Autor Thema: Ölöfen ersetzen ja/nein? Mit was (Öl/Gas/Holz)?  (Gelesen 3684 mal)

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Offline Hawkeye_X

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Ölöfen ersetzen ja/nein? Mit was (Öl/Gas/Holz)?
« am: 23. Dezember 2004, 19:33:51 »
hallo!
Den selben Threat habe ich schon im Haustechnikforum geschrieben, aber da: Mehr lesen-mehr antworten-mehr wissen stell ich das ganze hier nochmal rein. Ich freue mich über möglichst viele antworten!

Hallo Ihr Experten und andere Wissende User!
Da ich mal wieder kalte Füße habe und trotzdem jede Menge fürs Öl zahle, will ich hier mal fragen, was ihr in meiner Situation tun würdet.

Die Situation:
MIETwohnung 3 1/2 Zi, ca. 90 qm, EG, Haus BJ. 1904, 50 cm Backstein, keine Dämmung, jedoch Schallschutzfenster (neu).
Heizung: 2 Ölöfen Wamlser TopFire,
ein Oranier irgendwas mit Klappe oben, je 4 kW, ZÖV
Bad (!), Toilette, Flur ungeheizt.
Warmwasser: Vaillant VEH 08/4 400V 1/6kW im Bad
Das Haus hat einen Gasanschluß ungenutzt im Keller liegen.

Die Probleme:
Im Sommer ist die Wohnung ja sehr nett, aber im Winter...
Kein Ofen im Schlafzimmer --> Trotz tagsüber offener Türe immer kalt, wir schlafen inzwischen mit mega-Federbett + Schlafanzug + Wollsocken und wachen nachts trotzdem manchmal auf.
Ölöfen für die entsprechenden Räume etwas überdimensioniert (je ca. 20 qm), d. h. laufen immer auf niedriger stufe.
Einer hat am gleichen Kamin gleich im Stockwerk drüber einen Kachelofen und brennt wirklich beschissen, jeden Tag ist 1 cm Ölkohle im Brennertopf und alles verrußt, außer man dreht ihn auf voll (das gleiche Problem ist mit dem gleichen Modell schon mal im Forum besprochen worden aber: Öl kriegt er ja gut, nur brennt die Flamme nie blau (auch be diem anderen Topfire nicht)). Ich kann mir gut vorstellen, daß der Unterdruck irgendwie net reicht.
Verbrauch relativ groß, irgendwie heizen wir immer für die oberen mit, da die sich natürlich an der Abgaswärme ergötzen.

Dazu kommen noch die üblichen Ölofenprobleme: Morgens immer erstmal saukalt, außer man heizt die Nacht über durch, Stellfläche geht verloren, Rußablagerungen in der Wohnung, Gestank wenns windet, dauernde Zugluft, starke Temperaturunterschiede zwischen räume mit und ohne Ofen.

Im ersten Winter hatten wir einen exorbitanten Ölverbrauch, weil wir den entsprechenden Rußofen imme rauf voll laufen ließen. Inzwischen putze ich ihn halt 3 mal in der Woche.

Dazu kommt noch ein relativ hoher Stromverbrauch aufgrund des Warmwasserspeichers.

Die Frage: Was tun?
Punkt eins: Ausziehen! War unsere größte Überlegung, da wir uns aber sonst hier wohlfühlen und eine Wohnung im gleichen Viertel schwer zu bekommen ist, eher unsinnig (wobei wir schon kurz davor waren).

Punkt zwo:
Holzofen. Wir besitzen einen kleinen Wald, d. h. beim Kauf eines Ofens für feste Brennstoffe spart man sich wenigstens das Öl, hinzu kommt noch die (bei den Wamsler-Ölöfen irgenwie nicht vorhandene) Strahlungswärme. Problem: Teuer, Dreck, etc.

Punkt drei:
Öl- oder Gas-Etagen-Heizung/Therme
Ließe sich im Bad leicht verwirklichen, da hier Zugang zum Wohnzimmerkamin, Wasseranschlüsse passen, ZÖV oder Gas aus dem Keller auch.
Aber:
Radiatoren + Leitungen neu
Andere Feuerstätten am gleichen Schlot (?) -->
Kein Überdruck, kein umluftunabh. System, etc.
Kosten! (Radiatoren + Leitungen denke mal 300-400 € + Therme + Zu/Ableitungen Brennstoff, Abgas, etc.)
Thermen gibts gebraucht relativ günstig, ich selbst bin nicht ungeschickt, habe Installateure im Freundeskreis und der Sohn der Vermieterin kann das ganze abnehmen, ist nämlich Meister (aber sonst ein A...)

Punkt vier: Warm anziehen! ;-)

Ach ja:
Die Vermieterin wohnt im Haus und heizt genauso, jedoch im 2. OG (dort 2 cm Außenisolation, Wärme von oben und unten).
Sie ist nett, jedoch a) alt (--> Investiert nicht mehr viel) und b) geldgierig (hat total viel Wohneigentum und fragte uns beim Einzug, ob sie die Rechnungen von den von uns gekauften Möbeln haben kann, sie kann sie ja absetzten...)
==> Alles, was wir tun, geht erstmal auf eigene Rechnung. Abwohndauer/Ablöse ist aber kein Problem (Die Vormieterin wohnt jetzt oben drüber (der war anscheinend auch zu kalt) und hat ihre OTTO-Mini-EBK für 500 € an die Vermieterin abgegeben).


So, das war ein langer Text, aber:
Ich wollte mal wissen, was andere zu unseren Problemen sagen, nachdem ich mir schon lange darüber den Kopf zerbreche.

Offline umweltheizung

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Ölöfen ersetzen ja/nein? Mit was (Öl/Gas/Holz)?
« Antwort #1 am: 17. Januar 2005, 10:41:29 »
Hallo Hawkeye_X  :lol:

Tja das ist ein Problem. Wenn es Dir nicht gehört und Du möchtest ( oder musst ) irgendwann einmal ausziehen, dann wären die gesamten Investitionen irgendwie größtenteils verloren.
Eine EG Wohnung im Altbau hat zumeist auch noch einen unbeheizten Keller darunter und da kommt es nochmals mächtig kalt von unten - da ist auch nicht besonders schön. Mit Strom zu heizen ist absolut ökologisch unsinnig und die absolut teurste Form der Heizung.
Eine Kombination von Öl- und Holzöfen an einen gemeinsamen Kaminzug ist nicht zulässig.

Die beste Lösung wäre natürlich - wenn der Vermieter mitspielt - und zuerst einmal die Fassade und die Kellerdecke isoliert. Danach wäre eine Gas-Zentralheizung oder auch Gas Etagenheizung empfehlenswert.
Es gibt auch noch sogenannte Luftheizungen als Alternative.

ABER:
Solange hier nichts schriftliches vereinbart ( oder der Vermieter sich an den Kosten beteiligt - Mieterhöhung ?? ) liegt das finanzielle Risiko allein bei Dir.

Sorry - aber bei Dir ist es ein besonders schwieriger Fall  :(

Sonnige Grüße aus Nürnberg  8)
Hermann Groß
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