Forum des Bundes der Energieverbraucher
Energiepreis-Protest => H => Stadt/Versorger => HanseWerk => Thema gestartet von: RR-E-ft am 17. März 2005, 13:00:09
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Überraschend soll E.on Hanse auf eine weitere Erhöhung der Erdgaspreise zum 01.04.2005 verzichtet haben:
http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=9426
Offensichtlich ist in den Preisen also schon genügend Luft, so dass vollkommen unabhängig von der Entwicklung der Ölpreise auf eine weitere Preiserhöhung verzichtet werden kann.
Es stellt sich nur noch die Frage, warum das bei vorangegangenen Preiserhöhungen nicht schon zum Tragen kommen konnte, auch bei anderen Gasversorgern.
Damit dürfte wohl niemand mehr behaupten können, Gaspreiserhöhungen seien wegen der Ölpreisentwicklung zwingend.
Warum konnte dann aber in der Vergangenheit nicht (teilweise) verzichtet werden?
Dereinst bei Shell hieß es noch:
\"Wir haben verstanden.\"
Freundliche Grüße
aus Jena
Thomas Fricke
Rechtsanwalt
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Mitteilung auf Verzicht einer Erhöhung zum 1.4. wurde heute auch
in den Nachrichten des N3 Fernsehens bekannt gegeben.
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Aus dem Hamburger Abendblatt
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/17/411160.html
Freitag, 18. März 2005
Wirtschaft
Gas nun doch nicht teurer
E.on Hanse verzichtet auf Preiserhöhung. Verbraucherverband: \"Phantastischer Erfolg der Proteste.\"
Von Beate Kranz
Foto: dpa
Hamburg - Der norddeutsche Energieversorger E.on Hanse verzichtet auf eine weitere Gaspreiserhöhung zum 1. April. Überraschend teilte der Konzern gestern mit, daß die Gaspreise vorerst stabil bleiben - auch in Hamburg. \"Zwar müßten wir eigentlich angesichts der gestiegenen Bezugspreise die Preise erhöhen, doch wir verzichten darauf\", sagte E.on-Hanse-Sprecherin Esther Seemann dem Abendblatt. Das Unternehmen wolle damit ein \"Signal\" an seine Kunden geben: \"Wir haben die Verbraucherinteressen im Auge.\"
Der Bund der Energieverbraucher bezeichnete den Schritt als \"phantastischen Erfolg der Verbraucherproteste\". Die Konzerne haben offenbar gelernt, daß sie den Volkszorn nicht überstrapazieren dürfen\", sagte der Vorsitzende Aribert Peters.
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erschienen am 17. März 2005 in Wirtschaft