Autor Thema: Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März  (Gelesen 1066 mal)

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Offline Vulkan

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Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März
« am: 21. Februar 2020, 19:33:28 »
Hallo,

ich habe Post bekommen, dass die Stromsperre von Innogy eingeleitet wurde.
Es handelt sich um 460€.

Ich habe nun in unzähligen Telefonaten und Schreiben (Fax,Email) versucht eine schnelle Lösung zu finden, leider ohne Erfolg.

Innogy hat die Liefersperre eingeleitet, wann schlussendlich Westnetz vor der Tür steht um mir die letzten 3 Tage Zeit zu geben ist noch nicht bekannt.

Ich habe bereits vor 4 Wochen den Anbieter gewechselt, es ist auch alles geklärt, sprich ab dem 01.03. erhalte ich Strom von einem anderen Versorger.

Meine Frage jetzt:
angenommen am Montag bekomme ich die letzte Frist von drei Tagen, er würde dann Donnerstag kommen, ich erteile Hausverbot.
Ab dem 01.03. habe ich dann Strom vom neuen Versorger, kann ich dann rückwirkend noch von Innogy gesperrt werden?

Mir ist bekannt, dass Innogy den Zähler nicht freigeben muss, bevor ich den ausstehenden Betrag nicht geleistet habe WENN schon die Unterbrechung erfolgt ist...aber wie sieht es rückwirkend aus?

Sobald ich den finalen Termin zum abstellen habe, ist es sinnvoll Westnetz per Fax von dem Hausverbot in Kentniss zu setzen?


Danke!

Offline Netznutzer

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Re: Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März
« Antwort #1 am: 27. Februar 2020, 21:09:28 »
Hallo,
gesperrt werden darf nur, wenn befürchtet werden muss, dass die Nichtzahlungen weiter zunehmen. Durch den Lieferantenwechsel ist die Grundlage entzogen. Dem Lieferanten bleibt nur noch das Inkasso-Verfahren. Da der Lieferantenwechsel vollzogen ist, hat innogy keinerlei Rechte mehr, den Netzbtreiber/Messstellenbetreiber mit einem Sperrauftrag zu "beglücken". Diesen muss innogy zurückziehen, da sie lt. Lieferantenvertrag mit Westnetz verbindlich zusagen, dass die Voraussetzungen für die Sperrung bestehen. Diese Grundlage ist entfallen. Sie haben deinem Lieferantenwechsel zugestimmt, daher kennen sie den Lieferbeendigungstermin. Ich würde die Westnetz/Messtellenbetreiber auch nicht in mein Haus lassen.

Gruß

NN

Offline Erdferkel

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Re: Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März
« Antwort #2 am: 29. Februar 2020, 12:55:26 »
Mal ein ganz abgefahrener Vorschlag: Einfach mal die genutzte Energie bezahlen? Achso, gar nicht gemerkt, daß da sooo viel aufgelaufen ist, nicht wahr? Das ist natürlich nachvollziehbar...
Sehr ärgerlich für die ehrlichen Verbraucher, die in diesem Fall die angehäuften Stromschulden mitbezahlen dürfen. Diese Lücke sollte schnellstens vom Gesetzgeber geschlossen werden, Energielieferung an solche Kandidaten nur noch per Vorkasse über die Strom- App aufm Handy, wird kommen, und da freue ich mich wirklich drauf.
 ;)
Wann wird solches Verhalten endlich an Schufa etc. gemeldet, damit die Versorger sich vor derartigen Kunden schützen können?

Offline Netznutzer

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Re: Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März
« Antwort #3 am: 01. März 2020, 16:22:51 »
Das ist alles richtig, nur wenn ein Versorder die Schulden so anwachsen lässt, ist er selbst schuld, ab € 100,-- könnte er tätig werden. Meine Erfahrung: Man sieht sich häufig 2 mal, und dann wird erst versorgt wenn die Altschulden beglichen sind, auch die Grundversorgung hat ihre wirtschaftlichen Grenzen). Trotzdem muss sich der Versorger auch an die Gesetze halten und darf keine Sperre beauftragen, wenn er dem Lieferantenwechsel bereits zugestimmt hat, bzw. ihm die Wechselabsicht bekannt ist (i.d.R. durch die Vertragskündigung des neuen Lieferanten).
Gruß
NN

Offline Lana_Energie

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Re: Stromsperre eingeleitet...neuer Anbieter ab März
« Antwort #4 am: 18. Juli 2020, 11:38:42 »
Finde ich auch gar nicht sauber, wenn Schulden so angehäuft werden und dann einfach nicht bezahlt werden.
Wie immer sind ehrliche Kunden diejenigen, die dann darunter leiden müssen.

 

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