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Der Flüssiggas-Tank / Re: Nach Wechsel der Füllstandsanzeige 30% weniger im Tank
« Letzter Beitrag von TÜV-SV am 27. Mai 2022, 18:44:06 »
Hallo hsiegel,

an dem Füllstandsanzeiger könnten mehrere Fehler vorliegen. Und die Ursache der Differenz zwischen altem und neuem Füllstandsanzeiger kann sowohl darin liegen, daß irgendwas am alten nicht so funktionierte, wie es sollte, als auch daran, daß an dem neuen was nicht richtig funktioniert.



Jeder Füllstandsanzeiger besteht aus 3 Hauptkomponenten:

1. dem mechanischen Schwimmer im Tank, der auf der Flüssigkeitsoberfläche schwimmt und ein damit verbundener mechanischer Arm, der mit dem Sockel
    verbunden ist, auf dem die Anzeigeeinheit aufsitzt
    (Wenn man dieses Teil wechseln will, muß man tatsächlich den Behälter abpumpen, drucklos machen, das Teil austauschen/reparieren, und den Behälter
     wieder befüllen. Hier könnte zum Beispiel ein mechanischer Defekt vorliegen, so daß der Schwimmerarm sich nicht mehr frei bewegen kann.)


2. der Sockel, an dem der mechanische Arm befestigt ist und auf dem die Anzeigeeinheit sitzt
    (Der Sockel ist fest mit dem Tank verschraubt und dichtet den Tank nach außen hin ab.)


3. dem sogenannten Magnetell, d.h. der Anzeigeeinheit
    (Die von der Höhe des Schwimmers abhängige Stellung des mechanischen Arms verschiebt sozusagen einen Magneten am Ende des Arms unter dem Sockel.
     Abhängig von der Stellung des Magneten bewegt sich die Anzeigenadel auf der Anzeigeeinheit. Wichtig hierbei ist zu wissen, daß unbedingt darauf
     geachtet werden muß, daß die Anzeigeeinheit in der richtigen Position auf den Sockel gesetzt wird. Wenn man die Anzeigeeinheit beispielsweise von oben
     gesehen um 180° verdreht aufsetzt, zeigt sie etwas komplett anderes an. Denn die Anzeigenadel wird sich entsprechend der Stellung des Magneten
     orientieren, aber die Skala ist dann natürlich verdreht bzw. anders positioniert. Die Anzeigeeinheit kann manchmal auch mit einer Fernübertragung
     kombiniert sein.)


An deiner Stelle würde ich erst mal prüfen, ob einfach nur die Anzeigeeinheit falsch herum aufgesetzt ist. Normalerweise liegt die einfach nur auf dem Sockel auf und man kann sie einfach ganz normal per Hand abnehmen. Manchmal ist sie auch leicht eingeklemmt, so dass man sie vorsichtig mit einem kleinen Schraubendreher abheben muß.
Also nimm sie einfach mal ab und setze sie in einer anderen Position auf den Sockel auf und schau, ob die Anzeige dann etwas sinnvolles anzeigt.

Wenn es daran nicht liegt, hören deine Möglichkeiten leider auch schon auf.

Die innere Mechanik kannst Du leider nicht selbst prüfen oder reparieren.

Du solltest eventuell auch daran denken, daß die neue Anzeige vielleicht jetzt richtig funktioniert und die alte Anzeige jahrelang vorher nicht richtig funktionierte, wodurch auch die Differenz zwischen Alt und Neu erklärt werden könnte.


Es gibt im Grunde nur eine einzige wirklich sichere Möglichkeit zu prüfen, ob die Anzeige richtig funktioniert und ob sie in der richtigen Position aufgesetzt ist. Dazu brauchst Du aber einen Tankwagen und einen netten kooperierenden Tankwagenfahrer.

Wenn Du den Behälter das nächste Mal befüllen läßt, mußt Du mit dabei sein und den Tankwagenfahrer darum bitten, daß er den Behälter bitte so weit befüllen soll, bis die sogenannte Überfüllsicherung deines Behälters anspricht. Wenn Du ihm sagst, daß er das bitte machen soll, da Du nicht sicher bist, ob deine Füllstandsanzeige richtig funktioniert, wird er Dir den Gefallen vielleicht tun. Diese Überfüllsicherung deines Behälters schaltet die Pumpe des Tankvorgangs automatisch bei etwa 85% Füllstand deines Behälters ab.
D.h. wenn der Tankwagenfahrer die Pumpe laufen läßt, bis die Überfüllsicherung deines Behälters anspricht, weißt Du, daß dein Behälter dann etwa 85% Füllstand haben sollte. Wenn deine Anzeigeeinheit diesen Wert (plus/minus 3 oder 4%) dann tatsächlich anzeigt, weißt Du, daß sie richtig funktioniert.
Sollte die Anzeigeeinheit was komplett verkehrtes anzeigen, kannst Du sie wie oben beschrieben mal zusammen mit dem Tankwagenfahrer abnehmen und in 90°- bzw. 180°-Schritten drehen, bis sie die etwa 85% anzeigt.)

Sollte sich bei den verschiedenen Stellungen kein vernünftiger Anzeigewert (etwa um die 85%) ergeben, kann es wirklich sein, daß an dem mechanischen Schwenkarm im Tank oder am Sockel irgendein Defekt vorliegt.

Ich weiß, daß sich das alles für jemanden, der mit dem Thema nicht regelmäßig zu tun hat, kompliziert anhört. Aber eigentlich ist das ganz einfach. Wenn Du dem Tankwagenfahrer die Situation erklärst und ihm die Vorgehensweise und den Grund für das Füllen bis zum Ansprechen der Überfüllsicherung kurz erklärst, wird er hoffentlich schon wissen, was Du meinst und was zu tun ist.

Aber ich muß Dich warnen. Ich habe wirklich schon eine ganze Reihe von guten Tankwagenfahrern erlebt, die das Problem innerhalb weniger Minuten erkennen und lösen würden und die auch behilflich sind. Wenn Du an so einen gerätst, hast Du Glück. Aber es gibt auch Tankwagenfahrer, die einfach keine Zeit oder keine Lust haben, die paar Minuten Mühe aufzuwenden oder die noch nicht mal das kleine 1x1 können und gar nicht verstehen, was Du von ihnen willst oder die Dich nicht ernst nehmen.
Wenn Du an so einen gerätst, hast Du nicht mehr viel Spielraum.


Ich hoffe, daß irgendwas von meinen Erläuterungen für Dich vielleicht hilfreich sein kann.


Mit bestem Gruß,
TÜV-SV
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Umnutzungsmöglichkeiten alter Flüssiggastank
« Letzter Beitrag von TÜV-SV am 27. Mai 2022, 17:48:57 »
Als Pufferspeicher würde ich ihn nicht nutzen. Das ist zu ineffektiv.
Ich würde den Behälter auch als Regenwasserspeicher nutzen.

Wenn der Tank schon mit Wasser geflutet wurde, ist auf jeden Fall keinerlei Flüssiggas mehr im Tank. Maximal könnte der Geruchsstoff noch vorhanden sein.

Um den Tank optimal als Regenwasserspeicher zu nutzen, würde ich persönlich ihn von innen schön dick mit Epoxidharz bestreichen. Das sollte man ordentlich machen, d.h. zuerst möglichen Rost entfernen, dann grundieren, dann mit Epoxidharz beschichten.
Wenn man das ordentlich macht, hält die Beschichtung ewig und man hat schönes sauberes Wasser, das nicht irgendwann zur Rostbrühe wird und das auch nicht nach Gas riecht.

Aber Du mußt selber wissen, ob sich der Aufwand für Dich lohnt oder ob da nicht eine Kunststoffzisterne am Ende weniger Kosten und vor allem Arbeit macht.

Mit bestem Gruß,
TÜV-SV
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Strom (Allgemein) / InterviewpartnerIn Stromzähler Sperrung gesucht
« Letzter Beitrag von Stromi22 am 23. Mai 2022, 22:51:24 »
Hallo zusammen,
mein Name ist Bonita und ich sitze derzeit an meiner Bachelorarbeit, die sich mit der Sperrung von Stromzählern und der Verbesserung der Stromgrundversorgungsverordnung dazu beschäftigt.

Der Bundesrat hat Ende 2021 diese Verordnung geändert, um die Anzahl der Sperrungen von Stromzählern zu verringern.

Nun würde ich gerne ein Interview mit einem Kunden führen, der schon einmal gesperrt wurde
. Und der mit mir gerne einmal über die Gründe für seine Sperrung reden und mir seine Meinung zu den Änderungen mitteilen würde. (Die Änderungen würde ich selbstverständlich in den Fragen auch einmal kurz darstellen)

Das Interview könnten wir telefonisch durchführen. Ich bräuchte bloß eine unterschriebene Genehmigung, dass ich es aufzeichnen darf um es später abtippen zu können. Name, Daten und alle persönliche Informationen werden natürlich anonymisiert und geschwärzt. Und die Aufnahme selbstverständlich gelöscht. Das Ganze erfolgt somit 100% anonym.

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen! :)
Gerne per Mail unter: 495194@fom-net.de

Als Entschädigung könnte ich Ihnen 10€ anbieten.


Viele Grüße
Bonita B.
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Preismeldungen / ED-Artikel: Energiepreise auf Achterbahnfahrt
« Letzter Beitrag von DieAdmin am 19. Mai 2022, 08:54:58 »
Der Artikel „Energiepreise auf Achterbahnfahrt“ aus der aktuellen ED (Ausgabe ED 01/2022, S. 22-25) ist nun auch online: https://www.energieverbraucher.de/de/site__1224/?contId=18671&contShow=186710#con-18671
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Die Leitsatzentscheidung BGH, Urt. v. 6.4.2022 Az. VIII ZR 295/20 zur Fernwärme ist veröffentlicht:

https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=1&nr=129430&pos=31&anz=830
Zitat
BGB §§ 306, 134; AVBFernwärmeV §§ 4, 24 Abs. 4 (in der bis zum 4. Oktober 2021 geltenden Fassung)
a) In Fernwärmelieferungsverträgen ist die Verwendung des Erzeugerpreisindexes gewerblicher Produkte sowie des Indexes für Tarifverdienste der im Wirtschaftszweig der Energieversorgung tätigen Arbeitnehmer (jeweils herausgegeben vom Statistischen Bundesamt) bei Anpassungsklauseln für den Bereitstellungs- beziehungsweise Grundpreis grundsätzlich mit den Vorgaben des § 24 Abs. 4 Satz 1 AVBFernwärmeV vereinbar (Bestätigung und Weiterentwicklung von Senatsurteil vom 13. Juli 2011 - VIII ZR 339/10, NJW 2011, 3222 Rn. 31).
b) Die Rechtsfolgenbestimmung des § 306 BGB ist auch auf Allgemeine Versorgungsbedingungen im Sinne von § 1 Abs. 1 AVBFernwärmeV anwendbar.
c) Nach Maßgabe des § 306 Abs. 1 BGB führt die Unwirksamkeit einer nur eine Preiskomponente (hier: den Arbeitspreis) betreffenden Preisänderungsklausel nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV in Verbindung mit § 134 BGB nicht zugleich zur Unwirksamkeit andere Preiskomponenten (hier: den Bereitstellungspreis) betreffender Anpassungsklauseln, wenn es sich - wie im Regelfall - um inhaltlich voneinander trennbare Vertragsklauseln handelt, die jeweils Gegenstand einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV sind.
d) Zum einseitigen Anpassungsrecht eines Fernwärmeversorgers bei unwirksamen Preisänderungsklauseln (Bestätigung des Senatsurteils vom 26. Januar 2022 - VIII ZR 175/19, juris Rn. 30 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
BGH, Urteil vom 6. April 2022 - VIII ZR 295/20
- KG Berlin LG Berlin
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Nach Wechsel der Füllstandsanzeige 30% weniger im Tank
« Letzter Beitrag von hsiegel am 13. Mai 2022, 08:45:32 »
Ist der Füllstandsanzeiger Gegenstand ihres Mietvertrages oder ist das ihr Eigentum, um das sie sich auch kümmern müssen?
Der Füllstandsanzeiger ist Gegenstand des Mietvertrages

Zitat
Wenn man den Füllstandsanzeiger wechseln will oder muss, dann muss der Tank dazu leer sein. Wenn also der Anzeiger bei ihnen gewechselt wurde, dann muss da auch jemand das Gas abgepumpt und dann wieder zurückgepumpt haben. Dabei gibt es sicherlich geringfügige Verluste, nicht aber in der von ihnen geschilderten Größenordnung,
Das war auch meine Ansicht. Das Service-Center des Anbieters behauptet, dies sei nicht notwendig. Gestern habe ich bereits mit einem Berater eines anderen Anbieters gesprochen, demnach ist die eigentliche Anzeige magnetisch an die Schwimmermechanik im Tank gekoppelt. Wenn also der Schwimmer selbst nicht getauscht wurde, wäre der Umbau der eigentlichen Anzeige + Modem ohne Abpumpen möglich.

Zitat
Auch wenn der die Schwimmernadel angeblich festgehangen hat, dann muss es doch Auskunft darüber geben, wieviel Gas aus dem Tank und dann wieder in den Tank gefüllt wurde.
Wurde die alte Füllstandsanzeige untersucht? Wäre wichtig, um zu wissen, dass die Schwimmernadel tatsächlich nicht funktioniert?
Guter Hinweis, den werde ich im Anschreiben noch unterbringen


Zitat
Noch einmal: ihr Ansprechpartner ist ihr Vertragsanbieter und nicht irgend eine Servicefirma!!!
Bevor es zu Verwirrung kommt: dies ist auch so besprochen und eingehalten. Ich habe keinen Kontakt zur Service-Firma, nur zum Service-Center des Anbieters.

Zitat
Klären sie ab, wie und zu welchen Bedingungen sie aus diesem Vertrag aussteigen können.
Bin bereits dabei und habe einen fairen Partner in Aussicht. Möchte allerdings - Stand heute - bei einem Miettank bleiben.

Viele Grüße,
Harry
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Nach Wechsel der Füllstandsanzeige 30% weniger im Tank
« Letzter Beitrag von Watzl am 12. Mai 2022, 14:25:26 »
Hallo,

sehr seltsame Geschichte!

Ein Jahr, wie viele andere, eher noch ein milder Winter, und dann ein höherer Gasverbrauch.

Ist der Füllstandsanzeiger Gegenstand ihres Mietvertrages oder ist das ihr Eigentum, um das sie sich auch kümmern müssen?

Wenn man den Füllstandsanzeiger wechseln will oder muss, dann muss der Tank dazu leer sein. Wenn also der Anzeiger bei ihnen gewechselt wurde, dann muss da auch jemand das Gas abgepumpt und dann wieder zurückgepumpt haben. Dabei gibt es sicherlich geringfügige Verluste, nicht aber in der von ihnen geschilderten Größenordnung,

Wer abpumt und dann wieder zurückpumt tut tunlichst gut daran, dies auch feinsäuberlich  zu dokumentieren, damit er nachweisen kann, dass er da kein Gas mit nach Hause genommen hat.

Also:

wer hat den Füllstandsanzeiger gewechselt? Wann hat er das gemacht? Welche Menge an Gas war vor dem Wechsel im Tank? Welche Menge wurde wieder zurückgepumpt?

Ihr Ansprechpartner ist  ihr Anbieter und nicht der Subunternehmer, der das für ihn erledigt. Ihr Anbieter muss ihnen auch die entsprechenden Informationen und Zahlen liefern. Lassen sie sich da nicht abwimmeln oder mit Aussagen zur Zuverlässigkeit des Subunternehmers abspeiseb. Zahlen auf den Tisch und sonst nichts.

Auch wenn der die Schwimmernadel angeblich festgehangen hat, dann muss es doch Auskunft darüber geben, wieviel Gas aus dem Tank und dann wieder in den Tank gefüllt wurde.
Wurde die alte Füllstandsanzeige untersucht? Wäre wichtig, um zu wissen, dass die Schwimmernadel tatsächlich nicht funktioniert?

Die einfachste und zugleich doofste Antwort ist "SIE HABE HALT MEHR VERBRAUCHT". Wobei alles dafür spricht, dass der Verbrauch in dieser Wintersaison eher weniger war. Das merke ich bei mir z.B. auch ganz deutlich.

"Ich soll nun alles zusammenfassen und an das Service-Center des Anbieters schicken" so die Auskunft ihres Vertragsanbieters.
 
Noch einmal: ihr Ansprechpartner ist ihr Vertragsanbieter und nicht irgend eine Servicefirma!!!

Es gibt viele Arten, sich davon zu schleichen. Eine ist es halt, alles auf einen anderen zu schieben.

Bekommen sie keine Zahlen zum Füllstand vorher, zur Menge des abgepunmpten Gases und zu der Menge, die wieder zurückgepumpt wurde, ist das mehr als verdächtig.

Klären sie ab, wie und zu welchen Bedingungen sie aus diesem Vertrag aussteigen können.

Tun sie das und kaufen sie dann einen eigenen Tank und sie sind sicher vor dieser Art von Vertragspartner.

Berichten sie bitte, wie die Entwicklung bei ihnen nun weitergeht.

Vielen Dank

H. Watzl

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Der Flüssiggas-Tank / Nach Wechsel der Füllstandsanzeige 30% weniger im Tank
« Letzter Beitrag von hsiegel am 12. Mai 2022, 11:11:58 »
Guten Tag,

Ich habe einen 2700L Flüssiggastank (oberirdisch). Der Tank ist gemietet und ich bin verpflichtet, bei dem Anbieter Gas zu beziehen. Den Tank+Vertrag habe ich von dem Vorbesitzer des Hauses im Jahr 2018 übernommen. Bisher lief alles prima (soweit ich das bisher recherchiert habe), wenngleich mich der Anbieter seit jeher mit Briefen nervt, dass ich bestellen solle, obgleich der Füllstand immer noch ausreichend war. Dies auch, seit 2020 ein Modem am Tank installiert wurde. Hab das immer ignoriert und dann bestellt, wenn der Preis im Sommer ok war.

Nun habe ich dieses Jahr eine denkwürdige Veränderung meines Füllstands festgestellt:

Am 03.04.2022 zeigte die App des Anbieters einen Füllstand von 62%. Angesichts einer drohenden Gasknappheit löste ich ausnahmsweise bereits jetzt eine Bestellung aus, bekam aber zwei Tage später per eMail mitgeteilt, man könne nicht füllen, da der Füllstand zu hoch sei. Ich solle mich melden, sobald der Füllstand bei 30% läge.

Ich habe mich nicht gekümmert und nur mit dem Kopf geschüttelt, als am 21.04.22 ein Brief zugestellt wurde, in dem mir mitgerteilt wurde, mein Füllstand läge bei 30%, und ich solle bestellen. Da dieser Brief gleichlautend bereits im Januar an mich geschrieben wurde (wie in den Vorjahren), habe ich den Brief zunächst ignoriert.

Am 07.05.2022 checkte ich den Füllstand eher aus Neugierde per App und siehe da: nur noch 30%. Also vors Haus gegangen und nachgeschaut. Tatsächlich zeigt die Nadel 30% an. Aber es ist auch ein anderer Füllstandsanzeiger!

Heute Telefonat mit Anbieter. Der Füllstandsanzeiger wurde am 10.04.2022 getauscht. Die Differenz sei am ehesten durch einen "hängenden Schwimmer" zu erklären. Der Dienstleister des Anbieters, der die Lieferung und die Wartung durchführt, sei kompetent und vertrauenswürdig. Fazit: alles richtig, ich hätte halt mehr verbraucht.

Da ich im letzten Jahr im Juni mit dem alten Füllstandsanzeiger aber einen Füllstand von 50% hatte, gehe ich davon aus, dass auch die Ablesung in diesem April eigentlich korrekt war (Heizverhalten nicht geändert, Kaminofen im Haus, warmer Winter etc.pp).

Aber wo sind nun die >30% Differenz geblieben? Ich soll nun alles zusammenfassen und an das Service-Center des Anbieters schicken. Mache ich auch, habe aber noch einige Fragen:

Muss für den Wechsel des Modems/des Analoganzeigers das Gas abgepumpt werden? Muss dies gemacht werden, wenn der Schwimmer getauscht/repariert wird?
Kann eine andersartige Manipulation vorliegen, die mich zum Bestellen nötigen soll? Gibt es für mich eine Möglichkeit, den tatsächlichen Füllstand zu messen?

Beste Grüße,
Harry
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Fernwärme / Re: § 315 BGB bei konkludentem Vertragsverhältnis
« Letzter Beitrag von sternenmeer am 05. Mai 2022, 14:48:22 »
An RR-E-ft
Korrektur. Muss natürlich § 315 Abs. 3 BGB heißen.
sternenmeer
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Fernwärme / Re: § 315 BGB bei konkludentem Vertragsverhältnis
« Letzter Beitrag von sternenmeer am 05. Mai 2022, 13:54:40 »
Hallo RR-E-ft,
habe Sie lange vermisst. Glückwunsch an Sie, dass in der vor vielen Jahren mit Ihnen ausgetragenen Diskussion der BGH nun Ihre
damalige Meinung bestätigt hat ( Urteil v. 26.01.2022- Az.: VIII ZR 175/19) - § 4 Abs. 1,2 AVBFernwärmeV - einseitige Vertragsanpassung.
Zum o. a. Thema eine Frage an Sie. Gilt Ihre - am 14.06.2014 geäußerte Meinung in dem Thema: Leistungsbestimmungsrecht für FVU - noch?
"Wird ein bisher bestehender Vertrag durch ordentliche Kündigung beendet, kann nach Ablauf dieses Vertrages allein durch die Energie-
entnahme konkludent ein neues Vertragsverhältnis begründet werden (vgl. § 2 Abs. 2 AVBFernwärmeV). Unterliegt der betroffene Kunde
einem ANSCHLUSS- und BENUTZUNGSZWANG, so kann der Anfangspreis einer gerichtlichen Billigkeitskontrolle in entsprechender Anwendung
des § 3 Abs. 3 BGB unterliegen."  - Zitatende:  ODER  ist man den neuen Anfangspreisen ( + ca. 50 %)  hilflos ausgesetzt, da gleichartige
Kunden den Vertrag kommentarlos unterschrieben haben? ( s. BGH v. 17.10 2012-Az.: VIII ZR 292/11 - Rn. 21).
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