Autor Thema: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto  (Gelesen 8842 mal)

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Offline EviSell

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Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« am: 05. März 2019, 09:20:49 »
Schon mitbekommen?
Am besten sämtlichen Lastschrifteinzug entziehen und wieder normal überweisen, wenn man das nicht will?


Zitat
Zahlungsdienste wollen den Verbrauchern das Leben erleichtern. Die Banken müssen ihnen dazu Zugriff auf das Girokonto erlauben, das verlangt der Gesetzgeber. Doch damit kommen Dritte in den Besitz wertvoller Daten – und da ist Vorsicht geboten.
...
und erhalten gleichzeitig einen Einblick in das Konto, Dazu müssen die Banken Schnittstellen bereitstellen. Die Neuerung kommt unter dem sperrigen Namen „PSD2“ daher. Gemeint ist die Neuauflage der Richtlinie für Zahlungsdienste, die die EU im vorigen Jahr verabschiedet hat.
...

https://www.deutschlandfunk.de/pin-tan-und-mehr-zahlungsdienste-bekommen-zugriff-auf-das.735.de.html?dram:article_id=442006

Auf der Website der Verbraucherzentrale Thüringen (bei den anderen dürfte es ähnlich sein) findet sich zu „PSD2“ nur einen Alles-Palleti-Artikel vom 10.01.2018 https://www.vzth.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bezahlen-mit-giro-oder-kreditkarte-muss-gebuehrenfrei-sein-21736

Ein kritischer vom 01.10.2017: Eine neue EU-Richtlinie führt bald zu „gläsernen Bankkonten“
Zitat
...
Im Ergebnis ist es daher völlig unverständlich, warum die bestehenden Möglichkeiten (und Gefahren) weiter ausgeweitet werden sollen. Widersprechen Sie daher stets einer solchen Zugriffsmöglichkeit auf Ihr Konto durch Drittanbieter und verwenden Sie Ihren Online-Banking-Zugriff mit der erforderlichen Sorgfalt – denn es geht um Ihr Geld. Achten Sie zukünftig auch auf kleine Bestätigungskästchen und lesen Sie besonders gründlich und kritisch, wenn Sie Zahlungen über Drittanbieter abwickeln, wozu Sie im jeweiligen Einzelfall Ihre Zustimmung erteilen..
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https://www.power-datenschutz.de/eu-richtlinie-bankkonten/
« Letzte Änderung: 05. März 2019, 10:40:28 von EviSell »
„Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen.“ - Galileo Galilei

„Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen.“ - Mahatma Gandhi

Offline Didakt

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Re: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« Antwort #1 am: 05. März 2019, 12:01:43 »
@ EviSell, vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag mit den lesenswerten Links.

Es galt schon immer, im Umgang mit seinen persönlichen Daten grundsätzlich größte Vorsicht walten zu lassen. In gegenständlicher Sache sollte deshalb folgendes dringlich beachtet werden:
Zitate aus: https://www.power-datenschutz.de/eu-richtlinie-bankkonten/

„Im Vorfeld müssen sich diese Unternehmen jedoch erst einmal die Zugriffsgenehmigung des Kunden einholen. Auf diese Weise können Bankkunden diesen empfindlichen Einblick auf das eigene Konto aktiv verhindern.“

„Widersprechen Sie daher stets einer solchen Zugriffsmöglichkeit auf Ihr Konto durch Drittanbieter und verwenden Sie Ihren Online-Banking-Zugriff mit der erforderlichen Sorgfalt – denn es geht um Ihr Geld. Achten Sie zukünftig auch auf kleine Bestätigungskästchen und lesen Sie besonders gründlich und kritisch, wenn Sie Zahlungen über Drittanbieter abwickeln, wozu Sie im jeweiligen Einzelfall Ihre Zustimmung erteilen.“

Offline jaz

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Re: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« Antwort #2 am: 13. April 2019, 10:24:04 »
Das gilt für sogenannte FinTechs (Finanz-Startups).

Meiner Meinung nach fallen darunter z.B.:
- Wirecard
- Auxmoney
- Smava
- Paypal (möglicherweise?)

und so ziemlich alles was immer im Fernsehen durch Werbung present ist und z.B. Kredite, etc. verhökern will...

Der Zugriff wird, so soll es jedenfalls laut PSD2 geregelt sein, (angeblich) erst dann für den Zahlungsdienst möglich sein, wenn man ihm explizit, also per Opt-In, den Zugriff erlaubt.

Prinzipiell müsste man dem Zahlungsdienst also die Kontodaten, PIN (EC-Karte, etc.) und sogar eine TAN mitteilen. Die Weitergabe von PIN und TAN sind ja wohl die Todsünde überhaupt.
« Letzte Änderung: 13. April 2019, 10:36:19 von jaz »

Offline wini

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Re: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« Antwort #3 am: 27. Juni 2022, 21:00:19 »
Man sollte bei solchen Sachen immer sehr vorsichtig sein.

LG

Offline EviSell

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Re: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« Antwort #4 am: 28. Juni 2022, 07:32:59 »
Es wird immer schwieriger für jemanden, der solchen Zahlungsdiensten ausweichen will.

Es gibt noch Onlineshops, welche auch die klassische Überweisung ermöglichen. Als Zahldienst ist Klarna inzwischen fast überall.
Ebay ist unter dem Aspekt inzwischen für mich unbenutzbar geworden. Vereinzelt habe ich zwar mal bei Händlern angefragt, aber die schieben alles auf ebay. Scheinbar gibt es da genug Kunden, die so leicht zu haben sind, dass sich die Händler dem unterwerfen.

Auf der Suche nach einer Alternative für eine Marktplattform bin ich auf kaufland.de gekommen, da konnte ich auch inzwischen zahlreiche Einkäufe mit der klassischen Bezahlmethode tätigen. Dort geht das Geld (bei Vorkasse, über die anderen Zahlungsmethoden kann ich keine Auskunft geben) zwar nicht direkt zum Händler sondern auf ein Kaufland-Konto, aber da klappte bisher alles gut.
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Offline EviSell

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Re: Zahlungsdienste bekommen Zugriff auf das Konto
« Antwort #5 am: 19. August 2022, 08:24:35 »
Als ich jüngst im Shop der Deutschen Post Online-Briefmarken kaufte, bin ich auf giropay gestoßen. giropay ist das Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen. Also kein Drittanbieter. Leider ist das nicht soweit verbreitet. Ein Online-Shop bot zwar giropay an, aber meine Bank konnte nicht gefunden werden, obwohl ich bei der DP damit (unregistriert bei giropay) bezahlen konnte.

Gibt es User hier, die den Bezahldienst nutzen?
« Letzte Änderung: 19. August 2022, 09:12:17 von EviSell »
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