Autor Thema: CO2-Klo nun in Brandenburg?  (Gelesen 26256 mal)

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Offline DieAdmin

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« am: 15. Februar 2010, 09:21:59 »
MOZ.de (10.02.10) Vattenfall vermisst klare Haltung Potsdams
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Berlin_Brandenburg/id/315143

MOZ.de (12.02.10) Stadt Beeskow: Kein Zutritt für Vattenfall
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Beeskow/id/315264

PM der Bündnis90/Grüne Brandenburg vom 12.02.10:
Kein CCS-Vorschaltgesetz als Lex Brandenburg
http://www.brandenburg.gruene-partei.de/cms/default/dok/327/327214.kein_ccsvorschaltgesetz_als_lex_brandenb.htm


Website der Brandenburger Initiative: http://ccs-protest.de/

Vielleicht wäre es mal angebracht, den regionalen Tunnel zu verlassen und gemeinschaftlich für die Ablehnung der CCS-Idee im gesamten Deutschland zu kämpfen.
CO2-Klo will sicher keine Region werden.

Offline nomos

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #1 am: 15. Februar 2010, 11:13:59 »
Zitat
Original von Evitel2004
CO2-Klo will sicher keine Region werden.
    @Evitel2004, sicher nicht. Nicht in Brandenburg, nicht im Rest-Deutschland, nicht in Europa ....

    ...apropos Klo, da haben wir schon viele Klos die saniert werden müssen.

    Hier nur ein weiteres Beispiel:
     
\"Die Ostsee ist ein Klo mit schlecht arbeitender Spülung\" oder hier dazu[/list]

Offline superhaase

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #2 am: 15. Februar 2010, 15:55:34 »
Das Thema CCS wird sich bald erledigt haben.
Die Technik ist nicht absehbar marktreif, selbst wenn sie technisch in den Griff zu bekommen wäre (was ich immer noch bezweifle), kommt sie inzwischen viel zu spät. Das Rennen gegen die erneuerbaren Energien hat sie schon verloren.
Auch die Widerstände sind wie zu erwarten lokal kaum zu überwinden.
Diese lokalen Widerstände der akut von Planungen betroffenen Gebiete werden sich überall schnell formieren. Ich denke nicht, dass es dazu eines überregional organisierten Widerstands bedarf.

Noch zwei oder drei Jahre, dann wird das zunehmende Wachstum bei den erneuerbaren Energien auch dem letzten CCS-Anhänger zeigen, dass es ökonomischer Unsinn ist. Die EE-Welle kommt nun weltweit langsam richtig ins Rollen. Ich denke, deren Dynamik und Potential wird von vielen (auch Politikern) immer noch deutlich unterschätzt.

Die \"großen 4\" werden bald einsehen, dass sie mit CCS nur Geld und Sympathien (sofern überhaupt noch vorhanden) verbrennen.
Wenn man ein bisschen Hirn benutzt, erkennt man das schon seit Beginn an. Auch die Aktionäre werden den Konzernen hier bald auf die Füße treten und ein Ende dieser Geldverschwendung fordern.

@nomos:
Dass Sie aber auch immer vom Thema weglaufen müssen.  :tongue:

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline nomos

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #3 am: 15. Februar 2010, 16:08:54 »
Zitat
Original von superhaase
@nomos:
Dass Sie aber auch immer vom Thema weglaufen müssen.  :tongue:
    @sh, wieder mal beim opponieren!  :rolleyes:

    Das genau gehört zum Thema und ist ein passendes Beispiel.

    Jeder entsorgt seinen \"Müll\" und kümmert sich einen Dreck darum. Die Leidtragenden sind die Anderen, genau wie beim CO2!

Offline RR-E-ft

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #4 am: 15. Februar 2010, 16:17:01 »
Die traurige Wahrheit ist, dass insbesondere jeden Sommer leider viele die Ostsee für ihre wenigen großen und vielen  kleinen Geschäfte benutzen und dann einfach wieder abreisen.
Kleinkinder, die noch nicht sauber sind, wird nichts nachgetragen.

Und natürlich gehört das zum Thema CCS- Speicherung in Brandenburg. Schließlich hängt alles irgendwie miteinander zusammen, auch die Konzessionsabgabe, die einige als Müll bezeichnen. :rolleyes:

Offline DieAdmin

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #5 am: 08. März 2010, 19:51:52 »
Wer meint, die Vernunft würde darüber entscheiden...und man würde von der Idee CSS ablassen....

moz.de (06.03.10) Vattenfall läuft die Zeit davon
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Berlin_Brandenburg/id/318051

Zitat
..Nur: Das umstrittene Gesetz – im vergangenen Jahr wegen Sicherheitsbedenken vorerst auf Eis gelegt – ist Bundessache. Und die an der Erarbeitung des Gesetzentwurfs beteiligten Ressorts – Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium – bestätigen den in Cottbus genannten Zeitplan nicht, in dem davon die Rede war, dass der Entwurf bis zum Sommer ausgearbeitet sein und im Herbst dem Bundeskabinett vorgelegt werden soll. „Die Gespräche laufen“, sagt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin kurz und knapp...
...
„Für uns ist es sehr wichtig, dass das Gesetz in diesem Jahr kommt“, sagt Vattenfall-Sprecher Ralf Krüger. Die Europäische Union hat dem Konzern 180 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht gestellt, die an Termine gebunden seien. „Wenn CCS vertagt wird, wird es für uns immer schwieriger“, befürchtet Krüger.
...

Das Ding ist noch nicht durch

@superhaase,
überregional schon, da auf Bundesebene das Gesetz beschlossen wird.

Offline nomos

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #6 am: 08. März 2010, 21:19:46 »
Zitat
Original von RR-E-ft
Die traurige Wahrheit ist, dass insbesondere jeden Sommer leider viele die Ostsee für ihre wenigen großen und vielen  kleinen Geschäfte benutzen und dann einfach wieder abreisen.
Kleinkinder, die noch nicht sauber sind, wird nichts nachgetragen.

Und natürlich gehört das zum Thema CCS- Speicherung in Brandenburg. Schließlich hängt alles irgendwie miteinander zusammen, auch die Konzessionsabgabe, die einige als Müll bezeichnen. :rolleyes:
    Es geht bei den Hinterlassenschaften von Importkohlekraftwerken nicht um Kinderkacke! Es geht um viele Schiffsladungen Importkohle, die in Kraftwerken an der Nordsee verbrannt werden sollen, die alles andere als sauber sind! Es geht um Quecksilber, Arsen, Nickel, Cadmium, Thalium ......Dioxine, Benzoapyrene ...... .
    In die Nordsee? ...  und wohin mit den zehn Millionen Tonnen CO2!?


    @RR-E-ft, Ihr Beitrag hier ist mindestens so \"
off topic\"  wie meiner hier [/list]

Offline RR-E-ft

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #7 am: 08. März 2010, 21:31:09 »
Mir ging es auch nicht um die Emissionen der Kleinkinder, sondern um anderen Mist und dessen Emittenten. ;)

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #8 am: 06. August 2010, 21:33:20 »
Kundgebung: WIR wollen keine Versuchskaninchen für Vattenfall sein!

http://www.kein-fussbreit-auf-unser-land.de/kundgebung.html

Zitat
Am 4. September treffen sich auf dem Marktplatz in Beeskow ein große CCS-Treffen geben. ALLE Bürger, die der umstrittenen Technologie und den Errichtung von CO2-Endlagern kritisch gegenüberstehen oder sich informieren wollen, sind herzlich eingeladen. ..

Im September ist viel los :D

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #9 am: 09. August 2010, 21:13:21 »
Wie Vattenfall sich mit einem Firmengeflecht aus der Verantwortung der CO2-Endlagerung stiehlt

http://blog.greenpeace.de/blog/2010/08/09/wie-vattenfall-sich-mit-einem-firmengeflecht-aus-der-verantwortung-der-co2-endlagerung-stiehlt/

und noch was zu Vattenfall
Verzögerungen bei CCS-Demonstrationsanlage
http://www.lausitzer-braunkohle.de/aktuell.php

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #10 am: 25. Oktober 2010, 19:51:09 »
Umweltgruppen bezeichnen Konzept der CCS-Demonstrationsanlage als Mogelpackung - Vattenfall plane zusätzliches Kohlekraftwerk

http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_11754.php

Zum Hintergrundpapier: http://www.lausitzer-braunkohle.de/Texte/ccs_demoanlage_hintergrund_2010-10-25.pdf

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Fraktion im Brandenburgischen Landtag:
CCS-Demonstrationskraftwerk: Bürgerinitiativen und Grüne Liga treffen mit Kritik ins Schwarze

http://gruene-fraktion-brandenburg.de/presse/pressemitteilungen/volltext-pm/article/ccs_demonstrationskraftwerk_buergerinitiativen_und_gruene_liga_treffen_mit_kritik_ins_schwarze-1/

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« Antwort #11 am: 12. November 2010, 22:16:32 »
Eine weitere Initiative gegen die CO2-Verpressung hat sich gegründet:

Müllroser wollen Protest organisieren

Zitat
Rund 80 Einwohner kamen am Mittwochabend zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gegen CO2 -Endlager. Aus der Versammlung heraus will man nun ein Aktionsbündnis bilden, kündigte Roland Kramski an, der zu dem Treffen eingeladen hatte....

http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/267455/

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« Antwort #12 am: 18. November 2010, 20:13:04 »
Bundesländer sollen nun selbst entscheiden dürfen, wenn sie Co2-Klo werden möchten:

Platzeck muss die Mark zum CO2-Lager erklären  CCS-Gesetz: Nach mehrmaligem Scheitern sollen die Länder mehr Befugnisse bekommen

Zitat
...
Bisher hatte Brandenburg – vor allem aus politischen Gründen – darauf gehofft, bei der Debatte um Endlagerstätten für CO2 aus den Lausitzer Braunkohle-Kraftwerken des Energiekonzerns Vattenfall auf Vorgaben des Bundes und der EU verweisen zu können.
....
„Damit ist CCS tot, auch in Brandenburg“, sagte ein damit befasster Experte den PNN. Es sei politisch nicht zu kommunizieren, wenn sich „Brandenburg nur für Vattenfall zum CO2-Klo Deutschlands ausruft“. Selbst Christoffers [Anm. Die LINKE] erwartet Probleme bei der Vermittlung, „wenn wir hier CCS ermöglichen, aber alle anderen Bundesländer dies mit Sicherheitsbedenken ablehnen“.
...

 
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/350595/

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« Antwort #13 am: 25. November 2010, 18:14:54 »
Pressemitteilung vom 25. November 2010

Zitat
BUND: Klimaschutz-Strategie mit CO2-Verpressung wird zu neuen Tagebauen und weiteren CO2-Endlagern führen
 
Sollte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) seine Klimaschutz-Strategie unter Einsatz der Verpressung von CO2 ernsthaft betreiben wollen, wird ab dem Jahr 2026 mit weiteren Umsiedelungen wegen über - die jetzigen Planungen hinausgehenden - Tagebauen zu rechnen sein, sagte der Geschäftsführer des Umweltverbandes BUND-Brandenburg, Axel Kruschat bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „CO2-Verpressung“ am Mittwoch in Frankfurt (Oder).

Der Neuaufschluss von weiteren Tagebauen wäre unvermeidlich, da die CCS-Technologie Unmengen mehr an Energie aus Braunkohle benötigt. Um Einsparziele des Landes zu erreichen – ein Minus von 20 Mio. Tonnen CO2 –müssten neue CO2-Lagerstätten in ganz Brandenburg entstehen. „Wenn die Regierung in Potsdam bei ihrer Strategie bleibt, muss in Zukunft das ganze Land darunter leiden“, warnte Kruschat. „Dann haben die Bürger Brandenburgs die Wahl zwischen Pest und Cholera oder anders gesagt, entweder man sitzt auf der Braunkohle und muss weichen oder bekommt ein CO2-Endlager unter sein Haus“.
 
Die Bürgerinitiativen gegen die CO2-Verpessung in Brandenburg fordern die Regierung Platzeck unverzüglich auf, die Argumente des BUND zu prüfen und eine Klimaschutzstrategie zu entwickeln, die den mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beinhaltet: „Das fast schon sklavische Festhalten am Kohlekonzern Vattenfall hat schon etwas Schizophrenes“, merkt der Sprecher der Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“, Mike Kess an: „Platzeck und Konsorten lassen die Menschen in der Lausitz ins offene Messer laufen, wenn sie nicht langsam einen Plan B entwickeln“.  Medienberichten zufolge plant der umstrittene Energiekonzern die Ausgliederung der Kohle-Sparte. „Das Ende der Kohle ist eingeläutet, das hat Platzeck nur noch nicht mitbekommen“, kritisiert Kess. Der Sprecher der Bürgerinitiative „CO2ntra Endlager“, Ulf Stumpe warnt zudem davor, dass man den Bürger als Buhmann hinstellt. Wenn der Rückzug aus der Kohle kommt, dann werde Vattenfall die Bürgerinitiativen diskreditieren, Arbeitsplätze vernichtet zu haben, so Stumpe: „Diesen Schuh werden wir uns aber nicht anziehen“.


zu finden: http://ccs-protest.de/101125.html

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CO2-Klo nun in Brandenburg?
« Antwort #14 am: 10. Dezember 2010, 19:40:33 »
Es war einmal, und das gestern erst, eine Pro-CCS-Demo in Cottbus:

Kumpel demonstrieren für CCS-Gesetz Gewerkschaft erwartet rund 1000 Teilnehmer Christoffers greift Bundesregierung scharf an

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/357088/

Hier mal ein Schnappschuss:
http://yfrog.com/h26bd012j

Und wie auf Twitter zu lesen ist, sollen es in etwa 400 Teilnehmer gewesen sein:

http://twitter.com/KESS_/status/12898282476937216

 

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