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Der Flüssiggas-Tank / Re: Flüssiggastank kaufen in Hamburg
« Letzter Beitrag von TÜV-SV am Heute um 21:16:20 »
Moin, moin,

ich plane die Umstellung von Nachtstromheizung auf Flüssiggasheizung.
Nach Einlesen in die Thematik steht für mich fest, dass ich einen Kauftank haben "muss".
Die Frage ist nun wo ich diesen Tank kaufe. Auf Nachfrage beim Lieferanten P..... wurde mir mitgeteilt, dass sie (eigentlich) ausschließlich Tanks vermieten (aber wenn ich einen eigenen Tank hätte, würden sie mich gern beliefern).
Wo also kaufen? Kann jemand aus dem Forum helfen?
Es soll ein 2.700l Tank werden, der über eine 1,2m hohe Hecke gehoben werden muss. Die Zuwegung zum Aufstellort ist auch für LKW befahrbar. Gern soll der Tanklieferant auch die notwendige Betonplatte "mitbringen".

Vernünftig ist es eigentlich nur, den Tank von einem Gasversorger zu kaufen und ihn von dem auch gleich ordentlich aufstellen, in Betrieb nehmen und das erste Mal befüllen zu lassen.
Den Tank direkt von einem Behälterhersteller zu kaufen, ist eine sehr schlechte Idee. Den Tank zu haben, ist nämlich das eine, aber ihn sachgemäß aufstellen und in Betrieb nehmen zu lassen, so daß der TÜV-Sachverständige Dir das Ding nicht bei der ersten wiederkehrenden TÜV-Prüfung in 10 Jahren rechts und links um die Ohren haut, ist etwas ganz anderes. Es gilt, alle möglichen Schutzabstände und Sicherheitsabstände einzuhalten und die gesamten sonstigen Aufstellungsbedingungen. Die Inbetriebnahme muß sowieso entweder von einer so genannten befähigten Person im Gefahrenfeld Druck oder von einem Sachverständigen gemacht werden. Bei der Inbetriebnahme reicht aber eine befähigte Person. Muß kein Sachverständiger sein. Wenn das alles bei der Inbetriebnahme nicht gleich ordentlich gemacht wird, wird es dann sonst in 10 Jahren teuer. Denn wenn bei der Aufstellung Fehler gemacht werden und der TÜV-Sachverständige bemängelt diese Dinge dann in 10 Jahren, mußt Du dann in 10 Jahren diese Aufstellungsmängel beseitigen oder der Sachverständige sperrt Dir dann den Tank, wenn es hart auf hart kommt. Und wenn Du zum Beispiel den Tank zu nah ans Haus stellst und in 10 Jahren wird das festgestellt, dann muß der Tank dann eben in 10 Jahren umgesetzt werden, wenn der Sachverständige das dann verlangt. D.h. neue Betonplatte, neue Verrohrung für die Gasleitung, Kran zum Umsetzen des Behälters etc.

Die Gasversorger wissen, was da alles im Detail einzuhalten ist.
In Norddeutsland gibt es einige kleine, regionale Gasversorger, die sich mit Sicherheit dazu bereit erklären, dir einen neuen Behälter zu verkaufen, ordnungsgemäß aufzustellen, die Inbetriebnahmeprüfung zu veranlassen und die Erstbefüllung durchzuführen.
Du solltest auch mal nach einem Wartungsvertrag bei einem oder mehreren Gasversorgern für deinen späteren Eigentumstank anfragen. Ein Wartungsvertrag hat dann den Vorteil, daß Du immer noch tanken kannst, wo Du willst, da der Tank ja dein Eigentum ist, aber für die Gebühr des Wartungsvertrages kümmert sich der Versorger, mit dem Du den Wartungsvertrag abschließt, um die Veranlssung der fälligen Prüfungen, Mängelbeseitigung etc. Allerdings solltest Du genau vergleichen, welche Leistungen alles von dem Wartungsvertrag mit abgedeckt sind. Da gibt es durchaus Unterschiede.

Wenn Du einfach mal nach freien, regionalen Gasversorgern in Norddeutschland googlest, wirst Du mit Sicherheit einige finden. Da ich in Norddeutschland schon viele Privatbehälter geprüft habe, die von kleinen Gasversorgern betreut wurden, weiß ich mit Sicherheit, daß es dort solche Anbieter gibt. Die, die Du Dir ergooglest, klapperst Du halt telefonisch ab, ob Sie Dir einen neuen Tank verkaufen, Dir das Ding ordnungsgemäß aufstellen, die Inbetriebnahmeprüfung machen und die Erstbefüllung machen und was das kostet. Wenn Du drei oder vier kleinere regionale Anbieter in Norddeutschland anfragst, kannst Du ja dann preislich vergleichen, welches Angebot Dir am liebsten ist.

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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Folgende Situation besteht:
Bei der inneren Überprüfung meines Miettankes bescheinigte mir der Prüfer, dass der Tank nicht weiter befüllt werden sollte. Zwar muss der Betrieb des Tankes nicht sofort eingestellt werden, jedoch sollte ich als Nutzer veranlassen, dass die Lieferfirma nicht weiter befüllt.
Der Prüfer war nun der Fahrer des von der Firma beauftragten Zulieferunternehmens und befüllte den Tank entgegen seiner eigenen Empfehlung ... dagegen habe ich auch erstmal nichts einzuwenden, schließlich wollte ich nicht frieren^^

Bei exakter Durchsicht meines Vertrages mit meinem Gasanbieter fand ich nun:
Bei Kündigung des Vertrages durch den Kunden trägt der Kunde die Kosten für den Abbau des Tankes (also normal).
Reparaturen am Tank einschließlich Austausch von Einzelteilen übernimmt die Firma als Besitzerin des Tankes.
Kein Hinweis darauf, was geschehen soll, wenn der Tank als Ganzes ersetzt werden muss.

Mit der Frage danach sowie der Meldung, dass der Tank nicht weiter befüllt werden darf, wandte ich mich telefonisch an meinen Gasanbieter, wurde dann in der Hotline von einer scheinbar ahnungslosen Stimme zur nächsten geleitet, bis die letzte mir einen Rückruf versprach, nachdem sie sich genauer informiert hat, was auch nach einigen Wochen nicht geschah.

Nun wittere ich die Chance, mich aus dem Vertrag zu lösen, ohne die Kosten für den Tankabbau selbst tragen zu müssen.
Hat jemand einen Rat, wie das am klügsten zu bewerkstelligen ist? Allein, dass die Firma sich nicht rührt, erscheint mir schon suspekt und lässt mich hoffen.

Hallo!

Irgendetwas an deiner Geschichte kann nicht stimmen. Da hast Du wahrscheinlich an irgendeiner Stelle etwas falsch verstanden.
Der Tankwagenfahrer darf NIEMALS die innere Prüfung durchführen und bescheinigen. Das darf nur ein Sachverständiger einer Zugelassenen Überwachungsstelle, d.h. jemand vom TÜV, Dekra, GTÜ. Das hat der Tankwagenfahrer auch garantiert nicht gemacht. Da hast Du wie gesagt bestimmt was falsch verstanden.

Der Tankwagenfahrer darf - wenn er befähigte Person im Gefahrenfeld Druck ist - nur die so genannte äußere Prüfung durchführen.
Natürlich kann und MUSS aber auch jeder andere Tankwagenfahrer das Befüllen des Behälters verweigern, wenn er vor Ort einen gefährlichen oder erheblichen Mangel am Behälter erkennt, der dazu führt, daß der Behälter nicht mehr sicher betrieben werden kann. Geringfügige Mängel sind nicht so schlimm. Wenn wirklich ein gefährlicher Mangel vorliegt, der jederzeit unmittelbar dazu führen kann, daß jemand durch den Behälter zu Schaden kommt, MUSS er sogar den Behälter leer pumpen und ihn somit ausser Betrieb nehmen.

War das in deinem Fall der Fall?
Was für einen Mangel hat der Tankwagenfahrer Dir denn genannt mit dem Hinweis darauf, daß der Behälter dann eigentlich nicht mehr befüllt werden darf?

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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Vertragliches / Re: Vertrag Flüssiggastank nach Sterbefall
« Letzter Beitrag von TÜV-SV am Heute um 20:38:12 »
Frage: Was geschieht, wenn der neue Vertrag nicht unterzeichnet wird? Eine Kündigung des alten Vertrags ist ja wohl auch nicht (mehr) notwendig, da dieser ja auf Opa lief und somit der Vertragspartner nicht mehr existent ist.
Sind die Bedingungen für Rückbau etc. aus dem alten Vertrag (liegt mir leider noch nicht vor...) nun automatisch auch für meine Oma gültig?

Wenn deine Oma den Vertrag nicht unterschreibt, wird der Versorger ihr kein Gas mehr liefern. Auch andere Gasversorger werden kein Gas liefern, da diese den Behälter nur Betanken dürfen, wenn er Eigentum des Kunden und nicht Eigentum eines anderen Gasversorgers ist. Deine Oma müßte dem anderen Gasversorger einen Eigentumsnachweis des Tanks vorlegen, wenn sie den Behälter von diesem anderen Gasversorger betanken lassen will. Hat deine Oma aber nicht, weil sie ja nicht Tankeigentümerin ist.
Des Weiteren kann der Gasversorger, der Eigentümer des Tanks ist, darauf bestehen den Tank abzuholen. Ist ja schließlich sein Eigentum. Dagegen kann sich deine Oma nicht wehren.

Ob deine Oma die Kosten für die Abholung tragen muß, kann ich nicht sagen. Einerseits hat deine Oma keinen Vertrag unterschrieben und ist deswegen auch nicht verpflichtet, einen Vertrag einzuhalten, den jemand anders unterschrieben hat. Andererseits kann man aber ja auch nicht nur Vermögen von Verstorbenen erben, sondern auch deren Schulden. Ob Verträge eventuell auch darunter fallen, weiß ich wirklich nicht. Was hier in dem Fall jetzt also zutrifft, kann ich wirklich nicht sagen. Bin kein Anwalt.

Die beste Lösung für alle wäre, wenn Du mit dem Gasversorger einvernehmlich aushandelst, daß er Euch den Tank für den Restwert verkauft. Ihr solltet also den Versorger irgendwie dazu motivieren, Euch einen Kompromiß anzubieten.
Ihr solltet dann aber unbedingt in diesem Restkaufvertrag schriftlich festhalten, daß der Gasversorger sich dazu verpflichtet, Euch mit dem Kauf SÄMTLICHE den Tank betreffenden Unterlagen auszuhändigen, d.h. die vollständigen Herstellerunterlagen des Behälters, ALLE bisherigen Prüfbescheinigungen für die Inbetriebnahmeprüfung, die bisherigen äußeren Prüfungen und die bisherigen wiederkehrenden inneren Prüfungen (meist vom TÜV durchgeführt). Diese Unterlagen braucht Ihr unbedingt, wenn Ihr dann Eigentümer des Tanks seid! Denn wenn Ihr Tankeigentümer seid und keinen Wartungsvertrag abschließt, müßt Ihr Euch künftig selbst um die fristgerechte Durchführung der inneren und äusseren Prüfungen kümmern. Der TÜV-Sachverständige wird all diese Unterlagen bei der nächsten inneren Prüfung sehen wollen. Und auch freie Versorger, bei denen Ihr dann sicher tanken wollt, werden diese Unterlagen sehen wollen.

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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Es tut mir leid, das sagen zu müssen, Gasmax, aber hier liegst du VÖLLIG falsch. Das Tanken des Kfz und eines LPG-Tanks ist absolut nicht miteinander vergleichbar.

Ein LPG-Tank ist eine überwachungsbedürftige Anlage im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Als solche ist sie regelmäßig prüfen zu lassen, die 2-jährigen äusseren Prüfungen von einer befähigten Person im Gefahrenfeld Druck und alle 10 bzw. in einigen Fällen alle 5 Jahre die inneren Prüfungen und ggf. Festigkeitsprüfungen von einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS), was im Wesentlichen die TÜVs sind.

Der Eigentümer des Tanks ist gesetzlich dazu verpflichtet, die notwendigen Prüfungen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen durchführen zu lassen und dabei festgestellte Mängel unverzüglich abstellen zu lassen, damit ein sicherer Tankbetrieb gewahrt bleibt. Sind die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen überfällig, d.h. die Prüffristen zu weit überschritten, dann DARF der Behälter nicht mehr betankt werden, bis die überfälligen Prüfungen durchgeführt wurden.
Genau aus diesem Grund will jeder Gasversorger, der an einen ihm unbekannten Tank kommt, die letzte TÜV-Prüfbescheinigung bzw. das Prüfbuch sehen. Er muß sichergehen, daß die letzten fälligen Prüfungen (innere und äußere) durchgeführt wurden und aktuell keine überfällige, nicht durchgeführte Prüfung vorliegt. Dazu ist der Gasversorger gesetzlich verpflichtet. Auf diese Weise muß er sich versichern, daß der TÜV aufgrund irgendeines erheblichen Mangels keinen Tankstopp für den Tank verhängt hat. Der TÜV-Aufkleber auf dem Tank hat keine Bedeutung und hat keinerlei Rechtsverbindlichkeit. Der ist nur eine Erinnerungshilfe. Entscheidend ist das, was auf Papier in der Bescheinigung im Prüfbuch steht. Den Aufkleber kannst Du ja irgendwo anders ab gemacht und an deinen Tank dran geklebt haben. Das kann keiner prüfen. Aber wenn Du die letzte Prüfbescheinigung des TÜVs fälschst, dann machst Du Dich aber sowas von strafbar ... Da klopft der Staatsanwalt bei Dir an, da die Prüfbescheinigung quasi fast so etwas wie ein amtliches Dokument ist. Deswegen hat auch nur die Bescheinigung Rechtskraft und nicht der läppische Aufkleber, auf dem bis auf das Jahr der Prüfung nichts weiter drauf steht.

Die Behälternummer des Tanks braucht der Gasversorger natürlich auch. Denn da der Tank eine überwachungsbedürftige Anlage im Sinne der BetrSichV darstellt, muß der Versorger natürlich wissen, welche Behälter er betankt, falls mit dem Tank mal etwas passiert und die zuständige Aufsichtsbehörde sich in die Sache einschaltet und das wissen will. Eine Standortadresse allein reicht da nicht, da der Tank ja zwischenzeitlich auch mal ausgetauscht worden sein kann. Die Behälternummer und sonstige Daten MUSS der Gasversorger also kennen. Auch dazu ist er gesetzlich verpflichtet.

Die Sache mit dem Eigentumsnachweis ergibt sich auch aus oben genannten Punkten. Der Eigentümer eines Tanks ist dafür verantwortlich, daß der Tank ohne Mängel betrieben wird, daß die fälligen Prüfungen rechtzeitig durchgeführt werden usw. Wenn an dem Tank aufgrund vorhandener Mängel etwas schief geht, ist der Eigentümer des Tanks sowohl finanziell als auch ggf. strafrechtlich voll in der Haftung, d.h. der Tankeigentümer legt fest, wen er an diesem Tank Arbeiten durchführen läßt (Der Betankungsvorgang gehört da auch dazu.) und wen nicht, denn wenn er eine nicht dazu berechtigte Person an dem Tank Arbeiten durchführen läßt, ist er in der Haftung.
Wenn Du Eigentümer des Tanks bist, bist DU allein in der Haftung, wenn an dem Tank aufgrund vorhandener Mängel was schiefgeht. Aber stell Dir mal vor, Du hast den Tank nur gemietet. Dann ist der Gasversorger, der Eigentümer des Tanks ist, voll in der Haftung, wenn aufgrund Mängeln etwas am Behälter schiefgeht. Wenn Du in diesem Falle dann nun irgendeinen anderen Gasversorger oder sonstwen an den Tank läßt und der richtet da einen Schaden, der zu einem Unfall führt, dann bekommt der Eigentümer des Tanks (d.h. der Gasversorger, der Tankeigentümer ist) große Probleme. Denn obwohl er den Schaden nicht verursacht hat, muß er die Mängel dann umgehend wieder beheben lassen, da er als Eigentümer für den mangelfreien Betrieb zu sorgen hat. Um das zu verhindern, hat er das volle und nachvollziehbare Recht, allen anderen ausser seinen eigenen Mitarbeitern/Tankwagenfahrern das Betanken strikt zu untersagen.
Aufgrund dieser Rechtslage sind freie Gasversorger dann auch gesetzlich dazu verpflichtet, sich zu versichern, daß der Tank wirklich Eigentum des Privatkunden ist und nicht Eigentum eines anderen Gasversorgers. Auch wenn da kein Aufkleber eines anderen Gasversorgers drauf klebt, kann der angefragte Gasversorger nicht sicher sein, daß der Tank wirklich keinem anderen Versorger gehört. Denn den Aufkleber kannst Du ja auch einfach an einem freien Nachmittag rückstandslos entfernt haben.

Und wenn Du so oft bei immer wieder neuen Gasversorgern Gas bestellst, solltest Du ja mittlerweile auch alle Dokumente beisammen haben, die die Versorger dann sehen wollen. Dann dürfte es doch nur eine Sache von 2 Minuten sein, den Ordner mit den nötigen Dokumenten aus der Schrankwand zu holen und vorzuzeigen. Oder Du hast sie schon digital (eingescannt) und kannst sie mit einem einzigen Knopfdruck per Mail absenden. Ich verstehe nicht, wo da das Problem oder der riesen Aufwand sein soll. Die nötigen Dokumente muß man sich nur genau einmal zusammenheften und dann hat man sie immer griffbereit.

@KlausHardy:
Das mit den Prüfkosten stimmt nicht. Die Preise für die Prüfung deines Behälters oder sonst irgendeiner anderen überwachungsbedürftigen Anlage sind nicht staatlich festgelegt. Den Staat gehen die Prüfkosten im Grunde gar nichts an. Die TÜVs können die Prüfpreise jeweils unabhängig voneinander selbst frei festlegen auf Grundlage ihres eigenen Aufwands (zeitlicher Aufwand und Aufwand der notwendigen Prüfeinrichtungen) für die Prüfung. Wenn der TÜV bei Dir eine Schallemissionsprüfung macht, muß der mit einem Prüffahrzeug kommen, das zwischen 100.000 und 200.000 Euro kostet. Da sitzt ein Prüfer und ein Prüfhelfer drin. So eine Prüfung ist dann auch nicht in 30 Minuten gemacht, sondern dauert mindestens 60 bis 90 Minuten. Einen Prüfbericht/Bescheinigung muß der Prüfer auch noch schreiben. Das kostet auch nochmal Zeit. Und zu Dir hinfahren muß er ja auch noch. Das kostet auch Zeit und km-Geld.
D.h. ein Fahrzeug für 100.000 bis 200.000 Euro, ein Prüfer und ggf. ein Prüfhelfer, die Anfahrt, Zeit für das chreiben der Bescheinigung etc .... Das ist für 120 Euro unmöglich finanzierbar. Du kannst Dir selber ausrechnen, was so eine Prüfung kosten muß, damit der TÜV überhaupt erstmal eine schwarze Null bei der Prüfung macht. Und Gewinn machen muß er ja auch noch dran, damit er neue Prüfer ausbilden, neues Prüfequipment kaufen kann etc.

Da der Tankeigentümer sich aussuchen kann, welchen TÜV er seinen Tank prüfen läßt, kann er sich auch den günstigsten TÜV aussuchen. Sehr werden sich die Kosten aber nicht unterscheiden, da alle natürlich ähnlichen Zeit- und Prüfaufwand haben.

Tatsächlich gelingt es übrigens auch einigen Privatkunden, den TÜV selber direkt für die Tankprüfung zu beauftragen. Solche Fälle habe ich als Prüfer selbst auch schon gehabt. Allerdings ist dafür Voraussetzung, daß der Kunde sich dann für den Tag der Prüfung einen Notdienst organisiert, der für den Fall, daß bei der Prüfung etwas schiefgeht (Sicherheitsventilfeder bricht beim Prüfen des Sicherheitsventils oder es tritt eine starke Leckage auf oder sonst irgendetwas) und der Behälter sofort leer gepumpt werden muß, innerhalb kurzer Zeit einen Tankwagen schicken kann, um den Behälter leer zu machen. Der TÜV will wissen, wer diesen Notdienst am Tag der Prüfung stellen wird und der TÜV wird sich auch vorher bei dem Notdienst melden und sich von dem bestätigen lassen, daß der Notdienst am Tag der Prüfung auch wirklich zur Verfügung steht. Und genau dieser Umstand ist das Problem. Du mußt einen Gasversorger finden, der Dir diesen Notdienst stellt. Die meisten Gasversorger lehnen es ab, nur diesen Notdienst zu stellen, da sie daran im Grunde eigentlich kaum was verdienen können, sondern nur Ärger und Aufwand damit haben. Manche Kunden finden aber ab und zu dann doch mal einen Versorger, der ihnen das anbietet.

PS: Das präventive Tauschen von Sicherheitsventilen ist reine Abzocke der Gasversorger. Das ist völlig unnötig. Das machen die auch nur bei Privattanks bei Kunden, die sich dazu überreden lassen. Bisher habe ich das in meiner Laufbahn aber erst von einem einzigen Kunden gehört. Bei ihren eigenen Miettanks machen die das nicht, da sie wissen, daß es völlig unnötig ist und nur unnötige Kosten verursacht. Wenn es ihr eigener Miettank ist, haben sie selbst damit nämlich die unnötigen Kosten. Wenn es aber der Tank eines Privattankbesitzers ist, stellen die das dem natürlich in Rechnung und verdienen auch noch was dran.
Es gibt nur sehr wenige Typen von Sicherheitsventilen, die nicht vor Ort im eingebauten Zustand geprüft werden können, sondern ausgetauscht werden müssen. Dabei handelt es sich um außenliegende Sicherheitsventile oder um Ventile die so blockierst sind, daß die Prüfeinrichtung nicht benutzt werden kann (z.B. wegen einer verbauten Sicherheitsventilabblaseleitung oder ähnliches). Die können tatsächlich nicht in eingebautem Zustand geprüft werden und müssen getauscht werden. Die sind aber sehr selten verbaut. Über den Daumen gepeilt 98% der verbauten Sicherheitsventile vor Ort sind vom TÜV-Sachverständigen prüfbar. Wenn das Ventil bei der Sicherheitsventilprüfung in Ordnung ist, bleibt es einfach drin. Wenn es bei der Prüfung durchfällt, muß es dann eben im Nachhinein getauscht werden. Aber auch das kommt nur etwa bei jedem 50. oder 100. Behälter vor.


Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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Stadtwerke Duisburg / Re: Rheinpower - völlig von der Rolle?
« Letzter Beitrag von kamaraba am Heute um 20:10:36 »
@didakt

Der Vertrag sollte zum 31.1.2013 durch meinen neuen Stromanbieter beendet werden. Durch den neuen Strompreis von 0,00 Euro war mir das natürlich "schnuppe". Der Vertrag war dann zum 31.1.2014 beendet. Zuvor hatte ich natürlich die Zahlungen eingestellt und da die Sache über 3 Jahre gelaufen ist, bzw. gedauert hat, habe ich mit Sicherheit nichts drauf gelegt.
Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, die die Kosten übernommen hat. Mit dieser Vorgehensweise war ich sicher günstiger dran.

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Ich brauche dringend Hilfe... / Re: Ich brauche hilfe zu neuer anbieter anmelden
« Letzter Beitrag von Yaser am Heute um 19:12:43 »
Danke @Didakt

Ich dachte vielleicht jemand kann hier uns beraten, welcher Stromanbietr sind sicher. wir sind zwei erwachsene in eine 60 quadradtmeter Wohnung in Berlin. und wir wollen ein jahr vertrag haben.  auch ich möchte wiessen, ob wir ein strafe bekomen oder, weil es zu späte ist.

Lg
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Hallo @ Yaser

Wenn Sie bereits vor vier Monaten in eine neue Wohnung umgezogen sind, werden Sie dort zurzeit sicherlich im Rahmen der Grundversorgung von dem dafür zuständigen Energieversorger mit Strom beliefert.

Dem von Ihnen angestrebten Versorgerwechsel ist grundsätzlich beizupflichten. Sie erwarten von diesem Forum nun eine Empfehlung/Hilfestellung bei der Auswahl eines neuen Stromversorgers, um von diesem im Rahmen eines Sondervertrages zu günstigeren preislichen Bedingungen mit Strom beliefert zu werden. Wie Sie richtig erkannt haben, sind bei einem solchen Versorgerwechsel wichtige Vertragsbedingungen abzuwägen, damit es zu einem Vertragsschluss kommt, der Ihren eigenen Bedürfnissen entspricht.

Da Sie nach eigenen Angaben über nicht ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen, erscheint es angesichts der oft schwer verständlichen Vertragsfragen nicht angebracht, Sie hier aus dem Forum heraus bei Ihrem angestrebten Versorgerwechsel zu begleiten. Wenn es in Ihrem wohnlichen Umfeld eine Verbraucherzentrale, Verbraucherhilfen bzw. Beratungsstellen für Verbraucher gibt, sollten Sie sich besser dort zu Ihrem eigenen Vorteil individuell und in verständlicher Form beraten lassen. Möglicherweise findet sich in Ihrem persönlichen Umfeld auch ein Kenner der Materie, den Sie zu Rate ziehen könnten.

Abschließend wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Vertragsabschluss.

Freundliche Grüße
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Stadtwerke Duisburg / Re: Rheinpower - völlig von der Rolle?
« Letzter Beitrag von Didakt am Heute um 13:00:50 »
@ kamaraba,

von Ihnen:
Zitat
[…] Das war weniger als die Hälfte der Forderung von Rheinpower und ich habe die Sache aus dem Kopf. Alles Paletti.
Es ist durchaus nachvollziehbar, dass Sie froh sind, von der Last der Auseinandersetzung mit dem ehema-ligen Versorger befreit zu sein. Aber: Allein schon das Ergebnis des Vergleichs allein ist ja tatsächlich nicht „das Gelbe vom Ei“, hinzu kommen eben auch noch die angefallenen Anwaltskosten.

Ihre Beiträge im Thread im Nachhinein betrachtet zeigen auf, dass Sie mit einer ursprünglich alternativen Vorgehensweise diesen Fall wohl günstiger für sich hätten abschließen können. Ganz entscheidend stellt sich die Frage, weshalb Sie im Dezember 2012 aufgrund Ihres Sonderkündigungsrechts nicht der schon damaligen Expertenempfehlung gefolgt sind, in einem solchen Fall im Zuge des Versorgerwechsels Ihren Liefervertrag sofort selbst zu kündigen.
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Ich brauche dringend Hilfe... / Ich brauche hilfe zu neuer anbieter anmelden
« Letzter Beitrag von Yaser am Heute um 11:57:35 »
Hallo

Es ist schon mehr als 4 Monate wir sind in einer neuer Wohnung umgezogt, und für erste mal wollen wir uns für strom anmelden. Die Probleme sind, trotzdem gibt es vieler Stromanbieter, unsere Deutsch ist nicht perfect, und wir haben angst über den Verträge. Ich habe die meisten Vergliech Website angeschaut, aber ich verchtehe nur Preisgaranti, Laufzeit, Kündifungfrist, Vorauskasse und Kation, aber leider ich könnte nicht einer guter Anbieter wahlen. ich brauche Ihre Empfehlung. Auch habe ich viele Video in diesem Bereich gesehen aber wie gesagt, ich kann nicht gut Deutsch, und jetzt bin ich verwechselt.

Mit freunlichen Grüßen
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Stadtwerke Duisburg / Re: Rheinpower - völlig von der Rolle?
« Letzter Beitrag von kamaraba am 17. August 2017, 21:18:06 »
So, die Akte Rheinpower ist bei mir jetzt entgültig geschlossen. Mein Anwalt hat ganze Arbeit geleistet, Mahnbescheide wurden abgebügelt. Ich hätte ja jetzt noch jahrelang durch alle gerichtlichen Instanzen gehen können, aber wir haben uns letztendlich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Das war weniger als die Hälfte der Forderung von Rheinpower und ich habe die Sache aus dem Kopf. Alles Paletti.
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Der Verein für gerechte Energiepreise