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Direkt zum Artikel auf der Website der NASA: https://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/carbon-dioxide-fertilization-greening-earth

Link Googleübersetzung: https://www-nasa-gov.translate.goog/feature/goddard/2016/carbon-dioxide-fertilization-greening-earth/?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

daraus zitiert:
Zitat
Laut einer neuen Studie, die am 25. April in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht wurde, haben ein Viertel bis die Hälfte der bewachsenen Länder der Erde in den letzten 35 Jahren eine deutliche Begrünung gezeigt, was hauptsächlich auf den Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids zurückzuführen ist .
...
Die Ergebnisse zeigten, dass die Kohlendioxiddüngung 70 Prozent des Begrünungseffekts erklärt, sagte Co-Autor Ranga Myneni, Professor am Department of Earth and Environment der Boston University. „Der zweitwichtigste Treiber ist Stickstoff mit 9 Prozent. Wir sehen also, welch übergroße Rolle CO2 in diesem Prozess spielt.“
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Die Entscheidung BGH, Urt. v. 6.7.22 Az. VIII ZR 155/21 Leitsatzentscheidung Fernwärme ist veröffentlicht:

https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=130863&pos=11&anz=867

Zitat
BGB §§ 306, 134; AVBFernwärmeV §§ 4, 24 Abs. 4 (in der bis zum 4. Oktober
2021 geltenden Fassung); KlauselRL Art. 6 Abs. 1
a) Bei Preisänderungsklauseln in Fernwärmelieferungsverträgen gebietet das Transparenzgebot in § 24 Abs. 4 Satz 2 AVBFernwärmeV eine Erläuterung der Zusammensetzung der Bezugspreise des Fernwärmeversorgungsunternehmens, also insbesondere der diesen zugrundeliegenden vertraglichen und preislichen Bestimmungen, oder auch die namentliche Bezeichnung des Bezugslieferanten nicht. Allerdings muss eine Preisänderungsklausel zum Arbeitspreis, mit dem die vom Kundenabgenommene Wärmemenge vergütet wird, nach § 24 Abs. 4 Satz 1 AVBFernwärmeV zwingend auch die jeweiligen Verhältnisse auf dem Wärmemarkt angemessen berücksichtigen (Bestätigung des Senatsurteils vom 1. Juni 2022 - VIII ZR 287/20, juris Rn. 20 ff., 27 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

b) Nach Maßgabe des § 306 Abs. 1 BGB führt die Unwirksamkeit einer nur eine Preiskomponente (hier: den Arbeitspreis) betreffenden Preisänderungsklausel nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV in Verbindung mit § 134 BGB nicht zugleich zur Unwirksamkeit andere Preiskomponenten (hier: den Bereitstellungspreis) betreffender Anpassungsklauseln, wenn es sich - wie im Regelfall - um inhaltlich voneinander trennbare Vertragsklauseln handelt, die jeweils Gegenstand einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV sind (Bestätigung des Senatsurteils vom 6. April 2022 - VIII ZR 295/20, NJW 2022, 1944 Rn. 44 ff.).

c) Die in Energieversorgungsstreitigkeiten entwickelte sogenannte Dreijahreslösung des Senats vermeidet die bei einer Gesamtnichtigkeit des Versorgungsvertrags für den Kunden eintretenden nachteiligen Folgen einer bereicherungsrechtlichen (Rück-)Abwicklung, indem sie entsprechend den auch nach der jüngeren Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zu beachtenden Zielsetzungen von Art. 6 Abs. 1 der Klausel-Richtlinie 93/13/EWG darauf angelegt ist, die nach dem Vertrag bestehende formale Ausgewogenheit der Rechte und Pflichten der Vertragsparteien unter Heranziehung und Gewichtung ihrer Interessen durch eine materielle Ausgewogenheit zu ersetzen und auf diese Weise ein Gleichgewicht der Rechte und Pflichten tatsächlich wiederherzustellen (Bestätigung des Senatsurteils vom 1. Juni 2022 - VIII ZR 287/20, juris Rn. 42 ff. mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

d) Der nach der Dreijahreslösung maßgebliche Preis tritt endgültig an die Stelle des zwischen den Parteien des Energieversorgungsvertrags vereinbarten Anfangspreises. Wird dieser neue "Ausgangspreis" anschließend unterschritten, hat der Kunde für die Zeiträume der Preisunterschreitungen aber nur die geringeren Entgelte zu entrichten (Bestätigung der Senatsurteile vom 6. April 2016 - VIII ZR 79/15, BGHZ 209, 337 Rn. 40; vom 5. Oktober 2016 - VIII ZR 241/15, NJW-RR 2017, 557 Rn. 27). Da derartige nachträgliche Preissenkungen jedoch den nach der Dreijahreslösung maßgeblichen neuen "Ausgangspreis" nicht dauerhaft ersetzen, kann der Energieversorger nach einer solchen Preissenkung anschließend auch erneute Preissteigerungen geltend machen, soweit diese den nach der Dreijahreslösung maßgeblichen "Ausgangspreis" nicht überschreiten.

e) Ein Fernwärmeversorgungsunternehmen ist gemäß § 4 Abs. 1, 2 AVBFernwärmeV in Verbindung mit § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV berechtigt und - soweit das Kundeninteresse dies erfordert - verpflichtet, eine von ihm gegenüber Endkunden verwendete - von Vertragsbeginn an unwirksame oder ab einem bestimmten Zeitpunkt danach unwirksam gewordene - Preisänderungsklausel auch während des laufenden Versorgungsverhältnisses mit Wirkung für die Zukunft einseitig anzupassen, wenn und soweit dadurch sichergestellt wird, dass die Klausel den Anforderungen
des § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV entspricht (Bestätigung des Senatsurteils vom 26. Januar 2022 - VIII ZR 175/19, ZIP 2022, 901 Rn. 30 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
BGH, Urteil vom 6. Juli 2022 - VIII ZR 155/21 - KG Berlin
LG Berlin
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Die Leitsatzentscheidung BGH, Urt. v. 6.7.22 Az. VIII ZR 28/21 zur Fernwärme ist veröffentlicht:

https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=130827&pos=12&anz=857

Zitat
BGB §§ 306, 134; AVBFernwärmeV §§ 4, 24 Abs. 4 (in der bis zum 4. Oktober 2021 geltenden Fassung); KlauselRL Art. 6 Abs. 1

a) Bei Preisänderungsklauseln in Fernwärmelieferungsverträgen gebietet das Transparenzgebot in § 24 Abs. 4 Satz 2 AVBFernwärmeV eine Erläuterung der Zusammensetzung der Bezugspreise des Fernwärmeversorgungsunternehmens, also insbesondere der diesen zugrundeliegenden vertraglichen und preislichen Bestimmungen, oder auch die namentliche Bezeichnung des Bezugslieferanten nicht. Allerdings muss eine Preisänderungsklausel zum Arbeitspreis, mit dem die vom Kunden abgenommene Wärmemenge vergütet wird, nach § 24 Abs. 4 Satz 1 AVBFernwärmeV zwingend auch die jeweiligen Verhältnisse auf dem Wärmemarkt angemessen berücksichtigen (Bestätigung des Senatsurteils vom 1. Juni 2022 - VIII ZR 287/20, juris Rn. 20 ff., 27 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

b) Nach Maßgabe des § 306 Abs. 1 BGB führt die Unwirksamkeit einer nur eine Preiskomponente (hier: den Arbeitspreis) betreffenden Preisänderungsklausel nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV in Verbindung mit § 134 BGB nicht zugleich zur Unwirksamkeit andere Preiskomponenten (hier: den Bereitstellungspreis) betreffender Anpassungsklauseln, wenn es sich - wie im Regelfall - um inhaltlich voneinander trennbare Vertragsklauseln handelt, die jeweils Gegenstand einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV sind (Bestätigung des Senatsurteils vom 6. April 2022 - VIII ZR 295/20, NJW 2022, 1944 Rn. 44 ff.).

c) Die in Energieversorgungsstreitigkeiten entwickelte sogenannte Dreijahreslösung des Senats vermeidet die bei einer Gesamtnichtigkeit des Versorgungsvertrags für den Kunden eintretenden nachteiligen Folgen einer bereicherungsrechtlichen (Rück-)Abwicklung, indem sie entsprechend den auch nach der jüngeren Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zu beachtenden Zielsetzungen von Art. 6 Abs. 1 der Klausel-Richtlinie 93/13/EWG darauf angelegt ist, die nach dem Vertrag bestehende formale Ausgewogenheit der Rechte und Pflichten der Vertragsparteien unter Heranziehung und Gewichtung ihrer Interessen durch eine materielle Ausgewogenheit zu ersetzen und auf diese Weise ein Gleichgewicht der Rechte und Pflichten tatsächlich wiederherzustellen (Bestätigung des Senatsurteils vom 1. Juni 2022 - VIII ZR 287/20, juris Rn. 42 ff. mwN, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

d) Der nach der Dreijahreslösung maßgebliche Preis tritt endgültig an die Stelle des zwischen den Parteien des Energieversorgungsvertrags vereinbarten Anfangspreises. Wird dieser neue "Ausgangspreis" anschließend unterschritten, hat der Kunde für die Zeiträume der Preisunterschreitungen aber nur die geringeren Entgelte zu entrichten (Bestätigung der Senatsurteile vom 6. April 2016 - VIII ZR 79/15, BGHZ 209, 337 Rn. 40; vom 5. Oktober 2016 - VIII ZR 241/15, NJW-RR 2017, 557 Rn. 27). Da derartige nachträgliche Preissenkungen jedoch den nach der Dreijahreslösung maßgeblichen neuen "Ausgangspreis" nicht dauerhaft ersetzen, kann der Energieversorger nach einer solchen Preissenkung anschließend auch erneute Preissteigerungen geltend machen, soweit diese den nach der Dreijahreslösung maßgeblichen "Ausgangspreis" nicht überschreiten.

e) Ein Fernwärmeversorgungsunternehmen ist gemäß § 4 Abs. 1, 2 AVBFernwärmeV in Verbindung mit § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV berechtigt und - soweit das Kundeninteresse dies erfordert - verpflichtet, eine von ihm gegenüber Endkunden verwendete - von Vertragsbeginn an unwirksame oder ab einem bestimmten Zeitpunkt danach unwirksam gewordene - Preisänderungsklausel auch während des laufenden Versorgungsverhältnisses mit Wirkung für die Zukunft einseitig anzupassen, wenn und soweit dadurch sichergestellt wird, dass die Klausel den Anforderungen des § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV entspricht (Bestätigung des Senatsurteils vom 26. Januar 2022 - VIII ZR 175/19, ZIP 2022, 901 Rn. 30 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

BGH, Urteil vom 6. Juli 2022 - VIII ZR 28/21 - LG Berlin
AG Berlin-Schöneberg
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Ausland / Norwegen will Stromexport drosseln
« Letzter Beitrag von EviSell am 10. August 2022, 09:21:51 »
Auch Norwegens Wasserkraft lässt aufgrund der langen Trockenheit nach und um die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sichern (auch im Winter) wird die Stromerzeugung und auch der Stromexport gedrosselt: https://www-regjeringen-no.translate.goog/no/aktuelt/redegjorelse/id2923712/?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=en&_x_tr_pto=wapp


Zitat aus der deutschen Googleübersetzung:
Zitat
...
Bisher wurde in diesem Jahr in Südnorwegen weit weniger Strom (11,6 TWh) produziert als zur gleichen Zeit im Vorjahr - 18 Prozent weniger. In Südwestnorwegen war die Gesamtproduktion an regelbarer Wasserkraft letzte Woche die niedrigste, die wir in diesem Jahr bisher gesehen haben.
...
Die Regierung wird daher sicherstellen, dass wir Vorkehrungen treffen, die der Befüllung unserer Wasserkraftreservoirs und der Versorgungssicherheit mit Strom Vorrang einräumen und die Exporte begrenzen, wenn der Wasserstand in den Reservoirs auf sehr niedrige Niveaus sinkt.

Der Stromexport erhält viel Aufmerksamkeit. Das ist verständlich. Gleichzeitig können wir nicht ignorieren, dass unsere wetterabhängige Stromversorgung genau das ist; wetterabhängig. Wir sehen große Schwankungen von Jahr zu Jahr und zu verschiedenen Jahreszeiten. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben, obwohl wir in Norwegen normalerweise einen Stromüberschuss haben.
...


Norwegen erwägt, die Stromexporte zu begrenzen, um eine Krise im Inland zu verhindern

auch hier zitiert aus der deutschen Google-Übersetzung:

Zitat
Norwegen könnte bald eine Regel einführen, um seine enormen Stromexporte zu reduzieren, wenn der Pegel an Stauseen für die Wasserkrafterzeugung auf ein kritisch niedriges Niveau sinkt, um Stromknappheit und einen weiteren Anstieg der Energierechnungen im Inland zu verhindern.
...
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Strom (Allgemein) / Re: Vorteile der modernen Messeinrichtung...
« Letzter Beitrag von EviSell am 10. August 2022, 07:20:37 »
Über die intelligenten Stromzähler ist seinerzeit hier im Forum diskutiert worden. Oder einfach nach "smart meter" in der Suche eingeben.

Schon damals las man von Versorgungsperren und die 1000-Watt-Drosselungen bei finanzschwachen Kunden, die aus der Ferne durch den Einsatz solcher Zähler möglich wird.

Und heutzutage wird doch auch über die Abschaltung von Ladestationen für E-Autos ganz offen sich geäußert. Es ist also keine Theorie mehr, was damals von den Kritikern an dieser Technik befürchtet wurde.

Ein mir nahestehendes Familienmitglied hat jüngst auch eine "moderne Messeinrichtung" für den Strom bekommen. Natürlich nicht alleine, sondern alle in dem Wohnblock. Das konkrete Schreiben des Netzbetreibers enthält lediglich die Information, dass ein Zählerwechsel durchgeführt wurde, aber nicht, was dass Ding alles kann.
Da ich im Auftrag des FM dessen Stromanbieter mailte, um a.) den Zählerwechsel mitzuteilen und b.) nachfragte, ob der Zählerstand per Fernablese ermittelt wird und somit die Zählerstandsmeldung kundenseits entfallen kann, erhielt ich bejahende Antwort.
Allerdings lässt der Netzbetreiber den Kunden darüber, was der neue Zähler alles kann oder zur Bedienung, im Dunkeln.

Der Jahresverbrauch des Familienmitglieds liegt übrigens durchschnittlich bei 1000 kWh. Also weit weg von den "Großverbrauchern", bei denen faktisch versprochen wurde, durch den Einsatz Strom zu sparen.
Die Politik ist schon ziemlich zynisch, wenn sie diese Stromersparnis bei Eingriff in das Privatleben durch Abschaltungen erreichen will.

P.S. In den Wohnblöcken wird per Fernablese schon die Heizkostenverteiler, Warm- und Kaltwasserzähler abgelesen. Dafür hängt im Treppenhaus ein Kasten für den Funk. Sicherlich ist so noch nicht eine Fernsteuerung (also von außerhalb der Wohnung) der Heizkörper und des Wassers möglich.
Allerdings gibt es für Heizungen ja schon solche Technik, die per Fernsteuerung (Internet) die Thermostate regelt. Hätte ich sowas, würde ich mir jetzt auch Gedanken machen, ob da auch Fremde Zugriff nehmen können.
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Strom (Allgemein) / Vorteile der modernen Messeinrichtung...
« Letzter Beitrag von Erdferkel am 09. August 2022, 13:55:20 »
Ich hab so einen ganz kruden Gedanken...
User @Aspergius hat hier https://forum.energienetz.de/index.php/topic,21223.0.html gefragt:

 
...
Wurde nicht mit diesen intelligenten Zählern beworben, was man mit denen alles machen kann? Was für tolle Vorteile der Kunde durch diesen intelligenten Zähler hat? Welche habe ich denn nun eigentlich?
...
Nur der Tausch ist nie erfolgt. Vermutlich wurde der Zähler zurück gesetzt. Oder es wurde eine Fernreparatur vorgenommen. Ich habe keine Ahnung ob das geht . 
...
Kann es sein, dassman intelligente Zähler fernauslesen kann? Diesen Verdacht habe ich inzwischen.
Dazu folgende bösartige Verschwörungstheorie:
Fernwarten und auslesen kann man meines Wissens nur Geräte die über einen Onlinezugang verfügen, die Messeinrichtung ohne Anbindung wohl nicht.
ABER: Vielleicht haben die "modernen Messeinrichtungen" ja einen Rundsteuerempfänger an Bord? Zur Fernwartung und Zählerstandsübermittlung sind die Übertragungsraten zu schlecht, aber man könnte über einen gesendeten Befehl z.B. alle Geräte in Region L oder in den Regionen X, Y und Z alle Geräte mit Code ABC anweisen die nächsten 8 Stunden den Strom zu sperren oder zu begrenzen...
Dann hockt man 8h im dunklen, und, -netter Nebeneffekt, die meisten Heizungen laufen ohne Strom auch nicht  :)
Somit könnte man sehr bequem  die neue Gassparverordnung der EU umsetzen, ohne da Kontrolleure in die Häuser zu schicken. Der Druck in den Gasleitungen bleibt aufrecht, das grosse Hauptsicherungsventil im Keller offen... bis wieder Strom fließt und die Geräte der Gruppe BCD für die nächsten 8h abgeschaltet werden...
 
Nur so als reine Spinnerei, nicht zu ernst nehmen.
Ich hab mir damals eine normale Steckdose für meine Heizungsanlage einbauen lassen, ich kann also auch ohne externe Netzspannung die Umwälzpumpen der Solarthermie und auch die Therme und Fussbodenheizung mit unserem Notstromaggregat betreiben. Solange Druck auf der Gasleitung ist haben wir es warm, hab 300l Sprit für den Stromerzeuger im Bootstank im Winterlager, gerade vollgetankt, da kommen wir eine Weile mit rum.  8)
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Die Entscheidung OLG Düsseldorf, Beschluss vom 01.04.22 Az. 5 W 2/22 (Kart) zur Zulässigkeit der Preisspaltung zwischen Neu- und Bestandskunden in der Grundversorgung ist veröffentlicht:

https://openjur.de/u/2393985.html

Anmerkung:

Unter der Prämisse, dass der Grundversorger die Energie zur Deckung des Bedarfs der Gesamtheit seiner grundversorgten Kunden regelmäßig diversifiziert beschafft, d. h. zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu unterschiedlichen Preisen, ggf. von unterschiedlichen Quellen (Lieferanten), so kann eine solche Preisspaltung zwischen Neu- und Bestandskunden wohl allenfalls bis zu dem Zeitpunkt sachlich gerechtfertigt erscheinen, zu dem der Grundversorger den Mischpreis aus diversifizierten Beschaffungskosten einem einheitlichen Preis der Grundversorgung durch Neubekanntmachung zu Grunde legen kann, um hierdurch Preisspitzen bei beschafften Teilmengen im Interesse der Gesamtheit der grundversorgten Kunden teilweise zu glätten. 

In Anbetracht des Umstandes, dass die Rechtsprechung des BGH die Nachholung von Kostensteigerungen bei Preisänderungen gem. § 36 EnWG zulässt und solche Preisänderungen gem. § 5 Abs. 2 Satz 1 GVV bereits sechs Wochen nach Ankündigung zum Monatsersten erfolgen können, erscheint die sachliche Rechtfertigung für eine solche Preisspaltung zwischen Neu- und Bestandskunden doch insgesamt fraglich.

Werden zum Beispiel nur 10 Prozent der gesamten Bezugsmenge ausschließlich für Neukunden benötigt, müssen deshalb zusätzlich beschafft werden und sind allein  von einer 200 %igen Kostensteigerung betroffen, so steigen die Gesamtbeschaffungskosten dieses Grundversorgers für die Beschaffung der für Neu- und Bestandskunden in der Grundversorgung insgesamt benötigten Mengen dabei doch nur um 20 % (0,9 x P + 0,1 x 3 P = 0,9 P + 0,3 P = 1,2 P).
 
Die Beschaffungskosten machen neben den Netzentgelten und staatlichen Preisbestandteilen wie Steuern und Abgaben sowie der Vertriebsmarge nur einen Teil des Endverbraucherpreises aus.
Steigen die Beschaffungskosten insgesamt um 20 Prozent, können - unter sonst gleichen Bedingungen -  deshalb die Allgemeinen Preise der Grundversorgung nicht um 20 Prozent erhöht werden.
Wird diese Kostensteigerung jedoch nur an die betroffenen Neukunden weitergegeben, werden diese - ohne Not - ungleich schwerer belastet.

Die ständige Rechtsprechung des BGH unterstellt auch bei einem konkludenten Vertragsabschluss durch Energienentnahme die vertragliche Vereinbarung des Anfangspreises, der deshalb auch bei einer Monopolstellung des Grundversorgers im Bereich der Daseinsvorsorge keiner Billigkeitskontrolle (mehr) unterliege. Entgegen OLG Düsseldorf, openJur 2022, 8005 Rn. 26 lässt die Preisspaltung gerade deshalb eine dauerhafte Benachteiligung der betroffenen Kundengruppe besorgen.

Grundversorger haben gem. § 36 Abs. 1 EnWG iVm. §§ 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 EnWG Haushaltskunden zu Allgemeinen Preisen zu versorgen und diesen dadurch eine möglichst preisgünstige, sichere, verbraucherfreundliche Versorgung zu gewährleisten. Die gesetzliche Verpflichtung aus § 36 Abs. 1 EnWG darf deshalb nicht isoliert, d. h.  ohne Rücksicht auf die Verpflichtung zu einer möglichst preisgünstigen, sicheren, verbraucherfreundlichen Versorgung betrachtet werden (so aber wohl schon OLG Köln, B. v. 02.03.22 Az. 6 W 10/22 https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2022-03/olg-koln_beschluss_zuruckweisung-geschwarzt_final_neu.pdf) . Die Verpflichtung zur Gewährleistung einer möglichst preisgünstigen, sicheren, verbraucherfreundlichen Versorgung gilt gegenüber Neu- und Bestandskunden gleichermaßen. Bei der der genannten  Preisspaltung werden Nekunden wohl nicht möglichst preisgünstig und verbraucherfreundlich versorgt, sondern erfahren verbraucherunfreundlich die ungeglättete Preisspitze.


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EnBW / Re: Abrechnung mit viel zu hohen Werten
« Letzter Beitrag von Erdferkel am 04. August 2022, 13:42:23 »
Nein, ich nenne dich nicht einen Idioten. Viele Verbraucher haben Schwierigkeiten diesen ganzen Mist zu ertragen. Ich kümmere mich gerade um die verf... Grundsteuererklärung der Gitarrenlehrerin meines Sohnes, die ist 72, spielt wie Angus Young, hat ein 3 Familienhaus und ist kurz vorm Suizid wegen der Steuererklärung.

Nein, es schockt mich, daß man sich Zeug einbauen lässt, ohne Infos über Funktion und daraus resultierenden Folgen eingeholt zu haben.

Dein Vorteil: eigentlich Null, für den Netzbetreiber auch Null.

Und hier liegst du falsch: Nicht der Netzbetreiber will die Zähler austauschen, ist Mehraufwand und kostet nur Geld (die Eichfrist wurde halbiert, bei den "modernen Zählern" nur noch 7 Jahre... Nö, da profitieren nur die Hersteller der Geräte und die Monteure. Und das sind angelernte Deppen, meiner konnte mir die Funktionen des Zählers nicht erklären, auch auf konkrete Nachfrage nicht. Aktuelle Last? Kann er nicht anzeigen. Oh doch, das kann er, sonst könnte er ja nicht messen...  :D
Man braucht wohl eine Pin, um das abzurufen.
Zur Abrechnungsgeschichte: Ich schiebe sowas auchmal auf, hab genug Geld um das zu überbrücken, aber bei 2 Schätzabrechnungen würde ich dann doch mal tätig werden. Die Adresse der Schlichtungsstelle steht auf jeder Rechnung drauf.
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EnBW / Re: Abrechnung mit viel zu hohen Werten
« Letzter Beitrag von Aspergius am 03. August 2022, 14:37:18 »
Erdferkel, der Zähler wurde vor Jahren ausgetauscht. Ich bekam keine weitere Information.
Wurde nicht mit diesen intelligenten Zählern beworben, was man mit denen alles machen kann? Was für tolle Vorteile der Kunde durch diesen intelligenten Zähler hat? Welche habe ich denn nun eigentlich? Eine Broschüre über die Anwendung habe ich nie bekommen. 

Außerdem ist man anscheinend verpflichtet so einen Zähler einbauen zu lassen, wobei er anscheinend mit monatlichen Mehrkosten verbunden sind. Sag mir bitte, welchen Vorteil ich von diesem Zähler habe. Mir scheint die Vorteile liegen alleine auf der Seite der Netzbetreiber.

Der Zäher befindet sich in einem dunkleren Kellerraum. Inzwischen habe ich das Taschenlampensymbol auch entdeckt.
Es ist grad mal ein paar mm groß und in das Plastikteil eingepresst und somit völlig unauffällig und kaum zu erkennen.
Und nun nenn mich einen Idioten, wenn ich den vermeintlichen Fehlercode nicht gegoogelt habe. Es war irgendwas mit Error. Bisher war es immer noch üblich, dass man seinen Zählerstand abliest und diesen dem Versorger meldet und das wars.
Ich bin Kunde und ein normaler Verbraucher und brauche mich nicht mit Fehlerlcodes auseinanderzusetzen.
Immerhin war ich so freundlich und habe Bilder gemacht und diese mit diesem Fehlercode an den Netzbetreiber gemeldet.
Ergebnis keine Reaktion.
Nach einer weiteren Mail ohne Reaktion haben ich dort angerufen. Ergebnis, der Zähler muß getauscht werden. Nur der Tausch ist nie erfolgt. Vermutlich wurde der Zähler zurück gesetzt. Oder es wurde eine Fernreparatur vorgenommen. Ich habe keine Ahnung ob das geht . 
Da keine Ablesung möglich war, wurde der Verbrauch hochgerechnet. Das hört sich gut an, denn wenn man etwas rechnet, wird es schon stimmen. In Wirklichkeit ist es eine rechnerische Schätzung. Und bei der nächsten Jahresablesung habe ich die Ablesewerte ganz normal gemeldet. Sie wurden jedoch nie eingepflegt und es wurden wiederum eine Schätzung vorgenommen.

Jetzt haben wir schon eine Schätzung auf Grund einer voran gegangenen Schätzung... :-\. Na ist das nicht super? Vor allem, da ich in den beiden Jahren kaum Strom bezogen habe.

Erst nach mehreren Einschreiben (die waren notwendig, weil man es nicht für nötig fand meine normalen Schreiben zu beantworten) hat man meine Briefe wohl mal durchgelesen und ist der Sache nachgegangen. Und siehe da, ich bekomme eine Menge Geld zurück.
Kann es sein, dassman intelligente Zähler fernauslesen kann? Diesen Verdacht habe ich inzwischen.
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