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Keine Strom- und Netzengpässe im Rekordwinter: Atomkraft an die Wand geblasen

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Netznutzer:
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13863468/Bund-richtet-Krisenstab-fuer-Stromversorgung-ein.html

Gruß

NN

Zeus:
@superhaase
Ich habe ja angekündigt, dass ich noch auf einen Satz im Zeitungsartikel \"Jetzt fließt der Strom in die andere Richtung\" zurückgekommen werde. Dieser Satz lautet : \"...In den Medien häufen sich nun die Geschichten über Menschen, die bei drei Grad in der Wohnung ihr Essen auf Kerzen kochen\". Damit zwischen uns kein Mißverständnis ensteht. Sie haben keine Verantwortung dafür, was ein Journalist schreibt, und ich habe auch gesagt das der Artikel eigenen Warnehmungen meinerseits in verschiedenen Medien nahe kommt.
Was allerdings den Reporter geritten hat den o.a Satz zu schreiben, bleibt mir  schleierhaft. Vielleicht ging es ihm auch nur darum seinen Artikel mit einer besonderen Pointe zu beenden. Ich habe viele überregionale, regionale und lokale französische Zeitungen der letzten 10 Tage überflogen. Nirgendswo habe ich einen entsprechenden Artikel gefunden. Dass aber Zahlungunwilligen der Strom gesperrt wird ist schon lange bekannt und in diesen Tagen keine besondere Spezialität der Franzosen. Im Gegenteil, in Punkto Stromsperre  ist möglicherweise Deutschland Europameister, ohne Rücksicht auf besondere Kälteperioden. In den letzten Jahren erschienen immer wieder diesbezügliche Veröffentlichungen bundesweit. Der Bund der Energieverbraucher sprach sogar von rund 800000 Stromsperrungen im Jahr.
In Frankreich darf bei EdF, nach den entsprechenden Mahnungen, der Strom nicht auf einen Schlag gesperrt werden, sondern müssen die Zählerkapazitäten zunächst auf 3000 Watt, wenn man sich mit Versorger in Verbindung gesetzt hat, und 1000 Watt wenn dies nicht geschehen ist, herabgesetzt werden, um eine Lösung bei den finanziellen Schwierigkeiten zu finden. Bei denjenigen die besonders bedürftig sind, oder Menschen die in den letzten 12 Monate eine Unterstützung des Solidaritätsfond für das Wohnungswesen (FSL) erhalten haben,darf zwischen dem 1. November und dem 15. März eines Jahres keine Sperrung erfolgen. Dieser Solidaritätsfond soll Leute helfen eine adäquate Wohnung zu finden oder ihre Wohnung, bei finanzielle Schwierigkeiten, zu behalten.
Also vermeiden wir es doch zu glauben bei uns würde immer alles besser laufen.

superhaase:
@Zeus:
Die Hintergründe zu diesem von Ihen kritisierten Satz entziehen sich völlig meiner Kenntnis.

Was mich im Moment interessiert:

In den letzten Tagen hieß es ja, es hätte einen Netzengpass im Gasbereich gegeben, weswegen die Gasversorgung im Süden Deutschlands eingeschränkt war und z.B. auch Gaskraftwerke gedrosselt bzw. abgeschaltet werden mussten, wodurch die Stromversorgung arg auf die Probe gestellt wurde.
Es sei nicht ein Problem der Gasmenge, sondern des Gasnetzes gewesen.

Nun hieß es in einer Meldung (hab den Link jetzt nicht parat), der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe hätte aufgrund reduzierteer Gazprom-Lieferungen seinerseits die in den Süden gelieferte Gasmenge \"auf das vertraglich geschuldete Minimum\" reduziert, wodurch der Gasmangel im Süden entstanden sei.
Dies liest sich nun so, dass es kein Mangel an Gasnetzkapazität war, sondern ein Mangel an geliefertem Gas.
Wobei ich mich dann wundere, dass hier nicht aus den Speichern ergänzt wurde.

Was stimmt denn nun?
Wie hat es sich wirklich zugetragen?

ciao,
sh

Sukram:
Die dt. Gasspeicher liegen im Norden. Und leeren sich ja auch.

In Österreich (Baumgarten) kam (auch) zu wenig aus dem Osten.

superhaase:
War es dann ein Problem der maximal möglichen Speicherentnahme innerhalb einer bestimmten Zeit, also der max. \"Speicherentnahmerate\"?

Ich verstehe die letzte Meldung jedenfalls so, dass das Netz die ausreichende Transportkapazität von Nord nach Süd gehabt hätte, aber der Netzbetreiber die Liefermenge mangels verfügbarer Gasmenge absichtlich reduziert hat.

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