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Neue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.
Erneute Eskalation in Fukushima: Das Wasser, das aus undichten Tanks auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerks austritt, strahlt viel stärker als bisher angenommen. Zuvor hatten Arbeiter offenbar Messinstrumente verwendet, die derart hohe Werte gar nicht erfassen konnten....In Pfützen seien Strahlungswerte von 100 Millisievert pro Stunde gemessen worden, hatte es damals geheißen. Jetzt aber stellt sich heraus, dass selbst dieser Wert noch weit unterhalb der Realität lag. Die AKW-Betreiberfirma Tepco teilte am Samstag mit, dass man am selben Tank nun 1800 Millisievert pro Stunde gemessen habe. Hielte sich ein Mensch in unmittelbarer Nähe einer solchen Strahlenquelle auf, hätte er nach vier Stunden eine tödliche Dosis aufgenommen. Ein AKW-Mitarbeiter darf nach japanischem Gesetz 50 Millisievert abbekommen - pro Jahr.
Eine kurzfristige Lösung der Probleme in Fukushima scheint kaum möglich zu sein. Betreiber Tepco wird noch Jahrzehnte damit zu tun haben. Laut internen Planungen sollen die geschmolzenen Reaktorkerne der Reaktoren 1 bis 3 erst in 30 bis 40 Jahren geborgen werden. Bis dahin will Tepco sie mit Wasser bedeckt halten - auch weil Wasser radioaktive Strahlung gut abschirmt. Zumindest das Kühlproblem dürfte bis dahin gelöst sein. Abgebrannte Brennstäbe können üblicherweise nach vier, fünf Jahren aus dem Abklingbecken geborgen werden. Die starke Strahlung aber - die bleibt.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Strahlung auf dem Gelände sehr viel stärker ist als bislang bekannt. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte daraufhin am Dienstag, die Regierung wolle nun 47 Milliarden Yen (360 Millionen Euro) investieren, um die Schwierigkeiten mit dem hochgradig verseuchten Wasser in der Atomanlage zu lösen.Geplant ist eine sogenannte Bodenvereisung.
Der Kraftwerksbetreiber Tepco bekommt die Probleme in Fukushima nicht in den Griff. Nachdem der Taifun "Man-yi" am Montag auch Teile der Atomanlage unter Wasser gesetzt hatte, sei das Wasser in den Reservoirs "rapide" angestiegen, sagte ein Verantwortlicher des Unternehmens am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Es gebe aber nur eine begrenzte Speicherkapazität für das radioaktiv belastete Wasser. Die Arbeiter in Fukushima hätten daraufhin die radioaktive Belastung des Wassers gemessen und nur äußerst schwach kontaminiertes Regenwasser ins benachbarte Meer abgelassen, sagte der Tepco-Verantwortliche weiter. Demnach wurde Wasser, dessen Belastung mit Strontium höher als 30 Becquerel pro Liter war, wieder in die Reservoirs zurückgepumpt. Rund 1130 Tonnen Wasser wurden Tepco zufolge ins Meer gelassen.
Hilflos stolpern die Sanierer des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima von einer Krise in die nächste. Ausländischen Experten wird angst und bange....Also lagert Tepco diese Flüsssigkeit in einer Reihe verschiedener Tanks (...) Satellitenbilder zeigen, wie sich die Ungetüme auf dem Gelände vermehren: Einige Dutzend waren es Mitte 2011, einige hundert Mitte 2012. Wer jetzt zählt, kommt auf mehr als tausend Behälter. Laut Plan werden es 2015 schon über 2000 sein...."Es sind die falschen Behälter am falschen Ort, sie bestehen aus falschem Material und sie sind falsch aufgebaut", urteilt der Atomexperte Mycle Schneider, Herausgeber des Weltstatusberichts zur Nuklearindustrie....Was Klein [bis 2009 Chef der US-Atomaufsichtsberhörde NRC] ihnen diesmal zu sagen hat, dürfte ihnen aber auch nicht gefallen. "Japan wäre gut beraten, eine neue Firma zu gründen, die sich mit dem Wissen internationaler Experten um die Aufräumarbeiten kümmert", sagt Klein. Tepco sei dem sehr schwierigen Wasserproblem schlicht nicht gewachsen - und "das wird noch ein Jahrzehnt bestehen bleiben".
Tepco leitet 1130 Tonnen verseuchtes Wasser ins MeerZitatDer Kraftwerksbetreiber Tepco bekommt die Probleme in Fukushima nicht in den Griff. Nachdem der Taifun "Man-yi" am Montag auch Teile der Atomanlage unter Wasser gesetzt hatte, sei das Wasser in den Reservoirs "rapide" angestiegen, sagte ein Verantwortlicher des Unternehmens am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Es gebe aber nur eine begrenzte Speicherkapazität für das radioaktiv belastete Wasser. Die Arbeiter in Fukushima hätten daraufhin die radioaktive Belastung des Wassers gemessen und nur äußerst schwach kontaminiertes Regenwasser ins benachbarte Meer abgelassen, sagte der Tepco-Verantwortliche weiter. Demnach wurde Wasser, dessen Belastung mit Strontium höher als 30 Becquerel pro Liter war, wieder in die Reservoirs zurückgepumpt. Rund 1130 Tonnen Wasser wurden Tepco zufolge ins Meer gelassen.Mit freundlichen GrüßenWolfgang_AW
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima war die Angst vor Radioaktivität im Pazifik groß. Jetzt haben Forscher erstmals systematisch untersucht, wie sich die Strahlung im Ozean verbreitet hat - und geben Entwarnung.
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