Forum des Bundes der Energieverbraucher
Energiepolitik => Erneuerbare Energie => Thema gestartet von: Fidel am 13. August 2007, 22:41:26
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http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,499588,00.html
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Mal wieder ein einseitiger und wenig recherchierter SPIEGEL-Artikel.
Klar gibt es bedenkliche Entwicklungen im Biosprit-Bereich.
Diesen sollte auch entgegengewirkt werden.
Aber diese generelle Verteufelung, wie sie der SPIEGEL inzwischen standardmäßig betreibt, finde ich zum Kotzen. Ich mag sowas schon gar nicht mehr lesen.
Trotzdem, einen Hinweis hierzu gönn ich mir:
Bis vor 2 Jahren hat die EU Zucker im Überschuss erzeugt und wusste nicht wohin damit. Er wurde subventioniert und in alle Welt exportiert.
Viele Entwicklungsländer haben sich dann dagegen gewehrt und die WHO hat der EU den subventionierten Export von Zucker weitgehend untersagt.
Inzwischen wird der Zucker auch in Europa zu Alkohol vergoren und z.B. als Biosprit genutzt. Die Weltmarktpreise für Zucker haben sich erholt - die Entwicklungsländer sind zufrieden.
Natürlich sollte das Pendel jetzt nicht zu weit in die andere Richtung ausschlagen. Wie gesagt gibt es durchaus Kritkpunkte in diesem Bereich.
Ähnlich: die Weizenexporte der USA sind für viele eher ein Übel als ein Segen. Wenn diese nun zurückgehen, hätte das wohl viele Vorteile.......
Wir haben uns in den Industrienationen in so vielen Bereichen an subventionierte und viel zu billige Lebensmittel gewöhnt, dass wir gar kein Verständnis mehr für den echten Wert von Lebensmitteln aufbringen. Wenn jetzt mal die Preise auf ein marktgerechtes Niveau steigen, wird gleich Zeter und Mordio gerufen.
Über die Senkung/Abschaffung der nun nicht mehr nötigen Agrarsubventionen und dadurch mögliche Steuersenkungen könnte das Geld dann aber wieder zum Verbraucher zurück kommen. Stichwort: Brachflächenprämie.
Wie man sieht, sind wir von einer Hungersnot wegen Biosprit in Europa noch Welten entfernt.
Es gilt, einen vernünftigen Weg zu einer sinnvollen und angemessenen Nutzung von Bioenergie zu finden. Der massenweise Import von Biomasse als Energielieferant aus fernen Ländern wird wohl nicht dazu gehören.
Auch wird es wohl zu anderen Anbauvorschriften und -beschränkungen oder dergleichen bei uns in Europa kommen.
Eine von zweifelhaften Interessen geschürte Verteufelung der Bioenergien insgesamt trägt allerdings auch nicht dazu bei.
ciao,
sh
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http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=20358
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@superhaase,
Mal wieder ein einseitiger und wenig recherchierter SPIEGEL-Artikel.
Na, Ihre Antwort war ja mal wieder vorhersehbar X(
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@Cremer:
Dass hier jeder SPIEGEL-Artikel verlinkt werden muss, ist ja auch vorhersehbar. Dank an Fidel. ;)
Und dass der SPIEGEL so Schreibt, ja leider auch. :evil:
Können Sie, Herr Cremer, noch was zur Sache sagen?
Oder begnügen Sie sich damit, Ihre Abneigung gegen mich auszudrücken?
Man soll nicht denken, es handele sich hier etwa um ein \"Forum gegen erneuerbare Energien\".
Oder soll das Forum zu einer reinen, unkommentierten Linksammlung werden?
ciao,
sh
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@superhaase,
ich habe keine Abneigung gegen Sie, aber Ihre voreiligen und voreingenommenen Schlüsse als einleitender Satz Ihres Beitrages stören mich.
Es war nicht
Zitat superhaase:
Mal wieder ein einseitiger und wenig recherchierter SPIEGEL-Artikel
sondern laut Verivox eine dpa Meldung am Montag, so auch der Hinweis am Ende der Spiegel-online-Meldung
Und von Verlinkung kann auch keine Rede sein.
Ob und wie richtig überhaupt die dpa-Meldung recherchiert ist, mag danhingestellt sein, jedenfalls stand dieser Artikel auch bei uns am Montag in der örtlichen Tagespresse.
Richtig wäre es, wenn Sie wertfrei die Richtigkeit dieser Meldung ggf. anzweifeln würden und nicht gleich einem Presseorgan etwas unterstellt.
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Original von Cremer
Und von Verlinkung kann auch keine Rede sein.
@Gerd,
was verstehst du unter \"Verlinkung\"?
Eindeutig enthält der Eröffnungsbeitrag eine Verlinkung zum Spiegelartikel ;)
Und hier ein Link, der das Wort \"Verlinkung\" erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/Verlinken
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@Evi,
Dass hier jeder SPIEGEL-Artikel verlinkt werden muss, ist ja auch vorhersehbar. Dank an Fidel.
Der Begriff wurde von Superhaase genannt.
Der Bericht auf den Spiegel ist ja verlinkt.
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GLOBALE STUDIE
Vier von zehn Menschen sterben an Umweltverschmutzung
Mehr als ein Drittel aller Todesfälle geht nach Berechnungen von US-Forschern auf Belastungen der Umwelt mit Chemikalien und Giften zurück. Umweltschäden können Mangelernährung, Malaria, Durchfall- und Atemwegserkrankungen zur Folge haben - und tödlich enden.
...
...Der Untersuchung zufolge sterben jährlich bis zu 2,7 Millionen Menschen an verschmutztem Wasser und etwa 3,0 Millionen an Luftverschmutzung. Problematisch sei auch, dass fast die Hälfte der Weltbevölkerung in überfüllten Städten lebe: Unzureichende hygienische Lebensbedingungen seien für mehr als fünf Millionen Tote im Jahr verantwortlich, mehr als die Hälfte davon Kinder. Die Verschmutzung der Böden mit Chemikalien wirke sich direkt und über Wasser auf die Menschen aus. ...
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SPIEGEL (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,499781,00.html)
=Ziemlich wurscht, ob peak Mensch nun durch verdursten oder vergiften erreicht wird.
Besser wär\'s freilich, der \"Homo Sapiens\" hielte sich bei der Vermehrung etwas zurück....
Phoenix am WE über den Untergang der Majakultur-
1. Überbevölkerung/Übernutzung > zurückgehende/unzureichende Erträge> Städtekriege; die paar
2. trockenen Jahre hintereinander gab ihnen dann den Rest.
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Apropos \"peak Mensch\":
Treffen sich zwei Planeten.
Fragt der eine: \"Na wie gehts?\"
--- \"Nicht so gut. Ich hab\' homo sapiens.\"
\"Au Backe. Aber tröste Dich, das vergeht bald wieder.\"
:tongue: