Autor Thema: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg  (Gelesen 8012 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline nimmergruen

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 9
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #15 am: 12. Dezember 2017, 17:45:31 »
Die erste Überweisung ist schon eingetroffen (der ursprüngliche, falsche Betrag) - mensch, es geht flott bei immergrün!

Offline nimmergruen

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 9
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #16 am: 21. Dezember 2017, 09:41:55 »
Die Auszahlung des restlichen Betrags (15% Neukundenbonus) wurde nun ebenfalls veranlasst.

Alle drei Auszahlungen, die ich erhalten habe (80€ Sofortbonus nach 60 Tagen, Rückzahlung des Guthabens ohne die 15% Bonus, 15% Bonus-Auszahlung nach Hinweis auf Betrugsversuch), sind im Grunde erst gekommen, nachdem ich der hausinternen Schlichtung kurze, prägnante und direkte Aufforderungen zur Auszahlung gesendet habe. Dafür dann aber relativ flott, innerhalb einer Woche.

Den normalen Kundenservice braucht man per Mail gar nicht erst kontaktieren, da kommt entweder keine Antwort oder irgendein Standard-Absatz, der gar nicht auf die eigentliche Anfrage eingeht. Einfach gleich alles an die Schlichtung schicken und gern auch mehrmals täglich ;) (die Mail mit der Aufforderung zur Auszahlung der 80€ Bonus habe ich über eine Woche lang täglich zehnmal gesendet - copy&paste)

Eine direkte Antwort habe ich auch von der Schlichtung nie erhalten, dafür aber dann gleich Auszahlungsbestätigungen.

Im Großen und Ganzen habe ich also durch den Aufwand ca. 150€ ggü. meinem regionalen Anbieter gespart - aber ausschließlich durch die Boni, nicht über den khw-Preis - hatte dafür aber auch Aufwand und bin meinem Geld hinterher gerannt. Mir ist es das nicht wert, ich bin wieder in der Region, wo ich vorher auch schon war und wo alles absolut korrekt ablief.

Offline bolli

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 2.443
  • Karma: +23/-11
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #17 am: 22. Dezember 2017, 07:52:26 »
Den normalen Kundenservice braucht man per Mail gar nicht erst kontaktieren, da kommt entweder keine Antwort oder irgendein Standard-Absatz, der gar nicht auf die eigentliche Anfrage eingeht. Einfach gleich alles an die Schlichtung schicken und gern auch mehrmals täglich ;) (die Mail mit der Aufforderung zur Auszahlung der 80€ Bonus habe ich über eine Woche lang täglich zehnmal gesendet - copy&paste)

Wenn man mit der Mitteilung des Endzählerstandes direkt die Aufforderung verbindet, die Abrechnung, welche auch den xx% Bonus zu enthalten hat, sowie die  Auszahlung des Rechnungsguthabens, innerhalb der Frist gemäß § 40 Abs. 4 EnWG (sechs Wochen) zu tätigen, und die Rückzahlung per Überweisung zu erfolgen hat,
kann man unmittelbar nach Ablauf der Frist die Schlichtungsstelle Energie einschalten. Da braucht man nur EINMAL tätig werden, dann übernehmen DIE (meist).
Aus Nachweiszwecken sollte diese Mitteilung nicht per Mail sondern mittels Einschreiben/Einwurf erfolgen.

Offline SteffK

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 22
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #18 am: 11. Januar 2018, 13:54:58 »
Zitat
… Ich würde niemandem raten, dort einen Vertrag abzuschließen.

Das kann man so und auch gegenteilig betrachten.  ;) Man kann auch die nötige Vorsorge treffen, um den aufgezeigten Problemen wirksam zu begegnen/aus dem Weg zu gehen. Die einzelnen rechtzeitig vorzunehmenden Maßnahmen sind hier im Forum immer wieder ausgiebig behandelt worden.
Na ja...um es mal etwas sarkastisch zu sagen...wenn man vor einem Wechsel zur 365AG als "Vorbereitung" erstmal 4 Semester Jura belegen muss, eine Rechtsschutzversicherung abschließen, Urlaubstage ansparen (für Prozesstage), Adressen u.a. von der Schlichtungsstelle Energie und einem Vertragsrecht Anwalt besorgen und Papier kaufen für die Stapel an Widerspruchsschreiben, finde ich ist das keine Empfehlung für einen Wechsel ;).
« Letzte Änderung: 11. Januar 2018, 13:59:21 von SteffK »

Offline trader

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #19 am: 11. Januar 2018, 20:07:51 »
Wenn mir fristlos gekündigt wird, weil ich nach einer ordentlichen Kündigung weiterhin auf die vertraglich vereinbarte Abbuchung bestehe, würde ich schon gern wissen, wie ich mich darauf vorbereiten kann.
Wie kann ich in die Zukunft blicken, um zu  sehen, dass 365AG bei der Endabrechnung anstatt 25 % Bonus nur ca. 22 % bezahlt und auch eine Gerichtsverfahren nicht scheut?

« Letzte Änderung: 12. Januar 2018, 11:09:18 von trader »

Offline bolli

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 2.443
  • Karma: +23/-11
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #20 am: 12. Januar 2018, 08:07:52 »
Wenn mir fristlos gekündigt wird, weil ich nach einer ordentlichen Kündigung weiterhin auf die vertraglich vereinbarte Abbuchung bestehe, würde ich schon gern wissen, wie ich mich darauf vorbereiten kann.
Wie kann ich in die Zukunft blicken, um zu  sehen, dass 365AG bei der Endabrechnung anstatt 25 % Bonus nur ca. 22 % bezahlt und auch eine Gerichtsverfahren nicht scheut?
Freue mich auf die Lösungsvorschläge von SteffK.
SteffK rät Ihnen ja gerade von einem Wechsel zu diesem Versorger ab, wenn Sie nicht bestimmte Aufwände in Kauf nehmen möchten.
Grundsätzlich ist es aber doch heutzutage so, dass man diese Kenntnisse fast überall braucht, mal mehr mal weniger. Fast alle Banken geben nur günstige Neukundenzinsen. Fast alle Mobilfunkbetreiber locken Neukunden und Wechsler von anderen Anbietern mit speziellen Tarifen. Die Autoversicherungen geben Neukunden bessere Tarifkonditionen als wie Bestandskunden. Als solcher fühlt man sich doch heutzutage fast als Depp der Nation. Wer heutzutage nicht permanent in Bewegung bleibt, hat am Ende ne Menge drauf gezahlt.
Das es bei den Versorgern tatsächlich zum Prozess kommt, ist eher selten und meist nur der Fall, wenn der Versorger sich sehr sicher wähnt (was nicht sehr oft der Fall ist). Viel häufiger ist der Fall, dass sehr massiv gedroht wird und ggf. sogar Klage erhoben wird, dann aber vor der Verhandlung doch zurück gezogen wird, weil man kein negatives Urteil haben möchte. Da gilt es natürlich als Verbraucher die Nerven zu bewahren und sich vorher umfassend zu informieren, um passend antworten zu können und dann in Ruhe abzuwarten. Sicher ist das bei den ersten 2 Mal ein wenig Aufwand, aber wie heißt es so schön: "Ohne Fleiß kein Preis". Die Zeiten, dass einem etwas hinterher getragen wird, sind vorbei. Da ist der Kapitalismus in seiner reinsten Form vor.  >:(

Offline trader

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #21 am: 12. Januar 2018, 11:08:06 »
Tschuldigung, war eher Didakt der glaubt mit  "...Man kann auch die nötige Vorsorge treffen..." sich gegen unsöriöse Anbieter wappnen
zu können.

Offline Didakt

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 1.635
  • Karma: +16/-17
  • Geschlecht: Männlich
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #22 am: 12. Januar 2018, 11:12:58 »
@ SteffK,

da Sie Ihrem Beitrag unter Antwort # 18, den ich mit Vergnügen gelesen habe, ein Zitat aus einem meiner vorstehenden Beiträge vorangestellt haben, hier eine Anmerkung dazu aus Spaß an der Freude:

Humor ist, wenn man trotzdem (trotz des Ärgers über die „ungebührlichen“ Machenschaften mancher Ver-sorger) lacht!

Ihres Anforderungsprofils an die Jahreswechsler bedarf es aus meiner Sicht ganz und gar nicht, um in der Privatautonomie zurechtzukommen und im Umgang mit den besagten Versorgern bestehen zu können.
Vielmehr genügt es, sich den Zugang zu Informationen bzw. einschlägiger Lektüre (z. B. über das Internet) zu verschaffen, diese lesen und auch auslegen zu können und als weitere Grundvoraussetzung auch, in Wort und Schrift einigermaßen form- und stilgerecht unter Beachtung von Rechtschreibung und Inter-punktion kommunizieren zu können. Diese Anforderungen erfüllt, wer mindestens den 10. Schuljahrgang mit dem Sekundarabschluss I abgeschlossen hat und im Fach „Deutsch“ mindestens mit „ausreichend“ benotet wurde. Ich trete gern den Beweis an und lasse Sie Einblick in mein Abschlusszeugnis von anno dunnemals nehmen.

Offline Didakt

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 1.635
  • Karma: +16/-17
  • Geschlecht: Männlich
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #23 am: 12. Januar 2018, 11:27:36 »
@ trader,

ich stehe zu meinen Ausführungen. Es geht in dieser Sache ausschließlich um eine pragmatische Einstellung, Denk- und Handlungsweise. Den fraglichen Versorgern kann man bei entsprechender einmaliger Vorbereitung stets das Handwerk legen.  :)

Offline Nie mehr Immergrün

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 1
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #24 am: 12. Februar 2018, 14:33:50 »
Kann mich "Nimmergrün" nur anschließen.

Bei mir lief es fast genauso ab.


Ich war ebenfalls nur ein Jahr von 01.12.2016 bis 30.11.2017 dortiger Stromkunde.

Der Wechsel zu Immergrün / 365 AG erfolgte aufgrund positiver Bewertungen und Empfehlung durch VERIVOX.


Der Verbraucher kann bei Immergrün / 365 AG gleich über mehrere Fallstricke stolpern.


- In der Auftragsbestätigung ist lediglich die Rede von monatlichen Abschlagszahlungen.

   Der normal verständige Verbraucher geht bei einer 12-monatigen Lieferung auch von 12 monatlichen Abschlagszahlungen aus und errechnet sich so die Höhe der monatlichen Abschlagszahlung.

   Im Stromliefervertrag erscheint nun eine höhere monatliche Abschlagszahlung als vom Verbraucher errechnet. Eine Erklärung hierzu ist im Stromliefervertrag nicht zu finden - lediglich ein Verweis auf die kunden- und benutzerunfreundliche Website www.immergruen-energie.de. Auf Anfragen per Email wird nur zäh oder gar nicht im Sinne der Anfrage reagiert. Im Rahmen einer zeitaufwändigen telefonischen Nachfrage bei der Kundenbetreuung erfährt man, dass die Abschlagszahlungen des 12-monatigen Belieferungszeitraums auf 11 monatliche Abschlagszahlungen umgerechnet wurden. Trotz fristgerechter Kündigung des Stromliefervertrags wird unnötiger- und unberechtigterweise aber eine 12. Abschlagszahlung gefordert. Diese 12. Abschlagszahlung habe ich - auch nach Androhung mit Inkasso - nicht geleistet. Auf Erklärungsschreiben meinerseits wurde nicht reagiert. Erst nach Einschalten von VERIVOX wurde von der Forderung abgesehen.


- Im April 2017 erhielt ich ein unauffälliges Schreiben per Briefpost, das sich nicht nur wie ein lästiges Werbeschreiben las, sondern auch im Layout stark an ein solches erinnerte. Offensichtlich eine Masche, um von der darin beiläufig erwähnten 30%igen Arbeitspreiserhöhung ab 01.12.2017 abzulenken.


- Der versprochene Sofortbonus in Höhe von 60 € wurde nicht, wie in der Auftragsbestätigung und dem Stromliefervertrag schriftlich versichert, 60 Tage nach Lieferbeginn ausgezahlt / überwiesen. Erst nach eindringlichen telefonischen Nachhakens und Einschalten von VERIVOX wurde der Betrag, erst rd. 4 Wochen nach​ dem ersten Telefonat, überwiesen.


Da ich nach dem bisherigen Verlauf keinesfalls bei diesem Stromanbieter bleiben wollte, kündigte ich im August 2017 fristgerecht den Stromliefervertrag.


- Mit Bestätigung des Erhalts meiner Kündigung erhielt ich Anfang September ein Schreiben, in dem Immergrün / 365 AG nun plötzlich auffiel, dass das Unternehmen offensichtlich nicht über ein gültiges Lastschriftsmandat zum legitimen Einzug der monatlichen Abschlagszahlungen verfüge; dies nun, nachdem bisher monatelang per Lastschrift die monatlichen Abschläge von meinem Konto eingezogen wurden!?!?

Jedenfalls sollte ich künftige Zahlungen selbst per Überweisung pünktlich im Voraus zum Monatsanfang tätigen. Da bei verspäteteter oder ausbleibender Zahlung mit Inkasso bzw. Lieferstop gedroht wird, ist man versucht die Zahlungen per Dauerauftrag sicherzustellen.

Hier drohte nun die nächste Verbraucherfalle, da zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Abschlagszahlungen eingezogen waren und nur noch 1 Abschlagszahlung zum Erreichen der prognostizierten Jahreskosten ausstand. Ich erkannte jedoch den Fallstrick und tätigte diese Zahlung fristgerecht per Einzelüberweisung.

(Es ist hinlänglich bekannt, dass man für Überweisungen und Daueraufträge selbst verantworlich ist, und die Rückerstattung eines bereits überwiesenen Betrags schwierig ist - zumal es bei Immergrün / 365 AG ja schon bei vertraglich fixierten Anspüchen nur verzögert und auf Nachfrage zu Erstattungen zu kommen scheint.)


- Für das Erstellen und Übermitteln der Jahresendrechnung reizte Immergrün / 365 AG - wie nicht anders erwartet - die vertraglich fixierte 6-Wochen-Frist voll aus. Das darin errechnete Guthaben wolle man zeitnah überweisen; was auch immer "zeitnah" in der Vorstellung von Immergrün / 365 AG bedeuten möge, hat nichts mit dem allgemeinen Verständnis von "zeitnah" zu tun. Da knapp 3 Wochen nach Erhalt der Jahresendrechnung kein Geldeingang festzustellen war, setzte ich schriftlich, wiederum unter Einschalten von VERIVOX, eine Frist und konnte mich dann endlich, am 07. Februar 2018 am Erstattungsbetrag erfreuen. Der 15%ige Neukundenbonus wurde übrigens berücksichtigt.


Zum Ende kann ich nur den Abschlusssatz von "Nimmergruen" zitieren und bekräftigen:


Man rennt bei dem Laden nur seiner Kohle hinterher. Ich würde niemandem raten, dort einen Vertrag abzuschließen.​ 

Offline Gauderle90

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 4
  • Karma: +0/-0
Re: Ein weiterer Erfahrungsbericht - Fazit: Hände weg
« Antwort #25 am: 16. März 2018, 14:10:18 »
Hallo,

wir hatten das gleiche Problem mit immergrün und mussten den Anwalt einschalten.
Aber schön, wenn es sich schon erledigt hat...
LG

 

Der Verein für gerechte Energiepreise

Bund der Energieverbraucher e.V. | Impressum & Datenschutz