Autor Thema: Zunehmende wirtschaftliche Probleme bei der Quersubventionierung  (Gelesen 1610 mal)

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Offline RR-E-ft

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Zunehmende wirtschaftliche Probleme bei der Quersubventionierung:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/kommentare/wuppertal-braucht-rentable-stadtwerke-1.1325505

Zitat
Feicht muss mit der Erzeugung von Energie Geld verdienen, darf die Preise für Strom und Gas in Wuppertal jedoch nicht so erhöhen, dass die Kunden wechseln, muss das mit Schadstoffen belastet Verwaltungsgebäude an der Bromberger Straße sanieren lassen, hat 600 Millionen Euro für den Ausbau der Schwebebahn zu bezahlen und muss jetzt auch noch Forderungen des Partners GSED abwehren, der die Stadtwerke an den höheren Kosten für das Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven beteiligen möchte.

...

Wer jetzt erklärt, die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke sei ihm gleich, hat nicht realisiert, um was es geht. Der öffentliche Personennahverkehr in Wuppertal verursacht jedes Jahr einen Verlust in Höhe von etwa 50 Millionen Euro. Im Rahmen der Stadtwerke-Holding wird dieser Verlust der WSW mobil mit den Gewinnen aus dem Energiegeschäft ausgeglichen. Noch kann dies erfolgen, indem die Stadtwerke ihr Eigenkapital einsetzen, um diese Subventionierung des Nahverkehrs zu stemmen.

Auf Dauer ist dies nicht möglich, weil die Überschuldung droht. Dann müsste die Stadt einspringen. Nur, woher sollen die 50 Millionen kommen? Die überschuldete Stadt Wuppertal wird dies nicht leisten können. Daher steht fest: Wenn die Stadtwerke nicht wieder in die Gewinnzone gelangen, drohen im Nahverkehr massive Kürzungen oder sogar der Kollaps.

Offline egn

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Re: Zunehmende wirtschaftliche Probleme bei der Quersubventionierung
« Antwort #1 am: 23. Mai 2013, 08:00:25 »
Es wird endlich Zeit dass die Quersubventionierung allgemeiner öffentlicher Aufgaben durch die Energieverbraucher aufhört.

Warum soll nur der Energieverbraucher in einer Stadt mit überhöhten Preisen zahlen damit Nutzer der öffentlichen Angebote einen Preis bezahlen können, der nicht kostendeckend ist?

Die Lösung kann sein, dass einmal die Preise für die Angebote angepasst werden und gegebenenfalls steuerfinanzierte Zuschüsse den Rest der Kosten decken. Und die Kommunen sollten auch mal überlegen welche Angebote wirklich unbedingt nötig sind. Viel Geld würde auch schon gespart wenn auf unnötige Prestigeobjekte verzichtet würde.

 

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