Autor Thema: Hoher Abschlag durch Wärmestrom  (Gelesen 3675 mal)

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Offline pinaholger

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Hoher Abschlag durch Wärmestrom
« am: 04. September 2009, 13:52:32 »
Hallo zusammen! Ich bin seit heute neu hier!
Gestern habe ich einen Brief von RWE Rhein-Ruhr AG aus Brühl erhalten in dem mir erklärt wurde das der Preis für Wärmespeicherstrom zum 01.11.09 mal wieder steigt. Beigefügt ist eine Einverständniserklärung die ich Unterschrieben zurücksenden soll.
ICH BIN ABER NICHT EINVERSTANDEN!
Aufgrund des letzten Winter habe ich für dieses Jahr eine sehr hohe Abschlagsumme weil ich zwei Zimmer mit dem Wärmestrom beheizt habe.
Nun frage ich ob ich diesen Wärmestromvertrag wieder komplett los werden kann. Die Preiserhöhung erscheint mir geeignet dafür da ich diese ja auch Widerrufen kann. Meinen Haushaltsstrom würde ich weiterhin vom RWE beziehen. Für beide Stromarten sind getrennte Zähler vorhanden.
Ist das möglich? Wie genau muss ich vorgehen? Gibt es irgendwo Vordrucke die ich benutzen kann?

Offline Cremer

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Hoher Abschlag durch Wärmestrom
« Antwort #1 am: 04. September 2009, 16:54:14 »
@pinaholger,

Nachtstrom kann man nur vom örtlichen Netzversorger beziehen. :(

Sofern ein Sondervertrag vorliegt, prüfen ob eine wirksame Preissteigerung vereinbart wurde, anderenfalls bleibt der Widerspruch nach § 307 BGB offen.

Auf den Seiten des Energienetzes mal nachlesen, was man unter wirksame bzw. nicht wirksame Preisteigerungsklauseln versteht.  

Unbenommen bleibt es Ihnen überlassen, den Wärmestrom zu Preisen der Grundversorgung zu beziehen. :(
MFG
Gerd Cremer
BIFEP e.V.

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Offline BerndA

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Hoher Abschlag durch Wärmestrom
« Antwort #2 am: 13. September 2009, 15:01:45 »
Hallo pinaholger,

wahrscheinlich haben Sie keine Möglichkeit, den Stromanbieter für Wärmespeicherstrom zu wechseln, da es da keinen anderen Anbieter in Ihrer Region geben wird.

Die einzige Möglichkeit sich zu wehren, ist Widerspruch einzulegen und die Abschlagszahlungen und die Jahresrechnungen zu kürzen.

Da Ihr Vetrag mit Ihrem Stromversorger höchstwahrscheinlich keine wirksame Preiserhöhungsklausel enthält, (das ist bei fast allen Wärmestomverträgen, bzw. Sonderverträgen so), können Sie davon ausgehen, dass eigentlich alle Preiserhöhungen seit Bestehen des Vertrages ungültig sind.

Genaueres kann aber erst ein spezialisierter Anwalt sagen. Diesen bekommt man recht einfach und auch günstig über den \"Energieschutzbrief\", siehe hier :

http://www.energienetz.de/de/site/Preisprotest/Energie-Schutzbrief__1920/

Die 69,- Euro bekommt  allein durch die möglichen Kürzungen bei den Abschlägen und bei der Jahresrechnung schnell wieder rein.

Also, einfach Mitglied im Bund der Energieverbraucher werden, den \"Energieschutzbrief\" anfordern, und den Anwalt machen lassen.

Der sagt Ihnen dann genau, was Sie machen müssen und welche Chancen Sie haben.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ahlers
BdEv Münsterland

 

Der Verein für gerechte Energiepreise

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