Autor Thema: Flüssiggas-Börsenpreise trotz "Knebelvertrag"  (Gelesen 4788 mal)

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Offline Peter Wachs

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Flüssiggas-Börsenpreise trotz "Knebelvertrag"
« am: 15. Februar 2013, 11:08:30 »
Wir wohnen seit 1997 in einem kleinen EFH, das mit vier weiteren Häusern über einen großen Flüssiggastank verbunden ist. Natürlich hatten wir damals einen "üblichen" Knebelvertrag ohne transparente oder nachvollziehbare Preisbildung. Nach einigen Jahren konnten wir mit dem Lieferanten vereinbaren, dass unserer Preis nach einer Großabnehmer-Benchmark (ISN/ISW) mit einer kleinen zusätzlichen Marge nachvollziehbarer wird. Diese Benchmark war allerdings nicht öffentlich einsehbar, weshalb wir mehrere Jahre auf die Flüssiggasbörse als Benchmark vertraut und diese immer gegengerechnet haben mit der Großabnehmer-Benchmark. Dies mit so gutem Ergebnis, dass wir den Lieferanten angesprochen haben, ob er denn nicht die öffentlich einsehbare Flüssiggasbörse als Benchmark akzeptieren könnte. Nachdem er dies "naserümpfend" einige Jahre abgelehnt hatte, haben wir jetzt eine entsprechende Vereinbarung. Wir ermitteln  den Durchschnittspreis des Vorjahres an der Flüssiggasbörse und dieser Preis gilt dann für das Folgejahr. Wir glauben, dass wir damit eine insgesamt gute/faire Lösung gefunden haben.

Falls es Fragen oder Anregungen dazu gibt, wären wir über eine sachliche Diskussion sehr erfreut.

Offline Onkel-Olli

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Re: Flüssiggas-Börsenpreise trotz "Knebelvertrag"
« Antwort #1 am: 14. April 2013, 12:41:18 »
Hallo Herr Wachs,

so was will hier keiner lesen, das passt nicht in's Bild: Vertrag = schlecht / eigener Tank = gut

Merkt man daran, dass Ihnen in zwei Monaten kein Mensch geantwortet hat und nicht mal wissen möchte, wie Sie das angestellt haben...

Trotzdem schönen Sonntag noch,

Schöne Grüße,
Onkel- Olli
der Ex-Vertragshai

Offline Watzl

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Re: Flüssiggas-Börsenpreise trotz "Knebelvertrag"
« Antwort #2 am: 14. April 2013, 18:26:45 »
Wie war das nochmal: eine Schwalbe macht keinen Sommer?

Mit diesem Beispiel alle Keblverträge in die gute Ecke zu stellen, wäre allein schon aus statistischen Gründen nicht vertretbar. Damit nun zu werben "Leute schließt Verträge ab" wäre linde gesagt nicht rechtschaffen.

Fragen:
In welcher Form wurde diese "Vereinbarung" getroffen?
Welche Gasfirma ist auf diesen Deal eingegangen?
Wie lange schon hält sich der Lieferant an diese Vereinbarung?
Ist der Tank Eigentum der Häusergemeinschaft oder Eigentum des Lieferanten?
Welche Gebühren, monatliche Zahlungen, Tankmiete, Wartungspauschale etc. wird an den Lieferanten bezahlt?

H. Watzl


Offline Peter Wachs

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Re: Flüssiggas-Börsenpreise trotz "Knebelvertrag"
« Antwort #3 am: 28. Mai 2013, 09:39:55 »
Danke für die beiden Antworten und die Fragen.

Ich wollte niemand von dem einen oder anderen (Dauervertrag oder eigener Tank) überzeugen, sondern einfach nur beschreiben, wie wir das "Problem Knebelvertrag" für uns und aus unserer Sicht relativ gut gelöst haben - und das eben auch für fünf Abnehmer.

Zu den einzelnen Fragen:
1) Schriftlich - per E-Mail
2) Möchte ich öffentlich nicht nennen, um mit dem keine Probleme zu bekommen, insbesondere wg. der eigenen Absprachen, die ja auch noch für vier weitere Häuser gelten. Es ist auf jeden Fall einer der wenigen Großen, die bundesweit tätig sind.
3) An die vorherige Preisbindung an ISN/ISW etwa 5-10 Jahre. Die neue Preisbindung mit der Flüssiggasbörse als Benchmark läuft erst 1-2 Jahre (alles bisher ziemlich problemlos).
4) Der Tank ist Eigentum des Lieferanten.
5) Die insgesamt fünf Häuser zahlen jeweils 5 € pro Monat oder 60 € p.A., insgesamt also 300 €. Damit ist der volle Service aber abgedeckt (z.B. Wartung, Tanküberwachung (Füllstand), Einzelabrechung mit den fünf Vertragsparteien, etc.).

Sollte der Lieferant irgendwann mit dem Thema kommen, dass der Tank jetzt so alt ist, dass er ausgetauscht werden muss (er ist z.Zt. wohl 30 Jahre alt), werden wir auch überlegen, dann den Tank selbst zu kaufen, wenn sich das rechnet. Aber das Thema, sich selbst nicht um den Tank kümmern zu müssen, ist uns auch etwas wert.

 

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