Autor Thema: HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung  (Gelesen 44653 mal)

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Offline ThomasW69

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« am: 28. Oktober 2011, 10:10:05 »
Hallo zusammen

Hier wurde ja mal die RLT-optimierung für den hydraulischen abgleich eines Systems mit normalen heizkörpern dargestellt. Funktioniert das auch bei Fussbodenheizungen? Wenn ja was muss man da Besonderes beachten? Im Heizkreisverteiler sind ja auch RL und VL frei zugänglich. Auch ist im VL ein einstellbarer Durchflussmesser mit dem ich auch den Volumenstrom einstellen kann.

Offline Sukram

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2011, 12:14:20 »
Guck\' dazu doch mal auf Brunos Seite vorbei.
Ich fordere eine PV - Ertragssteuer!
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LVZ: Mit was Heizen Sie Herr Minister?

BMU: Eine 40 Jahre alte Ölheizung, welche vor 10 Jahren einen neuen Brenner erhielt und in Berlin mit einer Gasheizung.

Offline hko

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #2 am: 31. Oktober 2011, 12:04:45 »
@ThomasW69,

das Thema hydraulischer Abgleich taucht mit schöner Regelmäßigkeit auch in diesem Forum immer wieder auf. Man kann wohl damit viel Geld verdienen (Anbieter) aber auch verbrennen (Kunde).

Sehen Sie sich doch einmal die folgenden Beiträge dazu an:

WISO: Energiesparen mit hydraulischem Abgleich

Ihre Fußbodenheizung hat mit der Mischerregelung doch bereits einen automatischen hydraulischen Abgleich. Lassen Sie sich also nicht von angeblich uneigennützigen Fachleuten dazu verleiten,  unnötig Geld zu verbrennen!

Gruß hko

Offline huepenbeker

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #3 am: 04. Februar 2012, 11:28:33 »
Zitat
Original von hko
@ThomasW69,

das Thema hydraulischer Abgleich taucht mit schöner Regelmäßigkeit auch in diesem Forum immer wieder auf. Man kann wohl damit viel Geld verdienen (Anbieter) aber auch verbrennen (Kunde).

Sehen Sie sich doch einmal die folgenden Beiträge dazu an:

WISO: Energiesparen mit hydraulischem Abgleich

Ihre Fußbodenheizung hat mit der Mischerregelung doch bereits einen automatischen hydraulischen Abgleich. Lassen Sie sich also nicht von angeblich uneigennützigen Fachleuten dazu verleiten,  unnötig Geld zu verbrennen!

Gruß hko

ein mischer stellt keinen hydraulischen abgleich für eine fbh dar.
der mischer sorgt lediglich für bestimmte vorlauftemperaturen damit man nicht auf den heißen fliesen im dreieck springen muss. :-)

der hydraulische abgleich wird über die rücklaufabsperrungen vorgenommen, da auf den vorläufen meistens die stellmotoren sitzen.

dieser abgleich ist auch wichtig, weil die verschiedenen heizkreise unterschiedliche rohrlängen haben.  aus diesem grund müssen diese auch eingestellt werden damit die kreise relativ gleichmäßig durchströmt werden.

und das ist die hohe kunst des abgleichens. das kann auch mehrere stunden in anspruch nehmen, da man nicht immer durchflussmesser zur verfügung hat und diese auch nicht immer funktionieren.
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Offline Energiesparer51

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #4 am: 05. Februar 2012, 18:09:11 »
Zitat
Original von huepenbeker


ein mischer stellt keinen hydraulischen abgleich für eine fbh dar.
der mischer sorgt lediglich für bestimmte vorlauftemperaturen damit man nicht auf den heißen fliesen im dreieck springen muss. :-)

der hydraulische abgleich wird über die rücklaufabsperrungen vorgenommen, da auf den vorläufen meistens die stellmotoren sitzen.

dieser abgleich ist auch wichtig, weil die verschiedenen heizkreise unterschiedliche rohrlängen haben.  aus diesem grund müssen diese auch eingestellt werden damit die kreise relativ gleichmäßig durchströmt werden.

und das ist die hohe kunst des abgleichens. das kann auch mehrere stunden in anspruch nehmen, da man nicht immer durchflussmesser zur verfügung hat und diese auch nicht immer funktionieren.

Hier scheinen Sie ja Kenntnisse zu haben, die zur Abwechslung mal nicht aus der Verschwörungstheoretiker-Ecke stammen.

Und was lässt sich Ihrer Meinung nach durch den hydraulischen Abgleich an Energie sparen?
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Offline huepenbeker

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #5 am: 05. Februar 2012, 18:52:34 »
Zitat
Original von Energiesparer51
Zitat
Original von huepenbeker


ein mischer stellt keinen hydraulischen abgleich für eine fbh dar.
der mischer sorgt lediglich für bestimmte vorlauftemperaturen damit man nicht auf den heißen fliesen im dreieck springen muss. :-)

der hydraulische abgleich wird über die rücklaufabsperrungen vorgenommen, da auf den vorläufen meistens die stellmotoren sitzen.

dieser abgleich ist auch wichtig, weil die verschiedenen heizkreise unterschiedliche rohrlängen haben.  aus diesem grund müssen diese auch eingestellt werden damit die kreise relativ gleichmäßig durchströmt werden.

und das ist die hohe kunst des abgleichens. das kann auch mehrere stunden in anspruch nehmen, da man nicht immer durchflussmesser zur verfügung hat und diese auch nicht immer funktionieren.

Hier scheinen Sie ja Kenntnisse zu haben, die zur Abwechslung mal nicht aus der Verschwörungstheoretiker-Ecke stammen.

Und was lässt sich Ihrer Meinung nach durch den hydraulischen Abgleich an Energie sparen?

kann ich leider nicht sagen ob es 1% oder auch 6% sind. es findet ja nur eine ungleichmäßige verteilung statt.  
es bleiben heizkörper kalt und andere sind überversorgt. das gleiche gilt für fußbodenheizungen.

vielfach wird uns in anschaulichen Bildchen gezeigt, wieviel verschwendet wird oder eben nicht. bei einem schlechten hydraulischen abgleich ist es ja so, dass heizkörper über und andere unterversorgt sind. vorausgesetzt ,die hk sind alle mit einem thermostat ausgestattet müssten die gut versorgten schneller schließen und damit etwas mehr saft den unterversorgten zur verfügung stellen.(heißer können die nicht werden, denn das bestimmt in der regel der kessel) davon abgesehen wird der kessel oder therme die eigentlich geforderte wärme gar nicht los und schaltet deshalb ab.

energie kann man in heutigen heizungsanlagen sparen durch effiziente pumpen mit dauermagnetmotoren. diese pumpen laufen zudem noch bedarfsabhängig ja nach benötigtem volumenstrom.

da muss zuerst angesetzt werden.

was man noch anführen könnte ist eine sinnlose isolierung der außenwände. dadurch wird eine solare erwärmung der außenwände verhindert und das haus muss quasi zwangsgelüftet werden. etc.,etc.
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Offline superhaase

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #6 am: 05. Februar 2012, 19:30:39 »
Bei richtig ausgelegten Heizungsanlagen, in denen an allen Heizkörpern Thermostatventile sitzen, oder bei Fußbodenheizkreisen mit jeweils eigenem Mischkreis, ist ein hydraulischer Abgleich, der für einen gelichmäßigen Durchfluss bei überall voll geöffneten Verntilen sorgen soll, völlig überflüssig.

Die Situation völlig geöffneter Thermostatventile tritt eigentlich nie ein.
Ausnahme sind natürlich krasse Nutzungsfehler:
Wenn in einem Mehrfamilienhaus eine Partei meint, die Ventile alle auf 5 stellen und die Raumtemperatur durch flexibles handhaben der Fensterstellung regulieren zu müssen, dann kann sich bei hydraulisch nicht abgeglichener Heizanlage ein Fröstel-Problem (und auch Kostenproblem über den 30%-Umlageanteil) für andere Parteien ergeben.

Daher sollte man in Mehrfamilienhäusern und anderen größeren Objekten durchaus einen hydraulischen Abgleich durchführen.

In Einfamilienhäusern oder bei Zweifamilienhäusern, wo man sich einig ist, dass man eben nicht die Ventile auf 5 stellt und gleichzeitig bei Frost die Fenster öffnet, ist das schlicht überflüssig. Wenn nur Fußboden-Mischkreise dranhängen auch, da jeder Mischkreis automatisch drosselt und nie längere Zeit voll öffnet.
Und wenn doch, weil man z.B. aus dem Urlaub kommt und das haus ausgekühlt ist, muss man halt warten, bis die Räume der Reihe nach warm werden. Die Reihenfolge kann man ja beeinflussen, indem man die Thermostate in der richtigen Reihenfolge aufdreht.

Anders sieht es wieder bei Innentemperaturfühler-Anlagen mit Führungsraum aus. Da muss auch ein hydraulischer Abgleich gemacht werden, wenn die Anlage richtig regeln können soll.

Fazit: Ein hydraulischer Abgleich ist je nach Objekt mal technisch nötig, mal friedensstiftend, mal überflüssig. ;)

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline Energiesparer51

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #7 am: 05. Februar 2012, 19:45:05 »
Naja, wenn einige Heizkörper gar nicht warm werden, ist wohl krass was im Argen. Das toleriert wohl niemand längerfristig.

Dass Thermostatventile die Aufgabe mit übernehmen, kann nur funktionieren, wenn der Vorlauf immer höher als erforderlich gefahren wird und die Thermostatventile nicht nur Fremdwärme ausregeln. Und nach einer Nachtabsenkung bekommen unterversorgte Heizkörper erst mehr ab, wenn andere Thermostatventile schon drosseln.
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Offline superhaase

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #8 am: 05. Februar 2012, 20:06:31 »
Zitat
Original von Energiesparer51
Dass Thermostatventile die Aufgabe mit übernehmen, kann nur funktionieren, wenn der Vorlauf immer höher als erforderlich gefahren wird und die Thermostatventile nicht nur Fremdwärme ausregeln.
Das dürfte der Normalfall sein.
wenn der Raum die mit dem Thermostatventil eingestellte Temperatur auch erreichen soll, drosselt er immer den Druchfluss. Andernfalls liegt die Raumtemperatur ja noch deutlich darunter.
Es gibt wohlkeine Situation, in der alle Räume nahe an der Solltemperatur liegen und alle Ventile trotzdem recht weit geöffnet sind. Wenn ja, dann ist ja eindeutig die Vorlauftemperatur zu niedrig.

Zitat
Und nach einer Nachtabsenkung bekommen unterversorgte Heizkörper erst mehr ab, wenn andere Thermostatventile schon drosseln.
Das ist allerdings ein Problem. Wenn man das nicht anders in den Griff bekommt, hilft wohl nur ein hydraulischer Abgleich. Den kann man dann aber auch selbst erledigen, da er nur grob sein muss. Da muss man kein Geld rausschmeißen.

Wie gesagt ist das bei gro0en Heizanlagen für Mehrparteienhäuser etwas anderes. Da ist ein professioneller hydr. Abgleich schon anzuraten. Zumindest, wenn es von den Partien her Klagen über schlechte Heizleistung gibt.
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Offline huepenbeker

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #9 am: 05. Februar 2012, 20:23:57 »
bleibt immer noch die frage nach der energieeinsparung. gibt es diese und wenn wie hoch ist sie konkret?
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Offline superhaase

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« Antwort #10 am: 05. Februar 2012, 20:33:46 »
Sollte sich ergoogeln lassen?
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Offline hko

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« Antwort #11 am: 13. Februar 2012, 08:52:17 »
Zitat
Original von huepenbeker
bleibt immer noch die frage nach der energieeinsparung. gibt es diese und wenn wie hoch ist sie konkret?
man findet recht unterschiedliche Angaben:

Der hydraulische Abgleich kostet nur um 500 Euro für ein Einfamilienhaus.
Das Einsparpotenzial geht bei 5% los bis zu maximal 25% der Heizenergie.
Häufig findet man auch die Werbeaussage bis zu 30%.
Alle diese Aussagen zu möglichen Einsparungen sind - wie bei jeder Werbung - völlig überzogen  :(

Dazu eine kurze Überlegung:
bei Öl- und Gas-Heizungen (Niedertemperatur-Kessel, nicht Brennwert-Kessel) ergeben 20° niedrigere Abgastemperatur etwa 1% Wirkungsgrad-Verbesserung. Eine um 5° niedrigere Kesseltemperatur ergibt eine um etwa 5° niedrigere Abgastemperatur. Das wären dann immerhin 0,25% Einsparung.

Dagegen ein wirklich großes Einsparpotenzial: Absenkung der Raumtemperatur um 1° bringt 6% Einsparung. Das kann jeder ohne Handwerkerkosten leicht selber einstellen :)

Gruß hko

Offline huepenbeker

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #12 am: 13. Februar 2012, 09:58:02 »
Zitat
Original von hko
Zitat
Original von huepenbeker
bleibt immer noch die frage nach der energieeinsparung. gibt es diese und wenn wie hoch ist sie konkret?
man findet recht unterschiedliche Angaben:



Dagegen ein wirklich großes Einsparpotenzial: Absenkung der Raumtemperatur um 1° bringt 6% Einsparung. Das kann jeder ohne Handwerkerkosten leicht selber einstellen :)

Gruß hko

und diese einsparung hat aber auch gar nichts mit einem hydraulischen abgleich zu tun! ist aber richtig.  ;)
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Offline hko

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #13 am: 14. Februar 2012, 09:08:05 »
Zitat
Original von huepenbeker
und diese einsparung hat aber auch gar nichts mit einem hydraulischen abgleich zu tun! ist aber richtig.  ;)
@huepenbeker,
warum haben Sie meine Kernaussage zum hydraulischen Abgleich weggelassen? Also noch einmal:
Zitat
Original von hko
Dazu eine kurze Überlegung:
bei Öl- und Gas-Heizungen (Niedertemperatur-Kessel, nicht Brennwert-Kessel) ergeben 20° niedrigere Abgastemperatur etwa 1% Wirkungsgrad-Verbesserung. Eine um 5° niedrigere Kesseltemperatur ergibt eine um etwa 5° niedrigere Abgastemperatur. Das wären dann immerhin 0,25% Einsparung.
Ich wollte Ihnen Ihre oben gestellte Frage beantworten. Falls man mit hydraulischen Abgleich die Kesseltemperatur wirklich um 5° verringern könnte, was ich bezweifle, würde man gerade 0,25% Einsparung erreichen. Das zeigt den Sinn - besser Unsinn - des hydraulischen Abgleichs für Verbraucher.
Weiter:
Der Einbau von zusätzlichen - eigentlich unnötigen - hydraulischen Widerständen kann aber sogar negative Auswirkungen auf die Gesamtenergiebilanz haben: zusätzliche hydraulische Widerstände erhöhen den Leistungsbedarf der Umwälzpumpe, d.h. mehr Stromverbrauch.
Richtwert: 1 W Mehrbedarf ca. 1 €/Jahr Mehrkosten!

Gruß hko

Offline huepenbeker

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HYdraulishcer Abgleich Fussbodenheizung
« Antwort #14 am: 14. Februar 2012, 09:12:21 »
so gesehen haben sie natürlich recht.
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