Autor Thema: Hydraulischer Abgleich für Dummies  (Gelesen 67627 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline DieAdmin

  • Administrator
  • Forenmitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.130
  • Karma: +8/-4
  • Geschlecht: Weiblich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« am: 05. März 2010, 13:29:15 »
Hydraulischer Abgleich für Dummies

Zitat
Die optimale Einstellung von Heizung, Pumpen, Regelung und Thermostatventilen spart zehn bis 20 Prozent Heizenergie - und zwar ohne nennenswerte Kosten. Doch kaum jemand besitzt das Know-How für die Abstimmung der Komponenten. Die Energiedepesche startet jetzt einen Praxistest für einen einfachen Abgleich in Heimarbeit.
....

Mehr http://www.energieverbraucher.de/de/Zuhause/Heizen/Hydraulischer-Abgleich/site__2616/

In diesen Bereich des Forums Hydraulischer Abgleich können Sie Ihre Erfahrungen anderen Praixistestern mitteilen und diskutieren.

Offline Randy

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 251
  • Karma: +0/-0
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #1 am: 06. März 2010, 19:44:58 »
Nach Einlesen finde ich die Anleitung durchaus verständlich.
Die Erklärung der verwendeten Begriffe sowie die Codierung der Kurvenschar in der Abb. Seite 2 sind verbesserungsfähig.

Frage: Wie mißt man die VLT und RLT an den Heizkörpern zuverlässig?

Randy

Offline Sukram

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 1.937
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #2 am: 06. März 2010, 20:40:49 »
für Fuffzehnfuffzich von Conrad oder aus der Bucht auf Heizkörper im Rohranschlussbereich messen; Besser vorher Tesakrepp druff wg. Reflexion.

Wieso steht das unter \"Energiebezug\"?


Edit:
Teurer geworden? Noinzehnfümmunnoinzich:
http://cgi.ebay.de/INRAROTTHERMOMETER-FLASH-PEN-HITZE-SCHNELLKONTROLLE_W0QQitemZ380211913314QQcmdZViewItemQQptZDE_Elektronik_Computer_Haushaltsger%C3%A4te_Kleinger%C3%A4teK%C3%BCche_PM?hash=item5886656262
oder Conrad
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=122301
hab\' ich genommen.

Taucht. Natürlich nix mit Laser oder einstellbar, & ~90° Öffnungswinkel: Man muss also ziemlich nah dran.
Ich fordere eine PV - Ertragssteuer!
_________________________________

LVZ: Mit was Heizen Sie Herr Minister?

BMU: Eine 40 Jahre alte Ölheizung, welche vor 10 Jahren einen neuen Brenner erhielt und in Berlin mit einer Gasheizung.

Offline berndh

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 318
  • Karma: +0/-0
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #3 am: 06. März 2010, 21:21:25 »
Hydraulischer Abgleich, ein thema ohne ende.
Immer wieder werden Fragen gestellt warum es nicht warm wird in entfernter liegenden Heizkörpern.

Ich setze mal diesen leider sehr langen und teilweise vom Thema abschweifenden Threadlink ein.
Dort wird in Echtschreibzeit ein Abgleich gemacht, ist interessant zu sehen wie sich die Werte ändern.

Auch zu lesen das dem User nicht klar ist das er bereits alles im Haus hat um einen abglecih zu machen und am Anfang in alter Heizi amnier leiber eine dickere Pumpe haben will...
Irgendwann wird schon am Ende warm wird ja immer vom alten Meister behauptet....

Offline DieAdmin

  • Administrator
  • Forenmitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.130
  • Karma: +8/-4
  • Geschlecht: Weiblich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #4 am: 07. März 2010, 09:59:39 »
Zitat
Original von Sukram
...
Wieso steht das unter \"Energiebezug\"?
...

Weil es in den anderen Kategorien falsch platziert wäre.

Offline Hanni

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 1
  • Karma: +0/-0
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #5 am: 14. März 2010, 11:04:58 »
Ich denke die Aktionen der Anleitung sind für einen geduldigen Tüftler nachvollziehbar.

Leider ist es eine Anleitung vom Fachmann und als Laie frage ich mich:
- wie messe ich Vor- und Rücklauftemperatur?
- woran erkenne ich ein voreinstellbares Thermoventil?
- woran erkenne ich eine enstellbare Rücklaufbegrenzung?
- meine Heizkörper haben am Ausgang ein Ventil mit Inbus. Ist das nur ein Absperrventil oder kann man das evtl. als enstellbare Rücklaufbegrenzung benutzen?

Um die Anleitung für mehr Leser verständlich zu machen empfehle ich, sie zu verändern oder zu erweitern, so dass Laien sie einfacher umsetzen können. Wenn der Autor dabei Unterstützung sucht, bin ich dabei.

Offline Sparn

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 7
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #6 am: 14. März 2010, 14:50:15 »
Hallo Hanni

Ja, das Verfahren ist etwas mit Tüftelei und Fingerspitzengefühl verbunden, da keinerlei Berechnungen benötigt werden. Die große Lösung mit dem Optimus-Verfahren erfordert viel Aufwand, zuerst beim Verstehen, dann beim Umsetzen.

Dem wollte ich mit der RLT-Optimierung begegnen. Zu den Fragen:
1. Die Temperaturen habe ich am HK mit einem Infrarot-Thermometer gemessen. Immer an der gleichen Stelle, man muss etwas suchen, ggf. auch mal ein Temperaturprofil des ganzen HKs aufzeichnen, damit man sieht, wo ist es warm und wo darf es kalt sein.

2. Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil die Produktlandschaft enorm groß ist. In den Optimus-Unterlagen sind viele Produkte aufgelistet. Bei meinen muss man den Kopf abnehmen und darunter ist ein Ring mit Marken und Ziffern.

3. dito. Vielleicht gibt es ein Forumsmitglied mir Kenntnissen zu den Rücklaufverschraubungen.

4. dito.

Gerne nehme ich Anregungen auf und ergänze die Beschreibung. Am besten eine PN schicken.
mfg
Michael Sparn

Energieverschwendung stoppen durch Hydraulischen Abgleich!

Offline OldBo

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 5
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
    • http://www.bosy-online.de
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #7 am: 16. April 2010, 13:38:45 »
Zitat
Original von SparnJa, das Verfahren ist etwas mit Tüftelei und Fingerspitzengefühl verbunden, da keinerlei Berechnungen benötigt werden. Die große Lösung mit dem Optimus-Verfahren erfordert viel Aufwand, zuerst beim Verstehen, dann beim Umsetzen.
Ist das Konzept nach Optimus nicht eher für Großanlagen geeignet? Auch gibt es keine gleiche Anlagen und deswegen muss sich jeder Betreiber, wenn er den Abgleich selber machen will, mit seiner Anlage befassen.

Wenn man was nicht kann, muss man es wenigstens wollen!
immer sutje

Offline ESG-Rebell

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 627
  • Karma: +2/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #8 am: 18. April 2010, 00:11:10 »
Zitat
Original von Sparn
1. Die Temperaturen habe ich am HK mit einem Infrarot-Thermometer gemessen.
Diese funktionieren verfahrensbedingt nicht auf gut auf reflektierenden Oberflächen. Das steht so auch in der Bedienungsanleitung.

Falls die VLT und RLT am Wärmeerzeuger - bspw. wegen Wärmedämmung - nur an einer verchromten Überwurfmutter gemessen werden können, kann die angegebene Temperatur auch mal 8 Grad zu niedrig ausfallen. Abhilfe: Ein Stück Isolierband auf die Messstelle kleben. Dieses nimmt sofort die Temperatur an und beseitigt das Reflexionsproblem. Nach dieser Maßnahme stimmte die gemessene und im Display der Heizung angezeigte VLT bis auf wenige Zehntelgrad überein.

Aufgrund des meist großen Öffnungswinkels (1:1, d.h. 90°) sollte man das IR-Thermometer zudem (fast) auf die Oberfläche setzen; andernfalls werden verschiedene Temperaturen der gemessenen Leitung / Heizkörper und der Objekte daneben gemittelt.

Insgesamt funktioniert die Messung mit dem \"TFA Infrarot-Thermometer MINI-FLASH\" (19,98 bei Amazon) sehr einfach und zuverlässig.

Gruss,
ESG-Rebell.

Offline Sparn

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 7
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #9 am: 21. April 2010, 08:56:43 »
Hallo

Ich habe bei den blanken Flächen für die Infrarotmessung etwas Heitzkörperlack aufgetragen. Damit verhalten sich diese Messungen wie die Messung auf Heizkörperoberflächen.

Der Fehler zwischen blanker und gelackter Fläche kann 10K und mehr betragen, je nach Temperaturniveau.

Die Differenz der Oberflächentemperatur zur Mediumtemperatur beträgt nur wenige Kelvin. Da dieser Fehler immer der gleiche ist, wirkt er sich nur wenig aus.
mfg
Michael Sparn

Energieverschwendung stoppen durch Hydraulischen Abgleich!

Offline GHK-Hans

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 2
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #10 am: 06. Mai 2010, 20:18:46 »
Hallo,
ich bin ein neuer Knobler, d.h. nach der neuen Methode. Angefangen habe ich vor ca. 12 J. Mit dem neuen Rohrsystem (Cu-R. 28-12 mmDrm.) habe ich RL-Verschraubungen eingebaut. Diese sind doch eigentlich gedacht, dass beim PHK-Wechsel nicht die Anlage kmpl. entleert werden muss. Da die RL-Temp. mir schon vom Gefühl so hoch war, habe ich gleich alle RL-Verscr. 50 % gedrosselt, eine UP mit 3 Stufen eingeb., nur in Stufe 3 mit 35 W laufen lassen. Dann habe ich die ersten 5 PHK nochmal um 30 - 50 % gedrosselt. Alle PHK wurden im EG + OG gleichmäßig, durchgängig warm. Ich war zufrieden, dachte aber die UP könnte noch weniger Leistung haben!
2008 las ich im Internet von der Grundfos-UP-Alpha 2 (5-25 W) und von den voreinstellbaren Thermostaten von Danfoss, die habe ich selbst eingebaut. Die Alpha 2 habe ich vom Heizungsfachbetrieb einbauen lassen und gleichzeitig an meinem älteren Gas-Standkessel die Leistung von 18 auf 12 KW reduzieren lassen.
Von Dannfoss bekam ich kostenlos einen Datenschieber und ermittelte die Einstellwerte. Gegeben sind die Temp.-Diff. (15°C) ,Heizlast des PHK (hatte ich vom Einbau mir notiert) und der Diff.-Druck am Ventil (0,05bar). Dann kann ich entsprechend den Voreinstellwert ablesen.
Es funktionierte auch alles gut, die PHK wurden wie zuvor gleichmäßig warm.
Auffällig war von Beginn an, dass die Pumpenleistung sehr niedrig ist. Morgens nach der Nachtabsenkung auch im Winter bei -10 °C AT nicht über 14 W, geht im Verlauf des Tages bis auf 5-7 W zurück. Diese Arbeitsweise gefällt mir. Dabei muss ich sagen , dass mein Kessel automatisch zündet, einen einstellbaren Kesseltemperaturregler, den ich nur von 45 bis max. 65 °C benutze und einen Pumpenfreigabethermostaten (schaltet UP bei 30 °C VL-Temp. ein und aus) hat. Einen witterugsgeführte VL-Temperaturregler mit Heizkurveneinstellung habe ich an dem Kessel nicht. Die VL-Temp. fahre ich stets sehr niedrig und akzeptiere, dass morgens ca. 1-2 Std. die Räume länger zum Aufheizen benötigen.
Ich hatte gehofft, dass sich die Taktzeiten nun verlängern, aber nein. Der Kessel ist je nach Witterung und Tageszeit zwischen 3,5 - 4,5 Min. i.B und dann 5 - 12 Min. a.B, d.h. ca. ab Mittag, wenn die ersten Thermostate beginnen zu schliessen (Nebenräume, Flur, Schl.-Z.) steigt die Auszeit des Brenners wesentlich an und die Heizzeit bleibt fast konstant.
Dabei habe ich oft gelesen, dass die Gasflamme erst nach ca. 4-5 Min. die volle Heizkraft erreicht und ich dadurch einen höheren Verbrauch vermute.

Mein Kessel steht im ungeheizten Nebengebäude, die ersten beiden PHK (Flur + Bad) haben eine Stranglänge von 6 + 7 m. Die beiden entferntesten PHK - W-Stube eine Stranglänge 22 bzw. 31 m.
Nach der Voreinstellung aller Thermostate höre ich bei den ersten beiden PHK eine leicht-ziehende Wasserbewegung, jedoch kein störendes Rauschen.

Nun habe ich angefangen die neue Methode für Dummis zu testen.
Die Verhältnisse während des Einstellvorganges sollen/müssen gleich bleiben! Damit habe ich ein Problem. Die RL-Temp. am Kessel und an den PHK ist ziemlich konstant, d.h sie schwankt zwischen 30 + 33 °C , je nach eingestellter Kessel- VLT. Der Kessel heizt z.B. in 3,5 Min. auf 60 °C auf, die RLT am Kessel ändert sich kaum. In den 3,5 Min. und auch danach ändern sich aber laufend die Temperaturverhältnisse an den PHK. Die beiden PHK in der Wohnstube bekommen somit ständig neue Temp.-Verhältnisse und ich habe praktisch keine Orientierung.
Bei Brenner aus bei 61 °C kommen am entferntesten PHK 57 ° VLT an, dann steigt die RLT in der Zeit danach von 32 auf 36 °C an. Demnach ist die Spreizung zu groß und ich müsste die Voreinstellung erhöhen (von 6,0 auf z.B 6,5 um den Durchfluss zu erhöhen und die RLT um ca. 5 °C auch zuerhöhen. Nun habe ich aber bei dem PHK DK 22 - 600/1200 mit dem Datenschieber von Danfoss schon eine Voreinstellung von 7,0.
Da die restlichen PHK bei ihrer Voreinstellung bleiben, verändert sich die RLT am Kessel nicht.
Ja, welcher Fehler unterläuft mir da oder muss ich einfach irgentwie umdenken.
Welcher Spzie kann mir da helfen.
Vorab schon mal vielen Dank!
Gruß aus MV

GHK-Hans
HansBorgw.

Offline ESG-Rebell

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 627
  • Karma: +2/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #11 am: 06. Mai 2010, 22:03:55 »
Zitat
Original von GHK-Hans
In den 3,5 Min. und auch danach ändern sich aber laufend die Temperaturverhältnisse an den PHK. Die beiden PHK in der Wohnstube bekommen somit ständig neue Temp.-Verhältnisse und ich habe praktisch keine Orientierung.
Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht und dies ist m.E. eine Schwäche in der geschilderten Methode.

Wartet man die genannten ca. 10 Minuten ab, dann wird die danach abgelesene Temperatur weniger von der Ventilstellung am Heizkörper als von der momentanen Tätigkeit der Heizung beeinflusst.

Somit gerät die Ventileinstellung zum Zufallsexperiment.

Gruss,
ESG-Rebell.

Offline GHK-Hans

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 2
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #12 am: 07. Mai 2010, 11:04:22 »
Hallo ESG-Rebell,
ich freue mich, dass einer von den Tüfftlern so schnell reagiert hat.  Ich möchte sperziell die VL-Temperatur noch mal präzisieren.
Zum Zeitpunkt, dass der Brenner beginnt zu heizen habe ich am Kessel gleiche VL- und RL-Temp. von z.B. 31 °C.  An beiden PHK in der W-Stube habe ich dann eine VLT von 31 °C und eine RLT von 32 °C gemessen. Während der Heizzeit ändert sich nun die Temp. von Min. zu Min. bis die VLT bei 57 °C  an PHK ankommt.  Ich denke mal, dass ein Temp.-Verlust von 4 °C bei 31 m Stranglänge i.O. ist, VL und RL sind hinter der Fu-Bo-Leiste verlegt und isoliert..
Bei erreichen der VLT von 57 °C  habe ich dann für kurze Zeit eine Spreizung von 25 °C , die dann bis zum nächsten Takten praktisch auf  Null geht.

Hat jemand Erfahrung mit den Thermostatventilen. Meine Thermostate (Danfoss) habe ich 1992 eingebaut. Eine fehlerhafte Arbeitsweise kann ich noch nicht erkennen. Sie schliessen bei erreichter Raumtemperatur, längere Zeit ist der PHK z.B. nur im oberen Bereich von 10 bis 15 cm warm bis er auch mal in der Übergangszeit (AT 10-15 °C) ganz abkühlt. Er öffnet dann auch wieder und der PHK erwärmt sich langsam.
Ich habe schon mal gedacht, dass mit den langen Jahren die Federspannung abnimmt und Veränderungen eintreten.

So, nun Grüße von der kühlen Ostsee
(die Badezeit beginnt aber trotzdem)

 GHK-Hans
HansBorgw.

Offline retepretuelsch

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 1
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
    • http://www.atem-therapie.de
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #13 am: 10. Februar 2012, 19:36:43 »
Schade, der Link ist abgeschaltet. Aber ich kämpfe gerade mit meinem Heizungsbauer genau zu diesem Thema.
Wir haben vor 4 Monaten einen Komplettaustausch \"Strom-Nachtspeicherheizung\" gegen \"Flüssiggas-Niederbrennwerttechnik\" vorgenommen.
In den entfernter liegenden Räumen wird es einfach nicht warm genug (max. 19°). Der Heizungsbauer will mir immer erzählen, dass das an der Hausisolierung liegt. Das erscheint mir unlogisch, denn selbst im unbeheizten Keller kann man es in diesen kalten Tagen (-8° - -14°) aushalten. Auch die Dachisolierung ist ok. Der Schnee bleibt liegen.

Jetzt sollen es andere, \"dickere\" Heizkörper bringen.

Ich selbst habe nach unzähligen Einstellungsversuchen und Korrekturen am Brenner und an den Heizkörperthermostaten immer den Eindruck, dass der Druck des Vorlaufes einfach nicht ausreicht, um genügend Wasser bis zu den entfernteren Heizkörpern zu bringen.

Vielleicht hat ja Jemand eine hilfreiche Idee!!! wie ich dem Problem beikomme.
PSR

Offline hko

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 267
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Hydraulischer Abgleich für Dummies
« Antwort #14 am: 11. Februar 2012, 09:03:57 »
@retepretuelsch

vorab zum Thema hydraulischer Abgleich:
Zitat
Original von hko
das Thema hydraulischer Abgleich taucht mit schöner Regelmäßigkeit auch in diesem Forum immer wieder auf. Man kann wohl damit viel Geld verdienen (Anbieter) aber auch verbrennen (Kunde).

Sehen Sie sich doch einmal die folgenden Beiträge dazu an:

WISO: Energiesparen mit hydraulischem Abgleich
Jetzt zu Ihrem konkreten Problem:

Sie haben Ihre Elektroheizung durch eine neue Heizungsanlage ersetzt. Dafür wurde - hoffentlich - eine Wärmebedarfsberechnung und eine Rohrnetzberechnung durchgeführt. Wenn nicht, dann wurde gefuscht X(
Hierbei geht es weniger um den gesamten Wärmebedarf, der Ihnen aus der Vergangenheit ja bekannt sein sollte, als vielmehr um den Wärmebedarf der einzelnen Räume und die daraus folgende Berechnung der notwendigen Heizkörpergrößen.

Alle Heizkörper haben - hoffentlich - Thermostatventile. Wenn nicht, dann wurde gefuscht X(. Konsequenz: Thermostatventile nachrüsten. Es genügen die einfachen ohne Schnickschnack
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermostatventil

Sie können die Wärmeleistung der Heizkörper über eine Erhöhung der Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) vergrößern: Einstellung Steilheit am Kesselregler. Wenn hier bereits der maximale Wert erreicht ist, dann versuchen Sie folgendes: Absperren aller Heizkreise bis auf den Problemkreis, den Sie voll aufdrehen. Wenn dann dieser Raum immer noch zu kalt bleibt, ist dieser Heizkörper zu klein ausgelegt und muss gegen einen größeren ausgetauscht werden!

Gruß hko

 

Der Verein für gerechte Energiepreise

Bund der Energieverbraucher e.V. | Impressum & Datenschutz