Forum des Bundes der Energieverbraucher

Energiepolitik => Fossile Energie / Atomkraft => Thema gestartet von: Energiesparer51 am 19. Juli 2013, 08:50:30

Titel: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Energiesparer51 am 19. Juli 2013, 08:50:30
Zitat
EU bereitet die Rückkehr der Atomkraft vor

http://www.focus.de/finanzen/news/subventionen-fuer-akws-eu-bereitet-die-rueckkehr-der-atomkraft-vor_aid_1047880.html

Zitat
Deutschland will raus aus der Atomkraft, doch damit steht das Land ziemlich alleine da. Weil andere Länder neue Meiler bauen wollen, plant die EU nun die Kernkraft genauso zu subventionieren wie Ökostrom – und Deutschland kann nichts dagegen machen.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: superhaase am 19. Juli 2013, 10:17:52
Na damit ist es nun auch auf der Ebene der EU-Kommission offiziell, dass Atomstrom nicht billig ist und Atomkraftwerke nicht wettbewerbsfähig sind.
Endgültig vorbei die Mähr vom billigen Atomstrom.
Amen.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Cremer am 20. Juli 2013, 21:47:06
Na supperhaase, wieder mal nur dahingeplappert?
Hauptsache Sie haben mal wieder Ihren Senf dazugegeben
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: berndh am 20. Juli 2013, 22:05:40
Nunja Hr Cremer.
Es steht numal dort so.
Atomstromer bekommen einen Zuschuss um Wettbewerbsfähig zu werden.
Da impliziert das diese ohen Zuschuss nicht Wettbewerbsfähig zu betreiben sind.
Eigentlich müssten jetzt alle Fördergegner der EEG Zuschüsse jetzt gegen diese Mehrkosten genauso Sturm laufen.
Aber komischerweise sind sie alle Muskmäuschenstill.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Stromfraß am 20. Juli 2013, 22:39:37
Warten wir doch zunächst mal ab, was die EU vor hat oder auch nicht:
Zitat
    „Während in Deutschland bis 2022 alle Atomkraftwerke den Betrieb einstellen sollen, will die Europäische Union den Bau neuer Atomkraftwerke sogar durch staatliche Finanzhilfen forcieren.“
Die EU hat das inzwischen dementiert. Da ist eine Aussage falsch interpretiert worden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/almunia-weist-bericht-ueber-akw-subventionen-zurueck-a-912074.html
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 21. Juli 2013, 11:00:05
Atomstromer bekommen einen Zuschuss um Wettbewerbsfähig zu werden. Da impliziert das diese ohen Zuschuss nicht Wettbewerbsfähig zu betreiben sind. Eigentlich müssten jetzt alle Fördergegner der EEG Zuschüsse jetzt gegen diese Mehrkosten genauso Sturm laufen.
Aber komischerweise sind sie alle Muskmäuschenstill.
@berndth, was hat das eine mit dem anderen zu tun?! Die EEG-Befürworter machen sich doch mit den "Atomstromern" gemein. Was "impliziert" denn das EEG?! Was man bei den "Atomstromern" beanstandet, beansprucht man mehrfach für sich. Das zeigt die unglaubwürdige Doppelmoral der "PV-EE"-, "ÖKO"- und "BIO"-Bewegung in vielfacher Weise.

Wenn es um Subventionen geht, sind weder die "Atomstromer" noch die "EEG-Nutzniesser" mucksmäuschenstill. Wer da am lautesten nach Subventionen ruft, kann man fast täglich in den Medien verfolgen. Jede kleinste Kürzungsankündigung kommt da oft schon dem Weltuntergang nahe. Bei den steigenden Strompreisen hört man dagegen nichts. Warum auch, man kommt damit ja der herbeibeschworenen imaginären Netzparität näher. Dabei ist der Untergang der deutschen Solarbranche überwiegend der extremen PV-Förderung geschuldet. Die Solarbranche nährte sich von der üppigen Förderung und hat sich darauf ausgeruht. Jetzt ist die Auswirkung täglich zu lesen. Mehrstellige Milliardenbeträge wurden auch hier in den Sand gesetzt, von den Konzernen wie Siemens oder Bosch und dem Rest der Solarwelt. Wenn Sie schon länger im Forum unterwegs sind, sollten Sie wissen, dass das keine neuen und überraschenden Erkenntnisse sind. Die EEG- und PV-Protagonisten können das jetzt angesichts des Scherbenhaufens nicht mehr leugnen.

Das EEG ist eine unmittelbar deutsche Angelegenheit, und gegen die Fehlentwicklungen und den Missbrauch sollte jeder Verbraucher seine Stimme erheben. Solange wir das nicht geregelt und auf der Reihe haben, sollten wir den Nachbarn keine überheblichen Ratschläge geben und schon gar nicht anderen Subventionen vorwerfen. Es gibt in der E-Geschichte keinen Vergleich zur deutschen EE-Subventionsorgie.

PS Geld für nichts, das hat der EEG-Stromer dem Atomstromer voraus.
Die extreme Subventionierung ist nur einer der großen Fehler.


Auch beim Vorrang und der völlig überzogenen Einspeisegarantie zeigen sich zunehmend die Auswüchse. Man darf risikolos die EE-Anlagen in die Landschaft setzen, um Netze und Speicher muss man sich nicht kümmern. Damit das Geld fliesst braucht es keine Netze! Es bezahlt wie immer der Verbraucher für den teueren Nichtsnutz!
Zitat
Gegenstand des Einspeisemanagements ist die zeitweilige Reduzierung der Einspeiseleistung von EEG-, KWK- und Grubengasanlagen auf Anforderung des Netzbetreibers bei einer Überlastung des Netzes. Der Netzbetreiber ist gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet, dem Einspeiser, der seine Einspeiseleistung reduziert hat, eine Entschädigung zu zahlen. Die Höhe der Entschädigung beträgt 95 Prozent der entgangenen Einnahmen zuzüglich zusätzlicher und abzüglich ersparter Aufwendungen.
Bundesnetzagentur (http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Presse/Pressemitteilungen/2013/130712_Einspeisemanagement_pdf.pdf)
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: berndh am 21. Juli 2013, 15:25:11
Geld für nix ist aber stark übertrieben.
Ausserdem bleiben bei den.meisten EEG Anlagen keine Restmüllhaufen übrig die auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden müssen.

Zumal bis jetzt noch garnicht klar ist ob die Atomzuschüsse wie dargestellt kommen werden, bzw. zu Investitionen führen

Aber sein sie sicher auch ohne überhöhte Förderungen werden weiter EEG Anlagen gebaut.
Die steigenden fossilen Primärenergiekosten werden es richten.

Im Moment mit sonnigen Grüssen
ohne Solaranlage.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 21. Juli 2013, 15:49:30
Geld für nix ist aber stark übertrieben.
@berndh, Sie verblüffen mich. Was ist da mehr als nix bei dieser virtuellen Energie, die gar nicht erzeugt wird, aber mit echtem Geld bezahlt werden muss?!
Ausserdem bleiben bei den.meisten EEG Anlagen keine Restmüllhaufen übrig die auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden müssen.
Bitte, wenn die Argumente ausgehen, dann nicht schon wieder den Reflex mit dem obligatorischen Ausfallschritt. Lassen Sie doch einfach mal die Anspielung auf die atomare Endlagerfrage, die muss so oder so gelöst werden. Sie rechtfertigt aber auch gar keine weitere Dummheiten, nicht ein Jota. Ansprüche lassen sich daraus für die Solargemeinde auch nicht ableiten.

... und nicht verdrängen,  nichts geht ohne Müll. Auch der Schrott auf den Dächern, in der Landschaft und auf dem Meer muss einmal entsorgt werden. (http://www.welt.de/wirtschaft/article106206074/Industrie-fehlt-Entsorgungs-Plan-fuer-Solar-Schrott.html)

Ebenfalls einen sonnigen Gruß. :D

Heute dürften Kohle-, Gas-, und Atom-KW kein Geschäft machen. Vermutlich gibts den Strom fast umsonst an der Börse oder er wird ins Ausland verschenkt. Aber immer daran denken,  Erfolgstory EEG: Die Differenz zu den Einspeisevergütungen bezahlt nicht die Sonne, das dürfen ganz alleine die Stromverbraucher.  ;)
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: superhaase am 21. Juli 2013, 18:24:51
Bitte, wenn die Argumente ausgehen, dann nicht schon wieder den Reflex mit dem obligatorischen Ausfallschritt. Lassen Sie doch einfach mal die Anspielung auf die atomare Endlagerfrage, die muss so oder so gelöst werden.
Vielleicht sollten Sie mal das Thema dieses Threads lesen!
Atomkraft ist hier das Thema.
Sie sind hier mit Ihrer Hetze gegen die erneuerbaren Energien auf dem falschen Dampfer.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 21. Juli 2013, 20:24:11
Vielleicht sollten Sie mal das Thema dieses Threads lesen! Atomkraft ist hier das Thema. Sie sind hier mit Ihrer Hetze gegen die erneuerbaren Energien auf dem falschen Dampfer.
Sie @supperhaase, warum monieren Sie nicht bereits weiter oben? Hier z.B.:
Zitat
Eigentlich müssten jetzt alle Fördergegner der EEG Zuschüsse jetzt gegen diese Mehrkosten genauso Sturm laufen. Aber komischerweise sind sie alle Muskmäuschenstill
Sie wissen, ich bin ein "Fördergegner" dieses EEG. Da darf man doch noch antworten und die Sache richtig stellen, wer da mucksmäuschenstill ist. Ich hetze nicht, ich kritisiere das EEG mit guten Gründen und ich bin nicht auf dem falschen Dampfer. Das zeigen mir schon Ihre Reaktionen.

Der Beitrag auf den ich geantwortet habe, hat wohl in Ihren Kram gepasst, deshalb haben Sie nicht bereits dort die Abweichung vom Thema reklamiert.

So geht das aber nicht @supperhaase. Sie hoppeln hier im Forum als Oberlehrerhaase nicht nur sehr oft im Zickzack sondern auch noch einseitig. Wenn Sie nichts zum Text und zur Diskussion  beitragen wollen oder können, dann bleiben Sie besser im Haasenstall und verzichten auf dümmliche Belehrungen. Die sind wirklich nicht Thema und fehl am Platz.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: berndh am 21. Juli 2013, 20:52:51
Jetzt verblüffen Sie mich aber.
Virtuelle Energie?
Irgendwie scheinen Sie das nicht verstanden zu haben mit der Energiewende.
Ich denke das Sie es ganauso halten wie die bisherigen Monopolisten.
Bloss nicht reagieren auf geänderte Umstände und  obwohl man selbst die Stellglieder dazu in Händen hält, sobald irgendwas nicht klappt mit der Stromplanung, reflexartig den Fehler auf andere zu schieben.
Es ist numal Fakt das EEG aus gutem Grund einen Vorang gegenüber fossilen Energien hat.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 21. Juli 2013, 21:59:55
Jetzt verblüffen Sie mich aber. Virtuelle Energie? Irgendwie scheinen Sie das nicht verstanden zu haben mit der Energiewende.
....
Sorry @berndh, das ist nicht das Thema hier (s.o.) ;), aber Sie haben es wirklich nicht verstanden. Vielleicht helfen Ihnen Bilder zum Verständnis. Virtuell =  gedacht, nicht in Wirklichkeit vorhanden, scheinbar ....

Das was hier der Netzbetreiber gemäß EEG letztendlich zu Lasten der Stromverbraucher bezahlen muss ist gedachter "virtueller" Strom, der nicht geliefert wird weil die Infrastruktur fehlt oder er nicht gebraucht wird. Wie absurd und ungerecht das gegenüber den Stromverbrauchern ist, habe ich schon mehrfach beschrieben.

Ist es in Ihren Augen dann auch sinnvoll, den Bau von Bahnhöfen ohne Gleisanschluss mitten in der Pampa bedingungslos zu fördern und dort zu bauen. So oder ähnlich funktioniert diese EEG-Politik.  Wer eine Fahrkarte kauft, erhält einen kräftigen  Aufschlag um  diese Bahnhöfe mit zu finanzieren.

Oder Sie bekommen eine Rechnung für Ware die Sie gar nicht bestellt haben. Geliefert wurde sie auch nicht. Auf der Rechnung steht, man hätte das nicht Bestellte aber liefern können, aber leider war die Straße bereits mit anderen LKWs verstopft. Zahlen müssen Sie trotzdem, das steht so im Gesetz.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Netznutzer am 21. Juli 2013, 22:34:46
@ plus

So ist das aber mit Subventionsempfängern im Energiebereich egal, ob KWK-Zuschlag oder garantierte EEG-Vergütung. Nur weil ein vollgrüner Minister seinerzeit meinte, Anschluss und Abnahmezwang zu Garantiepreisen und natürlich den Anschluss auf Kosten der Netznutzer zu erhalten, dies in ein Gesetz zu schreiben, und dadurch dem ungehemmten Zubau Tür und Tor zu öffnen, ohne über die Möglichkeit auch nur ansatzweise nachzudenken, Korrekturfaktoren für den Fall X einzubauen, meint nun die Subventionsempfängerseite, das muss alles so sein und es ist natürlich richtig. Dass der dynamische Siggie es dann noch geschafft hat, Stromverbraucher für nicht produzierten Strom zur Kasse zu bitten, zeigt  den Einfallsreichtum von Steinbrück & Co., den Leuten ganz unverfroren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber auch das ist richtig, weil es ja so in einem Gesetz steht.
Nun ja, in der Vergangenheit wurden ja schon öfter mal Gesetze korrigiert, die sich als nicht richtig herausgestellt haben, wer weiss, vielleicht sehen wir nach der BT-Wahl klarer.

Gruß

NN
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: berndh am 22. Juli 2013, 07:26:49
Scheinbar haben sie es nicht verstanden.EEG hat vorrang, schaffen es die nachgestellten Erzeuger es nicht ihre inflexiblen Kraftwrke trotz meist recht gut zutreffender EEG-Erzeugungsprognose abzuregeln, verstopfen diese nachrangigen Erzeuger die Netze.
Das sie dieses anders herum sehen, sei es drum.
Es ist numal so gesetzlich festgeschrieben und eigentlich sollten sich alle daran halten.
Auf der Seite der "virtuellen" Erzeuger stehen immer mehr die grossen Windparks der verzweifelt an ihrer Energiewende bastelnden Grosskonzerne.
Sowie die trotz vorrang abgeregelten Anlagen, durch die inflexiblen Altanlagen.

Dezentralität ist kein Thema in veralteten Strukturen, wie man dann wieder sehen kann mit den gleichen Effekten.
Die Macht dieses zu ändern hätten sie ja auch, sieht man ja prima wenn Kleinerzeuger gezwungen werden, trotz Vorrang,  ihre Anlagen zu drosseln, weil man selbst dazu nicht in der Lage ist.

Abr wir schweifen vom Förderthema für Atomstrom ab, wobei das auch wieder symtomatisch für das Monopoldenken ist.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: userD0005 am 22. Juli 2013, 08:23:36
Zitat von: PLUS

Das was hier der Netzbetreiber gemäß EEG letztendlich zu Lasten der Stromverbraucher bezahlen muss ist gedachter "virtueller" Strom, der nicht geliefert wird weil die Infrastruktur fehlt oder er nicht gebraucht wird. Wie absurd und ungerecht das gegenüber den Stromverbrauchern ist, habe ich schon mehrfach beschrieben.

Ist es in Ihren Augen dann auch sinnvoll, den Bau von Bahnhöfen ohne Gleisanschluss mitten in der Pampa bedingungslos zu fördern und dort zu bauen. So oder ähnlich funktioniert diese EEG-Politik.  Wer eine Fahrkarte kauft, erhält einen kräftigen  Aufschlag um  diese Bahnhöfe mit zu finanzieren.


EEG Strom zum Bsp. aus einer PVA ist also virtuell und wird nicht geliefert.... ::)
Also bei mir ist auch noch kein LKW von Vattenfall rückwärts in die Einfahrt geparkt und hat ne Kiste Strom aus dem Braunkohlenkraftwerk geliefert....

Was real ist, seit dem ich eine PVA auf dem Dach habe, dreht sich mein Bezugszähler langsamer bis garnicht.
Und das ist bei meinem Nachbarn so und bei allen anderen Besitzern einer eigenen EEA.


@ plus

vielleicht sehen wir nach der BT-Wahl klarer.

Gruß

NN

Es wäre Ihnen zu wünschen.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Stromfraß am 22. Juli 2013, 10:14:47
Zitat
vielleicht sehen wir nach der BT-Wahl klarer.
Zuviel Hoffnung habe ich da nicht.
Nach menschlisxhem Ermessen wird es eine Koalition sein, die es vorher auch schon gegeben hat.
Warum sollten die plötzlich alles anders machen wollen.
Nein, von daher besteht wenig Hoffnung.
Eher schon, dass aus Brüssel etwas kommt oder gar vom BVerfG?
Titel: Verkappte Werbung und Verbrauchertäuschung
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 10:19:08
@berndh ich habe verstanden, dass Sie nicht verstehen wollen. Was wir hier haben ist eine chaotische planlose Verwaltungswirtschaftschaft. Es gibt zwar tausende von Plänen, jedes Bundesland, jedes Dorf macht bald seinen eigenen Energiewendenplan. Abgestimmt und koordiniert ist nichts. Ein Chaos weit größer als so manche Großbaustelle im Land. Der angerichtete Schaden ist mit nichts vergleichbar. Es ist Gesetz, sorry, aber das ist doch nun überhaupt kein Argument! Auch wenn es gesetzlich festgeschrieben ist, ändert das nichts. Das EEG bleibt doch der größte Unfug und die größte Geldvernichtung in der weltweiten E-Geschichte.

Kein Investor würde Windparks in die Pampa ohne Anschluss oder ohne Bedarfsrechnung bauen. In Deutschland macht er das, denn er bekommt sein Geld auch ohne Anschluss und ohne Absatz. Die Verbraucher dürfen dafür auch noch zahlen ohne jeden Nutzen.

Mir ist nicht bekannt, dass ein AKW ohne hinreichenden Netzanschluss gebaut wurde.

Schreiben Sie nicht von "Monopoldenken". Wissen Sie was das ist und wie ein Monopol wirkt? Der Monopolist gibt die Bedingungen und die Preise vor. Genau das geschieht mit dem EEG in viel gravierenderem Ausmaß als bei jedem Grundversorgungsmonopol das es in Deutschland gibt oder gegeben hat.

@pitti, Sie sind für mich kein Verbraucher, sie zeigen sich hier wiederholt als egoistischer Solarist und Geschäftemacher, den man nicht besser karikieren könnte, wie Sie es selbst tun. Die Leute, die sich von Ihnen beschwatzen lassen, müssen selbst wissen was sie tun. Es geht aber nicht, dass dabei unbeteiligte Dritte, also alle anderen Verbraucher, geschädigt werden. Aber lassen wir das, Ihre angepriesenen Anlagen haben nun mit dem Thema hier wirklich nichts zu tun. Ihre verkappte Werbung hat nach meinem Verständnis erst recht nichts in diesem Thread zu suchen. Sie sind mit dieser PV-Anlagenwerbung nach meiner Meinung im falschen Forum. Das hier ist für Verbraucher, nicht für Erzeuger, so lautet wenigstens die Bezeichnung. 

PS @berndh, noch diese Nachsätze. Wenn Sie über die Großkonzerne schimpfen, die haben eben beantragt, eine Anzahl von Kraftwerken wegen Unwirtschaftlichkeit stillzulegen. Selbst modernste hocheffektive Kraftwerke rechnen sich ja unter diesen unmöglichen EEG-Bedingungen nicht mehr. Jetzt wird aus der selben Ecke kritisiert. Ganz abschalten geht dann doch nicht, man will ja bald die letzten deutschen AKW endgültig vom Netz nehmen. Man ist sich doch nicht sicher ob Wind und Sonne dann schon zu jeder Bedarfszeit reichen. Sollten die Großkraftwerke wegen der Versorgungssicherheit auf Anordnung am Netz bleiben müssen, wird das wieder erhebliches Geld kosten.  Daran sind aber nicht die "bösen" Großkonzerne schuld. Der Verbraucher ist bei dieser Politik wieder der alleinige Dumme, er zahlt bei diesem EEG-System immer drauf, für Überfluss und Mangel. Es gibt keinen Markt der das ausgleicht. Diese Misere ist eine EEG-Misere. Schuld ist die überzogene EE-Politik.

Es ist daher richtig, vor der Wahl von den Politikern zu verlangen, jetzt endlich Farbe zu bekennen, was sie spätestens nach der Wahl zu tun gedenken um den Crash zu vermeiden und die Energiewende mit allen Zielen, sicher, preisgünstig, verbraucherfreundlich, effizient, umweltverträglich wieder auf Kurs zu bringen.
Titel: Re: Verkappte Werbung und Verbrauchertäuschung
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 10:59:29
Kein Investor würde Windparks in die Pampa ohne Anschluss oder ohne Bedarfsrechnung bauen. In Deutschland macht er das, denn er bekommt sein Geld auch ohne Anschluss und ohne Absatz. Die Verbraucher dürfen dafür auch noch zahlen ohne jeden Nutzen.
Ja, das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler in den Gesetzen.

Abhilfe wäre ganz einfach: Die Netzbetreiber sollten die Entschädigungszahlungen für Abregelungen von Ökostromanlagen nicht mehr auf die Netzentgelte - also auf die Stromverbraucher wälzen dürfen, sondern selbst tragen müssen, zulasten ihres Gewinns.
Was glauben Sie, wie schnell da die entsprechenden Mittelspannungsnetze an den lokalen Engstellen aufgerüstet wären und wie selten ein Windpark zugunsten eines Braunkohlekraftwerks abgeregelt würde.
Es gäbe diese Probleme nicht.

Noch eine Korrektur Ihrer Aussage:
Bisher brauchte es keinerlei "Bedarfsrechnung" für die Neuerrichtung von Ökostromanlagen, da der Ökostromanteil noch gering ist und jeder hinzukommende Ökostrom noch gebraucht wird.
Das wird sich aber natürlich in Zukunft bald ändern (müssen).
Titel: Re: Verkappte Werbung und Verbrauchertäuschung
Beitrag von: Energiesparer51 am 22. Juli 2013, 11:04:11
..

Mir ist nicht bekannt, dass ein AKW ohne hinreichenden Netzanschluss gebaut wurde.

...

Da gab es ja auch noch nicht die Segnungen des "Unbundling". Netz und AKW waren in einer Hand. Da es also ein ausreichendes Interesse zum Bau der Hochspannungsleitungen gab, ist es offenbar möglich(gewesen) sie auch tatsächlich zu realieren. Im Zusammenhang mit der Atomenergienutzung wurde auch durchaus gegen den Widerstand der Bevölkerung gebaut.
Titel: Re: Verkappte Werbung und Verbrauchertäuschung
Beitrag von: userD0005 am 22. Juli 2013, 11:05:36

@pitti, Sie sind für mich kein Verbraucher, sie zeigen sich hier wiederholt als egoistischer Solarist und Geschäftemacher, den man nicht besser karikieren könnte, wie Sie es selbst tun. Die Leute, die sich von Ihnen beschwatzen lassen, müssen selbst wissen was sie tun. Es geht aber nicht, dass dabei unbeteiligte Dritte, also alle anderen Verbraucher, geschädigt werden. Aber lassen wir das, Ihre angepriesenen Anlagen haben nun mit dem Thema hier wirklich nichts zu tun. Ihre verkappte Werbung hat nach meinem Verständnis erst recht nichts in diesem Thread zu suchen. Sie sind mit dieser PV-Anlagenwerbung nach meiner Meinung im falschen Forum. Das hier ist für Verbraucher, nicht für Erzeuger, so lautet wenigstens die Bezeichnung.

@plus, egoistisch ist ihr immer gleiches generve mit immer derselben "Botschaft".

Auch wenn sie das nicht kapieren (wollen), die Vorteile einer dezentralen Versorgung auf regenerativer Basis ohne permanenten Verbrauch eigener/fremder endlicher Ressourcen ist bei weitem billiger als das weiter so mit Ressourcenvernichtenden ineffizenten nicht regelbaren Großkraftwerken mit einem abscheulichen Wirkungsgrad bei extrem hohen Primäenergiebedarf.

An dem Beispiel der Forderung nach fixen und gestützten Abgabepreisen für Strom aus KKW
kann man (insofern man auch will) klar erkennen "es rechnet sich nicht". Wenn die Betreiber dann noch für alle Folgekosten aufkommen müssten dann endgültig "Und Tschüss".
Die Umweltschäden von Uranbergbau und Herstellung von "Yellow Cake" mal außen vor.

Alle die PVA's die mir gehören bzw. die ich errichtet habe sind in der Niederspannung angeschlossen. Es bedarf keiner riesigen Netze. Der erzeugte Strom ist spätestens 4 Häuser weiter verbraucht.

Nochwas: In einem Haushalt der effizient mit Strom umgeht liegt in der Nacht die Last bei 50-200W/h. Sehr gut nachweisbar mit mobilen Smartmeter. Alle großen Verbräche passieren am Tag.

Natürlich sind alle Solaristen egoistische Geschäftemacher. Meine Kundschaft und der große Teil der Deutschen sieht das anders. Und was Sie @Plus denken ist mir schnurz egal.

Mehr als 50% der Deutschen haben eine eigene PVA, sind direkt oder indirekt an einer regenerativen EEA beteiligt. Wieviel % der Deutschen sind an einem KKW oder BKKW beteiligt?


 
Titel: Re: Verkappte Werbung und Verbrauchertäuschung
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 11:23:51
Nochwas: In einem Haushalt der effizient mit Strom umgeht liegt in der Nacht die Last bei 50-200W/h.
Was oder wer ist W/h?
Sie errichten PV-Anlagen für Kunden?
Ich hoffe, sie haben auch Fachpersonal, wie z.B. echte Elektriker oder Elektroingenieure. ;)
Nix für ungut, bin nur entsetzt, dass Sie als scheinbarer Fachmann von W/h schreiben.
Titel: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 11:32:27
Noch eine Korrektur Ihrer Aussage:
Bisher brauchte es keinerlei "Bedarfsrechnung" für die Neuerrichtung von Ökostromanlagen, da der Ökostromanteil noch gering ist und jeder hinzukommende Ökostrom noch gebraucht wird.
@supperhaase, das ist keine Korrektur und auch kein Argument.

Würde man Ihrer Denkweise folgen, bräuchte man solange keine Wirtschaftlichkeits- oder Bedarfsrechnung, solange irgendwo noch konventionell oder atomar Strom erzeugt wird.

Bedarf, Netzanbindung, Speichermöglichkeiten müssten in jede Investitionsentscheidung und vor Ort eingebunden sein. Würden die Marktwirtschaft hier eine Rolle spielen wäre das automatisch so. Es ist nicht so und das ist ja gerade einer der grundlegenden Konstruktionsfehler, dass das für keinen EE-Investor notwendig ist. EEG & Co. überträgt die Risiken und Nebenwirkungen letztendlich auf den unbeteiligten Verbraucher. Das kann so nicht bleiben! Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsaufgabe und unsere Wirtschaftsordnung ist die soziale Marktwirtschaft, nicht die Verwaltungswirtschaft oder die Planwirtschaft in Vielfalt.

@pitti, besser Sie machen Reklame in Ihren bunten Prospekten. Hier passt das wirklich nicht.
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 11:38:50
Würde man Ihrer Denkweise folgen, bräuchte man solange keine Wirtschaftlichkeits- oder Bedarfsrechnung, solange irgendwo noch konventionell oder atomar Strom erzeugt wird.
Falsch.
Würde man meiner Denkweise folgen, dann würde man erkennen, dass ich durchaus eine Bedarfsplanung in Zukunft für erforderlich halte, wenn der Ökostromanteil größer wird, auch wenn noch konv. Strom erzeugt wird.
Das erkennt man an einem unten hervorgehobenen Satzteil im ersten Satz meiner Aussage und an meinem zweiten Satz, den Sie offenbar geflissentlich weggelassen haben, um meine Aussage falsch auslegen zu können:

Zitat
Bisher brauchte es keinerlei "Bedarfsrechnung" für die Neuerrichtung von Ökostromanlagen, da der Ökostromanteil noch gering ist und jeder hinzukommende Ökostrom noch gebraucht wird.
Das wird sich aber natürlich in Zukunft bald ändern (müssen).
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 12:02:57
Würde man meiner Denkweise folgen, dann würde man erkennen, dass ich durchaus eine Bedarfsplanung in Zukunft für erforderlich halte, wenn der Ökostromanteil größer wird, auch wenn noch konv. Strom erzeugt wird.
@Supperhaase,  "in Zukunft" ist zu spät. Das wusste auch Michail Gorbatschow schon. ;)  Das ist Ihr Fehler, alles sehen Sie immer erst in der Zukunft, die Gegenwart kann man grenzenlos benutzen und belasten. Denken Sie an Ihre "billigste aller Stromproduktionen", der PV! Da warten die Verbraucher immer noch auf die bessere "Zukunft", bis sich der kostenlose PV-Strom ("die Sonne schickt keine Rechnung ) auf der Stadtwerkerechnung bemerkbar macht.

Der Unterschied, ich bin dafür, die Gegenwart gleich richtig zu gestalten, dann führt das auch in eine nachhaltige Zukunft. Wer die Gegenwart beschädigt, beschädigt auch die Zukunft! Versprechungen, später wird dann alles besser, glaube ich nicht. Die gemachten Erfahrungen und die Entwicklung sind dafür Bestätigung genug.
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 12:35:00
@Supperhaase,  "in Zukunft" ist zu spät.
Warum?
Bisher war jede Kilowattstunde Ökostrom gebraucht, der Bedarf übersteigt bis heute jegliche Produktion von Ökostrom.
Wenn man also mit einer Bedarfsplanung schon vor Jahren angefangen hätte, wäre jedesmal herausgekommen: "Ja, wir brauchen den Ökostrom aus dem neu geplanten Ökostromkraftwerk zu 100%."
Bis heute wäre also jede Bedarfsplanung für Ökostrom zu früh gewesen, weil völlig überflüssig und nutzlos.
"In Zukunft " ist also genau richtig, und nicht zu spät.
Sie schreiben wieder einmal Unsinn.

Wir sollten aber beim Thema bleiben, Ökostrom und Bedarfsplanung für denselben ist hier nicht das Thema.

Nochmal:
Die Mähr vom billigen Atomstrom ist nun ganz offiziell von der EU beerdigt worden.
Die EU hat ganz offiziell eingeräumt, dass Atomenergie unwirschaftlich ist, ja noch nie wirtschaftlich war und nie wirtschaftlich sein wird.
Ich sehe das als Fortschritt hin zur Ehrlichkeit in der Diskussion.
Die deutsche Atomlobby, die immer vom billigen Atomstrom gesprochen hat, ist damit blamiert bis auf die Knochen.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Netznutzer am 22. Juli 2013, 14:14:37
Schön, dass die Solar-Industrie keine Subventionen benötigt. Was sind schon Bettelbriefe an die Kanzlerin?

Erfolgsstory EEG, immer dran denken.

Gruß

NN

http://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?ID_NEWS=283956700&NEWS_CATEGORY=TOP_NEWS_ALL&RANGE=
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 14:54:17
@Supperhaase,  "in Zukunft" ist zu spät.
Warum? Bisher war jede Kilowattstunde Ökostrom gebraucht, der Bedarf übersteigt bis heute jegliche Produktion von Ökostrom. Wenn man also mit einer Bedarfsplanung schon vor Jahren angefangen hätte, wäre jedesmal herausgekommen: "Ja, wir brauchen den Ökostrom aus dem neu geplanten Ökostromkraftwerk zu 100%."
Bis heute wäre also jede Bedarfsplanung für Ökostrom zu früh gewesen, weil völlig überflüssig und nutzlos.
@supperhaase, werfen Sie mir keinen Unsinn vor, denn Ihre Argumentation und Logik ist doch purer Unsinn. Es hungert kein Mensch, weil ja Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen werden. Es braucht keine Bedarfsrechnung, man produziert bedarfsunabhängig und muss das weiter so lassen und gar nichts tun, solange das so ist.

Nein, es ist höchste Zeit zur Korrektur. Heute auf Seite 26 im Handelsblatt:

"Die Solarförderung muss nach der Wahl sofort für alle Neuanlagen komplett gestoppt werden" so Eric Schweitzer, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

Das wird alleine und bei Weitem nicht reichen!  Wieviel Strom wurde schon unter Wert verschleudert oder quasi weggeworfen?!

Wie lange wollen Sie denn "ÖKO"-, "BIO"-, und "PV"- noch ohne "Bedarfsrechnung", ohne ausreichende Netze, ohne wirtschaftliche Speicherung weiter so rücksichtlos und extrem fördern und ausbauen wie bisher? Bis nichts mehr zu ändern ist, bis alle Kinder im Brunnen liegen, wie das bei der PV längst der Fall ist.

Nein, so ist das Ziel einer sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen Versorgung nicht zu erreichen. Es hat ein Gesamtcontrolling im Sinne des kypernetischen Regelkreises gefehlt!
@Supperhaase, jetzt können Sie selbst analysieren, was denn bei dieser EEG-Energiewende in Einzelnen versäumt wurde, welcher Fehler gemacht wurden, welche Korrekturen nicht erfolgt sind usw..
Das da eine gewaltige Schieflage besteht, bestreiten ja nicht einmal mehr Sie.

Das gilt auch für die Energiewende:
Nochmal:
Die Mähr vom billigen Atomstrom ist nun ganz offiziell von der EU beerdigt worden.
@Supperhaase schreiben Sie nichts von Märchen, sie wissen doch an eigener Stelle, die Märchenerzähler finden sich überwiegend bei den PV-Solaristen. Die EU hat da überhaupt nichts beerdigt. Man sieht den Atomstrom dort als CO2-frei, was ja nicht falsch ist. Deutschland hat sich zum Ausstieg entschlossen. Akzeptieren Sie das mal und lassen den Missbrauch mit den überflüssigen Ablenkungsversuchen.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: egn am 22. Juli 2013, 15:11:40
Passend zu diesem Thema: "Kernkraft verendet an grüner Konkurrenz". (http://www.n-tv.de/politik/Kernkraft-verendet-an-gruener-Konkurrenz-article10984936.html)

Details sind im "World Nuclear Industry Status Report" zu finden. (http://www.worldnuclearreport.org/IMG/pdf/20130711msc-worldnuclearreport2013-lr-v1.pdf)
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 15:55:14
@supperhaase, werfen Sie mir keinen Unsinn vor, denn Ihre Argumentation und Logik ist doch purer Unsinn. Es hungert kein Mensch, weil ja Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen werden. Es braucht keine Bedarfsrechnung, man produziert bedarfsunabhängig und muss das weiter so lassen und gar nichts tun, solange das so ist.
Was ist denn das wieder für ein Geschwurbel von den hungernden Menschen und den weggeworfenen Lebensmitteln?  ::)
Es ist ja schon gar nicht klar, was Sie damit in Bezug auf die Lebensmittel oder auf die hungernden Menschen sagen wollen.
Was das dann mit einer Bedarfsplanung für Ökostrom zu tun haben soll, ist schließlich völlig unbegreiflich.
Sie müssten Ihre Gedanken schon etwas reifen lassen und dann klarer formulieren, damit man damit überhaupt etwas anfangen kann.

Zitat
Wie lange wollen Sie denn "ÖKO"-, "BIO"-, und "PV"- noch ohne "Bedarfsrechnung", ohne ausreichende Netze, ohne wirtschaftliche Speicherung weiter so rücksichtlos und extrem fördern und ausbauen wie bisher?
1. Dass eine Bedarfsrechnung bald nötg sein wird habe ich doch geschrieben. Sie müssen also nicht weiter behaupten, ich würde diese für alle Zeit nicht haben wollen.
2. Ich habe nie behauptet, dass das es ohne ausreichende Netze geht.
3. Auch habe ich nie gesagt, dass es keine Speicherung braucht.
4. Eine rücksichtslose Förderung habe ich weder gefordert, noch in der Vergangenheit gutgeheißen.

Sie kennen zu allen 4 Punkten meine Meinung, die ich Ihnen hier schon zig Mal erläutert habe.
Warum also unterstellen Sie mir schon wieder so einen Blödsinn?

Aber Sie weichen wieder vom Thema ab. Thema ist die geplante Erleichterung von Atomstromsubventionen.

Die Tschechen fordern nun einen Einspeisetarif für ihre neu geplanten Atommeiler in Temelin von 7 ct/kWh, habe ich hier (http://www.europeonline-magazine.eu/tschechischer-akw-betreiber-fordert-atomstrom-foerderung_290955.html) gelesen:
Zitat
Der CEZ-Manager forderte eine Art Öko-Umlage für Atomstrom. Bei einem garantierten Abnahmepreis von mindestens 70 Euro pro Megawattstunde - vergleichbar der Förderung erneuerbarer Energien in Tschechien - wäre Temelin gegenüber anderen Stromquellen konkurrenzfähig.
Der Atomstrom soll also in etwa so viel kosten, wie Onshore-Windkraft heute. Wobei allerdings nicht berücksichtigt ist, dass ja viele weitere erhebliche Kosten des Atomstroms trotzdem der Steuerzahler der Zukunft übernehmen muss: Die Entsorgung des Atommülls, oder im Falle einer Havarie tragen das die direkt betroffenen Bürger - eine Entschädigung steht da in den Sternen, wie man sowohl in Tschernobyl als auch in Fukushima gesehen hat bzw. noch sieht ...

@egn:
Ja, es ist erfreulich, dass inzwischen etliche Teile der Wirtschaft das weniger verblendet sehen. Es besteht so die Hoffnung, dass die durch Lobbyarbeit und Gehirnwäsche erreichte Voreingenommenheit vieler Politiker schlicht aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu weiteren Atomkraftwerken führt. Aus dem von Ihnen verlinkten Artikel:
Zitat
Von 15 Kraftwerksbetreibern, die Rating-Agenturen eingeschätzt haben, wertete Standard and Poor's zuletzt schon 10 ab. Sie stufte die Abkehr von der Atomenergie zudem ausdrücklich als positiv für das Rating eines Unternehmens ein.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Stromfraß am 22. Juli 2013, 16:01:36
Zitat von: pitti am Heute um 11:05:36

Zitat
    Nochwas: In einem Haushalt der effizient mit Strom umgeht liegt in der Nacht die Last bei 50-200W/h.

Was oder wer ist W/h?
Sie errichten PV-Anlagen für Kunden?
Ich hoffe, sie haben auch Fachpersonal, wie z.B. echte Elektriker oder Elektroingenieure. ;)
Nix für ungut, bin nur entsetzt, dass Sie als scheinbarer Fachmann von W/h schreiben.

Zitat
Elektrische Leistung wird in W (Watt) bzw. kW (Kilowatt) gemessen, elektrische Arbeit in kWh (Kilowattstunden). Wer mit der obskuren Einheit w/h (Watt/Stunde) operiert, misst eine lineare Leistungssteigerung über einen Zeitraum. Jetzt kannst Du also mit den Maßeinheiten umgehen. Den Rest Deiner Frage beantwortet Dir Wikipedia.
Aus: http://www.gutefrage.net/frage/wie-viele-wh-erzeugt-eine-windturbine-pro-stunde-
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 16:27:22
Was ist denn das wieder für ein Geschwurbel von den hungernden Menschen und den weggeworfenen Lebensmitteln?  ::)
@supperhaase, auch wenn Sie das nicht begreifen, müssen Sie das Beispiel, das Ihre fehlerhafte Argumentation aufzeigen sollte, nicht als "Geschwurbel" bezeichnen. Sie begreifen nicht, dann lassen Sie es einfach.

Es ist wie immer, wenn es nicht mehr anders geht, dann waren oder sind Sie auch ein bisschen dafür, wenn nicht jetzt, dann aber später. Eine "Bedarfsrechnung" war Regionbezogen in Deutschland von Anfang an sinnvoll und notwendig. Nicht erst wenn das für Sie @supperhaase "bald nötig erscheint".

Wann ist denn für Sie "bald". So bald wie der unschlagbar günstige Sonnenstrom, den die deutschen Stromverbraucher "bald" geliefert bekommen. Danach sieht es nicht aus. Die Strompreise werden mit ziemlicher Sicherheit weiter steigen. Im Sinne ihrer "Netzparität" werden Sie das kaum bedauern. Für mich und andere Verbraucher ist das nicht akzeptabel.

Vielleicht liefert die Sonne in Ihrem sonnigen Wolkenkuckucksheim oder Ihrem Schlaraffenland den Strom ja ohne Rechnung. Da gibt es ja bekanntlich alles im Überfluss. Da braucht es keine "Bedarfsrechnungen". Es gibt keinen Hunger und alle Dächer glänzen in der Sonne, vor dem Haus stehen die Windräder und dahinter die Biogasanlage. Solar-, Mais- und Rapsfelder überall, auf jedem Maulwurfshügel ein Windrad.  Einfach märchenhaft.  Sorry, aber auf Ihre pamphletenhaften Beiträge erübrigt sich jede Sachlichkeit.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Netznutzer am 22. Juli 2013, 16:33:55
@stromfraß

Zitat
Elektrische Leistung wird in W (Watt) bzw. kW (Kilowatt) gemessen, elektrische Arbeit in kWh (Kilowattstunden). Wer mit der obskuren Einheit w/h (Watt/Stunde) operiert, misst eine lineare Leistungssteigerung über einen Zeitraum. Jetzt kannst Du also mit den Maßeinheiten umgehen. Den Rest Deiner Frage beantwortet Dir Wikipedia.

So etwas Schwieriges kann schliesslich nicht jeder wissen, der über Atomenergie und Energiewende sinniert. 

Daher: Vielen Dank :D

Gruß

NN
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Stromfraß am 22. Juli 2013, 16:54:03
Bisher hatte ich allerdings den Eindruck, dass pitti nicht nur über Atomenergie und Energiewende sinniert, sondern seine Kunden auch berät und an sie etwas verkaufen möchte. Hoffentlich haperts da nur an W / h.
Titel: Re: Weiter verkappte Werbung + Risiken und Nebenwirkungen zu Lasten der Verbraucher
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 17:42:30
@supperhaase, auch wenn Sie das nicht begreifen, müssen Sie das Beispiel, das Ihre fehlerhafte Argumentation aufzeigen sollte, nicht als "Geschwurbel" bezeichnen.
Das ist Ihnen wie gesagt nicht gelungen.
Es wurde ja nicht einmal deutlich, was sie in Bezug auf hungernde Menschen und weggeworfene Lebensmittel sagen wollten.
Hungert irgendwo ein Mensch, weil anderswo Lebensmittel weggeworfen werden?
Oder werden irgendwo Lebensmittel weggeworfen, obwohl anderswo ein Mensch hungert?
Oder werden irgendwo Lebensmittel weggeworfen, damit anderswo ein Mensch hungert?
Oder sollen weniger Lebensmittel produziert werden (Bezug zur Bedarfsplanung?), damit nichts weggeworfen werden muss, solange anderswo ein Mensch hungert?

Vielleicht könnten Sie das nochmal in aller Ruhe und mit Bedacht klarzustellen versuchen, was Ihre eigentliche Aussage war?

Zitat
Es ist wie immer, wenn es nicht mehr anders geht, dann waren oder sind Sie auch ein bisschen dafür, wenn nicht jetzt, dann aber später.
Es ist doch selbstverständlich und jedem normal denkenden Bürger klar, dass eine garantierte Einspeisung von Neuanlagen nicht für immer aufrechterhalten bleiben kann, egal wieviel Ökostrom erzeugt wird.
Wer denkt denn in so verqueren Bahnen?
Sie, PLUS?
Der Rest der Welt sicher nicht.
Insofern war allen logisch denkenden Menschen von Anfang an klar klar, dass es später einmal eine Bedarfsplanung geben muss.

Zitat
Eine "Bedarfsrechnung" war Regionbezogen in Deutschland von Anfang an sinnvoll und notwendig. Nicht erst wenn das für Sie @supperhaase "bald nötig erscheint".
Warum?
Nennen Sie doch mal eine einzige plausible Begründung!
Solange der Bedarf das Angebot an Ökostrom noch weit übersteigt, gibt es keinen Grund für eine Bedarfsplanung im dem von Ihnen gemeinten Sinne eine Beschränkung des Zubaus.

Zitat
Wann ist denn für Sie "bald".
Ganz einfach: Sobald das Angebot an Ökostrom (zeitweise) den Strombedarf übersteigen kann.
Dann wird Bedarfsplanung und auch Last-, Erzeugungs- und Speicherungsmanagement speziell für Ökostrom notwendig.

Das wird im Laufe der nächsten Jahre kommen, wenn z.B. der Förderdeckel bei der PV erreicht sein wird und 52 GWp PV-Leistung am Netz sein werden. Also etwa 2017, laut Altmeier. Dann kann es z.B. an sonnigen Sonntagen zur Mittagszeit, wenn auch noch viel Wind weht, mehr Ökostromangebot geben als gleichzeitig Strombedarf in Deutschland herrscht.
Daher ist es auch nötig, hierzu entsprechende Vorbereitungen zu treffen, was die jetzige Bundesregierung offenbar nicht in ausreichendem Maße tut.
Titel: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 18:31:43
Ja, klar und zum Schluss ist jetzt wieder die Bundesregierung unter Beschuss. Mehr kann man von Ihnen nicht mehr erwarten, aber auch nicht weniger. ;) Wenn kein ordentliches Bier zu brauen ist und alle Bemühungen umsonst waren, sagt der Braumeister, es ist Hopfen und Malz verloren. Das trifft bei Ihnen zu @Supperhaase. Trotzdem werde ich noch einmal darauf eingehen, dass Sie mir nicht wieder vorwerfen ich würde mich drücken.

Haben Sie schon mal von einer Parabel gehört, offensichtlich nicht.

Hier schreiben Sie wieder:
Zitat
Wann ist denn für Sie "bald".
Ganz einfach: Sobald das Angebot an Ökostrom (zeitweise) den Strombedarf übersteigen kann. Dann wird Bedarfsplanung und auch Last-, Erzeugungs- und Speicherungsmanagement speziell für Ökostrom notwendig.
Der Ökostrom übersteigt nicht den addierten globalen Strombedarf, trotzdem gibt es genügend Probleme. Es gibt an manchen Orten Überschuss und an manchen Orten Mangel. Gründe gibt es viele und unterschiedliche. So manches "BIO"-, "ÖKO"-, "PV-, Energiedorf brüstet sich ja mit der angeblichen Vollversorgung plus Überschuss. Autark ist bis jetzt keines dieser EE-Dörfer. Es mangelt überall an Speicher (Lager)- oder Netz(Transport)-Kapazitäten. Es sind daher jetzt schon Maßnahmen wie z.B. eine Bedarfsplanung vor Ort, Speicher, Netze, Ersatzkraftwerke notwendig. Nicht erst wenn ohnehin alles zu spät ist.

Ebenso verhält es sich in übertragenem Sinne beim Hunger in der Welt. Da muss man auch etwas dagegen tun und zwar jetzt und nicht bald oder später.
Titel: Re: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: superhaase am 22. Juli 2013, 20:36:52
Der Ökostrom übersteigt nicht den addierten globalen Strombedarf, trotzdem gibt es genügend Probleme.
Wir wollen mal die Kirche im DOrf lassen und nicht gleich vom globalen Strombedarf reden.
Es gibt ja nocht nicht einmal ein global zusammenhängendes Stromnetz. Wird es wohl auch nie geben.

Zitat
Es gibt an manchen Orten Überschuss und an manchen Orten Mangel.
Wie definieren Sie den lokalen Überschuss?
Ein Windrad steht auf einem Acker, aber der Acker braucht keinen Strom und daher herrscht hier lokaler Überschuss?
Sie machen sich lächerlich.

Selbstverständlich geht es beim Strombedarf um den gesamtdeutschen Strombedarf. Auch ein Atomkraftwerk oder ein Wasserkraftwerk erzeugt nach Ihrer Definition einen lokalen Überschuss, der zu den entfernt liegenden Verbrauchern (in die Städte, den Mangelgebieten) abtransportiert werden muss.
Hier irgendwelche Orte isoliert betrachten zu wollen, ist gelindegesagt Unfug.
Oder denken Sie etwa, dass bei der Errichtung des Atomkraftwerks Isar 1/2 auf dem Gebiet des Marktes Essenbach (etwa 11.000 Einwohner) eine lokale Bedarfsplanung gemacht wurde und dabei festgestellt wurde, dass diese 11.000 Menschen ein Atomkraftwerk mit zwei Reaktorblöcken und insgesamt 2.400 MW (etwa 220 kW pro Einwohner) brauchen?
Merken Sie, wie unsinnig Ihre Aussagen sind?

Schließlich wurde auch das deutsche Übertragungsnetz und auch der europäische Stromverbund ja nicht aus Jux und Dollerei gemacht, sondern zum Ausgleich von lokalen Mangelsituationen, die dann durch Überschüsse an anderer Stelle gedeckt werden können (schließlich konnten große Kraftwerke auch ausfallen).
Außerdem war es wohl unmöglich, Atomkraftwerke oder Braunkohlekraftwerke direkt in den großen Städten zu errichten.

Zitat
Es mangelt überall an Speicher (Lager)- oder Netz(Transport)-Kapazitäten.
Das ist schlicht nicht wahr. Wäre dem so, dann hätten wir ständig Blackouts.

Dass in diesem Berechen in Zukunft Maßnahmen nötig sind, ist ja auch die Meinung aller.
Die Größenordnungen und die Art der Maßnahmen, darüber wird allerdings noch gestritten.
Hier hat eben die Bundesregierung keinen Plan oder womöglich auch keine Ahnung, so dass sie sich von Lobbyisten z.B. völlig überzogene Netzausbaupläne aufschwatzen lässt. Noch schlimmere "Beweggründe" und Absicht will ich mal nicht unterstellen.

Insofern stimme ich Ihnen ja zu, dass hier leider einiges verschleppt wird und von Merkel und Rösler auch vergeigt werden wird, wenn es so weiter geht.

Trotzdem ist Ihre Aussage, eine Bedarfsplanung bei der Errichtung von Ökostromkraftwerken wäre von Anfang an nötig gewesen, einfach falsch und unbegründet.
Titel: Re: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: PLUS am 22. Juli 2013, 23:50:10
Zitat
Es mangelt überall an Speicher (Lager)- oder Netz(Transport)-Kapazitäten.
Das ist schlicht nicht wahr. Wäre dem so, dann hätten wir ständig Blackouts.
@Supperhaase, man kann alles lächerlich machen wenn man nicht verstehen will. Ich denke ich habe ausreichend deutlich gemacht um was es geht. Wurden Isar 1/2 denn ohne Netzanbindung gebaut? Dass die Lichter noch nicht ausgingen ist kein Argument. Wenn sie ausgehen wäre es zu spät und der Schaden unkalkulierbar. Jeder kann sich die Katastrophe ausmalen. Hier auszugsweise ein Bericht u.a. zur Entwicklung der Netzeingriffe um den Blackout zu verhindern. Es wird zunehmend schwieriger:
Zitat
Die Liste mit dem roten Hinweis "Angespannte Netzsituation" ist ziemlich lang. Allein 60 kritische Vorkommnisse führt der ost- und norddeutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz seit Neujahr auf. Er steuert die Stromversorgung von 18 Millionen Menschen. Ebenso wie bei Tennet, Amprion und TransnetBW sind es die Netztechniker, die mit ganz neuen Belastungsproben fertig werden müssen. Es ist ein bisschen wie mit einem Schiff, das durch recht unbekannte See fährt – bisher sind die meisten gefährlichen Klippen erkannt worden.
...
Ein Beispiel zeigt aber, welche Herausforderungen es gibt, sobald Wetterprognosen daneben liegen oder Leitungen ausfallen. So kam es am 25. und 26. März dieses Jahres zu einer sehr angespannten Situation im Netz der Stromautobahnen. Über Stunden war der sichere Betrieb nicht mehr gewährleistet, betont die Netzagentur in ihrem neuen Bericht zur Lage von Oktober bis März. Das n1-Kriterium, wonach für den Ausfall einer Leitung eine Absicherung bereitstehen muss, konnte auf den 380-Kilovolt-Trassen von Remptendorf (Thüringen) nach Redwitz (Bayern) und Mecklar nach Dipperz (Hessen) nicht mehr erfüllt werden.

"Ursächlich war die Verbindung aus hoher Einspeisung aus Windenergie-und Photovoltaikanlagen von bis zu knapp 30 Gigawatt am 25. März 2013, vorwiegend im nördlichen Deutschland, und einer hohen Nichtverfügbarkeit konventioneller Kraftwerke im Süden", betont die Bundesnetzagentur. Windkraftanlagen mit einer Einspeiseleistung von 1390 Megawatt in der Zone von 50Hertz mussten gestoppt werden.

Ein solches Szenario ist es, welches die Mahner immer wieder anführen: zu viel Strom im Norden, zu wenig im Süden und somit eine gefährliche Schieflage im Netz. Gerade Hessen und Süddeutschland bleiben die Achillesferse.
..
Das Problem liegt in einer abnehmenden gesicherten Stromleistung. Sorgen bereiten der energieintensiven Industrie schon kurzzeitige Schwankungen. Der Kupferhersteller Aurubis machte 2012 Schlagzeilen, weil für zwei Millionen Euro Notstromaggregate gemietet wurden, damit die flüssige Schmelze bei Problemen nicht in den Öfen erstarrt und riesige Schäden verursacht. Weil sich viele Firmen wegen der weniger berechenbaren Versorgung sorgen, gibt es auch einen Trend zum Kauf eigener Kraftwerke.

Die rapide gestiegenen Netzeingriffe kosten jährlich hohe dreistellige Millionenbeträge. Daher ist auch der Netzausbau so wichtig. Es gilt: schnellerer Ausbau = weniger Eingriffe = weniger Kosten, die die Strompreise belasten. Zur Nagelprobe, ob der Atomausstieg im vereinbarten Zeitplan ohne Gefährdung der Versorgungssicherheit machbar ist, wird das Jahr 2015.

Dann soll das bayerische Atomkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz gehen. Dafür muss aber bis dahin die "Thüringer Strombrücke" zum Abtransport von Windstrom aus dem Osten fertig sein, denn sonst kann Strom im Süden fehlen. Allein wegen dieser fehlenden Leitung hat 50Hertz laut Geschäftsführer Boris Schucht jährliche Eingriffskosten von bis zu 100 Millionen Euro.
Titel: Re: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 07:41:37
Ein Beispiel zeigt aber, welche Herausforderungen es gibt, sobald Wetterprognosen daneben liegen oder Leitungen ausfallen. So kam es am 25. und 26. März dieses Jahres zu einer sehr angespannten Situation im Netz der Stromautobahnen. Über Stunden war der sichere Betrieb nicht mehr gewährleistet, betont die Netzagentur in ihrem neuen Bericht zur Lage von Oktober bis März. Das n1-Kriterium, wonach für den Ausfall einer Leitung eine Absicherung bereitstehen muss, konnte auf den 380-Kilovolt-Trassen von Remptendorf (Thüringen) nach Redwitz (Bayern) und Mecklar nach Dipperz (Hessen) nicht mehr erfüllt werden.

"Ursächlich war die Verbindung aus hoher Einspeisung aus Windenergie-und Photovoltaikanlagen von bis zu knapp 30 Gigawatt am 25. März 2013, vorwiegend im nördlichen Deutschland, und einer hohen Nichtverfügbarkeit konventioneller Kraftwerke im Süden", betont die Bundesnetzagentur. Windkraftanlagen mit einer Einspeiseleistung von 1390 Megawatt in der Zone von 50Hertz mussten gestoppt werden.
Ja, diese Situation haben wir hier schon diskutiert.
Lieber PLUS, warum bringen Sie wieder dieses Beispiel, obwohl Sie doch schon hier gelesen haben, was die Hintergründe dazu sind.
Sie müssten also wissen, dass dieses Beispiel keineswegs Ihre Argumentation stützen kann.

Es hat sich nämlich hier (wie immer) herausgestellt, dass die Darstellung der Netzbetreiber in den Pressemeldungen nicht die Wahrheit ist.
Es ist ja geradezu lächerlich, "wegen zu viel Strom im Norden und zuwenig Strom im Süden" dann im Norden einige Windkraftwerke abzuschalten, um das Problem des angeblichen Strommangels im Süden lösen zu wollen.
Mumpitz im Quadrat!
Die Netzbetreiber verkaufen das Volk und die Politik für blöd.

Das Problem war in Wahrheit so, dass wegen der durchlaufenden Braunkohlekraftwerke, die ihren in Deutschland aufgrund der hohen Ökostromproduktion nicht benötigten Strom nach Italien verkauft hatten, die Börsenstrompreise im Keller waren und sehr viel Strom nach Süden exportiert wurde. Auf der anderen Seite standen die süddeutschen Gaskraftwerke still ("hohe Nichtverfügbarkeit konventioneller Kraftwerke im Süden"), weil eben die Strompreise zu niedrig waren und die Gaskraftwerke nur mit Verlust hätten produzieren können.

Die angespannte Netzsituation war also keineswegs aufgrund von zu viel Windstrom entstanden, sondern aufgrund von zuviel Exportstrom, und zwar Braunkohlestrom.
Das vorhandene Netz hätte folglich für den Windstromtransport von Norddeutschland nach Süddeutschland ausgereicht, wenn man die Braunkohlekraftwerke im Norden gedrosselt hätte und diese nicht auf Deubel komm raus weiterproduziert und ihren Strom nach Italien verkauft hätten, ohne dass die Transportkapazitäten dafür vorhanden waren.
Insofern erscheint auch die Abschaltung von 1390 MW an Winkraftwerken nicht wirklich rechtmäßig. Der Windenergieverband kritisiert ja auch die oft ungerechtfertigeten Abschaltungen. Aber die Netzbetreiber können sich bei der aktuellen Gesetzeslage diese unnötigen Abschaltungen ja "leisten", denn sie können die Kosten auf die Netzentgelte der Verbraucher wälzen. Ein Unding.

Eine sichere Stromversorgung in Deutschland müsste Vorrang vor Stromexport genießen.
Dem ist leider in der aktuellen Gesetzeslage nicht so.
Das muss geändert werden.
Zum Beispiel durch eine Vorrausbuchungspflicht von Transportkapazitäten für Exportstrom im Nachrang zur nationalen Stromversorgung, durch ein Verbot der Wälzung der Entschädigungszahlungen an Ökostromkraftwerke auf die Netzentgelte, und durch Erhebung von Netzentgelten und EEG-Umlage auf Exportstrom, so dass Export unattraktiver wird und an den Energiewendekosten beteiligt wird.

Wie man an diesem Beispiel auch wieder sieht, ist die Thüringer 380kV-Strecke wohl hauptsächlich wegen der Braunkohlekraftwerke nötig, damit die ungehindert exportieren können, wenn ihr Strom in Deutschland nicht gebraucht wird.
Für die Energiewende, also die Windkraft ist sie offenbar gar nicht zwingend erforderlich.
Zumindest bisher nicht.
Es mag allerdings sein, dass sie nach der Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld nötig sein wird.

Man darf den Netzbetreibern nicht mehr glauben, sie verfälschen mit jeder Pressemeldung die Wahrheit und machen Lobbyarbeit gegen die ihnen teils noch verhasste Ökoenergie (die Verbandelung mit den großen Kraftwerksbetreibern und Konzernmüttern ist immer noch sehr eng) und für ihr Geschäft: Möglichst viel Netzausbau für möglichst viel staatlich garantierte Rendite. Ob die Leitungen wirklich gebraucht werden, interessiert die Netzbetreiber gar nicht.

Aber wir sollten das Thema hier nicht weiter auswalzen, denn es geht hier eigentlich um Atomstromsubventionen.
Titel: Re: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: PLUS am 23. Juli 2013, 08:45:01
Mumpitz im Quadrat!
Die Netzbetreiber verkaufen das Volk und die Politik für blöd. Das Problem war in Wahrheit so, ...
@Supperhaase, wie immer, sonst verkauft das Volk niemand für blöd? ;)

Behalten Sie Ihre "Wahrheit", sie ist einseitig und nicht einmal die halbe.  Mehr kann man wohl aus der Perspektive eines PV-Protagonisten und Front-Propagandisten nicht erwarten. Weiter mit der Kernspaltung und den Subventionen. ;)
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: Stromfraß am 23. Juli 2013, 09:28:21
Dass das Volk tagtäglich für dumm verkauft wird, wissen wir und ist eine Binsenweisheit.
Warum sollten da die Netzbetreiber abseits stehen?

Wenn es sich aber hinsichtlich der "angespannten Situation im Netz der Stromautobahnen" tatsächlich so zugetragen hat, wie von Superhaase geschildert -und ich zweifle nicht daran, dass er gewissenhaft recherchiert hat- dann, ja dann, kann das nicht einfach so hingenommen werden.
Mögliche Schlussfolgerungen hat er ja selbst genannt:

Zitat
Eine sichere Stromversorgung in Deutschland müsste Vorrang vor Stromexport genießen.
Dem ist leider in der aktuellen Gesetzeslage nicht so.
Das muss geändert werden.
Zum Beispiel durch eine Vorrausbuchungspflicht von Transportkapazitäten für Exportstrom im Nachrang zur nationalen Stromversorgung, durch ein Verbot der Wälzung der Entschädigungszahlungen an Ökostromkraftwerke auf die Netzentgelte, und durch Erhebung von Netzentgelten und EEG-Umlage auf Exportstrom, so dass Export unattraktiver wird und an den Energiewendekosten beteiligt wird.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 09:44:05
... wie von Superhaase geschildert -und ich zweifle nicht daran, dass er gewissenhaft recherchiert hat- ...
Naja, gewissenhaft recherchiert habe ich dazu nicht.
Auch meine Aussagen hier sind immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. :)
Ich habe lediglich die nach solchen Pressemeldungen der Netzbetreiber folgenden Meldungen aus der zweiten Reihe subsummiert.
Ich möchte auch nicht behaupten, dass ich da alles bis in letzte Detail das richtig wiedergegeben habe.
Trotzdem bin ich aber überzeugt, dass meine Zusammenfassung des Ereignisses sehr, sehr viel näher an der Wahrheit liegt, als die Propaganda-Pressemeldungen der Netzbetreiber.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 23. Juli 2013, 10:05:18
@Stromfraß, was plappern Sie eigentlich sonst noch so nach? Wie wäre es denn Ihrerseits mit "gewissenhaft recherchieren"?  Mit Wahrheit und mit "gewissenhaft recherchieren"  hat diese einseitige Solaristensicht wenig zu tun. Auch die Berichte der Netzbetreiber muss man sich genau ansehen. Die Berichte der Netzbetreiber sind für mich aber immer noch weit glaubwürdiger als die tendenziösen Supperhaasen-Beiträge hier im Forum.

Glauben Sie wirklich, dass wenn man den Stromexport sanktioniert oder sporadisch verbietet, dadurch die Stromversorgung in Deutschland sicherer wird? Wer betätigt da wann die Schieber an den Grenzen?  Die Ideologen, die EE-Lobby, das Kanzleramt, die AOK? Wie soll das dann beim Import aussehen, genau so? Rolle Rückwärts, zurück ins Mittelalter?!
Was für eine "Gesetzeslage" soll das werden? Glauben Sie wirklich, dass man mit solchen  planverwaltungswirtschaftlichen "Schlussfolgerungen" dem Ziel einer sicheren, preisgünstigen, verbraucher- und umweltfreundlichen Versorgung in Deutschland und Europa näher kommt?

Dass Planverwaltungswirtschaft gewaltig in die Hosen geht sehen Sie bereits am deutschen EEG-Beispiel. Ex- und Import braucht immer Partner, die nicht jedes blöde Spiel mitmachen müssen. Es gibt bei der Stormversorgung letztendlich nur eine europäische Lösung. Daran ändern auch die werbewirksam herausgestellten fast autarken Energiedörfer und diversen Energiewenden in den Bundesländern nichts.  Bei diesem dümmlichen Wettbewerb wo das gemeinsame Ziel längst aus den Augen ist und  jeder in eine andere Richtung zu einem anderen Ziel rennt, gibt es keine Gewinner! Verlieren werden dabei zuerst die Verbraucher, die die Zeche zahlen sollen. 

Zitat
Naja, gewissenhaft recherchiert habe ich dazu nicht. Auch meine Aussagen hier sind immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. :)
@Supperhaase, schön, alle Achtung und meine Anerkennung, dass Sie Ihren Beitrag wenigstens soweit relativieren.  :)
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: superhaase am 23. Juli 2013, 13:08:49
@Stromfraß, was plappern Sie eigentlich sonst noch so nach? Wie wäre es denn Ihrerseits mit "gewissenhaft recherchieren"?  Mit Wahrheit und mit "gewissenhaft recherchieren"  hat diese einseitige Solaristensicht wenig zu tun.
Aber alle Ihre Beiträge hier sind natürlich gewissenhaft recherchiert.
Klaro!  ;D

Wenn das Nachplappern von Netzbetreiber-Propaganda trotz des Wissens, dass diese schon längst als falsch entlarvt wurde, bei Ihnen unter "gewissenhaft" läuft, dann prost!
Ihr Gewissen ist schon erstaunlich.
Titel: Re: Subventionen für AKWs
Beitrag von: PLUS am 23. Juli 2013, 13:15:51
Wenn das Nachplappern von Netzbetreiber-Propaganda trotz des Wissens, dass diese schon längst als falsch entlarvt wurde, bei Ihnen unter "gewissenhaft" läuft, dann prost! Ihr Gewissen ist schon erstaunlich.
@Supperhaase,  Sie haben "entlarvt"! Mehr muss man da nicht wissen. Was Lobbyisten "entlarven" muss man nicht ernst nehmen und mein Gewissen geht Sie gar nichts an. 
Titel: Re: Stutzig im Detail bis zur Kernspaltung
Beitrag von: Wolfgang_AW am 23. Juli 2013, 20:42:45

Die Netzbetreiber verkaufen das Volk und die Politik für blöd.

Das Problem war in Wahrheit so, dass wegen der durchlaufenden Braunkohlekraftwerke, die ihren in Deutschland aufgrund der hohen Ökostromproduktion nicht benötigten Strom nach Italien verkauft hatten, die Börsenstrompreise im Keller waren und sehr viel Strom nach Süden exportiert wurde. Auf der anderen Seite standen die süddeutschen Gaskraftwerke still ("hohe Nichtverfügbarkeit konventioneller Kraftwerke im Süden"), weil eben die Strompreise zu niedrig waren und die Gaskraftwerke nur mit Verlust hätten produzieren können.

Die angespannte Netzsituation war also keineswegs aufgrund von zu viel Windstrom entstanden, sondern aufgrund von zuviel Exportstrom, und zwar Braunkohlestrom.


Kohlekraftwerke treiben deutschen CO2-Ausstoß (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kohle-meiler-treiben-deutschen-co2-ausstoss-a-912724.html)

Zitat
Die Konzerne lassen ihre Kraftwerke auch laufen, um das stetige Sinken ihrer Stromabsätze abzubremsen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eu-papier-warnt-vor-panikmache-bei-stromversorgung-a-911798.html). Da Ökostrom in den Netzen Vorfahrt hat, werden Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke immer weniger Elektrizität los. Hinzu kommt, dass Europas Industrie wegen der Euro-Krise weniger produziert und entsprechend weniger Strom nachfragt.
Der Dauerbetrieb der Altmeiler hat Folgen: Der deutsche Stromexport in andere europäische Länder hat sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.
"Wir produzieren in Deutschland immer mehr schmutzigen Kohlestrom, der für unsere Energieversorgung gar nicht gebraucht wird", kritisierte Grünen-Vize-Fraktionschefin Bärbel Höhn. Der Anstieg der Kohleverstromung decke sich fast vollständig mit den Zuwächsen beim Stromexport. Klimaschutz werde systematisch vernachlässigt.
Hervorh. durch Wolfgang_AW


Man lese auch den verlinkten Artikel "EU Papier warnt vor Panikmache bei Stromversorgung"


Vielleicht bringen die Atommeiler ja auch noch einen fetten Batzen ein?

Zitat aus dem genannten Artikel: "Die Energieriesen drohen also mit Massenabschaltungen - in Wahrheit klammern sie sich an jeden Strohhalm, um diese zu verhindern."


Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW