Forum des Bundes der Energieverbraucher
Energiepolitik => Fossile Energie / Atomkraft => Thema gestartet von: Wolfgang_AW am 11. April 2012, 15:38:58
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AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,826793,00.html)
Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.
(...)
Laut der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind die bisher bei E.on, RWE, Vattenfall und EnBW angehäuften Rücklagen nicht insolvenzsicher.
RWE, E.on, EnBW und Vattenfall haben zwar Rückstellungen in ihren Bilanzen gebildet, problematisch könnte es der Studie zufolge aber werden, wenn weitere Kosten anfallen. Die Energiekonzerne müssen nur bis zum Jahr 2022 für säumige Zahlungen ihrer Kraftwerkstöchter einstehen. Danach können sie ihre Verpflichtungen gegenüber den AKW-Tochtergesellschaften kündigen. ... Die Energiekonzerne könnten sich Greenpeace zufolge bei den Kosten aus der Verantwortung stehlen. Allen Steuerzahlern drohe ein \"finanzielles Desaster\", etwa wenn sich ein Konzern von seiner Atomsparte trenne, sagte der Energieexperte der Organisation Thomas Breuer.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
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na,
da malt die Greenpeace-Studie wieder kräftig den Teufel an die Wand.
Aber wir Deutsche wollten es ja den Ausstieg aus der Kernenergie mit aller Gewalt !
dann muss man auch für die Folgen einstehen!
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Original von Cremer
... dann muss man auch für die Folgen einstehen!
Gehört es zu den unvemeidbaren Folgen, dass die AKW-Betreiber sich aus der Verantwortung stehlen und durch Abtrennung von ihren Kraftwerkstöchtern die Finanzierung des Rückbaus verweigern?
Ich denke nicht.
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in unserer heutigen allgemeinen deutschen politischen Landschaft, ja !!
So ist es aber eben, nicht nur an diesem beispiel des Rückbaues der KKW.
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Dann ist wohl der Studie zuzustimmen und es muss ein von den Energieversorgern unabhängiger Fonds gegründet werden, in den die Rückstellungen einzuzahlen sind. Zudem muss eine aktualisierte genaue Berechnung der zu erwartenden Rückbaukosten erstellt werden, woraufhin die Rückstellungen ggf. sofort erhöht werden müssen.
Es ist wohl unbestritten, dass die Energiekonzerne in den letzten Jahrzehnten genug Gewinne mit den AKWs eingefahren haben, um auch eventuell höhere Rückbaukosten tragen zu können.
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@superhaase
.....und es muss ein von den Energieversorgern unabhängiger Fonds gegründet werden, in den die Rückstellungen einzuzahlen sind. Zudem muss eine aktualisierte genaue Berechnung der zu erwartenden Rückbaukosten erstellt werden, woraufhin die Rückstellungen ggf. sofort erhöht werden müssen
Aha, Sie geben also die Marschrichtung vor was zu tun ist !
Das ist ja höchst interessant !
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@Cremer:
Naja, das ist ganz simpel die logische Konsequenz aus dem, was Sie zuvor gesagt haben.
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@superhaase,
Das ist es eben nicht !!
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Original von Cremer
@superhaase,
Das ist es eben nicht !!
Ja wie denn dann?
Ihr Vorschlag, Herr Cremer?
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Warum die Briten den Atom-Streit mit Brüssel riskieren (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,827460,00.html)
Die sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke - und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.
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Experten sehen den britischen Vorstoß schon jetzt zum Scheitern verurteilt. \"Die Mehrheitsverhältnisse in der EU sind klar\", sagt Stephen Thomas, Professor an der University of Greenwich. \"Die Initiative ist aussichtslos\". Tom Pering, Analyst bei der Energieberatungsfirma Inenco, sieht das ähnlich. Die Atombefürworter seien in Europa in der Minderheit, sagte er. Schon kommende Woche dürfte das Kräfteverhältnis bei einem Treffen der EU-Energieminister deutlich werden.
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Sämtliche britischen Kernkraftwerke sind in Hand der französischen Staatsfirma EDF Energy. Nach dem Ausscheiden der deutschen RWE und E.ON sind die Franzosen der einzige große Player beim Neubau von Reaktoren auf der Insel.
Hervorh. durch mich
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
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@pitti,
kein Vorschlag.
Wird sich schon regelen :D :D