Forum des Bundes der Energieverbraucher
Energiepolitik => Ausland => Thema gestartet von: RR-E-ft am 18. April 2012, 23:12:43
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USA im Erdgas- Rausch (http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/erdgas-wettrennen-um-gasvorkommen-in-den-usa/6491054.html)
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An Erdgas werden wir wohl in der Zukunft nicht vorbei kommen. Ein Gas, welches Wind-und Solarenergie eigentlich überflüssig macht. Es werden mittelfristig sicher keine Grundlast-Gaskraftwerke errichtet aber mit Sicherheit wird bis zur Mittellast damit gerechnet.
Was in Deutschland fehlt ist die Entkopplung vom Ölpreis. Diese Kopplung ist durch nichts zu rechtfertigen und fällt auch hoffentlich bald.
Man sieht es ja in den USA wie sich dort der Gaspreis entwickelt. Der Preis ist mittlerweile auf dem niedrigsten seit 10 Jahren und Gas steht in riesigen Mengen zur Verfügung. :tongue:
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Original von asbit
An Erdgas werden wir wohl in der Zukunft nicht vorbei kommen. Ein Gas, welches Wind-und Solarenergie eigentlich überflüssig macht. Es werden mittelfristig sicher keine Grundlast-Gaskraftwerke errichtet aber mit Sicherheit wird bis zur Mittellast damit gerechnet.
Was in Deutschland fehlt ist die Entkopplung vom Ölpreis. Diese Kopplung ist durch nichts zu rechtfertigen und fällt auch hoffentlich bald.
Man sieht es ja in den USA wie sich dort der Gaspreis entwickelt. Der Preis ist mittlerweile auf dem niedrigsten seit 10 Jahren und Gas steht in riesigen Mengen zur Verfügung. :tongue:
EEX-Chart natural gas 2013 (http://charts.eex.com/chart?l=en&w=745&fp=G0BY&pc=2013.01&tt=E&avg=&bp=BA&d=20120419&ct=FNPE&di=1759)
Das sieht aber nicht ganz nach dem niedrigsten Preis seit 10 Jahren aus.
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Moin
Werden wir Deutschen beim Gaspreis abgezockt?
In den USA sacken die Gaspreise auf 10-Jahres-Tief !!
Quelle Bild
Wer mit Erdgas heizt, kann nur noch voller Neid nach Amerika schauen.In den USA ist der Gaspreis an der New Yorker Rohstoffbörse vergangene Woche auf den tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren gesackt.Bei uns in Deutschland kennen die Energiepreise hingegen seit Jahren fast ausnahmslos nur die andere Richtung: nach oben.WERDEN WIR DEUTSCHEN BEIM GASPREIS ABGEZOCKT?
Bis dann...
Capo
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Habt Ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, warum die Preise dort so fallen?
Wie die wirtschaftlichen, politischen Hintergründe aussehen? Mal ganz abgesehen von denen der Energiereisen natürlich.
Und - vor allem, um welchen immateriellen Preis sie das eigentlich tun - wer dafür letztendlich die Zeche zahlt?
Der glückliche Westen? (http://www.welt.de/print/wams/article106344121/Im-gluecklichen-Westen.html) Trügerischer Schein!
\"Fracking\" heisst das Zauberwort! - das heute wohl bei manchen die gleiche Goldgräberstimmung auslöst wie ehemals \"Klondike River\".
Na ja, dass das Grundwasser in vielen Regionen so verseucht ist und die Menschen ihr Trinkwasser in Flaschen kaufen müssen...oder dass mancherorts die Luft, die aus dem Wasserhahn kommt dafür brennbar ist...
Kollateralschäden?
Am Klondike gibt es heute reichlich Geisterstädte und verlassene Minen.
Der Preis, der letztendlich für \"Fracking\" als dem neuen Goldrausch zu bezahlen sein wird, kann man m. E. noch nicht einmal ansatzweise einschätzen, geschweige denn beziffern!
Ich persönlich hoffe, dass unsere Politiker \"Fracking\" in Deutschland bis in alle Zukunft und um jeden Preis - verhindern!!!
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Original von Kampfzwerg
Ich persönlich hoffe, dass unsere Politiker \"Fracking\" in Deutschland bis in alle Zukunft und um jeden Preis - verhindern!!!
Andernfalls kommt womöglich ein noch größeres \"Langzeit-Problem\" auf uns zu, als mit den AKW-Hinterlassenschaften! 8o 8o 8o
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Es gibt Lösungsmöglichkeiten für das Problem- und außerdem nüchternere Gefahrenabschätzungen, als hierzulande üblich.
Aber vieleicht brauchen die Deutschen ja wieder was neues für ihre \"German Angst\".
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Original von Sukram
Es gibt Lösungsmöglichkeiten für das Problem- und außerdem nüchternere Gefahrenabschätzungen, als hierzulande üblich.
Aber vieleicht brauchen die Deutschen ja wieder was neues für ihre \"German Angst\".
Meinen Sie mit \"nüchternere Gefahrenabschätzungen\" etwa Verharmlosungen?
Was ist nüchterner:
a) die profitbesoffene Begeisterung für \"neues\" billiges Erdgas (welches übrigens auch für CO2-Ausstoß sorgt und auch von daher nicht die Lösung aller Probleme sein kann), oder
b) die kritische Hinterfragung der mit der \"neuen\" Förderung auftretenden Probleme, für die es bisher keine nachweisbaren und auch erprobten Vermeidungstechniken gibt, allenfalls Behauptungen und Hoffnungen
Das ist wohl eine Frage des Standpunkts und der Wertevorstellungen.
Was von manchen Ausländern gerne als \"German Angst\" verspottet wird, ist vielleicht eher eine Art \"German Verantwortungsbewusstsein\".
Hemdsärmeliges Vorpreschen ist auf lange Sicht selten die beste Strategie.
ciao,
sh
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\"nüchtern\" ist etwa das Gegenteil Ihres Beitrags (Erinnert an die Horrorwarnungen vor Fahrten mit der Eisenbahn vor >100J).
Oder das- auch wenn\'s von einem pöhsen Energiemultichef kommt & in der WELT steht:
\"Der Energiebedarf der Welt wird unterschätzt\"
Was der US-Multi ExxonMobil über die Energiewende denkt und warum er in Deutschland künftig Erdgas mit der umstrittenen \"Fracking\"-Methode fördern will. Dabei wird Wasser ins Gestein gepresst. ...
http://www.welt.de/wirtschaft/article106362137/Der-Energiebedarf-der-Welt-wird-unterschaetzt.html
Abhilfen (zumindest da wo es ausreichend gefährlich artesisch gespanntes Tiefenwasser geben sollte): Fracking ohne \"Gift\"-
http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/01/fracking-in-zwei-jahren-ohne-gift-na-mal-schauen/
http://www.cash.ch/news/boersenticker/rss/exxonmobil_in_zwei_jahren_gasfracking_ohne_gift-1128976-450
Eines ist mal sicher: mit Rückgang foss. Energien wird die Weltbevölkerung nicht zu halten sein -s. a. jüngster Bericht Club of Rome.
Sie können sich allerdings auch schon jetzt aufhängen aus Angst vor dem sicheren Tod.
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Original von superhaase
Original von Sukram
Es gibt Lösungsmöglichkeiten für das Problem- und außerdem nüchternere Gefahrenabschätzungen, als hierzulande üblich.
Aber vieleicht brauchen die Deutschen ja wieder was neues für ihre \"German Angst\".
Meinen Sie mit \"nüchternere Gefahrenabschätzungen\" etwa Verharmlosungen?
Was ist nüchterner:
a) die profitbesoffene Begeisterung für \"neues\" billiges Erdgas (welches übrigens auch für CO2-Ausstoß sorgt und auch von daher nicht die Lösung aller Probleme sein kann), oder
b) die kritische Hinterfragung der mit der \"neuen\" Förderung auftretenden Probleme, für die es bisher keine nachweisbaren und auch erprobten Vermeidungstechniken gibt, allenfalls Behauptungen und Hoffnungen
Das ist wohl eine Frage des Standpunkts und der Wertevorstellungen.
Was von manchen Ausländern gerne als \"German Angst\" verspottet wird, ist vielleicht eher eine Art \"German Verantwortungsbewusstsein\".
Hemdsärmeliges Vorpreschen ist auf lange Sicht selten die beste Strategie.
Ich bin wahrlich nicht immer @shs Meinung, aber diesmal bin ich echt schwer enttäuscht von @sukram und seinem schlicht dämlichen Einwand! :evil:
Sorry @sukram, aber mir ist im Moment einfach nicht nach diplomatisch verharmlosender Wortwahl. X(
Angesichts deines Beitrags schmeisse ich doch glatt jedwede \"Nüchternheit\" und \"vornehme Zurückhaltung\" über Bord! Mit Anlauf.
Hast du den Welt-Artikel, der in einer langen Liste kritischer Berichterstattung wahrlich absolut nicht einzigartig ist, überhaupt gelesen? Wohl kaum.
Dein so genanntes \"Argument\" einer \"german Angst\" ist m. E. im hiesigen Zusammenhang qualitativ gleichzusetzen mit jenem ebenso blöden, unzutreffenden, aber dennoch viel bemühten, berühmt/berüchtigten Totschlagargument des Antisemitismus, das bei jedweder Kritik an Israel laut wird.
Und deine Bemerkung:
Sie können sich allerdings auch schon jetzt aufhängen aus Angst vor dem sicheren Tod.
macht es wirklich auch nicht besser!
Einen derartigen Bockmist (verbuche das bitte unter persönlicher Meinungsfreiheit) hätte ich dir wahrlich nicht zugetraut.
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Dann macht mal hübsch weiter mit eurem Morgenthau - Plan & verbrennt das Gas von Onkel Putin (zumindest solange ihr recht brav bleibt); wenigstens kehrt sich dann die Migrationsrichtung um.
In den USA bringt mittlerweile Volvo schon Erdgas - LKW auf die Bahn-
(http://1.2.3.9/bmi/www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2012/01/us-gas-supply-and-projection.jpg)
und die Polen lassen sich da auch nicht lumpen; immer noch besser als schlesische Kohle zu verbrennen.
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Wer keine vernünftigen Argumente hat, flüchtet sich wahrscheinlich gerne in Zynismus.
Ist das deine Vorstellung von \"nüchtern\"?
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Original von Sukram
\"nüchtern\" ist etwa das Gegenteil Ihres Beitrags (Erinnert an die Horrorwarnungen vor Fahrten mit der Eisenbahn vor >100J).
Der Vergleich ist wohl nicht fair.
Die Befürchtungen, von hohen Geschwindigkeiten würden Menschen krank werden, hatten schließlich keine reale Basis.
Bei Erdgasförderung durch Fracking sind allerdings bisher erhebliche Probleme aufgetreten, die real sind und auch nachgewiesen.
Oder das- auch wenn\'s von einem pöhsen Energiemultichef kommt & in der WELT steht:
Wind- und Solarkraft und Biomasse werden zwar mit einem jährlichen Wachstum von sechs Prozent die höchsten Wachstumsraten haben.
Dennoch werden sie global betrachtet auch im Jahre 2040 noch immer einen relativ kleinen Beitrag zur Versorgung leisten, glaubt Colton. \"In der politischen Debatte wird regelmäßig unterschätzt, wie viel Energie die Weltbevölkerung wirklich braucht.\"
Genau anders herum ist es:
In der Debatte wurde von Politikern und vor allem von Energiekonzernen in der Vergangenheit immer regelmäßig total unterschätzt, was die erneuerbaren leisten können und wie schnell sie wachsen und billiger werden können.
Wenn man die Gefahr des künstlich herbeigeführten Klimawandels Ernst nehmen will, dann ist es schlicht nicht machbar, alles Erdgas und alles Erdöl zu fördern und zu verbrennen.
Das Erdgas reicht mit der neuen Fördermethode für 260 Jahre, sagt er.
Bei steigendem Bedarf und bei Ausstieg aus Öl und Kohle?
Ne, will er ja gar nicht, er will ja auch in der Arktis und in der Tiefsee alle Ölfelder erschließen und ausbeuten.
Und das nur, weil er glaubt, dass das auch in 30 Jahren noch billiger ist als die erneuerbaren Energien.
Im Gegensatz hierzu stellt der Sachverständigenrat für Umweltfragen und auch das BMU in sienen Leitszenarien fest, dass spätestens ab 2030 alle erneuerbaren Energien billiger sein werden als jede fossile Energie.
Wir werden sehen, wer recht hat. Es wird wohl nicht der Exxon-Chef sein.
... Fracking ohne \"Gift\" ...
Ja dann warten wir doch darauf.
Fracking mit Gift und Fracking mit der Folge von Methan im Trinkwasser sind jedenfalls nicht zuzulassen.
Wenn man diese Folgen in eine Kostenrechnung mit einbezieht, ist das \"neue\" Erdgas keinesfalls mehr billig.
Sie können sich allerdings auch schon jetzt aufhängen aus Angst vor dem sicheren Tod.
Sie können sich ja jetzt schon mit Stromeinkäufen bis 2050 eindecken, wenn Sie Angst vor steigenden Strompreisen haben. ;)
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Original von Kampfzwerg
Wer keine vernünftigen Argumente hat, flüchtet sich wahrscheinlich gerne in Zynismus.
Ist das deine Vorstellung von \"nüchtern\"?
Nein. Das ist Verzweiflung; Mit Argumenten kommt man bei manchen Themen hierzuland\' nämlich nicht weit... zu hormonbelastet.
Nur mal kurz:
entspr. höffige Gesteinsschichten befinden sich unter den Grundwasserhorizonten, also liegen zwischen beiden wasserundurchlässige Ebenen.... WENN diese durchlässig würde (s. z.B. Causa Staufen (140m-WP-Sonden) durch politisch gewollt unterbliebene Vorschriften seitens der Landesgenehmigungsbehörde i.V.m. wg. pfuschiger Bohrfirma disfunktionabler Ringverpressung) könnte belastetes Tiefenwasser nur aufsteigen, wenn es unter entsprechend hohem Druck stünde.
Und kommt mir jetzt nicht mit dämlichen Filmbeiträgen von brennenden Wasserhähnen....
Im übrigen könnte man sich ja bei unabh. FACHleuten informieren und nicht bei Grünpiss & Co; z.B. bei unserem http://www.bgr.bund.de, Projekt \"Geosys\"...
Die schreiben z.B.
\"Die Frac-Flüssigkeit besteht ganz überwiegend aus Wasser, dem bei Bedarf Stützmittel und chemische Begleitstoffe zugemischt werden können. Dies geschieht, um den Riss offen zu halten oder zum Beispiel der Vermehrung von Baktierien in der Lagerstätte vorzubeugen. Dabei ist der Anteil der Begleitstoffe so gering, dass die Frac-Flüssigkeit als ganzesnicht giftig, das heißt, nicht kennzeichnungspflichtig gem. Chemikalienrecht ist\".
&
\"Dennoch wird daran gearbeitet, giftige Zusatzstoffe durch weniger gefährliche zu ersetzen\". (s.o.)
Stützmitzel = meist Quarzsand.
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Original von Sukram
Dabei ist der Anteil der Begleitstoffe so gering, dass die Frac-Flüssigkeit als ganzesnicht giftig, das heißt, nicht kennzeichnungspflichtig gem. Chemikalienrecht ist\".
Wo bleibt dann der Exxon-Chef, der die Frac-Flüssigkeit vor laufender Kamera trinkt? :D
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Original von Sukram
Nein. Das ist Verzweiflung; Mit Argumenten kommt man bei manchen Themen hierzuland\' nämlich nicht weit... zu hormonbelastet.
Hormonbelastet? Wenn das deine Verzweiflung bekräftigen sollte, ist es gelungen :D
Trotz der falschen Info ist es mir gelungen, mich bei der Seite
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/Fracking.html
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/CO2Speicherung/Downloads/Fracking.pdf?__blob=publicationFile&v=1
zu informieren.
Das Projekt heisst übrigens \"GeneSys\"
Sollte wohl ein sinniges Wortspiel sein, obwohl sich das Erste Buch der Bibel mit der Schöpfung Gottes beschäftigt - nicht mit der Sch(r)öpfung durch den Menschen.
Das Wortspiel ist also schon mal durchaus gelungen. :D
Nicht ganz so gelungen ist deine folgend zitierte Textauswahl, du hast nämlich vergessen zu erwähnen, dass es sich hier lediglich um das bisher angewandte Verfahren in Deutschland handelt.
\"Die Frac-Flüssigkeit besteht ganz überwiegend aus Wasser, dem bei Bedarf Stützmittel und chemische Begleitstoffe zugemischt werden können. Dies geschieht, um den Riss offen zu halten oder zum Beispiel der Vermehrung von Baktierien in der Lagerstätte vorzubeugen. Dabei ist der Anteil der Begleitstoffe so gering, dass die Frac-Flüssigkeit als ganzesnicht giftig, das heißt, nicht kennzeichnungspflichtig gem. Chemikalienrecht ist\".&\"Dennoch wird daran gearbeitet, giftige Zusatzstoffe durch weniger gefährliche zu ersetzen\".
Und \"ganz überwiegend\" und \"als ganzes nicht giftig\" überzeugt mich ebenfalls nicht!
Fehlt nur noch, dass das Wassergemisch nachher noch als Arznei eingesetzt werden könnte, frei nach dem Motto \"Die Menge macht das Gift\" :evil:
Quecksilber als Trennmittel galt früher in den Minen schliesslich auch nicht als giftig.
HEUTE weiss man es wohl besser.
Tiefseebohrungen galten ebenfalls als sicher. Bis zur Ölpest 2010 im Golf von Mexiko.
Davon abgesehen wird in anderen Ländern dieser Welt nicht, und ganz sicher nicht in den USA, nach deutschen Umweltvorschriften gefördert.
Dort geht es nur und ausschliesslich um Gewinnmaximierung und billige Energie, die verdammt teuer erkauft wird: Umweltschäden und die Gesundheit sind völlig nebensächlich und zu vernachlässigen.
Weitere Infos siehe auch
http://www.biallo.de/finanzen/Energie/gasfoerderung-fracking-fieber-erfasst-energiebranche.php
Im niedersächsischen Damme wurde 2008 erstmals von Probebohrungen durch Exxon Mobil berichtet. Laut „Spiegel Online“ wurden zwölf Millionen Liter Wasser und 24.000 Liter zum Teil hochgiftige Chemikalien in den Boden gepresst. Knapp 30 Prozent der Flüssigkeit sei wieder an die Oberfläche gekommen, hieß es. Der Rest liege, angeblich sicher, noch immer unter dem Naturschutzgebiet am Dümmer See. ...
Während Energiekonzerne darauf hinweisen, dass die Exploration von unkonventionellem Erdgas sicher sei, zur Preisstabilität des Rohstoffes beitrage, die Förderländer unabhängiger von Einfuhren mache und Förderabgaben in die staatlichen Kassen spülen würde, warnen Experten vor den Risiken. Vor allem das Grund- und Trinkwasser kann verseucht werden. So klagten Anwohner in Pavillion, einem Ort im US-Bundesstaat Wyoming über „schwarzes Wasser und Benzingestank“ aus ihren Wasserhähnen. Seit Jahrzehnten wird dort Gas gefördert, auch durch Fracking. Ende 2011 berichtete eine Studie der US-Umweltbehörde EPA, dass gesundheitsgefährdende Mengen von beim Fracking eingesetzten Chemikalien im Grund- und Trinkwasser rund um Pavillion gefunden worden seien.
Das deutsche Umweltbundesamt bestätigt in einer Stellungnahme vom Dezember 2011, dass „Umweltbeeinträchtigungen in allen Phasen der Fördertechnologie denkbar sind“. Die Experten mahnen neben der Trinkwasser-Problematik den Flächenverbrauch bei der Erschließung von Bohrfeldern, den hohen Wasserbedarf beim Aufbrechen des Gesteins, Risiken bei der Entsorgung von Frack- und Lagerstättenwasser sowie Lärmemissionen durch Bau und Betrieb der Anlagen an.
und in einer Stellungnahme des Umweltbundesamtes hier
http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/publikationen/stellungnahme_fracking.pdf
Besorgnisse und Unsicherheiten über die Umwelterheblichkeit des Eingriffs bestehen hier besonders wegen des hohen Wasserbedarfs sowie wegen des Einsatzes von Chemikalien als Additive beim Fracking. Risiken für das Grundwasser bestehen durch die Lagerung wassergefährdender Chemikalien, durch die Bohrung selbst, durch die Erzeugung von Wegsamkeiten im Untergrund (Gebirge) und – letztendlich ebenso für Böden und Oberflächengewässer – bei der Ent-sorgung der Fracking-Fluide und des zu Tage geförderten Lagerstättenwassers.
...
Fracking-Fluide bei der Schiefergasgewinnung sind Gemische, die zu 80 - 90 % aus Wasser bestehen und mit Quarz-sand und chemischen Additiven versetzt werden. Der Quarzsand dient dazu, die erzeugten künstlichen Risse nach Rücknahme des Drucks offen zu halten.
Die beigemischten Chemikalien und deren Aufgaben sind vielfältig. Die Chemikalien sollen zum Beispiel den Transport des Stützmittels (Sand) in die erzeugten Risse gewährleisten sowie Ablagerungen und mikrobiologischen Bewuchs verhindern. Die amerikanische Umweltbehörde US-EPA hat eine Liste mit bislang etwa 600 unterschiedlichen und in den USA eingesetzten Chemikalien veröffentlicht. Deren Konzentration in Fracking-Fluiden für die Schiefergasgewin-nung liegt in einem Bereich zwischen 0,5 bis 2 Volumenprozent. Die Zusammensetzung variiert in Abhängigkeit der chemischen Eigenschaften des jeweiligen Additivs, der Charakteristik der Lagerstätte und natürlich der gewünschten Wirkung beim Fracking Prozess (siehe Tabelle 2). In Deutschland sind bislang deutlich weniger unterschiedliche Chemi-kalien eingesetzt worden
...
Die US-EPA nennt einen Bedarf an chemischen Additiven von rund 55 Tonnen (t) bis 230 t, ausgehend von einem Was-serbedarf von 11.500 m3 pro Bohrung20
Lagerung der Chemikalien . Unter der Annahme eines Anteils von bis zu 2 Prozent und einer Dichte von 1 geht Tyndall für einen Sondenplatz mit sechs horizontal abgelenkten Bohrungen von durchschnittlich 1.100 t Chemika-lienbedarf aus. Zur Verdeutlichung, das entspricht der Transportmenge von rund 37 Lastkraftwagen (30-Tonner)
...
Hinsichtlich der Zusammensetzung von Fracking-Fluiden wird in der Öffentlichkeit vielfach ein Informationsdefizit beklagt, bei den zuständigen deutschen Behörden müssen diese Informationen jedoch vorliegen.
In den USA begründen die Förderunternehmen die zurückhaltende Offenlegung der Zusammensetzung der Fracking-Fluide mit Betriebsgeheimnissen. Dort wurde erst im März 2011 im Parlament des Bundesstaates Texas ein Gesetzentwurf eingebracht, nach dem Bohrfirmen künftig offenlegen müssen, welche chemischen Substanzen sie einsetzten.
In Deutschland hat die Firma ExxonMobil die Zusammensetzung der verwendeten Frack-Fluide bei den durchgeführten Fracks im Rahmen von Explorationsbohrungen im Internet veröffentlicht.
...
und so weiter und so fort!
:evil: Betriebsgeheimnisse - ja ne is klar
Was wollen wir wetten, dass der Gesetzesentwurf in Texas (ausgerechnet!!!) sang und klanglos wieder geisterhaft entschwinden wird, ohne auch nur weiter diskutiert zu werden. :rolleyes:
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Original von Sukram
Nur mal kurz:
entspr. höffige Gesteinsschichten befinden sich unter den Grundwasserhorizonten, also liegen zwischen beiden wasserundurchlässige Ebenen.... WENN diese durchlässig würde (s. z.B. Causa Staufen (140m-WP-Sonden) durch politisch gewollt unterbliebene Vorschriften seitens der Landesgenehmigungsbehörde i.V.m. wg. pfuschiger Bohrfirma disfunktionabler Ringverpressung) könnte belastetes Tiefenwasser nur aufsteigen, wenn es unter entsprechend hohem Druck stünde.
Und woher holen Mineralwasser-Produzenten ihr Wasser? - Grundwasser ist das ja wohl eher nicht.
Hier http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-diepholz/mineralbrunnen-betreiber-grosser-sorge-2258686.html können Sie die (sehr berechtigten) Sorgen der Hersteller nachlesen!
edit: Gott und Mutti bewahre uns vor so manchen unabh. FACHleuten und Dipl, Ing. (FH) ;)
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In Gebieten, wo Mineralwasser gefördert wird, genehmigen die Behörden nichtmal Geothermiesonden.
Während hierzulande & heutzutage Bedenken getragen werden, wird eben woanders geforscht, wie man\'s besser machen könnte, z.B.
Shale Gas Innovation Contest Identifies 12 New Technologies (http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-05/23623450-shale-gas-innovation-contest-identifies-12-new-technologies-004.htm)
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Original von Sukram
In Gebieten, wo Mineralwasser gefördert wird, genehmigen die Behörden nichtmal Geothermiesonden.
In welchem Radius um Fördergebiete? - Nach dem von mir eingestellten Zeitungsbericht scheint da nichts festgelegt zu sein !?
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Original von h\'berger
In welchem Radius um Fördergebiete? - Nach dem von mir eingestellten Zeitungsbericht scheint da nichts festgelegt zu sein !?
\"Genügend\".
Bei uns z.B. exisitieren mehrere Mineralbrunnen; Und Thermalquellen/Kurorte (viele davon ausgerechnet erschlossen- durch Ölsuchbohrungen in den 50er/60ern ;-)
Hier (http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/Fachbereiche/geothermie) kann man sich über die Vorschriften in BW informieren- da gibt\'s auch Geodaten/Karten.
(und dort (http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/home/schadensfall_staufen)liegen auch Unterlagen über den \"Schadenfall\" der SChildastadt Staufen)
Bei Bohrungen >100m ist auch noch die Bergbehörde zuständig (ebenso beim LGRB angesiedelt)
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Schiefergas verringert CO2-Ausstoß in den USA deutlich
Schiefergas, dessen Förderung in Europa umstritten ist, hat nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) in den USA den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 deutlich verringert. Die Kohlendioxid-Emissionen gingen innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 450 Millionen Tonnen zurück, berichtet die \"Financial Times\" unter Berufung auf Zahlen der IEA. ...
http://de.nachrichten.yahoo.com/schiefergas-verringert-co2-aussto%C3%9F-usa-deutlich-125130367--finance.html
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Original von Sukram
Original von h\'berger
In welchem Radius um (Mineralwasser)Fördergebiete? - Nach dem von mir eingestellten Zeitungsbericht scheint da nichts festgelegt zu sein !?
\"Genügend\".
Bei uns z.B. exisitieren mehrere Mineralbrunnen; Und Thermalquellen/Kurorte (viele davon ausgerechnet erschlossen- durch Ölsuchbohrungen in den 50er/60ern ;-)
\"Genügend\" ? - in Bezug auf was ? - Radius oder Festlegungen ?
Dem verlinkten Zeitungsbericht ist zu entnehmen, dass von verschiedenen Seiten gefordert werden:
Ein reformiertes Bergrecht, ein generelles Verbot von Fracking in Gebieten mit Trink- und Mineralwasservorkommen etc., eine Beteiligung der Wasser- und Naturschutzbehörden am Genehmigungsverfahren, eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung, erweiterte Einflussmöglichkeiten des Landkreises als Untere Wasserbehörde, ein Wasserschutzgebiet.
Es schein also (zumindest in Nds.) erhebliche Defizite zu geben !
Von betroffener Seite wird befürchtet, dass Mineralwasserleiter durch Fracking unmittelbar betroffen werden könnten!?
Kann überhaupt geologisch bestimmt werden, wie weit sich (wohl kaum auszuschließende) Kontaminierungen des Grund-, Mineral- und Tiefenwassers regional auswirken könnten ?
Sind die Risiken von Ölsuchbohrungen und Fracking (mit Verwendung hochgiftiger Substanzen?) überhaupt vergleichbar ?
Werden \"Restrisiken\" aus wirtschaftlichen Interessen womöglich (wieder einmal) verniedlicht ???
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Die weltweiten Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) sind nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) so hoch wie nie zuvor. Demnach erhöhte sich der Ausstoß durch fossile Brennstoffe im letzten Jahr um 3,2 Prozent, teilte die Behörde am Donnerstag in Paris mit.
Bei den Zahlen handelt es sich um vorläufige Schätzungen, wobei von einem Rekordwert von 31,6 Milliarden Tonnen ausgegangen wird. Chinas Ausstoß legte gegenüber dem Jahr 2010 am stärksten zu. Dort soll der CO2-Ausstoß um 9,3 Prozent gewachsen sein, was vor allem auf die stärkere Nutzung von Kohle zurückzuführen ist.
Der Ausstoß in den USA sank dagegen um 1,7 Prozent, was am Ersatz von Kohle durch Erdgas in den Kraftwerken sowie einem vergleichsweise milden Winter lag. In Europa gab es aufgrund der schwachen Wirtschaft einen Rückgang von 1,9 Prozent.
Laut dem Chefvolkswirt der Agentur, Fatih Birol, deuten die Daten auf einen Anstieg der weltweiten Temperaturen bis zum Jahr 2050 um durchschnittlich sechs Grad hin.
http://www.godmode-trader.de/nachricht/Energieagentur-CO2-Emissionen-hoeher-als-je-zuvor,a2838672,b7.html
Die Deutsche Antwort?
Wenn Du ein Problem nicht lösen kannst- negiere es.
Sh. Immigration.
Sh. Euro.
Leider versteht Sarrazin von DIESEM Gebiet nix- sonst würde ich es ihm als Thema des nächsten uches empfehlen ;-)
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@Sukram
Und was wollen Sie uns mit Ihrem Verweis auf CO2-Emissionen in Bezug auf meine Fragen zu FRACKING sagen ? ?(
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Original von Sukram
Die Deutsche Antwort?
Wenn Du ein Problem nicht lösen kannst- negiere es.
Wieso unterstellen Sie das ausgerechnet den Deutschen?
Die Deutschen sind doch die einzigen weltweit, die mit der Umstellung auf erneuerbare Energien wirklich ernst machen.
Insofern sind die Deutschen die einzigen weltweit, die das Problem nicht negieren sondern wirkich anpacken.
\"Neues\" Erdgas löst das CO2-Problem nicht, auch nicht das Problem der Endlichkeit fossiler Energien. Es verzögert die Probleme nur um ein paar Jahre.
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Original von Sukram
Die Deutsche Antwort?
Wenn Du ein Problem nicht lösen kannst- negiere es.
Heisst das nicht \"Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.\" ;)
Übrigens erkenne ich hier den Zusammenhang von CO2 und Fracking auch nicht.
Außer dass beide Umweltschädigung gemein haben.
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Original von superhaase
Die Deutschen sind doch die einzigen weltweit, die mit der Umstellung auf erneuerbare Energien wirklich ernst machen.
Insofern sind die Deutschen die einzigen weltweit, die das Problem nicht negieren sondern wirkich anpacken.
\"Neues\" Erdgas löst das CO2-Problem nicht, auch nicht das Problem der Endlichkeit fossiler Energien. Es verzögert die Probleme nur um ein paar Jahre.
Die Welt will aber nicht am deutschen Wesen verwesen- den Schritt in den volkswirtschaftlichen Abgrund, während man das Rettungsseil abschneidet (oder sich auf Gedeih & Verderb an die Russenmafia bindet), macht kein OECD-Land mit.
Auch die Schweizer sehen das so und sind voll in die Eisen gestiegen:
Am Rückgang der Volkswirtschaft kommt kaum ein Land dieses Planeten vorbei- es geht nur darum, (hier) nicht (auch) voranzugehen.
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Apropos CO2- damit kann man auch fracken; oder so:
\'Waterless Fracking\' - Using LPG for greater oil & gas recovery
Read more: http://www.oilvoice.com/n/Waterless_Fracking_Using_LPG_for_greater_oil_gas_recovery/b39d503939ee.aspx#ixzz1vsS71Zx5
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Original von Sukram
Die Welt will aber nicht am deutschen Wesen verwesen- den Schritt in den volkswirtschaftlichen Abgrund, während man das Rettungsseil abschneidet (oder sich auf Gedeih & Verderb an die Russenmafia bindet), macht kein OECD-Land mit.
Sie reden wie immer wirr.
Erst werfen Sie den Deutschen vor, das Problem zu negieren, und dann fordern Sie die Deutschen Auf, nichts zu tun und das Problem nicht anzupacken, weil man sonst in den Abgrund gerissen wird?
Sie reden wie ein ewiger Querulant, der immer über alles und jeden meckert, dem es niemand recht machen kann, der aber selbst keinen blassen Schimmer hat, wie man es besser machen könnte. :rolleyes:
Jetzt kommen Sie bloß nicht mit \"Fracking löst alle Umwelt-, Klima- und Energieprobleme\" ...
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Fragen wir doch die IEA, was die dazu meint- die hat ja schon im letzten (algemeinen) WEO das \"golden Age of Gas\" ausgerufen....
...und siehe da:
IEA sets out the “Golden Rules” needed to usher in a Golden Age of Gas
29 May 2012
Exploiting the world’s vast resources of unconventional natural gas holds the key to a golden age of gas, but for that to happen governments, industry and other stakeholders must work together to address legitimate public concerns about the associated environmental and social impacts. A special World Energy Outlook report on unconventional gas, Golden Rules for a Golden Age of Gas, released today in London by the International Energy Agency, presents a set of “Golden Rules” to meet those concerns. ...
...
http://www.iea.org/newsroomandevents/pressreleases/2012/may/name,27266,en.html
Sie können ja gerne eine Eingabe machen, daß die obersauberen Deutschen dadrauf verzichten: trifft ja nur Arme-
Steigende Energiekosten Hartz IV reicht nicht für die Stromrechnung
Die Ärmsten sitzen im Dunkeln: Schätzungsweise 200.000 Hartz-IV-Empfängern wurde laut \"Report Mainz\" im vergangenen Jahr der Strom abgestellt, weil sie ihre Rechnungen nicht zahlen konnten. Der Regelsatz steige nicht im gleichen Maß wie die Energiekosten, bemängeln Sozialverbände. Die Opposition fordert Nachbesserungen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/200-000-hartz-iv-empfaenger-koennen-ihre-stromrechnung-nicht-bezahlen-a-835832.html
Bei Gas ist ja noch Luft drinne- da sind wir noch nicht ganz an der \"führenden Position\" mit den Preisen.
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Auch wenn das \"unkonventionelle Gas\" ohne die bisher aufgetretenen Probleme gefördert werden kann, bleibt immer noch die Frage, wohin uns das \"golden gas age\" dann führen wird.
Was passiert mit dem Klima, wenn wir alles Gas aus dem Erdboden fördern und verbrennen?
Kann das die Lösung der Energieprobleme sein?
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Das die Verbrennung von Erdgas die Umwelt in hohem Maße schädigt wage Ich nicht zu bezweifeln jedoch sollten Sie bedenken, dass die Verbrennung von Erdöl einen weitaus höheren Schadstoff Ausstoß erzeugt.
Was ist besser - Pest oder Cholera?
Sollte man nicht mit hoher Priorität versuchen weder das eine noch das andere zu verbrennen?
Gerade die USA hat ein nahezu unerschöpfliches Potential an regenerativen Resourcen.
Man sollte deshalb den momentane Kurs der USA nicht nur negativ betrachten.
Es ist nicht der Kurs der USA sondern der multinationaler Energiekonzerne und den von ihnen geschmierten Politikern. Nachdem die Konzerne festgestellt haben dass Kriege in 10.000 km Entfernung nicht zu gewinnen und ihre Profite in Gefahr sind, wird jetzt der Krieg mit anderen Mitteln im eigenen Land fortgeführt. Die Opfer sind jetzt die Umwelt und die Menschen die in den betroffenen Gebieten leben. Gewinner sind weiterhin die Konzerne und die Oberschicht.
Die USA sind absolut kein Vorbild für Deutschland, eher ein abschreckendes Beispiel.
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Was ist besser - Pest oder Cholera?
Sollte man nicht mit hoher Priorität versuchen weder das eine noch das andere zu verbrennen?
Gerade die USA hat ein nahezu unerschöpfliches Potential an regenerativen Resourcen.
Man sollte deshalb den momentane Kurs der USA nicht nur negativ betrachten.
Es ist nicht der Kurs der USA sondern der multinationaler Energiekonzerne und den von ihnen geschmierten Politikern. Nachdem die Konzerne festgestellt haben dass Kriege in 10.000 km Entfernung nicht zu gewinnen und ihre Profite in Gefahr sind, wird jetzt der Krieg mit anderen Mitteln im eigenen Land fortgeführt. Die Opfer sind jetzt die Umwelt und die Menschen die in den betroffenen Gebieten leben. Gewinner sind weiterhin die Konzerne und die Oberschicht.
Die USA sind absolut kein Vorbild für Deutschland, eher ein abschreckendes Beispiel.
Ja genau- am deutschen Verwesen soll nämlich die Welt genesen:
Wie vorausgesagt-
Strommarkt:
Braunkohle - Gewinner der Energiewende
Die Energiewende mischt den deutschen Strommarkt auf. Gewinner sind ausgerechnet die teuerste und die schmutzigste Energie...
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:strommarkt-braunkohle-gewinner-der-energiewende/70111891.html
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Das mit der Braunkohle ist nur ein kurzes Zwischenhoch, weil die AKWs auf einen Schlag abgeschaltet wurden. Die Energiemenge die vorher die AKWs erzeugt haben wird bald durch den Zubau an EE ersetzt sein und dann geht es mit der Braunkohle wieder abwärts.
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Erstmal kostet der Zubau der EE -neben Geld- vor allem zunächst eines:
Energie. (wenn auch nicht unbedingt bei uns ;-)
Das mit dem "Außerbetriebnehmen" ist noch nicht gegessen- ich erinnere an das eventuelle Verbot der Bundesregierung, Kraftwerke außer Betrieb zu nehmen.
Fast Regieren via Notstandsgesetzgebung wie zu Brnünings Zeiten...
Sogar das Werkskraftwerk unserer regionalen Raffinierie ist zum Lückenfüllen herangezogen- prompt steigt der Schwerölabsatz erstmals seit langem wieder, und zwar kräftig.
www.ag-energiebilanzen.de:
Während der Verbrauch an schwerem Heizöl um 11 Prozent anstieg, verharrte der Absatz von leichtem Heizöl auf dem Niveau des Vorjahres. ...
Der Verbrauch von Steinkohle erhöhte sich um über 3 Prozent...
Der Verbrauch an Braunkohle stieg im Zuge der Inbetriebnahme von drei neuen Kraftwerksblöcken um knapp 6 Prozent. Bis zum Jahresende werden mehrere Altanlagen vom Netz gehen, so dass der Einsatz zur Stromerzeugung wieder sinken wird...
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Gigantisches Strohfeuer:
What the Frack?
Lagert unter den Vereinigten Staaten wirklich genug Erdgas für die nächsten 100 Jahre?
Ein Artikel von Chris Nelder (getreallist.com), übersetzt von Benedikt Oelmann. Zuerst erschienen bei Slate und mit freundlicher Genehmigung von Autor, Übersetzer und Herausgeber nun auf deutsch. ...
http://www.peak-oil.com/2012/11/what-the-frack/#more-2415
(http://1.2.3.13/bmi/www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2012/11/111227_FUTURE_howLongWillItLast2.gif)
11 Jahre sicher, 21 wahrscheinlich... bei gleichbleibendem 2010er-Verbrauch.
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Sogar in der NYT fällt die deutsche Heuchelei schon auf:
environmentally correct, europe turns to coal
...
...You may think that coal is fading away as a fuel, but it isn’t. It’s booming. Last year coal as a proportion of world energy was at its highest since the 1960s. A lot of the growth in coal use is happening in Asia, particularly China. But coal — the largest CO2 emitter among fossil fuels — is also in demand in Europe, including in ultra-green Germany. Much of Europe hates the idea of shale gas, preferring to rely on much more expensive imports from Russia and elsewhere. With no low-cost domestic gas supplies, coal is much cheaper than gas in Europe for utilities. In fact, they lose money burning gas. ...
http://rendezvous.blogs.nytimes.com/2012/11/05/environmentally-correct-europe-turns-to-coal/
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Die Medien dort sollten sich mal um andere Dinge kümmern. (http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-wie-der-kapitalismus-das-land-zerstoert-a-865278.html)
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Glaube nicht, daß man der NYT vorwerfen kann, den pöhsen Kapitalismus zu verherrlichen. die steht da drüben ziemlich "links", wenn man noch in solchen überholten Schubladen denken will.
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Bei Gas ist ja noch Luft drinne- da sind wir noch nicht ganz an der \"führenden Position\" mit den Preisen.
Es würde sich aber z.B. eine Power-to-Gas- Umlage direkt aufdrängen. Auch eine Biogas-Umlage wäre denkbar.
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BND-Studie zu den Ölvorkommen der USA (http://www.spiegel.de/politik/ausland/bnd-studie-zu-oelvorkommen-der-usa-a-878157.html)
Neue Gas- und Ölvorkommen machen die USA unabhängig vom Nahen Osten. Die Politik des Landes in der Golfregion wird das radikal verändern. Zu diesem Schluss kommt eine vertrauliche Studie des Bundesnachrichtendienstes. China wäre der große Verlierer - Deutschland zähle zu den Gewinnern.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
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Beim Deutschland-Dinner diskutierte GE-Chef Jeffrey Immelt mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart
JEFFREY IMMELT ( General Electric): "Deutschlands Energiepolitik ist nicht tragfähig"
Eigentlich ist der Chef von General Electric,Jeffrey Immelt, voll des Lobes für Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich habe Regierungschefs in 50 Ländern weltweit getroffen und kann sagen, dass Sie eine der besten Staatschefinnen überhaupt haben“, sagte er beim Handelsblatt Deutschland Dinner in Berlin. Merkels größtes Projekt, die Energiewende, sieht der US-Manager jedoch mehr als kritisch: „Ich glaube, diese Energiepolitik ist langfristig so nicht tragfähig.“
Immelt, dessen Konzern sich mit Produkten von Gasturbinen bis Windrädern an der Energiewende beteiligt, sieht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen durch die Energiepolitik gefährdet. In Texas müsse der Betreiber eines Stahlwerks fünf Cent je Kilowattstunde Strom bezahlen, in Deutschland seien es 20 Cent. „Fünf Cent in den USA gegenüber 20 Cent in Deutschland, das sind die Fakten. Das wird keine Arbeitsplätze in Deutschland schaffen“, hält der Manager, der seit 2001 an der Spitze des Weltkonzerns steht, nüchtern fest. „Ich glaube, die Deutschen müssen anerkennen:
Kein Land agiert für sich in Energiefragen allein, wir sind alle Teil eines großen Netzwerks.“ Die USA sieht Immelt durch das Gas-Fracking eindeutig im Vorteil. Die neue Gasfördertechnologie, mit der sich bisher schwer zugängliche Vorkommen erschließen lassen, hat in den USA einen regelrechten Boom ausgelöst, in Deutschland wird sie dagegen aus Furcht um die Umwelt blockiert. In den USA werde Gas „die wichtigste Energiequelle der nächsten Dekaden“ sein, sagte Immelt: „Das stellt die geopolitischen und wirtschaftlichen Weichen neu.“
Gesamtes Interview mit Immelt siehe Seite 20 heutiges Handelsblatt
u.a. zu Umwelt- und Klimaschutz:
"Der Wechsel von Kohle zu Gas in den USA hat dazu geführt, dass wir unseren Kohlendioxidausstoß verringert haben. Wir kommen den Zielen des Kyoto-Protokolls dadurch näher. Die schmutzige Kohle, die vorher in den USA eingesetzt wurde, raten Sie mal, wo die jetzt landet: in ihrem Land. Das ist absurd. Die Deutschen sind zu schlau, um das auf Dauer mitzumachen."
"Wir brauchen strenge Umweltstandards. Ich glaube aber, dass die beiden Herausforderungen gelöst werden können. Ich weiß nicht, wie Deutschland entscheidet. Aber für Amerika gilt: Gas wird die wichtigste Energiequelle der nächsten Dekaden sein. In zehn Jahren könnten wir unabhängig in der Energieversorgung sein. Das stellt die geopolitischen und wirtschaftlichen Weichen neu." HB
PS Quelle (leider nicht kostenlos -99 Cent-): http://www.handelsblatt-shop.com/downloads/deutschlands-energiepolitik-ist-nicht-tragfaehig-p5104.html
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In Texas müsse der Betreiber eines Stahlwerks fünf Cent je Kilowattstunde Strom bezahlen, in Deutschland seien es 20 Cent. „Fünf Cent in den USA gegenüber 20 Cent in Deutschland, das sind die Fakten. Das wird keine Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.
Ich lach mich schlapp! ;D
20 cent/kWh zahl ja nicht einmal ich als nicht-privilegierter Stromverbraucher und privater Haushaltskunde mit etwa 1700 kWh Jahresverbrauch.
Selbst wenn er amerikanische Cent meint, also umgerechnet dann etwa 0,15 €/kWh, so zahlt das kein Stahlwerk in Deutschland.
Das EWI gibt für stromintensive Industriekunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 330 GWh (durchschnittlicher Verbrauch von Unternehmen des Wirtschaftszweigs Roheisen und Stahl) einen Strompreis von 5,5 €Ct/kWh in 2011 inkl. Steuern und Abgaben an.
Damit ist klar: der arme Jeffrey Immelt weiß gar nicht wovon er redet, daher braucht man seine weiteren Äußerungen im Interview auch gar nicht mehr lesen oder gar ernstnehmen.
Und sowas ist Manager von GE, das muss man sich mal vorstellen!
Tst, ts, ts. ???
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Das EWI gibt für stromintensive Industriekunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 330 GWh (durchschnittlicher Verbrauch von Unternehmen des Wirtschaftszweigs Roheisen und Stahl) einen Strompreis von 5,5 €Ct/kWh in 2011 inkl. Steuern und Abgaben an.
@Superhaase, es ist ein Zitat, ob die Zahlen genau passen sei dahingestellt. Die Kernaussage von JEFFREY IMMELT bleibt trotzdem richtig.
... und wir schreiben 2013. Schauen Sie mal genau hin, vielleicht fehlt da im Vergleich doch etwas bei den Mitläufern. (http://www.stahl-online.de/Deutsch/Linke_Navigation/MedienLounge/_Dokumente/121011_huerdenlauf.jpg)
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Neue Argumente für Fracking-Gegner (http://www.welt.de/wirtschaft/article117425854/Fracking-belastet-Brunnen-mit-Kohlenwasserstoffen.html)
Eine US-Studie hat neue Hinweise auf Belastung von Trinkwasser durch das umstrittene sogenannte Fracking ergeben. Brunnen in der Nähe von Frackinganlagen seien häufig mit Methan, Ethan und Propan belastet, erklärte eine Gruppe von Forschern der Duke (http://www.welt.de/boerse/aktien/Duke-Energy-Corp-US26441C1053.html) University.
...
Die Belastung mit Methan war der Studie zufolge bei Brunnen im Umkreis von einem Kilometer um Frackinganlagen sechsmal höher als in anderen Brunnen. Die Ethankonzentration war demnach sogar 23 Mal höher. Im Wasser von zehn Brunnen wurde zudem Propan nachgewiesen – alle lagen im Umkreis von einem Kilometer um Frackinganlagen.
Fracking trübt die Klimabilanz (http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/13137-fracking-erdgas-klimabilanz)
Fracking ist nicht nur eine Gefahr für das Trinkwasser, sondern auch für das Klima. Denn bei der Gewinnung von Schiefergas mit Fracking-Technologien entweicht noch mehr Methan in die Atmosphäre als bei der herkömmlichen Erdgasförderung – das zeigen Studien in den USA. Die in Deutschland populäre Idee vom Erdgas als zeitweilige sinnvolle Ergänzung der erneuerbaren Energien könnte ein Irrtum sein.
Methan ist ~ 21 mal klimaschädlicher als CO2!
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
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Beim Deutschland-Dinner diskutierte GE-Chef Jeffrey Immelt mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart
JEFFREY IMMELT ( General Electric): "Deutschlands Energiepolitik ist nicht tragfähig"
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Umweltorganisationen in einen Offenen Brief an Jeffrey Immelt:
Stimmungsmache gegen Energiewende. Umweltorganisationen werfen General-Electric-Chef grobe Falschaussagen vor
http://www.klimaschutz-netz.de/index.php/erde-und-mensch/klimaschutz-und-technik/587-stimmungsmache-gegen-energiewende-umweltorganisationen-werfen-general-electric-chef-grobe-falschaussagen-vor
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Umweltorganisationen in einen Offenen Brief an Jeffrey Immelt:
Stimmungsmache gegen Energiewende. Umweltorganisationen werfen General-Electric-Chef grobe Falschaussagen vor
http://www.klimaschutz-netz.de/index.php/erde-und-mensch/klimaschutz-und-technik/587-stimmungsmache-gegen-energiewende-umweltorganisationen-werfen-general-electric-chef-grobe-falschaussagen-vor
@EviSell, die Briefeschreiber haben Recht, die genannten Zahlen sind falsch, sonst sind sie aber auch wenig zimperlich im Umgang mit Fakten wenn es um die eigenen Interessen geht. Man schenkt sich nichts, das gilt auch für Lobbyisten, Wirtschaftsbosse und Politiker/innen sowieso. Da könnte man täglich "Offene Briefe" schreiben.
Beispiel aus dem Umfeld der Stahlbranche:
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht in Duisburg die modernste Drahtstraße der Welt
....
2012 hat ArcelorMittal Duisburg - trotz Ausnahmeregelung als energieintensives Unternehmen - durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Umlagekosten von knapp acht Millionen Euro fürStrom gehabt - das entspricht einem Mehrfachen des Vorsteuergewinns (Ebitda) in Duisburg. Im Vergleich zu 2012 hat sich der Strompreis für den Standort dieses Jahr um 34 Prozent erhöht.
...
Quelle ArcelorMittal (http://germany.arcelormittal.com/Presse/2013/broker.jsp?uMen=9f040494-2bfc-2931-6628-7a6607d7b2f2&uCon=97960c20-df14-3e31-82d5-9b157d7b2f25&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042&_ic_currentpage=1&_ic_currentpagesize=60&_ic_startmon=06&_ic_startyear=2013&_ic_back=true&all=true)
WIRTSCHAFTSVEREINIGUNG STAHL (http://www.stahl-online.de/Deutsch/Linke_Navigation/MedienLounge/_Dokumente/121205_Energiewende_beginnt_mit_Stahl.pdf)
PS, dazu noch am Rande: Manche bauen den Turm für die Windkraftanlage schon nicht mehr aus Stahl. (http://www.timbertower.de/produkt/der-timbertower/) ;)
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USA haben 50 Prozent mehr Methanausstoß als gedacht (http://www.welt.de/wissenschaft/article122262564/USA-stossen-50-Prozent-mehr-Methan-aus-als-gedacht.html)
Eine Untersuchung ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Methan-Emissionen der USA um 50 Prozent über den genannten Werten der Regierung liegen. Messungen ergaben 49 Millionen Tonnen für 2008.
...
Methan ist ein natürliches Gas, das jedoch extrem klimaschädlich ist. Im Vergleich zu Kohlendioxid, dem am weitesten verbreiteten Treibhausgas, speichert es 21 Mal mehr Wärme.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
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Eine Untersuchung ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Methan-Emissionen der USA um 50 Prozent über den genannten Werten der Regierung liegen. Messungen ergaben 49 Millionen Tonnen für 2008.
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Methan ist ein natürliches Gas, das jedoch extrem klimaschädlich ist. Im Vergleich zu Kohlendioxid, dem am weitesten verbreiteten Treibhausgas, speichert es 21 Mal mehr Wärme.
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Was hat das Wärmespeichervermögen (Wärmekapazität) mit dem Treibhauseffekt zu tun?
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Methan ist ein natürliches Gas, das jedoch extrem klimaschädlich ist. Im Vergleich zu Kohlendioxid, dem am weitesten verbreiteten Treibhausgas, speichert es 21 Mal mehr Wärme.
Was hat das Wärmespeichervermögen (Wärmekapazität) mit dem Treibhauseffekt zu tun?
Da hat sich der Autor unklar ausgedrückt. Aussagen wollte er wohl, dass Methan 21 mal klimawirksamer ist als CO2
Methan gefährlicher als angenommen (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltklima-methan-wirkt-gefaehrlicher-als-angenommen-a-658141.html)
"Mehr Methan bedeutet also weniger Reflektion und damit zusätzliche Erwärmung", fasst Forscher Shindell zusammen. Treibhausgase wie Methan helfen also an insgesamt drei Stellen dabei mit, unseren Planeten aufzuheizen:
- durch das eigene Treibhauspotential,
- durch Mithilfe bei der Bildung von Ozon in niedrigen Atmosphärenschichten, das dort ebenfalls als Treibhausgas wirkt,
- durch die verminderte Bildung von kühlenden Schwefel-Aerosolen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW