Autor Thema: Trotz zweier Konten bei der Eon nur eine Abrechnung, nun Post vom Gerichtsvollz.  (Gelesen 2820 mal)

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Offline melli1983

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Hallo,

nach einem Umzug vor ca 2 Jahren habe ich meinen Stromanbieter gewechselt da die E.ON zu teuer war. Ich hatte bei der E.ON ein Konto für Heizstrom und eines für die normale Energieversorgung. Die Werte habe ich am Tag meines Auszuges abgelesen und der E.ON mitgeteilt. Einige Zeit später kam dann eine Endabrechnung wo aber nicht ersichtlich war ob dies für das Heizstromkonto oder das normale war. Auf nachfrage hieß es das sei eine Gesamtabrechnung was mir schon etwas komisch vorkam. Auch der Betrag den ich noch zahlen sollte kam mir irgendwie viel zu hoch vor...selbst wenn er aus beiden Konten zusammen gewesen wäre. Hatte erst 2 Monate vor meinem Auszug die Jahresabrechnungen bekommen.
Bei einem Konto war ein kleines Minus und beim anderen ein Guthaben. Ebenfalls stellte man fest das noch ein drittes Konto bestand welches eigentlich schon lange hätte geschlossen sein sollen. Man hatte es damals schlichtweg versäumt den Betrag von mehren 100€  auf das neue Konto umzubuchen.  Dies wurde dann nachgeholt. Nur 2 Monate später sollte ich dann trotz des recht hohen Guthabens über 200€ nachzahlen.
Daraufhin bat ich um zusendung einer Detaillierten Aufstellung wie sich dieser Betrag zusammen setzte. Es kamen "Kontoauszüge" über meine Zahlungen die weder von der Höhe noch vom Datum her nur ansatzweise zusammen passten. Auf erneute anfrage das selbe Spiel...widerrum mit anderen Summen und Daten die vorne und Hinten nicht passten.
Seit fast zwei Jahren ging das nun so hin und her natürlich auch über Inkassounternehmen und Rechtsanwälte. Inzwischen wird nun mein Konto gepfändet und ich kann rein garnichts dagegen ausrichten. Eine korrekte Abrechnung liegt mir bis heute nicht vor!!!!
Nun kommt es aber noch besser. Heute wurde mir ein Brief vom Gerichtsvollzieher zugestellt wo ich nun zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung kommen soll. Auf Nachfrage bei den Anwälten der E.ON warum Kontopfändung und die Abgabe der Eidesstattlichen wurde mir erklärt das dies der zweite Vorgang sei und man mich ja auch immer mit zwei Vorgangsnummern angeschrieben habe.
Natürlich habe ich nie auf die Vorgangsnummern geachtet da ich ja bis heute davon ausgegangen bin das es sich um die eine "Gesamtabrechnung" der E.ON handelte. Eine zweite habe ich nie bekommen auch wenn es sowohl die E.ON als auch deren Anwälte anders hinstellen.
Mit der E.ON selber oder deren Anwälten kann man nicht reden....die Behandeln einen total herablassend und wie den letzten Dreck und haben mich doch tatsächlich als Zahlungsunwillig hingestellt  >:( . Dabei wollte ich einfach nur eine Korrekte Abrechnung

Hat irgendjemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht und habt Ihr ggf. Tipps für mich was ich tun kann?
Schließlich kann ich kaum Beweisen die "zweite" Abrechnung nicht erhalten zu haben.

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.

Offline bolli

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Ich habe die Befürchtung, dass Sie "unterwegs" einige wichtige Details übersehen haben und daher in die jetzige Situation gekommen sind. Festzustellen ist, dass es beim Energiebezug nicht um "Konten" sondern um "Verträge" geht. Diese Verträge haben Leistungen zum Inhalt: Einerseits die Energielieferung durch den Versorger und andererseits die Zahlung durch Sie. Dieses Verhältnis muss sich in einer Abrechnung klar widerspiegeln (§§ 40 u. 41 EnWG). Ob bei Ihnen Heizstrom und Normaler Strom in 2 Verträgen laufen oder in einem mit einem Doppelzähler, vermag ich nicht zu beurteilen. Sicher ist aber, dass der Versorger keine Kontenpfändung durchführen kann ohne vorher ein gerichtliches Verfahren durchzuführen und einen "Titel" zu erhalten. Wenn es also soweit ist, haben Sie zwischenzeitlich schon mehr als einmal Post erhalten (auch vom Gericht). Entweder haben Sie nicht reagiert oder Ihre Argumente fanden kein Gehör. Fakt ist aber, dass im jetzigen Zustand mit Kontenpfändung und Gerichtsvollzieher (auch der kommt nur mit "Titel") aus meiner Sicht nur der weg zum Anwalt hilft um ggf. noch retten, was zu retten ist, WENN denn noch was zu retten ist.
Leider ist es so, dass man in der "Verwaltungswelt" nur mit Reaktionen weiter kommt und nicht durch Nichthandeln. Hier sollten Sie sich Hilfe holen !
« Letzte Änderung: 24. Mai 2018, 07:38:37 von bolli »

 

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