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Autor Thema: Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?  (Gelesen 175310 mal)

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Offline superhaase

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #165 am: 31. März 2011, 18:40:12 »
Zitat
Original von PLUS
Wenn sich Energieerzeuger aus der allgemeinen Finanzierung verabschieden, die Infrastruktur aber nutzen, wie das beim PV-Strom-Eigenverbrauch jetzt geregelt ist, dann ist das eine Belastung und kein Vorteil für die Allgemeinheit.
Aber der selbst verbrauchte Strom nutzt doch gar nicht die Infrastruktur, da er nicht übers Netz geht.

Die Gemüsezucht im eigenen Garten wird ja auch nicht mit einer Verkaufsstandgebühr für den örtlichen Marktplatz belegt. ;)
8) solar power rules

Offline PLUS

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #166 am: 31. März 2011, 19:00:54 »
Zitat
Original von superhaase
Aber der selbst verbrauchte Strom nutzt doch gar nicht die Infrastruktur, da er nicht übers Netz geht.
Die Gemüsezucht im eigenen Garten wird ja auch nicht mit einer Verkaufsstandgebühr für den örtlichen Marktplatz belegt. ;)
    So so, aber den überschüssigen nicht selbst verbrauchten Storm dann über die öffentliche Leitung verkaufen wollen und für die Nutzung dann nichts bezahlen. Stichwort Konzessionsabgabe etc. pp. Für den Fall, dass die eigene Versorgung nicht klappt (Sonnenfinsternis  ;)), bedient man sich dann wieder wie selbstverständlich am Verkaufsstand. Der ist natürlich für den Fall der Fälle von der Allgemeinheit zu garantieren und soll mit immer frischem Gemüse stehen bleiben.

Offline Wolfgang_AW

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #167 am: 31. März 2011, 20:20:27 »
@PLUS

Zitat
Original von Plus
Gerade Ihre \"relativierte Betrachtung\" ist typisch bei der Tarnung dieser Milliardenverschwendung. Diese läßt sich durch eine Gesamtschau oder durch noch so bunte Werbereklame nicht beseitigen. Sie ist real! Die Verdünnungsmasche und Relativierungs- und Ablenkungsversuche mit dem Verweis auf andere problematische Energiefelder zieht bei mir nicht

Ihre selektive Betrachtungsweise ist immer wieder frappierend, wobei Ihr Gedächtnis nicht mit diesem Adjektiv belegt werden kann.

Hier auszugsweise ein paar Entgegnungen auf Ihre Suaden aus der Vergangenheit

Zur Laufzeitverlängerung die Erste 14.11.2009

Zitat
Original von Wolfgang_AW

@nomos=PLUS

Sie schreiben sich in den Foren, der PV-Einspeisung wegen, die Finger wund. Die mag ja zu hoch sein, da man auch die Dynamik des Marktes vollig falsch eingeschätzt hat, das kann man ändern. Wurde ja auch schon geändert. Falls das nicht ausreicht muss man wieder ändern.


Zur Laufzeitverlängerung die Zweite 14.11.2009

Zitat
Original von Wolfgang_AW

@nomos=PLUS

Das rechtfertigt natürlich nicht Subventionen bei PV-Strom, die inzwischen jenseits von gut und böse liegen. Aber ich sag es nocheinmal, das kann man ändern.


Zur Laufzeitverlängerung die Dritte 15.11.2009

Zitat
Original von Wolfgang_AW

@nomos=PLUS

Ich gehe aber davon aus, dass selbst Herr Röttgen in Zusammenarbeit mit Brüderle die PV-Förderung in einem möglichen \"EEG 2011\" nicht zur Gänze kippen kann, da die politischen Widerstände zu groß sind. Mehr als eine Reduktion der Förderung bzw Einspeisevergütung wird nicht zu erreichen sein.


Zur Solarstromförderung 19.11.2009

Zitat
Original von Wolfgang_AW

@nomos=PLUS

Ihre Kritik an der PV-Förderung ist doch durchgängig durch die threads zu sehen ...

Selbst superhaase, als Ihr schärfster Diskussions-Kontrahent sagt doch klipp und klar, dass die PV-Förderung reduziert werden muß. ...

Also, wen wollen Sie hier im Forum noch überzeugen? Sie rennen offene Türen ein. ... Die PV-Förderung ist zu hoch und wenn sie nicht geändert wird, gibt es Verwerfungen!
...

Ihre ständigen gebetsmühlenhaften Wiederholungen verfehlen also zumindest hier ihr Ziel, denn auch ein Neueinsteiger erkennt innerhalb von wenigen Leseminuten den Kern.

Es bringt zudem nichts, damit das gesamte EEG zu desavouieren.


Mir geht es nicht um das relativieren per se, sondern um eine differenzierende Betrachtungsweise in Zusammenhang mit anderen Energieträgern.

Sie sollten sich auch dieser Betrachtungsweise annähern, dann wären Ihre Beiträge hinsichtlich des EEG im Allgemeinen und der PV-Förderung im Besonderen nicht mehr so einseitig.

Vor allem da die Probleme erkannt sind und Kürzungen fast im Halbjahresrythmus stattfinden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
„Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen.“

(Alfred Polgar)

Offline Wolfgang_AW

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #168 am: 31. März 2011, 20:40:26 »
@PLUS

Zitat
Original von PLUS
Sie irren gewaltig, es geht mir gerade um eine seriöse Betrachtung mit Fakten! Vermischen, Tarnen und Täuschen ist nicht meine Sache!

Ach ja??

Dann sollten Sie sich mal die Fakten der folgende Studien serös betrachten und darauf achten, dass Sie nicht wieder in Ihr rituelles Tarnen und Täuschen verfallen.

Hier auszugsweise einige wenige Punkte

Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien

Zitat
Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass mit 73,4 % (19,5 Mrd. €) der wesentliche Anteil der Investitionen 2010 im Bereich der Photovoltaik getätigt wurde (vgl. Abbildung 1). 2009 lag der Anteil der PV‐Investitionen dagegen noch bei knapp 60 % (12,4 Mrd. €).

(...)

Die Bruttobeschäftigung 2010, die aus den Umsätzen der Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien resultiert, beträgt etwa 234.100 Personen und ist damit gegenüber 2009 um 12 % gestiegen.

(...)

Auf die Photovoltaik entfielen davon 107.800 Beschäftigte, (...) Hier wirkt sich vor allem der Beschäftigungszuwachs bei der Photovoltaik aus, da die Produktion der Anlagen zu einem erheblichen Teil in Ostdeutschland liegt.


Update 2009 Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien


Zitat
Die Bewertung der vermiedenen Emissionen mit den entsprechenden Schadenskostenansätzen für Treibhausgase (THG) und Luftschadstoffe (LSS) ergibt vermiede Umweltschäden in Höhe von insgesamt 7,8 Mrd. € (2009). Diese Nutzenwirkung basiert überwiegend auf vermiedene THG-Emissionen (überwiegend CO2), die einen dominie-renden positiven Beitrag liefern, während LSS im kleinen Umfang ein teils negatives Vorzeichen ausweisen, jedoch in der Summe positiv sind.

(...)

Die Stromverbraucher insgesamt sehen sich durch die EEG-Umlage einer Belastung von ca. 4,6 Mrd. € in 2009 (4,7 Mrd. € 2008 ) ausgesetzt. Der Merit-Order-Effekt, dessen Wert nicht für 2009 berechnet wurde, wirkt durch die Strompreissenkung zwar ent-lastend, ist jedoch nicht direkt den Belastungen durch die EEG-Umlage gegenüberzu-stellen, da unklar ist, zu welchen Anteilen die Preiseffekte an die Konsumenten weiter-gegeben werden. Sollten die Preissenkungen (Merit-Order) vollständig an die Strom-verbraucher durchgereicht werden, stünden ihren Belastungen durch Steuern und Um-lage Entlastungen in ähnlicher Höhe entgegen.


Die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind enorm und da ist die PV-Industrie zu einem großen Teil beteiligt.

Auch die Arbeitslosen- Kranken- und Rentenversicherung ist entlastet - im Gegenteil es werden Einnahmen induziert, die auch den Steuerzahler entlasten.

Die EE helfen den Strommarkt zu öffen und das Oligopol zu schwächen.

Nun noch ein Wort zu den \"Irrsinnskosten\" von 100 Mrd. € die ja eine kumulierte Summe sind und den Blick auf eine realistische Betrachtungsweise trüben.

Realistischer Weise sollte man diese Kosten durch das EEG auf die jährliche Belastung eines Haushalts herunterbrechen.
Ich will die Belastung, vor allem für sozial schwache Familien, nicht klein reden, aber für uns Stromverbraucher sehen die \"Irrsinnskosten\" dann schon weniger irrsinnig aus.

Einen Haushalt mit einem Verbrauch von 2500 Kwh/Jahr kostet die EEG-Umlage ~ 105,-€/a brutto = 8,75 €/mtl
bei 4000 Kwh/Jahr beläuft sich die Belastung auf brutto ~ 168,-€/a = 14,-€/mtl


Wenn ich mir die Wahlen so anschaue, dann wollen offensichtlich die Wähler den Ausstieg aus der Atomenergie und den Einstieg in EE. Dies ist nicht zum Nulltarif zu haben, dafür bei kleinerem Risiko.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
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Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #169 am: 31. März 2011, 20:43:10 »
In diesem Thread geht es vorrangig darum, was bei der Atomkraft in Deutschland  und dem Betrieb der Atomkraftwerke überhaupt noch sicher ist.

Sicher ist dabei bisher, dass vieles, was bisher sicher schien nun nicht mehr so sicher scheint.

Sicher gibt es auch immer Diskussion um EEG- Erzeuger/ Einspeiser.
Das hat jedoch mit dem Thema hier wenig gemein.

Offline PLUS

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #170 am: 31. März 2011, 20:53:30 »
Zitat
Original von Wolfgang_AW
Mir fällt, wenn ich so manches hier in den Foren lese auch ein Sprichwort ein:

[align=center]\"Eigenes Gebrechen sieht man nicht\"[/align]
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW
    @Wolfgang_AW, wenn man da den alten Links folgt, findet man genügend um zu fragen, welcher Betrachtungsweise Sie sich annähern sollten.  Wenn Sie mit Sprichwörtern anderen Forenteilnehmern Gebrechen zuweisen sind die freundlichen Grüßen auch nicht mehr angemessen.

    Außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass die Probleme der völlig überzogenen Solarförderung ausreichend erkannt sind. Beseitigt sind sie nicht, sie nehmen weiter zu. Daran ändern auch die
\"Kürzungen fast im Halbjahresrythmus\" nichts. Aktuell ist man schon wieder beim Fordern höherer Solarsubventionen.

PS: Das EEG ist kein Arbeitsplatz- oder Branchenförderungsgesetz. Mit dem Geld könnte man in anderen Bereichen auch Arbeitsplätze schaffen.  Eine einzelne Branche zu fördern ist nicht in Ordnung und wohl rechtswidrig. Außerdem ist die Gewinn- und Verlustrechnung  erst unter dem Strich abgeschlossen. Wieviel Arbeitsplätze wegen der hohen Energiekosten vernichtet oder nicht geschaffen wurden müsste man mindestens dagegenrechnen. Darum geht es aber im EEG nicht. Wird der originäre Zweck nicht verfolgt und nicht mehr erfüllt ist das ein Missbrauch, trotz der Arbeitsplätze. [/list]

Offline RR-E-ft

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Offline Wolfgang_AW

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #172 am: 31. März 2011, 22:14:27 »
RWE klagt gegen Biblis-Abschaltung

Zitat
Der Energiekonzern RWE macht ernst: Das Unternehmen klagt gegen die Abschaltung seines Atomkraftwerks im hessischen Biblis. Der größte deutsche Anbieter E.on will gegen das Moratorium der Regierung jedoch nicht juristisch aktiv werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
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(Alfred Polgar)

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #173 am: 01. April 2011, 00:23:42 »
Abschaltanordnungen ohne Anordnung des Sofortvollzuges wie nun zu hören war. Mit der für heute angekündigten Einreichung der Klage (wie passend 1.April)  kann RWE Biblis wohl wieder ans Netz nehmen. Damit wäre klar, dass es sich beim \"Moratorium\" bisher um eine Lachnummer handelt und es dringend eines Abschaltgesetzes bedarf, auch um Schadensersatzansprüchen vorzubeugen.

Offline Cremer

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #174 am: 01. April 2011, 07:35:42 »
Der Widerstand gegen die Windräder im Landkreis Kreuznach geht weiter

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/vg-langenlonsheim/guldental/10394927.htm

Zitat:
Zitat
Der Standort sei einfach ungeeignet, betonte Gerhard Schwanke (FLG). Bis zu 130 Meter hohe Windräder würden das Orts- und Landschaftsbild übermäßig beeinträchtigen.

und
Zitat
In namentlicher Abstimmung entschieden sich die Ratsmitglieder mit 13 zu acht Stimmen schließlich dafür, die Vorrangfläche abzulehnen und begründeten dies mit den befürchteten, negativen Auswirkungen auf ihre Gemeinde.
MFG
Gerd Cremer
BIFEP e.V.

info@bifep-kh.de
www.bifep-kh.de
gerd@cremer-kreuznach.de

Offline egn

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #175 am: 01. April 2011, 09:59:34 »
Zitat
Original von Cremer
Der Widerstand gegen die Windräder im Landkreis Kreuznach geht weiter

Ich schlage vor, dass jede Gemeinde den Strom der im Ort verbraucht wird zumindest zu 80 % auf ihrem Gebiet selbst erzeugen muss. Dann ist schnell Schluss mit dem Vorgehen nach dem St.Florians Prinzip.

Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #176 am: 01. April 2011, 11:59:46 »
@Cremer

Hier geht es um die Frage, was bei der Atomkraft in Deutschland überhaupt noch sicher ist.

Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #177 am: 01. April 2011, 16:18:56 »


Offline RR-E-ft

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Atomkraft in Deutschland- Was ist überhaupt noch sicher?
« Antwort #179 am: 01. April 2011, 21:41:49 »
Kauder: Laufzeitverlängerung war ein Irrtum


Zitat
Verlässlich, aber nicht versicherbar: eine paradoxe Argumentation, die das ganze Dilemma der AKW-Befürworter nach Fukushima offenbart. Seit die Desaster-Anfälligkeit der Kernkraft in Japan offen zutage tritt, ist das Wort \"Restrisiko\" nicht mehr glaubwürdig. Gleichzeitig zu behaupten, deutsche AKWs seien sicher und Fukushima habe gezeigt, dass es absolute Sicherheit nicht gebe - das bringt selbst einen Routinier wie Kauder in Erklärungsnöte.   Illner erinnerte den CDU-Spitzenpolitiker daran, dass Umweltminister Röttgen vor dem Beschluss zur AKW-Laufzeitverlängerung darauf hingewiesen habe, deutsche AKW seien nicht gegen Terroranschläge oder Flugzeugabstürze gewappnet - und dass die Verschärfung der Sicherheitsbedingungen im novellierten Atomgesetz dann einfach gestrichen worden war. \"Wenn ich das erkannt hätte, hätte ich ja dem Gesetz nicht zugestimmt\", windet sich Kauder heraus.


Kauder will jetzt so schnell wie möglich raus aus der Kernenergie

Zitat
\"Abgewählt und abgeschaltet – macht Japan Deutschland grün?\" wollte Illner von ihren Gästen wissen. Uneingeschränkt bejahen wollte Volker Kauder, Union-Fraktionschef im Bundestag, diese Frage natürlich nicht.  Ehemals einer der stärksten Befürworter des schwarz-gelben \"Ausstiegs vom Ausstieg“, sagte aber mehrfach den Satz: \"Wir wollen so schnell wie möglich raus aus der Kernkraft.Ein klares und überraschendes Statement. Grün wurde er dabei nicht im Gesicht, aschfahl schon eher.  Erst zwei Tage zuvor hatte Kauder noch die Ansage des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner kritisiert, die acht derzeit stillgelegten Atomkraftwerke gleich dauerhaft vom Netz nehmen zu wollen. Bei Illner erweckte Kauder den Eindruck, als könne er der Position des Liberalen plötzlich doch so einiges abgewinnen. Standpunkte verschieben sich scheinbar schnell zurzeit.

Es fehlt also nicht an dynamischen, flexiblen Politikern im Land.

Niemand hindert, den Irrtum durch ein Abschaltgesetz rückängig zu machen.

 

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