Autor Thema: Jahresabrechnung ([b]BEW Bergische Energie- & Wasser Gmb  (Gelesen 3640 mal)

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Offline AL Oberberg

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Jahresabrechnung ([b]BEW Bergische Energie- & Wasser Gmb
« am: 27. Januar 2005, 20:41:13 »
Nach dem mein Versorger (BEW – Wipperfürth) zum 1.10.2004 den Grundpreis und den Arbeitspreis und zum 01.01.2005 nochmals den Arbeitspreis erhöht hat, habe ich der Erhöhung mit den bekannten Formbrief am 21.11. sowie 30.12.2004 Widersprochen und den alten Gaspreis zzgl. 2% angeboten. Wie erwartet kam die übliche Rechtfertigung die wir alle kennen.

Nun habe ich im Januar meine Jahresabrechnung bekommen in welcher natürlich die von mir festgesetzte Gaspreiserhöhung nicht berücksichtigt wurde, sondern der erhöhte Gaspreis zur Abrechung kam.

Gefordert wurde durch die BEW eine Nachzahlung von 942,90, wobei nach meiner Berechnung (alter Grund- & Arbeitspreis zzgl. 2%) nur  € 906,01 berechtigt sind. Ebenfalls habe ich die Abschlagszahlung für 2005 angepasst. Dieses habe ich meinem Versorger auch in einer Alternativabrechnung mitgeteilt und zukünftig eine Verrechnung nach § 366 ff BGB ausgeschlossen.

Es kam postwendend eine Korrekturabrechung, in welcher die Nachzahlung unverändert blieb und nur die Abschlagszahlung  2005 nach meinen Wünschen angepasst wurde.

Dieser Korrekturabrechung habe ich Widersprochen und auf meine Abrechung hingewiesen und in gleichem Schreiben meine Lastschriftgenehmigung beschränkt.

Nun habe ich heute nachfolgenden Brief erhalten:

Sehr geehrter Herr XXXXX
Zu Ihrem Schreiben vom xxxxxx sowie Ihrem Telefax vom xxx nehmen wir wie folgt Stellung:

Auf Grund des zwischen Ihnen und uns abgeschlossenen Gasliefervertrages können wir Ihre Vorgehensweise bezüglich der Jahresverbrauchsrechung 2004 nicht nachvollziehen und somit auch nicht akzeptieren. Die Forderung für das Jahr 2004 werden wir in Anbetracht der zurzeit bestehenden Rechtslage in vollem Umfang aufrechterhalten.
Da Sie uns den Einzug des Rechnungsbetrages in Höhe von 942,90 € in Ihrem Schreiben vom xxxx verweigern, möchten wir Sie bitten uns dieselben zu überweisen. Sollte Sie der Forderung bis 31.01.2005 nicht nachkommen, behalten wir uns vor, auch gerichtlich Schritte gegen Sie einzuleiten.

Sie begründen Ihren Wiederspruch gegen unsere Preiserhöhungen mit einem Hinweis auf § 315 BGB. Die Frage, ob und gegebenenfalls in wie weit § 315 BGB auf Vertragsverhältnisse in einem Massenkundengeschäft wie der Energieversorgung überhaupt Anwendung findet, ist noch nicht geklärt. Zu Ihrer Information fügen wir Presseartikel bei, aus denen u.a. hervorgeht, dass das Amtsgericht Hamburg-Harburg § 315 BGB offensichtlich nicht als geeignete Rechtsgrundlage ansieht. Außerdem gehen wir davon aus, dass zu dieser Streitfrage in absehbarer Zeit auch ein Urteil des BGH ergehen wird.



Da die BEW nicht breit ist die reduzierte Nachzahlung per Lastschrift einzuziehen und auf die Begleichung des von Ihr in Rechung gestellten Betrages (€ 942,90) besteht, werde ich vorerst den von mir errechnete Betrag (€ 906,01) überweisen um der Hauptforderung nachzukommen.

Als Frage stellt sich nun:

a)   Was steht im Hamburg-Harburger Urteil? Tangiert es mich bei meinem Handeln?
b)   Wird die BEW bei einem so geringen Streitwert einen RA einschalten.

Hat hier jemand Erfahrung?

Offline rlc

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