Autor Thema: Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage  (Gelesen 11352 mal)

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Offline Netznutzer

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #15 am: 06. Oktober 2009, 16:03:22 »
Zitat
Die Vergütungssätze werden gemäß geltendem EEG automatisch jedes Jahr um 8 bis 10 % (das ist ne Menge Holz!) gesenkt.

Fakt ist, dass wir derzeit mit der Einspeisevergütung auf dem Stand von 4% unterhalb 2003 (45,7 ct/kWh) bewegen und gerade mal 14% unterhalb 2001 (50,62 ct/kWh). Seitdem sind die Modulpreise um mehr als 66% gesunken.
Die 8-10 %ige Senkung wird erst in der Zukunft erfolgen und die Installateure geben diese Senkung schon jetzt in ihren Modulpreisen weiter. So weit zum Thema \"viel gesenkt\" und \"Menge Holz\". Die findet man eher vor den Gesichtern der rendtigegierigen PV-Einspeiser, bzw. auf deren Konten. 15 ct/kWh reicht völlig aus, gern auch rückwirkend für Altanlagenbesitzer.

Gruß

NN

Offline Zeus

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #16 am: 06. Oktober 2009, 16:24:51 »
@ superhase
Die Beiträge von sukram und Cremer sind beispielhaft. Auch mir sind Vermieter bekannt, die lieber auf ihr Mietobjekt eine PV-Anlage installieren, die eine Rendite abwirft, statt die Heizungsanlage zu erneuern, was nicht nur den Mieter zu gute käme, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag für die Umwelt wäre.
Vermieter wie Cremer können ein \" gutes Gewissen \" haben, weil sie gleichzeitig sozial denken und ihren Beitrag für nachfolgende Generationen leisten.
Auf die Gefahr hin, dass Sie mich in die Nähe planwirtschaftliches Denken rücken, meine ich, dass die Vermieter von Wohnobjekten, nur in den Genuss von Investitionsanreizen für PV-Anlagen kommen sollte, wenn sie nachweißen, dass das entsprechende Haus den heutigen Anforderungen bezüglich der Energie-Einsparungen entspricht.

Offline superhaase

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #17 am: 06. Oktober 2009, 17:35:40 »
@Zeus:

Eine solche Koppplung an Bedingungen wäre sicher möglich.
Man kann aber auch beides ohne direkte Kopplung erreichen.

Immerhin gibt es nach der EnEV, die seit ein paar Tagen wieder verschärft worden ist, Vorschriften, was an Wärmeschutz nachgerüstet werden muss, sobald am Haus eine Renovierung vorgenommen wird.

Übrigens sind die meisten Mieter gar nicht so froh über solche Wärmeschutzverbesserungen, weil sie nur an die damit verbundenen Mietsteigerungen denken. Die Energieeinsparungen bleiben auch oft nur zu einem sehr kleinen Teil beim Mieter hängen.
Es dürfte kaum Vermieter geben (vielleicht ist da Cremer eine selbstlose Ausnahme), die solche Verbeserungsmaßnahmen ganz selbst tragen und dies nicht zu einer Mieterhöhung nutzen (was ich hiermit nicht abqualifizieren will).

@Netznutzer:

Die Einspeisevergütungen für PV wurden 2004 deswegen erhöht, weil die angestrebte Entwicklung der PV nicht richtig in Gang kam. Es hat daher wenig Sinn, die Vergütungssätze vor 2004 hier für einen Vergleich der Degression heranzuziehen. Der Startpunkt für PV ist erst 2004 anzusiedeln. Die vorherigen Installationen spielen auch mengenmäßig eine sehr geringe Rolle.

Nun ist die Entwicklung kräftig in Gang gekommen, und nun kann man auch wieder kräftiger die Vergütungen senken.
Eine flexible Reaktion auf die Entwicklungsfortschritte, ohne das Fernziel aus den Augen zu verlieren, ist doch auch das einzig Sinnvolle.
Daher war der Schritt 2004 richtig. Hätte man die Vergütungssätze und Degressionsregeln von 2003 so gelassen, würde das mit der PV viel länger dauern und den Verbraucher auf Dauer viel teurer kommen, weil das Ziel der Wettbewerbsfähigkeit von PV-Strom erst viel später eintreten würde. Oder aber es würde nie erreicht, weil die Entwicklung wieder zum Stillstand kommt, weil sich die Installation einer PV-Anlage irgendwann nicht mehr gelohnt hätte, wenn die Kostensenkungen der PV-Industrie mangels Massennachfrage nicht mit der vorgesehen Degression hätte schritthalten können. Dann wäre alles in die PV-investierte EEG-Umlagengeld der Verbraucher von Anfang an verschwendet gewesen.

Wenn Sie sagen, dass jetzt 15ct/kWh ausreichen, zeigt dies, dass Sie das EEG nicht verstanden haben oder von den realen Preisen keine Ahnung haben.
Wenn Sie eine Änderung für Altanlagen fordern, zeigt dies, dass Sie von Recht und Gesetz (und Vertrauensschutz) nicht viel halten.

Dass die Vergütung erst nächstes Jahr (hoffentlich schon) deutlich nach unten korrigiert wird, obwohl die Modulpreise schon seit einem dreiviertel Jahr schneller sinken, ist sicher Folge einer vermeidbaren Fehleinschätzung der Politiker bei der letzten EEG-Anpassung.
Wenn jetzt schnell reagiert wird und vielleicht eine noch flexiblere Vergütungs-Anpassungsregel installiert wird, dann ist aber die drohende Kostenexplosion für PV-Strom auf jeden Fall vermeidbar und es ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen.

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline Netznutzer

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #18 am: 06. Oktober 2009, 20:21:33 »
@si

Sie leben im Konjunktiv und können die Zahlen nicht widerlegen! Das Sie natürlich 2004 nach der exorbitanten Anhebung ( fast 30%) der PV-Einspeisegelder als Basisjahr möchten, ist hier wohl jedem klar. Das Sie als \"Altanlagenbesitzer\" von meinem Vorschlag nicht begeistert sind, auch. Fakt ist, Preise für Altanlagen können verändert werden, der Gesetzgeber hat es bei Biogas gezeigt, es gibt keinen gesetzl. Bestandsschutz.

Ihre Unterstellung, Leute, mit anderer Meinung als mit Ihrer gleichgeschalteten, hätten EEG nicht verstanden, sollten Sie schön für sich behalten. Sie sind hier wahrtlich der Letzte, der sich das Privileg herausnehmen kann, über andere zu urteilen.

Schliesslich waren Sie es, der mir noch vor gar nicht allzu langer Zeit lang und breit erklären wollte, warum die PV-Sätze so hoch sein müssen, zB. wg. Wolken, def. Wechselrichter, schlechten installateurbetrieben usw.,  um nur einige blödsinnige Punkte zu nennen, die Sie seinerzeit gepostet haben.

Aber immer schön das Fähnchen in den Wind hängen und jetzt, wo auch die grünsten Grünen und auch die Solarproduktionsfirmen in das gleiche Horn stossen, mitrufen.

Ihre Marktschreierei nimmt hier doch schon lange kaum noch einer ernst.

NN

Offline Randy

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #19 am: 06. Oktober 2009, 20:41:51 »
Zitat
Original von Netznutzer
Ihre Marktschreierei nimmt hier doch schon lange kaum noch einer ernst.
Ihre vom gegenteiligen Interesse geleiteten einseitigen Darstellungen allerdings auch nicht.

Randy

Offline Zeus

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #20 am: 07. Oktober 2009, 00:11:03 »
@superhase, Netznutzer
Um euren Disput etwas zu entkrampfen und vielleicht einen anderen Gesichtpunkt auch noch ins Gespräch zu bringen, sollten wir es uns nicht ersparen über unseren eigenen Horizont hinaus zu schauen. Zum Beispiel nach Frankreich. Dort amortisiert sich, zur Zeit, die Installation einer PV-Anlage über Steuervergünstigungen und Einspeisungsvergütung innerhalb von 5 bis 7 Jahre. Also viel schneller als in der Bundesrepublik. Allerdings zahlt der  französische Stromkunde für seinen Verbrauch nur einen durchschnittlichen Arbeitspreis von 11 Cent brutto pro kWh. Dies ist etwa die Hälfte dessen was der deutsche Kunde zahlen muss. Da kommen solche Diskussionen, wie wir sie hier führen, nicht so schnell auf.

Offline Sukram

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #21 am: 07. Oktober 2009, 01:06:16 »
Zitat
Original von Zeus
 Allerdings zahlt der  französische Stromkunde für seinen Verbrauch nur einen durchschnittlichen Arbeitspreis von 11 Cent brutto pro kWh. Dies ist etwa die Hälfte dessen was der deutsche Kunde zahlen muss.

Das liegt selbstverständlich an deren teuren AKW - und weil die EDF ja so dereguliert und dezentralisiert ist ;-)
Ich fordere eine PV - Ertragssteuer!
_________________________________

LVZ: Mit was Heizen Sie Herr Minister?

BMU: Eine 40 Jahre alte Ölheizung, welche vor 10 Jahren einen neuen Brenner erhielt und in Berlin mit einer Gasheizung.

Offline superhaase

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #22 am: 07. Oktober 2009, 08:30:16 »
Zitat
Original von Netznutzer
Sie leben im Konjunktiv und können die Zahlen nicht widerlegen! Das Sie natürlich 2004 nach der exorbitanten Anhebung ( fast 30%) der PV-Einspeisegelder als Basisjahr möchten, ist hier wohl jedem klar. Das Sie als \"Altanlagenbesitzer\" von meinem Vorschlag nicht begeistert sind, auch. Fakt ist, Preise für Altanlagen können verändert werden, der Gesetzgeber hat es bei Biogas gezeigt, es gibt keinen gesetzl. Bestandsschutz.
Warum sollte ich diese Zahlen widerlegen wollen?
Die Gründe für die \"exorbitante\" Anhebung wurden genannt. Dass es sich als richtig erwiesen hat, ist offensichtlich. Sonst würden wir hier jetzt nicht alle wegen der hohen drohenden Kosten aufgrund des immensen PV-Zubaus für eine Senkung der Vergütungen eintreten.

Die Einspeisevergütungen für Biogasanlagen wurde nachträglich für Altanlagen gesenkt?
Interessant. Das wusste ich noch nicht.
Können Sie mir sagen, wann genau?

Zitat
Ihre Unterstellung, Leute, mit anderer Meinung als mit Ihrer gleichgeschalteten, hätten EEG nicht verstanden, sollten Sie schön für sich behalten.
Naja, was soll man davon halten, wenn sie jetzt 15ct/kWh für PV-Strom fordern. Das sollten Sie dann zumindest mal vorrechnen, dass sich eine PV-Anlage dann noch rentieren kann.
Ansonsten erscheint dies wie eine unbegründete Schimpferei ohne Verständnis des EEG. Dass nomos das EEG nicht verstehen will, ist auch offensichtlich, sonst würde er nicht immer wieder die gleichen Sprüche bringen (\"es gibt keine Degression\", \"20 Jahre konstante Vergütung\", \"es zahlt sich nie aus\" etc.), obwohl man ihm erklärt hat, wie das zusammenhängt und vom Gesetzgeber gedacht ist.

Zitat
Schliesslich waren Sie es, der mir noch vor gar nicht allzu langer Zeit lang und breit erklären wollte, warum die PV-Sätze so hoch sein müssen, zB. wg. Wolken, def. Wechselrichter, schlechten installateurbetrieben usw.,  um nur einige blödsinnige Punkte zu nennen, die Sie seinerzeit gepostet haben.
Sie meinen wahrscheinlich, dass ich auf das unternehmerische Risiko eines PV-Anlagenbesitzers hingewiesen habe, das von vielen nicht gesehen wird.
Es ist sicher deutlich geringer als z.B. bei Windkraftanlagen, aber es ist eben wegen der genannten Punkte nicht gleich null. Daher ist eine Rendite deutlich über dem Zins von z.B. Staatsanleihen gerechtfertigt. Das war damals der Diskussionsgegenstand.
Wenn Sie das als Blödsinn bezeichnen, zeigt dies, dass Sie auch von Betriebswirtschaft wenig Ahnung haben.

Sorry, dass ich Ihnen immer wenig Ahnung unterstelle.
Vielleicht sind Sie ja doch sehr gebildet auf diesen Gebieten, und können das nur recht geschickt verstecken.
Aber Ihre Äußerungen sind leider manchmal so unqualifiziert, dass das keinen anderen Schluss zulässt.

Sind Sie eigentlich bei einem Netzbetreiber beschäftigt?
Das legt Ihr Wissen über Stromnetze und alles damit zusammenhängende nahe.
Außerdem würde das Ihren Hass auf \"Eigenstromerzeugungsanlagen\" und insbesondere PV für mich erklären.
Mit Belustigung denke ich da an die Stellenanzeige eines Ostdeutschen Netzbeteibers vor einigen Jahren, in der jemand gesucht wurde zur \"Aufdeckung und Verhinderung von Potential für Eigenstromerzeugungsanlagen\" oder so ähnlich.
Haben Sie diese Stelle damals angetreten? ;)

@Zeus und Sukram:
Möchte nicht wissen, was der Strom in Frankreich kosten würde, wenn die gesamte Forschung und Entwicklung für Atomenergie (auch der Vergangenheit) und Entsorgung und Risikoversicherung von den Stromverbrauchern per Atomumlage bezahlt werden müsste.
Einen Aufbau der Atomwirtschaft mittels Atomumlage auf den Strompreis zu finanzieren, wäre wohl nicht möglich gewesen.
Frankreich verfolgt als Atombomben-Macht auch noch ganz andere Interessen mit seiner Atomwirtschaft, das darf man nicht vergessen.
Man darf also mit Fug und Recht behaupten, dass die Strompreise in Frankreich stark vom Steuerzahler subventioniert sind.
Erstrebenswert? Nein danke!

ciao,
sh
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Offline Zeus

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #23 am: 07. Oktober 2009, 10:29:54 »
@superhase
Mit meinem Beitrag wollte ich nur anregen etwas über die Grenzen zu schauen, um zu prüfen wie es Andere machen, um daraus vielleicht etwas zu lernen.
Woher kommt Ihre Erkenntnis, dass man \" mit Fug und Recht behaupten kann, die Strompreise in Frankreich würden stark vom Steuerzahler subventioniert \" ? Hier wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir den Beweis hierfür liefern könnten.
Und wenn dem so wäre, bliebe immer noch die Frage offen : zahlt deshalb der französische Steuerzahler höhere Steuern als als der deutsche Steuerzahler? Was den Mehrwertsteuersatz anbelangt, so beträgt dieser in der Tat 19,6%, aber die verminderte Mwst. liegt bei nur 5,5%. Und was die Einkommensteuer anbelangt, darf ich Ihnen ein Beispiel nennen : Ein Ehepaar mit einem Kind und einem zu versteuerndes Einkommen von 65000 € zahlte für 2008 einen Steuerbetrag von 5844 €. Von dieser Steuerschuld  noch verschiedenes abziehbar, wie z,B. Spenden, 66 % des Gewerkschatsbeitrags, usw... Nun vergleichen Sie ruhig was der Steurzahler, mit einem solchen Einkommen bei uns zahlt.
Ich will hiermit nicht auch noch eine Debatte über Steuern entfachen. Sie nur anregen, vielleicht etwas weniger zu schreiben und etwas mehr zu lesen, bevor Sie Behauptungen und Vermutungen in die Welt setzen. Das Internet ist hier sehr ergiebig. Dies gilt für uns alle. Und würde der Diskussionskultur im Forum sicherlich gut tun.

Offline superhaase

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #24 am: 07. Oktober 2009, 10:43:45 »
Zitat
Original von Zeus
Woher kommt Ihre Erkenntnis, dass man \" mit Fug und Recht behaupten kann, die Strompreise in Frankreich würden stark vom Steuerzahler subventioniert \" ? Hier wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir den Beweis hierfür liefern könnten.
Das bezieht sich auf die Atomsubventionen und den hohen Anteil des Atomstroms in Frankreich.

Auf eine Steuerdebatte mit Einkommenssteuersätzen oder Mehrwertssteuer will ich mich hier nicht einlassen. Da kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste.

Welche Behauptungen konkret setze ich denn in die Welt, die irgendwie abwägig wären?

Dass die Photovoltaik einmal in Deutschland und in der Welt eine bedeutende Rolle spielen wird, ist natürlich nur eine Vermutung. Das ist klar. Aber diese Vermutung entspringt ja nicht meiner Phantasie, sondern ist Teil der Strategie des deutschen Gesetzgebers und wird von vielen Fachleuten geteilt.
Meine Erwartungen hierzu habe ich argumentativ zu untermauern versucht - bereits an mehreren Stellen in diesem Forum (Dank der Wiederholungen von nomos ;)). Sachliche Gegenargumente oder Entkräftungen meiner Argumente habe ich bisher nicht gesehen.

Dass die Atomindustrie in Frankreich stark subventioniert war/ist, wollen Sie doch nicht etwa abstreiten?
Da wäre Frankreich ja eine absolute weltweite Ausnahme. Einen Beweis dafür zu erbringen spare ich mir daher.
Wenn Sie aber das Gegenteil nachweisen können: Bitte sehr, ich lass mich gern belehren.

Welche unhaltbaren oder fragwürdigen Behauptungen meinerseits blieben sonst noch?

ciao,
sh
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Offline nomos

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #25 am: 07. Oktober 2009, 10:53:21 »
Zitat
Original von superhaase
 Dass nomos das EEG nicht verstehen will, ist auch offensichtlich, sonst würde er nicht immer wieder die gleichen Sprüche bringen (\"es gibt keine Degression\", \"20 Jahre konstante Vergütung\", \"es zahlt sich nie aus\" etc.), obwohl man ihm erklärt hat, wie das zusammenhängt und vom Gesetzgeber gedacht ist.
....
Daher ist eine Rendite deutlich über dem Zins von z.B. Staatsanleihen gerechtfertigt.
Wenn Sie das als Blödsinn bezeichnen, zeigt dies, dass Sie auch von Betriebswirtschaft wenig Ahnung haben.
.....
Frankreich verfolgt als Atombomben-Macht auch noch ganz andere Interessen mit seiner Atomwirtschaft, das darf man nicht vergessen.
Man darf also mit Fug und Recht behaupten, dass die Strompreise in Frankreich stark vom Steuerzahler subventioniert sind.
Erstrebenswert? Nein danke!
    @sh, richtig, es gibt keine Degression für bestehende Anlagen, die Einspeisevergütung bleibt 20 Jahre konstant. Die exorbitant hohen Umlagen zahlen sich für die Verbraucher beim Sonnenstrom nie aus. Das Geld wird im wahrsten Sinne des Wortes in der Sonne verbrannt. Es gibt sinnvollere Investitionen um eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. @sh, auf die Auswirkung kommt es an, nicht auf die Absicht. Die Wirkung des EEG bei der Anlagenförderung für Sonnenstrom von deutschen Dächer wollen oder können Sie nicht verstehen. Warum und wo die Motive liegen ist schon klar. Es ist der Eigennutz! Der ist Ihnen ja zuzubilligen, aber die Befriedigung über eine unsinnigen Förderung zu Lasten der Stromverbraucher ist nicht akzeptabel.

    Sie haben von Betriebswirtschaft Ahnung? Dann müssten Sie längst festgestellt haben, dass sich eine Sonnenstromanlage betriebswirtschaftlich dauerhaft nur rechnet, weil das enorme Defizit vom Stromverbraucher per staatlicher Verordnung gedeckt wird.

    Wer ein Risiko eingeht, der soll gerne auch die Chance auf eine angemessene Rendite haben. Hier trägt das Risiko per gesetzlichem Zwang vor allem der Verbraucher. Die Werbung der Anlagenverkäufer zeigt das ja auch deutlich: \"So sicher wie ein Bundesschatzbrief, aber mehrfach verzinst!\" u.ä.

    ... und wenn Sie jetzt auch noch die Atombombe als Argument für die Verteidigung der Sonnenstromanlagenförderung heranziehen, dann disqualifizieren Sie sich endgültig. Die deutsche Sonnenstromförderung wird hier kein einziges AKW verhindern, schon gar kein französisches. Nicolas Sarkozy wird auch bei einer Verdoppelung der Einspeisevergütung nicht den Status Frankreichs als Atommacht aufgeben. Sorgen sollten Sie sich da eher um das, was sich im Iran entwickelt.
PS:
... und nicht nur Strom ist billiger in Frankreich. Haushaltsgas hat ja mit AKWs weniger zu tun   ;)  :

Hier ein Beispiel aus der Partnerstadt vor den Toren von Paris

Offline superhaase

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #26 am: 07. Oktober 2009, 11:15:24 »
Zitat
Original von nomos
@sh, richtig, es gibt keine Degression für bestehende Anlagen ...
Die alte Leier. Das hat auch nie jemand behauptet.  :rolleyes:

Zitat
Dann müssten Sie längst festgestellt haben, dass sich eine Sonnenstromanlage betriebswirtschaftlich dauerhaft nur rechnet, weil das enorme Defizit vom Stromverbraucher per staatlicher Verordnung gedeckt wird.
Ist doch bekannt und Teil der Strategie des EEG.
Ferner gilt das für alle nach dem EEG geörderten Energien.
Was soll das Argument also belegen?
Dass man alle erneuerbaren Energien nicht fördern soll?
Warum man davon ausgeht, dass die Photovoltaik ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Stromversorgung sein wird, und warum sie deswegen gefördert wird, dürfte ohne weitere Wiederholungen meinerseits inzwischen hier bekannt sein.
Haben Sie sachliche Argumente, die diese Annahme und somit die Strategie des Gesetzgebers widerlegen?

Zitat
Wer ein Risiko eingeht, der soll gerne auch die Chance auf eine angemessene Rendite haben. Hier trägt das Risiko per gesetzlichem Zwang vor allem der Verbraucher.
Was trägt denn der Stromverbraucher für ein Risiko?
Die EEG-Umlage ist doch kein Risiko im betriebswirtschaftlichen Sinn, sie ist absehbar und keine plötzliche Bedrohung des Stromverbrauchers.
Die Kosten trägt der Stromverbraucher, das Risiko der Anlagenbetreiber.
Ich fürchte, Sie werfen da wieder mal Begriffe durcheinander.

Zitat
Die Werbung der Anlagenverkäufer zeigt das ja auch deutlich: \"So sicher wie ein Bundesschatzbrief, aber mehrfach verzinst!\" u.ä.
Dass Sie hier ausgerechnet die Werbung einiger PV-Anlagenverkäufer als bare Münze nehmen, amüsiert mich jetzt aber außerordentlich.
\"Sicher wie ein Bundesschatzbrief\" ist natürlich totaler Unfug.

Zitat
... und wenn Sie jetzt auch noch die Atombombe als Argument für die Verteidigung der Sonnenstromanlagenförderung heranziehen, dann disqualifizieren Sie sich endgültig.
Das habe ich nicht getan.

ciao,
sh
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Offline Netznutzer

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #27 am: 07. Oktober 2009, 11:20:56 »
@ si
Zitat
Die Einspeisevergütungen für Biogasanlagen wurde nachträglich für Altanlagen gesenkt?

Wer schrieb gesenkt??? Wer liest bzw. lesen kann, ist im Vorteil. Ich schrieb, siehe Text: VERÄNDERT!!!, im Fall von Biogas, nach oben. Dies zeigt, und dies zeigen im Übrigen auch die Diskussionen von Preisklauseln in Lieferverträgen, dass die Vergütungen nicht in Beton gemeisselt sind, so wie immer wieder verkündet. Die Sätze sind veränderbar in beide Richtungen. Das bestätigen im Übrigen auch Juristen.

Gruß

NN

Offline superhaase

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« Antwort #28 am: 07. Oktober 2009, 11:31:57 »
@Netznutzer:

Eine nachträgliche Anhebung der EEG-Vergütungssätze veletzt aber nicht den von mir angesprochenen Vertrauensschutz. Da hätten Sie mal genauer lesen sollen! ;)
Dies wurde gemacht, um eine Benachteiligung von zeitlich früheren Investitionen aufgrund nicht vorhersehbarer Gesetzesänderungen zu vermeiden. Hätte man nicht unbedingt tun müssen, ist aber begründbar.

So eine nachträgliche Erhöhung gab es in der Vergangenheit auch schon für Windkraftanlagen und für PV-Anlagen. Ob auch für Wasserkraft oder andere Energiearten, weiß ich jetzt nicht.

Es rechtfertigt jedenfalls nicht Ihre Forderung einer nachträglichen Senkung von Vergütungen bestehender Anlagen, da das quasi ein Eingriff in Eigentumsrechte wäre und somit auch vor dem BVG wohl nicht bestehen könnte (erst lockt der Staat zu Investitionen, und macht sie später unrentabel und \"enteignet\" somit die Investoren). Das meine ich mit Vertrauensschutz.
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Offline nomos

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Kaum Interesse an Gasversorgung aber an Fotovoltaikanlage
« Antwort #29 am: 07. Oktober 2009, 12:03:50 »
Zitat
Original von superhaase
Was trägt denn der Stromverbraucher für ein Risiko?
Die EEG-Umlage ist doch kein Risiko im betriebswirtschaftlichen Sinn, sie ist absehbar und keine plötzliche Bedrohung des Stromverbrauchers.
Die Kosten trägt der Stromverbraucher, das Risiko der Anlagenbetreiber.
Ich fürchte, Sie werfen da wieder mal Begriffe durcheinander.
    @sh, Sorry, aber Sie sind schon eine besondere Marke:
\"Die EEG-Umlage ist doch kein Risiko im betriebswirtschaftlichen Sinn\".
 Was wollen Sie denn damit relativieren? Insbesondere die unbegrenzte Sonnenstromförderung  ist ein Risiko für die Verbraucher. Es geht hier nicht um Peanuts, die Maßeinheit für 50 Millionen DM nach Hilmar Kopper! Es geht um Milliarden Euro!

Der Fördersatz für Fotovoltaik-Dachanlagen liegt im Schnitt aktuell bei rund 47 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: für den Haushaltskunden liegt der Strompreis bei ca. 20 Cent pro Kilowattstunde und da sind alle Steuern und Abgaben bereits enthalten.

Es gibt nach dem tollen EEG keine Einspeisebegrenzungen für Anbieter. Im Gegenteil, es gibt eine Abnahmeverpflichtung. Deutschland ist zweifelhafter Weltmeister, das liegt nur an der unbegrenzten und überzogenen Förderung und nicht an den herausragenden Bedingungen für Sonnenstrom.  Diese unbegrenzte Förderung unter nicht optimalen Bedingungen ist einmalig auf der Welt.  

Bei diesem Ausbau hat Deutschland 2010 bereits so viele Solaranlagen, wie dies ursprünglich für 2020 geplant war. Der Verbraucher wird das teuer und langfristig mit der Stromrechnung bezahlen.

Wenn sich der Ausbau der Anlagen so ungebremst fortsetzen würde, würde die schon jetzt unzumutbare Belastung für die Bürger ohne erkennbaren Nutzen noch weiter erheblich steigen.   Kein Politiker ist in der Lage, die Kosten, die auf den Bürger zukommen, genau zu beziffern. Das ist ein erhebliche Mangel des EEG. Andere haben aus gutem Grund einen Deckel gesetzt. Es ist höchste Zeit zu handeln. Die neue Regierung ist hier gefordert![/list]

 

Der Verein für gerechte Energiepreise