Autor Thema: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen  (Gelesen 1707 mal)

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Offline Bodensatz

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Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« am: 13. August 2019, 00:19:49 »
Hallo,

BEV fordert derzeit noch ca. 200 Euro aus einem Gasliefervertrag. Durch das Lieferende und die unklare Lage wurde zwangsweise eine Zeit lang Gas vom Grundversorger bezogen, was deutlich teurer ist. Die Umstellung war mit Aufwand verbunden.
Würdet ihr die höheren Lieferkosten und den Aufwand gegen die Forderungen von BEV aufrechnen?

Offline berghaus

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Re: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« Antwort #1 am: 17. August 2019, 22:12:46 »
Wurde denn z.B. ein Lieferjahr vorzeitig beendet?

berghaus 17.08.19

Offline Bodensatz

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Re: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« Antwort #2 am: 19. August 2019, 14:56:50 »
Ja, klar.
Eine ordentliche Kündigung und eine rechtzeitige Information, dass man einen anderen Versorger suchen müsse, haben die nicht bekanntgegeben.

Offline Energienutzer

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Re: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« Antwort #3 am: 01. Oktober 2019, 16:51:46 »
Hallo BEV-Geschädigte, habe erst heute dieses Forum gefunden. BEV / vorl. Inso-Verwalter möchte von mir auch etwas Geld haben, aber da sind folgende Dinge zu beachten: 1. = Gem. Belieferungsbestätigung läuft der Vertrag 1 Jahr. Auch ein Inso-Verwalter muss sich an bestehende Verträge halten. Die "unterjährige" Abrechnung ist überhaupt nicht zulässig. Der Inso-Verwalter selbst weist in seinen Schreiben auf Punkt 3.3 AGB hin, und dort steht ebenfalls "es gilt die in der Belieferungsbestätigung genannte Vertragslaufzeit. Warum der Inso-Verwalter auf diesen Punkt hinweist und im gleichen Zuge sich dagegen verhält ist natürlich merkwürdig (??)  2. = Der Inso-Verwalter verweist weiter auf Punkt 7.5 der AGB, auch das trifft nicht zu. Der Inso-Verwalter ist nicht berechtigt, eine unterjährige Abrechnung vorzunehmen, er darf erst nach 12 Monaten Belieferung eine Abrechnung vornehmen und dann muss (!!) er den Bonus in der Endabrechnung berücksichtigen, so wie es in der Belieferungsbestätigung von BEV vereinbart war.

Also: Gegen die vom Inso-Verwalter willkürlich vorgenommene unterjährige Abrechnung Widerspruch einlegen, nicht zahlen. Wenn sich nach Berücksichtgung des Bonus ein Guthaben für den Stromkunden ergibt, so wird das wohl kein Geld geben. Forderung zur Inso-Tabelle anmelden und warten.

Vielmehr haben wir gegen BEV noch Schadenersatz zu fordern, weil die Belieferung vertragswidrig eingestellt wurde und wir uns neue, teurere Stromlieferanten suchen mussten. Dieser Schaden kann natürlich auch bei einer evtl. tatsächlichen Forderung, bei richtiger Berechnung, gegengerechnet werden.

Der Inso-Verwalter will über Creditreform auch gegen mich vorgehen, ich hoffe, es wird von ihm eine Klage gegen mich geben und dann wird ein Gericht entscheiden, wie es sich verhält. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die vorgenannten Punkte falsch sind und ein Gericht zugunsten des Inso-Verwalters urteilen wird. Bin mal gespannt.

Offline bolli

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Re: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« Antwort #4 am: 09. Oktober 2019, 14:26:05 »
... ich hoffe, es wird von ihm eine Klage gegen mich geben und dann wird ein Gericht entscheiden, wie es sich verhält. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die vorgenannten Punkte falsch sind und ein Gericht zugunsten des Inso-Verwalters urteilen wird. Bin mal gespannt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das Gericht Ihrer Meinung anschließt. Auch wenn der Vertrag über ein Jahr läuft, ist der Insolvenzverwalter nicht vorrangig dazu da, Verträge zu erfüllen, sondern die Insolvenz wirtschaftlich abzuwickeln. Das kann natürlich ggf. auch über einen Fortbetrieb der Firma laufen, ging aber hier nicht, da kein (Groß-)Versorger mehr über die BEV lieferte. Insofern sehe ich da einige Denkfehler in Ihrem Ansatz.

Offline Bodensatz

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Re: Kosten gegen Forderung von BEV aufrechnen
« Antwort #5 am: 11. Oktober 2019, 17:04:42 »
Ich gehe zwar auch davon aus, dass ein Insolvenzverwalter nicht verpflichtet sein kann, alle ursprünglich geschlossenen vertraglichen Pflichten zu erfüllen, da das idR. nicht möglich ist, aber es leuchtet mir nicht ein, wieso er Forderungen stellen kann, ohne verursachten Kosten berücksichtigen zu müssen.
So, wie es derzeit aussieht, ist das Rosinenpickerei, die eine Vertragspartei unverschuldet massiv benachteiligt.

 

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