Hi,
dein Beitrag ist zwar schon ein Jahr her, aber anscheinend schreiben hier nur sehr wenige. Dynamische Stromtarife sind im Sommer öfter mal deutlich günstiger als feste Stromtarife und manchmal bekommt man sogar Geld dafür, dass man zur richtigen Zeit den Strom verbraucht. Aber das macht nur dann richtig Spaß, wenn man seine Hauptverbraucher in die Zeit niedriger Preise verlegen kann, z. B. das Laden des Elektroautos.
Eine alternative Idee ist es, den Heimspeicher zu diesen Zeiten zu laden und dann den restlichen Tag aus dem Speicher zu zehren. Das funktioniert mit Solaranlage im Sommer sowieso schon gut, aber im Winter muss man dann meist doch mal aus dem Netz laden. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass so ein Speicher und insbesondere die Wechselrichter auch Verluste haben. Daher sollte man bei dem Vergleich der Strompreis beachten, dass man die Speicherverluste in die Rechnung mit aufnehmen müsste.
Ich weiß, dass einige Leute mit Wärmepumpe wieder von den dynamischen Stromtarifen abgekommen sind, weil gerade dann, wenn Sie viel Energie aus dem Netz beziehen müssen, nämlich im Winter, die Preise hoch sind.
Ich habe einen großen Speicher und einen dynamischen Stromtarif und probiere das jetzt einfach mal aus. Im Moment bin ich in der Vorbereitung um meinen Speicher als Steuerbaren Verbraucher nach §14a EnWG Modul 1 und 3 anzumelden. Dann kann man zusätzlich von vergünstigten Netzentgelten profitieren und mit Modul 3 dann sogar dynamische Netzentgelte erhalten. In meinem Tarif zahle ich den Börsenstrompreis plus Mehrwertsteuer plus 15,77c. Davon gehen dann in Zeiten niedriger Netzentgelte weitere 6,8 cent ab (Netzbetreiber abhängig!) und das macht die dynamische Komponente nochmals deutlich attraktiver, so dass ich hoffe auch im Winter damit sparen zu können.
Aber gerade ist das mehr eine Spielerei als eine ernsthafte finanzielle Überlegung, denn ich brauche im Moment (noch) ohne Elektroauto und (noch) ohne Wärmepumpe kaum Strom. Aber das wird sich ändern.