.... Da aber immer dass EEG im Besonderen für die Preissteigerungen herangezogen wird, darf doch die Frage und Spekulation erlaubt sein, wo denn die Strompreise ohne das EEG etwa liegen könnte.
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Daher glaube ich, dass sich der Strompreis auch ohne die EEG-Abgabe noch sehr deutlich im oberen Preissegment bewegen würde.
@Wolfgang_AW, jeder kann spekulieren und glauben was er will. Am europa- oder weltweiten Strompreisvergleich ändert das nichts. Fakt bleibt, dass Deutschland mit dieser EEG-Energiewendenpolitik seit Jahren höchste und ständig steigende Strompreise für Haushaltskunden zu verzeichnen hat. Höchste und ständig steigende Strompreise stehen doch seit Jahren im Fokus der deutschen Verbraucher, das kann man doch nicht übersehen?! Die extreme Förderung der sogenannten Erneuerbaren Energien und die verfassungsrechtlich fragwürdige und unsoziale Finanzierung der Energiewende haben daran ihren Anteil.
Ohne die extreme Förderung zu Lasten der Verbraucher gäbe es allerdings keine kleinen und großen
"Sonnenkönige". Damit das nicht mir wieder untergeschoben wird, wie man lesen kann, nicht ich habe sie so geadelt, das war vielfach die Presse! Auch die preistreibende umweltbelastende und fragwürdige Idee
"vom Landwirt zum Energiewirt" war nicht meine z.B.
"Die Landwirte werden künftig die Rolle von Energie-Scheichs übernehmen"..
Sicher ja, die hohen Strompreise sind nicht alleine dem EEG anzulasten. Aufgeklärte Verbraucher wissen das. Was wird denn mit dem Geld der Stromkunden in Stadt und Land nicht so alles finanziert was überhaupt nichts mit der Stromversorgung zu tun hat. Wie intransparent sind denn die Preiskalkulationen und inzwischen die Nebenhaushalte in unseren diversen Stadtkonzernen und Holdingkonstrukte?!
Ohne EEG wären wir vielleicht im Mittelfeld beim weltweiten Vergleich. Insbesondere die wiederholte Erhöhung der EEG-Umlage, die mal mit rund 1 Cent für eine überschaubare Zeit den Verbrauchern verkauft wurde, ist in den Fokus gerückt. Auch in diesem Jahr hat die EEG-Umlage mit jetzt 6,24 Cent den gesetzlich fixierten Anteil am Strompreis weiter ansteigen lassen. Der Überschuss wird verschenkt und bei Bedarf wird wieder teuer eingekauft. Wirtschaftliche Speichermöglichkeiten gibt es bis heute nicht. Ersatzkraftwerke müssen vorgehalten werden, die zusätzlich kosten.
Mit der EEG-Umlage werden jährlich weit mehr Milliarden von Arm nach Reich umverteilt als das beim umstrittenen Länderfinanzausgleich der Fall ist. Beim Länderfinanzausgleich hätte ich, zwar nicht grenzenlos, aber doch Verständnis.
Es geht nicht nur um die EEG-Umlage, auch die Netzentgelte und weitere Umlagen im Zusammenhang mit der Energiewende haben die Preise getrieben. Neu eingeführt wurde z.B. im Jahr 2013 die Offshore-Haftungsumlage, die mit 0,25 Cent/kWh zu Buche schlägt. KWK-Umlage, StromNEV-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV... Zum Teil Kleinvieh, aber das macht bekanntlich auf Dauer auch Mist. Was kommt als nächstes?
Zudem werden die gestiegenen Kosten auf immer weniger Schultern, insbesondere der einfachen Haushaltsstromverbraucher, verteilt. Energieintensive Unternehmen und sogenannte Eigenversorger befreien oder verabschieden sich mehr oder weniger von der Finanzierung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Ohne Korrektur sehe ich keine wirkliche Änderung, für die Strompreisweltmeisterschaft bleibt Deutschland aussichtsreich an der Spitze.