz schnell ansteigen lassen würde?
Und die Kraftwerksbetreiber würden den Umsatzausfall wohl verschmerzen können.

Offline Christian Guhl

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #215 am: 10. April 2011, 13:06:53 »
Oh Herr - bitte lasse Hirn regnen !

Offline superhaase

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #216 am: 10. April 2011, 13:40:05 »
Ja, es ist schon recht zynisch, wenn hier von gewissen Leuten versucht wird, die Gefahren und die real auftretenden Schäden (wissenschaftlich nachgewiesene Leukämiehäufung um die deutschen Kernkraftwerke!) zu verharmlosen, indem auf andere Gefahren (Straßenverkehr) und Dreckschleudern (Chemieindustrie) verwiesen wird.
Nach dem Motto: Warum sollen Leukämieerkrankungen bei Kindern durch Atomkraftwerke vermieden werden, wo doch andere Kinder am Gift von Chemiewerken erkranken?

Das ist schon eine beschämende Geisteshaltung.

Wie Greenpeace vorgerechnet hat, kann Deutschland 9 Meiler sofort stilllegen, und die restlichen bis Ende 2015 auch abschalten, ohne dass Probleme für die Stromversorgung auftreten oder Atomstrom aus dem Ausland importiert werden muss. Auch die Klimaziele sind dadurch nicht gefährdet.

Diese Rechnung erscheint auf den ersten Blick glaubwürdig.
Die sollte erst einmal jemand glaubhaft widerlegen, bevor er behauptet, ein Atomausstieg sei so schnell nicht zu schaffen.

ciao,
sh
8) solar power rules

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #217 am: 10. April 2011, 19:48:23 »
Zitat
Original von superhaase
Ja, es ist schon recht zynisch, wenn hier von gewissen Leuten versucht wird, die Gefahren und die real auftretenden Schäden (wissenschaftlich nachgewiesene Leukämiehäufung um die deutschen Kernkraftwerke!) zu verharmlosen, indem auf andere Gefahren (Straßenverkehr) und Dreckschleudern (Chemieindustrie) verwiesen wird. Nach dem Motto: Warum sollen Leukämieerkrankungen bei Kindern durch Atomkraftwerke vermieden werden, wo doch andere andere kindern am Gift von Chemiewerken erkranken? Das ist schon eine beschämende Geisteshaltung. .....
    @Superhaase, zynisch ist, wenn
\"von gewissen Leuten\" die Katastrophe in Japan ausgenutzt wird. Geradezu widerlich ist, wenn manche Profitgeier die Situation unmittelbar nutzen um daraus Kapital zu schlagen. Vielleicht denken Sie mal über diese Charaktere und \"Geisteshaltungen\" nach.

Vergleiche hinken meistens. Wer aber in Seveso vom Dioxin vergiftet wurde oder als Betroffener oder Angehöriger noch an den Folgen leidet, kann Ihren Zynismus sicher nicht ertragen.

Ständig PV mit der Kernergie zu vergleichen ist einfach Unfug, außer man stellt fest, dass Sonnenenergie als Quelle die Kernenergie hat. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber schon bald auf.

Ihre wissenschaftlich nachgewiesenen Leukämiehäufungen gibt es nur bei deutschen Kernkraftwerken? Gibt es auch entsprechende Untersuchungen in der Nähe von Braun- oder Steinkohlekraftwerken? Wie sieht es da mit der Radioaktivität aus?

PS:
siehe hier und Alternative Kohlekraftwerke? und Braunkohle[/list]

Offline Cremer

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #218 am: 10. April 2011, 19:48:38 »
@sh,

wo haben Sie dies mal wieder her?
Zitat
Wie Greenpeace vorgerechnet hat, kann Deutschland 9 Meiler sofort stilllegen, und die restlichen bis Ende 2015 auch abschalten, ohne dass Probleme für die Stromversorgung auftreten oder Atomstrom aus dem Ausland importiert werden muss. Auch die Klimaziele sind dadurch nicht gefährdet.

Sie plappern wohl alles nach, was irgendwo steht und behauptet (vorgerechnet) wird.

Das dies nicht so ist, zeigen andere Ausssagen. Natürlich könnten wir ggf. die KKW\'s kurzfristig abschalten, es ist alles nur eine Frage zu welchem Preis. Da wird die deutsche  Bevölkerung mit 26% Stromanteil und auch die Industrie mit ca. 46% Stromanteil wohl nicht mitmachen.
MFG
Gerd Cremer
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Offline superhaase

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #219 am: 10. April 2011, 21:16:06 »
@PLUS:

Was war an meinem Beitrag zynisch gegenüber Seveso-Opfern?
Zeigen Sie es auf und benennen Sie es - oder aber halten Sie einfach mal die Fresse (frei nach Nuhr).  :P

@Cremer:

Die Greenpeace-Rechnung kennen Sie.
Die Studie im Auftrag des BMWi, die nun klammheimlich veröffentlicht wurde (siehe Thread hier im Forum) kennen Sie auch?
Totgeschwiegene Studie des BMWi aufgetauch: Energiewende schnell und kostengünstig möglich

Jetzt wäre es an Ihnen, zu zeigen, wer das vorrechnet, was Sie behaupten.
Bitte Butter bei die Fische.

Oder plappern Sie nur nach, was Sie von den Atomkonzernen an Propaganda hören? ;)

Also: Fakten, Fakten, Fakten!

ciao,
sh
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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #220 am: 11. April 2011, 09:43:34 »
Zitat
Original von superhaase...
 - oder aber halten Sie einfach mal die Fresse (frei nach Nuhr).  :P
    @supersolarhaase, sie müssen sich nicht hinter Dieter Nuhr verstecken. Der Satz von Ihnen zweckentfremdet benutzt verkommt zum supersolarhaasen-Niveau.  :( Nuhr ist Kleinkunst, Kabarett.

Offline taxman

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #221 am: 11. April 2011, 10:30:18 »
In Fukushima werden immer noch Freiwillige für die anfallenden Arbeiten gesucht !!
pin.energiepreise@yahoo.de

Dort treffen sich Kunden der Stadtwerke Walldorf, Heidelberg, Hockenheim, Weinheim, Neckargemünd, MVV und Erdgas Südwest!

Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #222 am: 11. April 2011, 10:31:33 »
Mittlerweile empfiehlt auch die deutsche Energiewirtschaft über ihren Branchenverband BDEW den vollständigen Atomausstieg bis 2020, allein die Atomkonzerne sind dagegen.

Atomstrom aus Frankreich und Tschechien wurde wohl zu allen Zeiten importiert, nicht unbedingt, weil dies nötig war. In Deutschland gibt es in erheblichem Umfange eine sog. \"Kaltreserve\" an installierter Kraftwerksleistung. Diese wurde nicht ausgeschöpft, weil es für die Konzerne preiswerter erschien, Atomstrom zu importieren, statt die vorhandene Kaltreserve ans Netz zu nehmen.

Der Verbraucher hat davon nichts, weil sich die Letztverbraucherpreise immer an den Großhandelspreisen für Strom orientieren und diese wiederum richten sich nie nach den Stromerzeugungskosten der kostengünstigsten Stromerzeugungseinheiten am Netz, sondern immer nach den teuersten Stromerzeugungseinheiten am Netz, in der Regel Kohle- oder Gaskraftwerke.

Weil bei den Atomkonzernen die Hoffnung bestand, man werde nach einem politischen Richtungswechsel den 2001 beschlossenen Atomausstieg wieder zurücknehmen, andere die Sorge vor einer Laufzeitverlängerung hatten, kam es bisher nicht dazu, dass im notwendigen Maße andere Kraftwerksleistung installiert wurde. Entsprechende Investitionen wurden somit verhindert, liegen auf Eis. Dies nimmt man nun als Argument dafür, dass man auf die Atomkraftwerke nicht kurzfristig verzichten könne. Hätte man nicht auf die Laufzeitverlängerungen geschielt und den Umbau konsequenter vorangetrieben, bräuchten wir wohl schon heute die Atomkraftwerke nicht mehr. Bleibt es bei der Laufzeitverlängerung, bleibt es auch dabei, dass sich die Ersatzinvestitionen wirtschaftlich nicht rechnen. Die derzeitige Situation würde einfach weiter in die Zukunft fortgeschrieben.

Fakt ist: Atomkraftwerke in Deutschland entsprechen nicht dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik. Sie müssen nur dem Stand von Wissenschaft und Technik im Zeitpunkt der Erteilung ihrer Betrieberlaubnis entsprechen. Dies war Teil des Kompromisses über den Atomausstieg 2001 und war die Kröte, die der Staat dafür schlucken musste und (in Gestalt einer rot-grünen Bundesregierung) zu schlucken bereit war (sog. Bestandssschutz).

Mit anderen Worten: Die am Netz befindlichen Atomkraftwerke wären unter Zugrundelgung des heutigen Standes von Wissenschaft und Technik nicht genehmigungsfähig.

Manchem mag damit geholfen sein sich zu vergegenwärtigen, auf welchem Stand der Technik sich seinerzeit die Fahrzeugtechnik oder die Telefontechnik befand und welche Entwicklungen in diesen Bereichen seither stattgefunden hat. Die meisten haben im privaten Bereich an dieser zwischenzeitlichen Technikentwicklung teilgenommen und könnten sich selbst gar nicht recht vorstellen, auf den alten Stand zurückgeworfen zu werden, auch wenn es damals  (aus heutiger Sicht vielleicht erstaunlicher Weise) auch funktionierte. Es gibt immer auch welche, die sich für alte Technik begeistern können, und die deshalb auch heute noch etwa mit einem als besonders zuverlässig empfundenen Pkw \"Trabant\" am Straßenverkehr teilnehmen... Die Mehrheit kann sich dafür wohl eher nicht begeistern.

Ebenso war es mit Rücksicht auf den beschlossenen Atomausstieg auch eine rein politische Entscheidung, etwa das Risiko des Angriffs mit Flugzeugen auf Kernkraftwerke nach dem 11.September 2001 weiter dem Restrisiko zuzuordenen, obschon es sich um ein tatsächliches Risiko handelt.

Schließlich ist die Situation nicht dadurch besser geworden, dass Deutschland sich in mehreren Teilen der Welt militärisch engagiert, mit einfachen deutschen Worten: sich im Krieg befindet.
Die allgemeine Sicherheitssituation hat sich dadurch verschlechtert, was man an dem verstärkten Einsatz bewaffneter Sicherheitskräfte auch auf Flughäfen und Bahnhöfen sieht.

Zweifelhaft ist, ob man in Deutschland mit einer Situation, wie sie in Fukushima beklagenswerter Weise eingetreten ist, tatsächlich umgehen könnte. Es spricht vieles dagegen. Sicher ist nur, dass es eine solche Situation auch in Deutschland vorstellbar ist und dass immer weniger Bürger dazu bereit sind, dieses Risiko weiter zu tragen. Deshalb besteht auch ein breiter Konsenes darüber, vollständig aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland auszusteigen. Die allein politisch noch streitige Frage ist wohl, wie schnell dieser Ausstieg gelingen kann.

Wenn auch nicht \"über Nacht\", so ist doch ein vollständiger Atomausstieg in Deutschland in kurzer Frist möglich, ohne wirtschaftliche Verwerfungen.
Dies belegen auch Studien, die vom BMWi - längst vor Fukushima - eingeholt wurden.

Offline hko

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #223 am: 11. April 2011, 10:32:51 »
@superhaase,
Zitat
Original von superhaase
Ja, es ist schon recht zynisch, wenn hier von gewissen Leuten versucht wird, die Gefahren und die real auftretenden Schäden (wissenschaftlich nachgewiesene Leukämiehäufung um die deutschen Kernkraftwerke!) zu verharmlosen, indem auf andere Gefahren (Straßenverkehr) und Dreckschleudern (Chemieindustrie) verwiesen wird.
Nach dem Motto: Warum sollen Leukämieerkrankungen bei Kindern durch Atomkraftwerke vermieden werden, wo doch andere andere kindern am Gift von Chemiewerken erkranken?

Das ist schon eine beschämende Geisteshaltung.
Zur angeblich wissenschaftlich nachgewiesene Leukämiehäufung: sehen Sie sich doch mal den folgenden Artikel an

wikipedia Leukämiecluster Elbmarsch

In diesen Artikel wird die Leukämiehäufung sehr umfassend und ohne idiologische Brille behandelt.

Und es ist tatsächlich nicht nur zynisch sondern in höchstem Maß beschämend, wenn gewisse Leute das Unglück, das die Japaner durch Erdbeben und Tsunami mit den vielen Opfern getroffen hat, für ihre Anti-Atom-Propaganda missbrauchen.

Gruß hko

Offline superhaase

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« Antwort #224 am: 11. April 2011, 11:27:09 »
Zitat
Original von hko
wikipedia Leukämiecluster Elbmarsch

In diesen Artikel wird die Leukämiehäufung sehr umfassend und ohne idiologische Brille behandelt.
Ich bezog mich auf die neueste Studie des Bundeskrebsregisters \"KiKK-Studie\".
Da geht es nicht nur um die Elbmarsch.
Man darf dem Verantwortlichen der Studie allerdings schon eine ideologische Brille vorwerfen, weil er die Ergebnisse seiner eigenen Studie inzwischen verharmlost und vorwiegend auf Veranstaltungen für die Atomindustrie spricht.
Andere Wissenschaftler werfen ihm vor, selbst bei seiner ursprünglichen Studie schon durch Ausblenden von Leukämieerkrankungen in einem weiteren Umkreis um die AKWs die Studie zugunsten der Atomindustrie geschönt zu haben.
Bei Betrachtung eines weiteren Umkreises von 20 oder 50 km sehen die Ergebnisse signifikanter aus, als es die KiKK-Studie darstellt.

Zitat
Und es ist tatsächlich nicht nur zynisch sondern in höchstem Maß beschämend, wenn gewisse Leute das Unglück, das die Japaner durch Erdbeben und Tsunami mit den vielen Opfern getroffen hat, für ihre Anti-Atom-Propaganda missbrauchen.
Jetzt machen Sie sich aber endgültig lächerlich!  :tongue:
Meinen Sie das Ernst?
Denken Sie bitte nochmal in Ruhe über diesen Vorwurf nach.
Dann werden Sie erkennen, dass er absolut töricht ist.

ciao,
sh
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