Forum des Bundes der Energieverbraucher

Energiepolitik => Fossile Energie / Atomkraft => Thema gestartet von: RR-E-ft am 19. Juli 2007, 17:38:44

Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: RR-E-ft am 19. Juli 2007, 17:38:44
Vattenfall: Atom- Meiler aller  anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab (http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/126/id/288262/fm/0/SH/0/depot/0/)

Zitat
Auf die Kritik Bernotats an dem Vattenfall-Kommunikationsmanagement nach dem Brand in Krümmel sagte Josefsson im WirtschaftsWoche-Interview, dass bei Durchsicht der Betriebsstatistiken die Vattenfall-Kernkraftswerke durchweg die besseren Werte haben als die anderen deutschen Meiler.


Das ist doch mal ein offenes Wort. Mit diesem offenen Hinweis nimmt der Vattenfall- Konzern wohl seine neu erkannte gesellschaftliche Verantwortung wahr.

Also von wegen \"falsches Licht auf Atomkraft\"? (http://finanzen.sueddeutsche.de/aktien/news_news?secu=4405%20320&dpa_news_id=1102140)

E.ON- Vorstand Hohlefelder vom Deutschen Atomforum wird bestimmt begeistert sein, dass da ein Kollege redet wie ein Wasserfall.  ;)

Sieht ganz nach einer Steilvorlage für Kritiker aus.

Wenn E.ON mal nicht bald selbst als \"Verharmloser\" am öffentlichen Pranger steht.

Nachdem Lizenzentzug droht, möchte Vattenfall die Öffentlichkeit wohl nicht mehr täuschen. (http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Atomaufsicht-Vattenfall-%D6ffentlichkeit/593447.html)

Aber wie steht es mit den anderen Konzernen, denen man bisher nicht mit Lizenzentzug gedroht hatte?

Wenn zukünftig Konzern- Vorstandssitzungen auf Atomkraftwerksgeländen stattfinden, hat das etwas ebenso Surreales, als wenn Landwirtschaftsminister in Zeiten von BSE und Gammelfleisch auf der Grünen Woche  vor laufenden Kameras demonstrativ Rinderhack verzehren müssen und man ihnen die Begeisterung dabei ansieht.

Vielleicht wähnen sich die Konzernvorstände jedoch dort sicherer vor Nachstellungen der Kartellbehörden, so wie Durchsuchungen und Beschlagnahmen eine Vorstandssitzung der E.ON Energie störten.

Branchentreffen demnächst nur noch unter Tage im Schacht Konrad oder in Gorleben demonstrativ neben den Castoren?  :rolleyes:
Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: RR-E-ft am 20. Juli 2007, 15:43:53
Wirft E.ON mit Steinen aus dem Glashaus? (http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=20089&g=gas)
Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: Zeus am 22. Juli 2007, 18:33:40
\" Die Welt \" meldet heute, nun auch Probleme beim E.On - Atomkraft Unterweser.
Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: RR-E-ft am 22. Juli 2007, 18:51:18
Störung im E.ON- AKW Unterweser (http://www.welt.de/wirtschaft/article1046131/Atomkraftwerk_Unterweser_meldet_Stoerung_.html)

 RWE- AKW Biblis A - Mängelliste unter Verschluss (http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=15662&key=standard_document_32179440)

Mehrheit ist jetzt gegen Atomkraft (http://www.abendblatt.de/daten/2007/07/21/773853.html)

Bankexperte: \"Kein Geld in Kernkraft\" (http://www.handelsblatt.com/news/Technologie/Nachhaltig-investieren/_pv/_p/303089/_t/ft/_b/1282732/default.aspx/kein-geld-in-kernkraft.html)

Bundesinnenminister Schäuble soll handeln (http://www.tagesspiegel.de/politik/Deutschland-Atomausstieg-Terrorismus-Die-Gruenen;art122,2343366)
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Beitrag von: Zeus am 23. Juli 2007, 11:16:50
In einem Interwiev der heutigen Ausgabe der französischen Tageszeitung \"Le Figaro\" erklärte der Präsident der \" Electricité de France \", Pierre Gadonneix, auf die Frage der in Japan und Deutschland aufgekommenen Sichertsheitsbedenken bezüglich der Atomkraftwerke folgendes:
\" Um in der Öffentlichkeit Akzeptanz für die Nuklearenergie zu finden bedarf es drei großer Bedingungen. Einerseits legislativer und reglementarischer Systeme, die es ermöglichen eine totale Transparenz darüber zu haben. Andererseits einer anerkannten und vollkommen kompetenten Atomsicherheitsbehörde. Dies haben wir in Frankreich. Und endlich ausführender Personen, die sich durch ihre vollkommenen Beherrschung der Reihenfolge und Instanzenwege auszeichnen.
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Beitrag von: Cremer am 23. Juli 2007, 12:36:20
@Zeus,

und,

das dürfen Sie nicht vergessen:

Frankreich ist ein zentralistischer Staat.
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Beitrag von: RR-E-ft am 23. Juli 2007, 12:51:25
@Cremer

Und was folgt nun Ihrer Meinung nach daraus für die Kernernergienutzung in Deutschland?

Müssen die Bundesländer nun etwa ihre Kompetenzen auf den Bund als Zentrale übertragen?
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Beitrag von: RR-E-ft am 23. Juli 2007, 14:57:36
AKW Brunsbüttel völlig abgeschaltet (http://www.zeit.de/news/artikel/2007/07/23/2344608.xml)

Vattenfall- Chef Josefsson hatte im SPIEGEL- Interview gesagt, ob das AKW Brunsbüttel sicher sei, könne man daran erkennen, ob der Reaktor völlig abgeschaltet werden müsse.... Und nu?  :rolleyes:
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Beitrag von: Zeus am 24. Juli 2007, 12:26:51
Nun soll vieles an den verwendeten Dübel hängen. Die heutige Financial Times meldet, dass Einige sogar von einer \"Dübelverschwörung\" ausgehen. Interessanter Artikel
Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: RR-E-ft am 24. Juli 2007, 13:30:15
@Zeus

Dübel dienen ja der Befestigung. Klar, dass einiges an denen hängen wird.

FTD \"Dübelverschwörung\" (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Ein%20D%FCbel%20AKW/230329.html)


Berlin und Hamburg wollen wechseln (http://www.welt.de/berlin/article1049293/Berlin_und_Hamburg_erhoehen_Druck_auf_Vattenfall.html)

Scheint als Reaktion angemessen, hatte doch der Konzern mit satten Strompreiserhöhungen zum 01.07.2007 den Druck auf Berliner und Hamburger Stromkunden erhöht.

Warum sollten die Stadtstaaten nicht plakatieren, dass sie atomstromfreie Zonen werden wollen und ihre Bürger entsprechend mobilisieren ? :)

Kommentar und Sachlichkeit (http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kommentar--Stoppt-Atom-Wahnsinn!-/592918.html)

Millioneneinbußen für E.ON - Peanuts (http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2007-07-23T172810Z_01_HUD362888_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-FIRMEN-EON-ATOM.xml&archived=False)
Titel: Vattenfall: deutsche Atom- Meiler aller anderen Konzerne schneiden noch schlechter ab
Beitrag von: RR-E-ft am 24. Juli 2007, 18:13:22
Für AKW Brunsbüttel ist der Zug abgefahren. (http://www.tagesspiegel.de/politik/Deutschland;art122,2345319)

\"Zug abgefahren\" (http://www.netzeitung.de/deutschland/698090.html)

Explosionsgefahr durch Radiolysegas? (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,496024,00.html)

Vattenfall zu Radiolysegas- Explosionen (http://www.vattenfall.de/www/vf/vf_de/225583xberx/232127press/232157press/232443press/index.jsp?pmid=114074&WT.ac=content)

Das Probelm besteht darin, dass man nicht alles im Voraus denken kann, so wie es sich 2001 in Brunsbüttel gezeigt hatte.

Vom verlorenen Kampf um die Atomkraft (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/698110.html)
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Beitrag von: RR-E-ft am 25. Juli 2007, 11:17:42
Stromschlag für Vattenfall (http://www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=ba&dig=2007/07/25/a0149&menu=1)

Union will alle Meiler unbegrenzt weiter laufen lassen (http://www.focus.de/politik/deutschland/atomkraft_aid_67666.html)
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Beitrag von: RR-E-ft am 29. Juli 2007, 17:00:28
Unzureichendes Handbuch ist generelles Problem aller AKW (http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/de/12677511/(Feature)-Vattenfall-pr%E4sentiert-ausgebrannten-Trafo-im-AKW)

Zitat
Auch im Trainingssimulator mit der nachgebildeten Steuerwarte der Reaktorzentrale erhalten die Medienvertreter ausweichende Antworten. «Ich werde keine Äußerungen zum Ereignis selbst machen, das ist so vereinbart», sagt Ausbildungsleiter Joachim Thurm. Neben ihm im Regal stehen die 27 Ordner des aktuellen Betriebshandbuchs mit zigtausenden Seiten Anleitung für den Reaktorbetrieb. Dass sie offenbar lückenhaft sind, hat der Störfall am 28. Juni gezeigt, als der Reaktorfahrer den Reaktordruck ohne nochmalige Rücksprache mit dem Schichtleiter schneller als nötig abgesenkt hatte. Dieser Fall werde zwar trainiert, sagt Sprecher Banek, eine konkrete Anweisung im Handbuch gebe es aber bislang nicht. «Übrigens ein Problem aller Betreiber.»