Autor Thema: Erdgasimportpreise Entwicklung  (Gelesen 80075 mal)

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Offline enerveto

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #30 am: 18. Dezember 2007, 21:44:43 »
@RR-E-ft

Der Gas-Importpreis (Quelle: BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ist von Januar bis Oktober 2007 gegenüber 2006 jeweils zum Monat des Vorjahres zum Teil erheblich gesunken:
Januar 2007 +7,3; Februar -0,7; März -4,4; April -8,7; Mai: -13,0; Juni: -11,7; Juli: -11,0; August: -11,7; September: -9,8; Oktober -8,4 Prozent.

Als Alibi für die Entwicklung des Verbraucher-Gaspreises muss wieder der Heizölpreis herhalten.
Der Gaspreis hat so wenig mit dem Heizölpreis zu tun wie der Kartoffelpreis mit dem Brotpreis.
Eine Senkung des Heizölpreises wird beim Gaspreis von den Versorgern - wenn überhaupt - nur geringfügig nachgebildet.

Der Referenzpreis \"Leichtes Heizöl 40-50 hl Rheinschiene\" hat  sich wie folgt entwickelt (Quelle: DESTATIS - Statistisches Bundesamt):
2006: Januar: 46,68; Februar: 47,79; März 51,34; April: 53,41; Mai: 51,07; Juni: 51,36; Juli: 54,23; August: 53,18; September: 48,45; Oktober: 48,58; Durchschnitt 506,09 / 10 = 50,61 €/hl;
2007: Januar: 41,04; Februar 43,18; März 43,59; April: 47,02; Mai: 46,41; Juni: 48,19; Juli:49,74; August: 49,21; September: 52,72; Oktober: 52,40; Durchschnitt 473,50 / 10 = 47,35 €/hl.
Im Zeitraum Januar bis Oktober 2007 zu 2006 eine Minderung in Höhe von -6,4 Prozent.

Mit freundlichen Grüßen

Offline RR-E-ft

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #31 am: 15. Februar 2008, 12:46:03 »
Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag nach Angaben des BAFA Eschborn im Dezember 2007 mit 5.900,31 Euro (dieses entspricht ca. 2,12 Cent pro Kilowattstunde) um 2,9 Prozent über dem Preis im November 2007 (5.734,65 Euro). Gegenüber Dezember 2006 (6.059,63 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 2,6 Prozent gesunken.

Offline RR-E-ft

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #32 am: 16. Mai 2008, 12:00:01 »
Der Grenzübergangspreis für Erdgas lag im März 2008 bei 2,38 Cent/kWh und damit um 0,3 Prozent über dem Vormonat...


Zitat
Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat März 2008 mit 354.987 Terajoule um 48,8 Prozent über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (238.601 Terajoule).

Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im März 2008 mit 6.610,79 Euro (dieses entspricht ca. 2,38 Cent pro Kilowattstunde) um 0,3 Prozent über dem Preis im Februar 2008 (6.591,05 Euro). Gegenüber März 2007 (5.591,67 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 18,2 Prozent gestiegen. Im Berichtszeitraum April 2007 bis März 2008 lagen die Erdgasimporte mit 3.560.139 Terajoule um 12,6 Prozent über der entsprechenden Menge der Referenzperiode April 2006 bis März 2007 (3.160.417 Terajoule). Die drei wichtigsten Lieferländer waren in den letzten 12 Monaten die Russische Föderation (1.536.198 Terajoule), Norwegen (1.109.415 Terajoule) und Niederlande (804.065 Terajoule). Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum April 2007 bis März 2008 20,496 Milliarden Euro im Vergleich zu 18,837 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 3,4 Prozent von 5.960,25 Euro auf 5.757,08 Euro pro Terajoule Erdgas gesunken.

Zur Erinnerung:

Im Mai 2003 lag der Grenzübergangspreis für Erdgas (Wert der Ware an der deutschen Grenze) bei ca. 1,30 Ct/ kWh.

Gestiegenen Erdgasimportpreisen stehen durch die Regulierungsbehörden abgesenkte Netzkosten und somit verringerte Gastransportkosten im Inland gegenüber.

Beim Letztverbraucher sollte deshalb zwischenzeitlich eine geringere Erdgaspreiserhöhung angekommen sein, als der Wert der Ware Erdgas an der deutschen Grenze gestiegen ist.

Die Realität sieht anders aus.

Offline tangocharly

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #33 am: 16. Mai 2008, 16:20:37 »
...... und so sieht\'s am 16.05.2008 in der Landschaft aus

GÜP/BAFA: G03/2008
<<Die stillsten Worte sind es, die den Sturm bringen>>

Offline gasbetreiber

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #34 am: 01. Juni 2008, 11:33:08 »
Hallo zusammen,
gibt es denn einen Gesamtüberblick, dass meint eine Tabelle und/oder ein Diagramm welche/s die Werte der vergangenen Jahre bis heute darstellt ?

schöne Grüße

Offline kamaraba

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #35 am: 01. Juni 2008, 21:47:52 »
@gasbetreiber

guckst du hier
Gruss aus der EnBW-Hauptstadt Karlsruhe
www.Faire-Energiepreise.de

Offline RR-E-ft

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #36 am: 16. Juni 2008, 13:35:43 »
Im April 2008 lag der Erdgasimportpreis (Wert der Ware an der deutschen Grenze) bei 2,45 Ct/ kWh.. Er lag damit gegenüber Mai 2003 um 1,15 Ct/ kWh höher.

Offline RR-E-ft

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #37 am: 09. Juli 2008, 13:03:18 »
Zitat
Erdgasimporte im Mai 2008: Grenzübergangspreis legt zu
Eschborn (energate) - Der Grenzübergangspreis für Erdgas lag im Mai 2008 bei 2,55 Cent/kWh und damit um vier Prozent über dem Vormonat... 09.07.2008 - 11:50

Wert der Ware Erdgas an der deutschen Grenze seit Januar 2004 bis März 2008 in Ct/ kWh

März 2008  2,38 Ct/ kWh
April 2008   2,45 Ct/ kWh
Mai 2008     2,55 Ct/ kWh

Gazprom prognostiziert den Erdgaspreis für Westeuropa zum Jahresende 2008 bei 500 US-Dollar/ 1.000 Kubikmeter, mithin bei derzeitigem Wechselkurs bei 316 EUR/ 1.000 Kubikmeter bzw. ca. 3,16 Ct/ kWh. Dabei soll es sich laut Gazprom um den \"Marktpreis\" für Erdgas handeln.

Die Ausflüchte des BDEW Geschäftsführers Herrn Martin Weyand zur großen Diskrepanz der Erdgasimportpreise (Wert der Ware an der deutschen Grenze) zum Gaspreis für Haushaltskunden siehste bei ZDF Frontal21 vom 08.07.2008 hier.

Das Gas kostete (erst seit August) 2005 an der deutschen Grenze 16 EUR/ MWh bzw. 1,60 Ct/ kWh, für die Verbraucher hingegen ohne Steuern und Abgaben 38 EUR/ MWh bzw. 3,80 Ct/ kWh. Die eklatente Differenz soll laut BDEW-Mann Weyand angeblich durch zusätzliche \"Kosten\" gerechtfertigt sein.


Zitat
In Deutschland herrscht die etablierte Gaswirtschaft, weil sie das Netz kontrolliert.

Nach dem langen Weg aus Russland kommt das Gas an der deutschen Grenze relativ günstig an - hier kostete es 2005 rund 16 Euro die Megawattstunde. Ab Grenze aber wird das Gas immer teurer. Beim Kunden kostet es schließlich ohne Abgaben und Steuern im Schnitt rund 38 Euro. Zur Erinnerung: An der Grenze waren es noch 16 Euro.

Warum wird das Gas ab Grenze so teuer?

Wir fragen nach, bei dem Bundesverband der Energiewirtschaft.
Erstaunlich. Dort behauptet man, Durchschnittspreise seien nur wenig aussagekräftig.

O-Ton Martin Weyand, Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft:

Der Durchschnitt, der genommen wird, erlaubt ja keine Aussagefähigkeit über die tatsächlichen realen Verhältnisse, wie wir sie haben. Wir haben unterschiedliche Laufzeiten, wir haben unterschiedliche Verträge, unterschiedliche Konditionen.

Und dazu kommt, dass hier völlig unberücksichtigt bleibt, dass wir ja Kosten haben, die hier nicht eingerechnet worden sind.


Jeder Marktpreis ist ein Durchschnittspreis, auch der der Ware Erdgas an der deutschen Grenze.

Welche Kosten treten hinzu?

Der Gaspreis also ein Kostenpreis ?!!

Wenn das Gas an der Grenze nach der langen Reise aus Russlands Weiten 1,60 Ct/ kWh kostete, sollen im Inland noch einmal Kosten von 2,20 Ct/ kWh hinzugetreten sein?

Fakt ist, dass zum Wert der Ware Erdgas an der deutschen Grenze die Transportkosten im Inland hinzutreten.

Diese wurden von der Regulierungsbehörde teilweise drastisch abgesenkt. Jeder Gasnetzbetreiber veröffentlicht die Netzentgelte einschließlich vorgelagerter Netzbetreiber mittlerweile im Internet. Die eklatante Differenz zwischen Erdgasimportpreis und steuer- und abgabenbereinigten Gaspreisen für Haushalte können diese veröffentlichten Netzentgelte nicht erklären.

Bemerkenswert auch, dass sich die Differenz zwischen dem Wert der Ware Erdgas an der deutschen Grenze und den Gaspreisen für Haushaltskunden ständig vergrößert.

Die Oldenburger EWE erhöhte bereits zum 01.09.2004 die Erdgaspreise um 0,40 Ct/ kWh netto.

Dabei wurde die weitere Entwicklung der Erdgasimportpreise aufgrund der Ölpreisbindung  von E.ON Ruhrgas Anfang September 2004  so wie in der Grafik angegeben abgeschätzt. Der Erdgasimportpreis lag nach 1,30 Ct/ kWh im Mai 2003 - und ohne zwischenzeitliche Gaspreissenkung gegenüber Haushaltskunden infolge sinkender Erdgasimportpreise - im Mai 2005 bei 1,45 Ct/ kWh, war mithin zwischenzeitlich nur um 0,15 Ct/ kWh gestiegen.

Wie blanker Hohn musste den Verbrauchern deshalb die am 07.09.2004 von E.ON Ruhrgas um 15.20 Uhr verbreitete Erklärung erscheinen:

Zitat
Die deutschen Importpreise für Erdgas zeichnen in der Tendenz die
gleiche Marktentwicklung nach wie die britischen Spotmarktpreise -
durch die Ölpreisbindung schwanken sie aber deutlich geringer. Dies
zahlt sich für den Verbraucher gerade im Winter aus
.

Dagegen liefen viele Verbraucher Sturm. Was war dies aber erst im Vergleich zu einer Preiserhöhung zum 01.04.2008 um 0,50 Ct/ kWh netto, die zum 01.08.2008 von einer weiteren Preiserhöhung um 0,80 Ct/ kWh netto gefolgt wird ?

Merkwürdig ist daran, dass die Ölpreisbindung die Erdgasimportpreise stabilisieren soll und die resultierenden Schwankungen den Gaskunden erst mit einer zeitlichen Verzögerung von etwa einem halben Jahr erreichen soll. Der Erdgasimportpreis hat sich gegenüber April 2007 [1,95 Ct/ kWh] bisher nicht um 1,30 Ct/ kWh erhöht....

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Offline RR-E-ft

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Offline RuRo

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #39 am: 22. August 2008, 16:45:06 »
Zitat
Original auf Energate.de
Eon Ruhrgas, Deutschlands größter Gasimporteur, hat keine genaue Erklärung, warum Deutschland so viel mehr Gas importiert.

Vielleicht, weil Importeure, die über Gasspeicher verfügen, einen entsprechenden Vertrag mit fest vereinbarter Abnahmemenge haben, die kWh zum halben BAFA-Statistik-Durchschnittspreis bekommen ?
Leiderln hoits z\'sam, sonst gehts nimma recht lang

Offline tangocharly

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« Antwort #40 am: 23. August 2008, 21:13:45 »
.... und wo steht`s ?
<<Die stillsten Worte sind es, die den Sturm bringen>>

Offline RuRo

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« Antwort #41 am: 24. August 2008, 17:57:19 »
Leiderln hoits z\'sam, sonst gehts nimma recht lang

Offline RR-E-ft

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« Antwort #42 am: 15. September 2008, 10:54:21 »
Nach Berechnungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) lagen die deutschen Erdgasimporte im Juli mit 249.470 TJ um 0,4% unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats. Der Grenzübergangspreis pro TJ lag mit 7775,42 Euro bzw. 2,80 Cent pro kWh um 4,9% über dem Preis im Juni 2008 und um 46,4% über den vom Juli 2007. (Quelle: TAM)

Offline RR-E-ft

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« Antwort #43 am: 30. Oktober 2008, 17:37:18 »
Erdgasimportpreise August 2008

Zitat
Erdgasimporte August 2008

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat August 2008 mit 213.135 Terajoule um 15,2 % unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (251.329 Terajoule).

Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im August 2008 mit 7.980,61 Euro (dieses entspricht ca. 2,87 Cent pro Kilowattstunde) um 2,6 % über dem Preis im Juli 2008 (7.775,42 Euro). Gegenüber August 2007 (5.319,74 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 50,0 % gestiegen.

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #44 am: 17. November 2008, 15:49:17 »
Erdgasimportpreise September 2008

Zitat
Erdgasimporte September 2008

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat September 2008 mit 245.700 Terajoule um 7,7 % unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (266.312 Terajoule).

Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im September 2008 mit 8.059,37  Euro (dieses entspricht zirka 2,90 Cent pro Kilowattstunde) um 1,0 % über dem Preis im August 2008 (7.980,04 Euro). Gegenüber September 2007 (5.361,77 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 50,3 % gestiegen.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.

 

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