Autor Thema: Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht  (Gelesen 12134 mal)

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Offline mifra

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Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« am: 05. April 2007, 12:42:54 »
Habe seit 6 Monaten einen unterirdischen Flüssiggastank (bei einem Fachhändler gekauft, ist meiner). Zwischen Domschacht und Tank ist eine Handbreit frei (Domschacht ist nur mit Streben am Tank befestigt). Dadurch dringt Grundwasser ein und setzt bei längerem Regen die Armaturen unter Wasser. Habe schon den dritten Regler. Die Fachfirma sagt, das konnte sie nicht ahnen und ist nicht zur Nachbesserung bereit. Ist das okay? Ich hätte gedacht, bei einem unteririschen Tank muss der so beschaffen sein, dass kein Grundwasser in den Domschacht eindringen kann...

Und zweitens (wenn ich es dann selber machen muss): kann ich Schacht- und Brunnenschaum nutzen, um abzudichten? Meinen bisherigen Info nach greift der Epoxydharz nicht an. Ich stelle mir vor, den Domschacht freizulegen, von außen mit Folie zu umwickeln und von innen mit dem Schaum abzudichten. Halt so, dass kein Wasser mehr zwischen Tank und Domschacht eindringen kann...
Danke für jede kompetente Antwort!

Offline gastanker

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Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #1 am: 05. April 2007, 13:09:11 »
Hallo mifra,

wenn ich es richtig verstanden habe, steht jedes Mal dein Regler unter Wasser? Ok, dann versuche mal bitte folgenden Trick. Damit ein Regler arbeiten kann, hat er Lüftungsöffnungen zu Be- und Entlüften. Ich weiß jetzt zwar nicht von welchem Hersteller du deinen Regler hast, aber z. B. für Regler des Herstellers GOK gibt es dort sogenannte Be- und Entlüftungssets, die diese Lüftungsöffnungen über kleine Schläuche und Metallröhrchen nach oben verlegen, sodass der Regler nicht mehr voll Wasser laufen kann. Am besten Mal entweder im Fachhandel nachfragen oder gehe auf www.gok-online.de. Kostenpunkt für so ein Set ist glaube ich bei 30,00 ERU netto.

Die anderen Armuturen (Sicherheitsventil, Füllventil, Gas- und Flüssigentnahmeventil sind im geschlossenen Zustand wasserdicht.

Deine 2. Idee klingt ganz gut, nur kann ich dir nicht sagen ob sie funktioniert und ob der TÜV diese dort zulässt. Am besten du sprichst mal mit dem für deine Region zuständigen TÜV und erklärst dein Problem und Lösungsvorschlag, denn deine Idee ist leider nicht in den TRF vorgesehen soweit ich weiß.

Im Normalfall reicht ja auch die Grundkonstruktion des Domschachtes mit Streben vollkommen aus. Hat man den bei den Planungen deines Bauvorhaben nach dem Grundwasserstand gefragt? Ich meine, ist dein Grundstück/Umgebung dafür bekannt, dass ihr einen hohen Grundwasserspiegel habt? Denn dann wäre auch fraglich, ob du für deinen Tank nicht auch noch eine auftriebssicherung bräuchtest.

Es ist also die Frage, wer hat hier was geplant und mit wem abgesprochen, denn gerade bei U-Tanks, ist es unabdingbar vorher zu wissen, ob es solche Grundwasserprobleme gibt, die man ggfs noch vom Hausbau (oder vom Verkäufer genannt bekommen hat) kennt.

Wenn hier der Planungsfehler auf Seiten der Fachfirma liegt, dann versuche dort eine gütige Einigung zu erzielen. Hast du eine Rechtschutzversicherung? Wenn ja, dann könntest du erwägen das vor Gericht klären zu lassen.

Aber alles im allen denke ich, dass mein Vorschlag mit dem Be- und Entlüftungsset dein Problem am kostengünstigsten für beide Seiten lösen sollte.

Wünsche dir viel Erfolg und berichte davon bitte hier

Gruß

Offline mifra

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Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #2 am: 06. April 2007, 10:16:32 »
Hallo gastanker,

vielen Dank für deine Antwort. Ein Be- und Entlüftungsset habe ich drauf. Der Regler ist von SRG. Eine Auftriebsicherung haben wir auch, ich habe der Firma vorher berichtet, dass das Grundwasser bei uns auf dem Grundstück hoch sei.

Die Druckanzeige ist im übrigen von innen beschlagen, zumindest da ist Feuchtigkeit eingedrungen. Aber abgesehen von der Nässe sehe ich vor allem auch das Problem, dass in einem kalten Winter das Wasser im Domschacht gefrieren könnte und dadurch die Regler Schaden nehmen.

Ich habe auch schon überlegt, mir einen Anwalt zu nehmen, weil ich denke, dass die Firma - wo ich vom Grundwasser berichtet habe und extra eine Auftriebsicherung gekauft habe - doch eigentlich hätte darauf kommen können, den Tank mit komplett angeschweißtem (?) Domschacht zu ordern. Das gibt es, hat mir die Firma bestätigt, man hätte das nur so bestellen müssen...

Ich werde es so machen wie du vorschlägst: Als nächstes spreche ich mit dem für mich zuständigen TÜV. Vielleicht haben die ja auch noch einen Vorschlag.

Nochmals vielen Dank für deine Antwort. Wenn ich eine Lösung habe, werde ich die gerne hier mitteilen.

Offline Schotte

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Re: Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #3 am: 10. Dezember 2018, 13:27:13 »
Hallo,

auch ich habe dieses Problem mit dem Wasser im Domschacht, Tank wurde letztes Jahr im April (2017) eingebaut. Trotz sehr nassem Sommer und teilweise sehr heftigen Regenfaellen tat das Poblem bis November nicht auf. Der Keller unseres Hauses, nur ca. 6 m entfernt vom Lagerort Gastank ist z.B. auch knochentrocken also keinerlei Probleme mit Grundwasser.

Ich musste dann waehrend des Winters (bis ca. Februar/Maerz beinahe taeglich das Wasser abpumpen. Als das Problem erstmals auftrat war die Heizung stehengeblieben und bei der Ueberpruefung wurde dann festgestellt, dass der Regler im Schacht eingefroren war. Hier wurde dann nachtraeglich ein Entlueftungsset eingebaut, welches die Entlueftungsoeffnungen nach oben gefuehrt hat. Seitdem ist der Regler nicht mehr eingefroren, aber der Druckanzeiger ist auch immer beschlagen, so dass man kaum den Gasstand ablesen kann.

An welche Stelle beim TUEV (ich komme aus Hessen, Landkreis Vogelsberg) kann man sich denn wenden, um Loesungsmoeglichkeiten (z.B. Abdichten des Domschachtes nach unten) zu besprechen. Habe mir auch schon ueberlegt in Naehe des Tanks ein grosses Loch zu grbaen und mit Kies zu fuellen, um das Wasser quasi dort nach unten abzuleiten?

Eine weitere Ueberlegung von mir war auch, einen Schlauch einzulegen und nach oben zu fuehren, so dass ich knapp ausserhalb des Tankes dann einen Verlaengerungsschlauch zu einer Pumpe fuehren kann und so das Wasser abpumpen kann, ohne jedesmal den Deckel zu oeffnen. Pumpe dirket in den Schacht legen geht ja wegen der elektrischen Gefahr, die von dieser Pumpe ausgeht, wohl kaum.

Der Energielieferant, der mir den Tank auch verkauft und eingebaut hat, ist leider bisher keine grosse Hilfe.

Ich freue mich ubeer jeden konstruktiven Vorschlag.

Offline Watzl

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Re: Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #4 am: 27. Januar 2019, 15:31:49 »
Wann haben sie den Tank gekauft?

Offline aussendienstler

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Re: Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #5 am: 19. Februar 2019, 15:34:20 »
Seitdem ist der Regler nicht mehr eingefroren

Dann ist es doch erst mal in Ordnung.

der Druckanzeiger ist auch immer beschlagen, so dass man kaum den Gasstand ablesen kann.

An dem Manometer am Entnahmeventil kann man keinen Füllstand ablesen.
Das wird gerne verwechselt, auch ein leerer Tank hat noch etwas Druck.
Der Füllstand ist nur an der Libelle neben der Armaturenabdeckung von außen ablesbar.

An welche Stelle beim TUEV

Dafür ist der TÜV nicht zuständig, die stellen fest.
Der Gasversorger muß sich bewegen, eine Kündigung androhen könnte Wunder wirken.

Pumpe dirket in den Schacht legen geht ja wegen der elektrischen Gefahr, die von dieser Pumpe ausgeht, wohl kaum.

Falsch, von der Explosionsgefahr die vom Domschacht ausgeht.

Was ich überprüfen würde, bei Starkregen, wie kommt das Wasser da rein ?
OK, es läuft, aber woher und warum.
Liegt die Straße so hoch das das Wasser von dort kommt, ist das Grundstück schlecht aufgebaut, Geländeprofil ?
Sind Lehmschichten oder andere dichtende Gründe um den Tank ?
Kann eine (oder mehrere) Drainage um den Tank angelegt werden ?

Habe mir auch schon ueberlegt in Naehe des Tanks ein grosses Loch zu grbaen und mit Kies zu fuellen, um das Wasser quasi dort nach unten abzuleiten?

Warscheinlich die beste Idee.

Offline Watzl

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Re: Flüssiggastank: Probleme mit Grundwasser im Domschacht
« Antwort #6 am: 19. Mai 2019, 12:47:09 »
Was ist denn nun mit dem Wasser im Domaschacht passiert?

H. Watzl

 

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