Autor Thema: zinslose Millionenkredite für Lichtblick ?  (Gelesen 3542 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline gaggi

  • Wenigschreiber
  • Beiträge: 1
  • Karma: +0/-0
zinslose Millionenkredite für Lichtblick ?
« am: 07. Mai 2010, 16:21:25 »
Hallo in die Runde, bin neu hier und muß gleich mit solch unerfreulichem Thema debütieren:

Seit Nov. 09 bin ich Gaskunde bei Lichtblick.
Die Abschlagszahlungen wurden entsprechend der letzten Jahresverbrauche beim Vertragsabschluß festgelegt. Ist ja sinnvoll, wenn man die Kosten übers Jahr verteilt.
Nach nun 4 Monaten Heizperiode mit logischerweise hohem Verbrauch kam eine Abrechnung per Ende Februar mit einer zusätzlichen Nachzahlung von ca. 4500 EUR, die auch gleich per bankeinzug abgefordert wurden!
Die Abschläge wurden allerdings nicht verändert und werden  nach wie vor monatlich eingezogen.
Gut, das ganze ist unerfreulich, aber auch verständlich, da der Versorger ja auch das Gas einkauft und bezahlen muß, wenn es gebraucht wird.
Insoweit kann ich das nachvollziehen.
Alerdings wird durch die Einmalzahlung dieser Betrag zusätzlich erhoben, denn der Verbrauch übers Jahr wird ja durch die Abschlagszahlungen weitgehend abgedeckt und bezahlt. Diese zusätzliche zahlung wird erst bei der nächsten Abrechnung, Ende Februar 2011, wieder berücksichtigt.
Meine dahingehende Nachfrage bei Lichtblick, daß ich ja dann entgegen dem bekannten Jahresverbrauch innerhalb eines Jahres fast 50% mehr bezahlen müßte, und mein Vorschlag, zum Ausgleich dafür 4 Abschläge auszusetzen, um das wieder etwa dem tatsächlichen Verbrauch anzupassen, wurde allerdings abschlägig beschieden. Ebenfalls wurde abgelehnt, den eingezogenen Einmalbetrag zurückzuzahlen.

Letztendlich ist das ein zinsloses Darlehen über 4500 EUR für 1 Jahr, was sich Lichtblick damit ergaunert. Und ich bin sicher nicht der einzige Kunde, der gegen Ende des Jahres dorthin gewechselt hat.

Begründungen dafür sind auch recht kurios. Obwohl ich per 1.11. dort Kunde bin, und nach meinem Verständnis ein Vertrag ab diesem Datum zustande kam,  ist Lichtblick der Auffassung, daß durch den Wechsel zu diesem Termin nun eine Teilung der Jahresrechnung in 2 Abschnitte vorliege, deren erster Teil über meinen bisherigen Versorger abgerechnet würde. Und der Wechsel zu einem anderen Anbieter würde nichts an der turnusmäßigen Abrechnung ändern.

Ich halte das, besonders nach meiner Einsprache und Darlegung, für  Betrug!
 
Ich habe nichts dagegen, entstandenen Verbrauch zu bezahlen, wenn nötig auch über eine Einmalige Zwischenabrechnung. Aber dann weiterhin Abschläge zu verlangen und einzuziehen, die offensichtlich zu einer Gesamtüberzahlung führen werden, hat mit seriösem Geschäftsgebahren m.E. nichts zu tun. Da geht es rein um Erschleichung zinsloser Debitorenkredite in riesigem Ausmaß!

Oder bin ich einfach nur zu geizig?

GG

Offline superhaase

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 4.132
  • Karma: +7/-6
  • Geschlecht: Männlich
zinslose Millionenkredite für Lichtblick ?
« Antwort #1 am: 07. Mai 2010, 19:05:05 »
Wie wärs mit kündigen, zu einem billigeren Anbieter wechseln und mit diesem einen Abrechnungsturnus von exakt 12 Monaten ab Vertragsbeginn schriftlich zu vereinbaren?
8) solar power rules

Offline Black

  • Forenmitglied
  • Beiträge: 1.758
  • Karma: +1/-0
zinslose Millionenkredite für Lichtblick ?
« Antwort #2 am: 07. Mai 2010, 19:36:28 »
Wenn Sie dem Versorger keinen \"Kredit schenken\" wollen, verlangen Sie einfach gem. § 40 Abs. 2 Satz 2 EnWG statt der jährlichen Abrechnung eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Abrechnung.
Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.

Matthäus, Kapitel 10, Vers 34

 

Der Verein für gerechte Energiepreise

Bund der Energieverbraucher e.V. | Impressum & Datenschutz