Autor Thema: Mein geplantes Ende des Gaspreisprotest - aber wie?  (Gelesen 1732 mal)

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Offline Schlange

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Mein geplantes Ende des Gaspreisprotest - aber wie?
« am: 30. April 2011, 14:35:43 »
Hallo zusammen.
Ich brauche Hilfe bzgl. meinem optimalen Verhalten gegenüber meinem Gaslieferanten Erdgas Südwest (ESW; bis 2004 EnBW). Ja ich weiß, ich müsste mich schämen, dass ich nach ca. 6 Jahren aktiven Protestieren „in ein ruhigeres Fahrwasser“ möchte. Aber irgendwie nervt mich die Sache langsam.

Kurz zur Historie.
Wir haben 2005 auch gegen die Gaspreiserhöhung wg. Unbilligkeit widersprochen.
Haben dann regelmäßig neue Vertragswerke zugeschickt bekommen, sind teilw. telefonisch kontaktiert worden u.ä. – haben aber keinen der neuen Verträge angenommen.
Die berechneten Nachzahlungen haben wir ebenfalls nicht beglichen- seit 2007 haben wir auch in keiner Form mehr Kontakt aufgenommen zu ESW.
Ende 2010 sind wir dann in den Grundversorgungstarif eingestuft worden.
Mittlerweile sind lt. EnBW Nachzahlungen von fast 1.000 Euro offen. Interessanterweise werden hier nur die Nachzahlungen ab 2008 berücksichtigt- die aus 2007 und 2006 nicht (schon verjährt, oder?).

Mein Ziel.
Ich möchte das ganze Thema aus meiner Sicht bestmöglich abhaken (mir macht es mittlerweile zu viel Arbeit und die Höhe der offenen Nachzahlung erreicht eine unangenehme Region). D.h. ich möchte einen Schlußstrich ziehen, auch wenn dadurch meine bisherigen Aktivitäten nicht Ihre Wirkung erzielt haben - wie soll ich mich dazu nach Eurer Einschätzung verhalten?

Ich habe für mich 2 Szenarien ins Auge gefasst. Gerne um ein weiteres, sinnvolles ergänzen.

Szenario 1: Ich wechsle den Anbieter – z.B. zu gas.de, der im Tarifvergleich recht gut abschneidet.
Meine Fragen dazu:
1.   Wie verhält es sich mit einer Kündigungsfrist, falls ich zu einem anderen Anbieter wechseln würde?
2.   Was ist dann mit den noch ausstehenden Nachzahlungen – wie wird sich ESW nach eurer Einschätzung verhalten bzw. was habe ich hier für Möglichkeiten?
3.   Auf was muss ich aus eurer Sicht unbedingt achten bei der Auswahl eines neuen Anbieters? Mein Verbrauch liegt bei rund 12 kWh/Jahr.

Szenario 2: Ich bleibe bei ESW und gehe in den empfohlenen premium gas Tarif.
Meine Fragen dazu:
1.   Wie schätzt Ihr die Möglichkeit/Chance des Erlasses der Nachzahlung ein?
2.   Gibt es auch eurer Sicht einen besseren Tarif innerhalb ESW.

Das Preisblatt der versch. mitgeschickten Verträge kann man meines Erachtens unterschiedlich auslegen. ESW hat sich nie die Mühe gemacht mal eine Beispielrechnung anhand unserer Verbrauchswerte zu machen – unter Kundenservice verstehe ich da was anderes.

Vielen Dank schon mal für qualifizierte Rückmeldungen.

Die Schlange

Offline userD0010

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Mein geplantes Ende des Gaspreisprotest - aber wie?
« Antwort #1 am: 30. April 2011, 14:51:12 »
@Schlange
Wieso Ende 2010 in Grundversorgung eingestuft ???  Eingestuft ??
Wie war denn bis Ende 2010 das Vertragsverhältnis?
Sondervertrag vom ......, Kündigungsfrit x Monate.
Wurde Kündigungsfrist eingehalten?
Warum die Frage erst jetzt zum Thema Einstufung in die Grundversorgung.

Normaler Weise würde man bei fristgerechter Kündiung des Sondervertrags sich sofort nach einem neuen Anbieter umsehen, der dann in der gebotenen Frist den Wechsel organisiert und vornimmt.

Dann kann man getrost darauf warten, ob der bisherige Versorger den Versuch unternimmt, Altforderungen eintreiben zu wollen.
Die derzeit aktuellen und bekannt gewordenen Urteile verschiedener Gerichte deuten eher darauf hin, dass solch ein Versuch baden gehen würde.

Natürlich kann man auch -weils nun mal lästig ist- seine biesherigen Standpunkte über Bord werfen, die insgesamt gekürzten Summen überweisen und hat dann seine Ruhe.
Dann stellt man sich aber doch besser die Frage, warum man sich all die Jahre die hoffentlich korrekte Mühe gemacht hat, gegen die unbilligen Preiserhöhungen zu protestieren.?

Offline Cremer

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Mein geplantes Ende des Gaspreisprotest - aber wie?
« Antwort #2 am: 30. April 2011, 15:40:08 »
@Schlange

Zitat
Ja ich weiß, ich müsste mich schämen, dass ich nach ca. 6 Jahren aktiven Protestieren „in ein ruhigeres Fahrwasser“ möchte. Aber irgendwie nervt mich die Sache langsam.

dann am besten alle Nachforderungen des Versorgers nachzahlen :D :D

Nein !

Empfehle 1. Szenario

wechsel organisiert der neue Versorger. Der alte Versorger müßte dann seine Forderugnen einklagen, wenn er das geld haben möchte.
12 kWh ist wohl ein zu geringer Verbrauch jährlich :evil:
Siehe Gaspreisvergleich bei Verivox, Achtung ohne Vorauskasse, ggf. auch ohne Bonus mal vergleichen

h.terbeck hat schon einige Fragen gestellt, insbesondere wäre eine Darstellung des Vertrages hier hilfreich Wieso in die Grundversorgung? Laufzeit des Sondervertrages? Vertragsbedingugnen? etc.
MFG
Gerd Cremer
BIFEP e.V.

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Offline ESG-Rebell

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Mein geplantes Ende des Gaspreisprotest - aber wie?
« Antwort #3 am: 01. Mai 2011, 11:18:37 »
Die ESW ist zurückhaltend mit Klagen, denn sie befürchtet zu Recht negative Präzedenzfälle (Suchen Sie mal nach \"Hempel\" hier im Forum). So sind bei manchen Kunden bis zu 6000 Euro aufgelaufen ohne dass diese verklagt worden sind.

Traut sich die ESW nicht, den betreffenden Kunden zu verklagen, dann ist sie aber auf jeden Fall froh, diesen auf andere Art und Weise loszuwerden.

Offenbar kürzen Sie jährlich um ca. 300 Euro. Solange Sie Kunde bei der ESW bleiben, werden also weitere Außenstände auflaufen. Bieten Sie der ESW an, auf ihre Forderungen zu verzichten, wenn Sie dafür umgehend den Anbieter wechseln und zusagen, nicht erneut Kunde zu werden!

Dieses auf den ersten Blick dreiste \"Angebot\" hat nach meiner Einschätzung dennoch gute Aussichten angenommen zu werden.

Gruss,
ESG-Rebell.

 

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