Autor Thema: Brenner wenig takten  (Gelesen 8559 mal)

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Offline Achim K

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Brenner wenig takten
« am: 22. November 2005, 21:44:31 »
Hallo,

ich beschäftige mich seit längerem damit wie meine Gasheizung effektiver
wird. Bin dabei auf www.minitact.de und www.hydro-energy.de gestoßen.

Wer hat Erfahrung mit Energieeinsparung durch verändern der Brennerlauf- und stillstandzeiten.

Welches System ist besser ?
- Minitact mit 4 - Wegemischer und direkter Speicherbeheizung (aber Auskühlung der Anlage durch den Heizkessel als Kühler)
oder

Hydro Energie mit 3 Wege Mischer, dafür aber indirekter Speicherladung ?

Ich habe übrigens einen Viessmann Atola mit 48 KW Leistung für ca. 400 qm Wohnfläche zu beheizen, ohne Warmwasserbereitung.

Die Heizung ist zur Zeit ca. 2 min im Ein-, dann 3 min im Ausbetrieb am Takten.

Gruß

Achim

Offline Sukram

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Brenner wenig takten
« Antwort #1 am: 23. November 2005, 13:41:30 »
im www.haustechnikdioalog.de - forum nach den Stichworten...

Wenn sie mich fragen:
Allfällig angebotene Wundermittelchen, die die Brennerlaufzeit erhöhen bzw. erhöhen sollen, rentieren sich zumindest nicht.

Lassen sie\'s und ersetzen Sie das Ding baldmöglichst durch einen guten und gut dimensionierten Brennwerter. der kann\'runtermodulieren & spart locker 20-30%.

\'s gibt Förderung- co2-Minderungsprogramm.
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LVZ: Mit was Heizen Sie Herr Minister?

BMU: Eine 40 Jahre alte Ölheizung, welche vor 10 Jahren einen neuen Brenner erhielt und in Berlin mit einer Gasheizung.

Offline Sukram

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Brenner wenig takten
« Antwort #2 am: 23. November 2005, 13:42:22 »
sollte das heissen...
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Offline Achim K

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Brenner wenig takten
« Antwort #3 am: 23. November 2005, 17:43:37 »
Vielen Dank für die Antwort.

Dennoch bin ich überzeugt, das man durch lange Brennerlaufzeiten
Energie und damit Kosten sparen kann.

siehe:
http://www.energienetz.de/pre_cat_42-id_114-subid_288-subsubid_1054__.html

hier ist z.B mit einer Rücklaufregelung, die auch zu längeren Brennerlaufzeiten führt, ein 18% besseres Ergebnis als mit
Brennwerttechnik erzielt worden.

Ich bin nur bei der o.a. Steuerung überzeugt, das die Heizflächentemperaturen stark schwanken; u.U. können Sie knallheiß werden. Dieses führt zu Raumtemperaturschwankungen. Dieses ist bei Minitakt bzw. Hydroenergie besser gelöst.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungswerte mit der Technik und kann mir
diese mal mitteilen.

Gruß

Achim

Offline Sukram

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Brenner wenig takten
« Antwort #4 am: 23. November 2005, 19:52:50 »
auch darüber wurde schon bei htd.de gestritten.

Und Einsparungen durch längere Laufzeit- da fehlt mir die Physikalisch-mathematische Begründung. (wenn man mal von den paar Sekunden Vorbelüftungszeit beim Start ausgeht...)

Von daher sehe ich Ihre \"Überzegung\" eher als (Aber-)Glauben an ;-)

Jedenfalls- als ich mal die Hysterese vergrößerte, hatte ich flugs eine höhere Heizraumtemperatur = mehr Kesselverluste. Und das obwohl ich meinen alten u. a. durch Zusatzdämmung für ein paar € dazu brachte, heute regelmäßig 51% seines Allzeit-Maximalverbrauchs zu schlucken... mit immer noch derselben guten alten AT-geführten analogen Mischerrregelung...

(wobei diese Verluste, ebenso wie Verteilverluste, zugegebenermaßen zumindest zum Teil dem Haus als \"innerem Wärmegewinn\" zugute kommen...)

Wissen Sie- Sachen wie Hydraulischer Abgleich, Anpassung der Heizkurve usw. sind eigentlich \"Stand der Technik\", und das www.optimus-online.de - Projekt hat ja gezeigt, wie\'s in Wirklichkeit aussieht: Jahresnutzungsgrade von 86% bei NT-Kesseln und 96% bei Brennwertern. Neu installierten, wohlgemerkt. Würde das alles bei der Inst. berücksichtigt, wären schon damit bis 10% Einsparung drin...
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Offline Achim K

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Brenner wenig takten
« Antwort #5 am: 23. November 2005, 20:22:37 »
Hallo,

bei den Mnitakt Systemen geht ja in allererster Linie darum, einen Pufferspeicher  aufzuladen, und dann über eine Witterungsgeführte Mischersteuerung zu enladen. Die Kesselhysterese ist dabei egal.
Der Pufferspeicher ist im Prinzip der Kessel.

Ich habe mich davon überzeugen lassen, das, wenn man z. B. einen Heizkörper aufdreht, und z.B. 800 W Leistung abgenommen werden, würde mein 48 KW Kessel daraufhin anspringen und rund 47 KW zum Schornstein pusten. Bei den Minitakt Systemen geht nur der Mischer einwenig mehr auf.

Die Foreneintäge über das für und wieder habe ich gelesen, sie kommen aber teils von Laien, die sich meiner Meinung nach nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt haben.

Darum suche ich selbst nach Erfahrungsberichten von Leuten, die soetwas haben und entweder zufrieden sind oder halt nicht, bzw. Geld
gespart haben oder nicht.

Den angepriesenen Einsparungen in Höhe von 50 % schenke ich auch keinen glauben. Allerdings, sollten Einsparungen in Höhe von ca. 20 % möglich sein, wäre die Anlage in sehr kurzer Zeit armortisiert.

Auch ich habe keine Lust, die Katze im Sack zu kaufen, allerdings haben mich die Argumente irgendwie überzeugt.

Eine Frage noch: Was machst du beruflich ?

Gruß

Achim

Offline Sukram

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Brenner wenig takten
« Antwort #6 am: 24. November 2005, 13:01:32 »
>Ich habe mich davon überzeugen lassen, das, wenn man z. B. einen Heizkörper aufdreht, und z.B. 800 W Leistung abgenommen werden, würde mein 48 KW Kessel daraufhin anspringen und rund 47 KW zum Schornstein pusten

Ja... was soll man dazu sagen... ohne unhöflich zu sein...

Jedenfalls pustet MEIN Uralt-48KW-Umstellbrandkessel (auf <40KW, um>25%, reduziert) ausweislich des Schorni-Messprotokolls lediglich 5-6% hinten \'raus... und davon kommen OBEN, also an der Gebäudehülle, vieleicht noch die Hälfte an. So wenig, dass ich einen Zugregler brauch\', damit der Zug einigermaßen trocken bleibt...

Übrigens: Den Nutzungsgrad einer Anlage kann man einigermaßen genau ermitteln, indem man nachts, ohne Entnahme (Mischer Zu, Pumpe aus...), mal die Laufzeiten erfasst.

Und da kommen bei mir dann hochgerechnet über 80% Jahesnutzungsgrad \'raus....

ein neuer NT würde <10% sparen. Mit oder ohne Minitact...

*****

Das sind dann, in meinem Fall, alle 2 Stunden 1,5 Minuten Laufzeit, um die Verluste auszugleichen. Die wären sicher höher, wenn ich die mittlere Kesseltemperatur auf 90° hochdrehen tät\',um ihn als \"Puffer\" zu gebrauchen.

Ich hab\' mir sagen lassen, aus eben diesem Grunde hat man den Nieder- oder gar Tieftemperaturkessel entwickelt....

*****


SUCHE  im www.haustechnikdialog.de nach \"minitact\"


Beruflich? Ganz fremd. Elektroniking., jetzt Kommunikationstechnik ;-)

Bin hier dienstverpflichtet worden- ich kann garnix dafür!
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