Autor Thema: Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?  (Gelesen 96739 mal)

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Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #30 am: 16. März 2011, 12:22:33 »
Was die vorübergehende Abschaltung die Stromkonzerne kostet

Zitat
Die angenommenen Jahresvolllaststunden hat Pfaffenberger mit der Leistung der AKW multipliziert. Daraus ergibt sich die Stromproduktion. Um herauszufinden, wie viel Umsatz ein AKW macht, hat Pfaffenberger die Stromproduktion mit dem aktuellen Grundlastpreis für Strom multipliziert - dieser lag am 15. März bei durchschnittlich 5,3 Cent pro Kilowattstunde.

Insgesamt kommt Pfaffenberger auf Umsatzeinbußen von rund 2,3 Milliarden Euro pro Jahr. Auf drei Monate gerechnet fielen in den sieben Altmeilern demnach Umsatzeinbußen von 575 Millionen Euro an.

Von den Umsatzeinbußen sind die eingesparten Stromerzeugungskosten abzuziehen. Erst dadurch gelangt man zu den Gewinneinbußen.

Die Stromerzeugungskosten sind aber ein reichlich gehütetes Geheimnis, welches die Stromer lüften müssten, wenn sie von der Bundesregierung Schadensersatz einfordern wollten.
Dann könnte jeder sehen, welches Geschäft ihnen durch die Stillegung verloren geht, wievile Gewinn sie pro atomar erzeugter und abgesetzter Kilowattstunde Strom machen.  

Durch die fallenden Aktienkurse könnten E.ON und RWE seit der neuen Zeitrechnung wohl zudem  bisher ca. 7 Mrd. EUR Marktkapitalisierung verloren haben.

Deutsche AKW: Eine Panne pro Monat

Zitat
Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, warnte schon vor sieben Jahren vor dieser Gefahr - passiert ist seither fast nichts. Vor einem gezielten Terrorangriff mit einem vollgetankten Verkehrsflugzeug sind allerdings nicht einmal die jüngsten deutschen Anlagen geschützt. Erst mit den Anschlägen vom 11.September 2011 wurde diese Frage relevant.

Kampf um Isar 1

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #31 am: 16. März 2011, 12:24:50 »
Zitat
Original von RR-E-ft
Ich meine persönlich, dass man die Finger von dieser Technik lassen sollte.
    Das meine ich auch. Man sollte aber registrieren, dass man nicht die Finger davon gelassen hat und global wohl noch lange nicht lässt. Wer sich da zum Beispiel der Suche nach einer Lösung der \"Endlagerfrage\" aus politischem Kalkül verweigert, hat bei mir ein Stück Glaubwürdigkeit verloren. Wir bauen in Deutschland kein AKW mehr, das ist längst Konsens und je schneller wir die bestehenden AKW abschalten, je besser. Dafür gilt es die Voraussetzungen zu schaffen, nicht mit der zerstörerischen Brechstange, sondern sozial-, klima-, und umweltverträglich.  Das ist eine gemeinsame Herausforderung, die sich nicht für parteipolitische oder sonstige  egoistischen Spielchen eignet!
     
    Endgültig verloren haben Politiker, die den eigenen Egoismus und die Profitgier ihrer Klientel bedienen und nicht wirklich für eine klima- und umweltfreundliche und günstige Energieversorgung für die Menschen arbeiten. Das eine oder andere sinnvolle GUD wurde so schon verhindert. Mit Kohle macht man mehr \"Kohle\" und bedient so sein Klientel. Wenn es da zum Beispiel nach Gabriel und Steinmeier gehen würde, würde die Kohlenförderung noch lange nicht enden. Geradezu widerwärtig ist die Unterstützung der Geschäftemacher, die unter dem Deckmantel einer ÖKO-BIO-Grünen Nachhaltigkeit ihre Mitmenschen ausbeuten. Da hat der Sozialstaat, es geht hier um Grundbedarf,  schon einen deutlichen Defekt, der weiter wächst.

    Geld für den Umbau der Energieversorgung ist ausreichend vorhanden, aber die von den Verbrauchern schon aufgebrachten Milliarden wurden mit Deckung und Unterstützung der Politik verschwendet und missbräuchlich verwendet. Da ist keine Unterschied mehr zwischen den Großkonzern und  z.B. der Solargemeinde erkennbar.

Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #32 am: 16. März 2011, 12:42:24 »
@PLUS

Sie diskutieren ein völlig anderes Thema, das sich auch vortrefflich diskutieren ließe.
Andernorts. So wie etwa der erbitterte Kampf der Konzerne um höhere EEG- Vergütung aus offshore- Windenergieanlagen.

Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #33 am: 16. März 2011, 13:05:23 »
Es möge allen und überall auf der Welt  erspart bleiben:

Tokios Angst vor dem Wind

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #34 am: 16. März 2011, 13:08:43 »
Rechtliche Zweifel am Regierungshandeln in Deutschland in Bezug auf die Altmeiler

Zitat
Die Bundesregierung sieht keinen Anlass für rechtliche Zweifel. Umweltstaatssekretärin Ursula Heinen-Esser verwies erneut auf das Atomgesetz, das den Behörden die Möglichkeit gebe, in den Betrieb einzugreifen. Voraussetzung sei, dass es neue Erkenntnisse etwa bei der Sicherheits- und Gefahrenlage gebe. \"Und das liegt hier ganz klar vor\", sagte Heinen-Esser im rbb-Inforadio. Die Situation sei vergleichbar mit der eines Störfalles in einem Reaktor. Auch dann könnten die Behörden eingreifen, ohne das Parlament befragen zu müssen.

Bei Lichte betrachtet sind die Erkenntnisse zu den Gefahrenpotentialen, insbesondere der Altmeiler nicht neu.

Zitat
Der \"Neuen Osnabrücker Zeitung\" sagte Kauder, bei aller verständlichen Eile müsse der Kurswechsel in der Atompolitik rechtsstaatlich sauber vollzogen werden. Den Weg der Bundesregierung, sämtliche Maßnahmen auf eine Notsituation im Sinne des Atomgesetzes zu stützen, halte er für eine Sackgasse. \"Die betroffene Vorschrift setzt entweder eine konkrete Strahlengefahr für die Bevölkerung oder einen Verstoß der Kraftwerksbetreiber gegen rechtliche Vorgaben voraus.\" Beides treffe nicht zu.

Der Hammer:

Zitat
Umweltstaatssekretärin Heinen-Esser mahnte die Betreiber von Reaktoren, sich ein etwaiges rechtliches Vorgehen gegen die Beschlüsse der Regierung gut zu überlegen: \"Ich hoffe, dass die Betreiber vernünftig sind.\" Ansonsten könnte es zu erheblichen Akzeptanzproblemen für die Kernenergie kommen.

Als wenn die Akzeptanzprobleme nicht bereits längst vorhanden wären.
Sie waren auch bereits im September 2010 vorhanden, ohne dass sich die Konzerne daran störten, so lange Parlament und Regierung nur wie geschmiert in ihrem Sinne funktionierten, einschließlich nächtliches Lobbying.

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #35 am: 16. März 2011, 13:48:18 »
RWE- Chef Großmann: Wir können nur hoffen

Zitat
ZEIT: Welcher Gedanke begleitet Sie in den nächsten Tagen?

Großmann: Wir können alle nur hoffen und beten, dass ein GAU noch verhindert werden kann.

Welchen GAU meint der Mann?!

Meint er den unkontrollierten Austritt von Radioaktivität wie in Japan oder meint er den möglichen Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland?

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #36 am: 16. März 2011, 13:52:09 »
das Merit-Order-System ist bullshit, nur für die Theorie geeignet, praktisch nicht anwendbar. Ich empfehle die Studie des energiewirtschaftlichen Instituts der Uni Köln.

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #37 am: 16. März 2011, 13:56:37 »
Es kommt darauf an, wie sich der Großhandelspreis für Grundlaststrom in Deutschland bildet.
Und dieser bildet sich jedenfalls laut Aussage der Stromkonzerne nach der merit-order-Preisbildung, ohne dass diese es beeinflussen könnten.
Daran kann man ja zweifeln.

Das Geschäftsmodell der Stromkonzerne gründet auf dieser Preisbildung.

Atomausstieg macht Strom deutlich teurer

Gestern kostete Grundlaststrom ca. 5,3 Ct/ kWh, sagt Prof. Pfaffenberger vom Bremer Energieinstitut.
Wenn der sich durch den Atomausstieg um 20 % verteuert, ist das kein Beinbruch.
Als der Großhandelspreis 2009 um 40 % sank, war das auch kein Beinbruch.
Kam aber auch nicht beim Verbraucher an.

Einige meinen wohl, es gäbe da eine Art Membran.
Steigende Großhandelspreise kommen beim Verbraucher an, sinkende Großhandelspreise jedoch nicht.

Auch die Sicherheit einer solchen Membran steht zu Diskussion.
Andernorts.

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #39 am: 16. März 2011, 14:36:05 »
Bundeskanzlerin weist Zweifel an Moratorium und Stillegung zurück

Zitat
Für Angela Merkel ist die Rechtslage eindeutig: Die vorläufige Abschaltung der AKW ist gemäß Atomgesetz rechtens.

Nach der Regelung können die Länder-Aufsichtsbehörden anordnen, den Betrieb von Reaktoren „einstweilen“ einzustellen – zum Beispiel, wenn gegen Gesetze oder Auflagen verstoßen wird oder wenn Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter drohen. Merkel zog den Schluss: „Damit bedarf es keiner Befassung des Deutschen Bundestages, weil es ein bestehendes und vom Deutschen Bundestag beschlossenes Gesetz ist, das jetzt im Vollzug der Länder umgesetzt wird“, sagte die CDU-Vorsitzende.

Der Energiekonzern RWE hat bereits eine rechtliche Prüfung der im Moratorium getroffenen Auswahl der Atommeiler angekündigt. Die Regierung verweist auf Paragraf 19, der regelt, dass AKW in Notsituationen stillgelegt werden können. Das werde nun geprüft, sagte RWE-Kommunikationschef Volker Heck dem Radiosender WDR5.

Dass die Betreiber gegen Gesetze oder Auflagen verstoßen, ist jedenfalls nicht verlautbart worden. Also müssen Gefahren drohen, wenn die Anordnungen nun rechtmäßig sein sollen.

Nicht ersichtlich, warum die Gefahren plötzlich drohen.
Die müssen denknotwendig wohl schon früher gedroht haben.
Schließlich stehen insbesondere die sog. Pannen- Reaktoren ja schon länger in der Landschaft.
Allenfalls könnte diese Gefahr bisher nicht erkannt worden sein.
Warum aber sollte die drohende Gefahr vorher nicht erkannt worden sein?

Schließlich weiß man ganz genau, was alles passieren kann, auch wenn man den Eintritt für äußerst unwahrscheinlich hält bzw. hielt.

Zitat
Der Energiekonzern wartet derzeit auch auf eine Einladung zu Gesprächen mit der Bundesregierung. Es werde in den nächsten Wochen zu klären sein, ob das Restrisiko neu bewertet werden müsse, sagte Heck. Es sei in den Gesprächen auch zu klären, was genau geprüft werde.

Was genau geprüft werde, ist doch nicht in Gesprächen mit den Konzernen zu klären.

Sicht des Aktionärs

Zitat
Rechtmäßigkeit wird geprüft

Rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Bundesregierung schloss E.on nicht aus.

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« Antwort #40 am: 16. März 2011, 15:32:09 »
Zitat
Die Hamburger CDU wendet sich nach der Katastrophe in Japan endgültig von der Atomkraft ab. \"Das nukleare Zeitalter ist vorbei, auch wenn anderswo weiter AKW gebaut werden\", teilten der Landesvorsitzende Frank Schira und sein Stellvertreter, der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse, am Mittwoch mit. \"So wie da Mittelalter vorbei ist, auch wenn es weltweit immer noch mittelalterliche Zustände gibt.\"

Offline userD0010

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #41 am: 16. März 2011, 15:44:38 »
Die vorläufige Stilllegung und das Moratorium sind der hysterischen Darstellung der Entwicklung in Japan durch die Medien, insbesondere durch einige TV-Anstalten, aber auch dem anstehenden Wahlkrampf geschuldet.
Es ist schon peinlich zu beobachten, wie sich ARD und ZDF mit Sonder- oder Spezialsendungen zu übertrumpfen versuchen und aus allen Ecken sog. Fachleute befragen.
Fragestellungen wie Genuß von Fisch, Vergleich mit Tschernobyl, Giftwolke etc. und Antwortgeplapper führen doch dazu, dass sich sogar einige unserer Bundesbürger mit Geigerzählern und Jod-Tabletten ausgerüstet haben.

Da scharen sich plötzlich und unerwartet mit dem Erzengel Gabriel die vor Betroffenheit triefende Claudia Roth, Gregor Gysi und noch einige Semi-Politgrößen \"zufällig\" vor einer TV-Kamera zusammen und fordern wegen der enormen Gefahren das sofortige Abschalten aller AKW..
Ob denn wohl entlang der Rheinschiene durch das Abschalten deutscher AKW die Gefahr gebannt ist und auf französischer Seite des Rheins der Betrieb weiterläuft?
Und wegen der Erdbebengefahr in der Rheinebene droht gerade auf deutscher Seite ein GAU. Fehlt nur noch das Risiko eines Tsunami rheinabwärts.

Ob die AKW ohne vorherige Prüfung der Betriebssicherheit und der daraufhin erfolgten Verlängerung der Betriebsgenehmigung weiter produzieren dürfen, kann doch wohl nur mit italienischen Verhältnissen begründet sein, wo sich doch unsere Republik der größten Dichte an Vorschriften, Verordnungen, Kontrollsystemen rühmt.

Jeder Ausfall einer Glühbirne in einem AKW führt doch inzwischen -und zukünftig noch dramatsicher-  zur Forderung nach Stilllegung desselben.

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« Antwort #42 am: 16. März 2011, 15:58:02 »
Der vorhergehende Beitrag geht am Kern des Problems deutlich vorbei.

Es ist nicht sicher auszuschließen, dass die Bundesregierung nunmehr drohende Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachgüter durch den Betrieb insbesondere der Altmeiler in Deutschland erkennt, die sie vorher nicht gesehen hatte.
Das gilt vollkommen unabhängig von den Ereignissen in Japan, weil diese ja über die in Deutschland drohenden Gefahren nichts (Neues) erbringen können.
 
In diesem Fall ist die Bundeskanzlerin- worauf sie selbst hinweist - laut Amtseid verpflichtet, für ein schnellstmögliches Abschalten der betroffenen Anlagen zu sorgen. Und genau darauf beruft sie sich.

Die Bundesregierung lässt im Zusammenwirken mit den betreffenden Landesregierungen die Atomkraftwerke jedenfalls nicht ohne Not vom Netz nehmen, schon wegen der zu besorgenden erheblichen Schadensersatzansprüche der Betreiberunternehmen, welche leicht in die Milliarden gehen können.

Wer Gegenteiliges behauptet und die Bundesregierung insoweit der Lüge bezichtigt, wird sich deshalb wohl alsbald vor Gericht wiederfinden.

Die Bundesregierung ist von der Verpflichtung zur Gefahrenabwehr auch nicht dadurch entbunden, wenn solche Gefahren auch aus dem Betrieb entsprechender Anlagen im Ausland drohen sollten.
Deshalb ist der Verweis auf die Atomanlagen in Frankreich nicht nur untunlich, sondern in diesem Zusammenhang sogar ausgesprochen dumm.  

Die Bundesregierung hat alles in ihren Kräften stehende zu tun, um drohende  Gefahren für Leib und Sachwerte der Bundesbürger abzuwenden.  

Dass sich hierzulande einige wegen der Ereignisse in Japan mit Jodtabletten eindecken, steht auf einem vollkommen anderen Blatt.
Gegen Dummheit helfen sowieso keinerlei Pillen. Wer es nicht glauben mag, probiere es einfach mal aus.  ;)

Wer sich ständig mit Fernsehbildern konfrontiert sieht, die er mit seinem Verstand nicht einordnen kann, der sollte auch diese Anlage einfach mal abschalten.
Nicht den Verstand, sondern die \"Glotze\".

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #43 am: 16. März 2011, 16:50:08 »
Zitat
Die Bundesregierung ist von der Verpflichtung zur Gefahrenabwehr auch nicht dadurch entbunden, wenn solche Gefahren auch aus dem Betrieb entsprechender Anlagen im Ausland drohen sollten. Deshalb ist der Verweis auf die Atomanlagen in Frankreich nicht nur untunlich, sondern in diesem Zusammenhang sogar ausgesprochen dumm.

Ach wie beruhigend !

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« Antwort #44 am: 16. März 2011, 17:55:05 »
Dass die deutsche Bundesregierung nicht durch Beschluss französische Atomanlagen vom Netz in Frankreich nehmen kann, wenn von diesen Gefahren drohen, liegt wohl auf der Hand. Dafür gibt das deutsche Atomgesetz jedenfalls keine Ermächtigungsgrundlage her.

 

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