Forum des Bundes der Energieverbraucher

Autor Thema: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage  (Gelesen 18202 mal)

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Offline Halo

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EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« am: 07. März 2014, 13:30:14 »
Moin.
Auch die EVD möchte sich i.M. offenbar die Grundlagen schaffen, um durch die Sepa-Einführung Bonuszahlungen einzusparen.


Abgebucht wurde der Abschlag bei mir für den Februar und den März 2014 (erst am 07.03.) noch im "Lastschrift-Altformat".
« Letzte Änderung: 07. März 2014, 13:39:46 von Halo »

Offline bolli

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #1 am: 07. März 2014, 13:54:04 »
Interessant. Ich kenne 3 EVD-Kunden die alle ein solches Schreiben/eine solche Mail noch nicht erhalten haben. Da es schon von vor 14 Tagen datiert ist, bin ich mal gespannt, nach welchen Kriterien die solche Post verschicken.

Offline khh

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #2 am: 07. März 2014, 14:29:00 »
Ist nicht bei almado/365 AG und EVD GmbH, Chemnitz der selbe Dienstleister am werkeln ?
Aussagen zu Rechtsfragen sind als persönliche Einschätzung/Meinung zu verstehen.
Rechtliche Beratung ist allein gesetzlich befugten Personen/Institutionen vorbehalten.

Offline Ben863

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #3 am: 07. März 2014, 21:28:12 »


Hallo, kann nur alle die einen Vertrag mit EVD machen wollen warnen. War das gesamte Jahr 2013 dabei. Warte noch immer auf Endabrechnung 2013 und die Verrechnung des Neukundenbonus, die immer wieder mit merkwürdigen Begründungen verschoben wird. Im Februar hieß es, der alte Energieversorger (Grundversorger) hat den Zählerstand (habe Ihn pünktlich am 31.12.13 im Kundenbereich eingegeben) jetzt erst bestätigt, deshalb soll ich mich noch gedulden. Ein Anruf beim alten Grundversorger ergab aber, dass so etwas gar nicht statt findet und nier übermittelt wurde. Heute habe ich im Kundenbereich gesehen, dass EVD eigenmächtig den alten Zählerstand vom 31.12.13 gelöscht hat und plötzlich steht da ein Neuer drin von Anfang Februar, frag mich nur woher die den haben, von mir nicht und vom Grundversorger auch nicht. Heute kam eine Standardmail dass mein Fall noch bei der Fachabteilung liegt und ich mich noch gedulden soll. Es sieht alles nach Hinhaltetaktik aus, bloß weg da so schnell wie möglich , kann nur jeden warnen.

Offline khh

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #4 am: 08. März 2014, 00:11:07 »
... War das gesamte Jahr 2013 dabei. Warte noch immer auf Endabrechnung 2013 und die Verrechnung des Neukundenbonus, die immer wieder mit merkwürdigen Begründungen verschoben wird. ...

Hallo Ben863,
Verbrauchsabrechnungen müssen dem Kunden spätestens sechs Wochen nach Beendigung des abzurechnenden Zeitraums zugehen (gemäß Energiewirtschaftsgesetz/EnWG § 40 Abs. 4), in Ihrem Fall also bereits am 11.02.2014 !
Fordern Sie die EVD GmbH jetzt umgehend schriftlich per Einschreiben auf, Ihnen innerhalb von
4 Wochen eine Abrechnung mit dem richtigen von Ihnen mitgeteilten Zählerstand zukommen zu lassen. Kündigen Sie der EVD an, dass Sie sich im Fall einer falschen Abrechnung oder bei fruchtlosem Fristablauf mit einer Beschwerde an die www.schlichtungsstelle-energie.de wenden.
Sinnvollerweise sollten Sie auch gleich den Vertrag bei EVD "zum Ablauf" des 2. Vertragsjahres kündigen und sich dann rechtzeitig einen seriöseren Anbieter suchen (unbedingt die sogen. "Billiganbieter" meiden, siehe diverse Hinweise hier im Forum!).

... Im Februar hieß es, der alte Energieversorger (Grundversorger) hat den Zählerstand (habe Ihn pünktlich am 31.12.13 im Kundenbereich eingegeben) jetzt erst bestätigt, deshalb soll ich mich noch gedulden. Ein Anruf beim alten Grundversorger ergab aber, dass so etwas gar nicht statt findet und nier übermittelt wurde. Heute habe ich im Kundenbereich gesehen, dass EVD eigenmächtig den alten Zählerstand vom 31.12.13 gelöscht hat und plötzlich steht da ein Neuer drin von Anfang Februar, frag mich nur woher die den haben, ...

An diesem "Wirrwarr" sind Sie nicht ganz unbeteiligt, da Sie es am 31.12.13 augenscheinlich unterlassen haben, den Zählerstand auch dem zuständigen Netzbetreiber/VNB mitzuteilen. Vermutlich auf Nachfrage von EVD hat der VNB mangels vorliegendem Zählerstand wohl eine Verbrauchs-/Zählerstandsschätzung vorgenommen und diesen Wert hat EVD jetzt übernommen.
Setzen Sie sich unverzüglich telefonisch mit dem VNB in Verbindung, teilen Sie den richtigen Zählerstand per 31.12.13 mit und bitten Sie den VNB, den Zählerstand schnellstmöglich gegenüber der EVD zu korrigieren.

Gruß, khh

Nachtrag: Grundversorger und Netzbetreiber ist NICHT ein und dasselbe!
Das kann zwar z.B. bei kleineren Stadtwerken ein Untnehmen sein, zuständig sind dann aber unterschiedliche Abteilungen. Im Regelfall sind Netzbetreiber und Grundversorger zwei verschiedene Unternehmen einer Unternehmensgruppe oder eines Konzerns.
 
« Letzte Änderung: 08. März 2014, 00:39:11 von khh »
Aussagen zu Rechtsfragen sind als persönliche Einschätzung/Meinung zu verstehen.
Rechtliche Beratung ist allein gesetzlich befugten Personen/Institutionen vorbehalten.

Offline bolli

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #5 am: 10. März 2014, 13:46:05 »
Ist nicht bei almado/365 AG und EVD GmbH, Chemnitz der selbe Dienstleister am werkeln ?
Ob der selbe Dienstleister werkelt, kann ich nicht sagen, aber zum Geschäftsführer und möglichen Verquickungen mit einem anderen Versorger hab ich hier: Neuer Versorger - EVD Energieversorgung Deutschland GmbH schon mal was geschrieben.

Offline omueller99

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #6 am: 20. März 2014, 18:37:43 »
Jetzt muss ich mal ganz blöd fragen - wo ist hier der SEPA-Nepp mit Ansage - vielleicht bin ich ja blind aber ich kann den Haken nicht erkennen...
Ich habe das Schreiben übrigens auch erst gestern erhalten und fand es auch missverständlich formuliert.
Andererseits sehen die SEPA-Vorgaben wirklich vor, dass SEPA-Mandate schriftlich erfolgen zu haben (konnte ich im 21. Jhdt. zuerst auch nicht glauben)...
Also bitte, klärt mich auf was ich übersehen haben...

Danke!

Offline stromer51

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #7 am: 20. März 2014, 20:10:20 »
Hallo omueller99,

Antwort auf ihre Frage finden sie im hier im  Forum der 365 AG. Dort wurde es ausführlich dargestellt.

mfg

Offline bolli

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #8 am: 21. März 2014, 08:38:55 »
Hallo omueller99,

Antwort auf ihre Frage finden sie im hier im  Forum der 365 AG. Dort wurde es ausführlich dargestellt.

mfg
Für jemanden, der hier nicht ständig mitliest, ist es möglicherweise etwas schwierig, den entsprechenden Thread zu finden, zumal einige der 365 AG Threads doch mittlerweile etwas umfangreicher sind. Ich vermute mal, dass u.a. dieser Thread: Ankundigungsschreiben für Preiserhöhungen und dieser Thread: Almado Kündigen + SEPA: Weiteres Vorgehen gemeint sind. Das war der Ausgangspunkt bei der 365 AG. Man wollte eine Unterschrift für Sepa, hat aber, so ganz nebenbei, auch noch eine Preiserhöhung in dieses umfangreiche Schreiben mit "reingepfuscht", die man quasi nicht erwähnt hat.  Aufgrund der Bonusregelungen in den Almado/365 AG AGB könnte es möglich sein, dass man den Bonus nicht gewährt, wenn man das Sepamandat nicht unterschreibt, da dieses als Zahlungsunregelmäßigkeiten interpretiert werden könnte und ggf. wegen eines Mehraufwandes bei Almado/365 AG eine Bonusverweigerung erfolgt. Unterschreibt man, könnte damit auch eine Anerkenntnis der Preisanpassung erfolgt sein, weil es auch so einen kleinen "Nachsatz" in dem Formular gab: "Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen und bin mit der Aktualisierung des Stromliefervertrages einverstanden." (farbliche Hervorhebung durch mich)

Da die Bonusregelungen in den Almado/365 AG-AGB und die in den EVD-AGB aber sehr unterschiedlich sind und auch der "kleine Nachsatz" auf dem zu unterschreibenden Formular fehlt, sehe ich an und für sich die Gefahr nicht, dass bei einer Umstufung vom bisherigen Lastschriftverfahren auf Selbstzahler bei der EVD der Bonus verloren gehen oder das Vertragsverhältnis geändert werden könnte.

Warum sich die EVD aber statt der Nutzung der alten Einzugsermächtigungen unbedingt neue SEPA-Mandate ausstellen lassen möchte, kann ich nicht beurteilen. Rechtlich wäre ja ggf. die Weiternutzung der alten Lastschriftmandate möglich. Es mag vertragliche Gründe haben, es können auch rechtliche Gründe sein oder es kann sogar wirtschaftliche Gründe haben. Wer weiss, ob wir das noch erfahren.

Ich würde jedenfalls überlegen, ob ich nicht lieber unterschreibe und ggf. wenigstens 8 Wochen Zeit habe, Gelder zurück zu rufen als wie als Selbstzahler umgestuft zu werden und diese Möglichkeit nicht mehr zu haben.  ;)

Offline omueller99

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #9 am: 21. März 2014, 15:23:23 »
Vielen Dank für die ausführliche Antwort, hat mir langes Suchen und Lesen gespart :)

Man beruft sich bei EV-D auf folgendes:
Zitat
Was passiert mit den Einzugsermächtigungen, die nicht in schriftlicher Form erteilt wurden?
Die Vorgaben zur Form der Mandatserteilung, einschließlich etwaiger Änderungen des Mandats, ergeben sich aus den Regelungen in der jeweiligen Inkassovereinbarung zwischen dem Zahlungsempfänger und seinem Zahlungsdienstleister. Grundsätzlich sind Einzugsermächtigungen, die nicht in Schriftform vorliegen (z.B. telefonisch oder per Internet erteilte Einzugsermächtigungen), nicht SEPA-fähig. Ein Lastschrifteinzug ohne Mandat ist eine unautorisierte Lastschrift, d.h. eine unautorisierte Kontobelastung, und kann vom Zahler innerhalb von 13 Monaten nach der Kontobelastung zurück gegeben werden.
(https://www.sepadeutschland.de/de/faq)
Klingt demnach nach richtigem Vorgehen ein SEPA-Mandat einzuholen - auch wenn ich zugeben muss, dass ich auf der Bundesbankseite auch noch andere Stellen finde die ich genau anders rum deuten würde - aber ich bin ja auch kein Jurist...
Ich muss mir die Details für den Bonus noch einmal anschauen, kann aber schon sein, dass da was drin steht, dass es den nur gibt wenn per Lastschrift bezahlt wird. Am Formular für das SEPA-Mandat kann ich auch keinen Haken entdecken, da ist eben kein sonstiger Zusatz...
Ich werd's mir noch einmal genau anschauen und dann ggf. unterschreiben...

Offline Stromfraß

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #10 am: 21. März 2014, 19:28:15 »
Zitat
Was passiert mit den Einzugsermächtigungen, die nicht in schriftlicher Form erteilt wurden?
Die Vorgaben zur Form der Mandatserteilung, einschließlich etwaiger Änderungen des Mandats, ergeben sich aus den Regelungen in der jeweiligen Inkassovereinbarung zwischen dem Zahlungsempfänger und seinem Zahlungsdienstleister. Grundsätzlich sind Einzugsermächtigungen, die nicht in Schriftform vorliegen (z.B. telefonisch oder per Internet erteilte Einzugsermächtigungen), nicht SEPA-fähig. Ein Lastschrifteinzug ohne Mandat ist eine unautorisierte Lastschrift, d.h. eine unautorisierte Kontobelastung, und kann vom Zahler innerhalb von 13 Monaten nach der Kontobelastung zurück gegeben werden.

Wenn dem so ist, fordert EVD das nunmehr schriftlich:
Zitat
Grundsätzlich sind Einzugsermächtigungen, die nicht in Schriftform vorliegen (z.B. telefonisch oder per Internet erteilte Einzugsermächtigungen), nicht SEPA-fähig.

Wo ist da der Haken?
Das macht doch nicht nur die EVD!
Und wo da der SEPA-Nepp mit Ansage ist, kann ich erst recht nicht erkennen.
Scheuen sich da nur manche vor dem Aufwand, ein Formblatt auszufüllen?

Offline bolli

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Re: EVD und der SEPA-Nepp mit Ansage
« Antwort #11 am: 10. Juni 2014, 08:24:18 »
Hallo, kann nur alle die einen Vertrag mit EVD machen wollen warnen. War das gesamte Jahr 2013 dabei. Warte noch immer auf Endabrechnung 2013 und die Verrechnung des Neukundenbonus, die immer wieder mit merkwürdigen Begründungen verschoben wird.
Da hier ja sonst immer nur über die Versorger berichtet wird, wenn sie was falsch machen, will ich in diesem Fall, auch wenn es selbstverständlich sein sollte, mal eine Ausnahme machen und berichten, dass die EVD bei mir einwandfrei abgerechnet hat, vier Wochen nach Beendigung des Lieferverhältnisses kam die ordnungsgemäße Abrechnung (Zählerstand hatte ich natürlich an Versorger UND Netzbetreiber gemeldet) incl. 25%igem Bonus und eine Woche später hatte ich auch schon die Überweisung auf dem Konto, die in der Abrechnung noch für "kann bis zu 30 Tage dauern" angekündigt war. Insofern bin ich mal positiv überrascht.  :D

 

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