Forum des Bundes der Energieverbraucher

Energiepolitik => Erneuerbare Energie => Thema gestartet von: Wolfgang_AW am 11. April 2013, 15:45:07

Titel: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 11. April 2013, 15:45:07
Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen (http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article115120959/Wirtschaft-Kompakt-II.html)

Zitat
Der von der Branche befürchtete Einbruch bei Neuinstallationen von Solarmodulen bleibt offenbar aus. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) veröffentlichte auf der Hannover Messe vorläufige Zahlen für März. Demnach wurden Solarmodule mit einer Kapazität von 290 Megawatt in Deutschland neu installiert. Das liegt nur wenig unter den 340 Megawatt aus dem März 2011.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 11. April 2013, 18:11:28
Bezug auch zum Beitrag und den LINKS hier: http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18179.msg99630.html#msg99630

Zitat
Der von der Branche befürchtete Einbruch bei Neuinstallationen von Solarmodulen bleibt offenbar aus.
@Wolfgang_AW, geht es Ihnen um die Solarbranche? Sind Sie deren Vertreter hier im Forum? Was wurde und wird denn von den Verbrauchern befürchtet? 
Zitat
Von solchen Einspeisevergütungen für Solarstrom können die Deutschen nur noch träumen. 37,7 Yen erhalten Solarwirte in Japan pro produzierter Kilowattstunde Sonnenstrom – das sind umgerechnet aktuell 29 Cent.
Na, wenn es um die Solarweltmeisterschaft und Spitzensubventionen in der Welt geht, sollte man die weiter ungebremsten irrsinnigen Instellationen hierzulande nicht vergessen und dass Deutschland 2004 bei Kleinanlagen mit 57,4 ct/kWh begonnen hat. Diese werden noch bis 2024 bezahlt. Der helle Wahnsinn (http://www.energie-studien.de/uploads/pics/DLR_etal_Bruttobeschaeftigung2011_Investitionen_mrz12.jpg) wird ungebremst fortgesetzt.
Zitat
Die Gefahr der attraktiven Förderung ist nur: Am Ende könnte den Japanern ähnliches wie den Deutschen passieren. Das Fördersystem fliegt ihnen um die Ohren. Schon jetzt fragen sich die ersten deutschen Branchenexperten, ob Japan denn nichts von Deutschland gelernt habe.
Und man hat da offensichtlich in Japan doch schon etwas geschnallt. Ein Ausschuss des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) hat bereits  vorgeschlagen, die Solarstrom-Einspeisevergütung im Haushaltsjahr 2013, das am 1. April begann, um 9,5 - 10 % zu kürzen.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Netznutzer am 11. April 2013, 22:52:38
@ plus

Zitat
Na, wenn es um die Solarweltmeisterschaft und Spitzensubventionen in der Welt geht, sollte man die weiter ungebremsten irrsinnigen Instellationen hierzulande nicht vergessen und dass Deutschland 2004 bei Kleinanlagen mit 57,4 ct/kWh begonnen hat. Diese werden noch bis 2024 bezahlt. Der helle Wahnsinn wird ungebremst fortgesetzt.

Seien Sie nicht so bescheiden, es waren bis zu 62,4 ct/kWh möglich, Fassadenbonus sei dank.

Gruß

NN
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 12. April 2013, 15:07:42
Es gab und gibt schon wirklich skurrile und unsinnige Auswüchse beim EEG. Der Fassadenbonus war sicherlich so ein völlig blödsinniges Element, das eigentlich durch nichts zu rechtfertigen war.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 13. April 2013, 16:27:11

@Wolfgang_AW, geht es Ihnen um die Solarbranche? Sind Sie deren Vertreter hier im Forum? Was wurde und wird denn von den Verbrauchern befürchtet?

Werter <PLUS>, ich stellte lediglich einen Artikel ein, der besagt, dass Japan für die Förderungen der EE ein ähnliches Modell gewählt hat wie Deutschland.

Er zeigt weiterhin, dass die japanische Regierung hinsichtlich ihres EEG's offensichtlich lernfähig ist und rechtzeitig Einbremsungen vornimmt, welche bei uns verzögert vorgenommen oder gar durch bestimmte Auswüchse konterkariert wurden.

Was meine Person anbelangt geheimnissen Sie alles übrige hinein. Ich nehme die Solarbranche ebenso wichtig wie die Wind-/Biomasse-/Heizkessel-/Dämm-/KWK- und andere Branchen. Allerdings liegen mir in meiner Einstellung die EE näher als die Kohle- oder Atomindustrie.

Weiter versuche ich, die Dinge mit einer gewissen Distanz zu betrachten, meine emotionale "Eindringtiefe" hält sich im Gegensatz zu Ihnen in Grenzen.

Sie ignorieren ja standhaft, dass Ihnen die Foristen die den EE näher sind, in vielen Punkten, die aus dem Ruder gelaufen sind zustimmen.
 
Aber das polemisieren bereitet Ihnen offensichtlich Freude, macht Ihre Anliegen aber nicht wirklich verständlicher - im Gegenteil - oftmals kann man überhaupt nicht mehr erkennen was Sie mir/uns nun im Grunde wirklich sagen wollen, da die Gegenvorschläge meistens fehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 13. April 2013, 17:49:48
Ich nehme die Solarbranche ebenso wichtig wie die Wind-/Biomasse-/Heizkessel-/Dämm-/KWK- und andere Branchen. Allerdings liegen mir in meiner Einstellung die EE näher als die Kohle- oder Atomindustrie.
Richtig, ich mache da Unterschiede. Bei der PV ist der Aufwand für die Verbraucher riesig, die Sicherheit und der Nutzen der Versorgung dagegen bescheiden. Man kann das nachlesen.
Allerdings liegen mir in meiner Einstellung die EE näher als die Kohle- oder Atomindustrie.
Zitat
Na na, Sie unterstellen damit, das sei nur bei Ihnen so? Ich bin schon länger im Forum unterwegs. Lesen Sie mal hier:
http://forum.energienetz.de/index.php/topic,14902.msg77304.html#msg77304
Sie ignorieren ja standhaft, dass Ihnen die Foristen die den EE näher sind, in vielen Punkten, die aus dem Ruder gelaufen sind zustimmen.
Ich ignoriere nichts. Machen werden allerdings erst durch die unausweichlichen harte Fakten ein bisschen vom Saulus zum Paulus, wenn es nicht mehr anders geht. ;)
Aber das polemisieren bereitet Ihnen offensichtlich Freude, macht Ihre Anliegen aber nicht wirklich verständlicher - im Gegenteil - oftmals kann man überhaupt nicht mehr erkennen was Sie mir/uns nun im Grunde wirklich sagen wollen, da die Gegenvorschläge meistens fehlen.
Weder polemisiere ich noch fehlt es an Gegenvorschlägen. Nichts für ungut, aber hier ignorieren Sie, @Wolfgang_AW.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 15. April 2013, 18:57:33
http://www.transparency.eex.com/de/

Heute mittag betrug die PV-Einspeisung 22 GW.

Da bildet die konventionelle Erzeugung schon ein Mittagstal aus.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 15. April 2013, 21:03:57
Heute mittag betrug die PV-Einspeisung 22 GW.
Da bildet die konventionelle Erzeugung schon ein Mittagstal aus.
@Energiesparer51, nicht schon wieder! Jetzt warten Sie doch erst mal bis zum sonnigen Augustsonntag und an der Küste weht noch eine steife Brise, erst dann wirds richtig lustig mit der Weihnachtsgans. 

.. und zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang:

Finster war’s, der Mond schien helle,
Auf der grünen, schneebedeckten Flur,
Als ein Wagen mit Blitzesschnelle,
Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen sass eine alte Schachtel,

Zählte kaum noch zwanzig Jahr,
Neben ihr ein blonder Jüngling,
Blondgelockt sein schwarzes Haar.
Und der blondgelockte Jüngling

Mit dem rabenschwarzen Haar

Sass auf einer blauen Kiste,
Die schwarz angestrichen war.
Draussen standen viele Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft.

Als ein totgeschossner Hase

Rasend durch die Felder lief.
PS dazu passt:
Handelsblatt Titel am 16. April 2013

Der neue Stress mit dem Strom
Fluch der Energiewende:

Auf einmal gibt es nicht zu wenig, sondern zu viel Wind- und Solarstrom.
Ende März drohte der Kollaps, zeigen Berichte der Bundesnetzagentur. Es fehlen Leitungen und Stromspeicher. (http://www.handelsblatt-shop.com/images/HB_titel_130416.jpg)

Titelseite und Seiten 4 und 5:
Zitat
Das Geschäft mit dem Strom ist unsicher und unkalkulierbar geworden. Das liegt an der Energiewende:
Anders als von vielen befürchtet, sorgen Wind und Sonne nicht für zu wenig, sondern für zu viel Strom.
Die Folge: Stress im System. Die Bonner Behörde führt auf, Ende März seien "mehrmals hohe Anstiege der Gesamteinspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen" zu verzeichnen gewesen. Am 24. März gab es sogar einen Rekord: Wir erleben immer häufiger Stress-Situationen, die nur noch schwer beherrschbar sind.
Ein Netzbetreiber An jenem Sonntag wurde mehr Wind- und Sonnenstrom eingespeist als jemals zuvor.
Das mag aus Sicht der Betreiber von Windrädern und Photovoltaikanlagen ein Erfolg sein. Die Betreiber der Übertragungsnetze jedoch bringt der Überfluss zur Verzweiflung: Die Netze können die riesigen Strommengen nicht mehr aufnehmen.

Irrtum liebes Handelsblatt, anders als von vielen aus Eigennutz und Ideologie bestritten, war diese Entwicklung für Realisten doch längst sichtbar ... und der Stress wird größer - ungebremst (siehe oben):

Der helle Wahnsinn (http://www.energie-studien.de/uploads/pics/DLR_etal_Bruttobeschaeftigung2011_Investitionen_mrz12.jpg) wird ungebremst fortgesetzt.
Es wird sowohl zu viel als auch zu wenig Strom geben. Einmal glühen die Drähte und einmal bleiben sie kalt. Sonne und Wind richten sich nun mal nicht nach dem Bedarf. Und der sonnige Überschuß vom Augustsonntag nützt für die Weihnachtsbeleuchtung nichts. Es gibt sie nicht, die Speicher, schon gar nicht solche die sich rechnen. Z.B. dezentrale GuD-Kraftwerke hat man mit dieser chaotischen und extremen EE-Wenden-Förderpolitik verhindert. Der grün ideologisch eingefärbte Profit zu Lasten Dritter hatte Vorrang. Die Zeche muss bezahlt werden. Von wem? So wie das im EEG für die nächsten zwanzig Jahre  fixiert ist, ist das noch nicht endgültig beantwortet! Da bin ich mir sicher!
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 16. April 2013, 08:41:19
laut dem "Fachmagazin" Focus

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/netzbetreiber-mussten-eingreifen-stromnetz-wackelte-im-maerz-bedenklich_aid_961120.html ,

das dies unter "Immobilien" einsortiert, waren es an dem Tag 32,9 GW. Das war sicher nicht mehr als verbraucht wurde und daher an sich nicht zuviel Strom.

Zitat
An diesem Tag betrug der Spitzenwert der Einspeisung 32,9 Gigawatt. Der bisherige Höchstwert stammt aus dem vergangenen Jahr. Er betrug 31,6 Gigawatt.

wie man hier http://www.transparency.eex.com/de/freiwillige-veroeffentlichungen-marktteilnehmer/stromerzeugung/Erzeugung-des-Vortages für den 24.3. nachsehen kann, wurde die Erzeugung aus Braunkohle immerhin von ca. 18 GW (23 Uhr) auf unter 12 GW (11 Uhr) reduziert.  :'(




Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 16. April 2013, 09:45:16
laut dem "Fachmagazin" Focus

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/netzbetreiber-mussten-eingreifen-stromnetz-wackelte-im-maerz-bedenklich_aid_961120.html ,

das dies unter "Immobilien" einsortiert, waren es an dem Tag 32,9 GW. Das war sicher nicht mehr als verbraucht wurde und daher an sich nicht zuviel Strom. ...

"Nicht zuviel Strom", ja dann ist ja alles gut. @Energiesparer, Sie trauen wohl doch eher den sonnigen Pseudowissenschaftlern.  ;)
Warten auf den BLACKOUT - Morgen ist es zu spät!
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 16. April 2013, 10:04:30
Die Artikel sind wieder einmal völliger Dummsprech.
Was ist daran schlimm, wenn Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke vorübergehend gedrosselt oder vom Netz genommen werden müssen?
Ist das nicht der Sinn der Energiewende?
Was nützt einen "Energiewende", wenn die alten Drecksschleuder-Kraftwerke ungebremst weiter betrieben würden?

Und falls es zu einer Gefahr der Netzinstabilität kommt, so ist der Netzbetreiber berechtigt und verpflichtet, einzugreifen und auch Windparks oder PV-Parks zu drosseln.
Im Gegensatz zu der dämlichen Darstellung in den Artikeln ist das aber keine Katastrophe, sondern es ist so vorgesehen und vor allem auch so vorausgesehen worden.
Man wusste, dass es zu solchen Situationen kommen wird, und hat sich darauf sowohl gesetzlich als auch technisch vorberreitet.
Es ist auch völlig klar, dass es mit weiterem Ausbau der erneuerbaren Energien immer öffter zu solchem "Eingreifen" der Netzbetreiber kommen wird, ja kommen muss und auch soll.
Das ist aber keine Katastrophe, sondern so gewollt und wird in Zukunft ganz normales Tagesgeschäft sein.
Das ist das Ziel der Energiewende: konventionelle Kraftwerke immer öfter abzuschalten, nämlich immer dann, wenn genug Wind- oder Solarstrom erzeugt wird.

Es ist klar, dass dies die Kraftwerksbetreiber ärgert, denn sie können ihren dreckigen Strom dann nicht mehr exportieren, wenn die NEtze ihn nicht abtransportieren können.
Auch die Netzbetreiber würden gerne noch mehr Strom transportieren und noch mehr Leitungen bauen, schließlich bringt das einen schönen gesetzlich garantierten Profit.
Allerdings ist das eben nicht das Ziel der Energiewende und die Politik sollte sich davor hüten, sich von den Netzbetreibern für dumm verkaufen zu lassen.
Wir brauchen die meisten der propagierten neuen Stromleitungen nicht, denn sie würden nur den Altkraftwerksbetreibern dazu dienen, ihren dreckigen Strom zu exportieren. Ein solcher Netzausbau ist unnötig und verursacht unnötige Kosten.
Die alten DreckschleuderKraftwerke immer öfter zu drosseln und vom Netz zu nehmen, muss das Ziel sein.
Alles andere ist doch leicht druchschaubarer Mumpitz.

Man darf also die Panikmache und den aufgeblasenen Popanz der Netzbetreiber und der Atom- und Kohlelobby getrost unter billiger, dämlicher Propaganda ablegen und muss es nicht weiter beachten.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 16. April 2013, 14:51:20
Die Artikel sind wieder einmal völliger Dummsprech.
....
..
Alles andere ist doch leicht druchschaubarer Mumpitz.

Man darf also die Panikmache und den aufgeblasenen Popanz der Netzbetreiber und der Atom- und Kohlelobby getrost unter billiger, dämlicher Propaganda ablegen und muss es nicht weiter beachten.
Die Artikel sind wieder einmal völliger Dummsprech.
............
Alles andere ist doch leicht druchschaubarer Mumpitz.
Man darf also die Panikmache und den aufgeblasenen Popanz der Netzbetreiber und der Atom- und Kohlelobby getrost unter billiger, dämlicher Propaganda ablegen und muss es nicht weiter beachten.
@superhaase, "völliger Dummsprech, Dreckschleuder, dämliche Darstellung, Mumpitz, Panikmache, aufgeblasener Popanz, dämliche Propaganda".... . . . ..

. . ..... Nichts Neues, aber genau das war von Ihnen zu erwarten.

Lesen Sie mal zur Entspannung den Techno-Thriller von Marc Elsberg zum Thema (http://de.wikipedia.org/wiki/Blackout_%E2%80%93_Morgen_ist_es_zu_sp%C3%A4t)

Hier gibt es eine Leseprobe (pdf) (http://www.buchhandel.de/WebApi1/GetMmo.asp?MmoId=2082353&mmoType=PDF&isbn=9783764504458)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 16. April 2013, 17:46:39
@PLUS:

Sie wissen ja schon, dass ich dämliche Propaganda auch gerne als solche bezeichne.
Das ist nichts neues.

Wenn Sie noch etwas zur Sache zuu sagen hätten und meine Aussagen bekräftigen oder womöglich gar widerlegen möchten, dann tun Sie das bitte!

Kleine Hilfe: Meine Kernaussage war, dass die als so katastrophal schlimm dargestellten Netzeingriffe der Netzbetreiber zur Abschaltung oder Drosselung von Kraftwerken ganz selbstverständlich sind und auch vorausgesehen wurden. Und dass diese immer häufiger werden, was auch schon vorausgesehen und auch gewollt ist.
Schließlich geht es nicht anders, wenn die Braunkohle- und Atomstromerzeuger auf Teufel komm raus produzieren und exportieren wollen, ohne dass sie sich um die dafür nötigen Netzkapazitäten kümmern müssen.
Immer dann, wenn genug Strom im deutschen Netz ist, ist gut ... und dann ist auch Schluss. Punkt. Ökostrom hat gesetzlich Vorrang. Zusätzlicher dreckiger Braunkohle- und Atomstrom wird dann nicht gebraucht. Die in dem Moment nicht benötigten Kraftwerke müssen dann vom Netz.
Aus die Maus.
Es gibt kein Recht auf beliebig hohe Stromproduktion für den Export. Schon gar nicht, wenn die Kraftwerksbeteiber nicht für die dazu zusätzlich nötigen Netzkapazitäten und -kosten aufkommen wollen.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Cremer am 17. April 2013, 08:38:07
@PLUS,

guter Hinweis für superhaase auf das Buch "morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg, dieses zu lesen. Ich glaube das hat er noch nicht:-(
Die Schilderung bzgl. Einbruch in die Steuersysteme und der Ablauf der Folgen ist sehr realistisch dargestellt.

@superhaase,

haben Sie schon mal gesehen, wie für so scheiß Windmühlen die Wälder durchwühlt werden?
Es werden da große Schneisen für besfestigte Wege in die Wälder geschlagen nur um an einer bestimmten Stelle für den Aufbau dieser Räder mit schwerem Gerät wie überlange Tieflader, Rieserkräne zu gelangen?
Pro Windrad müssen ca. 2.000 Quadratmeter Wald gerodet werden und zusätzlich riesige Schneisen für den Wegebau und Leitungen geschlagen werden.
Ganz zu schweigen von normalen LKW und Bagger für die Herstellung von Fundamenten.
Die Zerstörung der Waldfauna und das eindringen in den Lebensraum der Tiere ist wohl nicht bearchtenswert?

http://www.windkraftgegner.de/

Und das alles unter dem Deckmäntelchen der erneuerbaren Energien! Das ist doch nur die reinste Profitgier !!!

Schauen Sie sich mal an, wenn Sie die A 61 in der Höhe bei Rheinböllen fahren, wie da westlich der Autobahn der erste Höhenzug des Soonwaldes "Hochsteinchen" von jetzt 10 Windmühlen durchschnitten wird. 5 dieser Dinger stehen oben drauf, die anderen mit einer etwas kleineren Leistung (kleinere Generatorkabinen) stehen rund an den Hängen des Hochsteinchens.
Ist das noch mit ökologischen Gründen und Erneuerbare Energien vereinbar?
Ich sage Nein !!
Was ein Glück, es gibt eine Bürgerinitiative die den weiteren Ausbau der Windräder auf den Höhen des Soonwaldes verhindern wollen.
 
http://www.bisoon.de/der-soonwald.html

Schluss mit dem weiteren Ausbau der Wind- und Photovoltarik in Deutschland !
Es reicht jetzt, auch was die installierte Leistung der EEG betriftt !!
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 17. April 2013, 11:03:04
@superhaase,
haben Sie schon mal gesehen, wie für so scheiß Windmühlen die Wälder durchwühlt werden?
Möchten Sie das vergleichen mit der Durchwühlung der Landschaft beim Braunkohletagebau?
Oder beim Uranabbau? Oder bei der Erdgaslieferung (Pipeline) aus Sibirien bis nach Deutschland?
Gerne!
Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.

Zitat
Die Zerstörung der Waldfauna und das eindringen in den Lebensraum der Tiere ist wohl nicht bearchtenswert?
Niemand sagt, dass die Umweltbeeinträchtigungen durch Windkraftanlagen nicht beachtenswert wären.
Es gibt auch eine Menge Vorschriften, die beim Windkraftwerkbau auf ökologische Aspekte achten.

Die Umweltbeeinträchtigungen von Windkraftanlagen werden auch beachtet und gegen Umweltbeeinträchtigungen anderer Stromerzeugungsarten abgewogen.
Dass nun Windkraft und Photovoltaik geringere Umweltbeeinträchtigungen mit sich bringen als Kohleverstromung, Erdgasverstromung und Atomstrom ist wohl unstreitig.

Außerdem vergessen Sie hierbei:
Kohle, Gas und Uran sind nicht unbegrenzt vorhanden. Sie werden zur Neige gehen und im Laufe der nächsten Jahre immer teurer und schließlich unbezahlbar werden, wenn die ganze Welt nur auf diese Energieträger setzt.
Es ist also schon allein aus wirtschaftlichen Gründen geboten, möglichst bald auf erneuerbare Energien umzustellen, bevor der Strom wirklich unbezahlbar wird.

Zitat
Und das alles unter dem Deckmäntelchen der erneuerbaren Energien! Das ist doch nur die reinste Profitgier !!!
Jetzt lassen Sie sich doch nicht von der dummen Polemik von PLUS anstecken!  ::)
Was soll denn immer der Blödsinn mit der Profitgier?
Oder wollen Sie hier behaupten, die Kohle- und Atomstromerzeuger verkaufen ihren Strom aus reinem Altruismus heraus und machen keinen Profit?

Zitat
Schluss mit dem weiteren Ausbau der Wind- und Photovoltarik in Deutschland !
Es reicht jetzt, auch was die installierte Leistung der EEG betriftt !!
Es reicht noch lange nicht.
Um das erklärte Ziel eine nachhaltigen Stromversorgung zu erreichen werden in Deutschland noch viele Gigawatt and Windkraftleistung und Photovoltaikleistung zugebaut werden.
Das ist nach aktuellem Wissenstand unausweichlich, denn es sind keine anderen nachhaltigen Energiequellen in Sicht, die ausreichendes Potential haben, und den Energiebedarf zu decken.
Besser also, Sie versuchen, sich mit dem Gedanken anzufreunden.
Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich entgegen Ihrer Abscheu ggü. Windkraftanlagen einzureden versuchen, wie schön doch so ein ästhetisches und schlankes Windkraftwerk in der Landschaft aussieht, im Vergleich zu Großkraftwerken, Braunkohlebaggern und Tagebaugruben. ;)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 17. April 2013, 11:53:22
Es ist also schon allein aus wirtschaftlichen Gründen geboten, möglichst bald auf erneuerbare Energien umzustellen, bevor der Strom wirklich unbezahlbar wird.
Aus wirtschaftlichen Gründen ist geboten dabei das ökonomische Prinzip (http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/%C3%B6konomisches-prinzip/%C3%B6konomisches-prinzip.htm) nicht aus den Augen zu verlieren. @superhaase, da steht die Photovoltaik in unseren Breiten konträr dagegen. Es gibt kaum einen krassern Gegensatz. Das EEG gehört dazu. Warum zahlen denn die normalen Verbraucher die höchsten und weiter steigenden Stormpreise. Für immer mehr schon heute unbezahlbar! Die Risiken und Nebenwirkungen hat man ausgeblendet und eine irrsinnige Förderorgie zu Lasten Dritter veranstaltet. Gefragt und gelesen hat man nichts .. analog .."Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker"
Jetzt lassen Sie sich doch nicht von der dummen Polemik von PLUS anstecken!  ::) Was soll denn immer der Blödsinn mit der Profitgier? Oder wollen Sie hier behaupten, die Kohle- und Atomstromerzeuger verkaufen ihren Strom aus reinem Altruismus heraus und machen keinen Profit?
@Superhaase, halten Sie sich zurück. Das ist kein Blödsinn, die Profitgier in Allianz mit einer fanatischen Ideologie ist das größte Übel. Von Altruismus war nicht die Rede sondern von generierter Unwirtschaftlichkeit und künstlichem Profit zu Lasten Dritter.
Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich entgegen Ihrer Abscheu ggü. Windkraftanlagen einzureden versuchen, wie schön doch so ein ästhetisches und schlankes Windkraftwerk in der Landschaft aussieht, im Vergleich zu Großkraftwerken, Braunkohlebaggern und Tagebaugruben.
Ja klar, wie immer schön im Tarnen und Täuschen. Es ist nicht das eine schlanke Windrad in der Landschaft. Wenn man sich nicht nur das eine Windrad vor Augen hält, sondern sich die vielen Windräder vorstellt, die notwendig sind, dann hat der Einwand von @Cremer, der sich um die Umwelt und die Landschaft sorgt, im Kern doch seine legitime Berechtigung. Die Windräder sind dazu ja nicht alleine in der Landschaft. Die sogenannten erneuerbaren Energien mit "ÖKO" und "BIO" kommen zusätzlich mit ihren diversen Einflüssen auf die Landschaft, die Umwelt oder das Klima dazu. Ein Großteil von Bayern ist dazu auch noch verspiegelt und der profitgierige Rest der Republik nimmt das als Vorbild  ;). Bezahlbar? Die ausgewiesene EEG-Umlage und die weiteren Nebenwirkungen auf der Stromrechnung sind selbst mit aufgesetzter Sonnenbrille nicht mehr zu übersehen.  ;)

Man hat schon mehrfach gerechnet und unterschiedlich verglichen, z. B. auch die Tagesschau (http://www.tagesschau.de/ausland/strahlung128.html). Es ist nicht in Ordnung, wenn man ein Windrad, mit einem AKW oder KKW vergleicht. Wie oft eigentlich noch. Wann das letzte AKW in Deutschland abgeschaltet wird steht schon fest. Es sind vermutlich Reflexe, man kann es nicht mehr lassen.

Ein Kernkraftwerk mittlerer Größe produziert ca. 1.200 Megawatt Strom pro Stunde. Eine Windkraftanlage kommt auf etwa 6 Megawatt. Aber es gibt dafür nicht immer genug Wind und es herrscht auch manchmal Flaute. Im Jahr 2009 haben alle Atomkraftwerke in Deutschland 135 Millionen Megawatt Strom produziert und die 21.000 Windkraftanlagen etwa 38,6 Millionen Megawatt. Wenn man diese realen Werte zugrunde legt, sieht man, dass mehr als 4.300 Windräder ein Atomkraftwerk rechnerisch(!) ersetzen. Würde man diese in einer Reihe und mit einem Abstand von 210 Metern aufstellen, dann wäre die Reihe 903 Kilometer lang, die Strecke von Flensburg nach München.

Wenn noch mehr PV und Windräder rücksichtslos gebaut werden dürfen, ohne dass sich die Betreiber um die Stromnutzung und um Speicher kümmern müssen, führt das unausweichlich zum Kollaps.




Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 17. April 2013, 13:17:48
...

Ein Kernkraftwerk mittlerer Größe produziert ca. 1.200 Megawatt Strom pro Stunde. ...

@plus: Die Leistung gibt bereits die Energie/Zeit an, daher produziert Ihr Kraftwerk 1200 Megawattstunden Strom pro Stunde.

Der von Ihnen genannte "Tagesschau-Beitrag" stellt ja gerade den "unzulässigen" Vergleich her:
Zitat
Windpark der Fläche Bremens könnte ein AKW ersetzen
Bremen ist ja gemessen an der Bundesrepublik ja nicht ganz groß und so viele AKWs sind ja nicht mehr in Betrieb. -:)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 17. April 2013, 13:39:47
Aus wirtschaftlichen Gründen ist geboten dabei das ökonomische Prinzip nicht aus den Augen zu verlieren. @superhaase, da steht die Photovoltaik in unseren Breiten konträr dagegen. Es gibt kaum einen krassern Gegensatz.
Genau das ist schlicht falsch.
Die Photovoltaik ist inzwischen nicht mehr die teuerste EE-Stromart, und schon billiger als der Offshore-Windstrom oder die Biogasverstromung, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass heute schon ein zunehmender Teil des Zubaus aufgrund Eigenverbrauch gar nicht mehr gefördert wird.

Gerade der weitere PV-Zubau ohne Förderung darf nicht behindert werden, denn er entspricht perfekt dem Ökonomischen Prinzip.
Und das EEG mit der hohen Anfangsförderung der PV hat sich dadurch gerechtfertigt, dass die PV innerhalb eines guten Jahrzehnts von der teuersten zur nun wirtschaftlichsten Stromerzeugungsart gebracht worden ist und schon sehr bald gar keine Förderung mehr braucht.
Der ins Netz eingespeiste Überschussstrom aus ungeförderten PV-Anlagen wird in Zukunft der billigste Strom überhaupt sein - so billig, dass man ihn ohne wirtschaftliche Probleme wegwirft (nicht erzeugt), wenn man ihn grad nicht vermarkten kann.
Erfolgsstory EEG und PV, immer daran denken!

Wenn Sie also das ökonomische Prinzip auf die oberste Stufe stellen, dann plädieren Sie in erster Linie für die PV.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 17. April 2013, 16:08:29
@plus: Die Leistung gibt bereits die Energie/Zeit an, daher produziert Ihr Kraftwerk 1200 Megawattstunden Strom pro Stunde. Der von Ihnen genannte "Tagesschau-Beitrag" stellt ja gerade den "unzulässigen" Vergleich her:
Zitat
Windpark der Fläche Bremens könnte ein AKW ersetzen
Bremen ist ja gemessen an der Bundesrepublik ja nicht ganz groß und so viele AKWs sind ja nicht mehr in Betrieb. -:)
@Energiesparer51, ich denke die Aussage, auch was den Tagesschau-Beitrag angeht, ist zweifelsfrei nachvollziehbar. Sie haben Recht, Vergleiche, die zur Anschauung verwendet werden, hinken oft. So wird ja auch regelmässig bei PV- und Windanlagen ausgewiesen, wieviel Haushalte damit versorgt werden können. Bei Nacht, Nebel und Windstille ist das halt nicht der Fall.  Die Sonne scheint in unseren Breiten nur zu einem Drittel der Zeit und das höchst unterschiedlich und nicht bedarfsgerecht. Bei Wind sieht es etwas besser aus, aber im Prinzip ist da nicht viel anders.

Die Photovoltaik ist inzwischen nicht mehr die teuerste EE-Stromart, und schon billiger als der Offshore-Windstrom oder die Biogasverstromung, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass heute schon ein zunehmender Teil des Zubaus aufgrund Eigenverbrauch gar nicht mehr gefördert wird.
@superhaase, als Solarist denkt man halt mit und in Subventionen. Die Infrastruktur und die gemachte Zeche überlässt man den nicht privilegierten Stromverbrauchern. Macht es denn einen Unterschied bei der korrekt gerechneten Wirtschaftlichkeit der PV-Stromerzeugung ob der Strom selbst verbraucht oder eingespeist wird?  ... und vergessen Sie nicht die Nebenwirkungen auf die gesicherte Vollversorgung im Sinne des § 1 EnWG unter Berücksichtigung des ökonomischen Prinzips. Aber das wird wohl nichts mehr werden mit dem Verstehen können oder wollen. Man kann natürlich auch noch über die Milliardenverschwendung beim Offshore-Windstrom streiten, aber die Verschwendung bei der PV ist da unschlagbar wohl für alle Zeiten. ;)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 17. April 2013, 16:22:30
.... Bei Wind sieht es etwas besser aus, aber im Prinzip ist da nicht viel anders. ....

.
Nach meiner Kenntnis ist Wind für die Netzbetreiber schwerer zu beherrschen als PV.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 17. April 2013, 16:40:53
Die Infrastruktur und die gemachte Zeche überlässt man den nicht privilegierten Stromverbrauchern.
War und ist das denn bei den sogenannten konventionellen Kraftwerken anders?
Nein. Auch hier wurde und wird die zugehörige Infrastruktur (Netze, Speicher) von den nicht privilegierten Stromverbrauchern bezahlt. Außerdem mussten völlig unbeteiligte Kreise ebenfalls dafür blechen über die verdeckten Subventionen bei Kohle- und Atomstrom (wie z.B. die Steuerzahler und die Leute, die unter den negativen Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen zu leiden haben).

Zitat
Macht es denn einen Unterschied bei der korrekt gerechneten Wirtschaftlichkeit der PV-Stromerzeugung ob der Strom selbst verbraucht oder eingespeist wird?
Ja, da ist ein Unterschied. Aber das wurde Ihnen schon sehr oft erklärt. Der aufgeklärte Verbraucher kennt diesen Unterschied und hat ihn auch verstanden. Leider zählen Sie ja nicht zu den aufgeklärten Verbrauchern, sondern zu den ideologhisch verblendeten. ;)

Zitat
  ... und vergessen Sie nicht die Nebenwirkungen auf die gesicherte Vollversorgung im Sinne des § 1 EnWG unter Berücksichtigung des ökonomischen Prinzips.
Eben genau das Ziel der gesicherten Vollversorgung im Sinne von §1 EnWG erfordert, die Stromversorgung auf einen möglichst breit verteilten Mix aus erneuerbaren Energien zu stellen, um einen möglichst preisgünstige, nachhaltige und sichere Stromversorgung zu erreichen. Entsprechend den in Deutschland verfügbaren Potentialen an erneuerbaren Energien ist dazu die Photovoltaik unverzichtbar, weil sie ein sehr großes Potential hat, sehr billig sein wird, sehr verbrauchsnah erzeugt werden kann und sehr zuverlässig ist.

Zitat
Aber das wird wohl nichts mehr werden mit dem Verstehen können oder wollen.
Das fürchte ich auch.
Aber Sie könnten sich wenigstens etwas Mühe geben, finde ich. ;)

Zitat
Man kann natürlich auch noch über die Milliardenverschwendung beim Offshore-Windstrom streiten, aber die Verschwendung bei der PV ist da unschlagbar wohl für alle Zeiten. ;)
Ja, die zeitweise Überförderung der PV ist eine beispiellose Geldverschwendung gewesen.
Hier sind wir uns seit langem einig.
Aber darum geht es ja gar nicht mehr, die ist nämlich Geschichte und nicht mehr zu ändern.

Es geht um die grundsätzliche Richtigkeit der PV-Förderung in der Vergangenheit, die inzwischen aufgrund der Erfolgsstory EEG (immer daran denken! ;)) bewiesen ist, um die Zukunft und um den weiteren Zubau der PV und anderer erneuerbarer Energien.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 17. April 2013, 20:25:58
Nach meiner Kenntnis ist Wind für die Netzbetreiber schwerer zu beherrschen als PV.
@Energiesparer51, es ist trotz genügend Erfahrungen hier im Forum immer wieder erstaunlich, wie absichtlich verkürzt und/oder verdreht wird. Die Absicht Ihres "Missverständnisses" ist offenkundig!
Darum ging es:
Zitat
@Energiesparer51, ich denke die Aussage, auch was den Tagesschau-Beitrag angeht, ist zweifelsfrei nachvollziehbar. Sie haben Recht, Vergleiche, die zur Anschauung verwendet werden, hinken oft. So wird ja auch regelmässig bei PV- und Windanlagen ausgewiesen, wieviel Haushalte damit versorgt werden können. Bei Nacht, Nebel und Windstille ist das halt nicht der Fall.  Die Sonne scheint in unseren Breiten nur zu einem Drittel der Zeit und das höchst unterschiedlich und nicht bedarfsgerecht. Bei Wind sieht es etwas besser aus, aber im Prinzip ist da nicht viel anders.

Windräder können im Gegensatz zu PV-Anlagen Energie rund um die Uhr liefern. Manchmal gelingt das sogar sehr konstant. Um Missverständnissen vorzubeugen, das ist nicht immer so und mit dem tatsächlichen Bedarf hat das wieder nichts zu tun. Bei PV-Anlagen ist eine Energielieferung rund um die Uhr aber vollkommen ausgeschlossen.
Zeit MW
31.01.2013, 00:00 24000 BEISPIEL
31.01.2013, 00:15 23909 Tatsächliche Produktion Wind
31.01.2013, 00:30 23812
31.01.2013, 00:45 23713
31.01.2013, 01:00 23593 am 31.01.2013 Quelle eeX
31.01.2013, 01:15 23509
31.01.2013, 01:30 23780
31.01.2013, 01:45 23483
31.01.2013, 02:00 23302
31.01.2013, 02:15 23409
31.01.2013, 02:30 23222
31.01.2013, 02:45 22937
31.01.2013, 03:00 22856
31.01.2013, 03:15 22951
31.01.2013, 03:30 23096
31.01.2013, 03:45 23359
31.01.2013, 04:00 22951
31.01.2013, 04:15 22820
31.01.2013, 04:30 23031
31.01.2013, 04:45 22954
31.01.2013, 05:00 23060
31.01.2013, 05:15 23375
31.01.2013, 05:30 22962
31.01.2013, 05:45 22918
31.01.2013, 06:00 23070
31.01.2013, 06:15 22943
31.01.2013, 06:30 22666
31.01.2013, 06:45 22408
31.01.2013, 07:00 22196
31.01.2013, 07:15 22084
31.01.2013, 07:30 21822
31.01.2013, 07:45 21936
31.01.2013, 08:00 22263
31.01.2013, 08:15 22177
31.01.2013, 08:30 22411
31.01.2013, 08:45 22481
31.01.2013, 09:00 22355
31.01.2013, 09:15 22927
31.01.2013, 09:30 22716
31.01.2013, 09:45 22905
31.01.2013, 10:00 22826
31.01.2013, 10:15 22810
31.01.2013, 10:30 22856
31.01.2013, 10:45 23043
31.01.2013, 11:00 22943
31.01.2013, 11:15 22417
31.01.2013, 11:30 22636
31.01.2013, 11:45 22877
31.01.2013, 12:00 22870
31.01.2013, 12:15 22590
31.01.2013, 12:30 22854
31.01.2013, 12:45 23335
31.01.2013, 13:00 23578
31.01.2013, 13:15 23746
31.01.2013, 13:30 23961
31.01.2013, 13:45 23542
31.01.2013, 14:00 23591
31.01.2013, 14:15 23210
31.01.2013, 14:30 23287
31.01.2013, 14:45 23120
31.01.2013, 15:00 22849
31.01.2013, 15:15 23023
31.01.2013, 15:30 23499
31.01.2013, 15:45 23533
31.01.2013, 16:00 23388
31.01.2013, 16:15 23838
31.01.2013, 16:30 23842
31.01.2013, 16:45 23845
31.01.2013, 17:00 23602
31.01.2013, 17:15 23703
31.01.2013, 17:30 23406
31.01.2013, 17:45 23178
31.01.2013, 18:00 23084
31.01.2013, 18:15 23368
31.01.2013, 18:30 23743
31.01.2013, 18:45 23192
31.01.2013, 19:00 22861
31.01.2013, 19:15 23089
31.01.2013, 19:30 23058
31.01.2013, 19:45 23283
31.01.2013, 20:00 23618
31.01.2013, 20:15 23946
31.01.2013, 20:30 23933
31.01.2013, 20:45 23717
31.01.2013, 21:00 23964
31.01.2013, 21:15 23714
31.01.2013, 21:30 23998
31.01.2013, 21:45 24112
31.01.2013, 22:00 24104
31.01.2013, 22:15 23922
31.01.2013, 22:30 23451
31.01.2013, 22:45 23378
31.01.2013, 23:00 23557
31.01.2013, 23:15 23533
31.01.2013, 23:30 23385
31.01.2013, 23:45 23416
      
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 17. April 2013, 20:53:12
Windräder können im Gegensatz zu PV-Anlagen Energie rund um die Uhr liefern. Manchmal gelingt das sogar sehr konstant. Um Missverständnissen vorzubeugen, das ist nicht immer so und mit dem tatsächlichen Bedarf hat das wieder nichts zu tun. Bei PV-Anlagen ist eine Energielieferung rund um die Uhr aber vollkommen ausgeschlossen.
Ja, das ist alles richtig.
Das ist alles bekannt.
Das hat nie jemand anders dargestellt.
Binsenweisheiten.

Was ziehen Sie daraus für Schlüsse?
Etwa: Wir bleiben beim Strom aus Kohle und Uran?
Das will die deutsche Gesellschaft mehrheitlich nicht  - weil sie aufgeklärt ist und vorausdenkt.

Was bleibt dann?
Wind und Sonne und andere erneuerbare Energien großflächig verteilt nutzen, so dass sie sich zeitlich und wettermäßig ergänzen können. Dadurch wird ein erforderlicher Speicherbedarf für Strom verringert.
Ferner müssen Speicher gebaut oder vorhandene Speicher angebunden werden (Norwegen).
Alles schon bekannt.

Oder haben Sie konstruktive andere Vorschläge?
Aber danach hat Sie bisher jeder hier im Forum vergeblich gefragt. Sie hatten noch nie einen konstruktiven Vorschlag. Sie meckern nur und reden alles schlecht.
Auch das ist schon bekannt. ;)

Im Übrigen erzeugt die PV gerade dann Strom, wenn der Bedarf am größten ist, nämlich am Tag. Der bisher künstlich angereizte Nachtstromverbrauch kann auch wieder stark zurückgedrängt werden, wenn man den Anreiz umkehrt und den Nachstrom teurer als den Tagstrom macht. Damit würde das Erzeugungsprofil der PV noch besser zum Verbrauchsprofil passen.
Batteriespeicher für PV-Anlagen sind gerade im Kommen und werden nun von der Bundesregierung direkt gefördert (nicht über die EEG-Umlage), soweit ich das am Rande mitbekommen habe. Also wird die PV einen Teil ihres Stroms bald auch bei Dunkelheit liefern.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 17. April 2013, 21:20:22

...
PS dazu passt:
Handelsblatt Titel am 16. April 2013

Der neue Stress mit dem Strom
Fluch der Energiewende:

Auf einmal gibt es nicht zu wenig, sondern zu viel Wind- und Solarstrom.
Ende März drohte der Kollaps, zeigen Berichte der Bundesnetzagentur. Es fehlen Leitungen und Stromspeicher. (http://www.handelsblatt-shop.com/images/HB_titel_130416.jpg)

Titelseite und Seiten 4 und 5:
Zitat
Das Geschäft mit dem Strom ist unsicher und unkalkulierbar geworden. Das liegt an der Energiewende:
Anders als von vielen befürchtet, sorgen Wind und Sonne nicht für zu wenig, sondern für zu viel Strom.
Die Folge: Stress im System. Die Bonner Behörde führt auf, Ende März seien "mehrmals hohe Anstiege der Gesamteinspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen" zu verzeichnen gewesen. Am 24. März gab es sogar einen Rekord: Wir erleben immer häufiger Stress-Situationen, die nur noch schwer beherrschbar sind.
Ein Netzbetreiber An jenem Sonntag wurde mehr Wind- und Sonnenstrom eingespeist als jemals zuvor.
Das mag aus Sicht der Betreiber von Windrädern und Photovoltaikanlagen ein Erfolg sein. Die Betreiber der Übertragungsnetze jedoch bringt der Überfluss zur Verzweiflung: Die Netze können die riesigen Strommengen nicht mehr aufnehmen.



hierzu:


https://www.proteus-solutions.de/~Unternehmen/News-permaLink:tM.F04!sM.NI41!Article.955415.asp (https://www.proteus-solutions.de/~Unternehmen/News-permaLink:tM.F04!sM.NI41!Article.955415.asp)

Da muss man doch an der Qualität der Meldungen Zweifel anmelden.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 18. April 2013, 07:37:33
Ich sagte ja schon:
Die Artikel sind wieder einmal völliger Dummsprech.
Noch Fragen, Kienzle?
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 18. April 2013, 13:33:28

@superhaase, als Solarist denkt man halt mit und in Subventionen. Die Infrastruktur und die gemachte Zeche überlässt man den nicht privilegierten Stromverbrauchern.

A propos Subventionen

Klimagoldesel 2013 (http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/klima/130212_bund_klima_und_energie_klimagoldesel_studie.pdf)

Zitat
Deutschland hat die Betriebe für ihre direkten CO2-Kosten übermäßig entschädigt und läuft zugleich Gefahr noch mehr Geld zu verschwenden, indem es ihnen zusätzlich die durch den Strompreis entstandenen indirekten CO2-Kosten erstattet.13 Für diese Kompensation rechnet die Bundesregierung 2013 mit Ausgaben von 350 Millionen Euro; und dies wird in erster Linie genau den Unternehmen zugutekommen, die bereits am meisten von überschüssigen Zertifikaten profitiert haben.
Die Entschädigungen für indirekte CO2-Kosten gehören zu einem größeren Paket von klimapolitischen Subventionen und Ausnahmeregeln zugunsten von energieintensiven Unternehmen in Deutschland. Der Summe der Subventionen wird für 2011 auf 9 Milliarden Euro beziffert14, 2013 haben sie sich auf rund 11 Milliarden Euro erhöht. Angesichts der wesentlich geringeren Strompreise solcher Unternehmen als der anderer Verbraucher (6 Cent/KWh oder weniger gegenüber 28 Cent/KWh für Privathaushalte), erscheinen diese zahlreichen Vergünstigungen ausgesprochen fragwürdig.
...
Zusatzgewinne der Stromerzeuger und Quersubventionierung der Industrie

Ironischerweise stammen viele dieser zugekauften Zertifikate von den überversorgten Industrieunternehmen, die, wie oben beschrieben, entschädigt werden, wenn die Kosten der Zertifikate über die Strompreise an sie durchgereicht werden. Und da die Stromversorger die Opportunitätskosten der Zertifikate – die die deutsche Regierung ihnen kostenlos überlassen hatte – weiterreichen konnten, erzielten sie 2005-2012 einen geschätzten Zusatzgewinn von 38 Milliarden Euro.16 So tragen letztlich die deutschen Privathaushalte über ihre Stromrechnung die Hauptlast der CO2-Kosten und zahlen für Zertifikate, die die deutsche Regierung ursprünglich kostenlos vergeben hatte.
Die Stromversorger konnten dank dieser ETS-Profite unter anderem auch in neue Kraftwerke investieren, darunter zahlreiche klimaschädliche Kohlekraftwerke.
Hervorh. durch Wolfgang_AW

Dazu weiteres http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18195.msg99833.html#msg99833 (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18195.msg99833.html#msg99833)
Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 18. April 2013, 14:18:46
@superhaase, als Solarist denkt man halt mit und in Subventionen. Die Infrastruktur und die gemachte Zeche überlässt man den nicht privilegierten Stromverbrauchern.
A propos Subventionen Klimagoldesel 2013 (http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/klima/130212_bund_klima_und_energie_klimagoldesel_studie.pdf)
@Wolfgang_AW, was wollen Sie mit diesen Links und den Zitaten denn rechtfertigen. Doch hoffentlich nicht diese sonnigen deutschen EEG-Förderorgien und diese schädliche, ideologisch gefärbte, rechthaberische und den Rest der Welt bevormundende Brechstangen-Umwelt-Klima-Politik. Das wäre sonst ebenfalls eine gehörige Portion Chuzpe.

Nicht nur die Aktie des Sonnenkönigs stürzt ins Bodenlose. Das wird der gesamten EE-Politik passieren, wenn die Fehler nicht bald eingestellt und die schon gemachten radikal korrigiert werden.

Wenn Sie das EEG, diese Wendepolitik und den Emissionshandel in einen Sack stecken und draufhauen, dann treffen Sie immer richtig.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 18. April 2013, 14:59:40
Ich stelle mal wieder fest:

Wie erwartet kann PLUS nach wiederholter Aufforderung keinerlei konstruktive Gegenvorschläge zum EEG und zu Wind- und Solarstrom liefern.
Er meckert wie immer nur herum. Er ist immer gegen alles. Der perfekte "Gegen-PLUS". Nennt man so etwas nicht "MINUS"?  ;)
Titel: E.ON hält Irsching am Netz, finanziert wird über Netzentgelte
Beitrag von: Energiesparer51 am 18. April 2013, 17:49:40
Heute ist Solar und Wind fast gleichauf und Mittags ca 50% der Gesamterzeugung. Man erkennt zwei kleinere Tagesspitzen für die konventionellen Erzeuger um 8 und um 20 Uhr.
http://www.transparency.eex.com/de/
Flexible Gaskraftwerke werden gebraucht, produzieren aber zu teuer.
Nun soll das über Netzentgelte ausgeglichen werden.
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article115413873/EON-haelt-verlustreiches-Gaskraftwerk-Irsching-5-am-Netz-Kreise.html
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 18. April 2013, 21:48:15
@Wolfgang_AW, was wollen Sie mit diesen Links und den Zitaten denn rechtfertigen. Doch hoffentlich nicht diese sonnigen deutschen EEG-Förderorgien und diese schädliche, ideologisch gefärbte, rechthaberische und den Rest der Welt bevormundende Brechstangen-Umwelt-Klima-Politik. Das wäre sonst ebenfalls eine gehörige Portion Chuzpe.

Aber nein, wo denken Sie denn hin  :D

SIE werfen den Solaristen vor, diese würden halt in und mit Subventionen denken.

ICH wollte verdeutlichen, dass die herkömmlichen Stromerzeuger und unsere Industrie halt in und mit Subventionen denken. Und zwar in nicht ganz unerheblichem Maße. Und andererseits diese ihnen gewährten Vergünstigungen nochmals als Kosten ganz ungeniert dem nicht priviligierten Kunden in Rechnung stellen. Das hat Chuzpe >:(

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 18. April 2013, 21:51:19
Ich stelle mal wieder fest:

Wie erwartet kann PLUS nach wiederholter Aufforderung keinerlei konstruktive Gegenvorschläge zum EEG und zu Wind- und Solarstrom liefern.

Jedenfalls keinen Mehrwert  ;)

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 19. April 2013, 15:45:25
Ich stelle mal wieder fest: Wie erwartet kann PLUS nach wiederholter Aufforderung keinerlei konstruktive Gegenvorschläge zum EEG und zu Wind- und Solarstrom liefern.
Jedenfalls keinen Mehrwert  ;)
@Wolfgang_AW, da haben sich zwei Brüder im Geiste gefunden. :D Sie sind also der große Differenzierer. Die Differenzierung kommt aber sehr einseitig daher, jetzt immer mehr durch die Parteibrille gefildert. Der Wahlk(r)ampf hat begonnen!  (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18195.msg99857.html#msg99857)

Sie müssen einmal begreifen, dass der Endverbraucher über die Preise letztendlich immer die gemachten Zechen bezahlt. Das Übel sind die Zechen, die weiter ungebremst in der Mache sind. Die Energiewende wird vielfach missbraucht. Der Streit, wer bezahlen soll oder überhaupt kann, hat erst begonnen. Die "EEG-Erfolgsstory" wird sich so bis zum bitteren Ende fortsetzen.  Eine Reform, die sich nur mit der Verteilung der Zeche auf die diversen Stromverbraucher befasst, bringt wenig. Die EE müssen sich endlich dem Wettbewerb stellen. Nur dann wird sich die wirtschaftlichste und effektivste Erzeugung durchsetzen. So wie das heute noch läuft, wird die Wettbewerbsfähigkeit langsam aber sicher abgebaut. Die PV-Erzeugung ist dabei das größte Milliardengrab, das endlich zugemacht werden muss. Das nächste wurde mit dem Offshore-Windstrom gerade geöffnet.

Wenn die Energiewende scheitert, dann ist das EEG mit seinen Förderorgien und Auswüchsen der Hauptschuldige. Das EEG und die Energiewende sind nicht dasselbe! Es sind zwei Paar völlig unterschiedliche Schuhe.

Apropos "Mehrwert", das kennen Sie sich ja scheinbar aus. Das EEG schafft keinen adäquaten Mehrwert für die Endverbraucher, es steigen nur ständig deren Strompreise, und darauf ist dann auch noch Umsatzsteuer fällig. Die Bezeichnung "Mehrwertsteuer" gehört zur Volksverdummung. "Wert" kann man getrost streichen, es reicht "Mehrsteuer". Steuern auf staatliche oder staatlich sanktionierte Abgaben, Umlagen und Steuern. Eine ständig sich vergrößernde sprudelnde Milliardenquelle für die Staatssäckel. Einfach ein entartetes System, das dazu noch seit Jahren zum Großbetrug genutzt wird.

Auch wenn Sie noch mehr Artikel und Forschungsergebnisse verlinken (http://forum.energienetz.de/index.php/topic,18212.msg99858.html#msg99858), es gibt zahlreiche und immer mehr, das sind aber alles noch keine Durchbrüche. Das sind zunächst nur Blaupausen die erst noch wirtschaftlich in die Praxis umgesetzt werden müssen. Daran  scheitert der Großteil. Von einem Durchbruch bei der Energiewende sind wir noch weit entfernt.   
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 19. April 2013, 16:49:56
Sie müssen einmal begreifen, dass der Endverbraucher über die Preise letztendlich immer die gemachten Zechen bezahlt.
Das ist sicher jedem hier klar. Wo sonst soll das Geld auch herkommen?

Zitat
Das Übel sind die Zechen, die weiter ungebremst in der Mache sind. Die Energiewende wird vielfach missbraucht. Der Streit, wer bezahlen soll oder überhaupt kann, hat erst begonnen.
Da sind "wir drei" doch schon seit längerem der gleichen Meinung.
Das wurde Ihnen auch schon mehrfach gesagt.
Das müssen Sie einmal begreifen.

Der Missbrauch geht fast weit überwiegend auf die Klientelpolitik der schwarz-gelben Regierung zurück, die der Industrie und den großen Stromkonzernen immer neue unnötige Geschenke macht - zu Lasten der Haushaltskunden und des Rests der Wirtschaft.

Zitat
Die "EEG-Erfolgsstory" wird sich so bis zum bitteren Ende fortsetzen. Eine Reform, die sich nur mit der Verteilung der Zeche auf die diversen Stromverbraucher befasst, bringt wenig.
Ja, hier verpennt die Merkel-Regierung wieder einmal alles.
Der gesamte Strommarkt muss reformiert werden, denn mit steigendem EE-Stromanteil wird das jetzige Marktmodell unbrauchbar.
Trotzdem müssen aber die Kosten der Energiewende gerecht verteilt werden. Die Merkel-Regierung macht aber bisher nur da Gegenteil.

Zitat
Die EE müssen sich endlich dem Wettbewerb stellen.
Wenn sich die konventionelle Stromerzeuger auch dem Wettbewerb stellen, dann gerne!
Bisher sind ja auch die konventionellen Stromarten durch externlisierte Kosten hoch subventioniert.
Wenn Sie also Wettbewerb fordern, dann echten Wettbewerb für alle. Da könnten die meisten Ökostromarten heute schon mithalten.
Aber ich warne Sie: Dadurch wird der Strom erheblich teurer werden, denn dann gibts keinen billigen Atomstrom oder Braunkohlestrom mehr. Es wurde schon vor einger Zeit hier im Forum eine Studie verlinkt, die einen wahren Börsenpreis für den konventionellen Strommix im Bereich von 11 ct/kWh sieht.

Zitat
Nur dann wird sich die wirtschaftlichste und effektivste Erzeugung durchsetzen.
So einfach kann man das nicht sehen.
Es ist durchaus sinnvoll, eine Anfangs sehr teuere Technik mit hohen Preisen zu fördern, wenn diese Technik a) ein großes Potential zur Verbilligung hat, undd b) durch ihre sekundären Wirkungen (z.B. Netzantlastung, antizyklische Ergänzung anderer Techniken) Vorteile für die Versorgungssicherheit und die Infrastrukturkosten bringt.
Genau hierzu ist die PV das beste Beispiel.

Zitat
So wie das heute noch läuft, wird die Wettbewerbsfähigkeit langsam aber sicher abgebaut. Die PV-Erzeugung ist dabei das größte Milliardengrab, das endlich zugemacht werden muss.
Quatsch.
Gerade die PV hat jetzt praktisch schon die Wettbewerbsfähigkeit erreicht. Die Förderung läuft mit der aktuellen Regelung recht schnell aus.
Gerade bei der PV-Förderung über das EEG besteht überhaupt kein Handlungsbedarf mehr.

Zitat
Das nächste wurde mit dem Offshore-Windstrom gerade geöffnet.
Die Offshore-Windkraft ist wirklich umstritten.
Einerseits erscheint sie heutzutage angesichtes der billigeren Onshore-Windkraft und der PV zu teuer.
Andererseits sagen viele Experten, dass eine sichere Vollversorgung Deutschlands mit Ökostrom ohne die Offshore-Windkraft nicht zu schaffen ist.

Meines Erachtens wäre die Offshore-Windkraft zu den heutigen hohen Förderkosten verzichtbar, wenn man weiter auf Inland-Windkraft und PV setzt und dazu für ausreichend Speicherkapazitäten sorgt, z.B. durch Anbindung der riesigen norwegischen Speicherseen, die ja schon vorhanden sind und offenbar ausreichend Kapazität haben (sie müssten nur mit weiteren Turbinen und auch Pumpen ausgestattet werden).

Zitat
Wenn die Energiewende scheitert, dann ist das EEG mit seinen Förderorgien und Auswüchsen der Hauptschuldige. Das EEG und die Energiewende sind nicht dasselbe! Es sind zwei Paar völlig unterschiedliche Schuhe.
Quatsch, das Gegenteil ist richtig:
Das EEG ist bisher die einzige Erfolgsgeschichte in Bezug auf die Energiewende.
Alles andere (Zertifikatehandel, Klimafonds etc.) ist bisher kläglich gescheitert.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 19. April 2013, 18:04:56
Aber auch überhaupt nichts begriffen! Wie soll das auch gehen, bei aufgesetzter Parteisonnenbrille.  ;) "Klientelpolitik, schwarz-gelb, unnötige Geschenke". Man kann und soll die Regierung kritisieren. Die gemachte Zeche wächst dabei weiter und wird ganz sicher nicht kleiner. Am Ende zahlte der Endverbraucher. Immer noch nicht begriffen @Superhaase, es geht nicht darum, welche Politiker mit guten Argumenten ihre Klientel bedienen, die Zeche muss drastisch kleiner werden.
Wenn Sie also Wettbewerb fordern, dann echten Wettbewerb für alle. Da könnten die meisten Ökostromarten heute schon mithalten. Aber ich warne Sie: Dadurch wird der Strom erheblich teurer werden, denn dann gibts keinen billigen Atomstrom oder Braunkohlestrom mehr. Es wurde schon vor einger Zeit hier im Forum eine Studie verlinkt, die einen wahren Börsenpreis für den konventionellen Strommix im Bereich von 11 ct/kWh sieht.
Quatsch um bei Ihrem Stil zu bleiben. Hätten Sie besser zur rechten Zeit vor der PV-Förderorgie gewarnt, dann wäre der Strom heute nicht so teuer. Es gibt keinen "wahren Börsenpreis"! Ein Börsenpreis bildet sich durch Angebot und Nachfrage und nicht par ordre du Mufti.

Der nackte Solarstrom kostet die Verbraucher im Schnitt wohl fast das Vierfache. Für Sie ist zwischen Brutto und Netto kein Unterschied! PV zählen Sie dann aber nicht zu diesen "ÖKO"-Stromarten?!
Gerade die PV hat jetzt praktisch schon die Wettbewerbsfähigkeit erreicht. Die Förderung läuft mit der aktuellen Regelung recht schnell aus. Gerade bei der PV-Förderung über das EEG besteht überhaupt kein Handlungsbedarf mehr.
"Praktisch" hat die PV einen Milliardenschuldenberg fǘr die Verbraucher aufgehäuft. Die Sicherung der Versorgung wird durch den aggressiven Ausbau aufgrund der EEG-Extremförderung zunehmend schwieriger. Die Folgekosten kommen zum Schuldenberg dazu.

Von Wettbewerbsfähigkeit der PV (Brutto/Netto beachten) ist keine Spur sichtbar und die Förderung läuft noch mindesten zwanzig Jahre, wenn es nach den formulierten Bedingungen geht. Oder wird das EEG schon morgen als verfassungswidrig in die Tonne getreten? @superhaase, wissen Sie da mehr?
 
PS, dazu passt: Förderprogramm für Überzeugungstäter (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/subventionen-fuer-solarspeicher-ein-foerderprogramm-fuer-ueberzeugungstaeter/v_detail_tab_print/8093640.html)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 19. April 2013, 19:39:49
Man kann und soll die Regierung kritisieren. Die gemachte Zeche wächst dabei weiter und wird ganz sicher nicht kleiner.Am Ende zahlte der Endverbraucher. Immer noch nicht begriffen @Superhaase, es geht nicht darum, welche Politiker mit guten Argumenten ihre Klientel bedienen, die Zeche muss drastisch kleiner werden.
Aber sicher doch, wenn die ungerechtfertigten Befreiungen der Industrie von den Enwergiewendekosten eingeschränkt werden, wird der Strom für die nicht-privilegierten Endverbraucher deutlich billiger.
Ich dachte, das hätten Sie verstanden.

Zitat
Quatsch um bei Ihrem Stil zu bleiben. Hätten Sie besser zur rechten Zeit vor der PV-Förderorgie gewarnt, dann wäre der Strom heute nicht so teuer.
Davor wurde schon im Jahr 2008 auch aus der PV-Branche gewarnt, z.B. in der Zeitschrift Photon, die eine Überförderung gesehen hat. Leider hat die Politik das nicht rechtzeitig begriffen und zu spät gehandelt.

Zitat
Es gibt keinen "wahren Börsenpreis"! Ein Börsenpreis bildet sich durch Angebot und Nachfrage und nicht par ordre du Mufti.
Sie wissen sehr gut, dass mit dem "wahren" Börsenpreis hier der Preis mit eingepreisten bisher externalisierten Kosten gemeint ist.

Zitat
Die Sicherung der Versorgung wird durch den aggressiven Ausbau aufgrund der EEG-Extremförderung zunehmend schwieriger.
Quatsch. Glauben Sie bloß nicht die Schauermärchen der Netzbeteiber und der großen Stromkonzerne.
Das Geschäft für die großen Stromkonzerne wird schwieriger, und die Netzbetreiber müssen öfter eingreifen und die ungezügelte Produktion von Braunkohle- und Atomstrom immer öfter einbremsen, wenn viel Ökostrom im Netz ist.
Aber das ist doch gerade der Sinn der Energiewende, und kein Problem.

Zitat
Von Wettbewerbsfähigkeit der PV (Brutto/Netto beachten) ist keine Spur sichtbar und die Förderung läuft noch mindesten zwanzig Jahre, wenn es nach den formulierten Bedingungen geht. Oder wird das EEG schon morgen als verfassungswidrig in die Tonne getreten? @superhaase, wissen Sie da mehr?
Sie wissen genau, dass mit "Förderungsende" zunächst das Ende der Förderung von Neuanlagen gemeint ist.
Sie müssen nicht immer wieder hervorkehren, dass die Altanlage über 20 Jahre Betrieb gefördert werden. Das ist bekannt und steht der Tatsache nicht entgegen, dass neue PV-Anlagen wettbewerbsfähig werden.
Stellen Sie sich bitte nicht dumm.  ::)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 19. April 2013, 20:06:07
Aber sicher doch, wenn die ungerechtfertigten Befreiungen der Industrie von den Enwergiewendekosten eingeschränkt werden, wird der Strom für die nicht-privilegierten Endverbraucher deutlich billiger. Ich dachte, das hätten Sie verstanden.
Sie haben immer noch nichts verstanden. Was glauben Sie denn, wer die sonnigen Energiewendekosten letztendlich bezahlt? Zuerst über die Preise ... mit oder ohne Befreiung. Denken Sie mal wenigstens einmal etwas nach. Die Energiewendekosten stecken nicht nur in den Strompreisen!
Sie wissen genau, dass mit "Förderungsende" zunächst das Ende der Förderung von Neuanlagen gemeint ist.
Sie müssen nicht immer wieder hervorkehren, dass die Altanlage über 20 Jahre Betrieb gefördert werden. Das ist bekannt und steht der Tatsache nicht entgegen, dass neue PV-Anlagen wettbewerbsfähig werden. Stellen Sie sich bitte nicht dümmer als Sie sind.  ::)
Was Sie so meinen ist nicht Allgemeingut. Erst wenn die letzte garantierte Einspeisung zum garantierten Förderpreis erfolgt ist, ist die EEG-Umlage und damit das Förderende erreicht.
Quatsch. Glauben Sie bloß nicht die Schauermärchen der Netzbeteiber und der großen Stromkonzerne.
Das Geschäft für die großen Stromkonzerne wird schwieriger, und die Netzbetreiber müssen öfter eingreifen und die ungezügelte Produktion von Braunkohle- und Atomstrom immer öfter einbremsen, wenn viel Ökostrom im Netz ist. Aber das ist doch gerade der Sinn der Energiewende, und kein Problem.
Na, dann lesen doch mal hier (Förderprogramm für Überzeugungstäter (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/subventionen-fuer-solarspeicher-ein-foerderprogramm-fuer-ueberzeugungstaeter/v_detail_tab_print/8093640.html)), warum wird das auch noch gefördert. Alles kein Problem und nur Schauermärchen. Als Solaristenpionier glauben Sie nur an die PV, es gibt kein Problem damit und wenn da Experten oder gar die Regierung Probleme sehen, sind das nur Schauermärchen. Es kost ja nix.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 19. April 2013, 20:38:33
Sie haben immer noch nichts verstanden. Was glauben Sie denn, wer die sonnigen Energiewendekosten letztendlich bezahlt? Zuerst über die Preise ... mit oder ohne Befreiung. Denken Sie mal wenigstens einmal etwas nach. Die Energiewendekosten stecken nicht nur in den Strompreisen!
So gesehen sind Sie also dafür, das Gewerbe komplett zu befreien und zahlen die Energiewendekosten lieber gleich direkt komplett selbst?
Sie stellen hier Milchmädchenrechnungen auf.
Sie behaupten schließlich immer, der Strom würde unbezahlbar und der Strom wäre Daseinsvorsorge etc. pp.
Insofern sollten Sie dafür plädieren, den Strom nicht unnötig teuer zu machen.
Wenn also ein Teil der Energiewendekosten auch über die Preise der Industrie auf viel Güter verteilt werden , die nicht zur Daseinsvorsorge zählen (z.B. ein Porsche), dann müsste das doch in Ihrem Sinne sein.
Aber wie immer posauenen Sie drauflos mit irgendwelchen nicht zu Ende gedachten Parolen.

Zitat
Erst wenn die letzte garantierte Einspeisung zum garantierten Förderpreis erfolgt ist, ist die EEG-Umlage und damit das Förderende erreicht.
Ist ja schon gut. Wenn Sie das so sehen möchten, kein Problem.
Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass PV-Neuanlagen schon sehr bald wettbewerbsfähig sind. Für bestimmte Situationen (Supermarktdächer mit fast 100% Eigenverbrauch) sind sie es schon.
Sie bestreiten ja immer die Wettbewerbsfähigkeit.
Die können Sie aber nicht mehr wegdiskutieren, die ist bzw. wird gerade Realität.
Auch wenn es Ihnen stinkt, dass die PV-Befürworter Recht hatten.  :P

Zitat
Na, dann lesen doch mal hier (Förderprogramm für Überzeugungstäter (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/subventionen-fuer-solarspeicher-ein-foerderprogramm-fuer-ueberzeugungstaeter/v_detail_tab_print/8093640.html)), warum wird das auch noch gefördert.
Hatten Sie nicht immer hier geschrien, es müsste endlich für Speicher gesorgt werden?
Nun wird hier eine Anschubfinanzierung für Stromspeicher gemacht, die sogar vom Staat kommt und nicht über die Strompreise umgelegt wird, genau wie Sie es immer fordern, und nu isses auch wieder nicht Recht.
Merken Sie denn nicht, wie lächerlich Sie sich mit ihrem Querulantentum machen?
Titel: Rekord bei Solar und Windstromproduktion
Beitrag von: Energiesparer51 am 19. April 2013, 21:18:31
http://www.focus.de/politik/deutschland/energie-rekord-bei-wind-und-solarstromproduktion_aid_965085.html
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 19. April 2013, 22:41:25
Insofern sollten Sie dafür plädieren, den Strom nicht unnötig teuer zu machen.
Ja, so ist es und das tue ich schon lange. Sie wissen schon, unnötig teuer wurde der Strom insbesondere durch die EEG-PV-Förderorgien.
Wenn also ein Teil der Energiewendekosten auch über die Preise der Industrie auf viel Güter verteilt werden , die nicht zur Daseinsvorsorge zählen (z.B. ein Porsche), dann müsste das doch in Ihrem Sinne sein. Aber wie immer posauenen Sie drauflos mit irgendwelchen nicht zu Ende gedachten Parolen.
Ein Großteil der "Energiewendekosten" ist im Eigennutz, der Ideologie und dem Missbrauch begründet. Es ist nicht in Ordnung, solche "Kosten" Dritten als Zeche zu präsentieren. Es gilt sie grundsätzlich zu vermeiden bzw. die so gemachten den Verantwortlichen und nicht den unbeteiligten nicht privilegierten Endverbrauchern zu belasten. Auch nicht über den Umweg z. B. der Belastung von Verkehrsbetrieben, z.B. der Bahn, die dann die Fahrpreise erhöhen müssen. .... und es gibt unzählige Beispiele.

Es geht nicht um Porsche oder wer da angeblich privilegiert sein soll, es geht um ungerechte Belastungen beim Strom und der gehört sicher zur unverzichtbaren Daseinsvorsorge. Die garantierten Wucherpreise für den PV-Strom kassiert nicht Porsche etc. pp. Die Einspeiser sind die Privilegierten. Das wird von interessierter Solaristenseite gerne mit solchen Verweisen auf andere (Porsche & Co) vernebelt. 

Dazu kommt, dass die hohen Strompreise unstreitig Unternehmen im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Das muss gerade wegen Umwelt und Klima korrigiert werden, denn es macht keinen Sinn,  die effektivste und umweltfreundlichste Produktionen zu vernichten oder zu vertreiben. Wo sonst können Umweltstandards und Klimaschutz besser gewährleistet werden als hier in Deutschland. Außerdem geht es auch hier um Arbeitsplätze.

Sehen Sie sich heute in den Zeitungen um, da können Sie die Fortsetzung der Flickschusterei an der sonnigen deutschen Erfolgsstory und den Niedergang der "Sonnenkönige" lesen. 
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 20. April 2013, 13:00:45
Von einem Durchbruch bei der Energiewende sind wir noch weit entfernt.   

Volle Zustimmung! Gerade daher sind Reformen notwendig, Stichwort EEG, Emissionshandel.

Es ist doch hoffentlich unbestritten, dass z.B. die Braunkohle mehr aus dem Markt muss, die Rentabilität der Gaskraftwerke sich dagegen rechnen sollte.
Es ist doch hoffentlich unbestritten, das die Kosten der Energiewende gleichmäßiger verteilt werden müssen.

Das sollten die angemahnten Reformen u.a. leisten. Hier versagt die Politik, ganz ohne Wahlbrille aber btw, schwarz-gelb regiert nun mal  ;)


Dazu kommt, dass die hohen Strompreise unstreitig Unternehmen im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Das muss gerade wegen Umwelt und Klima korrigiert werden, denn es macht keinen Sinn,  die effektivste und umweltfreundlichste Produktionen zu vernichten oder zu vertreiben. Wo sonst können Umweltstandards und Klimaschutz besser gewährleistet werden als hier in Deutschland. Außerdem geht es auch hier um Arbeitsplätze.

Sehen Sie sich heute in den Zeitungen um, da können Sie die Fortsetzung der Flickschusterei an der sonnigen deutschen Erfolgsstory und den Niedergang der "Sonnenkönige" lesen. 

Diese Aussage wird gerne von der Industrie kolportiert, ist m.E. aber sehr wohl, zumindest hinsichtlich der stromintensiven Industrie, strittig.
Richtig bleibt sie wohl für viele kleine und mittelständische Unternehmen.

Industriestrompreise - Wettbewerbsfähigkeit (http://www.foes.de/pdf/2013-01-Industriestrompreise-Wettbewerbsfaehigkeit.pdf)

Zitat
Die Debatten zur Energiewende sind vermehrt von dem Vorwurf geprägt, dass der Ausbau erneu-erbarer Energien zu hohe Strompreise verursache. Diese würden insbesondere die stromintensive Industrie belasten und damit auch ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden.
...
Im Ergebnis hat sich die Wettbewerbssituation für große und stromintensive Industriekunden seit 2007 sogar verbessert. Der Stromeinkaufspreis für Großab-nehmer an der Deutschen Börse hat sich von Januar 2008 bis Oktober 2012 um 22 Prozent verringert. Gleichzeitig lagen die monatlichen Strompreise in diesem Zeitraum 7 Prozent unter dem Durchschnitt der restlichen europäischen Energiebörsen. Auch gegenüber seinen direkten Nachbarn in Frankreich und Polen hat sich die Position der deutschen Stromeinkäufer verbessert: Konnten die Preisunterschiede gegenüber Polen nahezu ausgeglichen werden, lag der Börsenstrompreis in Frankreich seit 2008 sogar 5 Prozent höher als in Deutschland. Auch der durchschnittliche Industriestrompreis inkl. Steuern und Abgaben (nominal) hat sich in Deutschland seit 2007 lediglich um 1,1 Ct/kWh erhöht und stieg damit weniger als in den meis-ten anderen europäischen Ländern. Bei einigen stromintensiven Industriekunden etwa im Bereich der Roh-eisen- und Stahlerzeugung ist der Strompreis sogar um 2 Ct/kWh auf 5,5 Ct/kWh gegenüber 2009 gesunken.
...
Es konnte gezeigt werden, dass sich die Wettbewerbsposition der industriellen Stromkunden in Bezug auf diese Kriterien seit 2007 nicht verschlechtert, sondern sogar verbessert hat. Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist somit im europäischen Vergleich gestiegen.
...
Die Börsenstrompreise
sind in Deutschland zwischen Januar 2008 und März 2012 sogar um mehr als 20 Prozent gesunken. Eine tragende Rolle kommt hierbei dem Ausbau Erneuerbarer Energien zu, der maßgeblich zu den niedrigeren Preisen beigetragen hat und insbesondere stromintensiven Unternehmen zugute kommt.

Und was den "Sonnenkönig anbelangt - der liebäugelt derzeit sogar mit dem Aufkauf der Solarsparte von Bosch  ;D Na ja, er fand ja schon immer kraftvolle Worte. Mal abwarten ob er überhaupt noch Geld bekommt.


Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 20. April 2013, 14:47:14
Es ist doch hoffentlich unbestritten, dass z.B. die Braunkohle mehr aus dem Markt muss, die Rentabilität der Gaskraftwerke sich dagegen rechnen sollte.
Das Ziel ist klar, es ist die sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Energieversorgung. Braunkohle ist am wenigsten umwelt- und klimafreundlich und ist somit ein Teil der deutschen Energieversorgungs-Zwickmühle. Energiewende nennt man das.

Mit dem schnellen "Abschalten" ist es halt nicht getan. Es braucht zuverlässigen, echten Ersatz. Es ist doch bei (abgesetzter Sonnenbrille ;)) unübersehbar, das EEG-Garantie- und Fördersystem torpediert sich selbst. Wer soll denn die Gaskraftwerke bauen und betreiben, wenn sie zunehmend vom teueren Solarstrom und vom Windstrom am Betrieb gehindert werden. Wer hat denn Lust, nur den Lückenbüßer zu spielen und dabei draufzulegen. Wo sind denn die Bürgerenergiegenossenschaften die zusätzliche zu ihrem Windrad oder ihren PV-Anlagen noch ein GuD-Kraftwerk betreiben möchten?!

Die Sonnen- und Windstromerzeuger müssen endlich selbst für eine bedarfsgerechte Lieferung sorgen. Mit Speicher oder der Finanzierung von Ersatzkrafwerken z.B. GuD. Nur auf Teufel komm raus Paneele und Windräder in der Landschaft verbauen, Subventionen und Rosinen picken und die damit einhergehenden Probleme anderen übrlassen, das führt früher oder später zum Kollaps.   
Dazu kommt, dass die hohen Strompreise unstreitig Unternehmen im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Das muss gerade wegen Umwelt und Klima korrigiert werden, denn es macht keinen Sinn,  die effektivste und umweltfreundlichste Produktionen zu vernichten oder zu vertreiben. Wo sonst können Umweltstandards und Klimaschutz besser gewährleistet werden als hier in Deutschland. Außerdem geht es auch hier um Arbeitsplätze.

Sehen Sie sich heute in den Zeitungen um, da können Sie die Fortsetzung der Flickschusterei an der sonnigen deutschen Erfolgsstory und den Niedergang der "Sonnenkönige" lesen. 
Diese Aussage wird gerne von der Industrie kolportiert, ist m.E. aber sehr wohl, zumindest hinsichtlich der stromintensiven Industrie, strittig.
Nein, gerade bei der stromintensiven Industrie trifft das zu. Sollte die stromintensive Industrie wegen wettbewerbswidriger Strompreise vertrieben werden, stehen Umwelt- und Klimaschutz nicht mehr in dem Fokus wie das in Deutschland der Fall ist.
Und was den "Sonnenkönig anbelangt - der liebäugelt derzeit sogar mit dem Aufkauf der Solarsparte von Bosch  ;D Na ja, er fand ja schon immer kraftvolle Worte. Mal abwarten ob er überhaupt noch Geld bekommt.
Na, das ist wohl eher ein Beitrag für die heute-show. Das Solarabenteuer hat Bosch teuer bezahlt. Auch die Mitarbeiter können und werden noch beim jetzt zwangsweise eingeleiteten Sparkurs ihren Beitrag leisten müssen.
 
Die Finanzschulden von Solarworld aus Anleihen, Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen etc. sollen laut Presse mehr als 1 Mrd. Euro betragen. Das Eigenkapital ist komplett weg. Das angerichtete Desaster ist wohl für den "Sonnenkönig" immer noch nicht groß genug. Statt der Sprüche sollte der Sonnenkönig sein üppiges Privatvermögen in sein Unternehmen einbringen wenn er wenigstens am Schluss den Schaden für Dritte vermindern möchte. Das sollte in antreiben und nicht weitere sonnige Luftschlösser.

Athen macht weiter Schule! Er folgt ja nur dem herrschenden Zeitgeist und den Europolitkern, begonnen bei der Kanzlerin und dem Bundesfinanzminister, denn er will jetzt auch einen Schuldenschnitt von den Gläubigern. Aus den Schulden soll Eigenkapital werden.  Die Auswirkungen würden wohl ähnlich sein wie bei den zahlreichen langlaufenden und quasi wertlosen Schrottpapieren, die deutsche Kleinanleger nach dem als "freiwillig" von der Kanzlerin angekündigten Griechen-Schuldenschnitt als Rest in ihrem Depot vorfanden.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 20. April 2013, 15:01:10
Ein Großteil der "Energiewendekosten" ist im Eigennutz, der Ideologie und dem Missbrauch begründet. Es ist nicht in Ordnung, solche "Kosten" Dritten als Zeche zu präsentieren.
Soso, ein Großteil?
Außer der Überförderung der PV (die ja inzwischen beseitigt ist) fällt mir da jetzt nichts ein.

Zitat
Es gilt sie grundsätzlich zu vermeiden ...
Zustimmung. Hier wurde bei der PV jahrelang gepennt.

Zitat
... bzw. die so gemachten den Verantwortlichen und nicht den unbeteiligten nicht privilegierten Endverbrauchern zu belasten.
Also müssen das die Politiker in Bund und Ländern persönlich bezahlen?
Entspricht zwar dem Gerechtigkeitsempfinden, ist aber eine recht unsinnige Forderung.
Sehr naiv.
Bringt uns nicht weiter.

Zitat
Auch nicht über den Umweg z. B. der Belastung von Verkehrsbetrieben, z.B. der Bahn, die dann die Fahrpreise erhöhen müssen. .... und es gibt unzählige Beispiele.
Sie plädieren also für Subventionen der Verkehrsbetriebe durch Befreiung von Teilen der Stromversorgungskosten (Energiewendekosten).
Warum sollte man Verkehrsbetriebe und andere Stromverbraucher von Kosten im Zusammenhang mit ihrer Stromversorgung befreien bzw. diese quersubventionieren?
Ich dachte, Sie sind strikt gegen Subventionen?

Zitat
Dazu kommt, dass die hohen Strompreise unstreitig Unternehmen im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Das muss gerade wegen Umwelt und Klima korrigiert werden, denn es macht keinen Sinn,  die effektivste und umweltfreundlichste Produktionen zu vernichten oder zu vertreiben.
Dagegen sagt ja keiner was. Aber es stehen nur sehr wenige stromintensive Industrien im internationalen Wettbewerb. Solche, die nicht im int. Wettbewerb stehen (wie z.B. kommunale Verkehrsbetriebe, Braunkohletagebaue etc.) dürfen auch nicht befreit werden. Ebenso Betriebe, bei denen der Stromkostenanteil keinen überwiegenden Teil der Produktionskosten ausmacht, die also nicht stromintensiv sind.

Zitat
Wo sonst können Umweltstandards und Klimaschutz besser gewährleistet werden als hier in Deutschland.
Das ist ein hohes Ross, auf dem Sie da sitzen. ;)
Andere "können" es genauso, tun es halt leider weniger als wir.
Es kostet halt erst mal Geld. (Was Sie ja immer bejammern)
Den späteren Nutzen und die auch kurzfristigen bis mittelfristigen finanziellen Entlastungseffekte will man oft nicht sehen. Anderswo noch weniger als bei uns.

Deutschland ist gewiss in diesen Bereichen oft Vorreiter.
Teilweise muss man leider sagen "war" Vorreiter. Die Ex-Klimakanzlerin Merkel ist in vielen Bereichen inzwischen zur Bremserin geworden. Siehe Zertifikatehandel.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 20. April 2013, 15:32:12
Wer soll denn die Gaskraftwerke bauen und betreiben, wenn sie zunehmend vom teueren Solarstrom und vom Windstrom am Betrieb gehindert werden. Wer hat denn Lust, nur den Lückenbüßer zu spielen und dabei draufzulegen. Wo sind denn die Bürgerenergiegenossenschaften die zusätzliche zu ihrem Windrad oder ihren PV-Anlagen noch ein GuD-Kraftwerk betreiben möchten?!
Es gibt Stimmen (z.B. STATKRAFT, die auch Gaskraftwerke in Deutschland betreiben), die behaupten, wir brauchen gar keine neuen Gaskraftwerke - oder zumindest nicht so viele wie behauptet wird.
Ich denke, da ist was dran.
Wenn man PV und Windkraft weiter schnell ausbaut, dann kann man auch mit dem alten vorhandenen Kraftwerkspark die "Lücken" füllen. Die Kraftwerke - auch die Grundlastkraftwerke mit Braunkohle und Uran als Brennstoff - laufen dann halt seltener und stehen zunehmend über längere Perioden von einigen Tagen bis Wochen still und nur in Bereitschaft.
Das ist wirtschaftlich wohl deutlich billiger als lauter neue Gaskraftwerke hinzustellen.

Die bereits vorhandenen alten Gaskraftwerke können auch genutzt werden. Womöglich sollten sehr alte Gaskraftwerke (es gibt noch welche mit unter 40% Wirkungsgrad) dazu modernisiert werden.

Hierzu könnte ich mir durchaus einen "Kapazitätsmarkt" denken, der die Bereithaltung aller alten Kraftwerke finanziert (über Ausschreibungen). Das könnte wirtschaftlich die bessere Lösung sein, als unbedingt alle Kohlekraftwerke durch neu in die Landschaft gestellte Gaskraftwerke ersetzen zu wollen, die dann erstens teurer produzieren, und zweitens ihre Investitionskosten kaum wieder einspielen können, weil sie immer seltener laufen und auch keine 40 Jahre gebraucht werden.

Das könnte eine kostengünstigere Variante der Energiewende sein, die bzgl. zwischenzeitlicher Umweltbelastung nicht so viel schlechter ausfällt.

Zitat
Die Sonnen- und Windstromerzeuger müssen endlich selbst für eine bedarfsgerechte Lieferung sorgen. Mit Speicher oder der Finanzierung von Ersatzkrafwerken z.B. GuD. Nur auf Teufel komm raus Paneele und Windräder in der Landschaft verbauen, Subventionen und Rosinen picken und die damit einhergehenden Probleme anderen übrlassen, das führt früher oder später zum Kollaps.
   
Warum müssen das dieselben Leute tun?
Dafür gibt es keinen Grund. Das kann jeder andere auch tun.
Es gibt z.B. Vorschläge, dass der Stromspeichermarkt so reformiert wird, dass auch kleinere Einheiten daran teilnehmen können. So könnten sich kleine Speicher auch bei Privatleuten im Keller daran beteiligen, die dann zentral gesteuert werden. Das kann auch in Pools zusammengefasst werden, die dann als größere Marktanbieter für Speicherkapazitäten auftreten.
Auf diese Weise könnten kleine Speicher nicht zur zur Pufferung des Eigenverbrauchs, bzw. der Eigenerzeugung dienen, sondern auch ferngesteuert zur Netzstabilisierung genutzt werden.
Die großen Stromkonzerne sind aber mit ihrer Lobbyarbeit bisher immer gegen solche Modelle vorgegangen, weil das ja wieder eine weitere Konkurrenz ist, die ihnen womöglich auch noch den Speichermarkt wegnimmt.
Immerhin ist jetzt mit der SPeicherförderung i.V.m. Pv-Anlagen ein erster Schritt zur Förderung kleiner dezentraler Speicher gemacht worden. Das lässt hoffen. Wenn sich diese einmal verbreitet durchsetzen und beachtliche Kapazitäten entstanden sind, folgt hoffentlich der nächste Schritt zur Nutzung in einem Speicherkapazitätsmarkt, wie oben beschrieben.

Wie Sie sehen, lieber PLUS, ist vieles möglich. Vieles ist auf dem richtigen Weg, wenn es auch einige Fehlentwicklungen gibt und Auswüchse gab und gibt.
Jedenfalls ist das EEG grundsätzlich eine anerkannte Erfolgsstory. Und die Energiewende ist zwar durch die Merkel-Regierung inzwischen ins Schwimmen geraten, weil die Merkel ja sowieso selbst gar nicht weiß wo sie mit Deutschland hin will, und bei der Energiewende erst Recht nicht.
Aber die Lage ist nicht so aussichtslos und steckt nicht in einer Sackgasse, wie Sie es immer darstellen möchten.

Sicher könnte es wesentlich besser werden, insbesondere, wenn die Merkel und er Rösler endlich mal wieder abgewählt werden. Die bringen hier nichts voran, aber auch gar nichts.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 20. April 2013, 15:55:59
Warum sollte man Verkehrsbetriebe und andere Stromverbraucher von Kosten im Zusammenhang mit ihrer Stromversorgung befreien bzw. diese quersubventionieren? Ich dachte, Sie sind strikt gegen Subventionen?
@superhaase, ich bin grundsätzliche gegen Subventionen. Sie sind grundsätzlich schädlich. Nur im Ausnahmefall für kurze Zeit, sie wissen schon! Nach europäischem Recht sind Subventionen staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen,.....

Subventionen erhält oder empfängt man. Die EEG-Umlage muß man bezahlen, sie ist eine Belastung und somit das Gegenteil einer Subvention. Für die Empfänger ist das eine Subvention, zwar nicht aus staatlichen Mitteln, aber staatlich sanktioniert.

Aber richtig, auch mit Belastungen kann man Menschen und Unternehmen benachteiligen und den Wettbewerb verfälschen. Vielleicht ist da noch eine sogenannte Gesetzeslücke auszumachen. Ein Betätigungsfeld für motivierte Juristen oder ein Thema für eine Diplomarbeit.

Den Rest schenke ich mir. Klar, den Zertifikathandel hat sich die Kanzlerin so ausgedacht. Aber nur so nebenbei, als der Emmissionsrechtehandel eingeführt wurde war Kanzler Schröder am Ruder! 

Zitat von: superhaase
Es gibt Stimmen (z.B. STATKRAFT, die auch Gaskraftwerke in Deutschland betreiben), die behaupten, wir brauchen gar keine neuen Gaskraftwerke - oder zumindest nicht so viele wie behauptet wird. Ich denke, da ist was dran.
... und es gibt viele Stimmen die etwas behaupten. Es gibt welche, die sogar behaupten, das EEG sei eine Erfolgsstory und das trotz Merkel und Rösler, die sonst nichts bringen. So wie hier:
Zitat
Sicher könnte es wesentlich besser werden, insbesondere, wenn die Merkel und er Rösler endlich mal wieder abgewählt werden. Die bringen hier nichts voran, aber auch gar nichts.
@superhaase, jeder darf und kann wählen was er möchte. So ist das in einer Demokratie. Sie sollten das einfach lassen. Es ist den Nutzern und Lesern zu wünschen, dass das Forum nicht weiter zur Wahlk(r)ampfplattform verkommt.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 20. April 2013, 16:18:17
Nach europäischem Recht sind Subventionen staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen,.....
Wenn man bestimmte Personen oder Unternehmen von ansonsten geltenden Abgaben befreit, dann ist das auch eine Subvention, weil eine Begünstigung bzw. Beihilfe aus staatlichen Mitteln, wie z.B. Steuernachlässen oder ähnlichem.

Die Befreiung von EEG-Umlage und Netzkosten ist nach der reinen Definition vielleicht keine Subvention, weil auch die EEG-Umlage keine Subvention ist.
Allerdings verwenden ja gerade die EEG-Gegner immer den Begriff Subvention in diesem Zusammenhang.
Jedenfalls stellt die Begünstigung durch die Befreiung von Energiewendekosten eine staatlich verordnete Beihilfe dar, die von den nicht privilegierten Stromverbrauchern finanziert wird.
Da sind wir uns ja wohl einig, oder?
Nun ist es jedenfalls nicht einzusehen, warum Verkehrsbetriebe davon befreit werden sollen, nur weil dann die Ticketpreise ein paar Prozent steigen würden.
Warum soll ein Landbewohner, die nie U-Bahn fährt, über seine Stromkosten die U-Bahnnutzer in den Großstädten "quersubventionieren"?
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 20. April 2013, 16:28:16
Nun ist es jedenfalls nicht einzusehen, warum Verkehrsbetriebe davon befreit werden sollen, nur weil dann die Ticketpreise ein paar Prozent steigen würden.
Warum soll ein Landbewohner, die nie U-Bahn fährt, über seine Stromkosten die U-Bahnnutzer in den Großstädten "quersubventionieren"?
@superhaase, sie blicken halt immer wieder nur aus der queren Perspektive ihrer Solaristenscharte:

Es ist nicht der U-Bahnnutzer, es ist der PV-Einspeiser der da quer subventioniert wird.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 20. April 2013, 16:38:13
Es ist nicht der U-Bahnnutzer, es ist der PV-Einspeiser der da quer subventioniert wird.
Sie reden immer so einen Blödsinn.  ::)

Der Umbau der Stromversorgung für die Energiewende wird von der Gesellschaft als notwendig betrachtet.
Die damit verbundenen Kosten müssen von den Stromverbrauchern getragen werden.
Also zahlen die Stromverbraucher an die neuen Stromerzeuger.
Wer Strom verbraucht, zahlt mit.
Wer mehr verbraucht, zahlt mehr, wer weniger verbraucht, zahlt weniger. Wer keinen Strom verbraucht, weil er in seinem Schrebergarten ohne Stromanschluss lebt, zahlt auch nichts.
Gerechteres ist gar nicht denkbar.

Wo ist da eine Quersubventionierung?

Wenn aber der U-Bahnfahrer für den U-Bahnstrom nicht die vollen Kosten zahlt, weil die teilweise auf nicht-privilegierte Stromverbraucher abgewälzt werden, dann ist das eine Quersubventionierung, weil der U-Bahnfahrer nicht für seine Kosten aufkommt, sondern ein anderer.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 20. April 2013, 18:01:53
Es ist nicht der U-Bahnnutzer, es ist der PV-Einspeiser der da quer subventioniert wird.
Sie reden immer so einen Blödsinn.  ::)
Wenn aber der U-Bahnfahrer für den U-Bahnstrom nicht die vollen Kosten zahlt, weil die teilweise auf nicht-privilegierte Stromverbraucher abgewälzt werden, dann ist das eine Quersubventionierung, weil der U-Bahnfahrer nicht für seine Kosten aufkommt, sondern ein anderer.
;D ;D Doktrinär im Solarismus wie eh und je. @superhaase, es sind nicht die Kosten des U-Bahnfahrers, es ist die Rede von der EEG-Umlage. Diese ergibt sich aus der Subventionierung des EE-Stroms, sprich im Wesentlichen zu Gunsten der PV-Einspeiser. Das ist kein "Blödsinn", das ist so, da beißt die Maus keinen Faden ab! Wollen Sie Fakten denn  immer wieder bestreiten? Das ist doch Unsinn.  ;)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 21. April 2013, 15:28:30
;D ;D Doktrinär im Solarismus wie eh und je. @superhaase, es sind nicht die Kosten des U-Bahnfahrers, es ist die Rede von der EEG-Umlage. Diese ergibt sich aus der Subventionierung des EE-Stroms, sprich im Wesentlichen zu Gunsten der PV-Einspeiser. Das ist kein "Blödsinn", das ist so, da beißt die Maus keinen Faden ab! Wollen Sie Fakten denn  immer wieder bestreiten? Das ist doch Unsinn.  ;)
Doch, es ging um die Stromkosten für die Verkehrsbetriebe und somit um die Kosten, die ein U-Bahnfahrer über seine Tickets zu tragen hat. Sie hatten diese Thematik selbst hier eingeführt.

In diesem Thread möchten Sie, lieber PLUS, die Verkehrsbetriebe von der EEG-Umlage weiterhin befreit sehen und die entsprechenden Kosten weiter auf die nicht-privilegierten Stromverbraucher abgewälzt sehen.
Und das, obwohl Ihnen doch angeblich der nicht-privilegierte Stromverbraucher so am Herzen liegt, wie Sie in anderen Threads immer hervorheben.

Daran sieht  man mal wieder was für unausgegorenes Zeug Sie hier dauernd von sich geben und wie Sie sich in verschiedenen Threads gerne auch mal selbst widersprechen.

Da hilft Ihnen auch nicht, jetzt wieder mit einem Hinweis auf die (unbestrittene) Ökostrom-"Subventionierung" ablenken zu wollen, um nicht zugeben zu müssen, dass die Befreiung von Verkehrsbetrieben von der EEG-Umlage eine "Subventionierung" der U-Bahnfahrer durch nicht-privilegierte Stromverbraucher ist.

Was ihre Glaubwürdigkeit betrifft haben Sie sich hier wieder mal so richtig ins Knie geschossen.   ;D
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 21. April 2013, 21:28:04
Doch, es ging um die Stromkosten für die Verkehrsbetriebe und somit um die Kosten, die ein U-Bahnfahrer über seine Tickets zu tragen hat. Sie hatten diese Thematik selbst hier eingeführt.
Trotzig, einfach kindisch!  >:(
In diesem Thread möchten Sie, lieber PLUS, die Verkehrsbetriebe von der EEG-Umlage weiterhin befreit sehen und die entsprechenden Kosten weiter auf die nicht-privilegierten Stromverbraucher abgewälzt sehen. Und das, obwohl Ihnen doch angeblich der nicht-privilegierte Stromverbraucher so am Herzen liegt, wie Sie in anderen Threads immer hervorheben.
Ja, ich möchte die Verkehrsbetriebe und alle anderen Stromverbraucher von dieser EEG-Umlage befreien. Ich will im Gegensatz zu Ihnen an keinen Verbraucher die eigene Zeche abwälzen. Ich halte diese "Umlage" nicht umsonst schon lange für verfassungswidrig. (http://www.huegelland.net/eeg_verfassungwidrigkeit.htm) Ich produziere daher auch nicht unwirtschaftlich Strom und kassiere dafür zwanzig Jahre lang garantierte Wucherpreise, wann immer ich nur einspeisebereit wäre.
Daran sieht  man mal wieder was für unausgegorenes Zeug Sie hier dauernd von sich geben und wie Sie sich in verschiedenen Threads gerne auch mal selbst widersprechen. Da hilft Ihnen auch nicht, jetzt wieder mit einem Hinweis auf die (unbestrittene) Ökostrom-"Subventionierung" ablenken zu wollen, um nicht zugeben zu müssen, dass die Befreiung von Verkehrsbetrieben von der EEG-Umlage eine "Subventionierung" der U-Bahnfahrer durch nicht-privilegierte Stromverbraucher ist. Was ihre Glaubwürdigkeit betrifft haben Sie sich hier wieder mal so richtig ins Knie geschossen.   ;D
Sorgen Sie sich besser um ihre eigene Glaubwürdigkeit. "Unausgegorenes Zeug", Sie wissen, dafür sind Sie zuständig im Forum. ;)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Cremer am 16. Mai 2013, 15:44:37
Wenn man die A 61 bei Rheinböllen in Richtung Norden befährt, dann erkennt man schon den EEG-Wahn !!!
Links und rechts sprießen nur so die Windmühlenspargel aus dem Boden.

Hier am Beginn des Hunsrück und des Soonwaldes wurden die ersten tiefgreifenden Sünden begannen. Auf dem Kandrich (rechts) und Hochsteinchen (links) entstanden und entstehen riesige Windräder, welche die shcöne Waldlandschaft durchziehen. Der Hochsteinchen ist rundrum mit 10 Windmühlen zugepflastert, oben die großen 5 MW, an den Hängen die kleineren Anlagen.

Fährt man dann von der A61 ab auf die B 50 erkennt man in Höhe Ellern und Argenthal rechts den Wahnsinn des Rhein-Hunsrück-Kreises. Ich bin total entsetzt seit meiner letzten Fahrt auf der  B 50. Dieser Landkreis hat es fertig gebracht die Ver-Igelung der Landschaft am weitesten vorangetrieben zu haben. Links ist hier der Soonwald noch unberührt und ich hoffe dass dies so bleibt.
Weiter in Richtung Flugplatz Hahn sind auch rechts bald keine Windräder zu sehen, da der Flughafen so etwas in seiner Nähe verbietet. Erst bei Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich) gibt es wieder einige Windmühlen auf der Hochfläche. Die Wälder um den Idarkopf und Erbeskopf sind auch hier unberüht und müssen so bleiben !!!!

Wann hört der (Juwi-)Wahnsinn des Landkreises  Rhein-Hunsrück auf?

http://de.wikipedia.org/wiki/Windpark_Ellern

Da liebe ich eher die Braunkohle und Steinkohlekraftwerke  :)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: userD0005 am 17. Mai 2013, 08:01:18
Wenn man die A 61 bei Rheinböllen in Richtung Norden befährt, dann erkennt man schon den EEG-Wahn !!!
Links und rechts sprießen nur so die Windmühlenspargel aus dem Boden.

Hier am Beginn des Hunsrück und des Soonwaldes wurden die ersten tiefgreifenden Sünden begannen. Auf dem Kandrich (rechts) und Hochsteinchen (links) entstanden und entstehen riesige Windräder, welche die shcöne Waldlandschaft durchziehen. Der Hochsteinchen ist rundrum mit 10 Windmühlen zugepflastert, oben die großen 5 MW, an den Hängen die kleineren Anlagen.

Fährt man dann von der A61 ab auf die B 50 erkennt man in Höhe Ellern und Argenthal rechts den Wahnsinn des Rhein-Hunsrück-Kreises. Ich bin total entsetzt seit meiner letzten Fahrt auf der  B 50. Dieser Landkreis hat es fertig gebracht die Ver-Igelung der Landschaft am weitesten vorangetrieben zu haben. Links ist hier der Soonwald noch unberührt und ich hoffe dass dies so bleibt.
Weiter in Richtung Flugplatz Hahn sind auch rechts bald keine Windräder zu sehen, da der Flughafen so etwas in seiner Nähe verbietet. Erst bei Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich) gibt es wieder einige Windmühlen auf der Hochfläche. Die Wälder um den Idarkopf und Erbeskopf sind auch hier unberüht und müssen so bleiben !!!!

Wann hört der (Juwi-)Wahnsinn des Landkreises  Rhein-Hunsrück auf?

http://de.wikipedia.org/wiki/Windpark_Ellern

Da liebe ich eher die Braunkohle und Steinkohlekraftwerke  :)

Genau Herr Cremer. Kohlerverfeuerung hat den Vorteil, dass die Kohle vom Himmel fällt.
Es braucht keine großen Tagebaue, keine großflächige Vernichtung von bis zu 300 Jahre altem Baumbestand,
Verdrängung der Tierwelt und (zwangsweise) Umsiedlung ganzer gewachsener Gemeinde.

Die Verockerung der Spree und ihrer Nebenflüsse bis hoch in den Spreewald ist auch eigentlich ganz ne tolle Sache..
Die ockerne Verfärbung des Wasser, die Verödung des Fluus- und Seegrundes einhergehend damit
das die ganze Tierwelt hops geht.... das passt sich wirklich gut in die Landschaft ein.

Vorallendingen ist das gaaaaanz billig. Schnipp das Loch ist wieder zu, die Tiere wieder da,
die Bäume wieder gewachsen und die Spree wieder sauber....... TOLLL.

Naja, die Auswirkungen werden von der LMBV beseitigt, die Kosten eventuelle Risiken trägt
der Steuerzahler. Mal schauen was es kostet die 50km. Spree und Nebenflüsse von der
Verockerung zu befreien.

Alle Freunde der Braunkohle sind herzlich hierzu eingeladen die Bürste zu schwingen.
Gabs ja früher schon und nannte sich Subbotnik.

Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Stromfraß am 17. Juni 2013, 22:47:38
Ja, die Lieben sind verschieden.
Wer an Windkraft und PV ordentlich verdienr, liebt vor allem diese.
Viele Jahre liebten wir die KKW und den erzeugten"sauberen" Strom.
Dann kam Fukushima und Kernkraft war passé. Wegen der Sicherheit, wurde nun gesagt.
Es war aber nicht gar so schlimm mit der Sicherheit, denn die Hälfte läuft immer noch und das über Jahre,
Nun sollten es die Erneuerbaren Energien richten.
Aber die kamen trotz horrender Subventionen nicht so schnell aus den Puschen.
Wusste man, aber die Zeit drängte ...
Wer drängte eigentlich so, dass man völlig planlos handeln musste?
Ja und nun stellte mam fest, dass "Übergangslösungen" her mussten, also Braunkohle- und Steinkohlekraftewerke und auch die Gaskraftwerke wurden wiederbelebt.
Wer hat eigentlich in Deutschland das Sagen hinsichtlich der Energieprobleme?
Die Kanzlerin, Altmaier oder Rößler oder der Finanzminister oder alle, was wohl heißt, keiner?
Wir haben schon viel erlebt, aber dieses derzeitige Chaos sucht seinesgleichen.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Cremer am 26. Juni 2013, 15:35:18
@pitti,

Sie finden ja mal wieder nur eine Antwort auf meinen letzten Satz bzg. Braun- und Steinkohlekraftwerke.

Das andere von mir gesagte berührt Sie garnicht oder verweigern es einfach!

Der Brand der Lagerhalle in Ludwigshafen am Samstag zeigte mal wieder deutlich die Gefahren die von PV-Anlagen ausgehen. Es wird ein Fehler in der PV-Anlage, welche das ganze Dach bedeckte, als Ursache für den Brand höchstwahrscheinlich vermutet.

Dies war eine nicht unerhebliche Umweltbelastung, vor allem durch den ungehinderten Russpartikelbeaufschlagung der Umwelt.
4800 Tonnen Kunststoffgranulat verbrannten dort. Nur 1 kg dieses Materials verursacht bei der Verbrennung 900 m³ Rauch !!!!
Tolle PV-Errungenschaft, weiter so  ;)


Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Wolfgang_AW am 26. Juni 2013, 16:17:38

Der Brand der Lagerhalle in Ludwigshafen am Samstag zeigte mal wieder deutlich die Gefahren die von PV-Anlagen ausgehen. Es wird ein Fehler in der PV-Anlage, welche das ganze Dach bedeckte, als Ursache für den Brand höchstwahrscheinlich vermutet.

Dies war eine nicht unerhebliche Umweltbelastung, vor allem durch den ungehinderten Russpartikelbeaufschlagung der Umwelt.
4800 Tonnen Kunststoffgranulat verbrannten dort. Nur 1 kg dieses Materials verursacht bei der Verbrennung 900 m³ Rauch !!!!
Tolle PV-Errungenschaft, weiter so  ;)

Ihre Argumentation steht auf tönernen Füßen.

Zunächst heißt es richtigerweise: vermutlich! Also könnte durch ... ausgelöst worden sein! Könnte auch in einer fehlerhaften Installation liegen!

Zweitens liegt die umweltschädliche Rauchentwicklung beim Kunststoffgranulat, PV spielt hierbei keine Rolle, da bei jeglicher Brandursache das Granulat so reagiert hätte.

Wie argumentieren Sie denn, wenn ein Hausbrand durch die verlegte Elektrik ausgelöst wird? ... zeigt mal wieder deutlich die Gefahren die von elektrischen Anlagen ausgehen. Zurück zum Kienspan? Der aber auch Brandgefahren birgt  ;)

Großbrand durch Kurzschluss? (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/-/id=1682/nid=1682/did=11633392/urtddb/)

Zitat
Weitere Ermittlungen sollen jetzt klären, ob der Kabelbrand durch einen Fehler in der Solartechnik entstand oder möglicherweise auf einen Sturmschaden zurückzuführen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW

Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: userD0005 am 27. Juni 2013, 09:04:40
@pitti,

Sie finden ja mal wieder nur eine Antwort auf meinen letzten Satz bzg. Braun- und Steinkohlekraftwerke.

Das andere von mir gesagte berührt Sie garnicht oder verweigern es einfach!

Der Brand der Lagerhalle in Ludwigshafen am Samstag zeigte mal wieder deutlich die Gefahren die von PV-Anlagen ausgehen. Es wird ein Fehler in der PV-Anlage, welche das ganze Dach bedeckte, als Ursache für den Brand höchstwahrscheinlich vermutet.

Dies war eine nicht unerhebliche Umweltbelastung, vor allem durch den ungehinderten Russpartikelbeaufschlagung der Umwelt.
4800 Tonnen Kunststoffgranulat verbrannten dort. Nur 1 kg dieses Materials verursacht bei der Verbrennung 900 m³ Rauch !!!!
Tolle PV-Errungenschaft, weiter so  ;)

@Cremer

mir ist jedes Windrad, jede PV, Solarthermie lieber als diese ganzen KKW mit ihren Restmüllhalden, Braunkohlegruben + Kraftwerk, Sowie die riesiegen Trassen um den Strom dann noch zum Kunden zu transportieren.

Mal nüchtern betrachtet ist eine PV eine technische Einrichtung. Diese kann auf Grund von Material- oder Montage- oder Konstruktionsfehlern oder äußeren Einflüssen eine Fehlfunktion haben. Auf Grund der räumlichen Eingrenzung ist das Risiko welches durch Fehlfunktionen solch einer Anlage für die Umwelt entsteht doch eher gering im Vergleich zu den Auswirkungen einen KKW Gau's. Ja , ich ziehe hier gerne die KKW Karte. Vorallendingen sind die Schadensauswirkungen wenigstens versichert.

Drauf zu schließen, dass eine Fehlfunktion der PV die Ursache für diesen Schaden ist, find ich abenteuerlich. Einige Zeilen höher schreiben Sie.... "vermutlich". ganz am Ende bezeichnen Sie die Verbrennung des Kunststoffgranulats als Zitat "Tolle PV-Errungenschaft".

Naja, ich lass das mal so stehen.....
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 27. Juni 2013, 11:10:13
mir ist jedes Windrad, jede PV, Solarthermie lieber als diese ganzen KKW mit ihren Restmüllhalden, Braunkohlegruben + Kraftwerk, Sowie die riesiegen Trassen um den Strom dann noch zum Kunden zu transportieren.

Mal nüchtern betrachtet ist eine PV eine technische Einrichtung. Diese kann auf Grund von Material- oder Montage- oder Konstruktionsfehlern oder äußeren Einflüssen eine Fehlfunktion haben. Auf Grund der räumlichen Eingrenzung ist das Risiko welches durch Fehlfunktionen solch einer Anlage für die Umwelt entsteht doch eher gering im Vergleich zu den Auswirkungen einen KKW Gau's. Ja , ich ziehe hier gerne die KKW Karte. Vorallendingen sind die Schadensauswirkungen wenigstens versichert.

Drauf zu schließen, dass eine Fehlfunktion der PV die Ursache für diesen Schaden ist, find ich abenteuerlich. Einige Zeilen höher schreiben Sie.... "vermutlich". ganz am Ende bezeichnen Sie die Verbrennung des Kunststoffgranulats als Zitat "Tolle PV-Errungenschaft".
Wir steigen in Deutschland aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie zur Stromgewinnung aus. Es gibt da aber noch ganz andere Atomgefahren, davon hört man wenig aus dieser Ecke. Schon deshalb ist diese Argumentation nicht nur unaufrichtig, sie ist einfach ideologisch gesteuert und albern.  Dazu werden mit der EE-Erzeugung  im Zusammenhang stehende Risiken für Menschen und die Umwelt einfach ausgeblendet.

Die Ursache der Katastrophe von Fukushima war keine "Fehlfunktion" der Anlage sondern ein Erdbeben. Die Folge davon ein Tsunami mit einer zehn Meter hohen Welle, dabei  kollabierten mehrere Kühlsysteme im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und es wurden erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Man hat das dort bestehende Risiko nicht berücksichtigt.  Es ist nicht vergleichbar, aber bei den PV-Dächern auf der Lagerhalle in Ludwigshafen hat man das Risiko auch nicht berücksichtigt.  Das auch noch zu leugnen, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, ist bezeichnend.

Ein Kernkraftwerk mittlerer Größe produziert ca. 1.200 Megawatt Strom pro Stunde. Eine Windkraftanlage kommt auf etwa 6 Megawatt. Aber es gibt dafür nicht immer genug Wind und es herrscht auch manchmal Flaute. Im Jahr 2009 haben alle Atomkraftwerke in Deutschland 135 Millionen Megawatt Strom produziert und die 21.000 Windkraftanlagen etwa 38,6 Millionen Megawatt. Wenn man diese realen Werte zugrunde legt, sieht man, dass mehr als 4.300 Windkraftanlagen ein Atomkraftwerk rechnerisch(!) ersetzen. Würde man diese in einer Reihe und mit einem Abstand von 210 Metern aufstellen, dann wäre die Reihe 903 Kilometer lang, die Strecke von Flensburg nach München.

(!)Rechnerisch bedeutet nicht wirklich. Es braucht für  die Sonne- und Windkraftwerke immer Ersatz. Daran wird sich nichts ändern.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Energiesparer51 am 27. Juni 2013, 11:40:10
..

Ein Kernkraftwerk mittlerer Größe produziert ca. 1.200 Megawatt Strom pro Stunde.

Die Ergänzung "pro Stunde" ist unsinnig, da Megawatt bereits eine Einheit für die Leistung ist. Das Kraftwerk erzeugt 1200 Megawattstunden pro Stunde.
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: superhaase am 27. Juni 2013, 12:09:38
Wir steigen in Deutschland aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie zur Stromgewinnung aus. Es gibt da aber noch ganz andere Atomgefahren, davon hört man wenig aus dieser Ecke. Schon deshalb ist diese Argumentation nicht nur unaufrichtig, sie ist einfach ideologisch gesteuert und albern.
Soso.
Weil es andere Atomgefahren gibt, ist also die Reduzierung und langfristige Beendigung der Atomgefahr "Atomstromerzeugung" "ideologisch gesteuert und albern"?
Ich würde eher sagen, das festhalten an der Atomstromproduktion entgegen allem Wissen um die Unbeherrschbarkeit und um die Endlagerproblematik ist "ideologisch gesteuert und getrieben durch Klientelinteresse".

Zitat
Dazu werden mit der EE-Erzeugung  im Zusammenhang stehende Risiken für Menschen und die Umwelt einfach ausgeblendet.
Ach ja? Woran machen Sie das fest?
Die Risiken für Menschen und Umweltschäden, die mit der EE-Stromerzeugung verbunden sind, werden nicht nur betrachtet und mit denen der Atomstromerzeugung verglichen (wobei man zu dem Schluss kam, dass die EE-Stromerzeugung weniger Risiken mit sich bringt), sondern die unmittelbaren Schadensrisiken weden sogar versichert. Bei Atomkraftwerken sind die unmittelbaren Schadenriskiken für Mensch und Umwelt aber nicht versichert, ja nicht versicherbar, wie Tschernobyl und Fukushima gezeigt haben.

Lieber PLUS, es ist schon immer wieder erstaunlich, wie verdreht Sie die Sachen wahrnehmen und hier darstellen.
Es ist wieder einmal, wie so oft, absolut offensichtlich genau das Gegenteil von dem wahr, was Sie hier schreiben.

Zitat
Die Ursache der Katastrophe von Fukushima war keine "Fehlfunktion" der Anlage sondern ein Erdbeben. Die Folge davon ein Tsunami mit einer zehn Meter hohen Welle, dabei  kollabierten mehrere Kühlsysteme im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und es wurden erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Man hat das dort bestehende Risiko nicht berücksichtigt.  Es ist nicht vergleichbar, aber bei den PV-Dächern auf der Lagerhalle in Ludwigshafen hat man das Risiko auch nicht berücksichtigt.  Das auch noch zu leugnen, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, ist bezeichnend.
Nochmal, wie schon oben:
Das Risiko der PV-Anlage auf der Lagerhalle war laut dem Bericht definitiv berücksichtigt und auch versichert!
Was erzählen Sie wieder für einen Blödsinn ...  ::)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: PLUS am 27. Juni 2013, 14:52:52
Weil es andere Atomgefahren gibt, ist also die Reduzierung und langfristige Beendigung der Atomgefahr "Atomstromerzeugung" "ideologisch gesteuert und albern"?
Ich würde eher sagen, das festhalten an der Atomstromproduktion entgegen allem Wissen um die Unbeherrschbarkeit und um die Endlagerproblematik ist "ideologisch gesteuert und getrieben durch Klientelinteresse".
..
Lieber PLUS, es ist schon immer wieder erstaunlich, wie verdreht Sie die Sachen wahrnehmen und hier darstellen.
Es ist wieder einmal, wie so oft, absolut offensichtlich genau das Gegenteil von dem wahr, was Sie hier schreiben.
@Supperhaase, wo steht denn da "Weil"? Da sind sie wieder, Ihre unverschämten Unterstellungen!
"Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie verdreht Sie die Sachen wahrnehmen und hier darstellen. Es ist wieder einmal, wie so oft, absolut offensichtlich genau das Gegenteil von dem wahr, was Sie hier schreiben."
Die Risiken für Menschen und Umweltschäden, die mit der EE-Stromerzeugung verbunden sind, werden nicht nur betrachtet und mit denen der Atomstromerzeugung verglichen (wobei man zu dem Schluss kam, dass die EE-Stromerzeugung weniger Risiken mit sich bringt), sondern die unmittelbaren Schadensrisiken weden sogar versichert.
Besser wäre es, wenn man die Risiken beachten und berücksichtigen würde. Was nutzt eine Versicherung bei nicht wiedergutzumachenden Schäden an Leben, Gesundheit und Umwelt? Was soll denn der Vergleich mit der Atomstromerzeugung bringen? Eine Rechtfertigung für die Umweltschädigung?!

Spielen zum Beispiel die Grundwassergefahren bei der sogenannten Bioenergie keine Rolle? Wirklich versichert? Wieviel Solardächer sind mit Cadmium-Modulen (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/entsorgung-die-schmutzigen-seiten-der-solarenergie-1579062.html) bedeckt? usw. usf..

Bei der Bewertung von klimaschädlichen Emissionen bei der "Bio-" und "Öko"-energie müssen alle Treibhausgase (Kohlendioxid, Stickoxide, Methan ..) einbezogen werden, die z.B. aus der Verwendung von Düngemitteln und aus dem Verbrauch u. a. von Brennstoffen resultieren. Dabei sind auch die direkten und indirekten Auswirkungen der Landnutzung auf die Landnutzung selbst und auf das gesamte Ökosystem zu berücksichtigen. Sobald die Kürzel  Bio, ÖKO, EE, PV Verwendung finden, ist man in den einschlägigen Kreisen ideologisch bedingt blind. Nicht selten werden die Kürzel dazu einfach zur Profitmaximierung missbraucht.

PS Rücksichtslose Profitgier. Auswirkungen auf Dritte auch hier egal: Biosprit aus Nahrungsmittel (http://www.regenwald.org/news/5212/auf-sumatra-brennen-die-waelder-eu-giesst-noch-oel-ins-feuer)
Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: userD0005 am 27. Juni 2013, 15:03:30
Es gibt da aber noch ganz andere Atomgefahren, davon hört man wenig aus dieser Ecke.

ich habs geahnt....... da sind noch ganz andere Risiken....

Sarkasmus an:
Wenn mal die Hälfte meiner 140 Monokristallinen 190Wp PV-Module auf meinem Hausdach "hochgehen" ist der gesamte Landstrich nicht mehr bewohnbar :o...... ROFL Sarkasmus aus.

Der von meiner und von den PV-Anlagen meiner Nachbarn produzierten PV Strom,
wird 100% hier vor Ort im örtlichen Niederspannungsnetz eingespeist und von allen dort angeschlossenen Verbrauchern inkl. mir verbraucht.

Ich frag mich immernoch wieviel von diesen vielen kWh Atomstrom/Kohlestrom produziert wurden obwohl sie in Deutschland garnicht gebraucht wurden..... Vielleicht geht die Strasse dann nur noch bis Erfurt......

Titel: Re: Boom bei Solarenergie in Deutschland ungebrochen
Beitrag von: Stromfraß am 07. Juli 2013, 10:27:57
Es gibt da aber noch ganz andere Atomgefahren, davon hört man wenig aus dieser Ecke.

ich habs geahnt....... da sind noch ganz andere Risiken....

Es ist schon erstaunlich, was alles für Argumente für oder gegen diese oder jene Energiegewinnung herangezogen werden.
Fakt ist doch, dass derzeit nur ein Mix in diesem oder jenem prozentualen Verhältnis den Energiebedarf in Deutschlan decken kann.
Wir wissen um die Gefahren, die von einem KKW ausgehen können. Fukushima wurde sogar als Begründung dafür genommen, uns nach und nach von der Kernenergie zu verabschieden.
Wir wissen auch, dass seit Jahrzehnten die Endlagerfrage ungeklärt ist und wohl auch noch Jahre auf sich warten lässt.
Wir wissen auch, dass Stein- und Braunkohle-Kraftwerke nicht die Endlösung sein können und auch Gaskraftwerke nicht.
Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien!
Das sieht die Mehrheit der Deutschen so und ich halte den eingeschlagenen Weg für unumkehrbar.
Grundlage des Handelns muss also diese Erkenntnis sein.
Nun gilt es, einen Weg zu finden, der von den Verbrauchern, also von uns allen, mitgetragen wird.
Es kann nicht angehen, dass die Lastenverteilung, die nun mal mit der Energiewende ansteht, recht unterschiedlich ausfällt und manche noch als Profiteure dieser Entwicklung hervorbringt. Und einer dieser Profiteure ist der Staat, der dem Stromverbraucher noch zusätzlich in die Taschen fasst, trotz aller Beteuerungen der Politiker.