Autor Thema: Erdgasimportpreise Entwicklung  (Gelesen 82154 mal)

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #15 am: 31. Januar 2007, 18:09:04 »
Den Stadtwerken im Trianel- Verbund war die wachsende Diskrepanz zwischen den Erdgasimportpreisen und den Preisen der Ferngasgesellschaften schon längst aufgefallen:

Stadtwerke wollen an russisches Gas/ Zwischenhandel zu teuer

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #17 am: 14. Februar 2007, 15:14:54 »
Erdgasimporte: Dezember 2006
 
Eschborn (energate) - Die deutschen Erdgasimporte gingen im Dezember 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Prozent zurück, gab das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach vorläufigen Berechnungen bekannt. 14.02.2007 - 11:48

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #18 am: 23. Februar 2007, 11:55:11 »
Ausweislich "BEB Explorer Gasmarkt 02.2007" sollen die Erdgasimportpreise der E.ON Ruhrgas aufgrund langfristiger Verträge in 01.2007 gegenüber 01.2006 an der Übergabestelle Waidhaus von 17,64 EUR/ MWh auf 19,53 EUR/ MWh um 1,89 EUR/ MWh und an der Übergabestelle Emden von 19,20 EUR/ MWh auf 22,51 EUR/ MWh, um 3,31 EUR/ MWh gestiegen sein.

Andere europäische Großhändler hatten in selber Zeit aufgrund von Langfristverträgen folgen Preisanstiege zu verzeichnen:

ENI an der Übergabestelle Baumgarten von 19,90 EUR/ MWh auf 20,00 EUR/ MWh, um 0,10 EUR/ MWh

OMV an der Übergabestelle Baumgarten von 20,00 EUR/ MWh auf 21,26 EUR/ MWh, um 1,26 EUR/ MWh

Distrigaz an der Übergabestelle Zeebrugge (Troll) von 19,35 EUR/ MWh auf 23,09 MWh, um 3,74 EUR/ MWh

Distrigaz an der ÜbergabestelleZeebrugge (LNG) von 19,00 EUR/ MWh auf 19,10 EUR/ MWh um 0,10 EUR/ MWh.


Die Preise des E.ON Ruhrgas- Standardangebotes für Stadtwerke (CityGate) sollen sich in selber Zeit  demgegenüber von 31,57 EUR/MWh auf 36,75 EUR/ MWh, um 5,18 EUR/ MWh erhöht haben.

Bei den Stadtwerken kommt somit eine weit höhere Preissteigerung an, als sie durch die gestiegenen Beschaffungskosten aufgrund langfristiger Importverträge der E.ON Ruhrgas und anderer gerechtfertigt sein kann.

Beim Importeur E.ON Ruhrgas muss demnach ein entsprechender Zusatzgewinn entstehen.

Demnach hat die Preisentwicklung bei den Stadtwerken weniger mit der Entwicklung der weltweiten Energiemärkte, denn mit schlecht ausgehandelten Bezugsverträgen zu tun.

In Waidhaus kommt das Erdgas aus Richtung Osten (Gazprom) an.

Diese Lieferungen haben sich demnach von Januar 2006 auf Januar 2007 nur um 1,89 EUR/ MWh bzw. 1,89 ct/ kWh (netto) verteuert und können also wohl kaum die Preissteigerungen gegenüber privaten Verbrauchern im Jahresverlauf 2006 rechtfertigen.

Fazit:

Die Preissteigerungen gegenüber den Verbrauchern lassen sich nicht mit den gesteigenen Erdgasimportpreisen aufgrund langfristiger Importverträge rechtfertigen.

E.ON Ruhrgas soll nach einer Stellungnahme des Unternehmens gegenüber WDR PlusMinus in 2006 die Erdgaspreise für Kraftwerke an den Preis für schweres Heizöl gekoppelt haben.

Die Preise für schweres Heizöl sind seit April 2006 kontinuierlich gesunken, somit wohl auch die Brennstoffkosten in enstprechenden Kraftwerken.

Zwar hatten die Stromversorger die Strompreiserhöhungen auch schon einmal mit gestiegenen Brennstoffkosten durch den Anstieg der Gaspreise zu rechtfertigen gesucht.

Wegen der nun gesunkenen Brennstoffkosten und gesunkenen Erdgaspreisen hat sich indes bis auf die Stadtwerke Ingolstadt kein weiterer Stromversorger wegen sinkender Strompreise bei den Verbrauchern gemeldet.

Die Stadtwerke Ingolstadt wollen den Strompreis im März 2007 senken.

E.ON Thüringen, ein Unternehmen, das selbst vorrangig Strom in gasbetriebenen GuD- Karftwerken erzeugt, erhöht hingegen die Strompreise per 01.03.2007, obschon die Gaspreise der E.ON Ruhrgas zum 01.04.2007 bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr und diesmal "erheblich" sinken, weitere Preissenkungen im Jahresverlauf erwartet werden.

E.ON- Chef Bernotat hatte angekündigt, dass die gesunkenen Brensstoffkosten über sinkende Strompreise auch bei den Verbrauchern ankommen werden:

http://www.focus.de/finanzen/news/strom-und-gas_nid_43249.html

Testfall E.ON Thüringen:

Strompreise sinken nicht, weil der Wettbewerb nicht funktioniert, so die Aussagen von E.ON- Chef Bernotat im Umkehrschluss.

Offline Schöfthaler

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« Antwort #19 am: 23. Februar 2007, 23:04:39 »
@Fricke:
Zitat
In Waidhaus kommt das Erdgas aus Richtung Osten (Gazprom) an. Diese Lieferungen haben sich demnach von Januar 2006 auf Januar 2007 nur um 1,89 EUR/ MWh bzw. 1,89 ct/ kWh (netto) verteuert und können also wohl kaum die Preissteigerungen gegenüber privaten Verbrauchern im Jahresverlauf 2006 rechtfertigen.

Korrektur: Sie meinten sicherlich 0,189 ct/kWh ... :idea:
E.R.N.A. - Energie-Rebellen Neckar-Alb
http://www.E-R-N-A.de

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #20 am: 23. Februar 2007, 23:12:22 »
@Schöfthaler

Richtig.

Man mag das gar nicht glauben, wenn man sich den Anstieg der Verbraucherpreise vergegenwärtigt und zudem immer wieder Gazprom als der gierige Bösewicht angeführt wird.

Was sollte uns die Ölpreisbindung als Verbraucher nicht sicher schützen vor diesen wenigen Erdgasproduzenten, nur eben nicht vor den wenigen deutschen Importeuren:

http://www.bgw.de/resource_2005_1_25.html

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« Antwort #21 am: 15. März 2007, 16:51:23 »
Im Januar 2007 lag der Erdgasimportpreis bei 2,22 Ct/ kWh und damit 0,92 Ct/ kWh höher als im Mai 2003:


http://www.energate.de/news/88232

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« Antwort #22 am: 18. April 2007, 14:26:23 »
Im Februar 2007 lag der Erdgasimportpreis nur noch bei 2,07 Cent/ kWh, also 0,77 Cent/ kWh über dem Wert vom Mai 2003:

http://www.energate.de/news/88658

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« Antwort #23 am: 16. Mai 2007, 16:47:26 »
Die Erdgasimportpreise sind abhängig von internationalen Rohölnotierungen. Daneben gibt es Freimengen, die keiner solchen Ölpreisbindung unterliegen.

Die Entwicklung der Erdgasimportpreise seit Januar 2004 ist im Geschäftsbericht des ostdeutschen Erdgasimporteurs VNG Leipzig auf Seite 16 dargestellt.

Geschäftsbericht VNG

Daraus ergibt sich, dass die Endverbraucherpreise stärker gestiegen sind als die Erdgasimportpreise.

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« Antwort #24 am: 18. Mai 2007, 12:20:08 »
Importpreis für Erdgas sinkt
Eschborn (energate) - Der Grenzübergangspreis ist im März gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent auf 5.581,43 Euro/TJ (ca. 2,01 Cent/kWh) gesunken... 18.05.2007 - 11:55


Somit liegt der Erdgasimportpreis nunmehr ca. 0,71 Cent/ kWh (netto) über dem Preis vom Mai 2003 bei 1,30 Cent/ kWh (netto).

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #25 am: 15. Juni 2007, 22:21:02 »

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat April 2007 mit 242.535 Terajoule um 24,0 Prozent unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (319.237 Terajoule). Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas habe im April 2007 mit 5.418,39 Euro (dieses entspricht zirka 1,95 Cent pro Kilowattstunde) um 3,1 Prozent unter dem Preis im März 2007 (5.591,67 Euro) gelegen.

Gegenüber April 2006 (5.942,93 Euro) sei der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 8,8 Prozent gesunken.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze .

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« Antwort #26 am: 17. Juli 2007, 15:34:20 »
Zitat
Einfuhrpreise für Erdgas sinken
Eschborn (energate) - Der Grenzübergangspreis für Erdgas ist auch im Mai weiter gesunken. Mit 1,88 Cent je Kilowattstunde lag er um... 17.07.2007 - 10:01
 


 
Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im Mai 2007 mit 5.239,09 Euro (dieses entspricht ca. 1,88 Cent pro Kilowattstunde) um 3,4 Prozent unter dem Preis im April 2007 (5.423,89 Euro). Gegenüber Mai 2006 (6.024,27 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 13,0 Prozent gesunken. Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze.

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #27 am: 12. Oktober 2007, 11:52:25 »
Quelle: TAM

Zitat
Nach Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lagen die deutschen Erdgasimporte im August mit 241.775 TJ um 1,8% unter der Menge des Vorjahresmonats. Der Grenzübergangspreis lag mit 5336,30 Euro pro TJ oder 1,92 Cent pro kWh um 0,5% über dem Preis im Juli und um 11,4% unter dem vom August 2006.

Im Zeitraum September 2006 bis August 2007 lagen die Erdgasimporte mit 3,09 Mio TJ um 14,4% unter der Menge der Referenzperiode September 2005 bis August 2006. Der durchschnittliche Grenzübergangspreis war mit 5691,62 Euro pro TJ um 1,3% höher als in der vorherigen Referenzperiode.

Die drei wichtigsten Lieferländer in den letzten zwölf Monaten waren die Russische Föderation mit 1,32 Mio TJ vor Norwegen mit 992.000 und die Niederlande mit 650.000 TJ.

Offline egn

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Erdgasimportpreise Entwicklung
« Antwort #28 am: 18. Oktober 2007, 07:07:34 »
Eine Übersicht über die Entwicklung der Preise erhält man auch unter http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=53736.html

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« Antwort #29 am: 17. Dezember 2007, 16:12:32 »

 

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