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Flüssiggasbörse / Re: Wie kann ich meine Flüssiggas Tankfüllung verkaufen?
« Letzter Beitrag von FrankE am 14. Juni 2021, 12:45:33 »
Der Tank steht im Raum 677*
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Flüssiggasbörse / Re: Eigentumsnachweis Gastank- Übertreiben die Gaslieferanten nicht?
« Letzter Beitrag von Watzl am 14. Juni 2021, 12:14:53 »
Genauso, wie sie einem Verkäufer nicht das Recht nehmen können, dass er u. U. Vorkasse verlangt, können sie dem Gaslieferanten nicht vorschreiben, wie seinen Verkauf abgewickelt haben will. Sie müssen ja nicht dort kaufen.

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Flüssiggasbörse / Re: Wie kann ich meine Flüssiggas Tankfüllung verkaufen?
« Letzter Beitrag von Watzl am 14. Juni 2021, 12:08:06 »
Sie bracuhen jemanden, der das Gas aus dem Tank absaugt und dieses dann zu dem bringt, der den Tank gekauft hat.

Sprechen sie mit dem Händler, der sie bisher beliefert hat.
Es wird sicher schwierig sein, jemaden zu finden. Sie müssen da wahrscheinlich einen ordentlichen Nachlass beim Gaspreis geben oder dieses sogar kostenlos abgeben, wenn der Käufer auch die Kosten für Absaugen, Transport und wieder einfüllen auch übernehmen soll.

Übernehmen sie selber diese Kosten, dass darf das Gas sicher etwas kosten.

Es wird wahrlscheinlich schwierig sein, den Tank mit dem Gas zu veräußern.

In welcher Ecke der Republik steht der Tank?

Guten erfolg

H. Watzl

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Flüssiggasbörse / Wie kann ich meine Flüssiggas Tankfüllung verkaufen?
« Letzter Beitrag von FrankE am 14. Juni 2021, 10:19:29 »
Hallo

ich stelle meine Heizung um, weg vom Flüssiggas.
Mein Tank (4800 ltr) ist noch fast voll (ca. 75%).

Kann ich das Gas verkaufen? Wie läuft das ab?

Hat jemand eine Idee?

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Bauen & Renovieren / Re: EEG AUTARK GmbH
« Letzter Beitrag von Pier Oettle am 10. Juni 2021, 22:51:13 »
Einen schönen guten Abend,

Bin eben zufällig auf diesen Beitrag gestoßen und habe hier etwas sehr interessantes Feststellen  können. Lieben Gruß an Dorothea Domholz von der EEG Autark und danke für Ihren lustigen Werbebeitrag.

Die Dame arbeitet bei der EEG und hat sich zufällig 6 Monate nach dem Eintrag angemeldet. Wenn Die doch für mich auch erregbar wäre. Hier mein Bericht und Erfahrung zu EEG Autark. Ich kann nur sagen Vorsicht vor dieser Firma!

10 extrem gute Gründe nichts mit EEG Autark GmbH zu tun zu haben:
1. EXTREM teuer: kostet mindestens 40% mehr als jede andere Anbieter.
2. EXTREM schlechte Beratung: fast alles was der Verkäufer ("Berater") uns erklärte stellte sich falsch heraus. Er hat nichts ausgemessen und merkte nicht, dass die geplante Wärmepumpe nicht im Keller reinpasst. Er hat nicht gemerkt, dass weitere sechs PV Modulen auf dem Dach passen würde. Er hat uns erzählt, dass das Speicher so groß wie eine Reisekoffer und lautlos ist. Es ist tatsächlich 4 Mal so Groß und brummt andauernt.
3. EXTREM schlechte Service: seitdem sie unsere Geld haben, existieren wir für sie kaum mehr. Mittlerweile geht keine mehr ans Telefon, wenn wir anrufen, und keine ruft zuruck. Die einzige Möglichkeit jemand zu erreichen ist die Mitteilung deine Rufnummer auszuschalten. Auf Emails werden auch überhaupt nicht reagiert.
4. EXTREM schlechte Support: Wenn man ein Ticket für Garantie-relevante Fehler eröffnet, dauert es meistens Wochen bis jemand darauf reagiert (wenn überhaupt) und Monate bis es tatsächlich repariert wird.
5. EXTREM schlechte Installation: unsere Anlage ist in Oktober 2019 in Betrieb genommen. unsere Akku-Speicher hat von Anfang an nicht funktioniert und es dauerte zwei Monate bevor jemand es reparierte. Unsere Wärmepumpe ist schon fünf Mal kaputt gegangen und musste schon vier Mal ausgetauscht werden und jedes Mal dauert es mehrere Wochen bis jemand sich darum kümmert. Sogar eine Rohrverbindung ist geplatzt und unsere ganze Keller stand unter Wasser.
6. EXTREM schlechte Projekt Management: Die Installation sollte laut Ablaufplan von EEG Autark GmbH drei Tage dauern. Bei uns hat es insgesamt 8 Tage über mehr als drei Monate gedauert. Dazu waren auch Administrationsaufgaben schlampig oder gar nicht ausgeführt was dazu führte, dass z.B. unser bestehende Vertrag beim Stromanbieter nicht vollständig gekündigt war und wir deswegen für noch einen Jahr die Vorteile vom Cloudvertrag nicht nutzen konnten. Laut Ablaubplan sollten wir innerhalb von zwei Wochen nach Inbetriebnahme Zugriff auf alle Portale und Dokumentation haben. Es dauerte fünf Monate bis wir überall zugreifen konnten.
7. EXTREM schlechte Einführung: EEG Autark GmbH verspricht eine gründliche Einführung bei der Inbetriebnahme der Anlage. Frau W. hat es bei uns gemacht. Die Einführung hat nur ein paar Minuten gedauert, war unvollständig - außer ein Paar sehr oberflächliche, selbstverständliche einzelheiten, sind wir nicht dadurch schlauer geworden. Frau W. hatte deutlich keine Ahnung wie die Anlage zusammenhängt und funktioniert . Sie antwortet alle Fragen mit „ich kummere mich darum“, aber aus dieses „kummern“ kam absolut nichts.
8. EXTREM schlechte Dokumentation: EEG Autark GmbH verspricht vollständige Dokumentation. Wir haben nichts, außer eine Bedienungsanleitung für die dauerhaft kaputte Wärmepumpe.
9. EXTREM schlechte Steuerungs- und Überwachungssoftware: die Angaben machen teilweise kein Sinn. Unsere monatliche Bitte um Erklärung und/oder Bedienungsanleitung brachte bis wir nach sechs Monate aufgegeben haben nichts außer „ich kummere mich darum“ und leere Versprechungen.
10. EXTREM bedenkliche Vertragsverhandlung: Herr W(senior) hat die Verkaufstermine wahrgenommen. Er war sympatisch und scheinbar kompetent. Wir haben ihn unsere Vertrauen geschenkt. Am Ende des zweiten Verkaufsgesprächs sollten wir einige Formulare unterschreiben, die der Detail-Abklärung mit Finanzierungsbank, Netzbetreiber etc. dienten. Wir haben natürlich bereitwillig unterschrieben, da wir von dem Projektvorschlag überzeugt waren und die Sache voran bringen wollten. Ein paar Tage später haben wir uns die Kostenliste angeschaut die wir vom Herrn W(senior). bekommen haben. Die €36K wovon er früher redete sind plötzlich €48K geworden! Ich habe Herr W(senior). angerufen un betete um Erklärung für den Preisansteig und um die Installation auf dem nächsten Jahr zu verschieben. Er hat uns ein Termin angeboten wo er uns alles erklären würde. Am Tag der Termin rief er an und entschuldigte sich – jemand sei krank geworden und er verschob den Termin auf eine Woche später. Eine Woche später rief er wieder an und verschob den Termin wieder mit einer Woche mit der Ausrede er habe Rückenschmerzen. Eine Woche später erschien er nicht zum Termin und ging nicht mehr ans Telefon. Ich rief dann, Herr W(junior) an (auch bei EEG) um die nicht Erreichbarkeit vom Herrn W(senior) zu melden und um die Planung auf dem nächsten Jahr zu verschieben. Dann kam der Schock – Herr W(junior) sagte „jetzt ist zu spät für solch ein Verhalten – Ihre Widerrufsfrist ist abgelaufen“. Wir wussten nicht mal, dass wir einen Vertrag unterschrieben hatten. Wir dachten eigentlich, dass wir noch in der Findungsphase sind, irgendwann ein verbindliches Angebot erhalten, und dann in Ruhe vergleichen und entscheiden können. Herr W(senior) hat uns keine Vertragskopie gegeben und keine AGBs ausgehändigt. Dummerweise haben wir ihn blind vertraut und nicht genau gelesen was wir unterschrieben haben. Die AGBs haben wir erst später erhalten und stellten fest, das wir bei Storno nach dem Widerrufsfrist 10% von Vertragssumme bezahlen müssten – ca. €4000. Wir haben uns überlegt dieses Geld einfach zu bezahlen und unsere schlechte Erfahrung mit EEG hinter uns zu bringen, aber ließen uns wieder dummerweise vom Herrn W(junior) überzeugen weiterzumachen. Diese Entscheidung bereue ich immer noch. Heute würde ich die €4000 mit einen Lächeln bezahlen, um den Albtraum-EEG zu vermeiden.

Habe für 9kWp und einen 10 Speicher über 40.000€ bezahlt ...
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mivolta / Re: Zu mivolta GmbH und deren Vertriebsname Maxximo Energie
« Letzter Beitrag von DieAdmin am 03. Juni 2021, 08:22:27 »
Zu dem Anbieter ist in der aktuellen Energiedepesche 2/2021 ein Artikel erschienen, der auch online zu lesen ist:

„Bundesnetzagentur verhängt Bußgeld: Untergeschobene Verträge“
https://www.energieverbraucher.de/de/site__339/?contId=18525&contShow=18525#con-18525
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Hallo zusammen!!

Für mich wurde eine Gassperre angekündigt. Nach der Ankündigung zahlte ich ohne Prüfung
einen Teil der Jahresabrechnung. 800 Euro sind noch offen.
Regelmäßig nahm ich Kontakt zum Anwalt auf, um die Zahlung zu klären.
Leider war keine einvernehmliche Einigung möglich.
Nur komplett Zahlung über Echtzeit Überweisung, etc.
Inzwischen hat ein Famililienmitglied den Gasanschluß gekündigt und auf sich genommen.
Vertragskonto plus Schreiben vom neuen Anbieter liegt im Original vor.
Daraufhin nahm ich erneut Kontakt zum Anwalt auf und ebenso auch zum Verbraucherschtz.
Dort erhielt ich einige Tipps und meldete mich erneut schriftlich per E-Mail an den Anwalt.
Ebenso probierte ich es telefonisch, wo die Damen anscheinend auch irgendwann nicht weiter
wusste und einfach auflegte. Danach war mich klar, es kann nur schriftlich ablaufen.
Die letzte E-Mail von Donnerstag füge ich am Ende des Texts noch ein, erklärt auch einiges zu der Situation.
Ich weiß nicht, wie soll ich mich verhalten, wenn nun doch die Gassperre kommt und ist
sie überhaupt zulässig?? Ich hoffe hier noch auf den ein oder anderen Tip,
wie ich mich verhalten soll, da ja auch vom Anwalt, keine Rückmeldung kommt.

Email:


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr K....!

Nach Rücksprache mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen,

(...... Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V.
Große Strasse 84/85, 49074 Osnabrück                 
Tel. 0541-22... | Fax 0541-.....                       
..........@vzniedersachsen.de)   
                                                                                                         
übersende ich Ihnen einige Dokumente, zur Kenntnissnahme und mit der bitte um Aufhebung
der Sperrankündigung. Dadurch würden mir nur noch mehr Kosten entstehen und meine
finanzielle Situation würde sich nicht verbessern. Ich möchte hiermit kurz meine Situation schildern
und einige Punkte dazu ausführen. Aufgrund der Corona-Bedingten Kurzarbeit war ich nicht in der Lage,
die Jahresabrechnung für 2020/21 in einer Summe zu zahlen,
ein regelmäßiger Ausgleich der Zahlungen war mir nicht möglich.
Ich bitte auf diesem Weg um Entschuldigung und möchte anmerken,
ein Ausgleich ist ab dem 01.06.2021 wieder möglich
und ich möchte diesen auch gerne durchführen! Eine Arbeitgeberbescheinigung über die erfolgte
Kurzarbeit habe ich heute angefordert und kann ich selbstverständlich nach erhalt vorlegen.

Diverse Anmerkungen finden Sie jeweils zu den aufgeführten Punkten!

Punkt 1:              Der Gaszähler wurde im Laufe des Monats umgemeldet und ist nicht
                            mehr in meinem Besitz. Einen entsprechenden Beleg des neuen Anbieters,
                            erreichte mich heute und
                            befindet sich unter Angabe des neuen Vertragskontos in der Anlage.

Punkt 2:              Ich beteuere erneut, wie in der letzten Kontaktaufnahme, mit Ihnen Herrn K.,
                            meine Zahlungsbereitschaft. Eine Blitz-Überweisung, ist mir leider nicht möglich
                            und wird mir zu meinem Girokonto auch nicht angeboten. Sollte ich dies in Anspruch
                            nehmen, würden mir nur weitere Kosten entstehen und dies kann auch nicht verlangt,
                            bzw. erwartet werden. Die Hälfte des offenstehenden Betrages, ist heute am späten Nachmittag
überwiesen worden und entsprechende Belege, habe ich dieser Mail angehängt.
                            Ich bitte damit um Schlußabrechnung meines Vertragskontos bei E.ON und um
                            baldige Zusendung der Abschlußrechnung. Einen Ausgleich würde ich umgehend im Juni
                            veranlassen. Eine erneute Teilzahlung in Höhe von 800 Euro werde ich zum 01.06.2021
                            mit meinem Gehalt leisten. Die Überweisung ist als Terminüberweisung durch die Bank erfasst,
ein entsprechender Beleg dazu, befindet sich ebenfalls in den Anlagen.
Damit besteht eine hinreichende Aussicht darauf,
dass ich meinen Zahlungsverpflichtungen nachkomme und in Zukunft auch nachkommen werde.


Punkt 3:              Nach Rücksprache mit Frau B..... (Verbraucherschutz NDS.), ist Ihnen außerdem mitzuteilen,
das in meinem  Haushalt ein Kind mit chronischer Erkrankung und einem schwerbehinderten Grad von
                            50% mit dem Merkzeichen H lebt (Kann auf Wunsch umgehend, sofort nachgewiesen werden).
Die Gassperre würde eine unverhältnismäßige Härte für
meine Tochter bedeuten.
                           
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das mir ein Ausgleich meines Vetragskontos,
sehr am Herzen liegt und ich gerne noch Unterlagen dazu einreiche, falls dies gewünscht ist!
Nur bitte, lassen Sie nicht noch weitere Kosten entstehen, die für mich schwer zu tragen wären.

Ich bitte Sie, nun noch einmal, die Sperrankündigung aufzuheben, mir eine Einstellung der Sperrankündigung
umgehend zu bestätigen und mir Ihre Stellungnahme zuzusenden.

Ebenfalls stehe ich Ihnen auch gerne unter 0160...... zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
.......

Ich bin über jeden Ratschlag dankbar und würde mich über Rückmeldungen freuen!!!

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Heizen / Re: Energiesparend Heizen
« Letzter Beitrag von fairprice am 25. Mai 2021, 18:41:55 »
Hallo,

ich achte darauf, dass ich unbenutzte Räume weniger heize und die Türen verschließe. Außerdem durchlüfte ich die Räume regelmäßig. Nachts versuche ich alle Rolladen zu schließen. Insbesondere im Winter lege ich darauf Wert, dass sich keine Möbel, Gardinen oder Kleidungsstücke vor und auf dem Heizungskörper befinden.
Wenn ich das Haus für eine lange Zeit verlasse, schalte ich die Heizung nicht aus. Das Aufwärmen der kalten Räume würde nämlich viel mehr Zeit und Arbeit mit sich bringen.

Viele Grüße
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Moin, zusammen.

Meine Frage befindet sich in enger thematischer Nähe zur Themenstarterin:

In der Stadt Lüneburg wird ein neues Baugebiet ausgewiesen. Die Grundstücke dazu befinden sich ausschließlich in städtischem Besitz. In die Grundstückskaufverträge werden – über die Festsetzungen und Hinweise im Bebauungsplan hinaus - einige Regelungen zu baulichen Standards aufgenommen, welche bei der Umsetzung der Baumaßnahmen zwingend zu beachten sind. Eine dieser Regelungen lautet wie folgt:

"Es wird eine zentrale Wärmeversorgung mit Heizzentrale errichtet, das die Grundstücke im gesamten Baugebiet mit Wärme versorgen soll. Der jeweilige Eigentümer der betreffenden Grundstücke ist verpflichtet, sich an diese zentrale Wärmeversorgung anzuschließen und auf seinem jeweiligen Grundstück somit keine Anlagen zu errichten oder zu betreiben oder errichten oder betreiben zu lassen, die
der Erzeugung von Wärme zur Raumheizung und von Wärme zur Bereitung von Brauchwasser dienen. Die Grundstücke werden mit einer Grunddienstbarkeit (Heizenergiebeschränkung) zu Gunsten der Avacon Natur GmbH in 31157 Sarstedt versehen."

Ich gehöre selbst nicht zu dem Personenkreis, die den Erwerb eines dieser Grundstücke beabsichtigt. Jedoch missfällt mir, dass einer der "großen" Energieversorgungsunternehmen (Avacon Natur GmbH = e.on) hier in der wie oben beschriebenen Weise sich einen Absatzmarkt verschafft, der gute Gewinne zulasten von Häuslebauern und Bewohnern der dort einmal wohnenden Mietern verspricht.

Klar, es herrscht in Deutschland Vertragsfreiheit. Immobilienkäufer können sich also von vornherein darauf einstellen. Und wer das nicht möchte, kann sich anderweitig umsehen. Beim Abschluss eines Fern- oder Nahwärme-Vertrags sollten dessen Konditionen genau geprüft sein. Jedoch sind vielen Bauherren weder die rechtlichen noch die finanziellen Konsequenzen dieser Verträge klar.

Ich bin durchaus nicht generell gegen Fernwärmeversorgung, jedoch ist mir aus Fällen in der Vergangenheit bekannt, dass e.on nicht davor zurückschreckt, die Preisschraube gerne ein paar Gänge härter anzuziehen. Für die Betroffenen ist es dann ein mühsamer und zeitaufwändiger Gang durch die Instanzen, bis sie sich erfolgreich gegen überhöhte Wärmeenergiepreise gewehrt haben.

Nützlich zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Lüneburg ein Aktienpaket respektabler Größe an der AVACON AG hält. Hinzu kommt, dass der Bürgermeister der Stadt Lüneburg, Ulrich Mädge (SPD), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der AVACON AG ist. Auch die Wasserversorgung der Stadt Lüneburg liegt bei einem AVACON-Tochterunternehmen, der Purena GmbH. Die Avacon betreibt bereits jetzt schon drei weitere Wärmenetze. Zaghafte Rufe aus der Stadtgesellschaft nach der Gründung eines Stadtwerkes gab es in der Vergangenheit durchaus. Jedoch gelang es dem OB stets, eine Mehrheit im Rat der Stadt zu mobilisieren, die sich dann gegen ein solches Vorhaben aussprach. Dies nur einmal kurz hier angerissen, um die politische Situation vor Ort zu skizzieren.

Fernwärme kann durchaus geeignet sein, in ihrem Versorgungsgebiet eine klimaneutrale Wärmeversorgung bereitzustellen. Allerdings wird hier im konkreten Fall keine Aussage getroffen, auf welche Weise und welchen Energieträgern oder -quellen die Bereitstellung erfolgt. Für niedersächsische Kommunen gibt es durchaus eine rechtliche Grundlage, auf der ein Anschluss- und Benutzungszwang ausgesprochen werden kann. §13 (Anschlusszwang, Benutzungszwang) des Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) verfügt dazu:

Die Kommunen können im eigenen Wirkungskreis durch Satzung

1. für die Grundstücke ihres Gebiets den Anschluss

a) an die öffentliche Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, die Abfallentsorgung, die Straßenreinigung und die Fernwärmeversorgung,
b) von Heizungsanlagen an bestimmte Energieversorgungsanlagen und
c) an ähnliche dem öffentlichen Wohl dienende Einrichtungen anordnen (Anschlusszwang) sowie

2. die Benutzung

a) der in Nummer 1 genannten Einrichtungen,
b) der öffentlichen Begräbnisplätze und Bestattungseinrichtungen sowie
c) der öffentlichen Schlachthöfe

vorschreiben (Benutzungszwang), wenn sie ein dringendes öffentliches Bedürfnis dafür feststellen.

Meine erste Frage ergibt sich hieraus: Ist eine solche Satzung wie oben genannt für die Festlegung eines Anschluss- und Benutzungszwanges (ABZ) somit eine zwingende Voraussetzung, oder kann der ABZ allein auf Basis des §13 ausgesprochen werden?

Meine zweite Frage: Die AVACON GmbH ist ein privatrechtliches Unternehmen, erfüllt also die Vorgaben von §13, 1. a) nicht. Ergibt sich daraus, dass die vorgesehene Grunddienstbarkeit (Heizenergiebeschränkung) zu Gunsten der Avacon Natur GmbH unzulässig ist?

Ein BVerwG Beschluss v. 24.01.2019 - 10 BN 2/18 legt diesen Schluss nahe. Darin heißt es u.a.:

Die Fernwärmeversorgung im Satzungsgebiet sei keine öffentliche Einrichtung im Sinne des Kommunalverfassungsgesetzes, weil der mit dem privaten Betreiber der Fernwärmeversorgung geschlossene Betreibervertrag der Antragsgegnerin keinen maßgeblichen Einfluss auf die wesentlichen Fragen der Betriebsführung vermittle. Damit entfalle auch die in der Klimasatzung vorgesehene Widmung als öffentliche Einrichtung, weil die Satzung die Widmung von dem Abschluss eines den Einfluss der Antragsgegnerin sichernden Betreibervertrages abhängig mache. Darüber hinaus sei der Anschluss- und Benutzungszwang nicht mit § 16 des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) vereinbar, weil die Fernwärmeversorgung zum maßgeblichen Zeitpunkt nicht den Anforderungen der Nummer VIII der Anlage zu diesem Gesetz genügt habe und die Antragsgegnerin nicht nachgewiesen habe, dass der Anschluss- und Benutzungszwang in hinreichendem Umfang zur Reduktion der globalen CO2-Belastung beitrage.
 
Über Hinweise von Foristen, die mit dieser Thematik vertraut sind, würde ich mich freuen.

Viele Grüße
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Erdgedeckten Tank stilllegen
« Letzter Beitrag von Alfred am 19. Mai 2021, 11:09:50 »
Jetzt hab ich nochmal eine Frage zum Stillegen.
Wenn ich den Tank jetzt abkaufe, was kommen dann noch für weitere Kosten für die Stillegung auf mich zu?
Da noch eine Restmenge Gas drin ist würde ich die gerne zum Kochen verbrauchen. Allerdings wird in ein paar Jahren wieder die 10-Jahresprüfung fällig so daß es sich ab dann wohl nicht mehr rechnet. Aber eine Stillegung kostet ja wohl auch nicht wenig.
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Der Verein für gerechte Energiepreise

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