Forum des Bundes der Energieverbraucher

Energiepolitik => Erneuerbare Energie => Thema gestartet von: Zeus am 31. März 2012, 18:41:38

Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Zeus am 31. März 2012, 18:41:38
Dies wird zumindest in einem Artikel von Welt-Online behauptet :

http://www.welt.de/wirtschaft/article106142164/Zu-viel-Oekosrom-gefaehrdet-die-Stromversorgung.html
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Energiesparer51 am 31. März 2012, 19:28:47
Ich halte die Argumentationen nicht für logisch. Wenn die Grundlast durch mehr Erneuerbare Energie künftig häufiger fehlen wird, wird das auch Auswirkungen auf die Preisbildung bei den flexiblen Kraftwerken haben. Der Preis wird dann soweit ansteigen, dass diese auch mit weniger Volllaststunden wirtschaftlich bleiben. Die Zeiten in denen die Geld verdienen, werden andere sein als bisher. Bisher sind wohl noch so viele Kapazitäten verfügbar, dass auch dann Energie billig bleibt.


Preisverlauf am Spotmarkt (http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2012-04-01/PHELIXhttp://)

Momentan soll die Bevölkerung auf neue Subventionen für Netzausbau und die Förderung der großen Vier vorbereitet werden und dies als alternativlos erkennen.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: PLUS am 31. März 2012, 21:54:54
Zitat
Original von Energiesparer51
Ich halte die Argumentationen nicht für logisch.
....
Momentan soll die Bevölkerung auf neue Subventionen für Netzausbau und die Förderung der großen Vier vorbereitet werden und dies als alternativlos erkennen.
momentan\" zwar nicht logisch, dafür aber alternativlos ideologisch daher ;). Sorry, aber diesen selten dämlichen Kommentar wird die aufgeklärte \"Bevölkerung\" als einen selten dämlichen ideologischen Unfug erkennen!

Nein, nicht nur die Argumentation von Daniel Wenzel, der ganze Artikel ist durchgehend logisch![/list]
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Energiesparer51 am 31. März 2012, 22:39:04
Zitat
Original von PLUS
....kommt mir \"momentan\" ...daher ;).

Was ist das für ein \"geniales\" Konstrukt?
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Zeus am 01. April 2012, 18:49:30
Auch Ende März kam es zu einer bedenklichen Notsituation.
http://www.welt.de/wirtschaft/article106143921/Stromnetz-geht-auf-Alarmstufe-gelb.html

Solarmodule legen sich halt mit dem Sandmännschen schlafen. ;)
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Cremer am 02. April 2012, 00:14:19
@Zeus,

Zitat
Solarmodule legen sich halt mit dem Sandmännschen schlafen.  

Den Spruch find ich klasse :D :D :D


Aber da sieht man mal wieder die Gefahr im deutschen Netz an Nahtstellen von Netzbetreibern, wenn der eine plötzlich Probleme bekommt. Helmstedt liegt an der Ost-Westgrenze von 50Hertz und Tennet.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: userD0005 am 02. April 2012, 08:00:25
Zitat
Original von Zeus
Auch Ende März kam es zu einer bedenklichen Notsituation.
http://www.welt.de/wirtschaft/article106143921/Stromnetz-geht-auf-Alarmstufe-gelb.html

Solarmodule legen sich halt mit dem Sandmännschen schlafen. ;)

Es ist sicher auch einem Netzbetreieber mittlerweile bekannt,
dass PV nur am Tag produziert. Es hat nie jemand etwas anderes behauptet.
Es ist nicht ersichtlich, was der Vorfall mit PV zutun hat.

Hier steht ganz klar, dass ein Netzknoten die Hauptursache war.
Weiterhin ein KKW wegen Defekten???!!? abgeschaltet werden musste.
Und das auf grund des fehlenden Netzknotens die Windkraft nicht als Ausgleich nach Westen transportiert werden konnte.

Nur Vermutungen in diesem Artikel. kein einziger wirklicher Fakt.
Die BNA untersucht den Vorfall.

Und zum Schluss noch eine glatte Lüge.
Das Kraftwerk in Österreich musste nicht zur Netzstabilisierung hochgefahren werden.

Typisch \"Welt\" Erzählung halt.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: superhaase am 02. April 2012, 09:47:30
Das Problem Ende März war doch ganz klar, dass sehr viel Strom erzeugt und auch exportiert wurde.
Dann fiel ein Umspannwerk aus und es kam zu einem Netzengpass, der durch Abwerfen von Erzeugerleistung und Erhöhen des Verbrauchs (die Pumpen von Pumspeicherwerken wurden angeworfen) Ausgeglichen wurde.

Es war also offenbar keinesfalls ein Problem, dass die Photovoltaik keinen Strom geliefert hat, oder die Windkraft zu wenig geliefert hätte.
Man könnte allenfalls vermuten, dass die Grundlast-Dreckschleudern auf Deibelkommraus trotz viel Windstrom volle Pulle weiterproduziert haben, um ihren Strom zu exportieren, und so die Netze bis an die Grenzen ausgelastet waren.
Notwendig ist so ein Zustand ja nicht.
Aber wie sich gezeigt hat, ist das Netz und das Netzmanagement in der Lage, auch dann Probleme aufgrund von Komponentenausfällen zu handhaben. Einen Blackout gab es ja offensichtlich nicht.

Wenn man trotzdem Angst davor hat, dass so etwas einmal schiefgehen könnte und zu einem regionalen Blakcout führen könnte, dann sollte man fordern, dass die konventionellen Kraftwerke bei viel EE-Strom im Netz nicht so viel exportieren dürfen, dass die Netze bis an die Grenze ausgelastet werden.
Das wäre die logische Konsequenz.

Nebenbei bemerkt:
Die Welt hat sich bei allen Energiethemen bisher als ausgesprochen desinformiert und fachlich höchst inkompetent erwiesen. Auf dieses Blatt kann man keinen Pfifferling mehr geben.

ciao,
sh
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: stromparadies am 02. April 2012, 09:51:57
Sehr geehrter Herr Superhaase,
sie sollten sich dazu aber mal das Glossar von http://www.transparency.eex.com/de/Information/glossar (http://www.transparency.eex.com/de/Information/glossar)

durchlesen. Da wird ausführlich beschrieben, wie es sich mit dem Hoch-und Runter fahren von Kraftwerken verhält. So einfach, wie Sie es beschreiben ist es leider nicht.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: superhaase am 02. April 2012, 09:55:41
Zitat
Original von stromparadies
Sehr geehrter Herr Superhaase,
sie sollten sich dazu aber mal das Glossar von http://www.transparency.eex.com/de/Information/glossar (http://www.transparency.eex.com/de/Information/glossar)

durchlesen. Da wird ausführlich beschrieben, wie es sich mit dem Hoch-und Runter fahren von Kraftwerken verhält. So einfach, wie Sie es beschreiben ist es leider nicht.
Wieso?
Wo steht da, dass ich nicht für morgen mein Braunkohlekraftwerke drosseln oder abschalten kann, wenn viel Wind angesagt ist?
Das ist technisch kein Problem und wird auch schon so gemacht.
Lassen Sie das die Fachleute mal machen, die können das! ;)

ciao,
sh
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: stromparadies am 02. April 2012, 12:36:16
Zitat
Original von superhaase

Wo steht da, dass ich nicht für morgen mein Braunkohlekraftwerke drosseln oder abschalten kann, wenn viel Wind angesagt ist?
Das ist technisch kein Problem und wird auch schon so gemacht.
Lassen Sie das die Fachleute mal machen, die können das! ;)

ciao,
sh

Offensichtlich haben Sie die Weisheit mit der Muttermilch aufgesaugt. Sie vergessen dabei aber, dass Wind eben auch mal nicht bläst obwohl er angesagt wurde oder die Sonne mal nicht scheint obwohl vorher gesagt.

In der Praxis bedeutet das mal eben von einer Minute auf die andere kein PV oder Windstrom mehr und nicht erst morgen! Da muss sofort reagiert werden.

Warum rechnen und reden Sie sich eigentlich immer alles schön Herr Superhaase und vor allen Dingen, warum gehen Sie fremde Menschen an, die auch nur Ihre Gedanken mitteilen wollen.

An Ihren Beiträgen merkt man auch ganz deutlich, dass man mit Ihnen überhaupt nicht diskutieren kann, weil nur eine Meinung zählt und das ist Ihre, egal ob diese offensichtlich falsch ist oder nicht!

Gründen Sie doch eine Sekte oder Kirche und predigen Sie da Ihren Unsinn, den hier keiner hören will.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: superhaase am 02. April 2012, 13:22:00
Zitat
Original von stromparadies
Sie vergessen dabei aber, dass Wind eben auch mal nicht bläst obwohl er angesagt wurde oder die Sonne mal nicht scheint obwohl vorher gesagt.
In der Praxis bedeutet das mal eben von einer Minute auf die andere kein PV oder Windstrom mehr und nicht erst morgen! Da muss sofort reagiert werden.
Das ist doch Quatsch.
Die Prognosen für Wind- und PV-Strom sind recht zuverlässig - natürlich mit gewissen Abweichungen. Die Netzbetreiber haben das aber gut im Griff.

\"Von einer Minute auf die andere kein PV- oder Windstrom mehr\"  hat es noch nie gegeben und wird es auch nie geben.
Sie haben von der Realität des deutschen Wettergeschehens offenbar keinen blassen Dunst.

Zitat
Warum rechnen und reden Sie sich eigentlich immer alles schön Herr Superhaase ...
Naja, ich versuche Fakten richtigzustellen.
Es stellt sich vielmehr die Frage:
Warum reden Sie immer alles schlecht, Herr Stromparadies?
Und das auch noch ohne etwas vorzurechnen, sondern indem Sie einfach falsche Behauptungen aufstellen wie \"von einer Minute auf die andere kein Wind- oder PV-Strom mehr\".
Das würde mich schon mal interessieren, was Ihre Absicht ist, dass Sie so agieren.

Meine Absicht kann ich Ihnen erklären:
Ich sehe in der Energiewende eine unumgängliche Notwendigkeit - aus wirtschaftlichen Gründen (die schmutzigen Energien sind endlich und werden immer teurer werden) und aus ethischen Gründen (wir dürfen nicht alle Resourcen für uns heute verbraten und dabei eine kaputte Umwelt hinterlassen).
Daher stehe ich hinter der Energiewende und interessiere mich für alle diesbezüglichen Entwicklungen. Dabei trete ich z.B. auch den in diesem Forum verbreitenten Falschbehauptungen und Propagandalügen entgegen und versuche, die Fakten darzustellen.

Ich bin da sicher nicht so diplomatisch wie ich es z.B. im Berufsleben täglich sein muss.
Ich denke aber, man kann in einem solchen Forum auch mal etwas vom Leder ziehen, wenn da irgendwelche Leute hanebüchenen Unsinn verbreiten, wie hier schon geschehen (siehe die hüpidrüki-Story, oder mein Liebling nomos=PLUS mit seinem irrationalen und hasserfüllten Anti-EEG- und ANti-PV-Kreuzzug).
Den Spaß gönn ich mir.
Für eine sachliche Diskussion bin ich aber aufgeschlossen, wenn die Diskussionsgegner sachlich sind und nicht nur polemisieren und ihre Falschbehauptungen trotz Widerlegung dauernd immer nur wiederholen, wie es PLUS tut.

Nun zur Sache zurück:
Das Drosseln oder Abschalten von Grundlastkraftwerken bei vorhersehbar viel Wind- oder Solarstrom ist technisch kein Problem, und es wird in Zukunft vermehrt dazu kommen.
Dadurch werden übrigens auch die Mittellast und Spitzenlastkraftwerke wieder mehr Einsatzstunden erhalten und wieder rentabler werden.
Die Grundlastkraftwerke werden zuznehmend unrentabler werden. Aber das ist ja auch das Ziel der Energiewende, denn was würde ein Aufbau von sauberen Wind- und Solarkraftwerken bringen, wenn man die alten Grundlast-Dreckschleudern trotzdem in alle Ewigkeit weiterbetreiben wollte?
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: PLUS am 02. April 2012, 15:22:03
Zitat
Original von superhaase
Ich denke aber, man kann in einem solchen Forum auch mal etwas vom Leder ziehen, wenn da irgendwelche Leute hanebüchenen Unsinn verbreiten, wie hier schon geschehen (siehe die hüpidrüki-Story, oder mein Liebling nomos=PLUS mit seinem irrationalen und hasserfüllten Anti-EEG- und ANti-PV-Kreuzzug). Den Spaß gönn ich mir. Für eine sachliche Diskussion bin ich aber aufgeschlossen, wenn die Diskussionsgegner sachlich sind und nicht nur polemisieren und ihre Falschbehauptungen trotz Widerlegung dauernd immer nur wiederholen, wie es PLUS tut.
\"hanebüchenen Unsinn\" einzugehen macht keinen Sinn. Sie und eine sachliche Diskussion, das schliesse ich bei Ihrer unverschämten Polemik aus. Dagegen sprechen die hier im Forum gemachten Erfahrungen. Die gezeigte rücksichtslose und egoistische PV-Besessenheit eines fanatischen Solaristen machen eine sachliche und vernünftige Diskussion mit Ihnen unmöglich. Vorher wird eher noch am Nordkap nach der Wintersonnenwende Ihre berühmte Netzparität beim PV-Strom erreicht.  :tongue:[/list]PS - dazu passt noch:
Solarlobbyisten fordern quasi PV-Subventionen als Grundrecht - profitierende Bundesländer sollen dazu verhelfen
\"Nicht hinnehmbar sei zudem, dass Solarstrom-Anlagenbetreiber in diesem Marktsegment zukünftig für zehn Prozent des erzeugten Solarstroms überhaupt keine Förderung  mehr erhalten sollen.\"[/b] (http://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/120404_eeg_aenderungen_entschaerfen.pdf)
Ja so was, Solarstrom ohne Subventionen, das geht für die Solaristengemeinde ja gar nicht, demnächst muss die garantierte Einspeisevergütung noch als Grundrecht in die Verfassung!.  :evil:
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: superhaase am 02. April 2012, 16:08:48
Zitat
Original von PLUS
Die gezeigte rücksichtslose und egoistische PV-Besessenheit eines fanatischen Solaristen machen eine sachliche und vernünftige Diskussion mit Ihnen unmöglich.
Sehnse, lieber Stromparadies (oder liebes Stromparadies ;)) genau das meine ich mit polemisieren.
PLUS beschimpft hier seit langem in fast jedem seiner Beiträge pauschal alle PV-Investoren als profitgierige und rücksichtslose Egoisten und ähnliches mehr.
Von Sachlichkeit ist da schon lange keine Spur mehr.
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Wolfgang_AW am 03. April 2012, 02:26:12
Zitat
Original von Zeus
Dies wird zumindest in einem Artikel von Welt-Online behauptet :

www.welt.de/wirtschaft/article106142164/Zu-viel-Oekosrom-gefaehrdet-die-Stromversorgung.html (http://www.welt.de/wirtschaft/article106142164/Zu-viel-Oekosrom-gefaehrdet-die-Stromversorgung.html)

Trommeln gehört zum Geschäft - besonders in den \"schweren\" Zeiten.

Man schielt nach Subventionen und da kommt es doch gerade gelegen, wenn sich das mit der Stilllegung von Kraftwerken unter dem Label der mangelnden Rentabilität trifft.

Ein Teil der Blöcke des Gaskraftwerks Werne-Stockum, gingen lt. Wikipedia zwischen 1970 und 73 in Betrieb, bringen lediglich 42% Kraftwerksleistung und standen als Reserveleistung zur Abdeckung von Spitzenlasten zur Verfügung.

In Emden nahm Statkraft sein GuD vom Netz, auch dort wurde von mangelnder Rentabilität gesprochen

GuD Emden (http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/120212.htm)

Zitat
\"Die Finanzkrise hat zu einem Rückgang in der Stromnachfrage geführt\", erklärte der verantwortliche Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH, Jürgen Tzschoppe. Zudem stünden derzeit am Spotmarkt hohe Gaspreise niedrigen Strompreisen gegenüber. Dies sei \"ein klares Signal für einen europaweiten Kapazitätsüberschuß bei der Erzeugung.\"
...
Die jetzt beschlossene \"Kaltreserve\" ermöglicht es, das 40 Jahre alte GuD-Kraftwerk bei Bedarf wieder in Betrieb zu nehmen, ohne daß es durch ständige Betriebsbereitschaft der Verschleiß zunimmt.
...
Zudem baut Statkraft in Knapsack ein GuD-Kraftwerk mit 430 MW, das bis 2013 ans Netz gehen soll.

Das Geschäft ist nun eben ein wenig härter geworden, die goldenen Zeiten sind vorbei. Die im Bau befindlichen neuen Kraftwerke gehen sicher noch ans Netz, da kann man die alten Schleudern doch gut in der Kaltreserve verschwinden lassen.

Und von wegen Subventionen, da sind doch die großen Vier ebenso gut dabei

Kraftwerks- und Netzbetreiber rufen nach Subventionen (http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/111104.htm)

Zitat
Man müsse deshalb neue Anreize für Investoren schaffen, etwa durch \"Kapazitätsprämien oder eine Pflicht zur Reservehaltung auf der Ebene der Netzbetreiber\".
...
Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) stellte bereits am 7. September eine Studie vor, derzufolge sich der notwendige Neubau von schnell regelbaren Gaskraftwerken nicht rechnet und deshalb besondere Prämien für die Betreiber erforderlich sind. Die vom Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) GmbH erstellte Studie schlägt vor, die für die Regelung erforderlichen Kapazitäten in einer Auktion auszuschreiben und den Zuschlag demjenigen zu erteilen, der die niedrigste Prämie verlangt.

Bundesregierung will generell den Bau fossil befeuerter Kraftwerke fördern

Tennet möchte mehr Geld und Rechte für den Netzausbau

Ich glaube, die großen Energieerzeuger bringen sich in Stellung, da sie Ihre Felle schneller wegschwimmen sehen als ihnen und ihren Aktionären lieb ist.
Da muss man die Angst schon ein bißchen schüren, das bringt Geld.


Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Cremer am 03. April 2012, 07:40:43
@superhaase,

Zitat
Meine Absicht kann ich Ihnen erklären:
Ich sehe in der Energiewende eine unumgängliche Notwendigkeit - aus wirtschaftlichen Gründen (die schmutzigen Energien sind endlich und werden immer teurer werden) und aus ethischen Gründen (wir dürfen nicht alle Resourcen für uns heute verbraten und dabei eine kaputte Umwelt hinterlassen).
Daher stehe ich hinter der Energiewende und interessiere mich für alle diesbezüglichen Entwicklungen. Dabei trete ich z.B. auch den in diesem Forum verbreitenten Falschbehauptungen und Propagandalügen entgegen und versuche, die Fakten darzustellen.

Ich bin da sicher nicht so diplomatisch wie ich es z.B. im Berufsleben täglich sein muss.
Ich denke aber, man kann in einem solchen Forum auch mal etwas vom Leder ziehen, wenn da irgendwelche Leute hanebüchenen Unsinn verbreiten, wie hier schon geschehen (siehe die hüpidrüki-Story, oder mein Liebling nomos=PLUS mit seinem irrationalen und hasserfüllten Anti-EEG- und ANti-PV-Kreuzzug).
Den Spaß gönn ich mir.

na, dann haben Sie sich ja mal so richtig geoutet

Weiterhin viel Spaß :]
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: superhaase am 03. April 2012, 07:42:19
Andererseits sagt ja STATKRAFT, dass es keine Subventionen für neue Gaskraftwerke braucht, und lehnt diese ab.
Überhaupt scheint es sehr fraglich, ob die oft aufgerufene große Zahl an angeblich nötigen neuen Gaskraftwerken wirklich notwendig ist.
Der bestehende Kraftwerkspark kann mit der zeitweisen Abschaltung und Wiederinbetriebnahme von Grundlastkraftwerken im erforderlichen \"Rythmus\" von Tagen bis Wochen womöglich auch einen weiteren Zubau an unstetiger EE-Stromerzeugung gut ausregeln?
Schließlich gibt es eine Menge Mittellast- und Spitzenlastkraftwerke auch noch.

Warum nicht diesen alten Kraftwerkspark solange es geht weiter nutzen und nur die Anlagen modernisieren, die am Ende ihrer technischen Lebensdauer angekommen sind?

Wenn man davon ausgeht, dass der EE-Ausbau schneller geht als früher angenommen (bei der PV ist das ja schon der Fall), dann braucht man womöglich keinen neuen großen Park an fossilen Kraftwerken.
Ein paar GW an Leitungen nach Norwegen würden natürlich auch enorm helfen.
Vielleicht hat die norwegische STATKRAFT auch das im Hinterkopf?

ciao,
sh
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Netznutzer am 03. April 2012, 08:57:03
http://www.welt.de/wirtschaft/article106149661/Verzoegern-der-Energiewende-kostet-Arbeitsplaetze.html

So ist das, ohne angemessene Netzentgelte keine Investitionen, ohne diese gibt\'s den berühmten Flaschenhals.

Gruß

NN
Titel: Zuviel Ökostrom gefährdet die Energiewende
Beitrag von: Klaus_F am 03. April 2012, 10:22:29
Zitat
Original von Netznutzer
http://www.welt.de/wirtschaft/article106149661/Verzoegern-der-Energiewende-kostet-Arbeitsplaetze.html

So ist das, ohne angemessene Netzentgelte keine Investitionen, ohne diese gibt\'s den berühmten Flaschenhals.

Gruß

NN

Warum es überhaupt Netzentgelte geben muss stellt \"Die Welt\" natürlich nicht in Frage. Warum muss etwas Konkurrenzloses (es ist schließlich sinnlos und zu teuer, zwei parallele Stromtrassen anzulegen) in privater Hand sein? Beziehungsweise einigen Aktionären gehören? So wird der Strom vergleich (http://www.stromvergleich.de)sweise immer teurer bleiben! Es müssen ja Dividenden ausgeschüttet werden. Und damit bleibt der Ausbau auf der Strecke...