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Energiepolitik => Erneuerbare Energie => Thema gestartet von: superhaase am 24. Juli 2013, 18:06:51

Titel: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 24. Juli 2013, 18:06:51
Die folgenden Aussagen beruhen auf dieser Statistik (unterster Link):
Stromerzeugung nach Energieträgern von 1990 bis 2012 (in TWh) Deutschland insgesamt (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=strommix%20deutschland%202012%202013&source=web&cd=12&cad=rja&ved=0CGYQFjAL&url=http%3A%2F%2Fwww.ag-energiebilanzen.de%2F%3FDetailinfo&ei=WOjvUdi6B8aLtAai1IGAAQ&usg=AFQjCNEDjNjuxhmCtXCpvGIKqh6Q2y237A&bvm=bv.49641647,d.Yms)

Der Nettostromexport betrug im Jahr 2012 wegen des zusammengebrochenen CO2-Zertifikatehandels und des deshalb übermäßig erzeugten und exportierten Braunkohlestroms etwa 23,1 TWh.
Wenn man diesen derzeitig übermäßigen Braunkohlestromexport aus den Zahlen von 2012 herausrechnet, dann hat die Braunkohle als angeblich größter "Stromerzeuger" im Jahr 2012 nur mehr einen Anteil von 135,9 TWh = 22,86 % am Bruttoinlandsstromverbrauch. Export trägt ja nicht zum Inlandsstromverbrauch bei.

Das bedeutet, dass die erneuerbaren Energien schon im Jahr 2012 den größten Stromanteil für den innerdeutschen Stromverbrauch geliefert haben, mehr als jeder konventionelle Energieträger.

Folgende Tabelle gibt den Überblick über die Anteile der einzelnen Primärenergieträger am deutschen Bruttostromverbrauch (Braunkohlestromexport herausgerechnet):

Jahr 2012:
Erneuerbare Energien      136,2 TWh  =  22,91 %

 davon Wind         46,0 TWh  =  7,74 %
       Biomasse     36,0 TWh  =  6,06 %
       Photovoltaik 28,0 TWh  =  4,71 %
       Wasserkraft  21,2 TWh  =  3,57 %   
       Hausmüll      4,9 TWh  =  0,82 %
Braunkohle (ohne Export)  135,9 TWh  =  22,86 %
Steinkohle                118,0 TWh  =  19,85 %
Atomenergie                99,5 TWh  =  16,74 %
Erdgas                     70,0 TWh  =  11,77 %
Mineralölprodukte           9,0 TWh  =   1,51 %
Übrige Energieträger       26,0 TWh  =   4,37 %


Diese Zahlen verschieben sich noch zugunsten der erneuerbaren Energien, wenn man nicht mit Bruttostromerzeugung rechnet, wie in den Zahlen der verlinkten Statistik, sondern mit Nettostromerzeugung, die bei den erneuerbaren Energien praktisch gleich der Bruttostromerzeugung ist, während die konv. Kraftwerke netto weniger ins Netz einspeisen, als sie brutto erzeugen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Cremer am 24. Juli 2013, 18:38:17
supperhaase,

was soll denn dieser Quatsch??
Zitat
Wenn man diesen derzeitig übermäßigen Braunkohlestromexport aus den Zahlen von 2012 herausrechnet, dann hat die Braunkohle als angeblich größter "Stromerzeuger" im Jahr 2012 nur mehr einen Anteil von 135,9 TWh = 22,86 % am Bruttoinlandsstromverbrauch. Export trägt ja nicht zum Inlandsstromverbrauch bei.

So kann man alles schön rechnen wie man es haben will !!!

Sie vergleichen mal wieder Äpfel mit Birnen
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 24. Juli 2013, 20:14:18
@Cremer:

Es ist doch schon durch die Presse gegangen, dass der Braunkohlestromexport wegen der gesunkenen CO2-Zertifikatepreise zugenommmen hat.
Wäre Braunkohlestrom teurer, würde er nicht mehr so viel exportiert und das Exportsaldo könnte auf Null zurückgehen, wo es 2002 zuletzt war.
Ziel der Energiewende ist es ja, die schmutzigsten Energieträger durch saubere zu ersetzen. Braunkohle gilt als der schmutzigste Energieträger, also würde die Braunkohleverstromung bei angemessenen CO-Zertifikatepreise auch zuerst gedrosselt werden, wenn Strom aus erneuerbaren Energien zunimmt.

Folglich darf man den Braunkohlestromexport auch aus den Zahlen für den Inlandsstromverbrauch herausrechnen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 24. Juli 2013, 21:34:32
Hatte ich den Eingangstread nicht gerade gelesen?
Ich denke, es bringt nichts, den gleichen Sachverhalt an mehreren Stellen zu diskutieren.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 24. Juli 2013, 21:42:46
Ich fand die Feststellung so wichtig, dass ich sie in einem eigenen Thread zur Diskussion stellen wollte.
Man kann das ja meinetwegen aus dem anderen Thread herausnehmen und dort hierher verlinken.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Cremer am 24. Juli 2013, 22:58:11
@supperhaaase,

auch durch einen weiteren Thread, extra, wird es nicht besser

Wie Plus schon schreibte :
Zitat
Zitat von: superhaase am 03. Juli 2013, 11:09:58
Jetzt müssten Sie nur noch eines erklären, lieber PLUS:
Warum sollte Deutschland den überschüssigen Ladenhüter Braunkohlestrom unbedingt loswerden wollen?
Ist es nicht besser, den umweltverschmutzenden und klimabelastenden Ladenhüter erst gar nicht im Überschuss zu erzeugen?
Sie sehen: Ihr Tomatenvergleich ist Mumpitz.
@supperhaase, ich muss gar nichts! Wie kommen Sie darauf, dass ich Ihnen das erklären sollte.

Ich habe mit Braunkohle überhaupt nichts am Hut. Mit importierter Steinkohle aus menschenverachtendem Abbau erst recht nicht. Ich bin auch nicht Sprecher der deutschen Braunkohlenreviere. Wenden Sie sich direkt an die Verantwortlichen  oder an die Sprecher von Frau Kraft oder Herrn Platzeck.

So einfach wie Sie sich das hier machen ist die Materie aber ganz sicher nicht.

Überschuss ist Überschuss, Ihre Differenzierung interessiert den ausländischen Stromkäufer nicht. Der bezahlt den postiven Marktpreis oder bekommt den negativen Marktpreis. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Tomatenvergleich passt exakt!

Siehe die Schnellschussreaktion nach Fukushima, eine 180 Grad Rolle rückwärts von uns Deutschen. Nicht nur da, sondern auch in vielen Dingen. So sind wir leider wir Deutsche. ::) ::)

Also lieber weiterhin Braunkohlenstrom, und das beruhigt mich ungemein, lieber Suuperhaase, bis mindestens 2050  :) :) :) :) :)
Eine gesicherte, zuverlässige Energiewende ist so schnell nicht möglich
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 25. Juli 2013, 07:51:15
Also lieber weiterhin Braunkohlenstrom, und das beruhigt mich ungemein, lieber Suuperhaase, bis mindestens 2050  :) :) :) :) :)
@Crämerseele:
Wie kann man nur solches Zeug von sich geben?  ::)

Ich wünsche Ihnen trotzdem nicht, dass man unter Ihrer Gemeinde Braunkohlevorkommen entdeckt und Sie erst jahrelang aus der Nachbarschaft durch den Abbau einstaubt, bevor Sie schließlich enteignet werden und Ihr Häuschen einfach weggebaggert wird.
Ansonsten noch viel Spaß beim Träumen und verweigern der Realität auf Kosten der Gesundheit und der Heimat anderer.

Übrigens wird nun immer deutlicher, dass für diese völlig unnötige Braunkohleverstromung auch ein Großteil der propagierten Netzausbauten dienen soll: Kohle treibt den Netzausbau (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18404.msg102588.html#msg102588)
Ein großer Teil der zukünftigen Netzausbaukosten dient also nicht der Enerrgiewende, sondern nur dem Braunkohlestromexport in der Zukunft.
Und wer soll diesen "Export-Netzausbau" bezahlen?
Natürlich nicht die Braunkohlekonzerne und auch nicht die ausländischen Stromabnehmer, die sich über billigen deutschen Braunkohlestrom freuen, sondern der nicht-privilegierte deutsche Stromverbraucher, der nicht das geringste Interesse am Braunkohlestromexport hat. Von den armen betroffenen Anwohnern und den Vertriebenen gar nicht zu reden.

Das ist geradezu pervers und muss verhindert werden!
Klimakanzlerin, übernehmen Sie!
  >:(

Es reicht, denn es stinkt zum Himmel.
Nieder mit der Braunkohle!
Je schneller desto besser.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 25. Juli 2013, 09:35:48
Zitat
Der Nettostromexport betrug im Jahr 2012 wegen des zusammengebrochenen CO2-Zertifikatehandels und des deshalb übermäßig erzeugten und exportierten Braunkohlestroms etwa 23,1 TWh.

Haben Sie einen Link zu dem "exportierten Braunkohlestrom"? D.h. wieso das genau 23TWh sein sollen? Ich kann mit der Aussage momentan noch nichts anfangen.

Und, so gesehen stimmt das schon, dass man nicht die erneuerbaren zusammenfassen kann und sie gegen eine herausgepickte konventionelle Stromerzeugungsart rechnen kann. Jede Stromerzeugungsart hat ihre spezifischen Eigenarten, mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Es ergibt also nur Sinn sie jeweils einzeln oder jeweils gemeinsam zu vergleichen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 25. Juli 2013, 10:58:25
Haben Sie einen Link zu dem "exportierten Braunkohlestrom"? D.h. wieso das genau 23TWh sein sollen? Ich kann mit der Aussage momentan noch nichts anfangen.
In meinen obigen beiden Beiträgen ist eigentlich bereits kurz dargelegt, warum man den Braunkohlestromexport so ansetzen kann. Das ist ganz einfach logisch.
Die Braunkohlekraftwerksbetreiber werden natürlich weiterhin behaupten, dass es Windstrom und SOlarstrom waren, die in der Vergangenheit schon mehrmals zu negativen Preisen ins Ausland gedrückt wurden, was aber Unsinn ist.

Ausführlicher:

Der Ökostrom hat im Deutschen Netz Vorrang und er wird auch ausschließlich von deutschen Verbrauchern bezahlt und somit muss man auch den Ökostrom komplett auf den deutschen Stomverbrauch anrechnen. Gaskraftwerke werden kaum mit ihren hohen Strompreisen und ihrer Flexibilität für den ausufernden Stromexport verantwortlich gemacht werden können, ebenso wenig Steinkohlekraftwerke, die liefern Strom auch nicht so billiger als dass ihr Export stark zugenommen hätte (die Steinkohleverstromung hat seit 2002, dem letzten Jahr mit ausgeglichener Exportbilanz deutlich abgenommen - trotz Atomausstieg). Bleibt höchstens noch Atomstrom, den man als zum Exportüberschuss beitragend betrachten könnte, allerdings hat die Atomstromproduktion die letzten beiden Jahre ja erheblich abgenommen.

Fakt ist, dass bei den eigentlich mal angestrebten CO2-Zertifikatepreisen der Braunkohlestromexport stark zurückgehen würde und aufgrund der dann zeitweise nötigen längeren Abschaltungsphasen einzelner Braunkohleblöcke (die sind ja träge) wohl auch der Inlandsanteil des Braunkohlestroms sinken würde zugunsten von Gaskraftwerken. Die Atomkraftwerke hingegen würde wie bisher weiterlaufen, sie sind von CO2-Kosten nicht betroffen. Es ist auch das erklärte Ziel der Energiewende und der Klimaziele, den CO2-Ausstoß zu verringern, daher muss man den Braunkohlestrom als "am meisten unerwünscht" ansehen und eine Drosselung der Braunkohleverstromung bis zu einem ausgeglichenen Export/Import-Saldo entspricht den den politischen Zielen in der Energie- und Klimapolitik.

Daher ist der von mir gewählte Ansatz, dass der Exportstromüberschuss praktisch ausschließlich Braunkohlestrom ist, gerechtfertigt.

Zitat
Und, so gesehen stimmt das schon, dass man nicht die erneuerbaren zusammenfassen kann und sie gegen eine herausgepickte konventionelle Stromerzeugungsart rechnen kann. Jede Stromerzeugungsart hat ihre spezifischen Eigenarten, mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Es ergibt also nur Sinn sie jeweils einzeln oder jeweils gemeinsam zu vergleichen.
Was die gemeinsame Eigenart von erneuerbaren Energien ist, ist doch offensichtlich.
Sie sind unerschöpflich umweltschonend (bei Biogasverstromung allerdings umstritten) und heimisch. Unterschiede haben sie in diesen Punkten praktisch nicht. Eine Zusammenfassung als Gruppe bei der Betrachtung der Stromerzeugung ist daher gerechtfertigt. Dies gilt insbesondere dann, wenn man über die Energiewende redet, was ja hier und überall der Fall ist. Die erneuerbaren Energien sollen als Gruppe in Zukunft die Stromversorgung übernehmen.
Der gemeinsame Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch ist ein Gradmesser dafür, wie weit die Energiewende vorangekommen ist.
Diese Information ist daher wichtig und dies wollen viele Leute auch wissen.


Entgegen Ihrer Behauptung ist das bei den konv. Energieträgern anders, die sind sehr unterschiedlich in fast allen Aspekten, nicht nur bei der Flexibilität ihrer Erzeugung:

Braunkohle ist heimisch, Uran und Steinkohle nicht, Erdgas nur zu einem geringen Teil.

Auch die Umweltverschmutzung ist bei den konv. Energien sehr unterschiedlich: Atomstrom verursacht Atommüll, birgt die Gefahr einer nuklearen Katastrophe, und hat offenbar auch im laufenden Betrieb Gesundheitsschäden in der Bevölkerung zur Folge (Thema Kinderkrebsstudie und AKWs). Braunkohle gilt als die schmutzigste fossile Energie, Steinkohle ist da schon deutlch besser, und Gas gilt ja fast schon als "sauber".

Die Erschöpflichkeit ist bei den einzelnen konv. Energien auch recht unterschiedlich. Angaben dazu lassen sich im Internet finden.

Schließlich werden auch die konv. Energien hinsichtlich der Energiewende ganz unterschiedlich betrachtet:
Der Atomausstieg ist nach eine doppelten Rolle RÜckwärts von Frau Merkel beschlossene Sache und schon im Gange. "Reichweite" spielt hier keine Rolle mehr.
Aus Braunkohle will man eigentlich so schnell wie möglich raus, weil diese die Klimaziele torpediert. Eigentlich.
Steinkohle gilt inzwischen als wichtige "Brückentechnologie" - mit Importkohle.
Erdgaskraftwerke sollen als fexibelste Lückenfüller dienen, wie bisher auch, und es wird sogar ein gewisser Ausbau für nötig gehalten.

Einzige Gemeinsamkeit der konv. Energien: Langfristig soll irgendwann mal ganz auf sie verzichtet werden.

Außerdem:
Die oben gewählte Darstellung der erneuerbaren als Gruppe, die dann auch aufgeschlüsselt gezeigt wird, ist auch seit längerem absolut üblich und auch in der von mir verlinkten Statistik (offenbar aus guten Gründen) so verwendet. Ich habe diese nur übernommen.
Dies als "sinnlos" zu bezeichnen, ist also wohl sinnlos. ;)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 25. Juli 2013, 12:42:52
Ich halte die angegebene Statistik in ihrer Grundaussage schon richtig.
Man sieht, dass es mit den Erneuerbaren vorangeht.
Für mich ist dabei nicht wichtig, ob Braunkohle oder Erneuerbare um ein paar Zehntel vorn liegen.
Die Erneuerbaren insgesamt sind aber noch mit unter 25% am Strommix beteiligt.
Das ergibt die Grundaussage, dass es noch Jahrzehnte dauert, bis die konv. Energieträger abgelöst werden können. Bis dahin müssen wir -ob wir wollen oder nicht- mit einem wie auch immer gearteteten Strommix leben.
Wenn diese Erkenntnis vor allem in den Köpfen der Entscheidungsträger vorhanden ist, wäre schon viel gewonnen.
Und wenn ich es zum x.ten Mal wiederhole: derzeit läuft ohne Braunkohle nix, aber auf die knapp 5% am Energiemix durch PV hätten man verzichten können.
Was ich damit sagen will: die Milliarden, die hier in die Förderung verpuvert wurden, hätten nicht sein müssen.
Zitat
Der gemeinsame Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch ist ein Gradmesser dafür, wie weit die Energiewende vorangekommen ist.
Diese Information ist daher wichtig und dies wollen viele Leute auch wissen.
Ein Gradmesser ja.
Soweit ich es kenne, wollen die Leute allerdings nicht so sehr wissen, ob die Erneuerbaren schon bei 20% oder darüber sind, sondern sie interessieren sich mehr dafür, um wieviel Cent der Strompreis dadurch steigt. Mit jedem Cent mehr sinkt die anfängliche Begeisterung rapide und liegt mittlerweile bei unter 50%.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 25. Juli 2013, 13:12:34
Bis dahin müssen wir -ob wir wollen oder nicht- mit einem wie auch immer gearteteten Strommix leben.
Wenn diese Erkenntnis vor allem in den Köpfen der Entscheidungsträger vorhanden ist, wäre schon viel gewonnen.
Es ist wohl falsch, anzunehmen, dass das nicht jeder Entscheidungsträger und auch alle einigermaßen informierten Bürger schon längst im Kopf haben.
Man nennt sowas auch Binsenweisheit. ;)

Zitat
Und wenn ich es zum x.ten Mal wiederhole: derzeit läuft ohne Braunkohle nix, ...
Da sprechen Sie aber große Worte gelassen aus, Mann!
Irgendwie auch nichts neues, sagt auch jeder.

Zitat
... aber auf die knapp 5% am Energiemix durch PV hätten man verzichten können.
Was ich damit sagen will: die Milliarden, die hier in die Förderung verpuvert wurden, hätten nicht sein müssen.
Ich hoffe Sie meinen:
"Auf die übermäßig vielen Milliarden wegen der PV-Überförderung hätte man verzichten können."
Dann würde ich zustimmen.

Hätte man auf die 5% PV-Strom und auf eine PV-Förderung ganz verzichtet, wäre das ein bleibendes Problem für die Energiewende, denn ohne PV ist eine nachhaltige Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien in Zukunft in Deutschland kaum machbar, jedenfalls viel aufwändiger und dauerhaft teurer.
Es gibt in Deutschland nur zwei erneuerbare Energien, die ein wirklich großen Potantial haben: Wind und Sonne. Ohne PV bräuchte man viel mehr Windräder, viel mehr Netzausbau und viel mehr Speicherausbau.
Auf die PV insgesamt zu verzichten wäre also kurzsichtig und töricht.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 25. Juli 2013, 13:49:14
Zitat
Dies als "sinnlos" zu bezeichnen, ist also wohl sinnlos. ;)

Nana, Herr Superhaase. Plus ist gerade nicht da, man befindet sich also auf friedlichem Terrain.  ;) Nicht sinnvoll ist in meinen Augen nicht automatisch "sinnlos". Sagen wir "nicht zielführend".

Die Diskussion welcher Strom exportiert wird, halte ich für müßig. Gegner der EE werden immer behaupten es ist der erneuerbare Strom, den wir da "verramschen", Verfechter der EE schieben es den noch unflexiblen Grundlastkraftwerken zu. Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, in der Mitte.
Dass die erneuerbaren Einspeisevorrang haben, halte ich für äußerst wichtig. Braunkohle ist dennoch nach wie vor eine wichtige Stütze der deutschen Stromversorgung. Das optimale System, was in meinen Augen die erneuerbaren als Grundlast und Gaskraftwerke und Speicher für die Spitzenlast bedeutet, kann nicht von heute auf morgen etabliert werden. Der Versuch mit der Keule wäre zum scheitern verurteilt. In den nächsten Jahren kommen zahlreiche Herausforderungen auf uns zu, die auch auf die eine oder andere Art und Weise Neuland sein werden. Da die Akzeptanz der Bevölkerung jetzt in Teilen zu schwinden scheint, müssen da sanftere Lösungen gefunden werden. Denn wenn es nicht gelingt die Politik, die Bevölkerung und die Großen 4 ins Boot zu holen, wird der Plan leider nicht aufgehen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 25. Juli 2013, 14:07:43
Zitat
"Auf die übermäßig vielen Milliarden wegen der PV-Überförderung hätte man verzichten können."
Dann würde ich zustimmen.
Von mir aus auch diese Formulierung.
Mittlerweile hat es sich doch gezeigt, dass PV nicht mehr in erster Linie wegen der Einspeisevergütung die entscheidende Rolle spielt, sondern wegen der gestiegenen Stromkosten.
Das Problem der PV-Entwicklung mit übermäßiger Förderung wäre also gar nicht notwendig gewesen.
Wir hätten dann nicht knapp 5% PV, sonder vielleicht erst 2 oder 3%, aber das wäre zu verkraften. Die ausgeuferten Strompreise sind für manche jetzt schon nicht mehr verkraftbar. Das zeigen die laufend in die Höhe gehenden Zahlen der Stromabschaltungen. Das hat mit Jux und Dollerei nichts mehr zu tun
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Juli 2013, 14:13:55
Dass die erneuerbaren Einspeisevorrang haben, halte ich für äußerst wichtig. Braunkohle ist dennoch nach wie vor eine wichtige Stütze der deutschen Stromversorgung. Das optimale System, was in meinen Augen die erneuerbaren als Grundlast und Gaskraftwerke und Speicher für die Spitzenlast bedeutet, kann nicht von heute auf morgen etabliert werden. Der Versuch mit der Keule wäre zum scheitern verurteilt. In den nächsten Jahren kommen zahlreiche Herausforderungen auf uns zu, die auch auf die eine oder andere Art und Weise Neuland sein werden. Da die Akzeptanz der Bevölkerung jetzt in Teilen zu schwinden scheint, müssen da sanftere Lösungen gefunden werden. Denn wenn es nicht gelingt die Politik, die Bevölkerung und die Großen 4 ins Boot zu holen, wird der Plan leider nicht aufgehen.

Ich glaube, dass es bei den meisten Diskutanten keinen Dissens darüber gibt, dass zu den EE noch viel Jahre ein Bypass aus konventioneller Energie benötigt wird.
Das Übel ist doch aber, dass derzeit ein Vielfaches des an sich benötigten Kohlestroms aus Exportgründen erzeugt wird.

Leider befinden wir uns im Wahlkampfmodus und bis Ende des Jahres wird nichts mehr geschehen was Ihren Wunsch unterstützen könnte. Wird jedenfalls schwer werden mit den "Großen Vier" schon allein aus deren unternehmerischer Sicht. Auch zu deren Monopolzeiten blieb der nicht priviligierte Stromverbraucher auf der Strecke.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 25. Juli 2013, 14:15:54
Zitat
Die ausgeuferten Strompreise sind für manche jetzt schon nicht mehr verkraftbar. Das zeigen die laufend in die Höhe gehenden Zahlen der Stromabschaltungen. Das hat mit Jux und Dollerei nichts mehr zu tun

Die Stromabschaltungen würde ich sehr mit Vorsicht genießen. Da wird schnell ein Zusammenhang hergestellt, wo nur bedingt einer ist. Es funktioniert eben einfach gut, die Hartz4 Empfängerin im Fernsehen zu zeigen, der der Strom abgestellt wurde, weil er durch die EEG-Umlage zu teuer war.
Fakt ist, dass auch die Zahlungsmoral(nicht nur im Stromgeschäft) deutlich nachgelassen hat, auch wenn das Geld da war. Die Erfahrungen die ich in diesem Bereich gemacht habe, war meistens eine totale Unüberlegtheit im Verbrauchsverhalten. Da sind Ölradiatoren und Dauerlicht mit Halogenstrahlern häufiger die Ursache. Ich will nicht behaupten, dass es nur so ist, aber ich habe einige dieser Beispiele kennengelernt, für die ich nur begrenzt Verständnis habe.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 25. Juli 2013, 14:24:58
@Agnitio:
Was Sie in Ihrem letzten Beitrag schreiben deckt sich weitgehend mit meiner Meinung.
Nur bei einem Punkt liegen Sie m.E. falsch:
Die Diskussion welcher Strom exportiert wird, halte ich für müßig. Gegner der EE werden immer behaupten es ist der erneuerbare Strom, den wir da "verramschen", Verfechter der EE schieben es den noch unflexiblen Grundlastkraftwerken zu. Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, in der Mitte.
Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte, sondern in diesem Fall bei der Behauptung, dass es Braunkohlestrom ist, der übermäßig exportiert wird. Die Begründung für diese m.E. logisch zwingende Sichtweise habe ich oben ausführlich dargelegt.

Wenn ma da eine "Wahrheit in der Mitte" sieht, sollte man schon konkret im Einzelnen begründen können, wo es anders zu sehen ist und warum. Dazu sollte man dann auch die von mir vorgebrachten Argumente wenigstens begründet in Zweifel ziehen können.
Entsprechende sachliche Widerrede würde ich begrüßen - vielleicht sehe ich da ja etwas falsch oder habe wichtige Aspekte übersehen.

Das Problem der PV-Entwicklung mit übermäßiger Förderung wäre also gar nicht notwendig gewesen.
Wir hätten dann nicht knapp 5% PV, sonder vielleicht erst 2 oder 3%, aber das wäre zu verkraften.
Ja, da sind wir auf derselben Schiene. Der PV-Ausbau wäre wohl etwas langsamer aber erheblich kostengünstiger erfolgt.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Juli 2013, 14:30:34

Das Problem der PV-Entwicklung mit übermäßiger Förderung wäre also gar nicht notwendig gewesen.
Wir hätten dann nicht knapp 5% PV, sonder vielleicht erst 2 oder 3%, aber das wäre zu verkraften. Die ausgeuferten Strompreise sind für manche jetzt schon nicht mehr verkraftbar. Das zeigen die laufend in die Höhe gehenden Zahlen der Stromabschaltungen. Das hat mit Jux und Dollerei nichts mehr zu tun

Sie liegen falsch, wenn Sie die Ziele der Bundesregierung mit in Betracht ziehen. Diese sind doch sehr ambitioniert.

Energiewende (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2011/06/2011-06-06-energiewende-kabinett-weitere-informationen.html)

Zitat
Die übrigen neun Kraftwerke sollen in den Jahren 2015, 2017, 2019, 2021 und 2022 vom Netz gehen. Dafür gibt es einen Stufenplan mit festen Zeitpunkten.
...
Wir halten auch ohne Kernenergie an dem Ziel fest, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 und bis 2050 um mindestens 80 Prozent (im Vergleich zu 1990) zu senken. Bis 2020 soll der Energieanteil aus Sonne, Wind & Co am Stromverbrauch mindestens 35 Prozent betragen. Heute sind es 17 Prozent.

An diesen Zielen hat sich bislang nichts geändert. Geändert hat sich lediglich die Politik der Umsetzung. Das EEG wurde völlig verformt!

Die ausufernden Strompreise sind in der derzeitigen Höhe nicht allein den EE zuzuschreiben, denn wie Sie immer wieder lesen konnten ist der Börsenstrompreis deutlich gesunken. Jedoch wurde die deutsche Industrie auf vielfältige Art von Kosten befreit, dafür zahlt der, wie Sie es nennen, nipri Stromverbraucher.

Wenn Sportanlagen, Discounter, Golfplätze, öffentlicher Nahverkehr, usw. usf. einfach ein ganze Fülle von Betrieben sich abmeldet, weil die Politik diesen etwas zukommen lassen will, dann ist der Preis für den "Kleinen", der sich nicht befreien kann eben schnell zu hoch.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 25. Juli 2013, 14:45:14
Die Diskussion welcher Strom exportiert wird, halte ich für müßig. Gegner der EE werden immer behaupten es ist der erneuerbare Strom, den wir da "verramschen", Verfechter der EE schieben es den noch unflexiblen Grundlastkraftwerken zu. Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, in der Mitte.
Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte, sondern in diesem Fall bei der Behauptung, dass es Braunkohlestrom ist, der übermäßig exportiert wird. Die Begründung für diese m.E. logisch zwingende Sichtweise habe ich oben ausführlich dargelegt.

Wenn ma da eine "Wahrheit in der Mitte" sieht, sollte man schon konkret im Einzelnen begründen können, wo es anders zu sehen ist und warum. Dazu sollte man dann auch die von mir vorgebrachten Argumente wenigstens begründet in Zweifel ziehen können.
Entsprechende sachliche Widerrede würde ich begrüßen - vielleicht sehe ich da ja etwas falsch oder habe wichtige Aspekte übersehen.


Es herrscht hier ein Konflikt zwischen Markt und Systemsicherheit. Negative Preise entstehen nur bei Ausfall eines Kraftwerks bzw. falscher Prognose zwischen Erzeugung und Last.
Der Markt gibt erstmal das Signal: "produziere weiter, der Marktpreis ist über den Grenzkosten".
Aus Gründen der Systemsicherheit durch ansteigen/abfallen der Frequenz müssen aber die ÜNB z.b. durch eine Abschaltung oder den Verkauf in Nachbarländer die Notbremse ziehen. Dabei ist aber nicht klar, welche Kraftwerke Schuld haben, da solche Situation größtenteils durch falsche Prognosen entstehen. Schuld ist deshalb eher die Prognose, statt eines bestimmten Kraftwerks.

http://www.transparency.eex.com/de/ - Wenn die linke Kurve immer der rechten entsprechen würde, wäre alles gut.. Das tut sie aber nicht, da z.b. nicht auf die anlagenspezifischen Daten eingegangen wird, sondern nur Strahlungs- und Windprofile verwendet werden.

(Wenn man nur heute mal schaut, liegt die PV-Prognose 11uhr um 2,5GW daneben!) Das ist eine Menge!
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 25. Juli 2013, 15:09:26
Die ausufernden Strompreise sind in der derzeitigen Höhe nicht allein den EE zuzuschreiben, denn wie Sie immer wieder lesen konnten ist der Börsenstrompreis deutlich gesunken. Jedoch wurde die deutsche Industrie auf vielfältige Art von Kosten befreit, dafür zahlt der, wie Sie es nennen, nipri Stromverbraucher.
Immer wieder diese Täuschungen im Quadrat. Der Börsenstrompreis ist nicht der Preis den wir Deutsche für den Strom bezahlen.

Unabhängig davon, wer da mehr oder weniger von Preisbestandteilen befreit ist, ist durch diese Energiewende mit der Brechstange eine Millidardenzeche entstanden. Sie ist zu bezahlen.

Man kann die Bahn oder Nahverkehrsbetriebe oder welches Unternehmen auch immer mit den hohen Strompreisen belasten, dann zahlt der Verbraucher sie eben über diese Preise. Unternehmen die mit dem stromgünstigeren Ausland im Wettbewerb stehen, verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit oder wandern ab. Die Folgen für die deutsche Volkswirtschaft und die Menschen muss man nicht aufzählen.

Die Menschen werden heute schon indirekt belastet, es ist schon lange nicht mehr nur die EEG-Umlage auf der eigenen Stromrechnung. Die Energiewende ist eine staatliche Aufgabe, sie wurde staatlich, so wie sie sich jetzt in ihren Auswirkungen zeigt, sanktoniert, deshalb muss die Zeche aus dem Staatssäckel beglichen werden.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 25. Juli 2013, 15:15:34
Zitat
Immer wieder diese Täuschungen im Quadrat. Der Börsenstrompreis ist nicht der Preis den wir Deutsche für den Strom bezahlen.

Unabhängig davon, wer da mehr oder weniger von Preisbestandteilen befreit ist, ist durch diese Energiewende mit der Brechstange eine Millidardenzeche entstanden. Sie ist zu bezahlen.

Man kann die Bahn oder Nahverkehrsbetriebe oder welches Unternehmen auch immer mit den hohen Strompreisen belasten, dann zahlt der Verbraucher sie eben über diese Preise. Unternehmen die mit dem stromgünstigeren Ausland im Wettbewerb stehen, verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit oder wandern ab. Die Folgen für die deutsche Volkswirtschaft und die Menschen muss man nicht aufzählen.

Die Menschen werden heute schon indirekt belastet, es ist schon lange nicht mehr nur die EEG-Umlage auf der eigenen Stromrechnung. Die Energiewende ist eine staatliche Aufgabe, sie wurde staatlich, so wie sie sich jetzt in ihren Auswirkungen zeigt, sanktoniert, deshalb muss die Zeche aus dem Staatssäckel beglichen werden.

Ich verstehe Ihre Argumentation nicht, dass beim Bahn fahren und beim Bäcker der Preis der EEG-Umlage mit enthalten ist, wenn es der Staat bezahlt kommt es aber woher?
Lassen wir also die EEG-Umlage vom Staat zahlen und führen eine neue Steuer ein. Mh, nennen wir sie mal Sonderabgabenabgabe. Sie beträgt 150€ pro Haushalt, mit Option auf Steigerung. (Die GEZ könnte da ein paar Tipps geben oder sie direkt mit einziehen)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Juli 2013, 15:25:03

Ich verstehe Ihre Argumentation nicht, dass beim Bahn fahren und beim Bäcker der Preis der EEG-Umlage mit enthalten ist, wenn es der Staat bezahlt kommt es aber woher?
Lassen wir also die EEG-Umlage vom Staat zahlen und führen eine neue Steuer ein. Mh, nennen wir sie mal Sonderabgabenabgabe. Sie beträgt 150€ pro Haushalt, mit Option auf Steigerung. (Die GEZ könnte da ein paar Tipps geben oder sie direkt mit einziehen)

Wie wäre es mit einem Energie-Soli?? Festgeschrieben bis zum Jahr, sagen wir mal, 2050? ;D

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 25. Juli 2013, 17:20:05
Zitat
Ich verstehe Ihre Argumentation nicht, dass beim Bahn fahren und beim Bäcker der Preis der EEG-Umlage mit enthalten ist, wenn es der Staat bezahlt kommt es aber woher?
Lassen wir also die EEG-Umlage vom Staat zahlen und führen eine neue Steuer ein. Mh, nennen wir sie mal Sonderabgabenabgabe. Sie beträgt 150€ pro Haushalt, mit Option auf Steigerung. (Die GEZ könnte da ein paar Tipps geben oder sie direkt mit einziehen)
Bei der Bahn und beim Bäcker wird es weder der Verkehrsminister oder der Bahnchef oder der Bäckereichef aus seiner Tasche bezahlen. Also wird auf den Preis draufgesattelt.
Die Idee mit der Sonderabgabenabgabe ist nun mal ganz schlecht.
Was ich bisher hier im Forum gelesen habe, sollte dazu bspw. die Einkommensteuer genommen werden. Prinzip: breite Schultern können mehr verkraften als schmale.
Im übrigen käme man mit 150 € pro Haushalt nicht weit. Bei ca. 40 Millionen Haushalten wären das mal schlappe 6 Milliarden. Momentan wird ca. das 3-fache benötigt. Und 150 Euro pro Haushalt wäre ja ohnehin überhaupt kein Prinzip. Die Belastung wäre für arm und reich gleich hoch und der Stromverbrauch als solcher bliebe auch außen vor.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 25. Juli 2013, 17:29:24
Die EEG-Kosten komplett auf die Einkommensteuer umzulegen ist wohl auch eine ganz ungerechte Sache, denn dann zahlen viele im Ausland sitzende Aktionäre von großen deutschen Stromverbrauchern keinen Cent für die Energiewende.
Erhöht man andererseits auch die Körperschaftssteuer, was ist dann mit der Befreiung der energieintensiven Unternehmen? Nicht mehr möglich.
Würden dann wegen der höheren Körperschaftssteuer nicht auch viele Unternehmen aus Deutschland abwandern?
Ganz abgesehen davon, dass ja bekanntlich auch fast alle internationalen Konzerne (Apple, Google, eaby, IKEA, etc. etc.), die in ihren Standorten viel Strom in Deutschland verbrauchen, sich über legale Steuertricks arm rechnen und in Deutschland so gut wie überhaupt keine Steuer zahlen, also auch keine Körperschaftssteuer.
Welche Steuerzahler bleiben dann übrig: der kleine Mann mit seiner Lohnsteuer oder die Mittelschicht mit ihrer Einkommensteuer in Deutschland tragen den Löwenanteil. Viele andere (auch "starke Schultern"), tragen nichts.
Toll.

Die Meinung, eine Umlegung auf Steuern wäre gerechter zu gestalten als eine Umlegung auf den Strompreis, ist wohl eher ein Irrglaube.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Juli 2013, 17:52:29

Ganz abgesehen davon, dass ja bekanntlich auch fast alle internationalen Konzerne (Apple, Google, eaby, IKEA, etc. etc.), die in ihren Standorten viel Strom in Deutschland verbrauchen, sich über legale Steuertricks arm rechnen und in Deutschland so gut wie überhaupt keine Steuer zahlen, also auch keine Körperschaftssteuer.
Welche Steuerzahler bleiben dann übrig: der kleine Mann mit seiner Lohnsteuer oder die Mittelschicht mit ihrer Einkommensteuer in Deutschland tragen den Löwenanteil. Viele andere (auch "starke Schultern"), tragen nichts.
Toll.

Die Meinung, eine Umlegung auf Steuern wäre gerechter zu gestalten als eine Umlegung auf den Strompreis, ist wohl eher ein Irrglaube.

Machen die großen Konzerne eh schon alle über ganz legale Steuergestaltung, Lizenz-/Kreditvereinbarungen diverser Töchter in den Niederlanden, Irland, Bermudas usw.

Trotz Milliardenumsätzen fast keine Steuern in Deutschland (http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1115/steuer.php5)

Also bliebe nur eine entsprechende Sondersteuer, welche solche Umgehungstatbestände ausschließt - da würden die Lobbyisten aber in die Füße kommen.

Mit feundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 25. Juli 2013, 18:49:58
Die EEG-Kosten komplett auf die Einkommensteuer umzulegen ist wohl auch eine ganz ungerechte Sache, denn dann zahlen viele im Ausland sitzende Aktionäre von großen deutschen Stromverbrauchern keinen Cent für die Energiewende.
Erhöht man andererseits auch die Körperschaftssteuer, was ist dann mit der Befreiung der energieintensiven Unternehmen? Nicht mehr möglich.
Ganz abgesehen davon, dass ja bekanntlich auch fast alle internationalen Konzerne (Apple, Google, eaby, IKEA, etc. etc.), die in ihren Standorten viel Strom in Deutschland verbrauchen, sich über legale Steuertricks arm rechnen und in Deutschland so gut wie überhaupt keine Steuer zahlen, also auch keine Körperschaftssteuer.
Welche Steuerzahler bleiben dann übrig: der kleine Mann mit seiner Lohnsteuer oder die Mittelschicht mit ihrer Einkommensteuer in Deutschland tragen den Löwenanteil. Viele andere (auch "starke Schultern"), tragen nichts.
Toll.
Die Meinung, eine Umlegung auf Steuern wäre gerechter zu gestalten als eine Umlegung auf den Strompreis, ist wohl eher ein Irrglaube.
Machen die großen Konzerne eh schon alle über ganz legale Steuergestaltung, Lizenz-/Kreditvereinbarungen diverser Töchter in den Niederlanden, Irland, Bermudas usw.
Trotz Milliardenumsätzen fast keine Steuern in Deutschland (http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1115/steuer.php5)
Also bliebe nur eine entsprechende Sondersteuer, welche solche Umgehungstatbestände ausschließt - da würden die Lobbyisten aber in die Füße kommen.
Unten bei der EEG-Umlage schreiben Sie @Wolfgang_AW, "Es geht darum die Auswüchse, die es unzweifelhaft gibt, einzudämmen.". Hier wollen Sie eine Sondersteuer einführen.  Nein, auch hier gilt ihr Satz. Es gibt hier ganz sicher viel zu richten, aber die Verfassung gibt auch hier die Richtschnur wie die Besteuerung aussehen muss. Gänzlicher Schwachsinn ist der Hinweis von @Superhaase, dass "im Ausland sitzende Aktionäre von großen deutschen Stromverbrauchern keinen Cent für die Energiewende bezahlen."  Ein deutscher Aktionär einer ausländischen Aktiengesellschaft zahlt seine Steuern in der Regel in Deutschland und sonst nichts.   Was zahlen denn die im Inland sitzenden Aktionäre von großen ausländischen Stromverbrauchern? etc. pp. .

Die Erkenntnis ist richtig, sie ist längst da und sie gewinnt täglich an Zustimmung. Die Energiewende und die damit verfolgen Ziele sind Gemeinschaftsaufgaben und über Steuern auf der Basis der Leistungsfähigkeit und der Rechtsstaatlichkeit zu finanzieren. Als verfassungsrechtliche Maßstäbe sind vor allem der allgemeine Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1), der Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 Abs. 1) sowie das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1) zu beachten. Der allgemeine Gleichheitssatz verpflichtet den Staat zur Gleichbehandlung. Dem Gleichheitssatz folgt das Gebot der Steuergerechtigkeit, was durch den Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und das Gebot der Folgerichtigkeit der Besteuerung konkretisiert wird.

Das ist mit einer korrekten Besteuerung zu erfüllen. Eine Sondersteuer würde die Defizite und das deutschen Steuerchaos nur noch weiter wachsen lassen.  Es ist schon bemerkenswert, was hier alles für unmögliche Geschütze zur Verteidigung des Status Quo der EEG-Umlage aufgeboten werden.  Es fehlen noch die Schweiz, die SteuerCDs und der Manager des FC-Bayern.

Die handelnden Politiker sind der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet und haben für eine entsprechende und gerechte Besteuerung zu sorgen. Dass da einiges im Argen liegt ist keine Frage.  Der Mehrwertsteuerbetrug ist seit Einführung des Systems bekannt. Der Staat wird jährlich um mehrstellige Millardenbeträge betrogen. Geändert hat sich in Wirklichkeit nicht viel.
Hier ein aktuelle Beispiel. (http://www.lkz.de/lokales/gerichtsberichte_artikel,-Aus-fiktivem-Gold-15-Millionen-gemacht-_arid,150533.html). Aber die Steuern sind zwar ein spannendes aber nur ein Randthema, darum geht es hier nicht.

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 25. Juli 2013, 19:06:51
Quatsch .... ich forderte keine Sondersteuer

Falls Sie meinen kleinen Einwand des Energie-Solis trotz des fetten Smilies als ernsthaften Versuch gedeutet haben sind Sie auf dem Holzweg. Oder auf dem Ironieauge blind.  ;)

Wobei ich glaube, dass die anderen Foristen dies auch so erkannt haben!

Auf zu einer Sondersteuer (GRINS)

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 25. Juli 2013, 20:04:51
Quatsch .... ich forderte keine Sondersteuer
@Wolfgang_AW, dann ist ja gut. Bei den vielen in Ihre Beiträge eingebundenen Zitate, u a. von @Superhaase, hatte ich den Eindruck gewonnen, Sie würden eine Sondersteuer mindestens nicht ausschließen. Nachdem Sie auch die Sonderumlage "EEG" verteidigen ist das ja nicht so ganz abwegig. ;)

In Ihrem Beitrag bzw. in den Links oder Zitaten werden ja die steueroptimierenden multinationalen Konzerne mit den  Aktionären in einen Topf geworfen und sogar beklagt, sie würden keinen Beitrag zur Energiewende bezahlen. Aktionäre sind böse und beteiligen sich nicht an der Finanzierung der Gemeinschaft will man damit wohl suggerieren. Nein, das ist nicht der richtige Eindruck, der da zur Ablenkung vermittelt werden soll. Aktionäre sind da ganz anders als die PV-Eigenverbraucher.  ;)

Deshalb möchte ich doch mal mindestens für deutsche Aktionäre einwerfen, dass ihre ausgeschüttete Dividende doppelt besteuert wird. Der ausgeschüttete Gewinn wird nämlich schon beim Unternehmen, das dem Aktionär ja anteilig gehört und dann nochmal beim Aktionär besteuert.
Es ist also nicht wahr, was immer gerne verbreitet wird, dass die Steuerbelastung "nur" 25 % (zuzüglich 5,5 % Soli) beträgt.
 Wer das nachlesen will kann das hier tun. (http://www.gevestor.de/faq/was-bedeutet-die-doppelbesteuerung-von-dividenden-601039.html)

Außerdem bewegen sich die staatlichen Steuereinnahmen von Rekord zu Rekord. Daraus sollten sich alle Aufgaben finanzieren lassen. Extrabemerkung für @Agnitio: Der fragwürdige GEZ-Haushaltsbeitrag gerne gleich mit. Das ist auch so eine "spezielle" Sonderausgabe, die die Vorgaben des  Grundgesetzes ignoriert.

Sonst hat man gegenwärtig den Eindruck, je mehr Geld eingenommen wird, je großzügiger und sorgloser wird damit umgegangen und es reicht wieder nicht. Der nächste Sonderfall kommt und es wird nichts mit dem Schuldenabbau, dafür aber mit der nächsten Sonderabgabe. Die Verschwendung und die Schuldenberge wachsen und es reicht nie für die Beseitigung der Schlaglöcher noch für die Energiewende.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 26. Juli 2013, 07:20:29
@PLUS:
Welche Steuer möchten Sie denn dann erhöhen, um die EEG-Kosten zu übernehmen?
Die Einkommensteuer und die Körperschaftssteuer, wie in der von Ihnen anderswo verlinkten Fernsehdiskussion vorgeschlagen?
Was ist dann mit der Abwanderung von Industrie wegen der erhöhten Körperschaftssteuer?
Wie soll man die Befreiung von im internationalen Wettbewerb stehenden Betrieben dann machen? Es geht nicht.

Aber das Thema Steuerfinanzierung wird schon in einem eigenen Thread diskutiert, also dazu bitte eher dort schreiben:
Staatlich veranlasste Kosten (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18382.msg102216.html#msg102216)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 26. Juli 2013, 21:47:51
Zitat
Es funktioniert eben einfach gut, die Hartz4 Empfängerin im Fernsehen zu zeigen, der der Strom abgestellt wurde, weil er durch die EEG-Umlage zu teuer war.
Fakt ist, dass auch die Zahlungsmoral(nicht nur im Stromgeschäft) deutlich nachgelassen hat, auch wenn das Geld da war.
Es gibt immer solche und solche.
Wenn aber die Zahl derjenigen, denen der Strom angeschaltet wird, ständig zunimmt, sollte man es sich nicht zu einfach machen.
Es gibt einfache Wahrheiten.
Wenn ein Politiker "stolze" 55% Stimmen erhält, obwohl es nur 40% waren, die überhaupt zur Wahl gingen, gilt er als gewählt, obwohl er an sich nur 21% Ja-Stimmen hatte.
Das ist eben "Demokratie" - alles ok.!
Titel: EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland - nicht immer
Beitrag von: PLUS am 27. Juli 2013, 11:56:17
Der  addierte "Größte Stromlieferant" liefert trotz Sonnenrekord nicht immer genug. Strom braucht man bei Bedarf, nicht wenn die Summe der EE-Einspeiser liefern können oder wollen. Das zeigt sich in diesen heißen Tagen wieder. Was da jetzt wohl ersatzweise klima- und umweltfreundlich verfeuert wird?!

Strompreise steigen mit den Temperaturen

Zitat
Zu wenig Wind: Preis an Strombörse steigt

Mehr als ein laues Lüftchen hat Petrus derzeit nicht zu bieten – selbst an den Küsten nicht. Die Folge: Die Windräder produzieren nur wenig Storm. Etwa fünf Prozent der in Deutschland installierten Windkraft-Leistung werden aktuell genutzt, schätzen die großen Energieversorger. Zwar liefern die Solaranlagen derzeit Rekordergebnisse, doch ausgleichen können sie das Winddefizit nicht. Deshalb steigen an der Leipziger Strombörse die Preise auf dem sogenannten Spotmarkt kräftig an.

Flaute treibt Strompreis hoch
Trotz Solarstromrekord steigen die Energiekosten am Spotmarkt – auch Öko-Umlage legt noch einmal zu


Vier Wochen Sonne pur – zur Freude aller Urlauber und Solaranlagenbesitzer. Die Module auf Dächern und Scheunen produzieren derzeit Rekordmengen an Energie. „Sonntag war ein Rekordtag in diesem Jahr 22 300 Megawatt aus der Solarstromproduktion“, sagte Ulrike Hörchens Sprecherin des Netzbetreibers Tennet unserer Zeitung.

In Süddeutschland werden bereits konventionelle Kraftwerke gedrosselt, weil so viel Sonnenstrom in die Netze fließt.

Dumm für die Norddeutschen: Der heiße Sommer beschert ihnen in diesem Jahr kaum Wind. Die Mühlen von Niebüll bis Fehmarn drehen sich nur langsam. Vier Stundenkilometer aus Südwest „pustete“ es Montagnacht auf Sylt, sieben am Dienstag. Anfang der Woche wurden zeitweise nur 200 Megawatt Windstrom ins deutsche Netz eingespeist, normal sind laut Hörchens „gute fünfstellige Zahlen“. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, dass derzeit nicht einmal fünf Prozent der in Deutschland installierten Windkraft-Leistung genutzt werden . „Die geringere Menge wird durch zusätzliche Ankäufe an der Strombörse ausgeglichen“, teilt ein EnBW-Sprecher mit.

Windmühlen spielen für die deutsche Stromversorgung eine wichtigere Rolle als Solarmodule. Ende 2012 lag der Wind-Anteil am deutschen Strom-Mix bei 7,3 Prozent; der von Sonnenstrom nur bei 4,6 Prozent. Weil der Anstieg beim Sonnenstrom den Einbruch in der Windkraft nicht ausgleicht steigen die Preise – zumal die Nachfrage nach Strom in diesem heißen Sommer höher liegt als normal – weil Kühltruhen und Klimaanlagen mehr Strom brauchen. Das schlägt sich am sogenannten Spotmarkt nieder. Dort mussten Käufer für sofort verfügbaren Strom am Mittwoch 51,20 Euro zahlen. Ende Mai waren es nur etwa 40 Euro.

Ohnehin gehen Experten davon aus, dass sich die Deutschen auf weiter steigende Strompreise einstellen müssen. ....

Kieler Presse und hier: t-online (http://www.t-online.de/wirtschaft/energie/versorgerwechsel/id_64655686/strompreise-steigen-an-der-boerse-wegen-zu-wenig-sommerwind.html) Focus online (http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/flaute-und-hitze-in-deutschland-super-sommer-treibt-die-strompreise-nach-oben_aid_1051605.html)
EEX-CHART (http://charts.eex.com/chart/?l=de&w=745&pt=M&fp=BM&base=1&avg=&d=20130727&ct=EPPE&di=7)
Titel: Re: EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland - nicht immer
Beitrag von: superhaase am 27. Juli 2013, 13:32:39
Zitat
Windmühlen spielen für die deutsche Stromversorgung eine wichtigere Rolle als Solarmodule. Ende 2012 lag der Wind-Anteil am deutschen Strom-Mix bei 7,3 Prozent; der von Sonnenstrom nur bei 4,6 Prozent. Weil der Anstieg beim Sonnenstrom den Einbruch in der Windkraft nicht ausgleicht steigen die Preise – zumal die Nachfrage nach Strom in diesem heißen Sommer höher liegt als normal – weil Kühltruhen und Klimaanlagen mehr Strom brauchen. Das schlägt sich am sogenannten Spotmarkt nieder. Dort mussten Käufer für sofort verfügbaren Strom am Mittwoch 51,20 Euro zahlen. Ende Mai waren es nur etwa 40 Euro.
Herlichen Dank, lieber PLUS, für das Einstellen dieser Meldung!   :)

Einen schöneren Beweis für die Notwendigkeit der Photovoltaik für die nachhaltige deutsche Stromversorgung kann es nicht geben.
Jeder erkennt daran, dass eine nachhaltige Stromversorgung ohne PV kaum möglich ist.
Diese Meldung sagt ja sogar aus, dass es ein Mangel ist, dass die PV die wetterbedingt zurückgehende Windkraft nicht ausgleichen kann.
Wer diese Meldung liest, versteht sofort, dass der Ausbau der Photovoltaik noch gegenüber der Windkraft aufzuholen hat.  8)
Titel: Re: EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland - nicht immer
Beitrag von: PLUS am 27. Juli 2013, 13:58:48
Herlichen Dank, lieber PLUS, für das Einstellen dieser Meldung!   :)
Einen schöneren Beweis für die Notwendigkeit der Photovoltaik für die nachhaltige deutsche Stromversorgung kann es nicht geben. Jeder erkennt daran, dass eine nachhaltige Stromversorgung ohne PV kaum möglich ist. Diese Meldung sagt ja sogar aus, dass es ein Mangel ist, dass die PV die wetterbedingt zurückgehende Windkraft nicht ausgleichen kann.
Wer diese Meldung liest, versteht sofort, dass der Ausbau der Photovoltaik noch gegenüber der Windkraft aufzuholen hat.  8)
Bitte, bitte, gerne geschehen. Wer Ihren Kommentar liest, weis sofort wo der Haase im Pfeffer liegt. Setzen Sie doch mal Ihre Sonnenbrille ab und blicken Sie nicht immer eingeengt aus der Perspektive Ihrer  PV-Anlage. Weiterer Ausbau zum bereits angerichteten Millardenschaden dazu?! @Superhaase Sie machen Witze, dass bei Flaute und Sonnenschein noch mehr vom teuersten EE-Strom eingespeist wird, der die EEG-Umlage zu Gunsten der PVler und den Strompreis zu Lasten der Verbraucher am besten treibt!

... und wenn die Sonne nicht scheint und Flaute herrscht, was nutzt dann der weitere Ausbau der Photovoltaik. Von Ergänzung von Wind- und Sonnenstrom bleibt dann keine Spur übrig. Für den Ersatz dürfen dann die Stromverbraucher wieder zusätzlich bezahlen?!

So geht das nicht weiter, das ist ein Irrweg, das ist ungenügend, das reicht nie und nimmer! Von einem "schönen Beweis" kann schon gar keine Rede sein.  Sie zeigt die ganze Krux dieser undurchdachten und chaotischen deutschen PV-Vorzugs-EEG-Energiewende.
 
Nichts gewonnen trotz Millardenzeche. Nur die Verbraucher getäuscht und zur Kasse gebeten.
Titel: Re: EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland - nicht immer
Beitrag von: superhaase am 27. Juli 2013, 17:29:01
So geht das nicht weiter, das ist ein Irrweg, das ist ungenügend, das reicht nie und nimmer! Von einem "schönen Beweis" kann schon gar keine Rede sein.  Sie zeigt die ganze Krux dieser undurchdachten und chaotischen deutschen PV-Vorzugs-EEG-Energiewende.
Hihihi, Sie sind wirklich zum Schieflachen. ;D
Da haben Sie sich mit dem eingestellten Zitat grandios ins Knie geschossen in Ihrem Kreuzzug gegen die böse PV.
Tja, sowas kann schon passieren, wenn man vor lauter Verblendung in seinem Hass nicht mehr klar denken kann und vor lauter Voreingenommenheit den Text nicht mehr versteht.
Da hilft es Ihnen auch nicht, dass Sie nun wieder Ihre alten abgedroschenen Phrasen auswerfen, die sowieso keiner mehr Ernst nimmt.

Und nochmals vielen Dank, ich werde bei Gelegenheit, wenn Sie wieder Ihre unsinnigen Anti-PV-Phrasen dreschen, hierauf verlinken.
Zur Sicherheit kopier ich's nochmal hier rein, damit Sie es nicht noch rausnehmen und ich erst suchen muss.

Das ist doch mal ein rundum schönes Wochenende!
Auch Ihnen wünsche ich noch einen schönen Sonntag!  8)

Strompreise steigen mit den Temperaturen
Zitat
Zu wenig Wind: Preis an Strombörse steigt

Mehr als ein laues Lüftchen hat Petrus derzeit nicht zu bieten – selbst an den Küsten nicht. Die Folge: Die Windräder produzieren nur wenig Storm. Etwa fünf Prozent der in Deutschland installierten Windkraft-Leistung werden aktuell genutzt, schätzen die großen Energieversorger. Zwar liefern die Solaranlagen derzeit Rekordergebnisse, doch ausgleichen können sie das Winddefizit nicht. Deshalb steigen an der Leipziger Strombörse die Preise auf dem sogenannten Spotmarkt kräftig an.

Flaute treibt Strompreis hoch
Trotz Solarstromrekord steigen die Energiekosten am Spotmarkt – auch Öko-Umlage legt noch einmal zu


Vier Wochen Sonne pur – zur Freude aller Urlauber und Solaranlagenbesitzer. Die Module auf Dächern und Scheunen produzieren derzeit Rekordmengen an Energie. „Sonntag war ein Rekordtag in diesem Jahr 22 300 Megawatt aus der Solarstromproduktion“, sagte Ulrike Hörchens Sprecherin des Netzbetreibers Tennet unserer Zeitung.

In Süddeutschland werden bereits konventionelle Kraftwerke gedrosselt, weil so viel Sonnenstrom in die Netze fließt.

Dumm für die Norddeutschen: Der heiße Sommer beschert ihnen in diesem Jahr kaum Wind. Die Mühlen von Niebüll bis Fehmarn drehen sich nur langsam. Vier Stundenkilometer aus Südwest „pustete“ es Montagnacht auf Sylt, sieben am Dienstag. Anfang der Woche wurden zeitweise nur 200 Megawatt Windstrom ins deutsche Netz eingespeist, normal sind laut Hörchens „gute fünfstellige Zahlen“. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, dass derzeit nicht einmal fünf Prozent der in Deutschland installierten Windkraft-Leistung genutzt werden . „Die geringere Menge wird durch zusätzliche Ankäufe an der Strombörse ausgeglichen“, teilt ein EnBW-Sprecher mit.

Windmühlen spielen für die deutsche Stromversorgung eine wichtigere Rolle als Solarmodule. Ende 2012 lag der Wind-Anteil am deutschen Strom-Mix bei 7,3 Prozent; der von Sonnenstrom nur bei 4,6 Prozent. Weil der Anstieg beim Sonnenstrom den Einbruch in der Windkraft nicht ausgleicht steigen die Preise – zumal die Nachfrage nach Strom in diesem heißen Sommer höher liegt als normal – weil Kühltruhen und Klimaanlagen mehr Strom brauchen. Das schlägt sich am sogenannten Spotmarkt nieder. Dort mussten Käufer für sofort verfügbaren Strom am Mittwoch 51,20 Euro zahlen. Ende Mai waren es nur etwa 40 Euro.

Ohnehin gehen Experten davon aus, dass sich die Deutschen auf weiter steigende Strompreise einstellen müssen. ....

Kieler Presse und hier: t-online (http://www.t-online.de/wirtschaft/energie/versorgerwechsel/id_64655686/strompreise-steigen-an-der-boerse-wegen-zu-wenig-sommerwind.html) Focus online (http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/flaute-und-hitze-in-deutschland-super-sommer-treibt-die-strompreise-nach-oben_aid_1051605.html)
EEX-CHART (http://charts.eex.com/chart/?l=de&w=745&pt=M&fp=BM&base=1&avg=&d=20130727&ct=EPPE&di=7)
Titel: Re: EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland - nicht immer
Beitrag von: PLUS am 27. Juli 2013, 18:42:10
Hihihi, Sie sind wirklich zum Schieflachen. ;D
@Superhaase, passen Sie auf, heute ist es noch  heißer als gestern und morgen noch mehr. Wenn die Symptome noch deutlicher werden und  viel trinken und das nasse Tuch um den Kopf nichts mehr bewirkt, dann ist ein Hitzschlag zu befürchten.  Die Hitze schadet angeblich auch den PV-Anlagen. Einige Experten empfehlen in den Schatten legen und kaltmachen.  ;)

Titel: Nicht zum "Schieflachen": Häfen zu klein für Windräder ... noch eine Mrd.€
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 10:50:01
Nicht zum "Schieflachen": Häfen zu klein für Windräder ... noch eine Mrd.€

Süddeutsche (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1476312)

"EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland". Das sollte wohl eine Erfolgsmeldung sein um von den wachsenden Problemen ablenken. Es ist mindestens für die Verbraucher keine Erfolgsmeldung sondern das Gegenteil. Sie werden als Verbraucher und noch als Steuerzahler für die Zeche zur Kasse gebeten. Ihr Geld und Milliardenwerte an Volksvermögen wird vernichtet!

Die deutsche EEG-Energiewende zeigt sich als größte Vermögensvernichtung in der Energiegeschichte. Der volkswirtschaftliche Schaden wächst weiter.

Löscher geht jetzt bei Siemens. Er ist auch nur ein Opfer dieser "herausragenden" EE-Förderorgie!
Mit mindestens 10 Mio.€ ein gut gefederter Abgang. Andere Opfer dieser EEG-Energiewende spüren dagegen das Nagelbrett und dürfen nur zahlen. Die wahren Schuldigen werden geschont, oft noch belohnt und bleiben.

Das EEG ist gescheitert, die Krise ist da. Mit Ideologie und Profitgier hat man grob fahrlässig eine Lawine geschaffen und ausgelöst. Die Verantwortlichen werden nicht bestraft.  Sonst hat das Auslösen einer Lawine strafrechtliche Folgen und man haftet mindestens.

BUM Altmaier wollte mit seiner "Lawinenverbauung" wenigstens einen kleinen Teil des Schadens von den Verbrauchern abwenden. Aber selbst dieser bescheidene Versuch wurde in den Keimen des Eigenutzes und der Ideologie erstickt. Spätestens nach der Wahl rollt die Lawine vernichtend ins Tal.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 29. Juli 2013, 11:09:55
Zitat
Das EEG ist gescheitert, die Krise ist da. Mit Ideologie und Profitgier hat man grob fahrlässig eine Lawine geschaffen und ausgelöst. Die Verantwortlichen werden nicht bestraft.  Sonst hat das Auslösen einer Lawine strafrechtliche Folgen und man haftet mindestens.

Das EEG in seiner jetzigen Form wird keinen Bestand haben. Das ist wohl mittlerweile auch bei den Verantwortlichen Konsenz.
Zitat
Die Verantwortlichen werden nicht bestraft.
Ja, wo sind sie denn? Jeder zeigt auf jeden und keiner will es gewesen sein.
Nun werden selbst Zahlen, dass man bereits über 20% Anteil der Erneuerbaren am Strommix erreicht hat, als "Erfolgsmeldung" verkauft! Zu welchem Preis?
Ich bin Überzeugt, hätte man doppelt soviele Milliarden Euro "verpulvert", lägen wir heute schon bei 30%. Na und? Wer bezahlt was und wer hat was davon?

Die Lawine ist ausgelöst.
Ich habe schon davon gehört, dass auch Lawinen gestoppt werden konnten ...
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 29. Juli 2013, 13:29:58
@Plus
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article118399930/Hitzewelle-in-Deutschland-stuetzt-Anstieg-der-Strompreise.html

Zitat
Die hohen Temperaturen zwangen den größten deutschen Versorger EON SE, sein 846-Megawatt Gaskraftwerk Irsching-5 am Freitag und Samstag mit um 100 Megawatt reduzierter Kraft laufen zu lassen. Wie der Unternehmenssprecher Markus Nitschke aus Hannover erläuterte, dehnen sich bei heißem Wetter Luft und Gas aus, so dass der Wirkungsgrad der Verbrennung sinkt.

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 14:12:33
@Plus
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article118399930/Hitzewelle-in-Deutschland-stuetzt-Anstieg-der-Strompreise.html
Zitat
Die hohen Temperaturen zwangen den größten deutschen Versorger EON SE, sein 846-Megawatt Gaskraftwerk Irsching-5 am Freitag und Samstag mit um 100 Megawatt reduzierter Kraft laufen zu lassen. Wie der Unternehmenssprecher Markus Nitschke aus Hannover erläuterte, dehnen sich bei heißem Wetter Luft und Gas aus, so dass der Wirkungsgrad der Verbrennung sinkt.
@Energiesparer51, was wollen Sie mir denn damit mitteilen? Kälte und Hitze bleiben nicht ohne Auswirkungen. Physik - Temperatur - physikalische Eigenschaften - heiß und kalt ...

An solch heißen Sommertagen werden auch PV-Module sehr heiß,  70°C sind nicht ausgeschlossen. Da soll es dann auch Leistungsverluste von um die 20% geben.

Viel schlimmer sind die standby-Verluste der Kohlekraftwerke, schon aus Umwelt- und Klimaschutzgründen. Im optimalen Betrieb wäre die Stromerzeugung im Verhältnis umwelt- und klimafreundlicher und weit wirtschaftlicher. Optimal ist da nichts mehr!. Sie wissen Vorrang von PV- und Windstrom. Ganz abschalten geht wegen der Versorgungssicherheit nicht. So müssen diese Kraftwerke als Ersatz für die unsteten EE-Stromlieferanten in gedrosselter Betriebsbereitschaft gehalten werden. Da wird weiter Kohle unnütz verbrannt. Optimal ist der Betrieb in jeder Hinsicht ganz sicher nicht.

Unter dem Strich steht der Saldo dieser Energiepolitik, sowohl ökologisch als auch ökonomisch! Dort sollten Sie nachsehen und nicht Einzelaspekte aus dem Zusammenhang lösen! Erst die Summe alle Teile machen diese Energiepolitik aus!
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 29. Juli 2013, 14:49:33
@Energiesparer51, was wollen Sie mir denn damit mitteilen?
Ich wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, dass die einschlägige Presse auch noch andere Gründe anführt um die wahnsinnigen Preissteigerungen an der Börse zu begründen.

http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2013-07-30/EU/-/1y (http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2013-07-30/EU/-/1y)

Bis Ende März waren die Preise noch viel höher aber der jetzige, kaum zu erkennende Anstieg muss ja für Propaganda ausgeschlachtet werden.

E.ON wollte das zzt. nicht wirtschaflich zu betreibende Kraftwerk Irsching doch ohnehin abschalten und die Bereitstellung über Netzentgelte finanziert bekommen, oder irre ich mich da?
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 16:02:37
@Energiesparer51, was wollen Sie mir denn damit mitteilen?
Ich wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, dass die einschlägige Presse auch noch andere Gründe anführt um die wahnsinnigen Preissteigerungen an der Börse zu begründen.

Bis Ende März waren die Preise noch viel höher aber der jetzige, kaum zu erkennende Anstieg muss ja für Propaganda ausgeschlachtet werden.

E.ON wollte das zzt. nicht wirtschaflich zu betreibende Kraftwerk Irsching doch ohnehin abschalten und die Bereitstellung über Netzentgelte finanziert bekommen, oder irre ich mich da?
Zusammenhang?? Es ging doch nicht um "andere Gründe" sondern um die Wirkung von "Sonne pur", also ganz sicher nicht um den Zeitraum bie Ende März 2013. Diese Wirkung wurde von der "einschlägigen Presse" beschrieben. Warum ist das Propaganda, für wenn? Zur Sache, was ist an der Beschreibung konkret falsch?

Jeder vernünftige Kaufmann betreibt nur Geschäfte, die er letztendlich für wirtschaftlich hält. Wenn er sieht, dass von einem investierten Euro am Ende nur noch 99 Cent oder weniger übrig bleiben, macht er damit Schluss. Es ist keine Frage des Wollens, sondern der kaufmännischen Vernunft. E.ON verhält sich unter den Bedingungen dieser Energiewende nur so wie es eben ein vernünftiger Kaufmann  auch tut. Der Spruch gilt auch hier: "Wenn der Köder mehr wert ist wie der Fisch, sollte man mit dem Angeln aufhören."

Er wurde leider  bei dieser EEG-Energiewende nicht beachtet.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 29. Juli 2013, 18:13:31
Zitat
Jeder vernünftige Kaufmann betreibt nur Geschäfte, die er letztendlich für wirtschaftlich hält. Wenn er sieht, dass von einem investierten Euro am Ende nur noch 99 Cent oder weniger übrig bleiben, macht er damit Schluss. Es ist keine Frage des Wollens, sondern der kaufmännischen Vernunft. E.ON verhält sich unter den Bedingungen dieser Energiewende nur so wie es eben ein vernünftiger Kaufmann  auch tut. Der Spruch gilt auch hier: "Wenn der Köder mehr wert ist wie der Fisch, sollte man mit dem Angeln aufhören."

Ich bin aber der Meinung, dass in diesem Fall 1 Euro vielleicht 1,05€ oder 1,10€ bringt und dies dem Kaufmann nicht reicht, weil er es gewöhnt war 1,20€ zu erhalten. Deswegen nutzt er natürlich die Gunst der Stunde und beschwert sich ein wenig über die neu aufkommende Konkurrenz und möchte (z.t. nachvollziehbarerweise) die gleichen Privilegien nutzen, die der Konkurrent bekommt. Dabei ist dem Kaufmann übrigens genauso egal, woher die Gelder kommen, also vom Staat oder den Bürgern, er möchte einfach die gleichen Gewinne, die er gewöhnt war.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 29. Juli 2013, 18:53:03


Diese Wirkung wurde von der "einschlägigen Presse" beschrieben. Warum ist das Propaganda, für wenn? Zur Sache, was ist an der Beschreibung konkret falsch?


Es ist ganz einfach aufgebauscht um Stimmung gegen die Erneuerbaren zu machen. Die beobachteten Preisanstiege sind so marginal dass sie im Jahrestrend gar nicht auffallen.  Sie sind zudem nur von kurzer Dauer. Ihre Auswirkung ist auf das Jahr gesehen vernachlässigbar.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 20:17:38
Ich bin aber der Meinung, dass in diesem Fall 1 Euro vielleicht 1,05€ oder 1,10€ bringt und dies dem Kaufmann nicht reicht, weil er es gewöhnt war 1,20€ zu erhalten. Deswegen nutzt er natürlich die Gunst der Stunde und beschwert sich ein wenig über die neu aufkommende Konkurrenz und möchte (z.t. nachvollziehbarerweise) die gleichen Privilegien nutzen, die der Konkurrent bekommt. Dabei ist dem Kaufmann übrigens genauso egal, woher die Gelder kommen, also vom Staat oder den Bürgern, er möchte einfach die gleichen Gewinne, die er gewöhnt war.
@Agnitio, ich bin schon lange ein Streiter für faire Energiepreise, aber was Sie da schreiben ist ein Schmarrn. Diese kapitalvernichtende Energiewende macht allen Energieversorgern gewaltige Probleme. Kraftwerke werden per Zwang stillgelegt. Andere dürfen nur noch sporadisch ans Netz. Da macht man dann noch solche Gewinne?! Die Erträge brechen ein und die Kapitalvernichtung geht in die Milliarden. Außer der EnBW klagen die Großkonzerne in Karlsruhe. In Baden-Württemberg wird der Steuerzahler die Zeche bezahlen und für die Verbraucher wird Strom bald zum unzuverlässigen und unbezahlbaren Luxusgut!

Eben meldet die im öffentlich-rechtlichen Eigentum stehende EnWB, dass das Konzernergebnis um 65 Prozent eingebrochen ist. Ob Baden-Württemberg seine Zinsen aus der Dividende je bezahlen kann?  Das Land Baden-Württemberg ist seit Ende 2010 wieder Großaktionär bei der EnBW. Das von der französischen  EdF gekaufte Aktienpaket wurde mit einem Fünfmilliardenkredit bezahlt. Die Zinsen sollten aus der EnBW-Dividende bezahlt werden. Daraus wird wohl nichts. Jetzt müssen wohl die baden-württembergischen Steuerzahler für die Zinsen aufkommen. Klar, in diesen Tagen gibt es nur einen Schuldigen, EX-MB Mappus, die Energiewende hat damit nichts zu tun.
Warum hat sich denn der E.ON-Kurs so toll entwickelt? (https://gisweb.vwd.com/mel/995/chartNG.gfn?overTime=3&subProperty=&instrumentId=7910800&instrumentId=0&instrumentId=0&chartType=0&average=0~linear&average=0~linear&logScale=&height=397&width=570&time=10000) ::)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 20:28:56
Es ist ganz einfach aufgebauscht um Stimmung gegen die Erneuerbaren zu machen. Die beobachteten Preisanstiege sind so marginal dass sie im Jahrestrend gar nicht auffallen.  Sie sind zudem nur von kurzer Dauer. Ihre Auswirkung ist auf das Jahr gesehen vernachlässigbar.
@Energiesparer51 für was machen Sie hier Stimmung? Die EEG-Energiewende ist bisher dadurch aufgefallen, dass jede Entwicklung verharmlost oder "vernachlässigt" wurde. Jeder Cent, der hier zur schon realisierten Milliardenverschwendung weiter in den Sand gesetzt wird, ist ein Cent zuviel und mehr als töricht.  Ich bin nicht bereit, für diesen Unfug auch nur noch einen Cent widerstandslos abzugeben.  "Von kurzer Dauer" ist bei dieser Energiewende übehaupt nichts und solch eine Entschuldigung geht deshalb schon gar nicht!  >:(   "Wehret den Anfängen", sagt der Spruch und er passt hier besonders.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: userD0005 am 29. Juli 2013, 20:51:22
Es ist ganz einfach aufgebauscht um Stimmung gegen die Erneuerbaren zu machen. Die beobachteten Preisanstiege sind so marginal dass sie im Jahrestrend gar nicht auffallen.  Sie sind zudem nur von kurzer Dauer. Ihre Auswirkung ist auf das Jahr gesehen vernachlässigbar.
@Energiesparer51 für was machen Sie hier Stimmung? Die EEG-Energiewende ist bisher dadurch aufgefallen, dass jede Entwicklung verharmlost oder "vernachlässigt" wurde. Jeder Cent, der hier zur schon realisierten Milliardenverschwendung weiter in den Sand gesetzt wird, ist ein Cent zuviel und mehr als töricht.  Ich bin nicht bereit, für diesen Unfug auch nur noch einen Cent widerstandslos abzugeben.  "Von kurzer Dauer" ist bei dieser Energiewende übehaupt nichts und solch eine Entschuldigung geht deshalb schon gar nicht!  >:(   "Wehret den Anfängen", sagt der Spruch und er passt hier besonders.

@PLUS
Warum eröffnen sie nicht einfach ein ANTI EE Forum.... Da können Sie und Ihresgleichen unendlich und ohne Pause den immer selben Monologen folgen und selbige zum Besten geben.

Ab und zu kommt man vorbei, schmeißt nen kleinen Happi rein und dann könnense sich wieder 1 Woche dran verbeißen. ;D 8)

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 29. Juli 2013, 22:08:35
@Energiesparer51 für was machen Sie hier Stimmung?

Stimmungsmache ist nicht meine Intention. Stimmungsmache habe ich den Medien vorgeworfen.

Zitat
.... Ich bin nicht bereit, für diesen Unfug auch nur noch einen Cent widerstandslos abzugeben.  ...
Da werden wir alle nicht gefragt, ob wir für dies oder für das zahlen wollen. Ich bin z.B. auch nicht bereit freiwillig für "Wetten dass" zu zahlen. Genutzt hat es mir bisher nichts. 
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: khh am 29. Juli 2013, 22:26:20
@PLUS
Warum eröffnen sie nicht einfach ein ANTI EE Forum.... Da können Sie und Ihresgleichen unendlich und ohne Pause den immer selben Monologen folgen und selbige zum Besten geben.

@ pitti
Hier befinden Sie sich im Forum des Bund der Energieverbraucher. Als Verbraucher lese ich (und vielleicht auch noch andere User) die vielfach durchaus fundierten Beiträge von @ Plus mit großem Interesse, auch wenn man nicht generell mit ihm übereinstimmen muss.

Wenn Beiträge Andersdenkender für Sie unerträglich sind, warum lesen/schreiben Sie nicht einfach nur noch im  www.photovoltaikforum.com  .... Dort finden Sie Ihresgleichen und können PVA’s als ‚Wohltat der Menschheit’ unendlich und ohne Pause gemeinsam feiern!  :)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 29. Juli 2013, 22:30:12
Da werden wir alle nicht gefragt, ob wir für dies oder für das zahlen wollen. Ich bin z.B. auch nicht bereit freiwillig für "Wetten dass" zu zahlen. Genutzt hat es mir bisher nichts.
Sehen Sie mal hier bei ca. 3.00: Volker Pispers - G.E.Z. Zwangsgebühren (http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=IkanghXPnds)  :)
Titel: Re: Nicht zum "Schieflachen": Häfen zu klein für Windräder ... noch eine Mrd.€
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 07:42:18
@PLUS
Warum eröffnen sie nicht einfach ein ANTI EE Forum.... Da können Sie und Ihresgleichen unendlich und ohne Pause den immer selben Monologen folgen und selbige zum Besten geben.
... die vielfach durchaus fundierten Beiträge von @ Plus ...

Damit meinen Sie bestimmt den folgenden: ;)

Nicht zum "Schieflachen": Häfen zu klein für Windräder ... noch eine Mrd.€

Süddeutsche (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1476312)

"EE sind schon größter Stromlieferant für Deutschland". Das sollte wohl eine Erfolgsmeldung sein um von den wachsenden Problemen ablenken. Es ist mindestens für die Verbraucher keine Erfolgsmeldung sondern das Gegenteil. Sie werden als Verbraucher und noch als Steuerzahler für die Zeche zur Kasse gebeten. Ihr Geld und Milliardenwerte an Volksvermögen wird vernichtet!

Die deutsche EEG-Energiewende zeigt sich als größte Vermögensvernichtung in der Energiegeschichte. Der volkswirtschaftliche Schaden wächst weiter.

Löscher geht jetzt bei Siemens. Er ist auch nur ein Opfer dieser "herausragenden" EE-Förderorgie!
Mit mindestens 10 Mio.€ ein gut gefederter Abgang. Andere Opfer dieser EEG-Energiewende spüren dagegen das Nagelbrett und dürfen nur zahlen. Die wahren Schuldigen werden geschont, oft noch belohnt und bleiben.

Das EEG ist gescheitert, die Krise ist da. Mit Ideologie und Profitgier hat man grob fahrlässig eine Lawine geschaffen und ausgelöst. Die Verantwortlichen werden nicht bestraft.  Sonst hat das Auslösen einer Lawine strafrechtliche Folgen und man haftet mindestens.

BUM Altmaier wollte mit seiner "Lawinenverbauung" wenigstens einen kleinen Teil des Schadens von den Verbrauchern abwenden. Aber selbst dieser bescheidene Versuch wurde in den Keimen des Eigenutzes und der Ideologie erstickt. Spätestens nach der Wahl rollt die Lawine vernichtend ins Tal.

Wahnsinnig fundiert, oder?

Nein, mal im Ernst, khh:
Es ist nicht so, dass pitti (oder andere) hier im Forum von sich aus dauernd die "PVAs als Wohltat der Menschheit unendlich und ohne Pause feiern" würde.
Im Gegenteil sind solche Pro-PV-Beiträge wie die von pitti fast ausschließlich eine Reaktion auf die von PLUS gebetsmühlenartig wiederholten Verteufelungen der PV an sich und der EE-Förderung allgemein.

Wenn PLUS sachlich kritische Beiträge zum Thema PV bringen würde, dann wäre das ja ok.
Aber seine Hass- und Schimpftiraden sind eben nicht fundiert. Bei PV und bei EE allgemein wiederholt PLUS immer dieselben unsinnigen Phrasen wie die oben zitierten - und er "biegt" oft themenfremde Threads in diese Anti-PV-Richtung. Zudem beschimpft er auch ständig alle EE-Investoren und insbesondere PV-Investoren als profitgierige Egoisten, die zusammen mit der Politik eine Verschwörung zum Schaden der Verbraucher und der Umwelt eingegangen wären.

Wenn Sie "vielfach funderte Beiträge" von PLUS gelesen haben, dann trifft das auf andere Themen zu, ganz sicher nicht für das Thema PV.
Insoferrn ist es also durchaus angebracht, wenn pitti darauf hinweist, dass wir hier nicht in einem Anti-EE oder Anti-PV-Forum sind.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 30. Juli 2013, 09:19:35
In den Chor kann ich nur einstimmen. Keiner der hier pro Erneuerbare ist, redet alles schön und verleugnet diverse Fehlentwicklungen. Das Forum wird zur konstruktiven Diskussion genutzt und führt damit insgesamt zu einer umfassenden Meinungsbildung.
Ein Gebetsmühlenartiges dagegen reden und ein ständiges wiederholen der gleichen Standardbaukastensätze bildet aber keinerlei Gesprächsgrundlage.

Dass die großen Kraftwerksbetreiber durchaus noch Gewinne machen, ist für mich ein Fakt. Aber warum nicht ein wenig jammern um noch ein paar staatliche/Bürgermilliarden mitzunehmen? Außerdem bezweifle ich, dass EON, EnBW und Co noch eine weitere Lobby brauchen. Darum kümmern die sich schon selbst.

Zitat
@Agnitio, ich bin schon lange ein Streiter für faire Energiepreise, aber was Sie da schreiben ist ein Schmarrn. Diese kapitalvernichtende Energiewende macht allen Energieversorgern gewaltige Probleme. Kraftwerke werden per Zwang stillgelegt. Andere dürfen nur noch sporadisch ans Netz. Da macht man dann noch solche Gewinne?! Die Erträge brechen ein und die Kapitalvernichtung geht in die Milliarden. Außer der EnBW klagen die Großkonzerne in Karlsruhe. In Baden-Württemberg wird der Steuerzahler die Zeche bezahlen und für die Verbraucher wird Strom bald zum unzuverlässigen und unbezahlbaren Luxusgut!

Damit macht man nicht mehr SOLCHE Gewinne, sondern wie von mir dargestellt eben nur noch kleinere. Die Erträge brechen ein, die jahrelang vorher nahezu keine Grenzen kannten.
Was soll das mir sagen, dass die Konzerne klagen? Sie sehen ihre Felle davonschwimmen und klagen gegen die Zwangsabschaltung, ja.
In BaWü werden die Verbraucher vor allem eins bezahlen. Den Rückbau der Atomkraftwerken in den nächsten 20 Jahren.
18-50Mrd geplante(!) Kosten, in denen keine einzige kWh gefördert wird. Wieso reden Sie nicht dabei von Geldvernichtung?

http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Stilllegung_und_R%C3%BCckbau
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 30. Juli 2013, 09:51:17
Zitat
Was soll das mir sagen, dass die Konzerne klagen? Sie sehen ihre Felle davonschwimmen und klagen gegen die Zwangsabschaltung, ja.
Da passt wohl ein alter Studentenspruch: "Lerne klagen, ohne zu leiden".

Zitat
In BaWü werden die Verbraucher vor allem eins bezahlen. Den Rückbau der Atomkraftwerken in den nächsten 20 Jahren.
18-50Mrd geplante(!) Kosten, in denen keine einzige kWh gefördert wird. Wieso reden Sie nicht dabei von Geldvernichtung?

Wenn ich diese Sätze im Zusammenhang mit dem zitierten Artikel lese, kann einem schon die blanke Ohnmacht überkommen.

An sich hätten KKW nie und nimmer in Betrieb gehen dürfen. Es ist nichts ordentlich geregelt und da geht es nicht nur ums Endlager. Tausende Tonnen, die beim Rückbau des ehemaligen KKW Lubmin anfielen, landeten im normalen Müll!

Rücklagen für den Rückbau der KKW wurden zwar gebildet, aber niemand weiß, wieviel und bei Insolvenz haftet der Steuerzahler. Und so weiter und so fort.
Ordentlich geregelt waren offensichtlich nur die horrenden Gewinne der Kraftwerksbetreiber.
Titel: EE größter Stromlieferant für D? Eher das größte Milliardengrab der E-Geschichte
Beitrag von: PLUS am 30. Juli 2013, 11:00:26
Bezug:
http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18400.msg102827.html#msg102827
http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18400.msg102830.html#msg102830
http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18400.msg102832.html#msg102832

@Superhaase, dass Sie als PV-Protagonist und andere Nutzniesser Kritik an dieser Förderorgie nicht ertragen können ist offenkundig. Ihre Wortwahl und die unglaublichen Interpretationen @Superhaase stammen aus Ihrem Hirn und nicht aus meinen Beiträgen.

Die Milliardenvernichtungen sind Fakten, jeder kann sie nachvollziehen (Bosch, Siemens, fast die gesamte Solarbranche). 2012: Die Liste der größten Kapitalvernichter führt die Centrotherm Photovoltaik AG aus dem schwäbischen Blaubeuren an. Unter den Top-Ten der Kapitalvernichter rangieren vier weitere Unternehmen aus der Solarbranche. Platz zwei belegt der ehemalige Solar-Branchenprimus SolarWorld vor Phoenix Solar. Quelle: DSW. Und das ist nur ein Ausschnitt! Die extremen Strompreise für die Haushaltsstromverbraucher sind ebenfalls "fundiert". Man kann das alles nachvollziehen wenn man will und vergleichen. Man will nicht, man will weiter verschleiern und täuschen. Eigeninteresse-Ideologie!

Kritik ist von Verbraucherseite mindestens solange notwendig, wie die Fehlentwicklung andauert bzw. die Auswirkungen zu Lasten der Verbraucher oder anderer Dritter nicht beseitigt sind. Wenn das Forum hier ein Verbraucherforum sein und bleiben will, kann die hier sich ausbreitende offene, aber auch oft subtile PV-Propaganda nicht widerspruchslos bleiben.

Der Aufruhr gegen die Kritik durch die sich hier tummelnden PV-Nutzniesser und verkappten gestrigen Atomgegner zeigt mir gerade, dass die Kritik richtig und notwendig ist. Deutschland hat sich gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie ausgesprochen. Jetzt müssen selbstverständlich die Kraftwerke zurückgebaut werden. So oder so, egal wie, den getarnten Atomgegnern ist es nie recht. In der Regel geht es um die Sicherung der eigenen Pfründe der Rest ist Ideologie. Sachlichkeit und echtes Interesse an Lösungen ist selten festzustellen.  Was sich in Deutschland in der Zwischenzeit als Verbraucherschutz tarnt ist unglaublich. Es ist bezeichnend, dass selbst ein Energieverbraucherforum von PV-Nutzniessern unterwandert wird, die ganz sicher keine Verbraucherinteressen im Sinne haben, sondern ihren Eigennutz mit der Tarnfarbe "Ideologie" grün gestrichen.

Der Superhaasen-Stil ist nicht meiner, die Worte sind nicht meine. Das was da immer wieder untergeschoben wird ist mehr als eine Frechheit. Das Forum verliert alleine durch diesen Superhaasen-Stil gewaltig an Qualität. Man kann es bedauern, aber wohl als Nutzer nicht ändern. Schade für das Forum.   
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: khh am 30. Juli 2013, 11:02:20
... Keiner der hier pro Erneuerbare ist, redet alles schön  und verleugnet diverse Fehlentwicklungen. ...

Doch, der User @pitti schon, besondere dann, wenn es um die dezentrale Stromerzeugung mit PVA's geht !

Warum wohl ? ...... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.   ;)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Agnitio am 30. Juli 2013, 11:58:46
Zitat
Der Aufruhr gegen die Kritik durch die sich hier tummelnden PV-Nutzniesser und verkappten gestrigen Atomgegner zeigt mir gerade, dass die Kritik richtig und notwendig ist. Deutschland hat sich gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie ausgesprochen. Jetzt müssen selbstverständlich die Kraftwerke zurückgebaut werden. So oder so, egal wie, den getarnten Atomgegnern ist es nie recht. In der Regel geht es um die Sicherung der eigenen Pfründe der Rest ist Ideologie. Sachlichkeit und echtes Interesse an Lösungen ist selten festzustellen.  Was sich in Deutschland in der Zwischenzeit als Verbraucherschutz tarnt ist unglaublich. Es ist bezeichnend, dass selbst ein Energieverbraucherforum von PV-Nutzniessern unterwandert wird, die ganz sicher keine Verbraucherinteressen im Sinne haben, sondern ihren Eigennutz mit der Tarnfarbe "Ideologie" grün gestrichen.

Der Superhaasen-Stil ist nicht meiner, die Worte sind nicht meine. Das was da immer wieder untergeschoben wird ist mehr als eine Frechheit. Das Forum verliert alleine durch diesen Superhaasen-Stil gewaltig an Qualität. Man kann es bedauern, aber wohl als Nutzer nicht ändern. Schade für das Forum. 

1) Ich besitze keine Solaranlage, bin also auch einer der "geschädigten" und keiner der Nutznießer. Trotzdem kann ich dafür sein. Ihre Behauptungen sind nicht wahrheitsgemäß und pauschal.
2) Ich empfinde die Beiträge von superhaase als qualitativ deutlich hochwertiger als Ihre. Der objektive Leser hat inhaltlich deutlich mehr davon, vor allem, weil Fakten deutlich häufiger begründet werden.
3) Unterwandert wird hier nichts. Sie scheinen es bloß nicht gewöhnt zu sein, andere Meinung zu tolerieren. Energieverbraucherforum bedeutet nicht, dass der Fokus nur auf dem Preis für die Energie liegt.
Titel: Re: EE größter Stromlieferant für D? Eher das größte Milliardengrab der E-Geschichte
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 12:48:11
@Superhaase, dass Sie als PV-Protagonist und andere Nutzniesser Kritik an dieser Förderorgie nicht ertragen können ist offenkundig. Ihre Wortwahl und die unglaublichen Interpretationen @Superhaase stammen aus Ihrem Hirn und nicht aus meinen Beiträgen.
Soso, das ist nicht Ihre Wortwahl, die ich da kritisiere.
Dann lesen wir Ihren letzten Beitrag mal weiter:

Zitat
... Man will nicht, man will weiter verschleiern und täuschen. Eigeninteresse-Ideologie!
...
Der Aufruhr gegen die Kritik durch die sich hier tummelnden PV-Nutzniesser und verkappten gestrigen Atomgegner zeigt mir gerade, dass die Kritik richtig und notwendig ist.
...
So oder so, egal wie, den getarnten Atomgegnern ist es nie recht. In der Regel geht es um die Sicherung der eigenen Pfründe der Rest ist Ideologie.
...
Es ist bezeichnend, dass selbst ein Energieverbraucherforum von PV-Nutzniessern unterwandert wird, die ganz sicher keine Verbraucherinteressen im Sinne haben, sondern ihren Eigennutz mit der Tarnfarbe "Ideologie" grün gestrichen.

Alles Ihre Worte. Im selben Beitrag!
Hier wird Ihnen nichts untergeschoben. Sie selbst verbreiten Verschwörungstheorien und beschimpfen Andersdenkende als "verkappte" oder "getarnte" Atomgener und "PV-Nutznießer", wobei Sie diesmal zu Ihrer Tarnung das sonst immer von Ihnen gebrauchte Wort "profitgierig" ausnahmsweise weggelassen haben. Wieder enthalten sind die Vorwürfe der "Pfründe" und somit des Egoismus, sowie der "Ideologie".

Niemand schiebt Ihnen etwas unter. Sie selbst schreiben solchen Blödsinn. Jeden Tag. In jedem Thread.
Sie müssen es schon aushalten, wenn man Ihnen hier einen Spiegel vorhält.

Und lassen Sie es sich gesagt sein:
Ihr Kreuzug ist vergebens, denn je mehr Sie hier über die PV schimpfen, desto mehr Widerspruch werden Sie ernten und desto mehr Pro-PV-Beiträge werden in diesem Forum geschrieben werden.
Wie ich Ihnen schon sagte, Ihre Schimpftiraden sind für mich wunderbare Aufhänger um immer wieder Vorurteile und Falschinformationen zur PV aufzuklären und einen Beitrag zur Verteidigung der PV zu schreiben.
Hätten Sie in diesem Forum nicht ständig gegen die PV gehetzt, ich hätte wahrscheinlich keinen einzigen Beitrag hier zum Thema PV geschrieben. Ich bin ursprünglich in dieses Forum gegangen, um mich gegen die überhöhten Gaspreise zu wehren, die PV war für mich hier eigentlich kein Thema.
Sie sind es, der hier in jedes noch so fremde Thema das Thema PV einschleust.
Ohne Sie, lieber PLUS=nomos, ginge die Zahl der Threads, die das Wort PV enthalten, wohl gegen Null.
Die von Ihnen so empfundene Unterwanderung des Energieverbraucherforums durch "PV-Nutznießer" mit vielen Pro-PV-Beiträgen haben Sie also selbst erst bewirkt!
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Cremer am 30. Juli 2013, 13:28:56
siehe WISO gestern Abend,
jetzt sucht die Tennet auch noch eine Bürgerbeteiligung an ihrer Westküstenleitung, um die Windenergie ableiten zu können.  Und kaum einer meldet sich !! Die Renditeprognose ist einfach zu schlecht.

Siehe Spiegel von gestern.
Die Nordseehäfen sind nicht tief genug für die Dreibein-konstruktion der Offshore- Anlagen. Noch ein Ausbau auf Kosten der Stromkunden.
Jetzt langt es !!
Das Fass der Förderungen aus den Kassen der Stromkunden läuft schon längt gewaltig über.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 30. Juli 2013, 13:34:07
siehe WISO gestern Abend,
jetzt sucht die Tennet auch noch eine Bürgerbeteiligung an ihrer Westküstenleitung, um die Windenergie ableiten zu können.  Und kaum einer meldet sich !! Die Renditeprognose ist einfach zu schlecht.

Siehe Spiegel von gestern.
Die Nordseehäfen sind nicht tief genug für die Dreibein-konstruktion der Offshore- Anlagen. Noch ein Ausbau auf Kosten der Stromkunden.
Jetzt langt es !!
Das Fass der Förderungen aus den Kassen der Stromkunden läuft schon längt gewaltig über.

Bedanken Sie sich insbesondere bei Herrn Rösler.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Didakt am 30. Juli 2013, 13:38:15
Sehenswerter Presseclub am letzten Sonntag. Sie erfahren, wie es um die Energiewende steht. Ein Desaster ist das, und von @ Plus bislang durchaus objektiv und realitätsnah beschrieben.

http://www.ardmediathek.de/das-erste/presseclub/teuer-und-riskant-droht-die-energiewende-zu-scheitern?documentId=16128200 (http://www.ardmediathek.de/das-erste/presseclub/teuer-und-riskant-droht-die-energiewende-zu-scheitern?documentId=16128200)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 14:20:45
siehe WISO gestern Abend,
jetzt sucht die Tennet auch noch eine Bürgerbeteiligung an ihrer Westküstenleitung, um die Windenergie ableiten zu können.  Und kaum einer meldet sich !! Die Renditeprognose ist einfach zu schlecht.
Ja, die Bürgerbeteiligung an den Stromleitungen ist ein Witz.
Finanzberater raten auch schon davon ab, weil hier praktisch nachrangige Schuldverschreibungen an die Bürger vertickt werden, die auch einen Totalverlust bringen könnten aber mit mageren 5% Rendite ausgestattet sind, während andererseits aber die Netzbetreiber gesetzlich garantierte Renditen von über 9% bekommen. Tennet beschwert sich ja auch schon darüber, dass den Bürgern da etwas mehr bezahlt wird als die Banken für die Kredite für das Projekt bekommen, wobei sie geflissentlich unterschlagen, dass die Banken ja auch vorrangig in der Gläubigerliste stehen sollen. Ganz schön dreist.

Attraktiv wären eher Beteiligungsmodelle in der Art einer echten Eigenkapitalbeteiligung an den Stromtrassen gewesen, die dann wenigstens auch die 9% Rendite für die Bürger abgeworfen hätte.

Zitat
Siehe Spiegel von gestern.
Die Nordseehäfen sind nicht tief genug für die Dreibein-konstruktion der Offshore- Anlagen. Noch ein Ausbau auf Kosten der Stromkunden.
Jetzt langt es !!
Das Fass der Förderungen aus den Kassen der Stromkunden läuft schon längt gewaltig über.
Ich hab jetzt nicht den SPIEGEL zur Hand, aber das was ich anderswo gelesen habe, sagt nicht, dass der Hafenausbau von den Stromverbrauchern bezahlt werden soll. Die Häfen fordern nur sowas wie Hermes-Bürgschaften vom Staat.

@Didakt:
Das Disaster bei der Energiewende beschreiben und kritisieren hier im Forum praktisch alle, in verschiedenen Facetten.
PLUS ist dabei einer der wenigen, die das nicht objektiv beschreiben, sondern überaus voreingenommen und geradezu fanatisch.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 30. Juli 2013, 14:56:04
Das Ablösen von Herrn Röttgen durch Herrn Altmeier hat jedenfalls bisher nichts bewirkt. Außer ein paar Ideen für Schnellschüsse ist mit nichts bekannt, was eine mittelfristige Strategie zum Umsteuern angeht. Zurzeit wird eh ausgesessen, die Regierungspolitiker meiden das Thema, nur die Presse macht regelmäßig Stimmung.

@plus: auch der Bund der Energieverbraucher befasst sich mit Erneuerbaren Energien.
http://www.energieverbraucher.de/de/Erneuerbare__43/

Das sind nicht nur die von Ihnen ausgemachen Gruppen hier. 
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 30. Juli 2013, 15:12:07
Attraktiv wären eher Beteiligungsmodelle in der Art einer echten Eigenkapitalbeteiligung an den Stromtrassen gewesen, die dann wenigstens auch die 9% Rendite für die Bürger abgeworfen hätte.
....
@Didakt: Das Disaster bei der Energiewende beschreiben und kritisieren hier im Forum praktisch alle, in verschiedenen Facetten.
PLUS ist dabei einer der wenigen, die das nicht objektiv beschreiben, sondern überaus voreingenommen und geradezu fanatisch.
Der übliche Superhaasen-Stil. Gierig und frech. "Diese Bürger" das sind Superhaasen. Wer bezahlt wohl die 9 %?  Bei einer weiter sinkenden Umlaufrendite (https://gisweb.vwd.com/mel/828/chartNG.gfn?overTime=3&subProperty=&instrumentId=2215373&instrumentId=0&instrumentId=0&chartType=0&average=0~linear&average=0~linear&logScale=&height=397&width=570&time=100000) von bald nur noch einem starken Prozent ist das mehr als gierig! 

Nochmal, es ist so, das was da vom Forumssuperhaasen einem immer wieder untergeschoben und verdreht wird ist mehr als eine Frechheit. Es macht keinen Sinn darauf einzugehen.  Das Forum verliert alleine durch diesen Superhaasen-Stil gewaltig an Qualität. Man muss es bedauern, kann das aber als Nutzer nicht ändern. Man kann auch nicht deutlich darauf eingehen ohne dass daraus die nächste Verdrehung gestrickt wird. Schade um das Forum. @Superhaase ist ganz sicher kein Heiliger der auf das Gemeinwohl setzt. Egoismus und Gier zeigen sich da eher.   

Es ist müßig auf die PV-lastigen und von Eigennutz strotzenden Superhaasenbeiträge weiter einzugehen. Ignorieren ist wohl noch das Beste. Nicht wundern, wenn von mir keine Reaktionen darauf mehr kommen.

@energiesparer51, für meinen Geschmack doch ein sehr einseitiges "Befassen" als Bund der Energieverbraucher.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: berndh am 30. Juli 2013, 15:26:23
Die 9% Gewinn werden aber für alle Stromtransporte bezahlt.
Egal ob Fossil oder EEG.

Und wenn diese 9% als Garantievergütung den Netzbetreibern zugestanden wurden.
Warum sollten dann andere Investoren mit weniger Ertrag und mehr Risiko zufrieden sein?

Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 15:26:39
Attraktiv wären eher Beteiligungsmodelle in der Art einer echten Eigenkapitalbeteiligung an den Stromtrassen gewesen, die dann wenigstens auch die 9% Rendite für die Bürger abgeworfen hätte.
....
@Didakt: Das Disaster bei der Energiewende beschreiben und kritisieren hier im Forum praktisch alle, in verschiedenen Facetten.
PLUS ist dabei einer der wenigen, die das nicht objektiv beschreiben, sondern überaus voreingenommen und geradezu fanatisch.
Der übliche Superhaasen-Stil. Gierig und frech. "Diese Bürger" das sind Superhaasen. Wer bezahlt wohl die 9 %?  Bei einer weiter sinkenden Umlaufrendite (https://gisweb.vwd.com/mel/828/chartNG.gfn?overTime=3&subProperty=&instrumentId=2215373&instrumentId=0&instrumentId=0&chartType=0&average=0~linear&average=0~linear&logScale=&height=397&width=570&time=100000) von bald nur noch einem starken Prozent ist das mehr als gierig!

Und was denken Sie, wer die 9% kassiert und wer diese 9% bezahlt, wenn keine Bürger beteiligt werden?
Die Netzausbauten werden durch die Bürgerbeteiligung weder billiger noch teuerer, nur die Verteilung der staatlich garantierten Gewinne am Netzbetrieb ändert sich.
Aber natürlich sind in Ihren Augen die Bürger böse und profitgierig, während die Netzbetreiber ja selbstverständlich als ehrliche Kaufleute gar nicht anders können und somit nicht zu kritisieren sind ... oder was wollen Sie sagen?

Zitat
Nochmal, es ist so, das was da vom Forumssuperhaasen einem immer wieder untergeschoben und verdreht wird ist mehr als eine Frechheit. Es macht keinen Sinn darauf einzugehen.  Das Forum verliert alleine durch diesen Superhaasen-Stil gewaltig an Qualität. Man muss es bedauern, kann das aber als Nutzer nicht ändern. Man kann auch nicht deutlich darauf eingehen ohne dass daraus die nächste Verdrehung gestrickt wird. Schade um das Forum. @Superhaase ist ganz sicher kein Heiliger der auf das Gemeinwohl setzt. Egoismus und Gier zeigen sich da eher.   

Es ist müßig auf die PV-lastigen und von Eigennutz strotzenden Superhaasenbeiträge weiter einzugehen. Ignorieren ist wohl noch das Beste. Nicht wundern, wenn von mir keine Reaktionen darauf mehr kommen.
Auch hier zeigt sich wieder, wie unsachlich Sie sind und wie Sie andere beschimpfen:
"Egoismus", "Gier", "Eigennutz strotzend".
Ich habe Sie nur jeweils wörtlich zitiert und die Unsachlichkeit Ihrer teils beleidigenden Beiträge aufgezeigt und kritisiert.
Sie aber merken in Ihrem Kreuzzugs-Eifer offensichtlich gar nicht mehr, dass Sie mit jedem weiteren Beitrag hierauf genau diese vorgehaltene Unsachlichkeit bestätigen und immer weiter wiederholen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 30. Juli 2013, 15:32:31
Wer bezahlt wohl die 9 %?  Bei einer weiter sinkenden Umlaufrendite (https://gisweb.vwd.com/mel/828/chartNG.gfn?overTime=3&subProperty=&instrumentId=2215373&instrumentId=0&instrumentId=0&chartType=0&average=0~linear&average=0~linear&logScale=&height=397&width=570&time=100000) von bald nur noch einem starken Prozent ist das mehr als gierig! 

Wenn Netzbetreiber solche Renditen garantiert bekommen, ist das aber normal?
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 15:54:53
Es erscheint mir so, dass Tennet zwar kaum in der Lage ist, die Finanzierung der Netzausbauprojekte alleine zu stemmen, aber niemand anderen so richtig beteiligen will und schon gar nicht den Bürgern eine echte Beteiligung gönnt, weil Tennet die staatlich garantierten 9% Rendite unbedingt selbst abschöpfen will.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Didakt am 30. Juli 2013, 17:28:59
@ superhaase

Ihre Anmerkung:
Zitat
PLUS ist dabei einer der wenigen, die das nicht objektiv beschreiben, sondern überaus voreingenommen und geradezu fanatisch.

Das ist eine Frage der individuellen Sichtweise. Den Fanatismus jedenfalls teilen Sie sich ganz offensichtlich mit ihm, wenn auch auf der anderen Seite der Medaille.  ;)

Sie gehen mit Ihrem Kontrahenten doch auch nicht zimperlich und vorurteilslos um, wenn Sie ihn unbegründet der Verbreitung von Verschwörungstheorien, der Hetze und ständiger Schimpftiraden bezichtigen.

Die Karre der EE-Politik und die damit verbundene Wende-Philosophie befinden sich fraglos im tiefen Morast festgefahren.
@ Plus beschreibt die Gründe und die Fehlleistungen der Politik, insbesondere die wahnwitzigen Subventionen und die Gier der nimmersatten EEG-Lobby danach, die zu der jetzigen Situation ‒ vor allem zum ausschließlichen Nachteil der nicht privilegierten Verbraucher ‒ führten. Er unterbreitet aber auch zweckmäßige, brauchbare Alternativen zur gerechteren Finanzierung der Energiewende. Was gibt es an diesen Tatsachen und unumgänglichen Notwendigkeiten zu bemängeln?

Zuweilen ist eine nachdrückliche Formulierung der bisherigen Fehlleistungen notwendig, um den Uneinsichtigen und auch dem letzten Mohikaner in der Verbraucherschaft diese Misere zu verdeutlichen. Nachhaltiger, breit angelegter Widerstand muss sich endlich gegen die steigenden, einseitig belastenden Strompreise formieren.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: PLUS am 30. Juli 2013, 17:43:10
Wer bezahlt wohl die 9 %?  Bei einer weiter sinkenden Umlaufrendite (https://gisweb.vwd.com/mel/828/chartNG.gfn?overTime=3&subProperty=&instrumentId=2215373&instrumentId=0&instrumentId=0&chartType=0&average=0~linear&average=0~linear&logScale=&height=397&width=570&time=100000) von bald nur noch einem starken Prozent ist das mehr als gierig!
Wenn Netzbetreiber solche Renditen garantiert bekommen, ist das aber normal?
Nein das ist nicht normal, wie kommen Sie darauf? Ich habe das längst und wiederholt beanstandet. Hier klicken, dann sehen Sie ein Beispiel (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,16266.msg85549.html#msg85549)
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 30. Juli 2013, 19:49:00
Das ist eine Frage der individuellen Sichtweise. Den Fanatismus jedenfalls teilen Sie sich ganz offensichtlich mit ihm, wenn auch auf der anderen Seite der Medaille.  ;)
Wo bin ich fanatisch?
Ich sage lediglich, dass eine nachhaltige Stromversorgung in Deutschland ganz ohne PV nicht machbar oder wenigstens sehr viel aufwändiger und teurer wäre (auf lange Sicht, damit sind jetzt nicht die frühere Überförderung der PV und deren langfristige Folgen gemeint). Das ist auch die Meinung aller Fachleute.
Ferner sage ich, dass die Energiewende (weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren) unvermeidbar ist und ein schneller Umstieg aufgrund von Umweltschutz aber auch aus wirtschaftlichen Gründen geboten ist.
Ist das schon fanatisch?
Ferner sage ich, dass die Strompreise durch diese Energiewende unvermeidbar steigen, sofern man nicht die Energiepreise durch Steuergelder subventioniert, was ich nicht für angemessen halten würde.
Ist das schon fanatisch?

Zitat
Sie gehen mit Ihrem Kontrahenten doch auch nicht zimperlich und vorurteilslos um, wenn Sie ihn unbegründet der Verbreitung von Verschwörungstheorien, der Hetze und ständiger Schimpftiraden bezichtigen.
Das stimmt - bis auf die Worte "nicht vorurteilslos" und "unbegründet". Ich habe die Falschaussagen von PLUS jeweils zuerst richtiggestellt. Die von Ihnen genannten Vorwürfe habe ich erst erhoben, als PLUS ohne Eingehen auf sachliche Gegenargumente seine falschen Aussagen ständig (teils von Diffarmierungen begleitet) wiederholt und das Forum damit zugemüllt hat.

Zitat
Die Karre der EE-Politik und die damit verbundene Wende-Philosophie befinden sich fraglos im tiefen Morast festgefahren.
Da sind wir uns ja alle einig.

Zitat
@ Plus beschreibt die Gründe und die Fehlleistungen der Politik, insbesondere die wahnwitzigen Subventionen und die Gier der nimmersatten EEG-Lobby danach, die zu der jetzigen Situation ‒ vor allem zum ausschließlichen Nachteil der nicht privilegierten Verbraucher ‒ führten.
Insoweit habe ich PLUS auch nie angegriffen. Zu hohe Subventionen habe ich auch immer kritisiert.
Aber es kam wohl sehr selten vor, dass PLUS bzgl. der Energiewende Gründe und Fehlleistungen der Politik beschrieben hat. Meist erschöpfen sich seine Beiträge zum Thema eben in der Klage über hohe Strompreise, der Forderung nach Abschaffung des EEG (ohne Alternativen zu benennen), ständigen pauschalen Anfeindungen aller EE-Investoren (insb. der PV-Investoren) und in seiner irrationalen fanatischen Verteufelung der PV.

Zitat
Er unterbreitet aber auch zweckmäßige, brauchbare Alternativen zur gerechteren Finanzierung der Energiewende.
Das ist jetzt etwas wohlwollend formuliert. ;) Aber sicher, dagegen wäre nichts einzuwenden.
Alternativen zum EEG benennt er auch auf Nachfrage allerdings keine. Einzig die bisher entstandenen und zukünftige Energiewendekosten möchte er über Steuern finanzieren.
Über die von ihm (und vor allem von anderen) vorgeschlagene Alternative "Steuerfinanzierung" wurde ja auch recht sachlich diskutiert.

Zitat
Zuweilen ist eine nachdrückliche Formulierung der bisherigen Fehlleistungen notwendig, um den Uneinsichtigen und auch dem letzten Mohikaner in der Verbraucherschaft diese Misere zu verdeutlichen. Nachhaltiger, breit angelegter Widerstand muss sich endlich gegen die steigenden, einseitig belastenden Strompreise formieren.
Das ist richtig. Gegen deftige Worte gegen die steigenden, einseitig belastenden Strompreise habe ich auch nichts einzuwenden.
Ich bin bei den richtigen Gelegenheiten auch ein Freund von "nachdrücklichen Formulierungen", wie Sie selbst schon festgestellt haben. ;)
Wenn hier z.B. externe Artikel verlinkt werden, deren Aussagen ich für Quatsch oder Propaganda halte, dann sag ich das auch so. Oder ich nenne auch blödsinnige Aussagen von Interviewpartnern in verlinkten Interviews Blödsinn. Nachdrückliche Formulierungen eben, die ich mir gönne, wenn ich solchen Blödsinn lese, der oft die Bürger vorsätzlich für dumm verkaufen will.

Was PLUS aber beim Thema PV macht, geht über "nachdrückliche Formulierungen" weit hinaus.
Damit meine ich nicht "Milliardenzeche" oder "Milliardenverschwendung", die er der PV-Förderung zuschreibt, das ist ok und trifft ja auch die Wahrheit, sondern ich meine damit die Diffarmierung von PV-Investoren und PV-Befürwortern, sowie die sachlich unbegründete Verteufelung der PV als in Deutschland sinnloses Unterfangen.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 31. Juli 2013, 15:57:44
siehe WISO gestern Abend,
jetzt sucht die Tennet auch noch eine Bürgerbeteiligung an ihrer Westküstenleitung, um die Windenergie ableiten zu können.  Und kaum einer meldet sich !! Die Renditeprognose ist einfach zu schlecht.

Siehe Spiegel von gestern.
Die Nordseehäfen sind nicht tief genug für die Dreibein-konstruktion der Offshore- Anlagen. Noch ein Ausbau auf Kosten der Stromkunden.
Jetzt langt es !!
Das Fass der Förderungen aus den Kassen der Stromkunden läuft schon längt gewaltig über.

Auch ich lese im Magazin "DER SPIEGEL" Ausgabe 31/2013 nichts, dass der Ausbau von Nordseehäfen zu Lasten der Stromkunden vorangetrieben werden soll.

Ich lese auf Seite 102 ff unter dem Thema: "Möwen statt Stahlträger" aber z.B. hinsichtlich des Stromanschlusses eines Windparks (Riffgat) folgendes:

"Verantwortlich für das Fehlen der Leitung ist der Netzbetreiber Tennet, EWE verliert wegen der Verzögerungen Millionen Euro, die fälligen Entschädigungen werden letztendlich auf die Stromkunden abgewälzt. Statt zum Vorzeigeprojekt ist Riffgat nun zum Symbol der verfehlten Offshore-Politik der Regierung geworden."

Bezahlt hat aber der Steuerzahler den "wahnsinnigen" Ausbau der Hafenanlagen in den Nordseestädten. Um den Niedergang der Fischerei/Werften und die damit verlorenen Arbeitsplätze zu kompensieren wurden "geschätzt eine Milliarde Euro in Hafenflächen und Werkshallen investiert."

Weiter kann man lesen: " Die Ursachen der Misere sind vielfältig. Der nach eigener Darstellung unterfinanzierte Netzbetreiber Tennet scheiterte auch anderswo daran, Parks rechtzeitig ans Stromnetz anzuschließen. Vor allem klagt die Branche aber über fehlende Investitionssicherheit."

Diese Unsicherheit ist vollends den beiden Ministern Rösler und Altmaier zuzuschreiben, denn wenn der eine Hü sagt und der andere Hott und die Chefin (von wegen Chefsache) sich nicht durchsetzt dann läuft doch etwas gewaltig falsch.
Gerade der Offshore-Bereich, nachdem die Regierung sich auf Tiefwasser-Offshore festgelegt hatt,  ist ja schwieriger zu handeln und konstanzabhängiger als Küstenanlagen.

Zudem glaube ich auch, dass die Strombranche/Industrie viel zu euphorisch war, was die zeitnahe technische Machbarkeit anbelangte. Aber das ist ja auch nichts Neues, wenn man Großprojekte in Deutschland betrachtet. Vor allem werden immer wieder Zeithorizonte genannt, wo selbst einem mittelmäßig Begabtem bereits Zweifel kommen, ob das wirklich so geht.

Die "Großen" der Strombranche haben sich überhoben, Versprechungen gemacht, die Regierung ist erfreut aufgesprungen, hat die Euphorie mit Einspeisetarifen gefördert und der Stromkunde muss es nun ausbaden.

Offshore ist das eigentliche Debakel, nicht die PV!!! In den ganzen Jahren wurde so gut wie nichts umgesetzt, trotz Riesenhilfen des Steuer- und Strompreiszahlers!
Nun wird über den selbstverschuldeten Stillstand gejammert. Mir kommen gleich die Tränen ...

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Energiesparer51 am 31. Juli 2013, 16:09:19

...Nun wird über den selbstverschuldeten Stillstand gejammert. Mir kommen gleich die Tränen ...

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Mir auch, weil der Stromverbraucher hier schon für etwas zahlen muss, das noch keinen Nutzen bringt.
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: superhaase am 31. Juli 2013, 16:32:17
Offshore ist das eigentliche Debakel, nicht die PV!!! In den ganzen Jahren wurde so gut wie nichts umgesetzt, trotz Riesenhilfen des Steuer- und Strompreiszahlers!
Naja, wir wollen da mal nichts verschleiern. ;)
Bei der PV gab es auch ein Debakel, nämlich das der jahrelangen Überförderung, die nicht rechtzeitig zurückgeschraubt wurde.
Der Unterschied besteht darin, dass bei der PV das Debakel inzwischen behoben worden ist, wenn wir auch an den Folgen noch lange über die EEG-Umlage zu knabbern haben.

Beim der Offshore-Windkraft ist das Debakel hingegen noch in vollem Gange, ja wohl erst am Anfang, was die Auslösung weiterer überhoher Kosten betrifft, die auf den Stromverbraucher abgewälzt werden.
Hier kann noch viel Debakel abgewendet werden.
.... wenn man wollte .... aber weder Merkel noch Rösler oder Altmeier wollen das offenbar ....   >:(
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Wolfgang_AW am 31. Juli 2013, 19:00:49

...Nun wird über den selbstverschuldeten Stillstand gejammert. Mir kommen gleich die Tränen ...

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Mir auch, weil der Stromverbraucher hier schon für etwas zahlen muss, das noch keinen Nutzen bringt.

Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.

Offshore ist das eigentliche Debakel, nicht die PV!!! In den ganzen Jahren wurde so gut wie nichts umgesetzt, trotz Riesenhilfen des Steuer- und Strompreiszahlers!
Naja, wir wollen da mal nichts verschleiern. ;)
Bei der PV gab es auch ein Debakel, nämlich das der jahrelangen Überförderung, die nicht rechtzeitig zurückgeschraubt wurde.
Der Unterschied besteht darin, dass bei der PV das Debakel inzwischen behoben worden ist, wenn wir auch an den Folgen noch lange über die EEG-Umlage zu knabbern haben.

Beim der Offshore-Windkraft ist das Debakel hingegen noch in vollem Gange, ja wohl erst am Anfang, was die Auslösung weiterer überhoher Kosten betrifft, die auf den Stromverbraucher abgewälzt werden.
Hier kann noch viel Debakel abgewendet werden.
.... wenn man wollte .... aber weder Merkel noch Rösler oder Altmeier wollen das offenbar ....   >:(

Es liegt mir fern die Überföderung der PV zu verschleiern, da bin ich ganz bei Ihnen.

Allerdings wird bis zur ausreichenden Nutzung der Offshore-Energie noch reichlich Zeit ins Land ziehen, zudem die Politik Energie-/Industriepolitisch eben in dieser Hinsicht keine klare Kante zeigt. Anfang 2013 waren lediglich ~ 280 MW Leistung installiert.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Erneuerbare Energien sind 2012 schon größter Stromlieferant für Deutschland
Beitrag von: Stromfraß am 12. August 2013, 20:44:58
Mir wäre es am liebsten, das einzusargen, ehe noch mehr Milliarden verschwendet werden.