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BEV - absolut unseriös

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martino35:
Hallo zusammen,

als ehemaliger Energen Süd-, TeldaFax-, Flexstrom- ,Löwenzahn- und Almadokunde (bei den 4 erstgenannten passenderweise immer im jeweiligen Jahr der Insolvenz) dachte ich eigentlich, dass es irgendwann nur noch besser werden kann. Na ja, so kann man sich täuschen...

Seit vorgestern, 01.02.2015, werde ich von der BEV mit Strom versorgt. Laut Auftragsbestätigung vom 15.10.2014 beträgt der monatliche Abschlag für mein gebuchtes 4.700 kwh-Paket 97,00 € (laut Auftragsbestätigung von Check24 96,08 €; also praktisch identisch). Gestern wurden meinem Girokonto jedoch ohne vorherige Ankündigung  152,00 € belastet. Ein Anruf beim sogenannten Kundenservice ergab, dass angeblich der zuständige Netzbetreiber einen Vorjahresverbrauch von über 6.200 kwh (!) mitgeteilt habe. Die Erhöhung des Abschlags um über 50 %  (!) habe man mir vorab schriftlich mitgeteilt. Ein derartiges Schreiben habe ich jedoch nie erhalten.
 
Ich habe dem sofort am Telefon widersprochen. Mein Zählerstand vom 07.01.2014 (Vertragsbeginn bei meinem Vorversorger E-wie-einfach) betrug 109.405 kwh und am 07.01.2015 113.630 kwh; somit ergibt sich ein Jahresverbrauch in 365 Tagen von 4.225 kwh.  Ablesestand vom 31.01.2015 (Vertragsende bei E-wie-einfach) war 113.892 kwh, somit ergibt sich ein Verbrauch in 389 Tagen von 4.487 kwh.  .
Sämtliche genannten Zählerstände wurden so auch dem Netzbetreiber mitgeteilt.
 
Ein sofortiger Anruf meinerseits beim Netzbetreiber bestätigte diese Daten; keinesfalls habe man einen Jahresverbrauch von über 6.200 kwh an BEV mitgeteilt, da es einen Verbrauch in dieser Höhe auch gar nicht gegeben habe.
 
Eine kurze Recherche meinerseits ergab, dass diese Vorgehensweise hinsichtlich überhöhter Abschläge seitens BEV offenbar Methode hat; nachstehend eine kleine Auswahl gleichgelagerter Erfahrungsberichte:
 
 
Check24:
 
21.06.2014 (Wechsel beantragt Mai. 2014) Zu wenig Informationen per email über den Wechselverlauf von BEV an mich! Des weiteren wurde ein Abschlag von 316€ vom Konto abgebucht anstelle der vereinbarten monatlichen 48€. Es wurden einfach 316€ abgebucht, ohne vorherige Information, so geht es nicht!!!
 
20.09.2014 (Wechsel beantragt Jul. 2014) Es wird ein zu hoher Abschlag abgebucht. Zahlreiche Versuche, dies telefonisch und per mail korrigieren zu lassen, waren erfolglos. Versprochene Rückrufe kamen nie. Unfreundliche Mitarbeiter, zahlreiche Ausreden, immer neue Forderungen, was zur Korrektur nötig sei etc. Eine absolute Katastrophe. Man wird gezwungen, nachweislich monatlich zu hohen Abschlag zu zahlen. Wer Ärger will, ist hier richtig !
 
29.09.2014 (Wechsel beantragt Aug. 2014) Laut Check24 Stromkosten ca. 1500,-- €, Abschlagszahlung aber 184,-- €, das ganze mal 12 komme ich nicht auf 1.500,-- €. Email an BEV bisher unbeantwortet. Hoffe das ganze klärt sich auf, sonst ist es mehr als enttäuschend. Da hätten wir auch beim alten Anbieter bleiben können.
 
09.10.2014 (Wechsel beantragt Aug. 2014) Als Einzelperson habe ich dem Stromanbieter einen Jahresverbrauch von 1500kWh vorgeschlagen. Diesem wurde zugestimmt und der Vertrag bestätigt. Abgebucht wird vom Anbieter jedoch ein mehr als doppelt so hoher Betrag. Als Begründung wurde mir erzählt, dass der Jahresverbrauch in der Wohnung im Vorjahr bei 3300 kWh lag. Dass damals jedoch mehrere Personen in der Wohnung wohnten, berücksichtigt der Anbieter nicht. Einen Änderungsvertrag habe ich nie erhalten. Der Telefonservice erzählt, dass er das Anliegen weitergeben wird, es passiert jedoch nicht. Auf eMails wird sehr spät geantw ortet und nur erzählt, wie die 3300 kWh zustande kommen. Zusammenfassung: Anbieter bucht frei gewählte Beträge vom Konto ab; problemlösende Kommunikation über den Telefonservice oder eMail nicht möglich.
 
13.11.2014 (Wechsel beantragt Sep. 2014) Keine Weiterempfehlung! Versprechen im Internet günstigen Abschlag und nach Vertragsabschluss erhält der Kunde einen Abschlag der 3 fach so hoch ist. Habe dort mehrfach telefonisch als auch schriftlich darum gebeten den Abschlag dem Verbrauch anzupassen. Keine Chance! Der Kunde landet im Call Center wo die Mitarbeiter keine Befugnis haben etwas zu ändern und Kundenzufriedenheit ein Fremdwort ist. Info wird weitergegeben heisst es. Nach mehreren Wochen heißt es dann-ABGELEHNT- und die Kündigungsfrist wäre ja eh vorbei was absolut falsch war, denn Vertragsabschluss ist nicht Vertragsbe ginn!!!Kündigungsfrist beginnt erst mit Vertragsbeginn. Hier wird der Kunde hingehalten um an hohe Abschläge gebunden zu werden. Nur Ärger mit den gehabt. Null Einsicht bei denen.
 
www.erfahrungen.com:
Sonntag, 26. Oktober 2014 Habe meinen Wechsel zu BEV telefonisch abgewickelt. Als ich die Auftragsbestätigung erhielt, sollte ich plötzlich einen monatlichen Abschlag von 104,- €, statt der vereinbarten 74,- € leisten. Angeblich beruhe dies auf Angaben des Netzbetreibers (Bayernwerk). Ich habe dem unverzüglich per Fax widersprochen und die Abrechnung vom Vorjahr beigefügt, die meinen Jahresverbrauch belegt. Ausserdem habe ich für eine Antwort eine Frist von einer Woche gesetzt.
Da sich jetzt vier Wochen nichts getan hat, habe ich die Hotline angerufen, um den aktuellen Status abzufragen. Der "verständnissvolle" Servicemitarbeiter teilte mir mit, dass der von einem Fax nichts wisse, bzw. dass in seinen Dokumenten ein Fax nicht genannt wird.
Ich habe mir zum Glü ck die Faxbestätigung aufbewahrt. Von einem "serviceorientierten Anbieter", wie sich die BEV gerne selber bezeichnet, erwarte ich einen besseren Service.
K.W.
 
www.gutefrage.net
von HarryHurtig007, 14.01.2015
Das ist ein ganz komischer Laden! Hat bei mir über 6 Monate (mit Androhung, einen Rechtsanwalt einzuschalten) gedauert und sehr viel Nerven gekostet bis die 3 fach überhöhten Abschlagzahlungen auf die vertraglich vereinbarte Höhe zurückgeschraubt wurden. Mittlerweile sind die unrechtmäßig erhobenen Mahnungen von BEV storniert worden. Zur Adresse: Firmensitz ist angeblich in München, die sogenannten Kundendienstmitarbeiter (Telefon) haben alle eine sächsischen Slang und Einschreiben werden weitergeleitet nach Offenburg in die Albert-Einstein-Str. 2b, laut Telefonbuch ist dort ansässig die "DED Deutsche Energiedienste". Soll sich jeder seinen Reim drauf machen, ich war gleich 2 x Kunde bei der BEV, das erste und das letzte Mal. Ich habe bereits im Dezember gekündigt, angeb lich soll die Bestätigung unterwegs sein. Schau´n wir mal.......
 
 

Interessant ist die unterste von mir aufgeführte Bewertung; auch ich hatte beim "Kundenservice" eine sächselnde Mitarbeiterin an der Strippe. In München gibt es unter der Firmenadresse der BEV auch nur einen Briefkasten; im Gebäude selbst gibt es kein Büro o.ä. der Firma... Was mir ebenfalls noch negativ aufgefallen ist: Der von mir abgeschlossene Pakettarif ist auf der Homepage der BEV nirgends zu finden, sondern ist merkwürdigerweise nur über die einschlägigen Vergleichsportale erhältlich. Außederdem hat die Homepage der BEV keinerlei Onlinefunktionen wie Zählerstandseingabe, Einsicht in die Vertrags- und Rechnungsdaten etc. etc., die sonst allgemein in der Branche Standard sind.

Ich habe die BEV per Email aufgefordert, meinen monatlichen Abschlag auf die mir vertraglich zugesicherten 97,00 € monatlich zu berichtigen und den bereits einbehaltenen überhöhten Abschlag von 152,00 €  spätestens mit dem nächsten Abschlag zu verrechnen, so dass im März dann nur 42 € abgebucht werden dürften.
 
Sollte BEV dem nicht nachkommen - wovon ich derzeit ausgehe-, werde ich (wieder einmal) die Schlichtungsstelle Energie e.V. in Berlin und, falls notwendig, meinen bereits Flexstrom- und Almado-erfahrenen Anwalt einschalten (hat mir jeweils zu meinem Recht und insbes. meinem Geld verholfen).  Übrigens, meine negative Bewertung , die ich bei Check24 hinterlassen habe, wurde bisher nicht veröffentlicht.

Grüsse
Martin
 

Wolfgang_AW:

--- Zitat von: martino35 am 03. Februar 2015, 15:57:01 ---Hallo zusammen,

als ehemaliger Energen Süd-, TeldaFax-, Flexstrom- ,Löwenzahn- und Almadokunde (bei den 4 erstgenannten passenderweise immer im jeweiligen Jahr der Insolvenz) dachte ich eigentlich, dass es irgendwann nur noch besser werden kann. Na ja, so kann man sich täuschen...

Grüsse
Martin

--- Ende Zitat ---

Was mich wundert ist, dass Sie sich, trotz vermutlich einschlägig negativer Erfahrungen, immer wieder auf solche Energieversorger einlassen.

Was nützen günstigste Strompreise/Rabatte/Bonis, wenn Sie sich immer wieder zu rechtlichen Eingriffen gezwungen sehen, zudem diese auch noch mit  Verlusten enden könnten?

Mir erschließt sich solch ein Handeln nicht!

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW

khh:

--- Zitat von: martino35 am 03. Februar 2015, 15:57:01 ---... als ehemaliger ... TeldaFax-, Flexstrom- , Löwenzahn- und Almado-Kunde ... dachte ich eigentlich,
dass es irgendwann nur noch besser werden kann. Na ja, so kann man sich täuschen...
Seit vorgestern, 01.02.2015, werde ich von der BEV mit Strom versorgt. ...
--- Ende Zitat ---

Das hätte längst der Fall sein können, wenn Sie die fragwürdigen "Discounter" gemieden hätten  ;)
-  siehe bspw. hier:  www.bezahlbare-energie.de !  Aber wer trotz 4-facher Erfahrungen...  ::)

martino35:

--- Zitat von: Wolfgang_AW am 03. Februar 2015, 18:32:35 ---
Was mich wundert ist, dass Sie sich, trotz vermutlich einschlägig negativer Erfahrungen, immer wieder auf solche Energieversorger einlassen.


--- Ende Zitat ---

Ganz einfach: meine Verluste in all den Jahren summieren sich auf ca. +/- 200 €. Dagegen beläuft sich meine Ersparnis gegenüber dem jeweils günstigsten "seriösen" Versorger auf grob geschätzt insgesamt rd. 1.200 €, eher sogar mehr. Bleiben also mindestens ca. 1.000 € über. Alles klar ?

Übrigens, die EnergenSüd war eine sogenannte seriöse Genossenschaft, noch dazu "vor meiner Haustür". Die ging z.B. deshalb pleite, weil der Geschäftsführer dummerweise vergessen hatte, die EEG-Umlage in den Strompreis einzurechnen, was zu mehreren Mio. € Verlusten führte. Kann ja mal passieren...

martino35:
Hallo zusammen,

mein Vertragsjahr bei der BEV ist seit 31.01.16 vorüber, und es gibt auch hier durchaus Interessantes über die Vorgehensweise der BEV zu berichten:

Nach Mitteilung des Zählerstandes am 31.01. per Fax - die BEV ist hier der einzige Versorger den ich kenne, bei dem das nicht online über die Homepage möglich ist - kam überraschend schnell nach nur 5 Tagen die Abrechnung. Diese ist sage und schreibe auf den 01.02.16 datiert - rekordverdächtig !

ABER : Überwiesen werden soll mir zunächst nur mein Guthaben von knapp 50 €, das sich aus der Differenz von bezahlten Abschlägen und Verbrauch ergibt. Der bei Vertragsabschluss versprochene Neukundenbonus von 25 % der Gesamtkosten - in meinem Fall knapp 300 € - ist nur bei genauem Studium der Abrechnung  auf Seite 3 aufgeführt. Eine Verrechnung bzw. Überweisung zusammen mit meinem Guthaben ist seitens der BEV nicht vorgesehen. Stattdessen ist ein Beiblatt mit einem Angebot über ein "Bonus-Upgrade" beigefügt. Hier kann man anstelle der Auszahlung des Bonus einen 32 Zoll- Fernseher von Samsung im Wert von angeblich 399 € bekommen. Will man dies nicht, so muss man dies der BEV ausdrücklich entweder schriftlich oder telefonisch mitteilen. Erst dann soll man den Bonus per Scheck (!) bekommen.  Eine Nachfrage bei der Hotline ergibt übrigens , dass angeblich 50 % der Kunden den Fernseher wählen...

Allein diese Vorgehensweise ist, gelinde gesagt, schon mehr als merkwürdig. Und was auf den ersten Blick vielleicht noch nach einem guten Angebot aussieht - immerhin soll der Fernseher ja 100 € mehr wert sein als der Bonusanspruch -, enpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Bauernfängerei. Eine kurze Recherche bei einschlägigen Preisvergleichsportalen ergibt nämlich, dass dort besagtes Gerät schon für 199 € zu haben ist  >:( .

Dies nur als Hinweis an alle, die noch auf ihre Abrechnung von der BEV warten.



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