Sonstiges > Off-Topic
Die Qual der Wahl
ESG-Rebell:
Egal, welche Partei im September gewinnt - ihr Handlungsspielraum wird sich auf das Abwenden weiterer Katastrophen, der Demontage des Staates und dem Ausweiten der Staatsverschuldung beschränken.
Derzeit werden noch Fensterreden über die Stärkung der Finanzaufsicht und Kontrolle der Banken gehalten. Sollten die Banken in einigen Jahren aber tatsächlich wieder auf die Beine kommen, dann werden die von einer - auch nur teilweisen - Rückzahlung der SOFFIN-Gelder nix mehr wissen wollen!
Alles wird an uns hängen bleiben - zusätzlich zu dem wirtschaftlichen Kollateralschaden, den die Zocker angerichtet haben!
Ich für meinen Teil beschränke mich jedenfalls nicht mehr darauf, vor dem Fernseher und hier im Forum zu schimpfen. Ich gehe auf die Straße!
Demos am 28.3.09 in Frankfurt und Berlin!
Gruss,
ESG-Rebell.
taxman:
--- Zitat ---Original von reblausVielleicht sollten Sie aber einfach nur Ihre Ansprüche an die Realität etwas einschränken .....
--- Ende Zitat ---
Ein Verstaatlichung der Banken, wenn auch nur teilweise, wollen immer mehr:
http://www.wiwo.de/politik/ifo-praesident-sinn-fordert-teilverstaatlichung-maroder-banken-392236/
Die Frage ist nur: Zu welchem Preis ???
ESG-Rebell:
--- Zitat ---Original von taxman
Die Frage ist nur: Zu welchem Preis ???
--- Ende Zitat ---
Tja, genau darum geht es jetzt.
Auf einer englischen Seite (CNN oder so), habe ich über den derzeiten Stand der Verhandlungen gelesen:
Die US Notenbank (Federal Reserve) will den Banken ihre Schrottpapiere abkaufen, um deren Bilanzen zu entlasten und ihnen die Wiederaufnahme des Kreditgeschäfts dadurch zu ermöglichen. Die gleiche Strategie wird - sinnvollerweise, da ohne Alternative - wohl auch in Deutschland gefahren.
Jetzt kommt\'s: Noch immer kann niemand den heute oder zukünftig zu realisierenden Erlös der sog. Schrottpapiere beziffern. Mitnichten sind diese alle wertlos. Sollte der gesamte CDS (Credit Default Swap)-Bestand heute stark unterbewertet an die Staaten verkauft werden und diese in der Lage sein, die Papiere lange genug zu halten, dann könnten sie am Ende sogar noch einen Gewinn damit erzielen.
Die Banken hoffen aber, dass der Staat diese Papiere eher über Wert kaufen wird um die Kreditklemme endlich zu beheben. Dies aber löst widerum einen neuen Spekulationsreflex bei den Banken aus. Sie wollen die Papiere möglichst lange behalten, weil der Staat evtl. umso mehr dafür bezahlen wird, je brenzliger die Situation wird.
Egal wie schlimm es kommt - es geht immer noch verrückter!
Gruss,
ESG-Rebell.
taxman:
--- Zitat ---Original von ESG-Rebell
Die US Notenbank (Federal Reserve) will den Banken ihre Schrottpapiere abkaufen, um deren Bilanzen zu entlasten und ihnen die Wiederaufnahme des Kreditgeschäfts dadurch zu ermöglichen. Die gleiche Strategie wird - sinnvollerweise, da ohne Alternative - wohl auch in Deutschland gefahren.
--- Ende Zitat ---
http://www.welt.de/wirtschaft/article3528790/Staat-will-Grossbanken-faule-Papiere-abnehmen.html
Scheinbar kommt es tatsächlich so! Der Markt reinigt sich also wieder einmal selbst! :P
--------------------------------
In Amerika gibt es zwischenzeitlich dutzende neuer Währungen die sehr erfolgreich funktionieren:
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Amerikanische-Staedte-drucken-ihr-eigenes-Geld/story/23571423
Da warte ich mal auf den Berliner-Groschen! :D
reblaus:
@taxman
Jetzt lassen Sie sich mal nicht vollkommen verrückt machen.
Können Sie sich noch an die BSE-Krise erinnern? In der Hochphase zirkulierten in den Zeitungen Artikel in Mengen, dass 10 Jahre später in Großbritannien Hunderttausende an Kreutzfeld-Jacob erkranken und sterben könnten. Heute 10 Jahre später ist von diesem Massensterben nichts zu sehen.
Das gleiche wird mit der heutigen Wirtschaftskrise passieren. Die findet in dieser Dramatik nur in den Medien statt. Möglicherweise haben wir das Schlimmste nämlich schon hinter uns. Alle Schlagzeilen die jetzt noch kommen, basieren auf den nachlaufenden Effekten der Statistiken, die auf Jahresbasis jeden Monat neue Einbrüche vermelden, obwohl die Ökonomie gar nicht mehr schrumpft.
Die Rohstoffpreise steigen bereits seit Januar wieder an (Erdöl um 25% seit dem Tiefststand). Die Arbeitslosenzahlen werden noch steigen, weil auch dies ein nachlaufender Effekt ist. Und vor allem für den Dollar ist das Risiko einer höheren Inflation (von um die 10% nicht 10.000% wie manche alarmistisch melden) nicht ausgeschlossen, aber erst nach Ende der Rezession.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln