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Preismeldungen / Re: effektiver Strompreis- Deckel?
« Letzter Beitrag von RR-E-ft am 29. September 2022, 09:20:26 »
Gerade noch konnte man annehmen, die EU- Kommission stünde vor einem solchen Gaspreisdeckel für die Stromerzeugung, weil er eine Subvention nur für bestimmte Stromerzeuger bedeutet.

Nun liest man, dass die EU- Kommission selbst den Gaspreisdeckel für die Stromerzeugung ins Spiel bringe, finanziert aus Übergewinnsteuern:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu-kommission-warnt-vor-gaspreis-deckel-und-lieferausfaellen-18350498.html

Tatsächlich sinken die mit Übergewinnsteuer abschöpfbaren Sondergewinne, wenn ein Gaspreisdeckel für die Stromproduktion kommt.
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Preismeldungen / effektiver Strompreis- Deckel?
« Letzter Beitrag von RR-E-ft am 28. September 2022, 20:47:03 »
Wenn es zutrifft, dass die Strompreise dadurch getrieben werden, dass Gaskraftwerke mit ihren hohen Brennstoffkosten zur Bedarfsdeckung benötigt werden und deshalb nach merit order- Preisbildung preisbestimmend sind, dann können wohl die Strompreise im Großhandel um den selben Faktor steigen, um den die Gaspreise im Großhandel steigen.

Man könnte in solcher Situation von einer faktischen Gaspreisbindung des Strompreises sprechen.  Davon profitieren alle Stromerzeuger, deren dadurch um diesen Faktor bewirkten Mehrerlösen keine entsprechenden Mehrkosten bei der Stromerzeugung gegenüber stehen, wie Kohle- und Atomkraftwerke, aber auch Regenerative. Diesen fallen in der Gaspreis- Krise windfall profits zu.

Um gegenzusteuern, wird diskutiert, ein anderes Marktdesign jenseits merit order zu entwickeln und in Wirkung zu setzen.
Ein Experiment, welches man in dieser krisenhaften Zeit nicht auch noch braucht.

Man könnte wohl einfacher den Gaspreis für die Betreiber von Gaskraftwerken deckeln und somit (weil diese preisbestimmend sind) den merit order- Strompreis insgesamt.

Bei so einem Deckel würden gar nicht erst bei den Stromerzeugern anderer Sparten wie Kohle- und Kernkraftwerken wie auch Regenerativen die viel beklagten Übergewinne entstehen, die man erst abschöpfen müsste, um damit die bei den Stromkunden wegen hoher Strompreise  benötigte Entlastung zu finanzieren. Die wegen hoher Gaspreise befürchtet hohen Strompreise entstünden erst gar nicht.

Die Gaspreise für die Betreiber der Gaskraftwerke zu deckeln wäre wegen des geringen Volumens, welches Strom aus Gaskraftwerken am gesamten Strommarkt hat, womöglich weit kostengünstiger, als im gesamten Strommarkt Preise zu deckeln. 

Dies dürfte freilich bei den Stromerzeugern, die von der aktuellen Misere drastisch profitieren, keine Lobby finden.

Ein Gaspreisdeckel für die Betreiber von Gaskraftwerken könnte wohl zugleich die Preise für in solchen Kraftwerken erdgasgeführt erzeugte Fernwärme einbremsen.


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Das Urteil vom 31.08.22 Az. VIII ZR 233/21 Leitsatzentscheidung Fernwärme ist veröffentlicht:

https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=131270&pos=8&anz=789

Zitat
BGB §§ 134, 306; AVBFernwärmeV § 1 Abs. 1, § 4, § 24 Abs. 4 (in der bis zum
4. Oktober 2021 geltenden Fassung); KlauselRL Art. 6 Abs. 1; ZPO § 524 Abs. 2 Satz 2

a) Zu den Anforderungen an die Wirksamkeit von Preisanpassungsklauseln in Fernwärmelieferungsverträgen (im Anschluss an Senatsurteile vom 26. Januar 2022 - VIII ZR 175/19, NJW 2022, 1935, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; vom 6. April 2022 - VIII ZR 295/20, NJW 2022, 1944; vom 1. Juni 2022 - VIII ZR 287/20, ZIP 2022, 1494, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; vom 6. Juli 2022 - VIII ZR 28/21, juris, und VIII ZR 155/21, juris).

b) Ausschließlich prozessökonomische Gründe rechtfertigen eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass eine klageerweiternde Anschlussberufung (§ 264 Nr. 2ZPO) nur innerhalb der für die Berufungserwiderung gesetzten Frist nach § 524 Abs. 2 Satz 2 ZPO zulässig ist, auch dann nicht, wenn die Anschlussberufung eine Reaktion auf eine nach Schluss dererstinstanzlichen mündlichen Verhandlung oder gar erst nach Ablauf der Anschlussberufungsfrist eingetretene Veränderung der Umstände darstellt (im Anschluss an BGH, Urteile vom 7. Mai 2015 - VII ZR 145/12, NJW 2015, 2812 Rn. 28, 32 f.; vom 9. Juni 2020 - X ZR 142/18, GRUR 2020, 986 Rn. 47, 62; vom 7. Dezember 2007- V ZR 210/06, NJW 2008, 1953 Rn. 26).

BGH, Urteil vom 31. August 2022 - VIII ZR 233/21 - KG Berlin
LG Berlin
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Heizungsregelung / Energiekostenbremse: Heizungsoptimierung in Selbsthilfe
« Letzter Beitrag von DieAdmin am 28. September 2022, 08:33:09 »
zur heutigen Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.:

Energiekostenbremse: Heizungsoptimierung in Selbsthilfe
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EWE / Re: EWE Strom für Haushalt und Speicherheizung mit 8 Stunden Ladezeit
« Letzter Beitrag von Calvio_de am 27. September 2022, 07:07:01 »
Guten Morgen,

mein Vater (EWE-Kunde im Sondertarif Speicherheizung seit 1980) hat auch ein solches Schreiben erhalten und ich habe gestern mal in Oldenburg angerufen: Man gelangt an einen freundlichen Vertriebs-Mitarbeiter, der diese Konditionen (wie für Neukunden) anbietet: https://shop.ewe.de/privatkunden/waermestrom/speicherheizung-zuhause-gemeinsame-messung-12
Laut EWE-Mitarbeiter gibt es in Zukunft keine anderen Tarife für Speicherheizungen und einen Sonder-Rabatt für langjährige Bestands-Kunden konnte er mir auch nicht in Aussicht stellen. Das Angebot gelte bis zum 10. Oktober und wir möchten bitte kurzfristig bestellen, Lieferbeginn zu neuen Konditionen wäre dann der 1. November.

Wenn wir dem zustimmen, würde das für meinen Vater einen monatlichen Abschlag von 637€ bedeuten, verglichen mit den bisherigen 403€ eine Erhöhung von 58%. EWE stellt als großen Vorteil heraus, dass der neue Tarif 100% Ökostrom beinhaltet und eine Preisgarantie von 12 Monaten gilt.

Trotzdem will ich mal prüfen, ob eine quasi fristlose einseitige Aufkündigung eines langjährigen Vertragsverhältnisses rechtens ist und wende mich nun an einen Fach-Anwalt für Energie-Recht. Die haben sicher viel zu tun in diesen Tagen, aber vielleicht kann ich ja bald Neues berichten.

Bis dahin hoffentlich und viele Grüße

Eckhard
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Der Flüssiggas-Tank / Re: 2-jährige Prüfung verpasst. Trotzdem befüllen erlaubt?
« Letzter Beitrag von Vertragsbefreiter am 26. September 2022, 21:14:12 »
Also ich würde mir einen Lieferanten suchen, wo der Tankwagenfahrer die Prüfung bei der Belieferung durchführt. Damit sind die Kosten für die extra Anfahrt schon mal weg. Es gibt auch Lieferanten, die die Prüfung bei Belieferung ohne zusätzliche Berechnung als Serviceleistung durchführen.
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EWE / EWE Strom für Haushalt und Speicherheizung mit 8 Stunden Ladezeit
« Letzter Beitrag von dromaius am 21. September 2022, 18:16:09 »
Moin,

seit 2015 bin ich in dem Tarif "EWE Strom für Haushalt und Speicherheizung mit 8 Stunden Ladezeit" für meine Fußbodennachtspeicherheizung.

Heute erhielt ich ein Schreiben:

Sie nutzen unser Produkt EWE Strom Speicherheitzung seit längerer Zeit. Doch nun verabschiedet es sich langsam in den Ruhestand und in nächster Zeit eingestellt

Ich möge eine Oldenburger Rufnummer anrufen und über mögliche Alternativen sprechen. Hat hier jemand schon Hintergründe erfahren, das WEB schweigt sich aus?
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Grundsatzfragen / Re: Angebote für die Zeit ab 01.01.2023 / Preisangaben (-verordnung)
« Letzter Beitrag von berghaus am 21. September 2022, 01:46:11 »
Zitat von Didakt:   "............., denn die glorreichen Zeiten des Forums sind schon lange vorüber!"

 ;D ;D ;D ;D

'Damals' waren die Gaspreise kaum höher als jetzt die Umlage, die der Staat mal eben so auf die inzwischen unfassbar hohen Preise noch drauflegt.

berghaus 21.09.22
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Dies & Das / Der Energieverbrauch beim Oktoberfest in München
« Letzter Beitrag von EviSell am 20. September 2022, 08:47:13 »
Unter „Energiefakten zum Oktoberfest“ ist zu lesen:

Zitat
...
#1 Das Oktoberfest verbraucht 3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, 200.000 Kubikmeter Erdgas und 120 Millionen Liter Trinkwasser.
...

Während bundesweit ein Unternehmen nach dem anderen wegen den ruinösen Energiepreisen in die Knie gehen, feiert man in München als gäbe es kein Morgen.  Wieso kommt mir das Bild einer Party auf der Titanic hier in den Sinn?
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moin,

Kleinwindanlagen sind rausgeschmissenes Geld.
Habe seit 1 Jahr einen Windmesser auf dem Dach, ca. 8m über Boden.
Windgeschwindigkeit übers Jahr ca. 1,2 m/s.
Unter
https://rechneronline.de/windkraft/
kannste mal ausrechnen was da an Leistung kommt.

VG
Peter
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Der Verein für gerechte Energiepreise

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