Autor Thema: PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt  (Gelesen 1284 mal)

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Offline Zündi

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PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt
« am: 24. April 2020, 16:11:54 »
Hallo zusammen  :) Mein Name ist Markus
bin neu hier im Forum, ich habe noch einen Vertrag mit der oben genannten Firma, diesen ich jetzt gekündigt habe.

Nun bin ich auch auf den link gestoßen, das es nicht rechtens sei das wir als Kunden den Abbau und abpumpen des Tanks zahlen.

https://www.test.de/Fluessiggas-So-kommen-Sie-aus-der-Tankfalle-5124366-5127114/

Ich habe den Classic Tarif mit Zähler. Der Tank ist ein ganz kleiner 0,5t gehen knapp 800 Liter rein.

Angeblich wäre dieser auch der einzige den ich aufstellen darf, laut damals PRIMAGAS, daran glaube ich aber mittlerweile nicht mehr.

Und hier steht:   
6.1 Im Falle der Beendigung des Vertrags­verhält­nisses ist Primagas berechtigt, das restliche Flüssiggas aus dem Gaslagerbehälter abzu­saugen, die Gasversorgungs­anlage abzu­klemmen und die im Eigentum von Primagas stehende Gasversorgungs­anlage zu demontieren und zurück­zuholen. Zum Absaugen des Flüssiggases, zum Abklemmen der Gasversorgungs­anlage sowie zur Demontage bzw. zum Abtrans­port derselben ist ausschließ­lich Primagas oder ein von Primagas beauftragter Dritter berechtigt.

6.2 Die mit der Absaugung, Abklemmung, Demontage und Rück­holung verbundenen Kosten werden nach Aufwand an den Kunden berechnet. Sollten sich während der Vertrags­lauf­zeit bauliche Veränderungen auf dem Grund­stück des Kunden ergeben haben, die die Demontage und/oder Rück­holung der Gasversorgungs­anlage erschweren, hat der Kunde die anfallenden Mehr­kosten zu tragen.

Laut der Stiftung ist dies ein „Verstoß gegen das Trans­parenz­gebot des § 307 BGB“

Kennt sich wer damit aus ? Oder hat hier sogar die Nummer schon durch und recht bekommen?!

Offline Zündi

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Re: PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt
« Antwort #1 am: 27. April 2020, 14:01:22 »
Kurzes Update...
PRIMAGAS hat heute angerufen, sehr netter Mann, wahrscheinlich von der Kundenrückgewinnung...
Er sagte er schickt die Kündigungsbestätigung raus und er schickt auch gleich  noch ein neues Angebot mit, dieses besteht wohl darin, das der Zähler abgebaut wird und ich dann über PRIMAGAS zum aktuellen Tagespreis das Gas selber kaufen kann...

Vllt kennt sich wer aus...

Ich glaube der Sache noch nicht so richtig.
« Letzte Änderung: 27. April 2020, 21:15:43 von Zündi »

Offline Watzl

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Re: PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt
« Antwort #2 am: 13. Mai 2020, 16:03:13 »
Sie haben gekündigt. Wenn sie keinen Grund mehr zur Kündigung haben, dann unterschreiben sie den neuen Vertrag. Sie werden dann aber bald wieder vor dem Problem KÜNDIGUNG stehen, da sich eigentich nichts verbessert hat.

Mein Rat:
sparen sie sich Kosten und Energie und nehmen sie die Kosten für den Rückbau in Kauf. Ein Schmerz noch und dann Erlösung.
Alles andere Kostet Geld und Zeit und Kraft. Wenn sie eine passende Rechtsschutzversicherung haben, dann beaufragen sie einen Anwalt.

Sie können natürlich von P-Gas eine Aufstellung der Kosten verlangen (Leistungsverzeichnis). Einmal Abbbauen - 2000,- €   So geht das natürlich auch nicht. Dann können sie ein wenig stänkern und sticheln, indem sie die angebotenen Preise anzweifeln.

Aber letztlich: nix wie raus.

Guten Erfolg

H. Watzl

Offline macyanni

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Re: PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt
« Antwort #3 am: 20. September 2020, 10:22:55 »
......ich habe den selben überteuerten Anbieter. Wie ist das bei Ihnen weiter gegangen? Bei mir ist das so, dass die erst gar nicht schriftlich antworten. Es ruft der Kundenbetreuer an, der erst einmal beschwichtigt und sagt, dass mit Ablauf des ersten Jahres der Preis korrigiert wird. Aber klar, das ist nicht wahr. Es geht mit dem selben Preis weiter. Der liegt derzeit bei 8,38 Cent kwh und das nächstbeste Angebot, das ich eingeholt habe, liegt bei 4,60 Cent kwh.  Das sind schlappe 80 % mehr. Und die Gerichte schauen da zu?

Offline Watzl

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Re: PRIMAGAS Mietvertrag gekündigt
« Antwort #4 am: 21. September 2020, 08:11:03 »
Sie stellen mit der Zeit immer mehr fest, dass sie im falschen Zug sitzen. Was ist zu tun? An der nächsten Station austeigen.
Auch wenn das unter dem Strich noch einmal kostet, sollten sie nicht weiter darüber nachdenken und  AUSSTEIGEN.

Dass man in unserem Land die Vertragsfreiheit hoch hält, hat sicherlich vielen prima und gute Aspekte.

Dass man aber diese Art von Verträgen beim Flüssiggas anbieten darf, habe ich nach all diesen Jahren nicht verstanden.

Bei Versicherungen, Banken usw. bekommen sie stapelweise Papier vorgelegt zum Thema BERATUNGSPROTOKOLL, damit sie eben nicht so leicht über den Tische gezogen werden können.

In die F-Gas-Vertrags-Falle tappen jeden Tag immer wieder neu Menschen, die eben nicht überblicen, was sie da eigentlich unterschreiben.

Alles Gute

H. Watzl

 

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