Autor Thema: B I O - Ö K O - D I K T A T U R  (Gelesen 75819 mal)

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #120 am: 07. März 2011, 10:23:38 »
Die Autos sind nur die Nebensache! Es bringt nichts, wenn jetzt wie gefordert das Kraftfahrtbundesamt die Autofahrer anschreiben soll. Das Porto und den Aufwand kann man sich sparen. Es gibt gewichtigere Gründe den \"BIO\"-Alkohol im Tank trotz angeblicher Verträglichkeit für das Auto abzulehnen. Ökologisch und ökonomisch ist das Gepansche unerträglich!  Die negativen Auswirkungen auf den fahrbaren Untersatz kommen lediglich noch dazu:
  • E10 lässt die Preise für Ackerland explodieren
  • Nicht nur für Autofahrer wird die Umstellung auf E10 teurer - auch für die Natur. Umweltschutzverbände rufen deshalb zum Boykott des neuen Super-Benzins auf.
  • Pachtzinsen für Böden steigen rasant
  • Maispreis in den USA um 50 Prozent gestiegen
  • Der Energiepflanzenboom verteuert auch die Nahrungsmittel.
Wir kämpfen hier seit Jahren gegen die Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis. Bei Nahrungsmittel ist das erst recht nicht akzeptabel.
\"Faktisch hat sich der Nahrungsmittelpreis inzwischen an den Ölpreis angekoppelt - mit gravierenden sozialen und ökologischen Folgen, die aus Sicht der Umweltverbände dagegen sprechen, die Energiepflanzen als Benzinersatz zu nutzen.\"

z.B. shz - Schleswig Holstein: E10 lässt die Preise für Ackerland explodieren  -  E10 wird zu Regierungs-Gau

Die Verbraucher haben es in der Hand, diesen Spuk zu beenden! Daher weiter:
Kein Alkohol beim Fahren, auch nicht im Tank!

Offline Kampfzwerg

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #121 am: 07. März 2011, 20:18:17 »
Zitat
Original von PLUS
Die Autos sind nur die Nebensache!  ...
... mit gravierenden sozialen und ökologischen Folgen, die aus Sicht der Umweltverbände dagegen sprechen, die Energiepflanzen als Benzinersatz zu nutzen.\"
...Die Verbraucher haben es in der Hand, diesen Spuk zu beenden!

So ist es.
Es ist mir völlig egal, ob mein Auto diesen Sprit vertragen könnte, oder nicht!
Lebensmittel gehören grundsätzlich nicht in den Tank, Regenwälder deswegen nicht abgeholzt und Menschen nicht von ihrem Land vertrieben. Punkt.
An diesem so genannten Öko-Bio-Sprit wird letztendlich ebeso Blut kleben, wie an den heute endlich auch so benannten Blutdiamanten.

Offline aranblau

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #122 am: 08. März 2011, 07:51:20 »
http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article1568230/Bewertungspanne-Deutsche-zahlen-zu-viel-fuer-Strom.html

Am interessantesten finde ich den Schlusssatz:
\"... Es könnte also passieren, dass die EEG-Umlage im kommenden Jahr wieder etwas sinkt - und so auch die Verbraucher ihr Geld wiederbekommen. Allerdings ist den Stromversorgern freigestellt, ob sie eine Senkung der Ökostrom-Umlage an ihre Kunden durchreichen.kg\"

Ich habe schon jetzt die Vermutung, dass da von den Stromversorgern nix durchgereicht wird ;)

Offline PLUS

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #123 am: 08. März 2011, 09:41:01 »
Zitat
Original von Kampfzwerg...
Es ist mir völlig egal, ob mein Auto diesen Sprit vertragen könnte, oder nicht!
Lebensmittel gehören grundsätzlich nicht in den Tank, Regenwälder deswegen nicht abgeholzt und Menschen nicht von ihrem Land vertrieben. Punkt......
    Ja, das ist der Punkt!  Wer sein Heilig\'s Blechle auf eigenes Risiko für Experimente zur Verfügung stellen will kann das tun, er sollte damit aber keine Dritten schädigen. Das lernt man schon in der ersten Fahrschulstunde  ;) :

    §1 StVO
     (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

     (2)
Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Kein Diktat- auch nicht über den Preis! Der Kunde muss die Wahl haben!

Zitat
Besonders kritisch sieht Treiber dabei die jüngsten Äußerungen der Benzinproduzenten, wonach es reiche, wenn sie Super Plus anbieten: \"Die sollten mal die Verordnung richtig lesen.\"
Die Bundesverordnung über Emissionsschutz regelt, wie das mit E 5 und E 10 zu laufen hat. Und da steht in Paragraf drei: \"Wer Ottokraftstoffe nach Absatz 1 der Qualität \"Normal\" oder \"Super\" mit mehr als 5 Volumenprozent Ethanol anbietet, ist verpflichtet, an derselben Abgabestelle auch Ottokraftstoffe nach Absatz 1 der Qualität \"Super\" mit einem maximalen Sauerstoffgehalt von 2,7 Massenprozent und einem maximalen Ethanolgehalt von fünf Volumenprozent anzubieten.\"
Für Torsten Treiber geht aus dem Paragrafendeutsch hervor: Da \"steht nichts von Super Plus, dafür gibt es einen eigenen Absatz\". Und hier steht – fast wortgleich wie in der Formulierung über Normal und Super – dass auch Super Plus in den Ausführungen mit fünf und mit zehn Prozent Ethanolgehalt angeboten werden muss. \"Ich bin kein Jurist, nur ein einfacher Automann\", fasst Treiber zusammen, \"aber für mich heißt das ganz klar, wer Super E 10 anbietet, muss auch Super E 5 anbieten und wer Super Plus E 10 anbietet, muss auch Super Plus E 5 anbieten. \"Es kann also nicht sein, dass alle, deren Motoren kein E 10 vertragen, auf das teure Super Plus E 5 verwiesen werden. Und wenn die Mineralölkonzerne verschlafen haben, dass sie gar keine Tanks dafür haben, dann ist das deren Problem.\"

Ludwigsburger Kreiszeitung: Der Kunde muss die Wahl haben[/list]
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Offline superhaase

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #124 am: 08. März 2011, 10:29:55 »
Zitat
Original von Kampfzwerg
Lebensmittel gehören grundsätzlich nicht in den Tank, ...
Das ist etwas zu engstirnig und ideologisch verblendet.
Wenn in Europa auf nicht benötigten Anbauflächen Energiepflanzen angebaut werden, am besten ohne Pestizide und Kunstdünger, statt weiterhin Lebensmittelüberschüsse zu produzieren und mit diesen dann im Ausland (Entwicklungsländer) die Lebensmittelmärkte und die einheimische Produktion zu zerstören, dann ist das durchaus sinnvoll und ein guter Beitrag - sogar gegen den Hunger in der Welt.

Man sollte sich immer und bei jedem Thema hüten, solche platten Pauschalisierungen zu vertreten. Das wird der Sache meist nicht gerecht.

Zitat
... Regenwälder deswegen nicht abgeholzt und Menschen nicht von ihrem Land vertrieben.
Hier kann ich hingegen zustimmen.

Allerdings gilt es zu bedenken:
Mit welchem Recht wollen wir z.B. Indonesien oder Brasilien verbieten, ihre Wälder abzuholzen und dieses Land wirtschaftlich zu nutzen?
Was haben wir in Europa denn mit unseren Wäldern getan?
Was tun wir heute noch mit unseren Landschaften und Böden?
Woher also, bitteschön, nehmen wir uns die Frechheit, andere in diesem Zusammenhang zu bevormunden?

Wir in Europa (und auch die USA) haben wohl in diesem Zusammenhang zu allerletzt den Zeigefinger zu heben.
Was uns gut zu Gesicht steht, ist, mit gutem Beispiel voranzugehen.
Mehr nicht - aber auch nicht weniger.

Dazu gehört auch, unseren Energiebedarf möglichst aus einheimischen erneuerbaren Quellen (Wind, PV, Wasser, Biomasse etc.) zu decken, auch wenn es uns teurer kommt als der Import billiger, umweltzerstörerischer Energieträger.

ciao,
sh
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« Antwort #125 am: 08. März 2011, 13:10:33 »
Zitat
Original von superhaase
....
Das ist etwas zu engstirnig und ideologisch verblendet.
...
    Für die \"Engstirnigen und ideologisch Verblendeten\" gibt es hier eine weitere
PROTESTAKTION

Widerstand gegen Diktat und Beutelschneiderei
Weiter so mit dem  E10-Boykott - Das Ziel ist noch nicht ganz erreicht!
- Kein umwelt- und allgemeinschädliches Bioethanolgepansche in den Tank -[/FONT][/SIZE]
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Offline Kampfzwerg

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« Antwort #126 am: 08. März 2011, 13:44:56 »
Zitat
Original von superhaase
Das ist etwas zu engstirnig und ideologisch verblendet.
Das ist weder engstirnig noch ideologisch verblendet, sondern schlicht meine Meinung: Lebensmittel gehören grundsätzlich nicht in den Tank. Diese Meinung ist mir auch nicht erst gestern eingefallen, sondern sie hat sich aufgrund vielfältig gelesener Berichterstattung mit der Zeit gebildet und verfestigt.

Zitat
Man sollte sich immer und bei jedem Thema hüten, solche platten Pauschalisierungen zu vertreten. Das wird der Sache meist nicht gerecht.
Und warum beherzigen Sie dann, wie Ihre folgenden Anmerkungen zeigen, Ihre eigenen Ratschläge nicht?  ;)

Zitat
Wenn in Europa auf nicht benötigten Anbauflächen Energiepflanzen angebaut werden, am besten ohne Pestizide und Kunstdünger, statt weiterhin Lebensmittelüberschüsse zu produzieren und mit diesen dann im Ausland (Entwicklungsländer) die Lebensmittelmärkte und die einheimische Produktion zu zerstören, dann ist das durchaus sinnvoll und ein guter Beitrag - sogar gegen den Hunger in der Welt.
Glauben Sie denn im Ernst, dass diese pauschalierenden von Ihnen aufgestellten Thesen, die von vielen Wissenschaftlern übrigens bereits widerlegt worden sind, der Sache gerecht werden?

Dann empfehle ich gerne den folgenden Artikel auf Spiegel online:

E10-Treibstoff
Die Mär vom Prima-Klima-Sprit


Zitat
Die Autofahrer wollen den umstrittenen Biosprit E10 nicht tanken, es ist ein Fiasko für Politik und Mineralölkonzerne - aber ein Segen für die Umwelt, glauben Forscher und Naturschützer. Sie geißeln die Biosprit-Operation seit Jahren als Unfug.[]
Der vermeintliche Öko-Sprit sei im Vergleich zu anderen klimapolitischen Optionen kostspielig und nutzlos. Gemessen auf einen Hektar Anbaufläche werde auf diese Weise einfach zu wenig Kohlendioxid eingespart....
\"Die Klimaschutzwirkung praktisch aller in Deutschland angebauten Biosprit-Sorten ist negativ\", sagt Schmid. Mit anderen Worten: Ihre Nutzung als Autokraftstoff schadet dem Klima mehr, als sie ihm nutzt.
....

Außerdem könnten im Vergleich zu fossilen Energieträgern durch den Einsatz von Bioethanol 50 bis 60 Prozent der Klimagase eingespart werden, meint der Bauernpräsident. Woher diese Zahl kommt, erklärte ein Sprecher des Verbands auf Anfrage folgendermaßen: Die bisher erschienenen Fachstudien gingen von der Annahme aus, dass die Landflächen, mit denen Biosprit hergestellt wird, ansonsten gar nicht bewirtschaftet würden. Der Kasseler Professor Schmid reagiert erheitert: \"Eine interessante Argumentation. Sie haut aber leider nicht hin.\"

Möchten Sie Ihre Argumentation aufrechterhalten?
Mich werden Sie ganz sicher nicht überzeugen.

Ihre weitere Argumentation bzw. Ihre Bedenken, z. B. die mit dem erhobenen Zeigefinger, finde ich übrigens ziemlich konstruiert. Ja und? Auch wenn sie in Teilen richtig sein mag, Sie mischen Äpfel mit Birnen: Was hat das Eine mit dem Anderen, und all das dann auch noch mit Bevormundung zu tun?

Offline superhaase

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B I O - Ö K O - D I K T A T U R
« Antwort #127 am: 08. März 2011, 14:26:08 »
Zitat
Original von Kampfzwerg
Das ist weder engstirnig noch ideologisch verblendet, sondern schlicht meine Meinung: Lebensmittel gehören grundsätzlich nicht in den Tank.
Doch, gerade solche platten Pauschalisierungen, die jegliche sachlichen Argumente von vorneherien ausblenden, sind ideologisch verblendet.

Zitat
Zitat
Man sollte sich immer und bei jedem Thema hüten, solche platten Pauschalisierungen zu vertreten. Das wird der Sache meist nicht gerecht.
Und warum beherzigen Sie dann, wie Ihre folgenden Anmerkungen zeigen, Ihre eigenen Ratschläge nicht?  ;)
Tu ich doch: Ich differenziere zwischen umweltverträglich und sozialverträglich genutzter Bioenergie und Bioenergie, die das nicht erfüllt.
Ich rede ja nicht der kritiklosen Vergötterung der Bioenergie (Biosprit) das Wort. ;)
Ich lehne allerdings auch die generelle und pauschalisierende Verteufelung von Bioenergienutzung ab.

Zitat
Zitat
Wenn in Europa auf nicht benötigten Anbauflächen Energiepflanzen angebaut werden, ....
Glauben Sie denn im Ernst, dass diese pauschalierenden von Ihnen aufgestellten Thesen, die von vielen Wissenschaftlern übrigens bereits widerlegt worden sind, der Sache gerecht werden?
Ja, diese These wird der Sache gerecht, und sie ist keineswegs pauschalisierend, sondern differenziert zwischen \"guter\" und \"böser\" Bioenergienutztung, um es mal \"populärwissenschafltich\" auszudrücken. ;)

Ihre Behauptung, das wäre von vielen Wissenschaftlern bereits widerlegt worden, ist völlig aus der Luft gegriffen.

Was Sie vielleicht meinen, ist, dass die heutige Situation nicht dieser These bzw. Forderung entspricht.
Das hätten Sie dann aber anders ausdrücken müssen.
Wenn Sie das sagen wollten, dann würde ich Ihnen durchaus zustimmen!

Ich verteidige hier keineswegs undifferenziert die jetzige Einführung von E10.
Im Gegenteil verurteile ich sie, sofern es zutrifft, dass das Ethanol hierfür in Europa nicht auf nachhaltige Weise gewonnen wird oder nach Europa importiert wird und somit nicht aus kontroliiert nachhaltigem Anbau stammt.
Dies ist wohl nach vielen unwidersprochenen Berichten der letzten Zeit zum Großteil der Fall.
Sollte das nicht zutreffen, wäre es Aufgabe der Regierung und/oder des Biokraftstoffverbandes, diese Kritik zu entkräften, was bisher nicht geschehen ist. Das lässt Schlüsse zu.

Dies ist ein Gesichtspunkt, der mir vor einiger Zeit noch nicht so eindeutig klar war, hier habe ich dazugelernt und meine anfangs offene Einstellung zur Ethanolbeimischung inzwischen revidiert.  :baby:

Insofern lehne ich heute die Ethanolbeimischung auch zum bisherigen E5 ab, solange das nicht einigermaßen sicher nachgewiesen und sichergestellt wird. (ich habe auch schon die Aufweichung der EU-Richtlinien von 120g auf 130 g/km zugunsten der deutschen Luxusschleudern nicht für sinnvoll gehalten, aus der auch die E10-Story \"gespeist\" wird)

Eine logisch konsequente Forderung hieraus wäre also, die Bioenergienutzung streng zu reglementieren und damit die vermutete Schadenswirkung zu vermeiden. Auch unter dem Aspekt, dass dann die Nutzung teurer wird und dies die Preise für Strom und Benzin weiter erhöht!
Es ist auch klar, dass Bioenergie nie die fossilen Brennstoffe im jetzigen Umfang ersetzen kann. Aber eine nachaltige Nutzung im verträglichen und machbaren Rahmen ist ökologisch und sozial (auch global) durchaus vorteilhaft, und nicht wie oft behauptet pauschal schädlich oder gar moralisch verwerflich.

Eine pauschale Ablehnung \"Lebensmittel gehören nicht in den Tank\" ist daher zu populistisch, zu einfach und zu billig.

Nebenbei bemerkt: Ethanol ist kein Lebensmittel. ;)
Auch werden viele Kartoffeläcker nicht für die Nahrungsmittelproduktion genutzt, sondern zur Stärkegewinnung für die chemische Industrie.
Ist auch der Baumwollanbau zu verurteilen?
\"Ackerflächen nicht für Designerklamotten!\"  :tongue:
Oder was ist mit Wein- und Hopfenanbau?
Brauchen wir diesen wirklich?
\"Lebensmittel gehören nicht in die Schnappsflasche, wo doch andere auf der Welt hungern!\"
Wie man sieht, kommt man mit platten Pauschalisierungen schnell in argumentative Sackgassen.  :D

Zitat
Möchten Sie Ihre Argumentation aufrechterhalten?
Ja, denn sie ist durchdacht, begründet und differenziert.
Sie beruht nicht auf platten Verallgemeinerungen.
Sie ist vielleicht auch nicht fehlerfrei - für Hinweise, die zur Ergreifung von Fehlern führen, habe ich aber noch keine Belohnung ausgesetzt. ;)
Trotzdem sind diese willkommen.

Zitat
Mich werden Sie ganz sicher nicht überzeugen.
Schade.
Aber das habe ich auch nicht erwartet, denn das ist in Forendiskussionen wirklich der Ausnahmefall.
Trotzdem ist es gut und richtig, seine Meinungen auszutauschen.
Vielleicht bleibt ja auch ein Saatkorn der Gegenseite hängen und keimt irgendwann? ;)

Zitat
Ihre weitere Argumentation bzw. Ihre Bedenken, z. B. die mit dem erhobenen Zeigefinger, finde ich übrigens ziemlich konstruiert. Ja und? Auch wenn sie in Teilen richtig sein mag, Sie mischen Äpfel mit Birnen: Was hat das Eine mit dem Anderen, und all das dann auch noch mit Bevormundung zu tun?
Das war nur soi ein Gedanke am Rande, weil es mich schon immer nervt, wenn die Moralisten so auf dem Regenwald rumreiten und den anderen Ländern am liebsten das Existenzrecht oder zumindest die wirtschaftliche Nutzung ihrer natürlichen Resourcen verbieten möchten, während sie bei uns aus Angst am liebsten alle Bären und Wölfe abschießen lassen - mal etwas polemisch ausgedrückt.
Ich wollte damit nicht die Einführung des E10 rechtfertigen.

ciao,
sh
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« Antwort #128 am: 08. März 2011, 17:14:55 »
Zitat
Original von superhaase
Das war nur soi ein Gedanke am Rande, weil es mich schon immer nervt, wenn die Moralisten so auf dem Regenwald rumreiten und den anderen Ländern am liebsten das Existenzrecht oder zumindest die wirtschaftliche Nutzung ihrer natürlichen Resourcen verbieten möchten, während sie bei uns aus Angst am liebsten alle Bären und Wölfe abschießen lassen - mal etwas polemisch ausgedrückt.
    @Superhaase, was verstehen Sie unter
\"Ländern\"?

nur ein Beispiel unter vielen:
 
Die indigene Bevölkerung West-Papuas will sicher nicht die Ausbeutung und Umweltzerstörung in West-Papua ! Sie führt einen Kampf um ihren Lebensraum und ihre kulturelle Identität, der von vornherein chancenlos ist: Bei kleinsten Protesten marschiert Militär auf; Dutzende Bürgerrechtler sitzen im Gefängnis; ausländischen Menschenrechtlern, dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und Journalisten wird die Einreise verwehrt. West-Papua - das sind Mangroven, Torfmoore, der größte Regenwald Asiens und bis zu 5.000 Meter aufragende Bergketten. Dutzende Arten Beuteltiere, Paradiesvögel und 3.000 Orchideenarten gibt es nur hier.

Von US-Konzernen ausgebeutet
Die \"Grasberg\"-Goldmine des US-Konzerns \"Freeport-McMoRan\" verwandelt seit nunmehr 40 Jahren als größte Gold- und Kupfermine der Welt immer größere Regionen der Bergwelt in chemikaliengetränkte Wüste. Sie hat die Mangrovensümpfe an der Südküste ruiniert und den Lebensraum zweier Völker, der Amungme und Kamoro, völlig zerstört. Hinzu kommen eine rabiater Erdgasförderung vor der Küste und der zu 90 Prozent illegale Holzeinschlag Regenwald Asiens.

Das reicht noch nicht, jetzt kommt noch der Biosprit statt Regenwald dazu? Als Höhepunkt des Raubbaus ist eine explosionsartige Ausweitung des Ölpalmenanbaus im Gange. Neun Millionen Hektar Regenwald sollen dem -\"BIO\"-Rohstoff weichen - mit verheerenden Folgen auch für das Weltklima.

Mitverantwortlich hierfür sind die Europäer auch wegen ihres Bemühens um eine nachhaltige Energieversorgung: 2007 verfügte die EU, dass ab 2020 mindestens zehn Prozent aller in Europa benutzten Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen sollen - eine Chance auf gute Biosprit-Geschäfte, die sich die Mächtigen Indonesiens nicht entgehen lassen. Zehntausende Hektar Wald wurden in den letzten Monaten bereits abgeholzt, um Platz zu machen für die neue Monokultur.  

Auch hierzulande wittern viele \"Landwirte\" gute Geschäfte und da sind Monokulturen  und die nachhaltige Schädigung der Umwelt, der Vielfalt der Lebensbedingungen  ebenfalls kein Hindernis. Gerade die Funktionäre liefern dazu die besten Beispiele. Das unsoziale Steigen der Nahrungsmittelpreise ist geradezu willkommen. Wo ist nur der Bauernstand geblieben, der die Versorgung der Menschen mit gesunder Nahrung und eine gesunde Ökologie im Sinn hatte? Eine Landwirtschaft als \"BIO\"-Energiekonzerne und \"ÖKO\"-Scheichs statt Bauern, nein danke!

Ich wehre mich dagegen und lasse mich dafür auch einen \"Moralisten\" schimpfen. Ihre Haltung @superhaase hat allerdings keine Moral.[/list]PS:
Damit der Protest nicht untergeht:
Zitat
Original von PLUS
Zitat
Original von superhaase
....
Das ist etwas zu engstirnig und ideologisch verblendet.
...
    Für die \"Engstirnigen und ideologisch Verblendeten\" gibt es hier eine weitere
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Offline superhaase

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« Antwort #129 am: 08. März 2011, 18:24:25 »
Zitat
Original von PLUS
Ihre Haltung @superhaase hat allerdings keine Moral.
Wieso?
Hab ich die Abholzung des Regenwaldes und die Vertreibung von indigener Bevölkerung in West-Papua für Biosprit befürwortet?
Nein.

Sie hingegen, lieber nomos=PLUS, haben ja nicht nur eine Moral, sondern meist gleich eine zweite parat, wenn es zugunsten Ihres Geldbeutels geht, wie Sie uns hier schon gezeigt haben.
Das nennt man dann auch Doppelmoral. ;)

Wie sieht denn z.B. Ihre persönliche Strategie zur Vermeidung der Palmölnutzung aus?
Aus dem Wiki:
Zitat
Nach Sarmidi et al. 2009 werden weltweit etwa 90 % der Palmölproduktion für Nahrungsmittel verwendet und die verbleibenden 10 % für Nicht-Nahrungszwecke wie Reinigungsmittel, Kosmetika und in der oleochemischen Industrie. Nur etwa 5 % werden für Biokraftstoffe verwendet.
Sind Sie sicher, dass in Ihrem Haushalt keine Kosmetika oder Lebensmittel oder andere Produkte mit Palmöl vorhanden sind?
Mit welchem Recht wollen Sie, nomos=PLUS, z.B. den Malaien die seit einigen Jahren vorangetriebene energetische Nutzung (Biodiesel etc.) von selbst produziertem Palmöl und die Nutzung als Lebensmittel (z.B. den Export als Lebensmittel in viele Teile Asiens und Afrikas, aber auch nach Europa) verbieten? Mit dem Hinweis auf die Artenvielfalt?
Bedenken Sie dabei, wie wir in Europa mit unseren Wäldern und Böden und der Artenvielfalt umgegangen sind und immer noch umgehen.
Und bedenken Sie dabei, wie wir selbst mit einer subventionierten und umweltschädlich betriebenen Landwirtschaft Überschüsse produzieren, die wir dann in Märkte der Dritten Welt exportieren und dort die Landwirtschaft kaputt machen, was den Hunger in der Welt und die Abhängigkeit von den westlichen Lebensmittelspekulanten erst so richtig befördert?
Mit diesem Hintergrund wollen Sie die Malaien oder Indonesier hier bevormunden?

Ich wollte mit meinem Hinweis auf diese arrogante \"Zeigefinger\"-Moral nur mal etwas Sand in das Getriebe der Selbstgerechtigkeit vieler Biosprit-Verteufler streuen.
Ein bisschen mehr Nachdenken und weniger Pauschalisieren, dann wäre schon viel gewonnen.
Leider kommen oft nur so plakative und unsinnge Floskeln wie \"Keine Lebensmittel in den Tank\".
Aber so einfach ist die Welt nicht gestrickt und so einfach lassen sich die Probleme nicht lösen.
Auch mit dem weiteren Verbrauch von fossilen Energieträgern wird viel Ungerechtigkeit und Leid in der Welt verursacht. Das Beispiel der Erdgasgewinnung in Asien haben Sie selbst hier genannt.

Was bleibt?
Biomasse kann den Erdölverbrauch nicht ersetzen. Sie kann nur einen kleinen aber wichtigen Beitrag dazu leisten, der möglichst nachhaltig und regional erbracht werden sollte - auch wenn dadurch die Energiepreise steigen. Darauf sollte man hinwirken, nicht auf eine generelle Ablehnung.
Woher soll die restliche benötigte Energie kommen?
Hier bleiben Sie jede Antwort und jede Diskussionsbereitschaft wie immer schuldig.
Die Förderung und Einführung von Erneuerbaren Energien mittels EEG lehnen sie rundweg ab. Sie wollen hier und jetzt nur billige Energie und sind nicht bereit, mehr zu bezahlen, um zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft zu kommen.
Der Sonnenstrom soll Ihrer Meinung nach aus der Wüste kommen, also aus dem Ausland - sollen doch die ihre Landschaften damit bebauen, wenn es für Sie, nomos=PLUS, billiger kommt als Sonnenstrom von deutschen Dächern. Womit wir schon wieder beim Thema Doppelmoral wären.

Fazit:
Der Spruch \"keine Lebensmittel in den Tank\" ist zu billig, zu populistisch und zu pauschalisierend.

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« Antwort #130 am: 08. März 2011, 23:11:48 »
... Röttgen, Brüderle und Aigner halten am E10 fest und haben also laut den Nachrichten auf diesem E10-Gipfel über die Einführung entschieden?
Nein, ganz sicher nicht.
Wenn die Verbraucher nur wollen,
dann entscheiden sie.
Kein Alkohol beim Fahren!
Keine schädliche Lobbypolitik.
[/B]
    E10, der größte Schwindel seit es Benzin gibt, daher hier mitmachen:
PROTESTAKTION

PRESSEMITTEILUNG des vzbv:
Zitat
E10: Information der Verbraucher am Porto gescheitert vzbv verweigert Schulterschluss

08.03.2011 - Als für Verbraucher praktisch ergebnislos bezeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) den Ausgang des heutigen Gipfels zum Biosprit E10. \"Das war zu wenig\", bilanziert Vorstand Gerd Billen.

Der vzbv hatte eine schriftliche erweiterte Garantieerklärung der Hersteller sowie eine direkte Information des Kraftfahrt-Bundesamtes an die Fahrzeugbesitzer gefordert. Diese sei an der mangelnden Bereitschaft der beteiligten Branchen gescheitert, diese Information zu finanzieren. Im Gespräch war eine niedrige zweistellige Millionensumme.

\"Die Frage der Haftung wurde wie eine heiße Kartoffel rundgereicht\", kritisiert Gerd Billen vor allem die Automobilindustrie. Billen teilt deren Einschätzung nicht, wonach die sogenannte DAT-Liste über die E10-verträglichen Fahrzeuge rechtsverbindlich sei. Auch sei es nicht nachvollziehbar, dass Verbraucher sich an ihren Tankwart wenden müssten, um zu fragen, welchen Sprit sie tanken können.

\"Solange keine erweiterte Garantieerklärung der Hersteller vorliegt, kann ich Autobesitzer verstehen, die um E10 einen großen Bogen machen\", kommentiert Billen das heutige Gespräch. Der vzbv hat sich der gemeinsamen Erklärung nicht angeschlossen.

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« Antwort #131 am: 09. März 2011, 09:44:03 »
@superhaase

Ich muss mich doch noch einmal zu Wort melden  ;)

Zitat
Doch, gerade solche platten Pauschalisierungen, die jegliche sachlichen Argumente von vorneherien ausblenden, sind ideologisch verblendet.
Meine Formulierung war als sehr überspitzte Metapher gedacht und deswegen absichtlich derart kurz und natürlich sehr provokant formuliert.

Unter dem Strich meiner Überlegungen, die im Übrigen gar nicht soo weit von Ihren entfernt sind, trifft es aber als deren Quintessenz den Punkt.
(Ich finde nur, dass derartige Grundsatzdiskussionen den Rahmen hier eindeutig sprengen würden und habe auch eindeutig leider nicht so viel Zeit wie Sie).

Ich kann Ihnen also versichern, dass ich weder sachliche Argumente ausblende noch sonst irgendwie ideologisch verblendet bin. Ich verteufele übrigens auch nicht grundsätzlich Bioenergie  ;)

Aber, wie wir bereits z. B. aus der Lebensmittelindustrie oder Kosmetik kennen, zu vieles, das die Worte \"Bio\" oder \"Öko\" im Namen trägt, kann inhaltlich nicht einmal entfernt mithalten.
Und nicht alle Mittel rechtfertigen den Zweck. Wieder ein pauschalisierendes Klischee. Ist es deshalb weniger richtig?

Warum machen wir es denn beim Sprit z.B. nicht wie Schweden?
Die schnipseln ja auch keine \"Lebensmittel in Form von Zuckerrüben\" o. ä. in den Tank. Übrigens, ich weiss, dass Bioethanol kein Lebensmittel ist  :baby:
finde es aber gut, dass Sie die argumentativen Sackgassen Ihrer platten Pauschalisierungen selbst erkannt haben  :D

Haben Sie gestern zufällig Frontal21 gesehen?
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1

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« Antwort #132 am: 09. März 2011, 10:34:10 »
... und einige Scheinheilige kann man hier in Aktion sehen!

Zitat
Original von Kampfzwerg

Haben Sie gestern zufällig Frontal21 gesehen?
    Ja, man sollte sich den Beitrag ansehen:
Lobbypolitik zu Lasten der Umwelt und der Verbraucher[/list]

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« Antwort #133 am: 09. März 2011, 12:54:49 »
...werden \"Die vier von der Zankstelle...


Uneinigkeit herrscht in der heutigen Berichterstattung der Presse über Sieger und Verlierer des eiligst einberufenen \"Benzingipfels\".
Ein Verlierer steht jedenfalls bis dato fest: der Verbraucher bzw. Autofahrer. Gewinner werden voraussichtlich in naher Zukunft höchstens die KFZ-Werkstätten sein.


Zeit online, 09.03.11
\"Was für eine Posse!\"
 
Zitat
Der Benzingipfel ist das überragende Thema in der Presse. In der Bewertung sind sich die Kommentatoren einig: Die Verunsicherung der Verbraucher bleibt bestehen.
...
Von \"nur noch peinlich\" über \"Armutszeugnis\" bis hin zu \"banal\" und \"nichts außer Duchhalteparolen\" formiert sich hier die Phalanx der Kritiker, die sich in ihrer Bewertung einig sind...



Frankfurter Allgemeine Zeitung: Aufklären, bis er tankt

Zitat
CDU-Umweltminister Norbert Röttgen ist es, der als Sieger des Tank-Gipfels vom Platz geht. Er hat seine Sicht durchgesetzt, dass es dem deutschen Autofahrer allein an Gewissheit fehle, dass sein Fahrzeug den staatlich verordneten Bio-Sprit vertrage. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat das Nachsehen.  

die tageszeitung (taz): Die vier von der Zankstelle

Zitat
Der Sieger heißt: Rainer Brüderle. Mit seinem \"Benzingipfel\" hat der FDP-Wirtschaftsminister gleich drei Unionskollegen blamiert. Sie alle sind für den Agrosprit E10 mindestens so zuständig wie Brüderle, doch getan haben sie nichts. Der Verlierer steht ebenfalls fest: Norbert Röttgen.  


Das Wort \"Agrosprit\" sollte nach meiner Meinung allgemein eingeführt werden.  ;)

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« Antwort #134 am: 09. März 2011, 15:22:49 »
Noch ein närrischer Beitrag oder ein weiterer Abschnitt in der so \"erfolgreichen\" deutschen \"ÖKO\"-\"BIO\"-Politik - Dosenpfand, PV-Weltmeisterschaft, Glühbirne, ....
@Kampfzwerg, danke für den Presseüberblick. Man könnte da fast grenzenlos fortsetzen. Ein umfangreicher Bericht mit Blick auf Europa liefert heute das Handelsblatt \"Mogelpackung Biosprit\". Leider nicht online verfügbar.

Verlierer sind die Verbraucher und die Ökologie. Die Automobil-, die Mineralöl- und die Argrarwirtschaft sind die von der Politik lobbyunterstützten Profiteure.

Hoffentlich sind diesmal die Verbraucher so klug, diesen Unfug nicht mitzumachen.

Die Zuckerrüben-&Co-Mischung würde ich Agrarverschnitt nennen. Aber \"BIO\"- und \"ÖKO\"- sind durch den Missbrauch und die vielen Mogelpackungen ja auch schon zu Schimpfwörtern verkommen. \"BIO-Sprit\" ist  keine Auszeichnung mehr, im Gegenteil.

 

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