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Energiepolitik => Erneuerbare Energie => Thema gestartet von: Wolfgang_AW am 03. Mai 2013, 16:32:55

Titel: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 03. Mai 2013, 16:32:55
Solarbranche darf auf Strafzölle für China-Importe hoffen (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/medienbericht-solarbranche-darf-auf-strafzoelle-fuer-china-importe-hoffen/8159666.html)

Zitat
Gute Nachrichten für die kriselnde Solarindustrie: Die EU reagiert offenbar auf die Beschwerde, chinesische Firmen würden Produkte zu Billigpreisen verkaufen, und plant saftige Strafzölle.
...
Diplomaten zufolge könnten die vorläufigen Zölle ab 6. Juni in Kraft treten. Sie könnten dann wie in den USA bei 30 Prozent liegen – für einzelne Unternehmen aber auch darüber, wie Reuters von einem weiteren Insider erfuhr.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: EU erhebt hohe Zölle auf chinesische Solarmodule
Beitrag von: Netznutzer am 08. Mai 2013, 12:45:53
http://www.welt.de/wirtschaft/article115994186/EU-erhebt-hohe-Zoelle-auf-chinesische-Solarmodule.html

Supie,

dann haben wir endlich wieder einen Grund, bei den steigenden Modulpreisen, die Vergütungen anzuheben, sonst stimmt ja am Ende die Rendite nicht, und dann ist -HUCH- das Erreichen unseres ambítionierten Klimaziels in Gefahr. Es lebe die Subvention.

Erfolgsstory EEG, immer dran denken.

Gruß

NN
Titel: Re: EU erhebt hohe Zölle auf chinesische Solarmodule
Beitrag von: Stromfraß am 09. Mai 2013, 20:24:46
Zu den angekündigten Zöllen kann man unterschiedlicher Meinung sein.
Zitat
Besonders deutsche Unternehmen wie Q-Cells oder Solarworld, die früher als Weltmarktführer in diesem Bereich galten, leiden schon seit langem unter der Konkurrenz aus China. Zahlreiche Firmen sind bereits pleite.
Sicher ist es für die genannten Firmen und weitere gut, wenn auf diese Weise chinesische Solarmodule nicht mehr die Konkurrenz sind.
Eine andere Frage ist aber die, inwieweit Subventionen oder Strafzölle das "freie Spiel der Märkte" richten. Gilt der Grundsatz, dass der Preis die Nachfrage bestimmt, nur für deutsche oder evtl. europäische Unternehmen? Wenn deutsche Unternehmen z.B. in Bangladesch unter katastrophalen Bedingungen Bekleidung herstellen lassen und in Deutschland billigst verkaufen können, dann ist das ok.? Es ist wohl so: Marktwirtschaft ist gut, aber nur, wenn es einem dabei auch selbst gut geht.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 09. Mai 2013, 20:26:59
Habe ich nicht gerade etwas dazu geschrieben? siehe "EU erhebt hohe Zölle auf chinesische Solarmodule"
Titel: Re: EU erhebt hohe Zölle auf chinesische Solarmodule
Beitrag von: egn am 10. Mai 2013, 07:44:04
Sicher ist es für die genannten Firmen und weitere gut, wenn auf diese Weise chinesische Solarmodule nicht mehr die Konkurrenz sind.
Eine andere Frage ist aber die, inwieweit Subventionen oder Strafzölle das "freie Spiel der Märkte" richten.

Was heißt hier "freies Spiel der Märkte"?

Wenn durch staatliche Stellen in China geförderte Solarunternehmen ihre produzierten Module zu Preisen auf den Markt werden, die unter den tatsächlichen Produktionskosten liegen, dann ist das kein "freies Spiel der Märkte". Dass dies selbst für eine Vielzahl chinesischer Produzenten gefährlich ist, sieht man an den vielen Pleiten auch unter den chinesischen Herstellern.


Gilt der Grundsatz, dass der Preis die Nachfrage bestimmt, nur für deutsche oder evtl. europäische Unternehmen? Wenn deutsche Unternehmen z.B. in Bangladesch unter katastrophalen Bedingungen Bekleidung herstellen lassen und in Deutschland billigst verkaufen können, dann ist das ok.? Es ist wohl so: Marktwirtschaft ist gut, aber nur, wenn es einem dabei auch selbst gut geht.
[/quote]
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 10. Mai 2013, 08:11:02
egn schreibt:
Zitat
Wenn durch staatliche Stellen in China geförderte Solarunternehmen ihre produzierten Module zu Preisen auf den Markt werden, die unter den tatsächlichen Produktionskosten liegen, dann ist das kein "freies Spiel der Märkte". Dass dies selbst für eine Vielzahl chinesischer Produzenten gefährlich ist, sieht man an den vielen Pleiten auch unter den chinesischen Herstellern.
Richtig, sehe ich auch so!
Das sind Extreme, die nicht geduldet werden dürfen!
Was ist aber, wenn der deutsche Stromverbraucher Unternehmen subventioniert, damit sie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben können?
So die staatliche Begründung, dass bestimmte Unternehmen von der EEG-Umlage befreit sind, die dann zusätzlich der Verbraucher aufzubringen hat.
Titel: Re: EU erhebt hohe Zölle auf chinesische Solarmodule
Beitrag von: PLUS am 10. Mai 2013, 11:49:07
Sicher ist es für die genannten Firmen und weitere gut, wenn auf diese Weise chinesische Solarmodule nicht mehr die Konkurrenz sind.
Eine andere Frage ist aber die, inwieweit Subventionen oder Strafzölle das "freie Spiel der Märkte" richten.
Was heißt hier "freies Spiel der Märkte"?
Wenn durch staatliche Stellen in China geförderte Solarunternehmen ihre produzierten Module zu Preisen auf den Markt werden, die unter den tatsächlichen Produktionskosten liegen, dann ist das kein "freies Spiel der Märkte". Dass dies selbst für eine Vielzahl chinesischer Produzenten gefährlich ist, sieht man an den vielen Pleiten auch unter den chinesischen Herstellern.

Gilt der Grundsatz, dass der Preis die Nachfrage bestimmt, nur für deutsche oder evtl. europäische Unternehmen? Wenn deutsche Unternehmen z.B. in Bangladesch unter katastrophalen Bedingungen Bekleidung herstellen lassen und in Deutschland billigst verkaufen können, dann ist das ok.? Es ist wohl so: Marktwirtschaft ist gut, aber nur, wenn es einem dabei auch selbst gut geht.
Es ist wohl so, Subventionen sind gut, aber nur, wenn es einem dabei auch selbst gut geht.

Die Solaristen und Vertreter der Solarbranche stellen hier den Nagel auf den Kopf wenn sie das "freie Spiel der Märkte" fordern.
Zitat von: Stromfraß
Richtig, sehe ich auch so! Das sind Extreme, die nicht geduldet werden dürfen!
Was ist aber, wenn der deutsche Stromverbraucher Unternehmen subventioniert, damit sie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben können?
So die staatliche Begründung, dass bestimmte Unternehmen von der EEG-Umlage befreit sind, die dann zusätzlich der Verbraucher aufzubringen hat.
Jetzt aber nicht die Ursache mit der Wirkung verwechseln. Ohne diese uferlose "EEG-Umlage" als Folge der Extremförderung gäbe es keinen Anlass zur Befreiung.

So ist das halt mit den diversen Zwickmühlen der deutschen "Energiewende". Man sucht ja nicht einmal nach einem Ausweg, nein man schafft ständig neue Zwickmühlen. Bald ist das dumme Spiel verloren. ;)   
 
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 12. Mai 2013, 18:00:59
Strafzölle auf Solarzellen: Bundesregierung fürchtet Handelskrieg mit China (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/strafzoelle-auf-solarzellen-bundesregierung-fuerchtet-handelskrieg-mit-china-a-899267.html)

Zitat
Zwischen Europa und China droht ein offener Handelskonflikt auszubrechen. Am Mittwoch hatte die EU Strafzölle auf chinesische Solarpaneele (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-beschliesst-wegen-dumping-strafzoelle-gegen-solar-module-aus-china-a-898734.html) beschlossen. Sie sollen ab dem 6. Juni in Kraft treten und bei durchschnittlich 47 Prozent liegen. Das lässt in Deutschland die Angst vor chinesischen Vergeltungsmaßnahmen wachsen - auch bei der Bundesregierung.

Noch hält sich die EU einen Rückzieher offen, da China mit Reaktionen droht die andere Industrien empfindlich schmerzen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 12. Mai 2013, 18:44:52
Da wird vieles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Man muss bedenken, dass China mit Gegensanktionen auch immer gleicheztig die einheimische Wirtschaft trifft. China ist auf ein starkes Wirtschaftwachstum angewiesen, auch weil die Führung dort ansonsten massive Unruhen befürchtet.
China droht also wohl gerne auch etwas übertrieben.

Die EU sollte hier die int. Handelsregeln auch durchaus einmal anwenden und nicht gleich wegen aufgeblasener Drohungen aus China den Schwanz gleich wieder einziehen.
Wer sind wir denn, dass wir vor China kuschen müssen? Regiert denn China schon die Welt bzw. die Weltwirtschaft?
Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein und etwas mehr Courage wäre angebracht.
Die Chinesen sind auf Europa ebenso angewiesen wie umgekehrt.
Das durch staatlcihe Kredite unterstütze massive Dumping im PV-Bereich sollte man nicht ohne weiteres hinnehmen. Vielleicht ist das dann auch mal eine Lehre, die die Chinesen in Zukunft bedachter handeln lässt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 13. Mai 2013, 10:59:22
Die EU sollte hier die int. Handelsregeln auch durchaus einmal anwenden und nicht gleich wegen aufgeblasener Drohungen aus China den Schwanz gleich wieder einziehen.
Wer sind wir denn, dass wir vor China kuschen müssen? Regiert denn China schon die Welt bzw. die Weltwirtschaft?
@superhaase, typischer Superhaasen-Beitrag  ;), PV geht vor, koste es was es auch wolle. Wer bläst sich hier denn auf? Deutschland ist auf den Leistungs- und Warenaustausch angewiesen. Wir leben gut vom Export. Man sollte das nicht auch noch der deutschen PV-Bewegung opfern.
Protektionismus ist mindestens so schädlich wie dieser PV-Wahnsinn, der mit oder ohne Strafzölle ungebremst fortgesetzt wird:

Die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd haben am Wochenende Baden-Württembergs zweitgrößten Solarpark eröffnet. Der 9 Mio.€ teure Park ist so groß wie 19 Fußballfelder, verfügt über 23630 Module: Solarpark Mutlanger Heide (https://www.stwgd.de/5224-SolarparkMutlangerHeide.html). Wenn die Sonne nicht scheint braucht man Ersatz, dessen Vorhalt ständig und zusätzlich kostet und nur beiläufig wird erwähnt, dass sich das Ganze nach wie vor nur subventioniert rechnet:
Zitat
Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gibt es für Solarparks auf solchen Konversionsflächen eine Netzeinspeisevergütung. Diese ist notwendig, um eine solche Anlage rentabel betreiben zu können.
Da kann auf den "Sonnenseiten" wieder gejubelt werden wie zum Beispiel hier. (http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a20281&template=print_detail.html) Die damit verbundenen Probleme und die Zeche gehen wie immer zu Lasten der Verbraucher und der Allgemeinheit. Theodor Fontane hat schon wieder Recht: "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf."
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 13. Mai 2013, 12:07:48
@superhaase, typischer Superhaasen-Beitrag  ;), PV geht vor, koste es was es auch wolle.
Wer fordert denn sowas?
Ich nicht. Noch nie.
Eine dumme Unterstellung von Ihnen.

Zitat
Deutschland ist auf den Leistungs- und Warenaustausch angewiesen. Wir leben gut vom Export.
Das gilt für China mindestens ebenso.

Zitat
Man sollte das nicht auch noch der deutschen PV-Bewegung opfern.
Es geht wohl eher darum, was man der chinesischen PV-Bewegung opfert.

Zitat
Protektionismus ist mindestens so schädlich wie dieser PV-Wahnsinn, der mit oder ohne Strafzölle ungebremst fortgesetzt wird: ...
Anti-Dumping-Zölle haben nichts mit Protektionismus zu tun, sondern mit der Durchsetzung eines fairen Handels.

Was SIe als PV-Wahnsinn bezeichnen ist ein wichtiger Teil - die internationale Energieagentur sagt: der wichtigste Teil - der zukünftigen weltweiten Energieversorgung.
Dass Sie das in Ihrer beratungsresistenten Art ständig als "PV-Wahnsinn" verunglimpfen, zeigt, dass Sie alle Fakten aus einer ideologischen Verblendung heraus ignorieren.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 13. Mai 2013, 13:50:53
Was meint ein Zulieferer zu den Strafzöllen?:
Zitat
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer Wacker Chemie hat seine Kritik an Strafzöllen in der Solarindustrie bekräftigt. 'Strafzölle bremsen die Entwicklung der Solarindustrie und verteuern die Energiewende', sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Mittwoch laut Manuskript auf der Hauptversammlung. Wacker setze sich mit Nachdruck für einen freien Handel ein und lehne Beschränkungen ab. 'Meinungsverschiedenheiten müssen im Dialog geklärt werden', betonte der Manager.

Es wird wissen, wovon er redet.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 13. Mai 2013, 14:17:05
Es wird wissen, wovon er redet.
Ja, er weiß, dass er nur für sich und seine eigene Firma spricht, die von den chinesischen PV-Dumpingpreisen nicht betroffen ist, und gegen die die Chinesen schon "Vergeltungs-Zölle" angedroht haben.
Wenn man vom Preisdumping nicht betroffen ist, lässt es sich halt auch gut gegen die Strafzölle stänkern.
Der Mann von Wacker Chemie würde wohl das Gegenteil erzählen, ginge es um Strafzölle gegen Dumpingimporte von Solar-Silizium.
Das Hemd ist halt immer näher als die Hose. ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 13. Mai 2013, 15:16:13
Wenn man vom Preisdumping nicht betroffen ist, lässt es sich halt auch gut gegen die Strafzölle stänkern. Der Mann von Wacker Chemie würde wohl das Gegenteil erzählen, ginge es um Strafzölle gegen Dumpingimporte von Solar-Silizium. Das Hemd ist halt immer näher als die Hose. ;)
Das mit dem Hemd und der Hose gilt offensichtlich und im Besonderen für Sie persönlich @superhaase. Da wird von den Verbrauchern  hoch subventionierter und überflüssiger EE-Strom zunehmend zu Niedrigstpreisen geradezu verscherbelt oder an manchen Tagen auch ins Ausland verschenkt oder die Abnahme noch vergütet und Sie beanstanden "chinesische PV-Dumpingpreise".

Wer ist denn da betroffen? Die Dummen dabei sind nicht nur die Verbraucher, die die Differenz zu den wuchergleichen Einspeisepreisen bezahlen müssen. Wo gibt es eine größere Subventionsorgie als bei den PV-Anlagen in Deutschland? Bevor Sie auf China schimpfen, sollten Sie erst dafür sorgen, dass das vor der eigenen Türe korrigiert wird. Solange sollte man Ihren PV-Strom mit den Einspeisevergütung entsprechenden "Straf- oder Vergeltungs-Zöllen" belegen, das bereits im Inland.;) 

Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 13. Mai 2013, 15:30:06
Das mit dem Hemd und der Hose gilt offensichtlich und im Besonderen für Sie persönlich @superhaase. Da wird von den Verbrauchern  hoch subventionierter und überflüssiger EE-Strom zunehmend zu Niedrigstpreisen geradezu verscherbelt oder an manchen Tagen auch ins Ausland verschenkt oder die Abnahme noch vergütet und Sie beanstanden "chinesische PV-Dumpingpreise".
Das ist mal wieder verquirlter Nonsens, aber von Ihnen darf man ja kaum noch etwas besseres erwarten.  ::)

EE-Strom ist keineswegs überflüssig. Wie kommen Sie auf so einen Quatsch?
Da Sie auf meine PV-Anlage anspielen: PV-Strom ist besonders benötigt, da er am Tage zu Hochlastzeiten anfällt. Also nicht überflüssig, sondern besonders bedarfsgerecht ist der PV-Strom, im Vergleich zu Windkraftstrom.
Er ist auch bedarfsgerechter als Aomstrom oder Braunkohlestrom, der auch nachts bei geringer Last erzeugt werden muss, weil die Kraftwerke nicht tagtäglich hoch- und runtergefahren werden können, sondern möglichst gleichmäßg durchlaufen müssen.
Deshalb wurde früher auch alles mögliche unternommen, um den Strombedarf nachts zu erhöhen (Nachtspeicherheizungen).

EE-Strom wurde auch noch nie ins Ausland verschenkt oder zu negativen Preisen verschleudert, wie Sie und die großen Stromkonzerne regelmäßig behaupten.
Es war und ist immer der Strom aus Atom- und Braunkohlekraftwerken, der zu negativen Preisen ins Ausland gedrückt wird, bloß um die trägen und wenig regelbaren Kraftwerke nicht für wenige Stunden herunterfahren zu müssen, was nämlich hohe Kosnte verursachen würde und teurer wäre als den überflüssigen Strom mit negativen Preisen zu "verschenken".

Sie wissen dass längst, weil das hier schon öfter Thema war und auch erläutert worden ist.
Um so beschämender für Sie, dass Sie hier nun wieder diese Lüge der Stromkonzerne verbreiten.

Zu Ihrer üblichen Schimpftirade gegen die PV braucht man nichts mehr zu sagen, denn wir wissen alle, dass Sie sich weigern, den Sinn und Zweck der Energiewende und des EEG als Anschubfinanzierung anzuerkennen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 13. Mai 2013, 15:53:14
... Sinn und Zweck der Energiewende und des EEG als Anschubfinanzierung ... .
WOW!  ;D Der übliche Blick durch die Solaristenbrille mit seitlich eingehängten Blendklappen.  Ja @superhaase, man sieht sie vielfach und deutlich, die Anschubfinanzierung bis zur Pleite. ;)  .... und die Strompreise steigen weiter. Von 10 Prozent und mehr ist die Rede, noch in diesem Jahr.  ::)
Zitat
Verkehrte Welt am Strommarkt: An der Leipziger Energiebörse wird Strom immer billiger, die Marktpreise sind im freien Fall. Doch die Endkunden dürften davon nach Experteneinschätzungen nicht profitieren. Sie müssen wohl auch in Zukunft mit weiter steigenden Preisen rechnen.
...
Das liegt an den Erneuerbaren Energien. Scheint die Sonne und weht der Wind, stehen hohe Strommengen aus Erneuerbaren zur Verfügung. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Strom abzunehmen und an der Börse zu handeln. Die Folge des Überangebots ist ein rapider Verfall der Marktpreise sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt. In den nächsten Jahren werden die Preise immer weiter fallen.
...
Knackpunkt ist die Umlage für Erneuerbare Energien, die in den Endpreis einfließt. Deren Höhe ist die Differenz zwischen Börsenstrompreis und dem festgelegten Vergütungssatz für Strom aus Erneuerbaren. Deshalb und wegen steigender Netzentgelte wird sich die Preisspirale weiterdrehen. Strom wird sich auf jeden Fall weiter verteuern."

z.B. ....T...ONLINE (http://www.t-online.de/wirtschaft/energie/versorgerwechsel/id_63315962/strompreise-steigen-weiter-deshalb-wird-der-strom-teurer-.html)

Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 13. Mai 2013, 16:45:20
Zitat
Knackpunkt ist die Umlage für Erneuerbare Energien, die in den Endpreis einfließt. Deren Höhe ist die Differenz zwischen Börsenstrompreis und dem festgelegten Vergütungssatz für Strom aus Erneuerbaren. Deshalb und wegen steigender Netzentgelte wird sich die Preisspirale weiterdrehen. Strom wird sich auf jeden Fall weiter verteuern.
Naja, da bekleckert sich der Experte nicht gerade mit Ruhm.

Die erhöhte EEG-Umlage wird ja durch die sinkenden Börsenpreise kompenisert, wenn diese an die Verbraucher weitergegeben werden. Bei Gewerbekunden mit größerem Verbrauch ist das wohl der Fall, die privaten Haushaltskunden sind durch ihre Wechselunwilligkeit an dem mangelnden Wettbewerb und damit den überhöhten Strompreisen zum Teil selbst Schuld.

Die Differenz aus Vergütungssatz nach EEG und Börsenstrompreis ist also gerade der Punkt, der am wenigsten "knackt", wenn es um die Verteuerung des Stroms geht. Die anderen Faktoren wie die Netzentgelte und die vielen Ausnahmeregelungen zu Ungunsten der nicht-privilegierten Stromverbraucher spielen da die wesentlich größere Rolle.
Für die Industrie, die Nutznießer der Ausnahmeregeln ist, ist festzustellen, dass der Strom schon lange nicht mehr so billig war wie zu Zeit.

Zitat
Das liegt an den Erneuerbaren Energien. Scheint die Sonne und weht der Wind, stehen hohe Strommengen aus Erneuerbaren zur Verfügung. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Strom abzunehmen und an der Börse zu handeln. Die Folge des Überangebots ist ein rapider Verfall der Marktpreise sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt. In den nächsten Jahren werden die Preise immer weiter fallen.
Das "Überangebot" kommt nicht von den erneuerbaren Energien, denn man will die Stromversorgung ja auf erneuerbare Energien umstellen. Da kann man wohl schlecht, den EE-Strom als "Überangebot" bezeichnen, denn genau dieser EE-Strom hat gesetzlich Vorrang im Netz und ist der vorrangig "gewollte" Strom.
Das Überangebot kommt von den alten konventionellen Kraftwerken, deren schmutziger Strom bei viel EE-Strom zum Teil nicht mehr in Deutschland benötigt wird, aber trotzdem erzeugt wird und dann meist exportiert wird.
Es handelt sich also um ein zeitweises Überangebot an schmutzigem Strom, das die Preise so drückt.

Die Prognose, dass die Preise (er meint die Börsenstrompreise) in den nächsten Jahren immer weiter fallen werden, halte ich für sehr gewagt oder gar für sehr unüberlegt.
Wenn die installierte PV-Leistung in Deutschland etwa 40 GWp überschritten hat, dann wird es im Sommer an vielen Tagen zu einer erheblichen Mittagsdelle in der durch konv. Kraftwerke zu deckenden Residuallast kommen, die nicht mehr durch schwankenden Stromexport ausgeglichen werden kann, weil die Kuppelkapazitäten ins Ausland dazu nicht mehr ausreichen werden.
In der Folge muss es bei vorausgesagten Schönwetterperioden von mehreren Tagen auch zu vermehrten Abschaltungen von Braunkohlemeilern für diese Zeiträume von mehreren Tagen kommen. Die dann zweimal täglich auftretenden Residuallastspitzen morgens und abends müssen wieder vermehrt durch Steinkohle- und Gaskraftwerke gedeckt werden, die aufgrund ihrer höheren Grenzkosten für einen nach Merit-Order steigenden Börsenstrompreis sorgen werden.
Auch die großen Stromkonzerne wissen das.
So hat ja z.B. EON angedroht, das moderne GuD-Kraftwerk in Irsching bis etwa 2015 vorübergehend stillzulegen, weil es zu selten zum Einsatz kommt und sich derzeit kaum rentiert. Daran sieht man, dass auch EON davon ausgeht, dass sich die Lage ab etwa 2015 wieder zugunsten der Gaskraftwerke ändert.

Wenn man die Sache mal nüchtern betrachtet, sieht man Folgendes:
Das derzeitige Dilemma der Unrentabilität von Gaskraftwerken und der zu niedrigen Börsenpreise ist eine vorübergehenden Angelegenheit, sofern man nicht den Ausbau der erneuerbaren Energien (und insbesondere der PV) zum jetzigen Zeitpunkt stoppt.
Dieses Dilemma löst sich also von ganz alleine wieder auf, wenn man so weiter macht wie bisher.

Eine sofort wirkende Gegenmaßnahme gegen die zu niedrigen Börsenpreise durch zu billigen Braunkohlestrom hat die Bundesregierung ja leider verhindert: Die Wiederbelebung des CO2-Zertifikatehandels.
Er hätte den Braunkohlestrom quasi sofort wieder verteuert und auf ein angemessenes Niveau heben können, so dass die Umweltfreudlicheren Gaskraftwerke wieder konkurrenzfähig gewesen wären.
Auch wäre dadurch die EEG-Umlage sofort wieder um den gleichen Betrag gesunken, da die Differenz zwischen Börsenpreis und EEG-Stromkosten gesunken wäre.
Leider wurde die Chance vertan, worüber sich sogar EON und viele andere Firmen (auch industrielle Stromabnehmer in Deutschland) beschwert haben, da nun ihre bisherigen Investitionen in Energieeffizienz bestraft werden und Energieverschwender und CO2-Schleuderer belohnt werden.
Auch daran sieht man, dass die CDU und vor allem die FDP ihre eigenes favorisiertes Modell des Zertifikatehandels (Marktwirtschaft! Wettbewerb!) nicht verstanden haben und ad absurdum führen, indem sie diejenigen ins Messer laufen lassen, die sich darauf marktwirtschaftlich eingelassen und investiert haben.
Traurig das.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 13. Mai 2013, 18:08:08
Naja, da bekleckert sich der Experte nicht gerade mit Ruhm.

Die erhöhte EEG-Umlage wird ja durch die sinkenden Börsenpreise kompenisert, wenn diese an die Verbraucher weitergegeben werden. Bei Gewerbekunden mit größerem Verbrauch ist das wohl der Fall, die privaten Haushaltskunden sind durch ihre Wechselunwilligkeit an dem mangelnden Wettbewerb und damit den überhöhten Strompreisen zum Teil selbst Schuld.
@superhaase, mit was bekleckern Sie sich denn ständig?! Was soll Ihr Drehen und Wenden denn bringen. Das EEG mit der extremen Förderung ist die Ursache dieser unanständigen Strompreise. Infolge wird der Ausbau ungebremst und rücksichtslos fortgesetzt. Egal ob Speicher, Netze oder Bedarf vorhanden sind. Die Einspeisung ist ja garantiert und die Preise auch.

Eine Subvention folgt so der nächsten. Die Kostenspirale dreht sich immer nur in eine Richtung. Die egoistischen Absetzbewegungen folgen und die Preisspirale erhält dadurch zusätzlichen Schwung. Die Haushaltskunden sind ständig die Dummen. Jetzt sind sie auch noch selbst Schuld an den überhöhten Strompreisen. Was soll man dazu noch sagen?! Gehts noch?

.... und lassen Sie doch mal die Bundesregierung in Ruhe. Dass Sie kein Anhänger sind, wissen die Leser inzwischen. Die Regierung ist nicht immer schuldig, sie und der zuständige Bundesminister können nicht, wenn andere nicht wollen. Eben wurde die sogenannte Strompreisbremse oder eine grundlegende Novellierung zum EEG im Bundesrat abgelehnt. Der Egoismus spielt auch hier eine gemeinschädliche Rolle. Die Brandenburger setzen z.B. nicht auf Gas als Brücke, die sehen ihre Braunkohle als Lösung: Brandenburger Energiestrategie 2030: Braunkohle als Brücke (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburger-energiestrategie-2030--braunkohle-als-bruecke,10809148,11725128.html)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 14. Mai 2013, 07:38:26
Das EEG mit der extremen Förderung ist die Ursache dieser unanständigen Strompreise.
Ja, insbesondere die Ausnahmeregeln für die Industrie.
Sag ich doch.
Aber nicht nur. Sie tun so, als ob das die einzige Ursache wäre, weil Sie mit Scheuklappen in Ihrem ideologisch verblendeten EEG-Hass die Faken nicht wahrnehmen wollen.

Es ist Fakt, dass die EEG-Umlage zu einem großen Teil (der reine Einspeisevergütungsteil der Umlage wohl sogar ganz) durch die sinkenden Bördenpreise kompensiert wird, die sinkenden Börsenpreise aber nicht an die Haushaltskunden weitergegeben werden. Es wechseln zu wenige. Es gibt immer noch eine große Mehrheit der  Haushaltskunden, die in der teueren Grundversorgung oder anderen teueren Tarifen verharren. Denen ist der Strom also scheinbar keineswegs zu teuer. Beim Lebensmittelkauf achten dieselben Kunden sicher auf Preisunterschiede von wenigen Cent.

Es ist Fakt, dass die großzügige Befreiung der Industrie von der EEG-Umlage die Umlage für kleine Stromkunden unnötig in die Höhe treibt. Es ist also entgegen Ihrer Behauptung nicht nur die "extreme Förderung" die Ursache.
Die EEG-Förderungskosten selbst werden durch die sinkenden Börsenpreise kompensiert.

Es ist Fakt, dass die Netzentgelte eine weitere große Ursache der hohen Strompreise sind.
Auch hier gibt es seit kurzem eine unverschämte Befreiung der Großindustrie von den Netzentgelten, die die Kosten auf die nicht-privilegierten Stromkunden abwälzt.

Ihre Behauptung, die "extreme EEG-Förderung" sei die Ursache für die "unanständigen" Strompreise, ist also nichts als ein Märchen.
 
Zitat
Infolge wird der Ausbau ungebremst und rücksichtslos fortgesetzt. Egal ob Speicher, Netze oder Bedarf vorhanden sind.
Wieder einmal schreiben Sie Quatsch.
Erstens wird der geförderte PV-Zubau durch die aktuelle EEG-Regelung stark gebremst, und zweitens gibt es einen Netzausbauplan und auch seit kurzem ein Förderprogramm für Speicher.
Der Ausbau wird also keineswegs ohne Rücksicht auf Speicher, Netze und Bedarf betrieben.

Andererseits wettern Sie ja hier ständig gegen die Pumpspeicherkraftwerke.
In Ihrem fanatischen Eifer wissen Sie in einem Thread nicht, was Sie im anderen geschrieben aben und widersprechen sich dauernd selbst.
Wollen Sie nun Stromspeicher oder sind diese böses Teufelszeug, das nur zum Abzocken der Stromverbraucher dient, wie Sie es hier schon oft herumposaunt haben?

Zitat
.... und lassen Sie doch mal die Bundesregierung in Ruhe.
Wie bitte?
Wer hat denn die Netzentgeltbefreiung der Großindustrie und die exzessive EEG-Umlagebefreiung  zu Lasten der Haushaltskunden zu verantworten?

Zitat
Die Regierung ist nicht immer schuldig, sie und der zuständige Bundesminister können nicht, wenn andere nicht wollen. Eben wurde die sogenannte Strompreisbremse oder eine grundlegende Novellierung zum EEG im Bundesrat abgelehnt.
Die sogenannte "Strompreisbremse" wurde zurecht abgelehnt, weil sie größtenteils schon aus rechtlichen Gründen nicht ausführbar war.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 14. Mai 2013, 10:20:02
Ihre Behauptung, die "extreme EEG-Förderung" sei die Ursache für die "unanständigen" Strompreise, ist also nichts als ein Märchen.
@superhaase, Sie lenken mit der Wirkung von der Ursache ab. Es ist kein Märchen, es ist Fakt. Märchen erzählen doch Sie wenn es um PV geht. Die dreistellige EE-Förderfolgen-Milliardenzeche ist gemacht, sie wächst immer noch, sie muss bezahlt werden. Der Streit, wer bezahlt, der begonnene Verschiebebahnhof ändert daran nichts. Bis jetzt zahlen am Ende immer die einfachen Verbraucher über die Preise. Die Nutznießer, die EE-Erzeuger mit ihrem Umfeld kassieren nur.
Andererseits wettern Sie ja hier ständig gegen die Pumpspeicherkraftwerke.
Ich wettere nicht gegen Pumpspeicherkraftwerke. Die wenigen Möglichkeiten sind kaum ein Tropfen auf dem heissen Stein. Sie sind keine Lösung und dazu noch aus vielen Gründen problematisch. Außerdem bin ich mit einer wachsenden Zahl von Menschen nicht bereit, die Umwelt, die Landschaft und mehr diesem ungesteuerten EE-Wahn zu opfern. Das bezieht sich nicht nur auf Pumpspeicher! Die Sünden kennen Sie. Schauen Sie sich in der Landschaft um. Wer die Veränderung nicht sieht, ist blind vor Ideologie.
Die sogenannte "Strompreisbremse" wurde zurecht abgelehnt, weil sie größtenteils schon aus rechtlichen Gründen nicht ausführbar war.
Die Ablehnung war ein Fehler, auch für die, die abgelehnt haben. Man hat auch keine ernsthafte Alternative angeboten. Die Strompreisbremse wurde aus Ideologie, aus Egoismus und aus Parteipolitik abgelehnt, nicht "aus rechtlichen Gründen". Diese kommen immer ins Spiel, wenn es in den Kram passt, ansonsten geht man mit dem "Recht" nicht gerade zimperlich um. Hat man denn nach Lösungen gesucht? Man kocht die eigene Suppe immer zu Lasten der Verbraucher. Die lobbystarken Profiteure verteidigen ihre Pfründe. Die Verbraucher haben da bis jetzt wenig entgegengesetzt. Sie sind unterwandert, die EE-Erzeuger geben sich als Verbraucher aus und vertreten so ihre Interessen.  Hier liegt der Grund für die Ablehnung.

Solange  nichts geschieht, plädiere ich für Strafzölle für PV-Strom in Höhe der Einspeisevergütung bereits im Inland. ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 14. Mai 2013, 12:42:53
Ich wettere nicht gegen Pumpspeicherkraftwerke.
Muss ich Ihnen hier Ihre eigenen Schimpftiraden gegen Pumpspeicherkraftwerke verlinken?
Sie können ja mal mit der Suchfunktion selbst danach suchen. Sie werden staunen. ;)

Zitat
Die wenigen Möglichkeiten sind kaum ein Tropfen auf dem heissen Stein. Sie sind keine Lösung und dazu noch aus vielen Gründen problematisch.
Quatsch. Es gibt in den Nachbarländern in den Alpen und in Skandinavien ausreichend Speicherkapazitäten. Da muss nicht einmal ein neuer Stausee angelegt werden.
Aber das wissen Sie längst, Sie ignorieren dies troztdem beharrlich.

Zitat
Außerdem bin ich mit einer wachsenden Zahl von Menschen nicht bereit, die Umwelt, die Landschaft und mehr diesem ungesteuerten EE-Wahn zu opfern. Das bezieht sich nicht nur auf Pumpspeicher! Die Sünden kennen Sie. Schauen Sie sich in der Landschaft um. Wer die Veränderung nicht sieht, ist blind vor Ideologie.
Jetzt wirds lustig!
Möchten Sie die Umwelt und die Landschaft lieber dem "ungesteuerten" Braunkohle-Wahn opfern?
Wo soll denn der Strom herkommen?
Ihre eigenen ideologische Blindheit ist ungeschlagen!
Augen zu und meckern - Alternativen zeigen Sie nie.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 14. Mai 2013, 13:19:48
Ich wettere nicht gegen Pumpspeicherkraftwerke.
Muss ich Ihnen hier Ihre eigenen Schimpftiraden gegen Pumpspeicherkraftwerke verlinken?
Sie können ja mal mit der Suchfunktion selbst danach suchen. Sie werden staunen. ;)
Bitte gerne, verlinken Sie, warum tun Sie es nicht. Sind das vielleicht solche "Schimpftiraden" (http://www.news.ch/Nach+Schlamm+Panne+im+Stausee+Anzeige+eingereicht/581814/detail.htm) die Ihnen nicht passen?

Die "Speicherkapazitäten" in Skandinavien und in den Alpen helfen hier vor Ort nichts. Sie sind viel zu teuer und lange nicht so umwelt- und klimafreundlich wie Sie das propagieren. Das ist keine Lösung! Tragen die Solaristen etwas zur Finanzierung bei? Die Energieverluste und was es den Verbrauchern wieder zusätzlich kostet, ist Ihnen doch solange egal, wie die PV-Strom-Abnahme zu Wucherpreisen weiter garantiert bleibt.

Außerdem haben Pumpspeicherkraftwerke ähnliche Probleme wie die GUD-Kraftwerke:
"Es ist das Paradoxon der Energiewende: Just die Flut an geförderten Wind- und Solarkraftwerken macht Pumpspeicher derzeit unrentabel. Bisher war zu Mittag und in der Früh tendenziell Strommangel, was für höhere Preise sorgte, die Pumpspeicher wirtschaftlich interessant machten. Doch mittlerweile liefern die Solaranlagen zu Mittag so viel Strom, dass es keine echte Spitzenstromzeiten mehr gibt. Zugleich ist die Nachfrage nach Strom – auch aufgrund der Wirtschaftsflaute – derzeit gering und der Preis für „Spitzenstrom“ daher so niedrig, dass sich Pumpspeicher nicht rechnen. Allein in Oberösterreich liegen vier solche Projekte auf Eis."

Ansonsten, wer im Forum "Schimpftiraden" sucht, wird bei Ihren Beiträgen fündig.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 14. Mai 2013, 13:29:33
Die "Speicherkapazitäten" in Skandinavien und in den Alpen helfen hier vor Ort nichts. Sie sind viel zu teuer und lange nicht so umwelt- und klimafreundlich wie Sie das propagieren.
Naja, sie sind halt schon vorhanden. Weitere Umweltveränderung ist nicht erforderlich, außer Netzanbindung durch Fernleitungen.

Zitat
Das ist keine Lösung!
Dann schlagen Sie doch einmal eine andere Lösung vor!

Zitat
Tragen die Solaristen etwas zur Finanzierung bei?
In gleichem Maße wie andere Stromerzeuger auch.
Warum fordern Sie nicht, dass die Braunkohlekraftwerksbetreiber oder die Atomkraftwerksbetreiber die Stromspeicher bezahlen?
Weil das Unfug ist, und das wissen Sie.
Bezahlen muss für den Strom und für alle dazu erforderlichen Einrichtugen letztendlich immer der Stromverbraucher.
Wie soll es auch anders gehen?
Oder wollen Sie jetzt entgegen Ihrem Credo eine Subventionierung der Strompreise durch den Staat fordern?

Sie geben wie immer unüberlegte Phrasen von sich.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 14. Mai 2013, 13:50:06
Bezahlen muss für den Strom und für alle dazu erforderlichen Einrichtugen letztendlich immer der Stromverbraucher.
Nein, das muss er nicht nur nach meiner Meinung nicht. Er muss nicht für jeden teuer geförderten Unfug und auch noch für den Profit per Zwang bezahlen, der an andere umverteilt wird. Das wird bald  geklärt werden, da bin ich sicher!
Sie geben wie immer unüberlegte Phrasen von sich.
Na, apropos "Schimpftiraden", da sind Sie sich wieder sehr treu. Vergessen Sie es. 
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 14. Mai 2013, 14:26:58
Nein, das muss er nicht nur nach meiner Meinung nicht. Er muss nicht für jeden teuer geförderten Unfug und auch noch für den Profit per Zwang bezahlen, der an andere umverteilt wird. Das wird bald  geklärt werden, da bin ich sicher!
Na dann warten wir das "bald" halt mal ab.

Leider ist nicht zu erwarten, dass Sie die "baldige Klärung" abwarten.
Sie werden weiterhin in einer unsäglichen Häufigkeit Ihren immer gleichen, unausgegorenen, in sich widersprüchlichen Unsinn hier verzapfen und damit jeden Thread und jede sachliche Diskussion verstopfen.  ::)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 14. Mai 2013, 21:06:16
Fehler in Prognos-Studie (http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2013/kw20/pwc-entdeckt-fehler-in-prognos-studie-moegliche-photovoltaik-strafzoelle-bewirken-laut-pricewaterhousecoopers-keine-arbeitsplatzverluste-in-der-eu-solarbranche.html)

Zitat
PwC entdeckt Fehler in Prognos-Studie: Mögliche Photovoltaik-Strafzölle bewirken laut PricewaterhouseCoopers keine Arbeitsplatzverluste in der EU-Solarbranche


Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 14. Mai 2013, 23:16:56
Zitat
PwC entdeckt Fehler in Prognos-Studie: Mögliche Photovoltaik-Strafzölle bewirken laut PricewaterhouseCoopers keine Arbeitsplatzverluste in der EU-Solarbranche
Vielleicht nicht in der EU-Solarbranche, aber sonst? @Wolfgang_AW, hätten Sie zum Lobby-Server der Solarbranche verlinkt, wenn die "Entdeckung" eine Solarstromabgabe betroffen hätte?

Die Solarbranche verliert Arbeitsplätze aus ganz anderen Gründen, da braucht es keine Zölle mehr. Auf dem großen Kissen der extremen Subventionierung hat man sich bequem ausgeruht und sich daran gewöhnt. Jetzt weht ein anderer Wind.

Den Missbrauch des EEG von der Förderung von Strukturen, Branchen, Arbeits- und Studienplätzen, immer mit dem Bezug zur PV können Sie nachstehend mit Klick überdeutlich sehen. Man propagiert das nicht einmal mehr versteckt. Der Missbrauch wird offen vertreten und das fast widerspruchslos. Was hier vertreten wird, sind keine exklusiven Aufgaben für Verbraucher! Wenn Arbeitsplätze, Bildung etc. gefördert werden sollen, dann sind das Aufgaben für die Allgemeinheit und aus den öffentlichen Haushalten zu finanzieren. Die verdeckte Finanzierung mit der EEG-Umlage zu Lasten der Verbraucher entspricht nicht dem Gesetz, sie ist rechtswidrig!

MdL Renkonen Grüne: Solarkürzung - Ein Rückfall in die Steinzeit (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_KGQPwa3-qo)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 15. Mai 2013, 07:57:33
@PLUS:
Da muss ich Ihnen Recht geben.
Es ist traurig, wie unüberlegt und teilweise dämlich von einigen Politikern (auch von Grünen) beim Thema Energiewende argumentiert wurde und auch noch wird.
Völlig am Thema vorbei.
EEG-Förderung als Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme.  ::)
Außerdem hatte der Herr Renkonen überhaupt nicht verstanden, dass die Arbeitsplätze nicht wegen der Förderkürzung gefährdet waren und sind, sondern wegen der chinesischen Dumpingpolitik.
Es hätte also auch keinen einzigen Arbeitsplatz gerettet, wenn man die EEG-Förderung nicht gekürzt hätte. Es hätte nur zu noch höheren EEG-Umlagekosten für die deutschen Verbraucher geführt.
Eine solche Rede zu schwingen zeugt davon, dass der gute Mann leider keine Ahnung vom Thema hat.

Sie haben Recht, PLUS, wenn Sie anprangern, dass da vor allem auf Länderebene und auch in der Kommunalpolitik die Politiker ihr egoistisches Süppchen kochen und die Energiewende insgesamt in Gefahr bringen und unnötig verteuern.
Es waren bekanntlich auch regionale Interessen, die eine rechtzeitige Senkung der PV-Föderung in den Jahren 2008 bis 2010 verhindert haben. Die Politik hat hier die unnötig hohen PV-Förderkosten (die "Solarschulden") verursacht aus Dummheit und Egoismus - trotz Warnungen sogar aus Teilen der PV-Branche.

Umso trauriger ist es, dass aus den Fehlern nicht gelernt wurde und die "Klimakanzlerin" seit Jahren nicht Willens und in der Lage ist, die Energiewende endlich bundesweit besser zu koordinieren und hier die egoistischen Einflüsse von Politikern aus Ländern und Kommunen zurückzudrängen.

Wie man sieht, ist leider auch bei den Roten und den Grünen nicht mit einer ausschließlich vernunftgeleiteten Energiepolitik zu rechnen.
Nur: Die Energieweende ist notwendig und kann nicht aufgegeben werden.
Es bleibt also nur, ständig auf die Missstände hinzuweisen und auf die Politik Druck auszuüben, damit die lokalen und regionalen Lobbyinteressen und die Dummheit möglichst im Zaum gehalten werden und nicht vollends das Ruder übernehmen.
So ist halt (leider) Politik. Wer das ändern will, muss selbst in die Politik gehen. Ein hartes Los ...
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 15. Mai 2013, 09:27:53
Nachdem sich PLUS und superhaase gegenseitig mit ihren Argumenten zugepflastert haben und noch dazu meistens am Thema vorbei, wäre es an der Zeit, dieses wieder aufzugreifen.
Allerdings: was dazu zu sagen ist, wurde schon gesagt.
Das was ansonsten geschrieben wurde, bezieht sich mehr auf die Themen Photopholtaik, EEG, Kraftwerke, Speicher usw., also querbeet.
Wenn das meiste nicht zum eigentlichen Thema passt oder nur indierekt, denke ich doch, dass es ein interessantes Thema ist, nur eben unter einer anderen Überschrift.
Sowohl PLUS als auch superhaase haben doch etliches geschrieben, was man sofort unterschreiben kann. Etliches ist aber aus meiner Sicht dem geschuldet, dass man eben Recht haben will ...
Zum Schluss hat man aber wohl einen Konsens gefunden.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 15. Mai 2013, 11:14:54
@Stromfraß, mit diesem Konsens kann ich leben. Man muss die Fakten schon zur Kenntnis nehmen, da geht es um die Sache und nicht nur ums "Recht haben". Was geschrieben wurde hat sich aus der Diskussion entwickelt und hat direkt oder indirekt mit dem Thema zu tun. Man kann auch eine Diskussion abwürgen oder in ein Dutzend Unterthemen aufsplitten. Nichts wird dadurch übersichtlicher oder perfekter. Ein Forum ist zum Austausch, zur Diskussion da und es lebt davon. Jede Diskussion bringt es mit sich, dass auf Beiträge eingegangen wird und sie sich so entwickeln. Wer Themen sauber abgrenzen und Inhalte zum Nachschlagen zur Verfügung stellen will, ist mit einem Forum falsch bedient, er muss ein Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki) betreiben.

Besten Dank an @Superhaase, das war jetzt ein sachlicher und ausgewogener Beitrag, den ich fast vollständig mit unterschreiben kann. 100 % muss nicht sein. @Superhaase, weiter so!
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 15. Mai 2013, 11:16:24
Besten Dank an @Superhaase, das war jetzt ein sachlicher und ausgewogener Beitrag, den ich fast vollständig mit unterschreiben kann. 100 % muss nicht sein. @Superhaase, weiter so!
Oh Gott, was hab ich jetzt bloß falsch gemacht? ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 16. Mai 2013, 16:16:57
Bis auf DIE LINKE sind auch die anderen Parteien, wie hier bereits aus Seiten der Wirtschaft dargestellt, der Meinung, dass Strafzölle der falsche Weg sind. Man habe in D gepennt und die süsse Subvention für sich arbeiten lassen, statt durch weitere Forschung Wettbewerbsvorteile zu generieren.

http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_05/2013_266/01.html

Erfolgsstory EEG, immer dran denken!

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 23. Mai 2013, 17:09:53
Chinas Solarhersteller wehren sich gegen Strafzölle (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/eu-protektionismus-chinas-solarhersteller-wehren-sich-gegen-strafzoelle/8242764.html)

Zitat
Die Strafzölle der EU regen die chinesischen Solarhersteller auf. Das sei Protektionismus, sagt der Chef des Herstellers Yingli. Europas Solarindustrie ist in dem Konflikt gespalten.
...
Die Diskussion um die möglichen Strafzölle spitzt sich wenige Tage vor dem Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang am Wochenende in Berlin zu.
...
Es bestehe die Gefahr, dass die EU und China wechselseitig mit Strafzöllen reagierten, die dann verschiedenste Branchen von der Solar- bis zur Stahlindustrie treffen könnten. Rösler plädierte für eine einvernehmliche Lösung. Dafür hatte sich zuvor auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochen. BGA-Präsident Börner hofft auf eine Einigung in letzter Minute im Rahmen des Staatsbesuchs.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 23. Mai 2013, 18:00:49
Zitat
Aber auch in der europäischen Branche sind die Anti-Dumping-Zölle umstritten: Solaranlagen könnten sich massiv verteuern.
Das halte ich für ausgemachten Blödsinn.
Die Fördersätze steigen ja nicht. Also kann kein europäisches Unternehmen seine PV-Produkte "massiv verteuern", denn dann fände es keine Käufer.
Der einzige effekt der Strafzölle wird eine massive Verschiebung der Marktanteile in Europa sein - zugunsten aller anderen Hersteller außer den Chinesen, die von ihren bisher 80% Marktanteil in Europa wohl sehr viel verlieren werden. Die europäischen Hersteller werden wohl dadurch deutlich mehr absetzen können, aber bei etwa gleichen Preisen.

Es werden m.E. auch kaum Arbeitsplätze in der PV-Branche durch die Zölle vernichtet, wie von der Chinesenlobby propagiert, da ja die Preise nicht steigen werden und somit auch die Handwerker etc. mit oder ohne Zöllen dasselbe Auftragsvolumen haben werden.
Im Gegenteil können aber wohl etliche Arbeitsplätze in der Modulproduktion erhalten bleiben.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 23. Mai 2013, 19:57:24
Anti-Dumping: Kritik an Strafzöllen wird lauter

http://www.zfk.de/politik/weltweit/artikel/anti-dumping-kritik-an-strafzoellen-wird-lauter.html

Bis auf den Besitzer von Solarworld und seine Kumpanen, scheinen alle anderen Marktakteuere gegen die Zölle zu sein.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 08:10:45
Anti-Dumping: Kritik an Strafzöllen wird lauter

http://www.zfk.de/politik/weltweit/artikel/anti-dumping-kritik-an-strafzoellen-wird-lauter.html

Bis auf den Besitzer von Solarworld und seine Kumpanen, scheinen alle anderen Marktakteuere gegen die Zölle zu sein.

Gruß

NN
Auch hier sieht man wieder wie unsinnig und in sich widersprüchlich diese Argumentation der Zoll-Gegner ist:
Zitat
Eine Studie des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos komme zu dem Schluss, dass Zölle von 60% zu einem Verlust von bis zu 242.000 Arbeitsplätzen und einem volkswirtschaftlichen Schaden von 27 Mrd. € in Europa in den nächsten drei Jahren führen würden. Die derzeitige Marktsituation biete AFASE zufolge keinen Spielraum für Preiserhöhungen. Bereits Zölle in Höhe von 15 % würden 85 % der Solarnachfrage in der EU vernichten.
Wenn also - wie die AFASE selbst sagt - die derzeitige Marktsituation keinen Spielraum für Preiserhöhungen bietet (wie ich oben schon sagte), warum sollten dann Preiserhöhungen kommen?
Kommen durch die Zölle keine Preiserhöhungen, so wird auch keine "Nachfrage vernichtet"?
Der inhärente Widerspruch dieser Argumentation ist offensichtlich.

Daher sind auch die Horrorzahlen von 240.000 vernichteten Arbeitsplätzen und einem volkswirtschaftlichem Schaden von 27 Mrd. € in drei Jahren völliger Blödsinn.
Ganz im Gegenteil werden Arbeitsplätze in der PV-Produktion ebenso erhalten wie in der nachfolgenden Wertschöpfungskette. Zusätzlich entsteht volkswirtschaftlicher Nutzen durch die in Europa erhaltenen Arbeitsplätze und die in Europa zusätzlich enstehende Wertschöpfung durch die höhere PV-Produktion in Europa.

Prognos und die anderen Zölle-Gegner gehen bei ihren "Befürchtungen" offenbar davon aus, dass die weltweite PV-Produktion außerhalb Chinas nicht in der Lage wäre, den sowieso schrumpfenden EU-Markt (die Förderungen wurden ja zusammengestrichen) zu beliefern und es so zu Lieferengpässen und deutlichen Preissteigerungen kommen muss.
Das aber ist völlig unbegründet, denn allein in Europa selbst gibt es viele Produktionsanlagen, die bei weitem nicht ausgelastet sind. Zur Erinnerung: Es herrscht weltweit ein großer Überhang an Produktionskapazitäten.
Es ist also sichergestellt, dass die aufgrund der Förderkürzungen sowieso etwas schrumpfende Nachfrage in Europa ohne Probleme und vor allem ohne bemerkenswerte Preisteigerungen von nicht-chinesischen Herstellern gedeckt werden wird.
Folgerichtig ist die Prognos-Studie auch schon von anderen "Instituten" als fehlerhaft bezeichnet worden.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 24. Mai 2013, 10:49:50

Auch hier sieht man wieder wie unsinnig und in sich widersprüchlich diese Argumentation der Zoll-Gegner ist: ...........
@superhaase, das gehört ja fast zum kleinen Einmaleins der Grundschule. Es ist mit der Protektion ähnlich wie bei den PV-Subventionen. Da folgt die eine Subvention der nächsten. Wer nicht von der Sonne geblendet ist sieht das! Protektionismus nährt den Protektionismus.

Die Folgen sind immer Krisen. Gerade Deutschland ist besonders auf den weltweiten Handel angewiesen. Lernen Sie denn überhaupt nichts, nicht mal aus Erfahrungen? ;)  Vermutlich geht es beim Ruf nach Einfuhrabwehrzöllen wie gehabt wieder nur um die Pfründe der Solargemeinde. Die negativen Auswirkungen auf andere ist egal. Dieser Egoismus ist widerlich.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 11:28:10
Protektionismus nährt den Protektionismus.
Die Folgen sind immer Krisen.
Eine aus der Luft gegriffene Plattitüde.
Die Chinesen haben gar kein Interesse daran, mit sich aufschaukelnden gegenseitigen Zöllen einen Handelskrieg zu führen. Daher werden sie das auch nicht tun.
Wenn die Chinesen zu einer Verhandlungslösung im PV-Dumping-Streit bereit wären, muss es auch nicht zu Zöllen kommen.

Zitat
Gerade Deutschland ist besonders auf den weltweiten Handel angewiesen. Lernen Sie denn überhaupt nichts, nicht mal aus Erfahrungen?
Denken Sie  etwa, China ist nicht auf den weltweiten Handel angewiesen?
China ist das noch wesentlich mehr als Deutschland.

Zitat
Vermutlich geht es beim Ruf nach Einfuhrabwehrzöllen wie gehabt wieder nur um die Pfründe der Solargemeinde. Die negativen Auswirkungen auf andere ist egal. Dieser Egoismus ist widerlich.
Es geht bei den Zöllen um einen fairen Handel, den die Chinesen massiv verletzt haben. Es geht um den Schutz der eigenen Wirtschaft und damit darum, diese vor negativen Auswirkungen zu schützen.
Die negativen Auswirkungen auf andere sind also nicht egel, sondern sie sind gerade das Thema der Zölle.
Es ist wohl eher widerlich, wie Sie hier die Fakten verdrehen, nur weil Sie persönlich nicht betroffen sind und nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Das ist der wahre Egoismus der europäischen Zoll-Gegner, die nur an sich und ihren vermeintlichen Vorteil denken und dafür andere in Europa opfern wollen.

Fakt ist, dass die Argumentation der Zoll-Gegner nicht stichhaltig ist und auf völliger Fehleinschätzung der Tatsachen beruht.
Bei den Chinesen wundert mich das nicht, aber bei den Europäern ist das schon traurig, dass so viele so dumm und unüberlegt daherreden - einschließlich aller deutschen Parteien. So einfach gehen die alle der chinesischen Propaganda auf den Leim.  ::)

Wie würden wohl unsere Parteien reagieren, wenn die Chinesen mit subventionierten Dumpingpreisen versuchen würden, die deutsche Autoindustrie platt zu machen?
Würden dann alle auf die unabhängigen Autowerkstätten und die Authändler der chinesischen Marken hören, die sich zu einer "Allianz für bezahlbahre Automobile" zusammengeschlossen hätten, und nach einem "freien" Markt rufen, weil die geplanten Schutzzölle die Arbeitsplätze bei den Händlern chinesischer Automarken und in den freien Werkstätten vernichten würden?
Subventioniertes Dumping ausländischer Industrien ist per se gut, weil es bei uns die Preise eines Wirtschaftsgutes senkt?
Ist das die neue Logik der Marktwirtschaft?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 24. Mai 2013, 12:42:03
Bei den Chinesen wundert mich das nicht, aber bei den Europäern ist das schon traurig, dass so viele so dumm und unüberlegt daherreden - einschließlich aller deutschen Parteien. So einfach gehen die alle der chinesischen Propaganda auf den Leim.  ::)
@superhaase, lesen Sie Ihr eigenes "Dahergerede" und fassen Sie sich an die eigene Nase. Hauptsache die Europäer und damit auch die Deutschen gehen den Solaristen nicht weiter auf den giftigen Leim. Der klebt schon überall!
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 12:52:49
Hauptsache die Europäer und damit auch die Deutschen gehen den Solaristen nicht weiter auf den giftigen Leim. Der klebt schon überall!
Was wollen Sie damit Sachliches ausdrücken?
Inwiefern gehen die Europäer irgendwelchen "Solaristen" auf den Leim?
In welchem Zusammenhang?

Ein bisschen mehr Substanz wäre in Ihren Beiträgen schon wünschenswert.
Ich habe oben erklärt, warum die Argumente der Schutzzoll-Gegner nicht stichhaltig sind.

Versuchen Sie doch auch einmal, Ihre "den Solaristen auf den Leim gehen"-Aussage argumentativ zu untermauern.
Das wäre echt mal ein Fortschritt.
Ich fürchte aber, Sie werden wie immer nur flache polemische Sprüche absondern.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: egn am 24. Mai 2013, 13:01:01
Also ich halte die Strafzölle für Quatsch.

Sollen doch die Chinesen ihre staatlich subventionierten Module liefern bis sie Pleite sind. Das feuert den PV Ausbau nochmal so richtig an. Die Chinesen finanzieren die Energiewende in D mit und trotz allem profitieren auch noch viele Firmen in D. Schon heute ist der Anteil der Module an den Kosten einer Anlage kaum mehr als 1/3.

Das Schöne an PV ist, dass keiner irgendwelche Schlüsselpatente in der Hand hat. Wenn die Chinesen die Preise wieder ansteigen lassen wollen, dann gibt es eine Vielzahl von Firmen weltweit, die wieder in den Markt eintreten können.

@PLUS:
Es freut mich, dass Sie gegen Protektionismus sind und damit der Energiewende mit PV nicht im Weg stehen wollen.  8)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 13:08:38
@egn:

Das ist wie gesagt eine sehr egoistische Haltung.
Nur weil man für sich persönlich keine Nachteile erwartet, oder vielleicht sogar Vorteile erhofft, sollen andere dem subventionierten Dumping der Chinesen geopfert werden.

Würden Sie auch noch so reden, wenn Ihr Arbeitsplatz bzw. Ihre Firma betroffen wäre?

Die geplanten Schutzzölle sind kein Protektionismus. Sie sind eine sehr späte Abwehrreaktion auf die massiven chinesischen Subventionen, die den fairen Handel und Wettbewerb mittels Dumping zerstört haben.

Die Energiewende und der weitere Ausbau der PV in Europa sind durch die Schutzzölle nicht im Geringsten gefährdet. Ein chinesisches Dumping ist für die Energiewende weder nötig noch hilfreich.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 24. Mai 2013, 13:12:35
@PLUS:
Es freut mich, dass Sie gegen Protektionismus sind und damit der Energiewende mit PV nicht im Weg stehen wollen.  8)
@egn, Subventionen stammen aus dem gleichen Topf. Der Energiewende will ich grundsätzlich nicht im Weg stehen. Der steht eher der PV-Extremismus im Weg.  8)

@superhaase, sie schreiben als Solarist gegen "subventioniertes Dumping"?  Was ist denn die deutsche Extremförderung?  Warum sind wir hier in nördlichen Breiten denn Solarweltmeister! Wegen der tollen Bedingungen?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 13:20:16
@superhaase, sie schreiben als Solarist gegen "subventioniertes Dumping"?
Selbstverständlich. Warum denn nicht?

Zitat
Was ist denn die deutsche Extremförderung?
Welche "Extremförderung"?
Es gibt keine Extremförderung der PV mehr. Es gab in Deutschland vorübergehend eine Überförderung der PV, das ist richtig. Aber das ist mit dem geltenden EEG endgültig vorbei. 

Außerdem ist die deutsche EEG-Förderung immer auch offen für alle ausländischen Hersteller gewesen. Sie hat nie auf einem Protektionismus oder einer Dumpingsubvention beruht.
Sie sind schon wieder dabei, alle Begriffe durcheinanderzuwürfeln und reden wirr.

Zitat
Warum sind wir hier in nördlichen Breiten denn Solarweltmeister! Wegen der tollen Bedingungen?
Ja!
Sowohl die gute Infrastruktur als auch das Handwerk und die guten gesetzlichen Bedingungen (Erfolggeschichte EEG, immer daran denken! ;)) und alle anderen guten Randbedingungen haben dafür gesorgt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 24. Mai 2013, 13:48:28
Selbstverständlich. Warum denn nicht? Welche "Extremförderung"?
Es gibt keine Extremförderung der PV mehr. Es gab in Deutschland vorübergehend eine Überförderung der PV, das ist richtig. Aber das ist mit dem geltenden EEG endgültig vorbei. 

Außerdem ist die deutsche EEG-Förderung immer auch offen für alle ausländischen Hersteller gewesen. Sie hat nie auf einem Protektionismus oder einer Dumpingsubvention beruht.
Sie sind schon wieder dabei, alle Begriffe durcheinanderzuwürfeln und reden wirr.
Sowohl die gute Infrastruktur als auch das Handwerk und die guten gesetzlichen Bedingungen (Erfolggeschichte EEG, immer daran denken! ;)) und alle anderen guten Randbedingungen haben dafür gesorgt.
@superhaase, Protektion steht für Begünstigung. Subvention ist eine Bevorzugung und Förderung ohne marktmäßige Gegenleistung. Wieviel Millarden werden noch jedes Jahr über die EEG-Umlage zu Lasten der Stromverbraucher umverteilt? Welche Energieerzeuger nochmal haben eine Abnahmegarantie zu Wucherpreisen aber keine Verpflichtungen?  Vergessen Sie doch endlich mal Ihre Märchen. Ohne diese Protektion und Subvention gäbe es keine Solarweltmeisterschaft in Deutschland!

Protektion und Subvention - Der gleiche Topf.

@superhaase, die PV ist da immer noch kräftig dabei. Protektion und Subvention ist extrem  gegeben, dazu braucht es weder die Chinesen noch das Ausland insgesamt.  PV muss sich endlich bedingungslos dem Wettbewerb stellen, zunächst wenigstens unter den  EE.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Mai 2013, 17:01:30
@superhaase, Protektion steht für Begünstigung. Subvention ist eine Bevorzugung und Förderung ohne marktmäßige Gegenleistung. Wieviel Millarden werden noch jedes Jahr über die EEG-Umlage zu Lasten der Stromverbraucher umverteilt? Welche Energieerzeuger nochmal haben eine Abnahmegarantie zu Wucherpreisen aber keine Verpflichtungen?  Vergessen Sie doch endlich mal Ihre Märchen. Ohne diese Protektion und Subvention gäbe es keine Solarweltmeisterschaft in Deutschland!
Aber das hatten wir doch alles schon zigmal.
Alle Ihre eben aufgezählten Punkte sind völlig inhaltsleer, weil sie die Realität außen vor lassen und den Sinn und Zweck des EEG sowie die Notwendigkeit der Energiewende verleugnen.
Konstruktive Kritik war von Ihnen sowieso noch nie zu hören, sondern nur Gemecker gegen alles und jeden.

Zitat
@superhaase, die PV ist da immer noch kräftig dabei. Protektion und Subvention ist extrem  gegeben, dazu braucht es weder die Chinesen noch das Ausland insgesamt.  PV muss sich endlich bedingungslos dem Wettbewerb stellen, zunächst wenigstens unter den  EE.
Wie immer lenken Sie vom Thema ab.  ::)
Es geht hier nicht um die Legitimation des EEG und der PV-Förderung.
Es geht hier um die Anti-Dumping-Schutzzölle, die auf chinesische PV-Produkte erhoben werden sollen.

Wenn ihnen zum Thema der Schutzzölle keine sachlichen Argumente einfallen, dann könnte Sie das Schreiben von Beiträgen in diesem Thread auch einfach mal sein lassen. Denken Sie an das bekannte Zitat von Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ... . ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: egn am 25. Mai 2013, 09:53:04
Das ist wie gesagt eine sehr egoistische Haltung.

Es ist eine pragmatische Haltung.

Zitat
Nur weil man für sich persönlich keine Nachteile erwartet, oder vielleicht sogar Vorteile erhofft, sollen andere dem subventionierten Dumping der Chinesen geopfert werden.

Würden Sie auch noch so reden, wenn Ihr Arbeitsplatz bzw. Ihre Firma betroffen wäre?

Das ist doch gerade der Punkt, die Strafzölle ändern nichts daran dass eine ganze Reihe von europäischen Firmen derzeit die Module gar nicht zu Preisen produzieren können, die für eine Rentabilität einer Investition nach dem EEG nötig wären. Die kann man nicht dadurch retten dass man Strafzölle einführt, denn sie würden dadurch keine € Umsatz mehr machen. Die EEG Vergütung sinkt unabänderlich jeden Monat weiter, ob es jetzt die Strafzölle gibt oder nicht.

Zitat
Die geplanten Schutzzölle sind kein Protektionismus. Sie sind eine sehr späte Abwehrreaktion auf die massiven chinesischen Subventionen, die den fairen Handel und Wettbewerb mittels Dumping zerstört haben.

Natürlich sind Schutzzölle, insbesondere wenn sie so hoch sind immer ein Protektionismus.

Zitat
Die Energiewende und der weitere Ausbau der PV in Europa sind durch die Schutzzölle nicht im Geringsten gefährdet. Ein chinesisches Dumping ist für die Energiewende weder nötig noch hilfreich.

Da bin ich völlig gegenteiliger Meinung. Natürlich wird der PV Markt einbrechen wenn die Module wesentlich teurer werden, das ist ganz normales Markt geschehen. Die Hersteller die zu teuer sind dass man noch eine EEG Anlage rentabel bauen kann, werden so oder so pleite gehen. Wenn es gar keinen europäischen Hersteller mehr gibt der eine rentable EEG Installation liefern kann, dann gibt es nur noch den Eigenverbrauch als Triebfeder für den weiteren Ausbau. Dort gibt es aber keine vorgegebene Kostendegression, sondern langfristig eher die Möglichkeit höhere Preise durchzusetzen, weil die Strompreise steigen. Sollten die Strafzölle erhoben werden so gibt es dann am Markt einen Preisanstieg um die Höhe der Strafzölle. Denn warum sollten die europäischen Hersteller die Module günstiger verkaufen als die Konkurrenz aus China. Es wird kaum mehr neue EEG Anlagen geben. Insgesamt verteuert das die Energiewende erheblich und natürlich gehen bei einem zu erwartenden Markteinbruch weit mehr Arbeitsplätze verloren als die paar 1000 die hier in D noch Module produzieren. Die Modulproduktion ist hochautomatisiert und beschäftigt kaum Menschen.

Hier eine Stellungnahme von Hans-Josef Fell dazu. (https://www.proteus-solutions.de/~Unternehmen/News-PermaLink:tM.F04!sM.NI41!Article.955547.asp)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 25. Mai 2013, 10:58:18
Das ist doch gerade der Punkt, die Strafzölle ändern nichts daran dass eine ganze Reihe von europäischen Firmen derzeit die Module gar nicht zu Preisen produzieren können, die für eine Rentabilität einer Investition nach dem EEG nötig wären. Die kann man nicht dadurch retten dass man Strafzölle einführt, denn sie würden dadurch keine € Umsatz mehr machen. Die EEG Vergütung sinkt unabänderlich jeden Monat weiter, ob es jetzt die Strafzölle gibt oder nicht.
Sicher können nicht alle europäischen Produzenten durch Zölle gerettet werden. Das ist auch gar nicht das Ziel der Zölle.
Es ist aber eine völlig unzutreffende Behauptung, kein europischer Hersteller wäre in der Lage, zu den aktuellen Vergütungssätzen in Europa rentabel Module zu produzieren.

Wenn die europäischen Hersteller, die zu den aktuellen Vergütungssätzen Module mit Gewinn verkaufen können, sofern sie ihre Produktionskapazitäten einigermaßen auslasten können (ja, die gibt es!), durch den zurückgehenden Marktanteil der Chinesen wieder mehr Umsatz machen können und so die Stückkosten senken, dann rechnet sich das auch wieder. Die Modulpreise werden dabei nur unwesentlich steigen - eben gerade soviel, wie sich noch Käufer finden lassen.

Zitat
Da bin ich völlig gegenteiliger Meinung. Natürlich wird der PV Markt einbrechen wenn die Module wesentlich teurer werden, das ist ganz normales Markt geschehen.
Das bestreitet auch keiner.
Bestritten wird, dass es die Module wesentlich teurer werden. Dies ist eine aus der Luft gegriffene und auch  - wie Sie selbst herleiten - unbegründete Annahme.
Ohne diese falsche Annahme bricht aber das ganze Argumentationsgebäude der Zoll-Gegner in sich zusammen.

Zitat
Die Hersteller die zu teuer sind dass man noch eine EEG Anlage rentabel bauen kann, werden so oder so pleite gehen.
Klar. Logisch.
Die Hersteller aber, die nicht zu teuer sind, werden überleben.

Zitat
Wenn es gar keinen europäischen Hersteller mehr gibt der eine rentable EEG Installation liefern kann, dann gibt es nur noch den Eigenverbrauch als Triebfeder für den weiteren Ausbau.
Es ist völlig unbegründet, zu behaupten, alle europäischen Hersteller würden pleite gehen, trotz der Schutzzölle.
Alle Ihre weiteren Phantasien über Preisanstieg in höhe der Strafzölle bis zur Verteuerung der Energiewende, die auf dieser Annahme aufbauen, sind daher für die Katz. ;)

Zitat
Die Modulproduktion ist hochautomatisiert und beschäftigt kaum Menschen.
Eben darum ist es auch nicht richtig, dass in Europa keine konkurrenzfähigen Module gebaut werden können.
Merken Sie was?
Der Kostenvorteil der Chinesen in der Modulproduktion ist recht gering. Er wird durch die Transportkosten nach Europa und weitere Faktoren fast komplett aufgefressen.
Eben darum ist es auch nicht richtig, dass die Preise stark steigen müssen, damit die europäischen Hersteller rentabel werden.
Auch deutsche Produzenten werden ihre Kosten weiter senken können - sofern man ihnen die Chance gibt und sie nicht voher mittels Dumping in die Pleite treibt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Mai 2013, 13:47:29
Es geht nicht allein um die reine Modulproduktion. Damit allein wird kein deutscher Hersteller auf Dauer überleben können.

Die Firmen sollten sich darauf besinnen hochwertige Systemlösungen anzubieten statt nurmehr Billigprodukte. Dieser Wandel wurde im PV-Modulrausch vernachlässigt. Wer diesen Wandel nicht schafft wird mit und ohne Zölle nicht überleben.

Zudem wird die Qualität zukünftig eine größere Rolle spielen.

Schadensfälle bei Solaranlagen erwartet (http://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/kontroverse-energiewende-solaranlagen-100.html)

Zitat
Fachleute befürchten eine Welle von Schadensfällen bei Solaranlagen. Der Experte für solare Energien vom TÜV Rheinland, Willi Vaaßen, führte gegenüber dem BR-Politikmagazin "Kontrovers" den Qualitätsverlust vor allem auf die staatlichen Förderungen zurück. Das Bundesumweltministerium sieht auf Anfrage von „Kontrovers“ keine Mitverantwortung für die steigende Zahl von Schadensfällen.

Beitrag:

Schrott auf deutschen Dächern (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130522-kontrovers-solar-104.html)

Einige der PV-Investoren haben da wohl tief ins Klo gegriffen. Wie in anderen Branchen auch sollte das Argument "Geiz ist geil" bei der Durchführung einer Investition nicht die maßgebliche Rolle spielen. 
Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.

Fazit: Gute Ware und Arbeit für einen guten Preis!

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 25. Mai 2013, 14:36:39
Link fehlerhaft, hier klicken (sehenswert!): Schrott auf deutschen Dächern (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130522-kontrovers-solar-104.html)
hier nochmal klicken: Das Thema ist auch nicht neu und im Forum schon vertreten. (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,15763.msg83826.html#msg83826)

@Wolfgang_AW, grundsätzlich richtig was sie schreiben. Der "PV-Modulrausch" ist allerdings eine Folge der extremen übermäßigen und falschen deutschen PV-Förderung. Das ist wie bei jeder Sucht. Rauschtrinken, das Volk sagt Komasaufen dazu, ist halt ungesund. Zunächst ist man etwas beschwipst, dann schwer berauscht. Danach kommt der Kater, der Katzenjammer und auf Dauer die bleibende Schäden.

Fundamentalsolarist User @superhaase steht da ziemlich alleine da. Selbst aus der PV-Branche warnen immer mehr vor den negativen Folgen von sogenannten "Strafzöllen". Da wird nichts damit gerettet, es wird nur verschlimmbessert mit Auswirkungen auf andere Branchen. Die deutsche Industrie ist ohnehin geschlossen dagegen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Mai 2013, 16:00:41
Link fehlerhaft, hier klicken (sehenswert!): Schrott auf deutschen Dächern (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130522-kontrovers-solar-104.html)
hier nochmal klicken: Das Thema ist auch nicht neu und im Forum schon vertreten. (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,15763.msg83826.html#msg83826)

Danke für den Hinweis auf den fehlerhaften Link.

Ihr weiterer Link zeigt allerdings mitnichten einen Zusammenhang zu der von mir angeführten, in Einzelfällen fehlerhaften Technik bzw. mangelhaften Installation, sondern wärmt nur wieder Ihre bekannte pauschale, negative Einstellung zur Photovoltaik im Allgemeinen auf.

Es geht darum die PV technisch und im Verbund des Systems voran zu bringen und nicht pauschal zu verteufeln.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 25. Mai 2013, 16:49:33
Link fehlerhaft, hier klicken (sehenswert!): Schrott auf deutschen Dächern (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130522-kontrovers-solar-104.html)
hier nochmal klicken: Das Thema ist auch nicht neu und im Forum schon vertreten. (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,15763.msg83826.html#msg83826)
Ihr weiterer Link zeigt allerdings mitnichten einen Zusammenhang zu der von mir angeführten, in Einzelfällen fehlerhaften Technik bzw. mangelhaften Installation, sondern wärmt nur wieder Ihre bekannte pauschale, negative Einstellung zur Photovoltaik im Allgemeinen auf.

Es geht darum die PV technisch und im Verbund des Systems voran zu bringen und nicht pauschal zu verteufeln.
@Wolfgang_AW, "mitnichten"! Der verlinkte Beitrag "Schrott auf deutschen Dächern" und der von mir verlinkte Forums-Beitrag, zeigen unverkennbar einen direkten Zusammenhang. Das bezieht sich gerade auch auf die angesprochenen giergesteuerten "billigen mangelhaften Installationen". Gerade da zeigt sich ja Ihr "Geiz ist geil" z. B. in den eingeflogenen "billigen" chinesischen Modulen. Vielleicht sehen Sie sich nochmal den Beitrag des Bayerischen Fernsehen genau an.

Außerdem habe ich keine pauschale negative Einstellung im Allgemeinen zur PV. PV oder besser Solarenergie macht am richtigen Ort Sinn, vorausgesetzt, die ökonomischen, ökologischen und Umweltbedingungen stimmen! ... und hierzulande stimmen sie oft nicht! Das hängt mit der Förderung zusammen. Daher habe ich etwas gegen diese extreme einseitige und undifferenzierte PV-Förderung. Dieser Irrsinn nimmt der PV in Deutschland geradezu den Sinn und dagegen werde ich weiter monieren. Nehmen Sie mal zur Kenntnis, dass die sinnvolle Nutzung von Solarenergie und die PV-Förderung zwei Paar Stiefel sind!
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 25. Mai 2013, 17:01:59
Es geht nicht allein um die reine Modulproduktion. Damit allein wird kein deutscher Hersteller auf Dauer überleben können.
Die Firmen sollten sich darauf besinnen hochwertige Systemlösungen anzubieten statt nurmehr Billigprodukte. Dieser Wandel wurde im PV-Modulrausch vernachlässigt. Wer diesen Wandel nicht schafft wird mit und ohne Zölle nicht überleben.
Zudem wird die Qualität zukünftig eine größere Rolle spielen.
Dem will ich gar nicht widersprechen. Ist alles mehr oder weniger richtig.

Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Schutzzölle gerechtfertigt sind.
Die EU verhängt diese Zölle (so sie denn kommen) ja nicht einfach aus einer Laune heraus. Es ging schließlich ein mehrmonatiges Prüfungsverfahren voraus, bei dem etliche chinesische Hersteller kooperiert haben und ihre Daten offengelegt haben.
Bei dieser Prüfung wurde auf sachlicher Basis festgestellt, dass staatlich subventioniertes Dumping vorliegt und vorübergehende Zölle gerechtfertigt sind. Es ist ja auch nicht so, dass diese Zölle dann für immer gelten sollen. Diese Zölle treten auch zunächst nur vorläufig in Kraft und es kann dann danach jeder Hersteller in Verhandlungen mit der EU eine Vereinbarung treffen, die wieder zur Aufhebung der Zölle führt. So hab ich das verstanden.

Die kooperierenden Hersteller haben auch wesentlich niedrigere Zölle zu befürchten als diejenigen, die nicht kooperiert haben. Es wird also einige chinesische Hersteller mit weit weniger als den immer genannten durchschnittlichen 47% treffen.

Und zum Thema "Schrott auf deutschen Dächern":
Sicher gibt es da wohl auch mangelhafte Qualität, die sich manche aufs Dach geschraubt haben.
Aber was kümmert das den Staat oder die Stromverbraucher und EEG-Umlagezahler?
Nicht die Bohne!
Es gibt keinen Grund sich darüber aufzuregen.

Nicht anders verhält es sich beim Autokauf: Wer heute ein Billigauto kauft und später dann vermehrt Reparaturkosten hat oder das Auto früher verschrotten muss bzw. zu einem niedrigen Preis wieder verkaufen muss, der hat das auch mit sich selbst abzumachen.

Das Geniale an der EEG-Förderung ist ja, dass nur der eingespeiste Strom vergütet wird, und keinerlei unbedingte Zuschüsse zur Investition gegeben werden, die im Schadensfalle ohne Gegenleistung verschwendet wären. Der Anlagenbetreiber hätte dann auch keinerlei Anreiz, die Anlage zu erhalten, pflegen und optimal zu betreiben.

Das heißt, wenn jemand nach dem Prinzip "Geiz ist geil" gehandelt hat, und dann später mit einer nicht oder schlecht funktionierenden Anlage dasteht, dann hat er das halt auch selbst auszubaden. Der EEG-Umlagezahler darf sich dann sogar freuen, weil er weniger Strom aus den kaputten Anlagen vergüten muss.
Das Risiko trägt der PV-Anlagenbetreiber als Unternehmer. Nicht anders ergeht es den Windparkbetreibern, auch da sind einige (auch ich) mit mangelhaften Windkraftanlagen "gesegnet". Mein unternehmerisches Risiko, das ich trage, ohne die Schuld bei anderen als mir, dem Windpark-Fonds-Initiator und dem Anlagenhersteller zu suchen. Die WKAs von NEG Micon waren damals halt die günstigsten - das rächt sich jetzt und man stellt fest, mit den "Mercedessen" unter den WKAs, den Enercons, wäre man auf lange Sicht besser und wirtschaftloch erfolgreicher "gefahren".
Die gerne vorgebrachte Behauptung, das Stromeinspeisen nach EEG wäre ein risikoloses Geschäft war schon immer falsch.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 25. Mai 2013, 19:04:36
Die gerne vorgebrachte Behauptung, das Stromeinspeisen nach EEG wäre ein risikoloses Geschäft war schon immer falsch.
Die "Behauptung" stimmt! @superhaase, Sie verwechseln da etwas. Die EEG-Stromeinspeisung ist ein risikoloses Geschäft. In der Zwischenzeit genügt ja schon die Bereitschaft dazu.

Wer auf dem Markt etwas verkaufen möchte, muß bedarfsgerecht Ware zu einem attraktiven Preis anbieten, sonst bleibt er auf seiner Ware sitzen. Dieses Risiko haben Sie mit Ihrer PV-Anlage eben gerade nicht.
Immer wenn Sie können wird Ihnen der Strom zum garantierten Preis vollständig abgenommen. Der garantierte Preis ist immer noch so unverschämt hoch, dass immer mehr Garantieeinspeiser, bald millionenfach einspeisen und so andere Anbieter verdrängt werden. Die Bereitschaft marktgerecht anzubieten ist nicht vorhanden. Die Verbraucher werden so immer stärker zur Kasse gebeten.  Bezahlen müssen dafür per Zwang unbeteiligte Dritte.  Es regt sich logischerweise der Widerstand bei diesen Dritten.

Diese nicht privilegierten Verbraucher müssen auch noch für den Abtransport und den unverzichtbaren Ersatzlieferanten bezahlen, der bereit steht, wenn Sie nicht liefern wollen oder können.

Das alles hat mit dem Schrott auf den Dächern und Solarparks nichts zu tun. Das ist dann gegebenenfalls die eigenverantwortliche Dummheit, oder wenn Sie so wollen, auch das "unternehmerische Risiko" der eigenen Investitionsentscheidung. Sie wählen ja die Module und den Handwerker dazu aus. Es wäre ja noch schöner, wenn die Verbraucher dafür auch noch gerade stehen müssten. 
 
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 25. Mai 2013, 20:09:09
Wer auf dem Markt etwas verkaufen möchte, muß bedarfsgerecht Ware zu einem attraktiven Preis anbieten, sonst bleibt er auf seiner Ware sitzen. Dieses Risiko haben Sie mit Ihrer PV-Anlage eben gerade nicht. Immer wenn Sie können wird Ihnen der Strom zum garantierten Preis vollständig abgenommen.
...
Die Bereitschaft marktgerecht anzubieten ist nicht vorhanden.
Sie langweilen mit Ihrem längst widerlegten Gequengel.
Dass Sie offenbar nicht in der Lage sind, den Sinn und Zweck des EEG und der Energiewende zu verstehen, ist inzwischen bekannt.

Sie wissen auch, dass es bis heute noch keine einzige Sekunde gab, in der der in Deutschland erzeugte Ökostrom nicht in derselben Sekunde auch gebraucht wurde.
Was soll also Ihr dummes Gewäsch von der angeblich nicht bedarfsgerechten Stromproduktion.
Die hat es bisher noch in keiner einzigen Sekunde gegeben.

In der weiteren Zukunft, wenn einmal soviel Ökostromerzeugungsanlagen installiert sein werden, dass mehr Ökostrom erzeugt werden könnte, als in derselben Sekunde gebraucht (oder gespeichert und später gebraucht) wird, dann wird es selbstverständlich keine garantierte Einspeisung und keine garantierte Vergütung mehr für diesen Strom geben. Insbesondere wird es nach geltender Gesetzeslage und aktuellem Ausbautempo schon zuvor ab 2015 für neue PV-Anlagen keine PV-Förderung mittels garantierter Einspeisevergütung mehr geben. Auch das ist Ihnen bekannt.

Wenn Sie also behaupten, die PV-Anlagen in Deutschland erzeugen jetzt, in der Vergangenheit oder in der Zukunft Strom, der nicht gebraucht würde und trotzdem vergütet wird, dann ist das entweder eine bewusste Lüge, oder aber kindisch-trotziges Festhalten an einem Irrtum, trotz mehrfacher Aufklärung in diesem Forum.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 26. Mai 2013, 12:19:11
Wer auf dem Markt etwas verkaufen möchte, muß bedarfsgerecht Ware zu einem attraktiven Preis anbieten, sonst bleibt er auf seiner Ware sitzen. Dieses Risiko haben Sie mit Ihrer PV-Anlage eben gerade nicht. Immer wenn Sie können wird Ihnen der Strom zum garantierten Preis vollständig abgenommen.
...
Die Bereitschaft marktgerecht anzubieten ist nicht vorhanden.
Sie langweilen mit Ihrem längst widerlegten Gequengel.  ...
@superhaase, was ist daran "langweilig", was ist daran "widerlegt", was ist daran "Gequengel". Das sind einfach unwiderlegbare  Fakten!

Aber wie immer, wenn Sie mit Fakten konfrontiert werden, die Ihnen nicht passen, dann werden Sie ausfällig.  >:(
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 26. Mai 2013, 15:16:32
@superhaase, was ist daran "langweilig", was ist daran "widerlegt", was ist daran "Gequengel". Das sind einfach unwiderlegbare  Fakten!
Versuchen Sie doch einmal, den Sinn und Zweck des EEG und der Energiewende mit eigenen Worten zu erklären.
Vielleicht merken Sie dann selbst, was Sie oben wieder für ein dummes Zeug geschrieben haben mit "bedarfsgerechte Ware zu einem attraktiven Preis".
Dass außerdem die Ware Ökostrom bisher in jeder Sekunde bedarfsgerecht erzeugt wurde, habe ich oben auch erwähnt.

Was Sie hier ständig wiederholen, sind keine Fakten, sondern nur dummes Zeug.
Und das wurde Ihnen schon mehrfach aufgezeigt, ohne dass Sie das auch nur ein einziges mal sachlich nachlegen konnten oder wollten.
Ihre Ignoranz und Ihre ideologische Verblendung sind beispiellos.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 26. Mai 2013, 17:15:30
...
Vielleicht merken Sie dann selbst, was Sie oben wieder für ein dummes Zeug geschrieben haben mit "bedarfsgerechte Ware zu einem attraktiven Preis".
...
Was Sie hier ständig wiederholen, sind keine Fakten, sondern nur dummes Zeug.
...
Ihre Ignoranz und Ihre ideologische Verblendung sind beispiellos.
@superhaase, Sie verkörpern die Impertinenz im Forum wie kein anderer. Dass Sie die PV in ihrer deutschen Ausprägung als Nutznießer und Protagonist verteidigen ist ja noch ok, aber so geht das nicht. Sie überziehen ständig und gewaltig. Zwar ist das nicht der Sinn und Zweck eines Forums, man sollte Sie ignorieren, was mir schon empfohlen wurde. Sie sollten ein Tagebuch führen und nicht in Foren schreiben. Dort können Sie sich über den Sinn und Zweck des EEG auslassen und können täglich Ihre eigene Meinung lesen. Warum tun Sie das nicht? Eine sachliche Auseinandersetzung in einem Forum ist Ihnen doch fremd. Das wollen oder können Sie nicht!
Zitat
....Das ist riskant, denn der gegenwärtig rasche Fortschritt der Technik in vielen Bereichen der Gewinnung erneuerbarer Energien lässt es als ratsam erscheinen, nicht voreilig auf einige bestimmte Technologien zu Lasten Anderer zu setzen. Ein Beispiel für schlechte Erfahrungen mit der selektiven Förderpolitik bietet die Photovoltaik. Die geförderten Anlagen erhalten 20 Jahre lang garantierte Vergütungszahlungen für den erzeugten Strom. Die Differenzkosten, das ist die Differenz zwischen den Vergütungszahlungen und dem Marktwert des nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) geförderten Stroms, werden für alle bis einschließlich 2010 errichteten Photovoltaikanlagen auf 85 Milliarden Euro geschätzt.
Dies bedeutet ein gewaltiges Subventionsprogramm für eine Technologie, die im Jahr 2011 geschätzt ca. 55 % der Förderkosten erneuerbarer Energien verursacht hat, dabei aber nur 20 % des nach EEG vergüteten Stroms oder etwa 3 % des gesamten Stromverbrauchs ausmacht ..
.....
An den erneuerbaren Energien zeigt sich an vielen Stellen, zu welchen Verzerrungen es kommen kann, wenn eine Einbindung in die Marktprozesse fehlt und Preissignale nicht genutzt werden. Die Förderung der erneuerbaren Energien setzt den Strommarkt in Teilen außer Kraft. Diese Energien sollen in der Zukunft einen Großteil der Stromversorgung übernehmen, die Förderung erfolgt aber ohne jeden Bezug zum Strommarkt.

Der am Markt gebildete Strompreis wird dadurch für Investitions- und Produktionsentscheidungen von erneuerbaren Energien weitgehend irrelevant. An die Stelle des Marktpreises tritt der von staatlichen Stellen festgelegte Verrechnungspreis. Die Stromnachfrager zahlen dabei nicht nur die Subventionen für die erneuerbaren Energien, sondern zusätzlich auch die Kosten, die entstehen, um den Strom in nachfragearmen Zeiten wieder zu „entsorgen“.

Da wegen des Einspeisevorrangs der erneuerbaren Energien und wegen der konstanten Vergütung etwa ein Produzent von Windkraft seinen Strom unabhängig von der Nachfragesituation einspeist, müssen bei schwacher Nachfrage gegebenenfalls andere Kraftwerke heruntergefahren werden, was Kosten verursacht, die möglicherweise beim Windkraftbetreiber geringer wären. Auf diese Art sind negative Strompreise an der Leipziger Strombörse zu erklären:

Die Betreiber konventioneller Kraftwerke sind bereit, dafür zu zahlen, dass sie weiter Strom liefern können. Auch bei der Regelenergie, durch die Stromangebot und -nachfrage kurzfristig ausgeglichen werden, könnten erneuerbare Energien in den Markt mit integriert werden. Hierzu fehlen in der jetzigen Förderstruktur für die Anbieter erneuerbarer Energien weitgehend die Anreize. Eine vollständige Integration der erneuerbaren Energien in den Regelenergiemarkt könnte Preissignale senden, um diese Technologien auch als Anbieter von Systemdienstleistungen zu fördern. Dagegen läuft eine Regulierung, die Marktprozesse umgeht oder aushebelt, unvermeidlich Gefahr, wichtige Anreize, die von Preissignalen ausgehen würden, auszuschalten.

Da ist eben die Rede von Schrott auf den Dächern, eine Folge dieser völlig überzogenen grenzenlosen und bevorzugten PV-Förderung.  Wie zutreffend das Gutachten aus dem letzten Jahr ist, zeigt die Entwicklung deutlich:

Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium
für Wirtschaft und Technologie, Februar 2012 u.a. Seite 15 ff. (http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gutachten-wege-zu-einer-wirksamen-klimapolitik,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf)

@Superhaase, die Wirkung entscheidet und nicht die Propaganda der EE-Branchen-Lobby oder der Frontkämpfer unter den Nutznießern der Solaristen. Das EEG ist vielfach kontraproduktiv was die sogenannte Energiewende angeht. Die Scheinheiligkeit ist groß, das EEG dient immer mehr dem Eigennutz und dem Missbrauch und nicht den ursprünglichen Zielen. Klima- Umwelt und Versorgung wurden zur Nebensache. Das EEG scheitert selbst im Missbrauch. Sehen Sie sich die Struktur- und Branchenförderung doch an - Schuldenschnitte à la Griechenland, Pleiten ohne Ende. Setzen auch Sie bitte nicht die deutsche PV-Förderung  und das deutsche EEG mit der Energiewende gleich. Da sind in der Zwischenzeit erhebliche Abweichungen festzustellen die täglich weiter wachsen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 27. Mai 2013, 10:19:46
Peking verschärft Ton im Handelsstreit - Merkel will vermitteln

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/erste-auslandsreise-von-chinas-regierungschef-enge-beziehungen-zu-deutschland/8258602-2.html

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 28. Mai 2013, 11:37:55
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/solarindustrie-mehrheit-der-eu-staaten-stemmt-sich-gegen-strafzoelle-fuer-china-1.1682104

Mehrheit der EU-Staaten stemmt sich gegen Strafzölle für China

Andere sehen das Ganze, Subventionsliebende bestehen auf Strafzöllen.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: egn am 28. Mai 2013, 12:37:07
Zitat
Die Hersteller die zu teuer sind dass man noch eine EEG Anlage rentabel bauen kann, werden so oder so pleite gehen.
Klar. Logisch.
Die Hersteller aber, die nicht zu teuer sind, werden überleben.

Wenn es aber solche gibt, dann gibt es auch keinen Grund Strafzölle zu erheben.

Insofern widerlegen Sie hier Ihre eigene Argumentation.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 28. Mai 2013, 14:53:20
Zitat
Die Hersteller die zu teuer sind dass man noch eine EEG Anlage rentabel bauen kann, werden so oder so pleite gehen.
Klar. Logisch.
Die Hersteller aber, die nicht zu teuer sind, werden überleben.

Wenn es aber solche gibt, dann gibt es auch keinen Grund Strafzölle zu erheben.

Insofern widerlegen Sie hier Ihre eigene Argumentation.
Lieber egn, Sie haben die ganze rechtliche Situation in Bezug auf die Strafzölle scheinbar gar nicht verstanden.

Selbst wenn alle europäischen Unternehmen billiger als die Chinesen produzieren könnten, könnten auf Antrag Strafzölle bei nachgewiesenem Preisdumping erhoben werden.
"Dumping" ist ja nicht einfach gleichbedeutend mit "unterbieten".
Das Kriterium Preisduming bemisst sich hier nämlich gerade nicht an den Herstellungskosten der europäischen Hersteller, sondern an den Herstellungskosten der chinesischen Hersteller. Das wurde auch von der EU-Kommision in Koooperation mit einigen chinesischen PV-Herstellern untersucht - und es wurde staatlich (über die Kredite von Staatsbanken) gestütztes Dumping festgestellt.
Könnten die Chinesen aufgrund niedrigerer Fertigungskosten zu den niedrigen Preisen kostendeckend liefern, gäbe es keine Rechtfertigung für Anti-Dumping-Zölle und somit wohl auch keine Diskussion darüber.

Außerdem sagte ich, dass einige europäische Hersteller durch steigende Auslastung ihrer Produktionsanlagen (weil der chinesische Marktanteil von rund 80% in Europa zurückgehen wird) bei aktuellen Preisen rentabel produzieren können.
Meine Argumentation ist diesbezüglich also durchaus widerspruchsfrei.

Hier noch ein interessanter Hinweis:
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2013/kw22/photovoltaik-handelsstreit-eu-zu-verhandlungen-bereit-warnt-jedoch-vor-chinesischem-druck-auf-mitgliedsstaaten.html (http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2013/kw22/photovoltaik-handelsstreit-eu-zu-verhandlungen-bereit-warnt-jedoch-vor-chinesischem-druck-auf-mitgliedsstaaten.html)
Zitat
„Beim heutigen Treffen von Karel De Gucht und Zhong Shan hat Kommissar De Gucht klar seine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, eine Lösung für den Photovoltaik-Handelsstreit zu finden“, sagte EU-Handelssprecher John Clancy.
“Von chinesischer Seite kam heute jedoch kein konkreter Vorschlag, was ganz normal ist. Wir befinden uns noch nicht in offiziellen Verhandlungen, die nur beginnen, falls und nachdem am 05.06.2013 eine Entscheidung über die Strafzölle getroffen ist.“
“Außerdem machte De Gucht dem Vizeminister sehr deutlich, dass er sich des Drucks bewusst sei, den China auf einige EU-Staaten ausübe. Das erklärt, warum sie sich in ihrer Ratgeberfunktion gegenüber der EU-Kommission so positionieren.“

Das EU-Handelsbüro betonte, wie wichtig die Unabhängigkeit der Europäischen Kommission bei Handelsstreitigkeiten sei. Dadurch könne sie Entscheidungen zum Wohle Europas treffen, die auf Tatsachen beruhen und nicht durch internationalen Druck entstanden sind.
Das ist wohl eine Watschn für Frau Merkel und die deutsche Regierung. ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: egn am 06. Juni 2013, 10:47:46
Lieber egn, Sie haben die ganze rechtliche Situation in Bezug auf die Strafzölle scheinbar gar nicht verstanden.

Ich habe die rechtliche Situation durchaus verstanden, aber die Frage ist doch was es bringt ein paar 1000 Arbeitsplätze zum Preis von einigen 100.000 Arbeitsplätzen zu retten.

Wie ich schon schrieb haben die Chinesen selbst die Energiewende mit finanziert. Man kann es auch so sehen, dass die Chinesen uns die Module teilweise geschenkt haben. Dieser Meinung bin nicht nur ich. (http://www.techfieber.de/green/2013/06/05/solar-china-hat-energiewende-subventioniert-so-solar-hersteller-wirsol/)

Zitat
Außerdem sagte ich, dass einige europäische Hersteller durch steigende Auslastung ihrer Produktionsanlagen (weil der chinesische Marktanteil von rund 80% in Europa zurückgehen wird) bei aktuellen Preisen rentabel produzieren können.

Diese unlogische Aussage wiederholen sie schon wieder. Wenn die europäischen Hersteller zu den aktuellen Preisen produzieren könnten dann wären die Strafzölle nicht nötig.

Zitat
Meine Argumentation ist diesbezüglich also durchaus widerspruchsfrei.

Das sehe ich nicht so.

Zitat
Das ist wohl eine Watschn für Frau Merkel und die deutsche Regierung. ;)

Das ist letztlich eine Watschn für die Energiewende. Höhere Preise bedeuten geringere Nachfrage. Der Ausbau über das EEG wird zum Stillstand kommen, denn die Vergütung sinkt unabänderlich jeden Monat. Es ist sogar wahrscheinlich,  dass deutlich weniger Anlagen zum Eigenverbrauch gebaut werden, da sich die verfügbare Differenz für die Kosten des Batteriespeichers erheblich reduziert. Bei den ganzen Installateuren geht schon die Angst um dass die Auswirkungen noch dramatischer sind als das Durcheinander bei den EEG-Kürzungen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 06. Juni 2013, 13:27:00
Wen Zölle stärker treffen, dürfte eindeutig sein. http://www.welt.de/wirtschaft/article116878157/Deutschland-verliert-rasant-Marktanteile-an-China.html

Deutschland kann sich als Exportnation Nr. 1 mit niemanden einen Zollwettkampf erlauben, am wenigsten mit den Staaten die die zukünftigen Wirtschaftsmächte der Erde sein werden. Aber Hauptsache, unsere wichtige Solarproduktionswirtschaft wird geschützt, ist ja für die gute Sache.

Erfolgsstory EEG, immer dran denken, wenn hier demnächst reihenweise exportabhängige Arbeitsplätze gestrichen werden. Vielleicht entwicken die zuständigen Politiker dann wieder eine neue Umlage, von der die industrie aber ausgenommen sein muss.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 07. Juni 2013, 13:54:47
Das haben die Solarlobbyisten fein hinbekommen: China erwägt Strafzölle auf europäische Autos

http://www.welt.de/wirtschaft/article116907178/China-erwaegt-Strafzoelle-auf-europaeische-Autos.html

Prima, für die Totgeburt PV Module in D, EU zu produzieren, die Industrien zu opfern, die wirklich Gewinne schreiben und Menschen und Regionen in Lohn und Brot halten.

Gut gemacht, Herr Solarworld, Vielen Dank. Wir werden an Sie und Ihre Verdienste um die deutschen Arbeitsplätze denken, wenn Ihr Unternehmen bei IV vorstellig, oder ins Ausland an Investoren wegverkauft wird

Erfolgsstory EEG, es wird besser und besser, immer dran denken!

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 07. Juni 2013, 17:26:42
Das haben die Solarlobbyisten fein hinbekommen: China erwägt Strafzölle auf europäische Autos

Prima, für die Totgeburt PV Module in D, EU zu produzieren, die Industrien zu opfern, die wirklich Gewinne schreiben und Menschen und Regionen in Lohn und Brot halten.

Gut gemacht, Herr Solarworld, Vielen Dank. Wir werden an Sie und Ihre Verdienste um die deutschen Arbeitsplätze denken, wenn Ihr Unternehmen bei IV vorstellig, oder ins Ausland an Investoren wegverkauft wird
@NN, wenn das erst die vereinigten streitbaren Metaller und Autobauer spitz bekommen! ;)
Spätestens wenn sie die Auswirkungen zu spüren bekommen werden sie nach der Ursache fragen. Sie werden dann "Herrn Solarworld" und allen Solaristen sicher dafür danken.

"Das beste Solarmodul" gibt es nicht. " Normaler Sturm- und Hagelschlag und Hitze sind angeblich kein Problem. Die bis jetzt Installierten sind aber wohl alle zerbrechlich und nicht aus Panzerglas.  ;)

Die Aufklärer: "wo 100 Watt drauf steht, sind auch normalerweise 100 Watt drin - außer bei Billigfirmen." und andere Sprüche .. (http://www.oeko-energie.de/plaintext/lieferprogramm/solarstrom/solarmodule/index.php)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 08. Juni 2013, 14:17:20
Zitat
Die französische Zeitung "Les Echos" hatte zuvor berichtet, die Regierung in Peking werfe europäischen Oberklasse-Autobauern vor, dass diese dank Beihilfen ihre Fahrzeuge in China unter Wert verkaufen könnten. Die chinesischen Behörden prüften entsprechende Beschwerden einheimischer Autobauer.
Wenn dem so ist, dann sind Strafzölle auf deutsche Autos in China gerechtfertigt.

Allerdings gibt es keine Anzeichen dafür, dass deutsche Autobauer in China Autos unter den Herstellungskosten verkaufen. Alle deutschen Autobauer machen in China fette Gewinne.
Die Chinesen machen sich langsam lächerlich mit ihren Drohungen.

Man sollte sich da nicht gleich einschüchtern lassen, sondern vielleicht mal mit ernsthaften Drohungen gegenhalten. Auch mit Drohungen und Abschreckung läßt sich ein (Handels)-Krieg verhindern, mit ständiger Nachgiebigkeit dagegen nicht, das hat die Weltgeschichte gezeigt.

Es ist unvergleichlich naiv, zu glauben, man könne sich im wirtschaftlichen Wettbewerb mit China dadurch behaupten, dass man vor den Chinesen kuscht und jeden Streit mit ihnen vermeidet.
Die Chinesen werden alle ihre Interessen ohne Rücksicht auf andere durchsetzen - wer sich nicht wehrt, weil er vor chinesischen Drohungen Angst hat, der kann gleich den Löffel abgeben.

Was sind in Europa denn bitteschön für Weicheier und Angsthasen am Werk?
Man muss sich angesichts des Lamentos und der vollen Hosen ja schon schämen - es beginnt schon zu riechen. ;)

Bei Dumping mit Solarzellen werden es die Chinesen nicht belassen, wenn sie damit erfolgreich sein werden, weil Europa sich vor Angst in die Hosen macht und kuscht. Auch und gerade in der Automobilbranche nehmen die Chinesen langsam Fahrt auf.

Wenn man der europäischen Industrie die Zukunft so richtig verbauen will, dann muss man nur so weitermachen wie die aktuelle Bundesregierung und immer schön springen, wenn die Chinesen pfeifen.
Besser ist wohl, wir lernen alle schon mal Chinesisch.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: RR-E-ft am 08. Juni 2013, 15:11:23
SPIEGEL 23/13, S. 72 f. berichtet unter der Überschrift "Aktion Abendsonne", das statitische Bundesamt habe im Februar nur noch 21 Hersteller von Solarzellen und Modulen mit knapp 6.000 Mitarbeitern gezählt. Die könnte man wohlmöglich mit Strafzöllen schützen. Auf der anderen Seite stehen all jene Arbeitsplätze, die gefährdet wären, wenn die Nachfrage nach Produkten made in Germany in China sinkt, wobei es sich um unseren größten Absatzmarkt in Asien handeln soll und gerade auch der Export von Konsumgütern dorthin die deutsche Wirtschaft in der Krise entscheidend gestützt habe.

Vor einem Jahr sollen durch das endgültige Aus bei der Drgeriemarktkette Schlecker 25.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren haben.

Für die Energiewende ist es wohl egal, ob die hier verbauten Module billig aus China oder etwas teurer aus Deutschland stammen.
Für die Beschäftigten, deren Arbeitsplätze davon abhängen, solche Module zu installieren, ist es wohl auch belanglos.   
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 08. Juni 2013, 19:30:57
Für die Energiewende ist es wohl egal, ob die hier verbauten Module billig aus China oder etwas teurer aus Deutschland stammen.
Für die Beschäftigten, deren Arbeitsplätze davon abhängen, solche Module zu installieren, ist es wohl auch belanglos.
Das ist zweifellos richtig. Ich sag ja auch immer, dass die Entscheidung "Strafzölle ja/nein" auf die Energiewende in Deutschland und Europa kaum Einflus haben wird.
Isofern ist sie ohne Belang.
Mir ist um den "Siegeszug der PV" nicht Bang. Der Zug ist abgefahren - der Käse ist gegessen.  8)
Es ist sogar eher zu erwarten, dass die PV sich in Europa (auch in Deutschland) ohne Zölle ein wenig schneller weiter ausbreiten wird - insbesondere dann, wenn der Preiskampf und die Dumping-Subventionen seitens der Chinesen anhalten werden.
Wenn man also nur an einer möglichst schnellen und möglichst billigen Verbreitung bzw. Ausbau der PV-Stromerzeugung in Europa interessiert ist, dann muss man womöglich gegen die Strafzölle und vielleicht sogar für eine Förderung des chinesischen Dumpings in irgendeiner Form sein: Man könnte ja noch Prämien für unter Herstellungskosten importierte PV-Module zahlen, das würde die Chinesen sicher freundlich stimmen und sie würden deutsche Automobile im chinesischen Markt bevorzugen und so kleine Nicklichkeiten in den Staatsmedien gegen deutsche Hersteller in Zukunft unterlassen und nur noch amerikanische oider japanische Hersteller damit diskreditieren. Das wäre dann praktisch indirekt eine Förderung der viel wichtigeren und zahlreicheren deutschen Automobil-Arbeitsplätze über Prämien an chinesische PV-Hersteller. Das wäre nur die logisch-konsequente Fortsetzung der SPIEGEL-Argumentation gegen die Strafzölle.

Auch die EEG-Umlage wird ohne Strafzölle nicht weniger steigen. Durch einen die nächsten Monate erhöhten Zubau auf der Freifläche, der ja über Volleinspeisung komplett über die EEG-Umlage finanziert wird, wohl sogar eher etwas stärker steigen, als mit den Strafzöllen. Viel Unterschied wird das m.E. so oder so nicht mehr ausmachen.

Aber darum geht es im aktuellen Anti-Dumping-Verfahren gar nicht.

Es geht m.E. auch nicht nur um die womöglich noch 6000 Arbeitsplätze in der PV-Produktion in Deutschland oder ein paar mehr in Europa, die man schützen könnte oder opfern könnte, um andere Arbeitsplätze vor unfairen chinesischen Vergeltungsmaßnahmen vermeintlich zu schützen (wobei ich wie schon dargelegt nicht glaube: weder an die Realisierung der Drohungen Chinas, noch an einen unvermeidbaren Handelskrieg mit gegenseitiger Zoll-Spirale).

Hier geht es um viel mehr:

Es geht um eine Entscheidung, wie man mit dem agressiven Dumpingverhalten der Chinesen und dem damit einhergehenden politischen Druck umgeht.

Es geht darum, ob internationale Handelsregeln und eine WTO überhaupt eine Existenzberechtigung haben, wenn man sie einfach missachtet und eine Handelsgroßmacht wie China durch wüste Drohungen sich willkürlich darüber hinwegsetzen kann.

Es geht aber vor allem auch darum, wie attraktiv ein Investitionsstandort Europa für einen europäischen oder auch nicht-europäischen Investor überhaupt noch erscheint, wenn sich Europa durch China so erpressen und am Nasenring durch die Manege ziehen lässt.
Es geht eben nicht nur um Arbeitsplätze, die immer gern als politisches Druckmittel verwendet werden, sondern auch um Invetitionen, also um Geld, das in den Aufbau von z.B. Fabriken gesteckt wird.
Was bedeutet das für das Investitionsklima in Europa?
Warum soll irgendwer noch in Europa investieren und Arbeitsplätze schaffen, wenn sich Europa nicht gegen China behaupten kann, ja nicht einmal mehr behaupten will?
Wenn Europa nicht willens ist, Investitionen in europäische Standorte vor unfairen Praktiken zu schützen?
Welche Bank will da noch gerne Kredite für europäische Produktionsstandorte geben? Wohl nur noch zu höheren Zinsen, die das hohe Risiko decken.
Welchen Grund gibt es dann für einen Investor, nicht sicherheitshalber gleich nur noch in China Werke und Arbeitsplätze zu schaffen, weil diese Investitionen von China mit aller Schärfe und Vehemenz verteidigt werden - und das auch erfolgreich durch Hinwegsetzung über alle internationalen Handelsregeln?
Ein Investor - auch ein deutscher Autobauer - wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er in Zukunft auch nur einen einzigen Arbeitsplatz in Europa schaffen würde, statt in China, wo seine Investition viel sicherer ist (selbst wenn er dort auch nicht billiger produzieren könnte und andere Nachteil hätte)!
Wie sollen also in Zukunft Arbeitsplätze in Europa entstehen?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 08. Juni 2013, 20:12:33
Handelskrieg mit China würde Million Jobs bedrohen

http://www.welt.de/wirtschaft/article116948153/Handelskrieg-mit-China-wuerde-Million-Jobs-bedrohen.html

Mal eine realistische Einschätzung von jemandem, der sich auskennt.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 08. Juni 2013, 20:54:09
Ein wirklich stattfindender "Handelskrieg" mit China könnte wohl wirklich Millionen Jobs in Europa kosten. Keiner wird das abstreiten können.
Er würde aber sicher auch Millionen Jobs in China kosten. Und das kann sich die chinesische Führung ebenso wenig  leisten wie die europäischen Führungen.
Insofern darf man also beiden Seiten ruhig glauben, dass sie nicht an einem solchen Handelskrieg interessiert sind und ihn vermeiden wollen.

Aus diesem Grund darf man auch die Drohungen Chinas mit einem Handelskrieg nicht wörtlich nehmen, sondern muss sie im Kontext verstehen und einschätzen.
Die oft in Deutschland in den Medien und von Industrievertretern dargestellte Formel "Anti-Dumping-Strafzoll = unvermeidbarer Verlust von Millionen Arbeitsplätzen" ist daher falsch.
Wie schwierig es auch für China ist, Vergeltungsmaßnahmen zu finden, die nicht auch wieder ins eigenen chinesische Fleisch schneiden, ist offenkundig: Mit geplanten Zöllen gegen angebliches Dumping nicht-chinesischer Siliziumhersteller schadet China in erster Linie den eigenen PV-Unternehmen, die auf ausländisches Silizium angewiesen sind. Viele andere Wirtschaftszweige eigenen sich auch kaum für Vergeltungsmaßnahmen, weil China entweder schon immer auf entsprechender Produktion im eigenen Land bestanden hat (ein freier Markt war in China noch nie), oder weil die chinesische Wirtschaft auf die (möglichst günstigen) Importe der entsprechenden Güter angewiesen ist (viele hochwertige Investitionsgüter), um nicht selbst an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Daher auch so seltsam erscheinende Androhungen von Vergeltungsmaßnahmen wie die Zölle auf europäischen Wein (wobei diese womöglich wirklich berechtigt wären angesichts der Agrarsubventionen in der EU).

Es wird also alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Die Drohgebärden sind der Versuch einer politischen Einschüchterung, und sind teilweise weit überzogen und unrealistisch. China kann sich das meist gar nicht leisten.

Es gilt nun, die vorläufigen Zölle zu nutzen, um mit China ernsthaft über eine Lösung des Problems zu verhandeln.
Dabei hat es allerdings wenig Sinn und ist beschämend, dass Frau Merkel und Herrr Rösler die Lakaien der Chinesen spielen, statt mit der restlichen EU gemeinsam und stark aufzutreten und europäische Interessen zu vertreten.

Noch etwas:
Den Mitgliedern ders BDI ist es sicherlich herzlich egal, ob in Deutschland Millionen Arbeitsplätze bedroht sind. Diese Unternehmen verlegen ohne ein Wimpernzucken diese Arbeitsplätze nach China, wenn die Investitionen dort sicherer erscheinen, weil China mit Dumping-Subventionen die Märkte an sich reißt und in Europa platt machen wird.
Die Mitglieder des BDI sind (völlig legitim) nur an der Steigerung ihres Profits interessiert, egal ob sie diesen mit europäischen Standorten oder mit chinesischen Standorten machen. Wichtig ist ihnen nur ein möglichst ungestörter Handel und ein uneingeschränktes Geschäft - irgendwelche Subventionen (auch wenn sie zu Dumping führen) nehmen sie selbst dabei natürllich immer gerne mit.
Insofern erscheint eine solche Aussage eines BDI-Präsidenten schon wieder in einem anderen Licht.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: DieAdmin am 11. Juni 2013, 09:30:32
Der Handelskrieg hat begonnen:

EU verhängt Strafzölle auf Solarmodule aus China

http://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/eu-verhaengt-strafzoelle-auf-solarmodule-aus-china-4190.html

Nicht die gesamte Solarbranche freut sich über die Entscheidung:
Zitat
...
Die von der EU getroffene Zollentscheidung wird jedoch nicht von allen europäischen Solarunternehmen und europäischen Photovoltaik-Verbänden uneingeschränkt mitgetragen. Viele haben sich öffentlich gegen Zölle ausgesprochen, da diese der europäischen Solarindustrie und der europäischen Wirtschaft als Ganzes schaden könnten.
...
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 11:02:33
Der Handelskrieg hat begonnen:
Der Handelskrieg begann schon mit dem staatlich subventionierten Dumping der Chinesen. Also schon vor etwa 2 Jahren?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: DieAdmin am 11. Juni 2013, 12:31:40
Der Handelskrieg hat begonnen:
Der Handelskrieg begann schon mit dem staatlich subventionierten Dumping der Chinesen. Also schon vor etwa 2 Jahren?

@superhaase,

das finde ich jetzt aber lustig: Sie werfen einen Staat vor, wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen zu haben, um eine Branche zu befeuern?

Warum darf das Deutschland, und China nicht?

Wenn ich mich Recht an die Anhörung seinerzeit - als es um die Absenkung der Förderung ging - erinnere, stammen die Maschinen zur Herstellung sogar aus Deutschland.

Wie subventioniert China die PV-Modul-Herstellung eigentlich? Hat da jemand ein Surftipp dazu?

Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 11. Juni 2013, 12:57:34
Zitat
...
Die von der EU getroffene Zollentscheidung wird jedoch nicht von allen europäischen Solarunternehmen und europäischen Photovoltaik-Verbänden uneingeschränkt mitgetragen. Viele haben sich öffentlich gegen Zölle ausgesprochen, da diese der europäischen Solarindustrie und der europäischen Wirtschaft als Ganzes schaden könnten.
...
Auch Merkel und Rößler haben sich so positioniert.
Ich glaube nicht, dass das was mit "wegducken" oder "kuschen" zu tun hat.
Es gibt zu manchen Problemen eben unterschiedliche Meinungen.
Wenn ich hier manche Argumentation höre, die von deutscher Großkotzigkeit nur so strotzt, dann können wir froh sein, dass diese nicht wirklich verantwortung tragen.
Die Geschichte wird zeigen, was hier geht und was nicht.
Auf jeden Fall sollte sich die Solarbranche nicht so wichtig nehmen, als ob der Weltfrieden davon abhängt, ob nun chinesiche oder deutsche oder sonstige Module verbaut werden.
Hätten wir kein Photovoltaik, dann müssten die 2 oder 3% eben anderweitig kommen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 11. Juni 2013, 13:00:29
Zitat
Wie subventioniert China die PV-Modul-Herstellung eigentlich? Hat da jemand ein Surftipp dazu?

Es heisst, sie würden den Produktionsfirmen derart günstige Darlehen z. Verfügung stellen, so dass die Firmen dann ohne EK und Zinszahlung produzieren können. Ist aber nur ein Gerücht, da offiziell nicht subventioniert wird.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 13:47:21
@superhaase,
das finde ich jetzt aber lustig: Sie werfen einen Staat vor, wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen zu haben, um eine Branche zu befeuern?
Warum darf das Deutschland, und China nicht?
Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Deutschland sind denn vergleichbar mit dem Subventionieren der chinesischen Hersteller durch nahezu unbegrenzte günstige Staatsbankenkredite in China, so dass diese über lange Zeit mit Dumpingpreisen auf dem Weltmarkt agieren können, ohne selbst pleite zu gehen?

Falls Sie auf das EEG anspielen: Das ist absolut neutral gegenüber allen Herstellern aus aller Herren Länder.

Viele hier haben scheinbar nicht verstanden, was Dumping bedeutet, und dass Dumping eine Praxis des unlauteren Wettbewerbs ist und deshalb zu Recht nicht geduldet ist. Hierzu gibt es Regelungen in der WTO.
Aber Dumping ist nicht nur international geächtet, auch im "kleineren" Rahmen auf nationalen Märkten (in Deutschland über das UWG).

Insofern haben auch die von internationalem Preisdumping betroffenen Unternehmen ein gewisses Rechtsschutzbedürfnis und können die Einleitung eines Anti-Dumpingverfahrens bei der EU-Kommission beantragen. Dies ist im Fall der PV-Industrie auch geschehen.
Man beachte, dass es eben gerade keine politische Entscheidung und auch keine Initiative von Politikern war, gegen das Dumping vorzugehen.
Die EU-Kommission hat dann nach mehrmonatiger Prüfung unter Mitwirkung eines Teils der chinesischen Unternehmen (die dazu ihre Daten offengelegt haben) das Bestehen von Preisdumping sachlich festgestellt. Es handelt sich also keinesfalls um einen willkürlichen Akt, sondern um eine fundierte Entscheidung.
Das Dumping als "nur ein Gerücht" zu bezeichnen, ist daher unsachlich und zeugt von wenig Ahnung.

Ich bin auch der Meinung, dass es ein Manko des EU-Anti-Dumping-Verfahrens und ein Indurstriestandortnachteil für Europa ist, dass nach 6 Monaten die politischen Führungen über die endgültige Einführung von Anti-Dumping-Zöllen entscheiden, und nicht z.B. der EuGH oder eine Instanz der WTO, bei denen eine sachlichere Entscheidung unbeeinflusst von politischen Druck und politischem Geplänkel wohl eher möglich wäre.

Betrachtet man die Dumping-Problematik sachlich und ohne Voreingenommenheit, so ist es auch völlig unangebracht, bei einer Entscheidung über eine Anti-Dumping-Maßnahme die mutmaßlich wegfallenden Arbeitsplätze bei der jeweiligen Entscheidung ja/nein gegeneinander aufzurechnen oder abzuwiegen. Dies spielt auch bei Anti-Dumping-Verfahren nach UWG vor deutschen Gerichten keine Rolle - darf es auch nicht.
Wo kämen wir denn hin, wenn wir unlautere oder illegale Geschäftspraktiken immer dann zulassen würden, weil dadurch vielleicht mehr Arbeitsplätze entstehen oder bewahrt werden könnten? Es wäre z.B. undenkbar, dass ein deutsches Gericht das erwiesene Preisdumping eines Elektronikherstellers durchgehen lassen würde, weil die "Geiz-ist-geil-Handelskette" argumentiert, dadurch entstünden im nachgelagerten Handel durch das größere Marktvolumen bei billigeren Geräten viel mehr Arbeitsplätze als bei dem einen oder anderen pleitegehenden Konkurrenten des Herstellers wegfallen.

Es ist auch völlig irrelevant, dass durch das Preisdumping der Endkunde einen Preisvorteil hat. Das darf in einem Anti-Dumping-Verfahren keine Rolle spielen.

Wenn ich hier manche Argumentation höre, die von deutscher Großkotzigkeit nur so strotzt, dann können wir froh sein, dass diese nicht wirklich verantwortung tragen.
Welche Argumentation strotzte denn von "deutscher Großkotzigkeit"?

Zitat
Auf jeden Fall sollte sich die Solarbranche nicht so wichtig nehmen, als ob der Weltfrieden davon abhängt, ob nun chinesiche oder deutsche oder sonstige Module verbaut werden.
Immerhin handelt es sich hier um das bisher größte Anti-Dumping-Verfahren der EU-Geschichte, bei dem es um Importe im Wert von über 21 Mrd. Euro pro Jahr geht.
Vom Weltfrieden hat bei der Solarbranche meines Wissens niemand gesprochen. Auch den Begriff "Handelskrieg" kam wohl nicht aus der europäischen Solarbranche.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 15:05:15
Ich habe die rechtliche Situation durchaus verstanden, aber die Frage ist doch was es bringt ein paar 1000 Arbeitsplätze zum Preis von einigen 100.000 Arbeitsplätzen zu retten.
Sie möchten also rechtliche Entscheidungen von einer Betrachtung des (vermeintlichen) volkswirtschaftlichen Gesamtnutzens abhängig machen?
Ich fände das nicht richtig.

Insbesondere finde ich es auch nicht richtig, eine rechtliche Entscheidung davon abhängig zu machen, ob die durch die Entscheidung bestrafte Partei dem Richter oder der klagenden Partei oder einem Dritten damit droht, Vergeltung zu üben und ihm an anderer Stelle Schaden zuzufügen.

Zitat
Wie ich schon schrieb haben die Chinesen selbst die Energiewende mit finanziert. Man kann es auch so sehen, dass die Chinesen uns die Module teilweise geschenkt haben. Dieser Meinung bin nicht nur ich. (http://www.techfieber.de/green/2013/06/05/solar-china-hat-energiewende-subventioniert-so-solar-hersteller-wirsol/)
Dass Wirsol hier als reiner Händler und Projektierer, der von billigen chinesischen PV-Modulen zu profitieren glaubt, so spricht, verwundert nicht.
Ist das relevant? In meine: Nein.
Wie oben schon erwähnt fragt in einem Anti-Dumping-Prozess vor deutschen Gerichten auch niemand danach, ob der Endkunde oder ein Zwischenhändler vom Preisdumping einen Vorteil hat. So ein Vorteil ist ja zwangsläufig immer gegeben - zumindest solange, wie das Preisdumping anhält, also bis z.B. der Konkurrent aus dem Markt gedrängt und eine Monopolstellung erreicht ist.
Der wirtschaftliche Nutzen eines nachgelagerten Marktteilnehmers, z.B. des Endkunden, spielt bei der Beurteilung eines Preisdumpings keine Rolle - darf es auch nicht, das wäre widersinnig und würde ja jedes Dumping generell gutheißen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 11. Juni 2013, 15:14:19
Viele hier haben scheinbar nicht verstanden, was Dumping bedeutet, .......

Es ist auch völlig irrelevant, dass durch das Preisdumping der Endkunde einen Preisvorteil hat. Das darf in einem Anti-Dumping-Verfahren keine Rolle spielen.
Nicht umsonst spielen schon die Pole verrückt. Verstanden, mit Verstand (?) was denn? ;D

Da sorgt sich unser Forenmitglied @superhaase um den lauteren Wettbewerb. Als Frontkämpfer der Solaristen befürwortet der den größten Wettbewerbseingriff aller Zeiten in Deutschland. Jedes Jahr werden dafür zweistellig Milliardenbeträge von den Verbrauchern abgezockt.

Da kämpft User @superhaase egoistisch und rücksichtslos wie immer diesmal für Antidumpingzölle, egal welche Schäden das bei anderen und der deutschen Volkswirtschaft insgesamt anrichtet. Hauptsache der Eigennutz ist gesichert.

Aber völlig unveständlich ist dabei, dass er als Solaristenvorkämpfer bei Durchsetzung der angekündigten EU-Zöllen damit die Solaranlagen massiv verteuern könnte. Das wäre dann wirklich mal eine wirksame PV-Bremse, die unsere Politiker nicht hinbekommen. So etwas nennt man dann auf der Solaristenseite Eigentor.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 15:36:01
Da sorgt sich unser Forenmitglied @superhaase um den lauteren Wettbewerb. Als Frontkämpfer der Solaristen befürwortet der den größten Wettbewerbseingriff aller Zeiten in Deutschland. Jedes Jahr werden dafür zweistellig Milliardenbeträge von den Verbrauchern abgezockt.
Der "größte Markteingriff aller Zeiten" in Form des EEG, den Sie hier meinen, also der GröMaZ, greift in einen Markt ein, der noch nie ein echter Wettbewerbsmarkt war, sondern von einem Oligopol beherrscht wurde und wird.
Außerdem geschah und geschieht der GröMaZ mit einem höheren Ziel, der das rechtfertigt, wobei der GröMaZ wenigstens zum Teil nur die schon immer bestehenden und noch andauernden Markteingriffe in Form der Subventionierung der konventionellen Stromerzeuger ausgleicht.

Zitat
Da kämpft User @superhaase egoistisch und rücksichtslos wie immer diesmal für Antidumpingzölle, egal welche Schäden das bei anderen und der deutschen Volkswirtschaft insgesamt anrichtet. Hauptsache der Eigennutz ist gesichert.
Ich habe durch Erhebung oder Nichterhebung der Zölle keine eigenen Vorteile oder Nachteile, keinen Eigennutz.
Andererseits könnte ich womöglich wirtschaftliche Nachteile haben, wenn wirklich die deutsche Autoindustrie durch einen ausufernden Handelskrieg mit China leiden würde.

Zitat
Aber völlig unveständlich ist dabei, dass er als Solaristenvorkämpfer bei Durchsetzung der angekündigten EU-Zöllen damit die Solaranlagen massiv verteuern könnte. Das wäre dann wirklich mal eine wirksame PV-Bremse, die unsere Politiker nicht hinbekommen. So etwas nennt man dann auf der Solaristenseite Eigentor.
Sehn'se, daran können sogar Sie erkennen, dass ich diese Sache abseits von Eigeninteresse diskutiere, ja sogar abseits eines Nutzens oder Interesses für die Durchsetzung der PV in Deutschland oder auf dem Weltmarkt.
Wie egn hier schon sagte, müsste man gegen die Schutzzölle sein, wenn man eine möglichst schnelle Verbreitung der PV ist, egal auf wessen Kosten.
Aber darum geht es eben in dem Anti-Dumping-Verfahren gerade nicht.

Ich habe mich im Gegensatz zu anderen auch schon seit Jahren dafür ausgesprochen, durch eine automatische Degressionsanpassung der PV-Einspeisevergütung den mittels Einspeisevergütung geförderten PV-Zubau in einen Zielkorridor zu bringen. Lange bevor man dies dann endlich auch in der letzten EEG-Reform gemacht hat.
Mir war nämlich schon immer auch an einer Berücksichtigung der dem Verbraucher aufgelasteten Kosten gelegen.
PV ohne Rücksicht auf andere und ohne Rücksicht auf die Kosten war nämlich noch nie mein Reden, auch wenn Sie mir das hier ständig unterstellen, lieber PLUS.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 11. Juni 2013, 17:19:33
Superhaase schreibt:
Zitat
Die Chinesen machen sich langsam lächerlich mit ihren Drohungen.

Man sollte sich da nicht gleich einschüchtern lassen, sondern vielleicht mal mit ernsthaften Drohungen gegenhalten. Auch mit Drohungen und Abschreckung läßt sich ein (Handels)-Krieg verhindern, mit ständiger Nachgiebigkeit dagegen nicht, das hat die Weltgeschichte gezeigt.

Es ist unvergleichlich naiv, zu glauben, man könne sich im wirtschaftlichen Wettbewerb mit China dadurch behaupten, dass man vor den Chinesen kuscht und jeden Streit mit ihnen vermeidet.
Die Chinesen werden alle ihre Interessen ohne Rücksicht auf andere durchsetzen - wer sich nicht wehrt, weil er vor chinesischen Drohungen Angst hat, der kann gleich den Löffel abgeben.

Zitat
Was sind in Europa denn bitteschön für Weicheier und Angsthasen am Werk?
Man muss sich angesichts des Lamentos und der vollen Hosen ja schon schämen - es beginnt schon zu riechen. ;)

Das ist eine Argumentation, die gerade uns deutschen nicht ansteht.
Die Zeiten sind vorbei, als man mit China noch nach Belieben umspringen konnte. Inzwischen ist China eine (Wirtschafts-) Weltmacht geworden!
Man muss vor den Chinesen nicht kuschen, aber vernünftig reden. Da sind Drohgebärden (und m.E. auch Strafzölle) wenig hilfreich.
Und wir in Deutschland sollten nicht so tun, als ob wir keine staatlichen Subventionen zahlen.
Es passt hier zum Thema: Befreiung von der EEG-Umlage und Stromsteuer. Begründung: Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Ach so, Deutschland ist natürlich nicht China.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 17:34:11
Das ist eine Argumentation, die gerade uns deutschen nicht ansteht.
Das kann ich nicht erkennen.
Wenn man die chinesische Wirtschaftspolitik der letzten Jahre verfolgt, dann kann man schon erkennen, wie vehement und erfolgreich die Chinesen ihre Interessen durchsetzen, leider oft auch mit Mitteln, die mit einem fairen Handel oder einem freien Markt nichts zu tun haben.
Wenn Europa sich da spalten lässt und nicht mit starker Stimme die eigenen Interessen vertritt, wird es untergebuttert werden.

Zitat
Die Zeiten sind vorbei, als man mit China noch nach Belieben umspringen konnte. Inzwischen ist China eine (Wirtschafts-) Weltmacht geworden!
Eben deshalb muss man aufpassen und die eigenen Interessen auch gegenüber China vertreten und durchzusetzen versuchen.
Sich von der inzwischen zweifellos vorhandenen Wirtschaftsmacht China ins Bockshorn jagen zu lassen, so dass die Chinesen mit Europa umspringen wie sie wollen, kann ja dann auch nicht das Ziel sein, oder?

Zitat
Man muss vor den Chinesen nicht kuschen, aber vernünftig reden. Da sind Drohgebärden (und m.E. auch Strafzölle) wenig hilfreich.
Die vorläufigen Strafzölle sind ein Druckmittel und eine Ausgangsbasis, um einen ernsthaften Verhandlungswillen der Chinesen überhaupt erst zu erreichen.
Oder glauben Sie, China hätte nur auf höfliches Bitten ohne jegliche Druckmittel und ohne jegliche Androhung von Konsequenzen das Dumping beendet? Dazu wäre ja schon Zeit gewesen und bisher hat China nichts dergleichen unternommen, sondern versucht, politisch Druck auszuüben, um das Anti-Dumping-Verfahren scheitern zu lassen. Bisher ja schon mit einigem Erfolg.
Es ist m.E. naiv, zu glauben, man könne von China Einsicht und Einlenken nur durch höfliches Bitten ohne jegliche Druckmittel erreichen.
Die Realität zeigt das Gegenteil.

Zitat
Und wir in Deutschland sollten nicht so tun, als ob wir keine staatlichen Subventionen zahlen.
Es passt hier zum Thema: Befreiung von der EEG-Umlage und Stromsteuer. Begründung: Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Ach so, Deutschland ist natürlich nicht China.
Auch diese Subventionen sind Gegenstand einer Untersuchung vor einer EU-Komission.
Meiner Meinung nach wenigstens teilweise zu Recht.

Außerdem: Nicht jede Subvention führt zu Dumping, und nicht jede Subvention ist nach WTO oder EU-Recht unzulässig bzw. unfair.
Auch da darf man nicht alles in einen Topf werfen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 11. Juni 2013, 17:36:14
Es passt hier zum Thema: Befreiung von der EEG-Umlage und Stromsteuer.
@Stromfraß, ja das passt und gerade auch das Thema Steuern, EEG-Umlage und Steuern zahlen die "normalen" Verbraucher, die Stromsteuer ist der kleinste Teil. Siehe weiter unten, alleine 7 Mrd.€ "Mehrwert"-Steuer! Zunächst,
Ich habe mich im Gegensatz zu anderen auch schon seit Jahren dafür ausgesprochen, durch eine automatische Degressionsanpassung der PV-Einspeisevergütung den mittels Einspeisevergütung geförderten PV-Zubau in einen Zielkorridor zu bringen. Lange bevor man dies dann endlich auch in der letzten EEG-Reform gemacht hat. Mir war nämlich schon immer auch an einer Berücksichtigung der dem Verbraucher aufgelasteten Kosten gelegen.
@Superhaase, nicht was bei Ihnen,  "im Gegensatz zu anderen nämlich schon immer gelegen war", zählt. Es zählen die Auswirkungen der Politik, die Sie propagiert haben. Aktuell:

Wunsch
Der Zielkorridor, besser Zubaukorridor genannt, bezeichnet den im EEG gewollte jährlichen PV-Zubau von 2.500 bis 3.500 MWp Gesamtleistung.

Wirklichkeit
Aufgrund der Förderung und der Renditeaussichten, bei zwanzig Jahre langer Einspeisegarantie zu Garantiepreisen, hat der Zubau im Jahr 2012 mit 7.600 Megawatt (MW) wieder einen neuen deutschen (Welt)-Rekord aufgestellt. Der PV-Zubau für den Zeitraum Januar bis April 2013 liegt nach den Zahlen der Bundesnetzagentur schon wieder bei 1.144 Megawatt.

In Deutschland sind bereits 34 Gigawatt PV-Leistung installiert. Es ist ein Irrsinn, diesen milliardenschweren Unfug nur mit einen Cent weiter zu fördern.

Der Verbraucher zahlt und zahlt. Aber klar, für die Politik ist das EEG in vieler Hinsicht ein Selbstläufer. Daran wird man ohne deutlich mehr Druck durch die Verbraucherorganisationen nichts ändern. Minister Altmaier braucht da Unterstützung! Man hat ja ständig steigende Steuereinahmen ohne jede Gesetzesänderung.  Aus dem "EEG-Mehrwert" sollen es schon 7 Milliarden Euro sein:
"Der Staat sollte den Stromverbrauchern, die ohnehin die steigende EEG-Umlage bezahlen müssen, nicht auch noch die darauf entfallenen Mehreinnahmen der Mehrwertsteuer für den allgemeinen Haushalt abnehmen, sondern sie zweckgebunden verwenden, um die Energiewende voranzutreiben" sagte die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller der F.A.Z.

Nach Berechnungen ihres Verbands haben sich alleine die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, die Bund und Länder mit derzeit 19 Prozent auf die 2000 reformierte EEG-Umlage erheben, bis Ende 2012 auf 6,2 Milliarden Euro summiert. Einen unveränderten Stromverbrauch vorausgesetzt, käme dieses Jahr nochmals gut eine Milliarde Euro hinzu.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 17:54:27
Ich habe mich im Gegensatz zu anderen auch schon seit Jahren dafür ausgesprochen, durch eine automatische Degressionsanpassung der PV-Einspeisevergütung den mittels Einspeisevergütung geförderten PV-Zubau in einen Zielkorridor zu bringen. Lange bevor man dies dann endlich auch in der letzten EEG-Reform gemacht hat. Mir war nämlich schon immer auch an einer Berücksichtigung der dem Verbraucher aufgelasteten Kosten gelegen.
@Superhaase, nicht was bei Ihnen, " "im Gegensatz zu anderen nämlich schon immer gelegen war", zählt. Es zählen die Auswirkungen der Politik, die Sie propagiert haben. Aktuell:

Wunsch
Der Zielkorridor, besser Zubaukorridor genannt, bezeichnet den im EEG gewollte jährlichen PV-Zubau von 2.500 bis 3.500 MWp Gesamtleistung.

Wirklichkeit
Aufgrund der Förderung und der Renditeaussichten, bei zwanzig Jahre langer Einspeisegarantie zu Garantiepreisen, hat der Zubau im Jahr 2012 mit 7.600 Megawatt (MW) wieder einen neuen deutschen (Welt)-Rekord aufgestellt.
Eben das ist aber nicht eine Auswirkung der Politik, die ich propagiert habe.
Die von mir propagierte EEG-Politik hätte diesen starken Zubau erst gar nicht entstehen lassen und die Kosten schon früher gedämpft, bzw. sie hat den Ausbau wie man jetzt sieht eben wieder reduziert.

Ihre Behauptung ist also ganz offensichtlich falsch.

Zitat
Der PV-Zubau für den Zeitraum Januar bis April 2013 liegt nach den Zahlen der Bundesnetzagentur schon wieder bei 1.144 Megawatt.
1,144 GWp in 4 Monaten macht etwa 3,4 GWp in 12 Monaten.
Das läge genau im Zielkorridor von 2,5 bis 3,5 GWp.
Dann wirkt das aktuelle EEG doch genau wie geplant.
Gut so.
Sofern der PV-Ausbau in einem Quartal wieder zu groß wird, so dass hochgerechnet die 3,5 GWp/Jahr überschritten werden, wird ja die Einspeisevergütung wieder automatisch schneller abgesenkt.
Genau dieser automatische Regelmechanismus sorgt für eine sichere Kostenbegrenzung.
Alles ist gut.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 11. Juni 2013, 18:19:35
Gut so.
Alles ist gut.
Nichts ist gut! Es folgt ja keine Korrektur, es geht ohne Pause weiter. Dächer und Landschaften sind schon im Übermaß mit diesem Schrott vollgepflastert und es geht weiter so. Für Innovationen ist kein Geld da und bald auch kein Platz mehr.
 
Warum sollen wir Verbraucher diesen Unfug auch noch widerstandslos mit Zwangsumlage, zusätzlichen Netz- und Ersatzkraftwerke-Speicherkosten und Mehr"wert"steuern finanzieren?!
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 11. Juni 2013, 19:04:29
Gut so.
Alles ist gut.
Nichts ist gut! Es folgt ja keine Korrektur, es geht ohne Pause weiter.
Warum leugenen Sie die inzwischen erfolgreiche Korrektur bei der PV-Förderung, die die Überförderung endgültig beseitigt und ein Förderungsende bei 52 GWp festgeschrieben hat?
Ihre Behauptung ist also wieder einmal (absichtlich?) falsch.
Und ihre falschen Behauptungen wiederholen Sie ständig, obwohl Ihnen die Unrichtigkeit schon mehrfach aufgezeigt wurde.
Wollen Sie hier absichtlich Lügen verbreiten?

Zitat
Dächer und Landschaften sind schon im Übermaß mit diesem Schrott vollgepflastert und es geht weiter so. Für Innovationen ist kein Geld da und bald auch kein Platz mehr.
Auch das ist beides falsch.
Es gibt noch sehr viel Potential für den weiteren PV-Ausbau allein auf Dächern weit über die Förderungsgrenze von 52 GWp hinaus.
Ich denke, wir werden langfristig wohl über 200 GWp installierte PV-Leistung allein in Deutschland sehen.
PV gehört m.E. sowieso nur noch auf Dächer. Keine Förderung von Freilandanlagen mehr! Schreib ich hier auch schon seit längerem.
 
Zitat
Warum sollen wir Verbraucher diesen Unfug auch noch widerstandslos mit Zwangsumlage, zusätzlichen Netz- und Ersatzkraftwerke-Speicherkosten und Mehr"wert"steuern finanzieren?!
Weil zu diesem "Unfug" und zu dem "Unfug der Windkraftwerke" keine nachhaltige Alternative in Sicht ist, und ein Umbau der Energieversorgung hin zur Nachhaltigkeit nicht nur zwecks Umweltschutz, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich ist und inzwischen auch höchste Eile geboten ist, wie die Internationale Energieagentur IEA hier (http://www.sueddeutsche.de/wissen/bericht-der-internationalen-energieagentur-erderwaermung-erreicht-gefaehrliche-schwelle-1.1693119) sagt:

Zitat
Die Regierungen müssten nun den Druck erhöhen, forderte die IEA. Der Energieverbrauch müsse mit Verbesserungen bei der Effizienz deutlich gesenkt werden, sagte Birol. Fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl müssten noch stärker durch CO2-freie Energien ersetzt werden. Auch der Bau schadstoffreicher Kraftwerke und die Subventionierung fossiler Brennstoffe müsse gestoppt werden. Noch sei eine Umkehr möglich, so Birol. Viel Zeit aber bleibe nicht. Und: Je mehr verstreiche, desto teurer werde der Umbau. Schon jetzt seien bis 2020 Kosten von 1,5 Billionen Dollar absehbar. Das ist viel, weiß auch Birol. Doch Abwarten sei noch teurer. Schon in ein paar Jahren werde der Kampf gegen den Klimawandel bis zu fünf Billionen Dollar kosten.

Oder hätte Sie mal eine Alternative parat, also eine konstruktive Kritik.
Wohl nicht. Das wäre ja auch das erste Mal.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 11. Juni 2013, 20:42:15
Wollen Sie hier absichtlich Lügen verbreiten?
@superhaase, Sie sind mal wieder kräftig dabei jede Grenze zu sprengen. Man sollte mit Ihnen keine Diskussion führen.
Es gibt noch sehr viel Potential für den weiteren PV-Ausbau allein auf Dächern weit über die Förderungsgrenze von 52 GWp hinaus.
Ich denke, wir werden langfristig wohl über 200 GWp installierte PV-Leistung allein in Deutschland sehen.
Sie merken schon überhaupt nicht mehr wie Sie sich selbst widersprechen. Wenn das so ist, dann ist jeder Cent Förderung so überflüssig wie ein Kropf. Die 52 GWp sind auch ohne Förderung noch schnell genug erreicht. Da müssen nicht die Verbraucher auch noch dafür bluten.

Es ist so! Für den Schrott auf den Dächern und in der Landschaft wurden bereits dreistellige Milliarden an Euros zu Lasten der Verbraucher verschwendet. Die Folgekosten kommen dazu! Das Geld ist ausgegeben, die Kosten müssen bezahlt werden. Das Geld steht nicht mehr für wirkliche EE-Innovationen zur Verfügung und da stehen wir erst ganz am Anfang. Die garantierte Einspeisung und die garantierte Vergütung bindet den Schrott auch noch zwanzig Jahre, wenn er solange Strom liefert.   Wer da in Europa auf lange Sicht im Vorteil ist, wird sich erst noch erweisen.  Die deutschen Solaristen und Energiewender sollten sich da mit ihrer Überheblichkeit ohnehin zurückhalten. Wer mit seinen diversen unkoordinierten Truppen sein Pulver so vorzeitig und chaotisch in die Luft ballert wie das hier gschieht, macht zwar einen tollen Wirbel, er wird den Wettlauf um die Energiewende so kaum gewinnen. 
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: egn am 12. Juni 2013, 08:51:45
@PLUS:
Das Geld ist nicht verschwunden, es hat nur ein Anderer.

@Superhaase:
Ich bestreite doch nicht dass Anti-Dumping Zölle berechtigt sind. Aber ich sage, man muss nicht unbedingt auf seinem Recht bestehen, wenn man dadurch keine volkswirtschaftlichen Vorteile hat, im Gegenteil sogar riesige Nachteile.

Ohne das Dumping durch die Chinesen wäre die anteilige EEG-Umlage pro installierten kWp bestimmt um 20-30 % höher. Das spart der deutschen Volkswirtschaft Milliarden. Das wird durch irgendwelche Strafzölle bei weitem nicht ausgeglichen.

Die Einnahmen aus den Strafzöllen kommen bestimmt nicht der Energiewende zugute. Die Strafzölle werden dann auch nicht von den Chinesen bezahlt, sondern von den Bürger, die in solche Anlagen investieren. Mit Strafzöllen wird als Kapital von EE-Investoren abgezweigt und landet dann im Bundeshaushalt.

Die Schäden, die in anderen Wirtschaftszweigen durch Sanktionen der Chinesen verursacht werden, sind dabei noch gar nicht eingerechnet.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 12. Juni 2013, 11:00:56
@Superhaase:
Ich bestreite doch nicht dass Anti-Dumping Zölle berechtigt sind. Aber ich sage, man muss nicht unbedingt auf seinem Recht bestehen, wenn man dadurch keine volkswirtschaftlichen Vorteile hat, im Gegenteil sogar riesige Nachteile.
Ob es wirklich zu riesigen Nachteilen kommt, ist doch gar nicht sicher.
Ich denke, es wird weder der europöische Solarmarkt kollabieren, noch werden die Chinese und die Europäer wirklich einen sich aufschaukelnden Handelskrieg anzetteln - wie schon vielerseits geäußert können und wollen sich das beide Seiten gar nicht leisten.
Die Chinesen sind zwar agressiv und rücksichtslos beim Durchsetze ihrer Interessen (wie die EU z.B. auch im Agrarbereich), aber nicht dumm. Sie können schon noch unterscheiden zwischen der Wirkung von Drohungen, die ihnen nur nützen und nicht schaden kann, und der Wirkung einer Realisierung von Drohungen, die ihnen selbst mehr schadet als nützt.

Der entscheidende Punkt bei der Zollentscheidung ist allerdings, dass Anti-Dumping-Zölle nicht zum Schutz oder Vorteil einer Volkswirtschaft erhoben werden, sondern zum Schutz einzelner Rechtspersönlichkeiten (Unternehmen), die sich wegen des Dumpings beschwert und das Verfahren angestoßen haben.
Die Bundesrepublik Deutschland ist eigentlich nicht Partei in diesem Dumpingverfahren, auch nicht die Volksrepublik China.
Die beteiligten Streitparteien sind europäische Solarfirmen und chinesische Solarfirmen.
Daher ist es auch nicht das Recht Deutschlands, auf den Zöllen zu bestehen oder diese abzulehnen. Besser gesagt, es sollte nicht das Recht Deutschlands sein.

Es ist aber das gute Recht der europäischen Solarfirmen, die Partei in dem Verfahren sind, auf ihrem Recht zu bestehen.
Wenn ihr Rechtsschutzbedürfnis nicht beachtet wird, ist das kein gutes Signal für den Investitionsstandort Europa.
Das bedeutet dann nämlich, dass man es sich als Investor zehnmal überlegen sollte, ob man in Europa noch Fabriken errichtet und Arbeitsplätze schafft, wenn diese dann ohne jegliche Gegenwehr einem außereuropäischen Preisdumper geofpert werden. Auch europäische Banken werden sicher nicht freizügiger mit Krediten werden, wenn in Europa kein Schutz vor internationalem Dumping gewährt wird. Es gehen ja nicht nur Arbeitsplätze den Bach runter, sondern auch eine Menge Eigenkapital und Fremdkapital.

Wie ich schon dargestellt habe, halte ich das hinsichtlich der Attraktivität für Industrieinvestitionen durchaus für einen Standortnachteil Europas, dass sich Europa (und insbesondere Deutschland) hier von den Chinesen erpressen und am Nasenring durch die Manege ziehen lassen wollen.
Die nächste Zukunftstechnologie wird es in Europa außerordentlich schwer haben, an Kapital zu kommen. Man wird wohl dann Produktionsstandorte lieber gleich in China errichten, dort sind die Investitionen sicherer, weil China diese verteidigt.

Deshalb finde ich es auch nicht angebracht, wie schon gesagt, dass nach 6 Monaten die politischen Führungen in Europa über die endgültige Einführung von Zöllen für 5 Jahre entscheiden, und nicht eine neutrale bzw. gerichtliche Instanz der EU oder besser der WTO. Hier werden Rechtschutzbedürfnisse von Unternehmen (fairer Handel) auf dem Altar politischer Kurzsichtigkeit und politischer Erpressung geopfert.

Es gibt noch sehr viel Potential für den weiteren PV-Ausbau allein auf Dächern weit über die Förderungsgrenze von 52 GWp hinaus.
Ich denke, wir werden langfristig wohl über 200 GWp installierte PV-Leistung allein in Deutschland sehen.
Sie merken schon überhaupt nicht mehr wie Sie sich selbst widersprechen. Wenn das so ist, dann ist jeder Cent Förderung so überflüssig wie ein Kropf. Die 52 GWp sind auch ohne Förderung noch schnell genug erreicht. Da müssen nicht die Verbraucher auch noch dafür bluten.
Dass Sie den Sinn und Zweck der EEG-Förderung als Anschubfinanzierung nicht verstehen können/wollen, ist bekannt.
Es ist wohl sinnlos, es Ihnen zum hundersten Male zu erklären.  ::)

Zitat
Es ist so! Für den Schrott auf den Dächern und in der Landschaft wurden bereits dreistellige Milliarden an Euros zu Lasten der Verbraucher verschwendet. Die Folgekosten kommen dazu! Das Geld ist ausgegeben, die Kosten müssen bezahlt werden. Das Geld steht nicht mehr für wirkliche EE-Innovationen zur Verfügung und da stehen wir erst ganz am Anfang. Die garantierte Einspeisung und die garantierte Vergütung bindet den Schrott auch noch zwanzig Jahre, wenn er solange Strom liefert.   Wer da in Europa auf lange Sicht im Vorteil ist, wird sich erst noch erweisen.  Die deutschen Solaristen und Energiewender sollten sich da mit ihrer Überheblichkeit ohnehin zurückhalten. Wer mit seinen diversen unkoordinierten Truppen sein Pulver so vorzeitig und chaotisch in die Luft ballert wie das hier gschieht, macht zwar einen tollen Wirbel, er wird den Wettlauf um die Energiewende so kaum gewinnen.
Wieder einmal schreiben Sie wirres Zeug und differenzieren nicht zwischen der (inzwischen beseitigten) Überförderung der PV in Deutschland, die hier jeder kritisiert hat, und dem grundsätzlichen Sinn der EEG-Förderung in der Vergangenheit und auch der Gegenwart.
Die weitere EEG-Förderung der PV wird kaum noch Kosten verursachen, der Förderungsdeckel wird wohl schon 2015 erreicht und bis dahin wird wegen zunehmendem Eigenverbrauch ein immer kleinerer Teil des Stroms der zugebauten PV-Anlagen eingespeist und gefördert werden.
Die von Ihnen immer geschmähte Netzparität hat den vorausgesagten Effekt und das Fördervolumen für PV-Neuanlagen läuft trotz weiterem und bald wohl wieder steigendem PV-Zubau in den nächsten 2-3 Jahren schnell aus.
Dieser gleitende Übergang ist wichtig, um einen schonenden und nicht abrupten Übergang zum förderungslosen PV-Markt zu schaffen, der ein Abwürgen der Entwicklung nach sich ziehen würde.
 
Aus Ihnen sprudelt der Hass auf einen von Ihnen auserkorenen Sündenbock PV so heftig heraus, dass Sie nicht mehr klar denken können.
Sie sollten zu diesem Thema vielleicht keine Beiträge mehr schreiben, solange Sie sich nicht beruhigen und sachlich argumentieren können. Sie machen sich mit ihrem polemischen Geschimpfe gegen die "Solaristen und Energiewender" jedenfalls nicht glaubwürdiger.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 12. Juni 2013, 11:32:01
Sie sollten zu diesem Thema vielleicht keine Beiträge mehr schreiben, solange Sie sich nicht beruhigen und sachlich argumentieren können. Sie machen sich mit ihrem polemischen Geschimpfe gegen die "Solaristen und Energiewender" jedenfalls nicht glaubwürdiger.
@superhaase, Sie und die Sachlichkeit, gibt es eine größere Differenz? Vielleicht beruhigen Sie sich mal selbst und schreiben besser nichts mehr zum Thema.

Geschenkt, Ihr alte abgenutzte Leier. Wer glaubt denn noch diesen unglaubwürdigen Prognosen (Märchenerzählungen)?  Langsam merkt der Letzte, vielleicht außer Ihnen, dass das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat!

Was ist unglaubwürdiger: Zur Erinnerung - Prognose 12/2010 (http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/AEE_Prognose_EEG-Umlage_dez10.jpg) ... ----> - Prognose 1/2009 (http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/Entwicklung_EEG_Umlage.jpg)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 12. Juni 2013, 12:59:09
Geschenkt, Ihr alte abgenutzte Leier. Wer glaubt denn noch diesen unglaubwürdigen Prognosen (Märchenerzählungen)?  Langsam merkt der Letzte, vielleicht außer Ihnen, dass das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat!
Sie bezeichnen also das aktuell geltende EEG mit dem Förderungsdeckel für PV bei 52 GWp und der automatischen Degressionanpassung als Märchenerzählung, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat?

Sie spielen heute wieder das Kasperle, gell?  ;D
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 12. Juni 2013, 13:27:56
Sie bezeichnen also das aktuell geltende EEG mit dem Förderungsdeckel für PV bei 52 GWp und der automatischen Degressionanpassung als Märchenerzählung, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat?

Sie spielen heute wieder das Kasperle, gell?  ;D
Mit dem Erreichen der 52 GWp ist weder die Energiewende geschafft noch ist die Preistreiberei durch diesen PV-Förderunfug beendet.

PV bleibt unter den gegebenen Bedingungen noch lange ein Preistreiber. Leider werde ich Sie wieder zur gegebenen Zeit, wie bisher, an Ihre falschen "Prognosen" erinnern müssen. Es ist bis jetzt nicht erkennbar, wann das wirklich ein Ende hat. Wie weit soll denn der Preis noch steigen? Solarweltmeisterschaft und Strompreisweltmeisterschaft sind keine erstrebenswerten Ziele. Darum geht es nicht. Es geht um die Energiewende, das ist etwas anderes. Die gesamten Auswirkungen werden, wie gehabt, immer weiter von Solaristen wie Sie es sind, mit Märchenerzählungen verschleiert und wo immer Sie glauben, dass es geht, auch noch bis zuletzt geleugnet.


Sie verkennen sich: Das Kasperletheater mit der Solarzauberkiste führen Sie hier seit Jahren auf @superhaase.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 12. Juni 2013, 14:18:28
Mit dem Erreichen der 52 GWp ist weder die Energiewende geschafft noch ist die Preistreiberei durch diesen PV-Förderunfug beendet.
Niemand hat behauptet, dass damit die Energiewende geschafft wäre.
Aber mit Erreichen des Förderungsdeckels bei 52 GWp ist das Ende der Anschubfinanzierung für den PV-Ausbau geschaftt und der weitere Ausbau erfolgt dann ohne Förderung, weil die PV die Wettbewerbsfähigkeit erreicht hat.
Das wollen Sie doch nicht bestreiten?

Damit steht eine wichtige und kostengünstige Säule der zukünftigen nachhaltigen Stromversorgung zur Verfügung, es ist also damit ein wichtiger Teil der Energiewende geschafft.

Auch weitere Preisanstiege durch den PV-Zubau wird es dann nicht mehr geben, und die 20 Jahre garantierten EEG-Zahlungen an die alten PV-Anlagen werden ab etwa 2025 spürbar reduziert nach und nach bis 2035 komplett auslaufen.

Sie erzählen also wieder einmal Unfug, wenn Sie sagen, dass kein Ende in Sicht sei.

Zitat
PV bleibt unter den gegebenen Bedingungen noch lange ein Preistreiber. Leider werde ich Sie wieder zur gegebenen Zeit, wie bisher, an Ihre falschen "Prognosen" erinnern müssen. Es ist bis jetzt nicht erkennbar, wann das wirklich ein Ende hat.
Preistreiber im Sinne weiterer Erhöhungen des Strompreises bleibt die PV nur noch in geringem Umfang bis etwa 2015, dann wird wie erwähnt der geltende Förderungsdeckel erreicht sein.

Zu behaupten, die PV bleibe noch lange ein Preisteiber, entbehrt also jeder Grundlage.
Das habe ich Ihnen doch auch weiter oben schon mal erläutert.
Der aktuelle PV-Zubau ist zurückgegangen und die PV-Einspeisevergütungen sinken rapide im monatilichen Rythmus. Immer mehr PV-Strom von Neuanlagen wird überhaupt nicht mehr gefördert, sondern für den Eigenverbrauch erzeugt. Die weiteren Preiserhöhungen aufgrund von PV-Zubau werden also sehr gering sein.

Ihre Behauptungen entbehren jeder Grundlage. Sie versuchen ja nicht einmal, diese von mir dargelegten Fakten und Argumente zu sachlich anzugreifen, sondern stellen wie ein trotziges kleines Kind immer nur dagegen, dass alle Prognosen angeblich nicht stimmen werden.
Wen wollen Sie mit so einer inhaltsleeren Argumentation überzeugen?

Zitat
Solarweltmeisterschaft und Strompreisweltmeisterschaft sind keine erstrebenswerten Ziele. Darum geht es nicht.
Ich wüsste auch nicht, wer das als Ziel ausgerufen hätte. So ein Blödsinn.  ::)

Zitat
Die gesamten Auswirkungen werden, wie gehabt, immer weiter von Solaristen wie Sie es sind, mit Märchenerzählungen verschleiert und wo immer Sie glauben, dass es geht, auch noch bis zuletzt geleugnet.
Konkret bitte:
Welchen Auswirkungen werden von mir verschleiert oder geleugnet?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 12. Juni 2013, 15:03:16
@superhaase, Ihren Unverschämtheiten sollte man nicht mehr antworten. Aber man kann Ihre Solaristenweisheiten so nicht stehen lassen. Ihre Behauptung ist falsch, der unzuverlässige und nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stehende PV-Strom ist nicht wettbewerbsfähig, auch nicht nach Erreichen des sogenannten Förderdeckels.

Auch sind damit die Belastungen für die Stromverbraucher noch lange nicht beendet. PV-Strom in unseren Breiten und bei unseren Voraussetzungen verursacht neben dem unwirtschaftlichen Aufwand noch enormen Zusatz- und Ergänzungsaufwand. Sie setzen Ihre schwammige Netzparität und den Eigenverbrauch gleich mit Wettbewerbsfähigkeit. Das ist schlichter und grober Unfug.

Der Eigenverbraucher setzt sich ab und zahlt nicht mehr. Eigenverbraucher  beteiligen sich nicht mehr an den Kosten der Infrastruktur, für die Versorgungssicherheit (Netze, Speicher, Ersatzkraftwerke ...) und sie beteiligen sich nicht mehr an all dem, was sonst noch mit den öffentlich-rechtlichen Steuern und Abgaben auf den Strom finanziert wird. Das wird durch Andere ersetzt werden müssen! Ist das so schwer zu verstehen? Aus diesem und weiteren Gründen ist diese mit dem EEG manifestierte und ausgestaltete Energiewende nicht nur unsozial und ungerecht, sie ist verfassungwidrig.

Andere versuchen mit queren Konstrukten sich von den Verpflichtungen abzusetzen. Hier wird ja eben im Forum kräftig ein Hamburger Beispiel auseinandergenommen. Im Ergebnis und der Auswirkung  ist das im Vergleich mit dem PV-Eigenverbrauch Jacke wie Hose.

Nochmal zum Mitschreiben, Aufwand und Kosten für die deutsche Energieversorgung und gewollten Energiewende verschwinden durch den Eigenverbrauch nicht, sie müssen nach den heutigen Bedingungen vom Rest der nicht privilegierten Stromverbraucher aufgebracht werden. Der Eigenverbraucher ist nicht autark und wird auf die Versorgungssicherheit nicht verzichten können.  Er trägt dazu aber gemessen am Eigenverbrauch nichts mehr dazu bei. Für den Rest der Verbraucher steigen die sowieso überhöhten Strompreise so zusätzlich weiter. Ist das so schwer zu begreifen?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 12. Juni 2013, 15:28:25
... der unzuverlässige und nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stehende PV-Strom ist nicht wettbewerbsfähig, auch nicht nach Erreichen des sogenannten Förderdeckels.
Auch sind damit die Belastungen für die Stromverbraucher noch lange nicht beendet. PV-Strom in unseren Breiten und bei unseren Voraussetzungen verursacht neben dem unwirtschaftlichen Aufwand noch enormen Zusatz- und Ergänzungsaufwand. Sie setzen Ihre schwammige Netzparität und den Eigenverbrauch gleich mit Wettbewerbsfähigkeit. Das ist schlichter und grober Unfug.
Wettbewerbsfähig ist der Solarstrom dann, wenn PV-Kraftwerke ohne Förderung gebaut und wirtschaftlich betrieben werden können.
Dies tritt gerade nach Erreichen der Netzparität schrittweise ein.

Wenn also jemand sich freiwillig und ohne jegliche Förderung eine PV-Anlage errichtet, um damit Gewinn zu erwirtschaften, dann beweist das Wettbewerbsfähigkeit - was sonst?

Sie brauchen das nicht mehr zu leugnen, die Realität zeigt schon heute, dass dies zutrifft.
Sicherlich werden Sie weiterhin bei Ihrer Behauptung bleiben und schreien: "Nein, nein, nein! 1 + 1 ist nicht 2! Nein, nein, nein, ich will nicht, dass 1 + 1 gleich 2 ist!"  ::)

"Unzuverlässig und nicht bedarfsgerecht", wie Sie die unstetige Verfügbarkeit gerne nennen, ist leider auch der Windstrom, er ist sogar noch unzuverlässiger und noch weniger Bedarfsgerecht als Solarstrom. Im Übrigen ergänzen sich diese wenigstens teilweise antizyklisch, so das durch Nutzung beider Quellen der Speicher- und Netzbedarf reduziert wird.
Nun haben wir in Deutschland leider nur Wind und Sonne als erneuerbare Energiequellen mit ausreichend großem Potential für eine nachhaltige Stromversorgung. Wir sind ganz offensichtlich darauf angewiesen.
Oder was schlagen Sie als Alternative vor?
Nennen Sie doch einmal eine nachhaltige Energiequelle für Deutschland, die die von Ihnen angeprangerten Nachteile nicht aufweist und ausreichend zur Verfügung steht!

Das ist ja gerade die Krux mit Ihnen, dass Sie gegen alles wettern, ohne jemals auch nur eine Alternative zu nennen oder eine konstruktive Kritik zu äußern. So etwas nennt man Querulantentum, ist Ihnen das bewußt?

Zitat
Nochmal zum Mitschreiben, Aufwand und Kosten für die deutsche Energieversorgung und gewollten Energiewende verschwinden durch den Eigenverbrauch nicht, ...
Auch das ist falsch.
Durch Eigenverbrauch vieler kleiner Stromerzeuger (der jetzt schon beginnend mit lokalen Speichern ergänzt wird) wird der Aufwand für das Gesamtnetz und für die Sicherung der Stromversorgung auf jeden Fall geringer.

Und zu Ihrem schon x-mal gebrachten Argument der "Verabschiedung der Eigenverbraucher von der Finanzierung der Energiewende bzw. der Infrastrukturen":
Ich habe Ihnen schon oft erklärt, dass das zugegebenermaßen ein scheinbarer Nachteil des Eigenverbrauchs ist. Aber eben nur ein scheinbarer, weil er nicht unvermeidbar ist und ganz leicht beseitigt werden kann.
Sie erinnern sich, wie dieser Nachteil beseitigt werden kann?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 12. Juni 2013, 18:46:12
Es sollte nun langsam Schluss sein mit dem Hin und Her zwischen PLUS und superhaase; es nervt nur noch.
Es gibt Dinge, da kann man ewig drüber diskutieren und wird nichts ändern. Und es gibt Dinge, da kann man drüber diskutieren, in der Hoffnung, etwas zu ändern.
Und es gibt Dinge, da muss man diskutieren, weil nur so eine Änderung möglich ist.
Was nun das Thema "Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen" anbelangt, kann sich jeder seine Gedanken machen, was von dem oben Gesagten zutrifft.
Titel: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: superhaase am 13. Juni 2013, 13:04:02
IHS (Englewood, Colorado, USA) hat eine neue Studie veröffentlicht, laut der die Antidumping-Zölle der EU auf Photovoltaik-Importe aus China im Jahr 2013 zu einem Rückgang des europäischen PV-Marktvolumens von 12,9 GW um 1,3 GW auf 11,6 GW führen werden.
Der Rückgang ist gleichbedeutend mit einem angenommenen Sinken der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2013 um knapp 20%.

Siehste hier. (http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2013/kw24/ihs-antidumping-zoelle-werfen-den-europaeischen-photovoltaik-markt-noch-weiter-zurueck-weltweite-nachfrage-steigt-auf-35-gw.html)

Das bedeutet also einen durch die Strafzölle bedingten Rückgang der europäischen PV-Nachfrage in 2013 von lediglich 10%.
Selbst wenn man annimmt, dass die nicht-chinesischen und vor allem die europäischen Hersteller nicht in der Lage sind, durch bessere Preise diesen Nachfragerückgang wieder allmählich auszugleichen, würde also der PV-Markt in Europa auch 2014 durch die Strafzölle lediglich um etwa 20% reduziert im Vergleich zu einem Markt ohne Zölle.

Wie ich schon dauernd sagte, ist ein starker Einbruch oder gar Kollaps des europäischen PV-Marktes wegen der Strafzölle mit einem Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Solarbranche völlig unrealistisch.
Auch in den USA haben die Strafzölle nicht zu einem Einbruch des PV-Marktes geführt, vielmehr ist dort der PV-Markt seitdem trotz der Zölle deutlich gewachsen.

Ich glaube sogar, dass es diese Nachfragesenkung um 20% gar nicht geben wird, sondern dass diese geringer ausfällt. Die europäischen Hersteller haben derzeit eine so geringe Auslastung ihrer Produktionsanlagen, dass einge davon allein durch die Übernahme chinesischer Marktanteile und die damit einhergehende höhere Auslastung ihrer Kapazitäten in die schwarzen Zahlen kommen können, ohne ihre aktuellen Preise zu erhöhen. Das wird den Preisanstieg gering halten und daher auch den Nachfragerückgang bremsen.
Wir werden es sehen.
Die große Katastrophe ist jedenfalls erst mal abgeblasen.
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: PLUS am 13. Juni 2013, 18:51:21
Wie ich schon dauernd sagte, ist ein starker Einbruch oder gar Kollaps des europäischen PV-Marktes wegen der Strafzölle mit einem Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Solarbranche völlig unrealistisch.
...
Die große Katastrophe ist jedenfalls erst mal abgeblasen.
Es geht wohl kaum "nur" um die Solarbranche! Nicht soviel aufblasen, weiter schon gar nicht!  Die "Katastrophe" mit Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft in Deutschland ist bis jetzt noch nicht abgeblasen!

Kommentare zum "Solarmodul"-Handelsstreit (http://meta.tagesschau.de/id/74016/handelsstreit-eu-beschwert-sich-ueber-chinesische-zoelle#comment-1065970) 
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: superhaase am 13. Juni 2013, 19:04:02
Es geht wohl kaum "nur" um die Solarbranche! Nicht soviel aufblasen, weiter schon gar nicht!  Die "Katastrophe" mit Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft in Deutschland ist bis jetzt noch nicht abgeblasen!
Doch, bei dem Solar-Zollverfahren geht es ausschließlich um die Solarbranche.
Die gesamte Wirtschaft spielt keine Rolle.

Zitat
Kommentare zum "Solarmodul"-Handelsstreit (http://meta.tagesschau.de/id/74016/handelsstreit-eu-beschwert-sich-ueber-chinesische-zoelle#comment-1065970)

Auch an dem von Ihnen verlinkten Artikel sieht man, dass in anderen Branchen, hier Stahlrohre, sit längerem ohne großes Aufsehen Zölle von der EU erhoben werden, und China nun mit Gegenzöllen geantwortet hat. Daraufhin ruft die EU nun die WTO an, weil sie die chinesischen Stahlrohr-Zölle für ungerechtfertigt hält.
Genauso müssen solche Verfahren von der EU gehandhabt werden.
Hier hat niemand in Deutschland oder in der EU vor einem Handelskrieg gewarnt und so dummes Zeug geredet wie bei den Solarzöllen.

Warum also verhält sich Frau Merkel mit dem Herrn Rösler bei den Solarzöllen völlig falsch und ganz anders als bei den Stahlrohrzöllen?
Es ist unverständlich. Es gibt dafür keinen rationalen Grund.
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: egn am 14. Juni 2013, 08:02:35
Das bedeutet also einen durch die Strafzölle bedingten Rückgang der europäischen PV-Nachfrage in 2013 von lediglich 10%.
Selbst wenn man annimmt, dass die nicht-chinesischen und vor allem die europäischen Hersteller nicht in der Lage sind, durch bessere Preise diesen Nachfragerückgang wieder allmählich auszugleichen, würde also der PV-Markt in Europa auch 2014 durch die Strafzölle lediglich um etwa 20% reduziert im Vergleich zu einem Markt ohne Zölle.

Vielleicht wäre der der PV-Markt aber ohne die Strafzölle auch um 20-30 % gewachsen. In der Differenz ergibt sich dann eine Marktschwächung von 40-50 %. 

Der Rückgang im PV Markt ist aber nicht so sehr das entscheidende, sondern dass die Investoren für die Module bis zu 45? % mehr bezahlen müssen als bisher. Sie glauben doch nicht dass die Hersteller in der EU, die schon bisher nicht konkurrenzfähig waren, die Preise senken können? Das hätten sie ja dann auch schon vorher machen können.

Wie schon geschrieben, wirken die Strafzölle wie eine Sondersteuer für alle PV-Investoren. Der Finanzminister kann sich freuen, der private PV Investor,d er sich eine Eigenversorgungsanlage aufbauen möchte, der zahlt die Zeche.

Zitat
Ich glaube sogar, dass es diese Nachfragesenkung um 20% gar nicht geben wird, sondern dass diese geringer ausfällt. Die europäischen Hersteller haben derzeit eine so geringe Auslastung ihrer Produktionsanlagen, dass einge davon allein durch die Übernahme chinesischer Marktanteile und die damit einhergehende höhere Auslastung ihrer Kapazitäten in die schwarzen Zahlen kommen können, ohne ihre aktuellen Preise zu erhöhen. Das wird den Preisanstieg gering halten und daher auch den Nachfragerückgang bremsen.

Vielleicht forcieren die Chinesen aber auch ihre Strategie klamme europäische Produzenten zu kaufen und produzieren dann mehr hier in Europa, oder schließen dann einfach die Fabriken.

Zitat
Wir werden es sehen.
Die große Katastrophe ist jedenfalls erst mal abgeblasen.

Das ist keinesfalls richtig. Die Dummen sind die PV-Käufer hier in Europa.
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: superhaase am 14. Juni 2013, 10:03:23
Vielleicht wäre der der PV-Markt aber ohne die Strafzölle auch um 20-30 % gewachsen. In der Differenz ergibt sich dann eine Marktschwächung von 40-50 %.
Das ist schlicht falsch.
Die Studie geht ohne Zölle von einer sowieso aufgrund der Förderungskürzungen hervorgerufenen Nachfragesenkung von 17,3 GWp um 25% auf 12,9 GWp aus.
Wer mit einem Marktwachstum in Europa gerechnet hat, lebte wohl hinter dem Mond? ;)

Zitat
Der Rückgang im PV Markt ist aber nicht so sehr das entscheidende, sondern dass die Investoren für die Module bis zu 45? % mehr bezahlen müssen als bisher. Sie glauben doch nicht dass die Hersteller in der EU, die schon bisher nicht konkurrenzfähig waren, die Preise senken können? Das hätten sie ja dann auch schon vorher machen können.
45% Preissteigerung? Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte.
Wie man an dieser Äußerung wieder sieht, wollen Sie nicht verstehen, dass es einigen (sicher nicht allen, aber das hat auch niemand behauptet) europäischen Herstellern auch mit aktuell nur wenige Prozent über den chinesischen Preisen liegenden Preisen möglich ist, mit einer Rohmarge von über 20% PV-Module zu produzieren (z.B. Centrosolar mit ihrem 350MWp-Werk, laut deren aktuellen Geschäftsberichten). Deren Problem ist lediglich die extrem geringe Auslastung ihrer Anlagen von meist deutlich unter 50%, so dass sie nicht die Fixkosten (Kapitalkosten etc.) decken können. Wenn durch die Strafzölle der chinesische Marktanteil zurückgeht, dann können einige Hersteller bei nur gering steigenden Marktpreisen (quasi ihren aktuellen Preisen leicht über chinesischen Preisen) schon rentabel arbeiten. Diese Hersteller haben keine Veranlassung, die Preise zu erhöhen, solange sie nicht ihr Werk voll ausgelastet haben. Es gibt aber nun in Europa und dem Rest der Welt außerhalb Chinas weit mehr als genug Produktionskapazitäten, um den Europäischen Markt zu befriedigen, so dass es wohl nicht zu der Vollauslastung und zu starken Preissteigerungen kommen wird.

Man wird das ja bald sehen.

Zitat
Wie schon geschrieben, wirken die Strafzölle wie eine Sondersteuer für alle PV-Investoren. Der Finanzminister kann sich freuen, der private PV Investor,d er sich eine Eigenversorgungsanlage aufbauen möchte, der zahlt die Zeche.
Es wird etwas höhere, aber dann faire und reale Preise geben.
Warum sollen die Investoren in PV-Fabriken "die Zeche" zahlen und ihr eingesetztes Kapital bei Insolvenzen verlieren, nur damit ein PV-Investor seine Eigenversorgungsanlage billiger bekommt?
Wie gesagt ist der wirschaftliche Nutzen des Endverbrauchers niemals eine Rechtfertigung für Preisdumping.
Dieses Argument sollten Sie sich endlich mal abschminken.
Es wird übrigens auch nicht auf alle Module ein Zoll erhoben, sondern nur auf chinesische, und der chinesische Marktanteil wird ja infolgedessen auch erheblich reduziert werden. Viel Geld werden die europäischen Staaten mit dem Zoll sicher nicht einnehmen - das wird m.E. gegen Null gehen.

Zitat
Das ist keinesfalls richtig. Die Dummen sind die PV-Käufer hier in Europa.
Warum sollten diese "die Dummen" sein.
Sie müssen halt einfach faire Preise zahlen, die nicht "gedumpt" sind.
Wenn diese aber meinen, dass das dann nicht mehr genug Rendite ergibt, dann müssen sie es halt lassen.
Niemand ist gezwungen, eine PV-Anlage zu errichten.
Insofern gibt es keine angeschmierten PV-Käufer, denn entweder sind sie zufrieden mit der erreichbaren Rendite und kaufen, oder sie lassen es, dann sind sie aber keine PV-Käufer. ;)
Niemandem im PV-Endkundenmarkt wird Schaden zugefügt.
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: egn am 16. Juni 2013, 07:07:29
Die Studie geht ohne Zölle von einer sowieso aufgrund der Förderungskürzungen hervorgerufenen Nachfragesenkung von 17,3 GWp um 25% auf 12,9 GWp aus.

Man kann von viel ausgehen wenn man irgendwas beweisen will.
Zitat
Wie man an dieser Äußerung wieder sieht, wollen Sie nicht verstehen, dass es einigen (sicher nicht allen, aber das hat auch niemand behauptet) europäischen Herstellern auch mit aktuell nur wenige Prozent über den chinesischen Preisen liegenden Preisen möglich ist, mit einer Rohmarge von über 20% PV-Module zu produzieren (z.B. Centrosolar mit ihrem 350MWp-Werk, laut deren aktuellen Geschäftsberichten). Deren Problem ist lediglich die extrem geringe Auslastung ihrer Anlagen von meist deutlich unter 50%, so dass sie nicht die Fixkosten (Kapitalkosten etc.) decken können.

Wenn der Unterschied nur so gering ist, warum dann so hohe Strafzölle?

Soll sich doch Centrosolar und andere anstrengen die Kosten weiter zu senken, oder auch auf einen Teil der Marge verzichten. Man kann auch die Abschreibungen reduzieren und die Fixkosten über einen längeren Zeitraum finanzieren.


Zitat
Es gibt aber nun in Europa und dem Rest der Welt außerhalb Chinas weit mehr als genug Produktionskapazitäten, um den Europäischen Markt zu befriedigen, so dass es wohl nicht zu der Vollauslastung und zu starken Preissteigerungen kommen wird.

Die zeigt wieder den Widerspruch in Ihrer Argumentation. Wenn auch noch andere Hersteller außerhalb Europas günstiger produzieren als die europäischen Hersteller, so dass die Marktpreise nicht steigen, was helfen dann Strafzölle auch chinesische Module.

Zitat
Man wird das ja bald sehen.

Diesen Satz schreiben Sie gerne. Sie sind also doch nciht so überzeugt dass das mit den Zöllen so funktionieren wird wie Sie sich das vorstellen.

Zitat
Es wird etwas höhere, aber dann faire und reale Preise geben.

Gerade vorher haben Sie was anderes geschrieben. Sie drehen sich irgendwie im Kreis.

Zitat
Warum sollen die Investoren in PV-Fabriken "die Zeche" zahlen und ihr eingesetztes Kapital bei Insolvenzen verlieren, nur damit ein PV-Investor seine Eigenversorgungsanlage billiger bekommt?

Es ist normal dass Unternehmen, die im Wettbewerb nicht mithalten können, vom Markt verschwinden. Von den Investoren der PV Industrie wurde das große Rad gedreht. Anstatt die Gewinne überwiegend in die Weiterentwicklung der Produkte zu stecken, wurden die Investoren versorgt. Jetzt soll der Staat durch Strafzölle auf die Produkte der Konkurrenten der Überleben sichern.

Natürlich wird der günstige Preis durch Subventionen in China erreicht, aber genauso wurden in D hohe staatliche Subventionen gezahlt, ob es nun günstige Finanzierungen oder sehr günstige Gewerbeflächen waren.

Zitat
Wie gesagt ist der wirschaftliche Nutzen des Endverbrauchers niemals eine Rechtfertigung für Preisdumping.
Dieses Argument sollten Sie sich endlich mal abschminken.

Nur weil das Preisdumping der Chinesen wirkungsvoller als das der europäischen Staaten?

Zitat
Es wird übrigens auch nicht auf alle Module ein Zoll erhoben, sondern nur auf chinesische, und der chinesische Marktanteil wird ja infolgedessen auch erheblich reduziert werden. Viel Geld werden die europäischen Staaten mit dem Zoll sicher nicht einnehmen - das wird m.E. gegen Null gehen.

Es geht also gar nicht darum das Preisniveau der chinesischen Module auf das der europäischen zu bringen, sondern darum die chinesischen Hersteller zu bringen, sondern darum die Konkurrenten ganz vom Markt zu drängen und den europäischen Markt komplett ab zu schotten?

Derzeit haben die Chinesen 80 % Marktanteil. Selbst wenn der Marktanteil der Chinesen auf 30 % sinkt, und ein Ausbau von 13 GWp erfolgt, dann ergeben sich bei Modulpreisen von 60 ct/Wp Milliarden an Einnahmen für den Staat.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 16. Juni 2013, 08:33:36
Dass superhaase schon von Berufs wegen argumentiert, dass PV die beste Sache der Welt ist, mag aus seiner Sicht verständlich sein. Da muss alles, was dem entgegen steht, bekämpft werden.
Geht man aber nicht nur aus dieser Sicht an die Probleme, sieht die Welt ein wenig anders aus.
Ich bin gewiss auch nicht dafür, dass mit Dumpinglöhnen oder staatlicher Subventionierung der "freie Wettbewerb" behindert wird.
Aber bitteschön, alles mit Augenmaß und vor allem, was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.
Oder: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen ...
Titel: Re: Geringe Auswirkungen der Strafzölle auf PV-Nachfrage in der EU
Beitrag von: superhaase am 16. Juni 2013, 19:04:21
Man kann von viel ausgehen wenn man irgendwas beweisen will.
Sie unterstellen also dem amerikanischen Studienersteller, dass er die Harmlosigkeit der europäischen Strafzölle beweisen will?
Dann kann man Ihnen wohl mit keiner Studie kommen, die keinen katastrophalen Markteinbruch zeigt.
Weitere Diskussion dann zwecklos.

Zitat
Wenn der Unterschied nur so gering ist, warum dann so hohe Strafzölle?
Weil sich die Strafzölle natürlich an den Gesamtkosten der Herstellung orientieren, und zuwar an den chinesischen, inklusive Transport. Das Problem der Chinesen ist auch, dass sie ohne Sinn und Verstand viel zu schnell viel zu zu große Produktionskapazitäten aufgebaut haben, ohne einen Markt dafür zu haben.
Ich denke schon, dass die EU-Kommision da unter Mitwirkung eingier chinesische Hersteller und Importeure richtig gerechnet hat. Das sind ja dort keine Amateure.

Zitat
Soll sich doch Centrosolar und andere anstrengen die Kosten weiter zu senken, oder auch auf einen Teil der Marge verzichten. Man kann auch die Abschreibungen reduzieren und die Fixkosten über einen längeren Zeitraum finanzieren.
Woher wollen Sie wissen, dass diese Firmen das nicht seit zwei Jahren versuchen?
Es ist offebar auch eine Frage der Steilheit der Angebots- und Nachfragekurven. Es macht offensichtlich für die europ. Firmen keinen Sinn, auf Marge zu verzichten und mehr abzusetzen, weil die Margenkurve steiler sinkt, als die Umsatzkurve steigt.

Zitat
Die zeigt wieder den Widerspruch in Ihrer Argumentation. Wenn auch noch andere Hersteller außerhalb Europas günstiger produzieren als die europäischen Hersteller, so dass die Marktpreise nicht steigen, was helfen dann Strafzölle auch chinesische Module.
So habe ich das gar nicht gesagt.
Erstens sage ich, dass die Preise in Europa leicht steigen werden, aber bei weitem nicht in der Höhe der Zölle, wie Sie das immer behaupten. Dass die Preise nicht steigen, sagte ich nicht. Meines Wissens verkaufen die meisten europäischen Hersteller zu Preisen über denjenigen der chinesischen Module.

Von Januar bis April sind die PV-Modulpreise nach mir bekannten Statisktiken praktisch stabil geblieben, u.a. wohl auch schon wegen der seit März vollzogenen Registrierung der Importe aufgrund des Zollverfahrens. Das sicherlich schon Auswirkungen auf den Markt gehabt.

Zweitens habe ich nicht gesagt, dass auch anderswo auf der Welt Hersteller billiger produzieren können als in Euopa. Das mag durchaus so sein. Ich vermute, dass es vor allem in Asien außerhalb Chinas Produzenten gibt, die (ohne Dupning Subventionen) irgendwo zwischen den europäischen und den chinesischen Kosten produzieren können. Ich weiß es aber nicht.

Zitat
Gerade vorher haben Sie was anderes geschrieben. Sie drehen sich irgendwie im Kreis.
Nein, Ich sage die ganze Zeit schon, dass es wohl leicht steigende Preise geben wird, aber keine extremen Presisprünge in der Höhe der Zölle, wie viele meinen.
Der Preis kann nur soweit steigen, wie die Nachfrage nicht stark zurückgeht, weil ja sonst die Auslastung der Werke der europäischen Hersteller gar nicht steigen würde und somit für die Hersteller ein Anreiz bestehen würde, die Preise wieder zu senken, um mehr Absetzen zu können.
Da wie gesagt einige europ. Hersteller derzeit mit deutlich positiver Rohmarge produzieren können, ist eben nicht mit stark steigenden Preisen zu rechnen, solange diese nicht an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen.

Zitat
Es ist normal dass Unternehmen, die im Wettbewerb nicht mithalten können, vom Markt verschwinden. Von den Investoren der PV Industrie wurde das große Rad gedreht. Anstatt die Gewinne überwiegend in die Weiterentwicklung der Produkte zu stecken, wurden die Investoren versorgt.
Ach ja?
Ich habe noch keine europäische PV-Firma eine Dividende zahlen sehen.
Auch ist es nicht wahr, dass nicht in die Weiterentwicklung investiert wurde.
Sie erzählen hier doch Propagandageschichten der Anti-PV-Lobby.

Zitat
Natürlich wird der günstige Preis durch Subventionen in China erreicht, aber genauso wurden in D hohe staatliche Subventionen gezahlt, ob es nun günstige Finanzierungen oder sehr günstige Gewerbeflächen waren.
Sicher gab es Ansiedlungssubventionen, das ist bekannt.
Wenn diese so massiv gewesen sein sollten, dass es die Dumpingpreise der Chinesen rechtfertigt, dass wäre es an den Chinesen, das aufzuzeigen und letztendlich vor der WTO gegen die europäischen Strafzölle zu klagen.
Das wäre die richtige Antwort, wenn das stichhaltig wäre.
So ein WTO-Verfahren strengt derzeit die EU gegen die mutmaßlich ungerechtfertigten Edelstahlrohrzölle der Chinesen an.

Zitat
Es geht also gar nicht darum das Preisniveau der chinesischen Module auf das der europäischen zu bringen, sondern darum die chinesischen Hersteller zu bringen, sondern darum die Konkurrenten ganz vom Markt zu drängen und den europäischen Markt komplett ab zu schotten?
Es geht darum, die das Preisniveau der chinesischen Importe nahe an die chinesischen Kosten zu bringen. Das europäuischen Preisniveau spielt in dem Anti-Dumpingverfahren meines Wissen nicht die entscheidende Rolle.

Zitat
Derzeit haben die Chinesen 80 % Marktanteil. Selbst wenn der Marktanteil der Chinesen auf 30 % sinkt, und ein Ausbau von 13 GWp erfolgt, dann ergeben sich bei Modulpreisen von 60 ct/Wp Milliarden an Einnahmen für den Staat.
Ich kommen bei diesen Zahlen auf etwa 900 Mio. Euro.
Ich denke aber, dass der Marktanteil der Chinesen in Europa nach Antieg der Zölle auf durchschnittlich 48% keinen 30% betragen wird - zumindest nicht der Marktanteil, auf den die 48% Zoll erhoben werden. Es gibt allerdings einige chinesischen Firmen, die deutlich weniger als 48% Zoll zu erwarten haben.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 16. Juni 2013, 19:09:31
Dass superhaase schon von Berufs wegen argumentiert, dass PV die beste Sache der Welt ist, mag aus seiner Sicht verständlich sein. Da muss alles, was dem entgegen steht, bekämpft werden.
Was unterstellen Sie denn da?

Ich habe beruflich nichts mit PV zu tun.
Ich habe lediglich eine kleine private PV-Anlage (10kWp), bin aber mit dreimal so viel Kapital in Windparks investiert.

Ich versuche hier im Forum lediglich, viele Märchen, Falschdarstellungen und Propaganda gegen die PV richtigzustellen.

Trotzdem ist die PV natürlich die beste Sache der Welt! ;)

Schließlich sagte auch schon der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung, dass die Solarenergie und davon insbesondere die PV in  weiterer Zukunft den größten Anteil als Primärenergielieferant haben wird. Dieser Meinung ist meines Wissens auch die IEA.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 17. Juni 2013, 22:14:53
Zitat
Was unterstellen Sie denn da?

Ich habe beruflich nichts mit PV zu tun.
Ich habe lediglich eine kleine private PV-Anlage (10kWp), bin aber mit dreimal so viel Kapital in Windparks investiert.

Sorry, da habe ich die Fußzeile falsch interpretiert.

Aber immerhin: privilegiert mit eigener PV-Anlage und mit Kapital in Windparks.
Da ist man schon interessiert, dass die vom "Normalberbraucher" subventionierten Gelder weiter fließen.
Ist ja jedem sein gutes Recht, wenn er die Möglichkeiten des Staates nutzt, die dieser mit fremden Geld "großzügig" fördert. Der Nutznießer hat ja nicht das Gesetz gemacht.
Die Frage bleibt aber: wie lange macht das der nichtprivilegierte Verbraucher und die nicht von der EEG-Umlage Befreiten noch mit?
Bei ähnlich fortschreitender Entwicklung der Umlage hätten wir in Bälde Strompreise von 40 Ct. und mehr.
Dabei ist vor allem der erzeugte PV-Strom kaum nennenswert innerhalb der Energiebilanz ...
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: EviSell am 18. Juni 2013, 09:08:21
SPON berichtet: 
Retourkutsche im Solarstreit: China prüft Strafzölle auf Weine aus Europa

Zitat
...
China hat ein Anti-Dumping-Verfahren gegen Weine aus Staaten der Europäischen Union (EU) eingeleitet. Kurz nachdem die EU-Kommission Strafzölle auf chinesische Solarmodule verhängt hat, prüft die Regierung in Peking also entsprechende Schritte für italienischen Chianti, französischen Bordeaux oder deutschen Riesling. Das Handelsministerium teilte mit, China prüfe unzulässige Staatssubventionen beim Weinanbau in EU-Staaten.
...


http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-prueft-im-solarstreit-strafzoelle-auf-eu-weine-a-903818.html
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 18. Juni 2013, 09:27:36
Dabei ist vor allem der erzeugte PV-Strom kaum nennenswert innerhalb der Energiebilanz ...
Quatsch.
Die PV erzeugt in Deutschland schon mehr Strom als die Wasserkraft.

Zum Rest Ihres Beitrags:
Thema verfehlt ... hier gehts um die Zölle.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 18. Juni 2013, 14:12:16
SPON berichtet: 
Retourkutsche im Solarstreit: China prüft Strafzölle auf Weine aus Europa
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-prueft-im-solarstreit-strafzoelle-auf-eu-weine-a-903818.html
Man wird dann im Ergebnis auch diese Weinberge noch mit Solarpanelle bepflastern und oben drauf dann Windräder setzen. (http://www.total-lokal.de/images/design/headerbilder/deutschland/rheinland-pfalz/donnersbergkreis/Weinberg_in_der_Pfalz.jpg) Bald kommen nicht nur die Panelle, sondern auch der Wein aus China.

Hier ist man schon dabei (http://www.hessigheim.de/tourismus/index.php) und mancher "Gegenwind" (http://gegenwind-husarenhof.de/zkriterien06.html#moztocid23062012ak) ist viel zu schwach gegen Profit und Eigennutz. Man nimmt die nachhaltige Schädigung von Landschaft und Umwelt und die Belastung der Verbraucher durch "BIO", "ÖKO", "PV" und "WIND" rücksichtslos in Kauf. Man denkt dabei ja angeblich immer an die Kinder und die Enkel. Wer die Augen offen hat kann die dauerhaften Auswirkungen  landauf landab nicht mehr übersehen.

Ja klar, die Ausnahme in der Umwelt: "Glänzende und reflektierende Materialien sind unzulässig. Ausgenommen sind Solaranlagen."

Die EU-Kommission hat beschlossen, dass in den nächsten zwei Monaten vorläufige Strafzölle auf Einfuhren von chinesischen Solarmodulen und deren Komponenten von durchschnittlich 11,8 Prozent fällig werden. Am 6. August werde der Extrazoll dann auf die vollen 47,6 Prozent steigen. Wegen des hohen Marktwerts der Einfuhren von geschätzt 21 Milliarden Euro pro Jahr ist der Streitfall beispiellos.

Da sollte man auf  alle Solarmodule und Windräder dauerhaft Straf-"zölle" erheben! Sie verschandeln ja auch dauerhaft die Landschaft. Man darf das gerne dann auch noch "Konzessionsabgabe" nennen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: userD0005 am 19. Juni 2013, 23:53:06
SPON berichtet: 
Retourkutsche im Solarstreit: China prüft Strafzölle auf Weine aus Europa
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-prueft-im-solarstreit-strafzoelle-auf-eu-weine-a-903818.html
Man wird dann im Ergebnis auch diese Weinberge noch mit Solarpanelle bepflastern und oben drauf dann Windräder setzen. (http://www.total-lokal.de/images/design/headerbilder/deutschland/rheinland-pfalz/donnersbergkreis/Weinberg_in_der_Pfalz.jpg) Bald kommen nicht nur die Panelle, sondern auch der Wein aus China.

Hier ist man schon dabei (http://www.hessigheim.de/tourismus/index.php) und mancher "Gegenwind" (http://gegenwind-husarenhof.de/zkriterien06.html#moztocid23062012ak) ist viel zu schwach gegen Profit und Eigennutz. Man nimmt die nachhaltige Schädigung von Landschaft und Umwelt und die Belastung der Verbraucher durch "BIO", "ÖKO", "PV" und "WIND" rücksichtslos in Kauf. Man denkt dabei ja angeblich immer an die Kinder und die Enkel. Wer die Augen offen hat kann die dauerhaften Auswirkungen  landauf landab nicht mehr übersehen.

Ja klar, die Ausnahme in der Umwelt: "Glänzende und reflektierende Materialien sind unzulässig. Ausgenommen sind Solaranlagen."

Die EU-Kommission hat beschlossen, dass in den nächsten zwei Monaten vorläufige Strafzölle auf Einfuhren von chinesischen Solarmodulen und deren Komponenten von durchschnittlich 11,8 Prozent fällig werden. Am 6. August werde der Extrazoll dann auf die vollen 47,6 Prozent steigen. Wegen des hohen Marktwerts der Einfuhren von geschätzt 21 Milliarden Euro pro Jahr ist der Streitfall beispiellos.

Da sollte man auf  alle Solarmodule und Windräder dauerhaft Straf-"zölle" erheben! Sie verschandeln ja auch dauerhaft die Landschaft. Man darf das gerne dann auch noch "Konzessionsabgabe" nennen.

Von ihnen hat man ja schon viel Dummschwatz gelesen. Und das Sie gegen alles sind weis man ja nun mittlerweile auch. Vielleicht sollte auch auf sowas eine Abgabe erhoben werde.
Zum Beispiel eine Abgabe auf das unkontrollierte ausblasen von Luft.
Weil in der Sach kommt von Ihnen nicht viel.Eigentlich nix außer das sie "dagegen" sind.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 21. Juni 2013, 11:55:59
Hat denn China nun schon Konkretes im Auge?
Oder prüft man noch, was am ehesten den Europäern weh tun könnte?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 21. Juni 2013, 12:27:25
Hat denn China nun schon Konkretes im Auge?
Oder prüft man noch, was am ehesten den Europäern weh tun könnte?
Manchen Europäern tuts schon weh! China hat ja "schon Konkretes im Auge". Beim Wein wird es nicht bleiben. Aber man verhandelt und da hat die Vernunft immer noch eine Chance.

Auswirkungen sind schon da - Bordeaux (http://www.yoopress.com/de/weinnews/weinwirtschaft/politik/11477.Frankreichs_Erzeuger_fuehlen_sich_als_Geisel_zwischen_China_und_EU.html)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 21. Juni 2013, 12:59:05
@Stromfraß:

Durch Einführung der vorläufigen Zölle sind nun endlich die Chinesen bereit, ernsthafte Verhandlungen über das Problem zu führen:

Streit über Dumpingpreise flaut ab (http://www.handelsblatt.com/politik/international/strafzoelle-auf-solarmodule-streit-ueber-dumpingpreise-flaut-ab/8386844.html)

Es ist also nicht zu erwarten, dass es zu einem Handelskrieg kommt.
Wie ich immer gesagt habe.

Peinlich für Merkel und Rösler, die durch ihr Verhalten nichts weiter bewirkt haben, als die europäische Verhandlungsposition zu schwächen.
Was für Amateure!  ::)

Alle anderen, die den chinesischen Drohungen auf den Leim gegangen sind, dürfen sich nun wieder entspannen. ;)
Alles wird gut.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 21. Juni 2013, 13:39:15
Peinlich für Merkel und Rösler, die durch ihr Verhalten nichts weiter bewirkt haben, als die europäische Verhandlungsposition zu schwächen. Was für Amateure!  ::)

Alle anderen, die den chinesischen Drohungen auf den Leim gegangen sind, dürfen sich nun wieder entspannen. ;) Alles wird gut.
Immer wie man es gerade braucht. Nein @Superhaase, die Beiden tragen zu einer "friedlichen Lösung" (siehe Handelsblatt) bei. Es ist gut, wenn es zu keinem Handelskrieg kommt. Es gäbe nur Verlierer! Das auch noch wegen Solarmodulen. Gehts noch!?

Wer da wohl zum Schluss als "Amateure" dasteht sind eher die Scharfmacher aus der Solaristenecke. ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 21. Juni 2013, 16:04:09
Wer da wohl zum Schluss als "Amateure" dasteht sind eher die Scharfmacher aus der Solaristenecke. ;)
Von den PV-Unternehmen, die das Anti-Dumping -Verfahren beantragt haben, ist keines als Scharfmacher aufgetreten.

Als Scharfmacher haben sich ausschließlich die Zoll-Gegner hervorgetan.
Die Mähr vom Handelskrieg ist von den Chinesen und von etlichen Angsthasen aus der deutschen Wirtschaft gekommen (bis hin zur Autoindustrie, obwohl denen von China gar nicht gedroht worden ist).
Diese haben sich als Scharfmacher betätigt und einen "Handelskrieg" beschworen, der völlig unrealistisch ist, weil sich China den gar nicht leisten kann. Die Zahl der propagierten Arbeitsplatzverluste konnte den Scharfmachern gar nicht hoch genug sein.

Die EU-Kommission hat das schon richtig gemacht. Nun wird verhandelt und es werden wohl schließlich keine dauerhaften PV-Zölle kommen, sondern es wird eine einvernehmliche Vereinbarung geben, die das Dumping beendet.

Andererseits:
Warum haben denn bei den Strafzöllen auf die chinesischen Stahlrohre nicht dieselben Leuten in Deutschland vor einem Handelskrieg gewarnt?
Warum haben sich Merkel und Rösler nicht auch in diesem Fall öffentlich so deutlich gegen die Zölle gestellt?
Es hat bisher auch keinen Handelskrieg wegen der Stahlrohrzölle beider Seiten gegeben. Nun ist ein von der EU eingeleitetes Verfahren vor der WTO gegen die revanchistischen Stahlrohrzölle der Chinesen anhängig. Wohlgemerkt haben die Chinesen offenbar mangels Aussicht auf Erfolg selbst kein Verfahren gegen die europäischen Stahlrohrzölle angestrengt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 22. Juni 2013, 08:15:45
In dem von superhaase am 21.06.13 zitierten Artikel vom Handelsblatt steht u.a.:
Zitat
Die EU-Kommission untersucht seit vergangenem Jahr, ob Solarmodule aus China in Europa zu billig sind. Der Verdacht lautet auf Dumping, das heißt, die Waren werden womöglich unter ihrem eigentlichen Marktwert angeboten, um Wettbewerber auszustechen. Als Gegenmaßnahme sieht das Recht Extrazölle auf die chinesischen Importe vor, um die europäische Industrie zu schützen.

Lese ich das richtig? Die EU untersucht seit Monaten, ob Solarmodule aus China zu billig sind und verdächtigt als Ergebnis China des Dumpings? Die Waren werden womöglich unter Marktwert angeboten.
Wenn das vor einem Gericht verhandelt würde, kann der Richter als Ergebnis nur Freispruch mangels Beweisen verkünden.
Sind seitens der EU Stümper am Werk oder kann es das Handelsblatt nur nicht vernünftig erklären?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 22. Juni 2013, 11:52:56
Sind seitens der EU Stümper am Werk oder kann es das Handelsblatt nur nicht vernünftig erklären?
Letzteres trifft zu.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 25. Juni 2013, 14:50:48
Hier ein guter Kommentar zu dem Thema:

Chinas Rache im Streit um Strafzölle: Deutsche sollen übers Stöckchen springen (http://www.n-tv.de/politik/Deutsche-sollen-uebers-Stoeckchen-springen-article10793406.html)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 29. Juni 2013, 21:08:09
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE95Q01A20130627
Zitat
Die Volksrepublik will ab Freitag Strafzölle in Höhe von bis zu 37 Prozent auf eine aus der Europäischen Union (EU) importierte Chemikalie erheben, wie das chinesische Handelsministerium am Donnerstag ankündigte. Dabei handelt es sich um die Substanz Toluidine, die in der Agrarchemie, in der Pharmaproduktion, in der Reifenherstellung und bei der Produktion von Pigmenten zum Einsatz kommt. Die Zölle liegen den Angaben nach zwischen 19,6 und 36,9 Prozent. Sie sollen ab Freitag für fünf Jahre in Kraft bleiben.
Man kann wohl nur hoffen, dass Vernunft siegt.
Ansonsten könnte es sich tatsächlich zu einem Handelskrieg hochschaukeln.
Ich hoffe stark, dass es nicht soweit kommt, da die Abhängigkeiten voneinander größer sind, als dass sie sich durch einen "Krieg" lösen ließen.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 18. Juli 2013, 16:06:43
und es folgt der nächste Einfuhrzoll:

China verhängt Strafzölle gegen Solarsilizium aus den USA

http://www.wn.de/Welt/Wirtschaft/Handel-China-verhaengt-Strafzoelle-gegen-Solarsilizium-aus-den-USA

Wer weiss, evtl. konnten die Chinesen so preiswert produzieren, weil die USA ihr Solarsilizium subventioniert haben, und im Gegenzug erhebt man in den USA auf die billigen Module Einfurzölle....

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 18. Juli 2013, 16:25:20
Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Agnitio am 23. Juli 2013, 11:46:30
Zitat
Man wird dann im Ergebnis auch diese Weinberge noch mit Solarpanelle bepflastern und oben drauf dann Windräder setzen. Bald kommen nicht nur die Panelle, sondern auch der Wein aus China.

Ackerflächen sind seit 2010 nicht mehr EEG-förderfähig. Sie sind also mal wieder im Bereich Polemik? Hetze? Aggressionsbewältigung?

Zitat
Hier ist man schon dabei und mancher "Gegenwind" ist viel zu schwach gegen Profit und Eigennutz. Man nimmt die nachhaltige Schädigung von Landschaft und Umwelt und die Belastung der Verbraucher durch "BIO", "ÖKO", "PV" und "WIND" rücksichtslos in Kauf. Man denkt dabei ja angeblich immer an die Kinder und die Enkel. Wer die Augen offen hat kann die dauerhaften Auswirkungen  landauf landab nicht mehr übersehen.

Sie reden von Schädigung der Umwelt von EE-Anlagen, aber sind Verfechter welcher Stromerzeugungsart? Atom? Kohle? Keiner behauptet mit den jetzigen EE-Anlagen das Allheilmittel gefunden zu haben. Dass diese nachhaltiger sind als die konventionellen Kraftwerke werden aber wohl sogar sie zugeben? (Ich rechne bei der Antwort mit dem schlimmsten)

Zitat
Ja klar, die Ausnahme in der Umwelt: "Glänzende und reflektierende Materialien sind unzulässig. Ausgenommen sind Solaranlagen."

Lt BauGB  und BImSchG müssen Solaranlagen seit längerer Zeit ein sogenanntes Blendgutachten vorlegen, aus dem klar hervorgeht, ob diese Blendwirkungen auf Gebäude in der Umgebung oder  in der Nähe gelegene Straßen ausüben können. Es sind gegebenenfalls Maßnahmen zur Vermeidung etwaiger Blendung zu erarbeiten. (z.b.Zaun)



Zum eigentlichen Thema: Ich sehe es als problematisch an, wenn Europa in dieser Diskussion völlig einknickt. Das Kräftemessen mit China werden sie verlieren und das wissen beide Seiten. Im Endeffekt ist die PV ein fast zufällig gewähltes Importgut, was für Strafzölle herhalten muss. Das gleiche könnte man auf andere Produktionsgüter ausweiten. Der Schlüssel ist es, in Europa wieder mehr zum Qualitätsdenken zurückzukehren. Das hat auch mancher PV-Bauer vergessen, der der Meinung ist "billiger ist besser". Dass europäische Module häufig noch die qualitativ besseren sind, ist bei der Anlagenplanung oft egal, wenn der einzige relevante Faktor der Kaufpreis ist.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 13:00:31
Zum eigentlichen Thema: Ich sehe es als problematisch an, wenn Europa in dieser Diskussion völlig einknickt. Das Kräftemessen mit China werden sie verlieren und das wissen beide Seiten. Im Endeffekt ist die PV ein fast zufällig gewähltes Importgut, was für Strafzölle herhalten muss. Das gleiche könnte man auf andere Produktionsgüter ausweiten. Der Schlüssel ist es, in Europa wieder mehr zum Qualitätsdenken zurückzukehren. Das hat auch mancher PV-Bauer vergessen, der der Meinung ist "billiger ist besser". Dass europäische Module häufig noch die qualitativ besseren sind, ist bei der Anlagenplanung oft egal, wenn der einzige relevante Faktor der Kaufpreis ist.
Das sehen Sie falsch.
Bei dern PV-Zöllen gegen chinesische Hersteller geht es nicht um billige Preise an sich, sondern um massives Dumping, das durch staatliche chinesische Banken unterstützt bzw. ermöglicht wird. Daher ist es auch nicht beliebig oder zufällig, welches Importgut da mit Zöllen belegt wird. Es ging eine monatelange Untersuchung voraus, an der auch einige chinesische Hersteller durch Offenlegung ihrer Daten (nicht ganz freiwillig) mitgeholfen haben.
Insofern hat das also auch nichts mit Qualitätsdenken ode dergleichen zu tun.

Völlig willkürliche oder "zufällige" Erhebung von Zöllen verstößt gegen WTO-Regeln. Europa geht z.B. bei der WTO gegen mutmaßlich ungerechtfertigte Stahlrohrzölle der Chinesen vor.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Agnitio am 23. Juli 2013, 13:16:37
Ja, das sehe ich ähnlich. So habe ich das auch nicht gemeint, dass ein beliebiges Gut herausgegriffen wurde. Es geht lediglich darum, dass, wie schon beschrieben, auch andere Güter davon betroffen wären(sind), die aber momentan nicht verfolgt werden. Ein Gegenbeispiel ist ja in dem von Ihnen verlinkten Artikel beschrieben. Obwohl der deutlich Pro-Europa verfasst ist, erschließt sich mir kein Sinn auf Importzölle für deutsche Autos oder verschiedene Weine, da diese Firmen Ihre Produkte kostendeckend verkaufen wollen(müssen).
Das Qualitätsdenken bezieht sich z.b. auf die nachgewiesene deutlich stärkere Degradierung verschiedener Billig-Module gegenüber qualitativ hochwertigeren. Diese Auswirkungen merkt man aber eben erst nach mehreren Jahren. Womit ich aber nicht sagen will, dass alle chinesische Modulle "Billigware" sind.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 23. Juli 2013, 13:40:06
Ackerflächen sind seit 2010 nicht mehr EEG-förderfähig. Sie sind also mal wieder im Bereich Polemik? Hetze? Aggressionsbewältigung?
@Agnitio, den Schuh ziehen Sie sich mal selbst an. Wenn man der PV-Propaganda folgt, dann rechnet sich PV doch dort längst und die Netzparität sei erreicht. Wozu braucht man dann noch die EEG-Förderung für die Investitionsentscheidung bei solchen Solarparks?

Welche vielfältigen Folgen das hat erspare ich mir, das können Sie im Forum nachlesen. 

Sie reden von Schädigung der Umwelt von EE-Anlagen, aber sind Verfechter welcher Stromerzeugungsart? Atom? Kohle?
Ich bin kein Verfechter dieser oder anderer Stromerzeugungsarten. "Stromerzeugungsarten" sind nur Mittel zum Zweck. Das Beste zuerst. Auch das können Sie im Forum nachlesen. Ich bin allerdings entschieden gegen diese Energiewende mit der Brechstange und insbesondere mit dieser PV-Subventionsorgie. Hier kommt das teuerste und uneffektivste zuerst.

Ich bin für eine Energieversorgung, die die schon lange formulierten Ziele tatsächlich verfolgt: Eine sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung. Bei PV ist die Schieflage zwischen Aufwand und Nutzen offenkundig. Dreistellige Milliardenbeträge wurden nur aufgrund der Förderung zu Lasten der Verbraucher investiert. Am richtigen Ort kann PV sicher sinnvoll genutzt werden. Solarenergie zur Warmwasserbereitung macht auch hierzulande Sinn. Man muss damit aber keine unbeteiligten Dritten schädigen!
Zum eigentlichen Thema: Ich sehe es als problematisch an, wenn Europa in dieser Diskussion völlig einknickt. Das Kräftemessen mit China werden sie verlieren und das wissen beide Seiten. Im Endeffekt ist die PV ein fast zufällig gewähltes Importgut, was für Strafzölle herhalten muss. Das gleiche könnte man auf andere Produktionsgüter ausweiten. Der Schlüssel ist es, in Europa wieder mehr zum Qualitätsdenken zurückzukehren. Das hat auch mancher PV-Bauer vergessen, der der Meinung ist "billiger ist besser". Dass europäische Module häufig noch die qualitativ besseren sind, ist bei der Anlagenplanung oft egal, wenn der einzige relevante Faktor der Kaufpreis ist.
Sie machen sich das einfach, wenn Sie die Qualitätsfrage mit den Modulen aus China in Verbindung bringen. Diese sind nicht schlechter und nicht besser. Sie kosten weniger. Die mangelnde Qualität und der Schrott auf den Dächern haben nichts mit China sondern mit der extremen Förderung zu tun. In der Goldgräberstimmung mit den diversen Rendite- und Profitversprechen versuchen halt viele ihren schnellen Reibach zu machen. Da bleibt nicht nur die Qualität bei der Installation auf der Strecke. Geradezu brandgefährlich sind manche Anlagen. Die Gier für die sonnigen Renditen blendet die  Sicherheit oft aus. Da wird auf die Dächer geschraubt was geht. Man hat das immer besonders vor angekündigten Kürzungen der Einspeisevergütungen gesehen. Dann zeigen sich die wahren Motive, wenn Module fehlen, lässt man sie sogar "umweltfreundlich" per Jumbo aus China einfliegen. Alles nachzulesen, auch hier im Forum.   Es ist der Eigennutz und nicht die hehren Motive der Energiewende für die Zukunft, die die PV-Investitionen treibt.  Da ist nichts Gutes mehr übrig, unter dem Strich ein einziges Desaster.

PS noch zu China
GEGENMEINUNG:
Zitat
Zweierlei Maß
Gegen die Chinesen wird wegen angeblichen Preisdumping Strafzölle auf Photovoltaik eingeführt. Haben die Chinesen jedem 2000 EUR bezahlt, der 1 kW Photovoltaik genommen hat? Nein! Aber -0,20 EUR pro kWh ist genauso als hätten die Chinesen jeden Abnehmer von Photovoltaik 2000 EUR pro kW bezahlt. Minus 0,20 EUR pro kWh, das ist Preisdumping! Wo bleibt das Verfahren gegen jene, die am EEX Strom zu diesen Preis anbieten?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 23. Juli 2013, 14:15:01
Zitat
Ein Gegenbeispiel ist ja in dem von Ihnen verlinkten Artikel beschrieben. Obwohl der deutlich Pro-Europa verfasst ist, erschließt sich mir kein Sinn auf Importzölle für deutsche Autos oder verschiedene Weine, da diese Firmen Ihre Produkte kostendeckend verkaufen wollen(müssen).

Da liegen Sie aber ganz falsch! Deutsche PKW-Käufer subventionieren massiv den Export derselben Fahrzeuge in europäisches und nicht-europäisches Ausland. Sagt Ihnen EU-Rückimport etwas? Sehen Sie sich an, wieviel ein Porsche in D kostet, und dasselbe Modell in USA oder in China.

Da liegt schon eine Vermutung nahe.

Zitat
Dass europäische Module häufig noch die qualitativ besseren sind

Wodurch wird das belegt?
Ich nenne Ihnen ein anderes Beispiel; Es gibt Länder, in denen es nicht oder kaum regnet. Hier kann man anders konstruierte PV-Module verbauden als im nördlichen Europa, mit den großen Temeraturschwankungen und den entsprechenden Niederschlagsmengen. Trotzdem sind Fälle bekannt, wo gerade solche, für extrm trockene Gegenden gefertigten Module, nach D geliefert wurden, um die Nachfrage nach hoher Einspeisevergütung zu befriedigen. Ansonsten liest man doch nur von fast vollständig automatisierten Fertigungsanlagen, und wie man lesen konnte, lieferten die USA einen Großteil des Grundstoffs zu subventionierten Preisen nach China.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 14:25:31
Deutsche PKW-Käufer subventionieren massiv den Export derselben Fahrzeuge in europäisches und nicht-europäisches Ausland. Sagt Ihnen EU-Rückimport etwas? Sehen Sie sich an, wieviel ein Porsche in D kostet, und dasselbe Modell in USA oder in China.

Da liegt schon eine Vermutung nahe.
Dass man im Ausland aufgrund der dort anderen Marktbedingungen womöglich niedrigere Preise nehmen muss und so weniger Gewinn pro Fahrzeug erzielen kann, ist noch nicht Subventionierung oder Dumping.
Subventionierung der ins Ausland verkauften Fahrzeuge bzw. Dumping läge erst dann vor, wenn die Fahrzeuge im Ausland unter Herstellungskosten, also mit Verlust verkauft würden.

Bei den europäischen Weinen hingegen sieht die Situation schon anders aus, denn die EU gewährt großzügige Agrarsubventionen.
Mann kann womöglich nachweisen, dass da die Weine unter den eigentlichen Herstellungskosten verkauft/exportiert werden.
Das gilt sicher für viele Agrarprodukte und somit für viele Lebensmittel.
Es ist ja bekannt, dass die EU mit subventionierten Lebensmitteln die Märkte und somit auch die einheimischen Produzenten z.B. in afrikanischen Ländern kaputt macht. Die EU versteht es aber andererseits ebenso, über die internationalen Organisationen (IWF) und über ihre Entwicklungshilfe (die meist eh nur in den Taschen der loaklen Potentaten landet) Druck auf diese Länder auszuüben, so dass diese trotzdem keine Schutzzölle für ihre einheimische Landwirtschaft erheben, die meist durchaus berechtigt wären und wohl auch vor der WTO bestand hätten.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Agnitio am 23. Juli 2013, 14:38:59
Zitat
Wodurch wird das belegt?
Ich nenne Ihnen ein anderes Beispiel; Es gibt Länder, in denen es nicht oder kaum regnet. Hier kann man anders konstruierte PV-Module verbauden als im nördlichen Europa, mit den großen Temeraturschwankungen und den entsprechenden Niederschlagsmengen. Trotzdem sind Fälle bekannt, wo gerade solche, für extrm trockene Gegenden gefertigten Module, nach D geliefert wurden, um die Nachfrage nach hoher Einspeisevergütung zu befriedigen. Ansonsten liest man doch nur von fast vollständig automatisierten Fertigungsanlagen, und wie man lesen konnte, lieferten die USA einen Großteil des Grundstoffs zu subventionierten Preisen nach China.

Ich hatte ja schon gesagt, dass ich nicht pauschal bestimmten Ländern Billigware unterstellen will. Sicher kann auch mal eine Schweizer Uhr stehenbleiben.
Was kritisieren Sie dabei, dass "Fälle bekannt sind", wo möglicherweise nicht optimale Module nach Deutschland geliefert wurden? Es gibt die Einspeisevergütung ja nicht abhängig vom Wirkungsgrad oder der Eignung, sondern pro kwh. Wenn ich das falsche Modul nutze, muss ich ja trotzdem selbst mit den Konsequenzen leben, dass es vielleicht nach 5 Jahren nichts mehr taugt.
Ansonsten haben Sie Recht, dass es wohl auch in China automatisierte Fertigungsanlagen gibt. So günstig ist der Lohn dann doch nicht mehr, dass jedes Modul eine Einzelanfertigung ist.  ;)
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: PLUS am 23. Juli 2013, 14:45:02
@NN, man braucht nicht das Auto, man könnte auch bei A schon mit Aspirin beginnen. Warum ist Aspirin im europäischen Ausland günstiger als in Deutschland? ... oder warum kostet eine Schachtel Aspirin in Deutschland fast 5 Euro, wenn man die gleiche Schachtel in der Türkei für 65 Cent kaufen kann?

Dazu gibt es bei der Arznei wie bei der Energie schon irrsinnige Unterschiede was den staatlichen Obolus angeht:

Mehrwertsteuersätze für Arzneimittel: Großbritannien = 0%, Frankreich = 2,1%, Italien = 10,0%, Deutschland = 19%

Eine wirklich verrückte Politik in Deutschland, dem sozialen Rechtsstaat.
... und wie selbstgerecht dieser noch verteidigt wird. Hier gut  - dort schlecht.  Es ist nicht zu fassen.
Zuerst mal vor der eigenen Haustüre kehren sagt der Schwabe. 

@Supperhaase definiert uns mal wieder was Dumping und Subventionierung ist. Von Agrar über Afrika, deren Potentaten bis zur WTO. Soweit alles klar mit dem Solardumping! ;)   
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 15:00:03
@Supperhaase definiert uns mal wieder was Dumping und Subventionierung ist. Von Agrar über Afrika, deren Potentaten bis zur WTO. Soweit alles klar mit dem Solardumping! ;)
Haben Sie sachlich etwas entgegenzusetzen?
Wohl nicht.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 23. Juli 2013, 19:13:37
@ Plus

Zitat
@Supperhaase definiert uns mal wieder was Dumping und Subventionierung ist. Von Agrar über Afrika, deren Potentaten bis zur WTO. Soweit alles klar mit dem Solardumping! ;)   

Einfach nicht die Zeit mit Lesen des Blödsinns aus Weiden verschwenden.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 20:24:29
Einfach nicht die Zeit mit Lesen des Blödsinns aus Weiden verschwenden.
Der Netzbetreiber wieder!
Redet dummes Zeug über subventionierte deutsche PKWs und wirft anderen Blödsinn vor.
Starker Auftritt!  ;D
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 24. Juli 2013, 11:36:14
Gibt es eigentlich Neuigkeiten?
Es sah zwischenzeitlich ja mal so aus, dass sich China und die EU aufeinander zu bewegen.
Ist wohl auch der einzig sinnvolle Weg.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: userD0005 am 24. Juli 2013, 16:01:33
Es gibt bisher noch keine Neuigkeiten.
Am Markt sieht man aber steigende Modulpreise.
Auch und gerade für chinesische Module.
Wenn am Anfang des Jahres das "Standard" 60 Zeller Poly aus CN noch für 400€ je kWp
angeboten wurde (Abnahme im MWp Bereich) sind es nunmehr min. 500€ je kWp oder mehr.
Das alles verzollt ab HH Hafen.

In anderen Teilen der Welt sind die Modulpreise einiges höher als in D. Dort geht nix unter 600€/kWp. Man ist sich in anderen Ländern der vielen Vorteile bewusst, die PV bietet.

Man sieht auch einen Trend, dass die CN Regierung den eigenen Solarmarkt entwickelt.
Ein im Staatsbesitz befindlicher Hersteller hat vor wenigen Wochen mitgeteilt das er drei Parks mit zusammen 139 MWp errichten wird. Heute hat selbiges Unternehmen mitgeteilt das man weitere 500MWp errichten wird. Die Niederlassung in EU ist mittlerweile dicht......

Ich denke, das Thema ist eh bald vom Tisch bzw. regelt sich von selbst.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: superhaase am 24. Juli 2013, 16:41:14
Ich denke, das Thema ist eh bald vom Tisch bzw. regelt sich von selbst.
Das wäre zu wünschen.
Wobei .... "von selbst" kann man wohl nicht sagen, ad haben die angedrohten Zölle der EU sicher eine Rolle gespielt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 24. Juli 2013, 19:03:22
Zitat
In anderen Teilen der Welt sind die Modulpreise einiges höher als in D. Dort geht nix unter 600€/kWp. Man ist sich in anderen Ländern der vielen Vorteile bewusst, die PV bietet.

Die Module folgen nur den höchsten Einspeisevergütungen. Dies ist seit Jahren so. Alles andere ist Wunschdenken.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: userD0005 am 26. Juli 2013, 08:52:36
Achso, alle rennen der Einspeisevergütung hinterher..... schon witzig, aber als Sichtweise aus Richtung eines NN die einzige Möglichkeit. In der Praxis taugt PV Strom und sonstiger EE Strom zu nix. Da ist die Lampe dunkler und das Essen schmeckt salzig wenn man dazu solchen Strom zum Kochen nimmt...

In anderen Ländern substituiert PV Strom Strom der z.Bsp. mittels Dieselgenerator erzeugt werden muss. Man sollte diese Menschen mal fragen was eine kWh Strom erzeugt mittels Dieselgenerator kostet....... Da braucht man nicht weit reisen. Im Libanon gibt es da sehr gute Beispiele. Und auch sehr gute Bsp. wieviel Potenzial in EE steckt.

Bzgl. Strafzölle hier eine Mitteilung im PV-Magazine

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/politik-und-gesellschaft/
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 26. Juli 2013, 10:43:59
Zitat
Im Libanon gibt es da sehr gute Beispiele. Und auch sehr gute Bsp. wieviel Potenzial in EE steckt.

Zitat
CEDRO („Country Energy Efficiency and Renewable Energy Demonstration Project for the Recovery of Lebanon“) wurde mit Fördermitteln in Höhe von 9,76 Millionen US-Dollar von der spanischen Regierung und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) unterstützt. Mit diesen Mitteln wurden bereits 71 PV-Demonstrationsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowatt auf öffentlichen Gebäuden im Libanon realisiert.

Echtes Schnäppchen, diese PV im Libanon, 100 kWp mit 9,76 Mio. US-$, Unterstützung wohlgemerkt. 

http://www.exportinitiative.de/nachrichten/nachrichten0/back/148/article/libanon-regierung-will-dezentrale-erneuerbare-energien-projekte-voranbringen/

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: userD0005 am 26. Juli 2013, 11:08:26
Zitat
Im Libanon gibt es da sehr gute Beispiele. Und auch sehr gute Bsp. wieviel Potenzial in EE steckt.

Zitat
CEDRO („Country Energy Efficiency and Renewable Energy Demonstration Project for the Recovery of Lebanon“) wurde mit Fördermitteln in Höhe von 9,76 Millionen US-Dollar von der spanischen Regierung und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) unterstützt. Mit diesen Mitteln wurden bereits 71 PV-Demonstrationsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowatt auf öffentlichen Gebäuden im Libanon realisiert.

Echtes Schnäppchen, diese PV im Libanon, 100 kWp mit 9,76 Mio. US-$, Unterstützung wohlgemerkt. 

http://www.exportinitiative.de/nachrichten/nachrichten0/back/148/article/libanon-regierung-will-dezentrale-erneuerbare-energien-projekte-voranbringen/

Gruß

NN

HUUUUh.... Danke. Einmal mehr haben Sie bewiesen was zu vermuten war. Ich frage mich, was der Bau eines neuen KKW/BKKW mit notwendiger Übertragungs- und Verteilnetzstruktur kosten könnte um all diese Dieselgeneratoren abschalten zu können......

Keine Vision. Keine Ideen. Nix. Hauptsache alles bleibt so wie es ist. Das konventionelle Energieträger durch Verknappung immer teurer Werden ist eh gottgeben.
Egal, auch solche Leute wie sie muss es geben. Auch wenn diese immer weniger werden.
Titel: Einigung in Aussicht
Beitrag von: Wolfgang_AW am 26. Juli 2013, 15:43:56
EU steht vor Kompromiss (http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/energie/erneuerbare-energien-eu-steht-vor-kompromiss-im-solarstreit/8546570.html)

Zitat
China und die EU stehen vor einer Einigung im Solarstreit. Nach Handelsblatt-Informationen sieht der Kompromiss-Vorschlag vor, dass China pro Jahr Solarmodule mit einer Leistung von sieben Gigawatt nach Europa exportieren darf. Bedingung ist aber ein Mindestpreis von 57 Cent pro Watt. Im Gegenzug stimmt China zu, dass alle weiteren Exporte einem vorläufigen Antidumpingzoll von 47,6 Prozent unterliegen. Der soll ab 6. August gelten. Bereits seit Juni erhebt die EU Zölle von knapp zwölf Prozent.
...
Europas Hersteller, die mit ihrer Initiative "EU Prosun" die Antidumpingklage eingereicht hatten, wollen den Kompromiss jedoch nicht akzeptieren. Die vereinbarten Mindestpreise lägen auf dem selben Niveau wie die heutigen Dumpingpreise, sagte EU Prosun-Chef Milan Nitzschke dem Handelsblatt. "Wir bereiten deshalb eine Klage beim Europäischen Gerichtshof gegen den Kompromiss vor."


Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 26. Juli 2013, 16:02:06
Zitat
Die vereinbarten Mindestpreise lägen auf dem selben Niveau wie die heutigen Dumpingpreise, sagte EU Prosun-Chef Milan Nitzschke dem Handelsblatt.
Aha! Wussten das die Verhandlungsführer der EU nicht?
Oder war nicht mehr drin als dieser "faule kompromiss"?
So schnell wird da noch nicht Ruhe.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Netznutzer am 26. Juli 2013, 17:25:30
Zitat
Autor: pitti
« am: Heute um 12:08:26 »

    Zitat einfügen


Zitat von: Netznutzer am Heute um 11:43:59

    Zitat

        Im Libanon gibt es da sehr gute Beispiele. Und auch sehr gute Bsp. wieviel Potenzial in EE steckt.


    Zitat

        CEDRO („Country Energy Efficiency and Renewable Energy Demonstration Project for the Recovery of Lebanon“) wurde mit Fördermitteln in Höhe von 9,76 Millionen US-Dollar von der spanischen Regierung und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) unterstützt. Mit diesen Mitteln wurden bereits 71 PV-Demonstrationsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowatt auf öffentlichen Gebäuden im Libanon realisiert.


    Echtes Schnäppchen, diese PV im Libanon, 100 kWp mit 9,76 Mio. US-$, Unterstützung wohlgemerkt.

    http://www.exportinitiative.de/nachrichten/nachrichten0/back/148/article/libanon-regierung-will-dezentrale-erneuerbare-energien-projekte-voranbringen/

    Gruß

    NN


HUUUUh.... Danke. Einmal mehr haben Sie bewiesen was zu vermuten war. Ich frage mich, was der Bau eines neuen KKW/BKKW mit notwendiger Übertragungs- und Verteilnetzstruktur kosten könnte um all diese Dieselgeneratoren abschalten zu können......

Keine Vision. Keine Ideen. Nix. Hauptsache alles bleibt so wie es ist. Das konventionelle Energieträger durch Verknappung immer teurer Werden ist eh gottgeben.
Egal, auch solche Leute wie sie muss es geben. Auch wenn diese immer weniger werden.

Erst hier mein klassisches Selbsttor treten und dann losrennen und heulen, dass es für den Gegner auch noch gegeben wird. Sie sind wirklich bedauernwert. Und natürlich mal wieder der KKW Vergleich. Der durfte auch nicht fehlen der passt schliesslich immer.

Sie überzeugen wirklich.

Gruß

NN
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 26. Juli 2013, 20:09:47
Was geht uns der Libanon an?
Wir haben doch genug eigene Probleme und da helfen die uns auch nicht.
Und der Libanon ist nicht Afghanistan. Aber da hört man, dass wir uns ab nächsten Jahr auch zurückziehen.
Titel: EU Und China einigen sich
Beitrag von: Wolfgang_AW am 27. Juli 2013, 12:19:31
Einigung auf Mindestpreise (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/china-und-eu-einigen-sich-auf-mindestpreise-fuer-solarprodukte-a-913446.html)

Zitat
Die Europäische Union und China haben einen Kompromiss im Solarstreit gefunden. Beide Seiten einigten sich auf Mindestpreise für Importe chinesischer Solarprodukte in die EU. Der Branche wird dieses Abkommen kaum gefallen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stromfraß am 27. Juli 2013, 12:24:35
Gestern standen noch 57 Ct. zur Diskussion, jetzt hat man sich auf 56 Ct. "geeinigt".
Mal sehen, wie es die Branche aufnimmt, man hat schon Gegenwehr angekündigt.
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 04. Dezember 2013, 12:05:41
EU weitet Strafzölle auf chinesische Solarmodule aus (http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article122491929/EU-weitet-Strafzoelle-auf-chinesische-Solarmodule-aus.html)

Zitat
Die Europäische Union (EU) verhängt langfristige Strafzölle auf Solarmodule aus China. Das haben die EU-Staaten am Montag in Brüssel beschlossen. Betroffen sind chinesische Unternehmen, die sich nicht an Exportbedingungen halten, die die EU und China im Sommer ausgehandelt hatten. Die Zölle gelten ab dem 6. Dezember für zwei Jahre.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stanley am 16. Dezember 2013, 14:46:08
ganz ehrlich: Genau richtig ist das!!!
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: tabula rasa am 20. Dezember 2013, 21:21:55
ganz ehrlich: Genau richtig ist das!!!

????
Wieso ist das richtig?
Titel: Re: Solarbranche darf auf Strafzölle hoffen
Beitrag von: Stanley am 03. Januar 2014, 09:49:56
Weil sie sich nicht an die Exprotbedingungen halten?!