Autor Thema: Flüssiggaspreise zu hoch  (Gelesen 4047 mal)

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Offline Kiesel44

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Flüssiggaspreise zu hoch
« am: 11. März 2015, 15:38:47 »
Wir sind Mieter und haben einen Gaszählervertrag mit Scröder Gas. Im Februar kam dann die Abrechnung und mich hat es vom Hocker gehauen. Verbrauch 440 qm Umgerechnet auf die Liter zahlen wir 82 Cent pro Liter für das Flüssiggas. Gebühren für Wartung der Anlage etc. kommen da noch hinzu. Würde ich Flüssiggas mit Auto fahren wäre ich nie auf so einen hohen Literpreis gekommen. Trotz sinkender Preise liegen wir dieses Jahr immer noch bei 72 Cent pro Liter. Mein Schwiegervater zahlt bei Primagas zur Zeit nur 38 Cent plus Mehrwert. Kann ich was unternehmen gegen diese hohen Preise? Wenn ja was wäre da ratsam. Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge

Offline stingmb

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Re: Flüssiggaspreise zu hoch
« Antwort #1 am: 11. März 2015, 19:16:11 »
Sie könnten sich einen eigenen Tank kaufen und dann günstiger bei den freien Anbietern tanken.

Offline Watzl

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Re: Flüssiggaspreise zu hoch
« Antwort #2 am: 23. März 2015, 16:30:43 »
Sie schreiben:
"Wir sind Mieter und haben einen Gaszählervertrag mit Scröder Gas"

Wie sieht das genauer aus?
Wo ist der Tank, wem gehört der Tank?
Ist der Tank gemietet und sie zahlen für die Nutzung?
Handelt es sich um einen Gemeinschaftstank aus dem mehrer Parteien Gas entnehmen?

Bezahlen sie alleine für die Wartung oder sind da andere Mieter mit im Boot?
Beteiligt sich ihr Vermieter an diesen Kosten?
Ist der Vermieter in irgend einer Form beim Gas beteiligt?

Wer hat die Gasnalage in Auftrag gegeben? (Sie oder Vermieter?)

Wenn man da mehr weiß, dann kann man evtl. mehr dazu sagen und u. U. besser helfen.


Herbert Watzl

Offline Kiesel44

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Re: Flüssiggaspreise zu hoch
« Antwort #3 am: 02. Juni 2015, 22:28:47 »
Der Vermieter hat mit allem nichts zu tun. Das Haus wird von 2 Parteien bewohnt und jeder hat einen Gaszähler Vertrag und einen gemeinsamen Flüssiggastank. Der Tank ist gemietet sowie auch die komplette Anlage. Bei der Wahl des Anbieters hatten wir allerdings kein Mitspracherecht . Tank und Anlage wurden vor dem Bezug vom Vermieter bestellt und installiert lassen. Die erstmaligen Kosten hierfür hat der Vermieter übernommen.

Offline Watzl

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Re: Flüssiggaspreise zu hoch
« Antwort #4 am: 10. Juni 2015, 08:57:55 »
"Der Vermieter hat mit allem nichts zu tun"

Wie soll man diesen Satz verstehen?
Wer hat denn einen Vertrag mit dem Lieferanten wegen des Tanks gemacht? Der Vermieter oder die Mieter?

Die Mieter (2 Parteien) haben dann mit der Gasfirma einen Gaszählervertrag abgeschlossen.

Die Mieter hatten also   ü b e r h a u p t   k e i n e   Möglichkeit,   k e i n e n     Vertrag mit der Tankfirma abzuschließen, da diese ja den Tank stellt und in diesen Tank keine andere Firma tanken wird.

Eine geniale Konstellation. Sind sie immer noch der Meinung, dass der Vermieter damit nichts zu tun hat?

Vergleich: ihre Mietwohnung wird mit Öl beheizt. Den Öltank hat der Vermieter gakauft (nicht gemietet). Sie können nun bei irgendeinem Anbieter ihrer Wahl nach Lust und Laune Öl kaufen.

In ihrem Fall geht das nicht. Sie    m ü s s e n    bei Schröder Gas kaufen, wenn sie nicht frieren oder kalt duschen wollen. Sie haben    k e i n e    Wahlmöglichkeit bei Lieferant. Und dieser Lieferant bestimmt den Preis, der sie dann vom Hocker haut.

In dieser Zwickmühle stecken sie nun und kommen nur heraus, wenn sie die Wohnung aufgeben.

Diese Wohnung ist mit der Gasfirma verheiratet. Sie wurden verheiratet und hatten keinen Einfluss auf die Wahl des Partners. Scheidung nur möglich, wenn sie ausziehen.

Sind sie immer noch der Meinung, dass der Vermieter damit nichts zu tun hat? Fragen sie ihn doch mal, was er sich dabei gedacht hat, seinen künftigen Mieter nicht nur einen Mietvertrag für die Wohnung anzubieten, sondern auch ( und das natürlich nicht so deutlich ) einen Knebelvertrag für´s Gas.
Bei vielen Energieträgern wird imme wieder empfohlen, den Anbieter zu wechseln, wenn zu teuer. Das wirkt sich dann auf die Preisbildung aus. Folge: es wird günstiger für den Verbraucher.

Bei diesem Spiel dürfen sie nicht mitspielen. Grund:  Vertrag der Vermieters mit dem Gaslieferanten wegen des Tanks und ihr Gaszählervertrag mit der Gasfirma.
Besonders perfide: sie hatten kein Mitspracherecht bei der Auswahl des Anbieters. Es gab sicherlich auch nie die Überlegung des Vermieters, keinen Vertrag mit einer Firma zu unterschreiben, sondern sich auf dem freien Markt einen Tank zu kaufen und das Gas dann auch auf diesem freien Markt zu fairen Preisen zu kaufen..

Lösung:
Ernstes Gespräch mit dem Vermieter.
Ausstieg aus dem Vertrag, Rückbau der Anlage, Eigentumstank erwerben (Vermieter), auf dem freien Markt tanken,........  ruhig schlafen, weil kein Problem der oben beschriebenen Art ihnen mehr den Schlaf raubt.


Sicher wären sie da nicht eingezogen, wenn ihnen das alles bewußt gewesen wäre!

Reden sie ein ernstes Wort mit ihrem Vermieter und lassen sie den nicht einfach so unschuldig draußen vor der Tür. Er ist auch ein Mitspieler in diesem Abzockespiel.

Bedauerlich: selbst wenn sie und ihr Mietnachbar ausziehen, wird es einen Nachfolger geben, der dann irgendwann hier im Forum eine Geschichte niederschreibt, von der sie meinen, es sei ihre eigene Geschichte.
Leider!


Berichten sie bitte weiter über den Verlauf des Ereignisse.

H. Watzl


Offline Mustermann

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Re: Flüssiggaspreise zu hoch
« Antwort #5 am: 20. Februar 2018, 15:16:17 »
Die Geschichte irritiert mich nun etwas, denn die o.g. Firma bot mir aktuell auch einen marktüblichen Preis an.  Der Anbieter hat mich sogar extra auf dieses Portal hingewiesen und gesagt, an diesem Preis orientieren wir uns und bei uns zahlen alle Kunden den gleichen Preis, egal ob der Tank gemietet wurde oder nicht. Nun suche ich nach Erfahrungen mit dieser Firma, aber dies hier scheint der einzige Bericht zu sein, den ich finden kann. Auch die Tankmiete ist günstig, so daß ich mich frage, womit die dann ihr Geld verdienen? Kennt jemand die Fallstricke?

 

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