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Wieder einmal viele Worte an die vielen Entscheider. Wer glaubt denn wirklich, dass diese schwarz gekleideten Damen und Herren, die sich da Richter nennen, die zitierten Gesetze kennen bzw. zu lesen/verstehen in der Lage sind.
Und was geschieht all Denen, die bereits durch Urteile der Robenträger(innen) in den berühmten A..... gekniffen sind und zahlen durften/mussten?
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Ist Manipulation an der Liefermenge möglich ?
« Letzter Beitrag von Xentrix am Heute um 13:14:05 »
@TÜV-SV, vielen Dank für Deine Antwort, das mit den 95% war voriges Jahr im Oktober, war anscheinenend wirklich soviel drin, denn es hat schon lange gedauert, bis ich auf 85% war. Name von Gaslieferant per PN.
Ich hab das hier mal zur Diskussion gestellt, weil ich demnächst mal wieder tanken muß, bin grad bei 45%, und mir sehr unsicher war, ob ich den nochmal nehmen soll. Nach Deiner Antwort klares Nein dazu! Wollte niemand unrecht tun und es hätt ja sein können, daß es da was gibt, wo ich noch net weiß  8), war aber wohl wirklich nicht in Ordnung und meine Sorge anscheinend nicht unbegründet, aber mit nem Neuling kann mans ja machen...
Der Anbieter wurde mir vermittelt von dem, wo ich den Tank gekauft hab! Sehr günstig...Tankverkäufer hat auch letztens wieder angerufen und gefragt, ob ich Nachschub bräuchte, der Gaslieferant wär grad in meiner Nähe, war aber eh noch zu früh.
Hätt aber nicht gedacht, daß da jemand so leichtsinnig bei der Betankung ist, wenn es um Gas geht.
Also müßte wohl bei dem seinem Tankwagen was nicht in Ordnung sein?

Jetzt weiß ich aber wenigstens, wie ich mich verhalten soll, wenn sowas nochmal vorkommt.
Werd mich mal umhören, wo in meinem Umkreis ein Lieferant ist, der weiß, was er tut.

Übrigens, auf der Tankquittung stand mit Hand geschrieben 85%, geliefert wurden 2503 Liter für 2700 Litertank! OK, sind 93%!

LG Xentrix
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Ist Manipulation an der Liefermenge möglich ?
« Letzter Beitrag von TÜV-SV am 23. May 2017, 21:51:26 »
Hallo,

mit der Frage der möglichen Manipulation beschäftige ich mich auch schon länger, und zwar aus folgendem Grund: ich hab mir voriges Jahr einen neuen Tank gekauft und bin bei der ersten Betankung von 85% ausgegangen, hatte mir so ungefähr ausgerechnet, was das dann kostet und das Geld bereitgestellt. Als ich von Arbeit nach Hause kam, stand die Anzeige auf 95% und die Rechnung war natürlich auch dementsprechend! Auf Anfrage wurde mir gesagt, dass da halt mehr reingepasst hat, weil noch kein Druck drauf war??? Das hab ich bis jetzt auch noch nicht kapiert. Wenn die Uhr bei 85% stopp sagt, muß die doch wissen, wann die bei einem 2700 Liter-Tank erreicht sind, oder? Ich hatte echt Angst, daß da was passiert und mir ist das alles ein Rätsel. War mein erstes Tanken als Gasneuling, bin echt verunsichert. Was sagt ihr dazu?

LG Xentrix

Die Antwort von deinem Gasversorger ist Quatsch. Das darf nicht sein. Mehr als 85% darf nicht in dem Tank sein. Das ist wirklich verboten. Der Tankwagenfahrer hat da entweder ganz grossen Mist gebaut oder es ist etwas an der Überfüllsicherung defekt. Die Überfüllsicherung ist ja dafür da, um genau das zu verhindern.
Bei 90% würde ich noch sagen, nagut ... kann mal passieren. 90% ist zwar zu viel und auch verboten, aber technisch ist das noch nicht wirklich kritisch, aber bei 95% oder mehr kann das wirklich zu einem gefährlichen Zustand des Tanks führen, wenn das Gas sich jetzt im Sommer erwärmt und ausdehnt und dann kein Gasraum mehr vorhanden ist, in dem es sich ausdehnen kann. Dann kann es durchaus passieren, daß das Sicherheitsventil irgendwann öffnet und Gas ausströmt. Vor allem, wenn es ein oberirdischer oder halboberirdischer Tank ist und da jetzt voll die Sonne drauf scheint, kann sich das Gas richtig erhitzen und auch ausdehnen.

Die Antwort von deinem Gasversorger hast Du nur so bekommen, damit er nicht nochmal auf seine Kosten den Tankwagen schicken muß, um das Gas, das zu viel drin ist, wieder zurück zu pumpen. Welcher Gasversorger war das denn? Normalerweise hätte der Tankfahrer schon vor Ort direkt erkennen müssen, daß zu viel drin ist, und hätte direkt das überzählige Gas wieder zurückpumpen müssen.

Theoretisch könnte es auch sein, daß die Füllstandsanzeige defekt ist und sehr ungenau anzeigt, aber wenn Du sagst, daß Du ja wirklich so viel Gas bezahlt hast, dann wird auch so viel drin sein.

Zeigt der Füllstandsanzeiger denn immer noch 95% an? Jetzt im Sommer brauchst Du ja wahrscheinlich nicht so viel Gas, so daß es auch lange dauert, bis Du durch den Gasverbrauch wieder unter die 85% oder wenigstens erst mal unter 90% kommst.
Theoretisch könntest Du vom Gasversorger verlangen, daß er auf seine Kosten den Tankwagen vorbeischickt, um das überschüssige Gas wieder abzupumpen. Nur ob Du dann das Geld für das zu viel getankte Gas auch wieder zurückbekommst, ist eine andere Frage.

Mit bestem Gruß
TÜV-SV
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In Anhang A der Richtlinie 2003/55/EG heißt es, dass sichergestellt werden soll, dass die Kunden

Zitat
b) rechtzeitig über eine beabsichtigte Änderung der Vertragsbedingungen und dabei über ihr Rücktrittsrecht unterrichtet werden. Die Dienstleister teilen ihren Kunden direkt jede Gebührenerhöhung mit angemessener Frist mit, auf jeden Fall jedoch vor Ablauf der normalen Abrechnungsperiode, die auf die Gebührenerhöhung folgt. Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass es den Kunden freisteht, den Vertrag zu lösen, wenn sie die neuen Bedingungen nicht akzeptieren, die ihnen ihr Gasdienstleister mitgeteilt hat;
c) transparente Informationen über geltende Preise und Tarife sowie über die Standardbedingungen für den Zugang zu Gasdienstleistungen und deren Inanspruchnahme erhalten;

In § 5 Abs. 2 GasGVV heißt es:

Zitat
Änderungen der Allgemeinen Preise und der ergänzenden Bedingungen werden jeweils zum Monatsbeginn und erst nach öffentlicher Bekanntgabe wirksam, die mindestens sechs Wochen vor der beabsichtigten Änderung erfolgen muss. Der Grundversorger ist verpflichtet, zu den beabsichtigten Änderungen zeitgleich mit der öffentlichen Bekanntgabe eine briefliche Mitteilung an den Kunden zu versenden und die Änderungen auf seiner Internetseite zu veröffentlichen; hierbei hat er den Umfang, den Anlass und die Voraussetzungen der Änderung sowie den Hinweis auf die Rechte des Kunden nach Absatz 3 und die Angaben nach § 2 Absatz 3 Satz 1 Nummer 7 in übersichtlicher Form anzugeben.
(Hervorhebung von mir)

Damit der Kunde  diese Rechte kennt und damit umzugehen weiß, reicht es also nicht aus, nur die Änderung von Tarifen öffentlich bekannt zu machen. Denn eine einschneidende Rechtsfolge hält § 5 Abs. 3 GasGVV bereit:

Zitat
Im Fall einer Änderung der Allgemeinen Preise oder ergänzenden Bedingungen hat der Kunde das Recht, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen. Änderungen der Allgemeinen Preise und der ergänzenden Bedingungen werden gegenüber demjenigen Kunden nicht wirksam, der bei einer Kündigung des Vertrages mit dem Grundversorger die Einleitung eines Wechsels des Versorgers durch entsprechenden Vertragsschluss innerhalb eines Monats nach Zugang der Kündigung nachweist.


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Der 2. Zivilsenat des Hans. OLG in Bremen hat dem EuGH jetzt 2 Fragen gem. Art. 267 AEUV zur Vorabentscheidung vorgelegt: (Fundstelle s. Betreff)
Auch bei Openjur unter http://openjur.de/u/962813.html

1. Frage:
Zitat
1. Ist Art. 3 Abs. 3 in Verbindung mit Anhang A Buchstabe b und c der Richtlinie 2003/55/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 98/30/EG (ABI. L175/157) dahin auszulegen, dass die unterbliebene rechtzeitige und direkte Information der Gaskunden über Voraussetzungen, Anlass und Umfang einer bevorstehenden Tarifänderung für Gaslieferungen der Wirksamkeit einer solchen Tarifänderung entgegensteht?
(Hervorhebung durch mich)

2. Frage:
Zitat
2. Falls diese Frage bejaht wird:
Ist Art. 3 Abs. 3 in Verbindung mit Anhang A Buchstabe b und c der Richtlinie 2003/55/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 98/30/EG gegenüber einem privatrechtlich (als deutsche GmbH) organisierten  Versorgungsunternehmen seit dem 1.7.2004 unmittelbar anwendbar, weil die genannten Bestimmungen dieser Richtlinie inhaltlich unbedingt und damit ohne weiteren Umsetzungsakt anwendungsfähig sind und dem Bürger Rechte gegenüber einer Organisation einräumen, die trotz ihrer privaten Rechtsform dem Staat untersteht, weil dieser alleiniger Anteilseigner des Unternehmens ist?

Diese Frage stellt sich in einem Rechtsstreit zwischen dem Delmenhorster kommunalen Energieversorgungsunternehmen gegen einen Kunden, der für verschiedene Jahre ab 2006 Kürzungen der Gaspreisforderungen vorgenommen hat und jetzt vom EVU auf Zahlung von etwas mehr als € 5.000,-- (deswegen die landgerichtliche Eingangszuständigkeit) im Wege der Klage in Anspruch genommen wird.

Das Delmenhorster Unternehmen ist - unstreitig - zu 100 % im Besitz der Stadt Delmenhorst und hat die Preisinformationen jeweils in den amtlichen Bekanntmachungen der örtlichen Tageszeitungen veröffentlicht.

Das Gericht führt aus:

Zitat
II. Der Senat vertritt aber die Ansicht, dass der Wirksamkeit der Gaspreiserhöhungen die unterbliebene vorherige rechtzeitige und unmittelbare Information des Beklagten entgegensteht, weil die Transparenzanforderungen des Art. 3 Abs. 3 in Verbindung mit Anhang A Buchstabe b und c der Gas- Richtlinie 2003/55/EG auf den vorliegenden Fall unmittelbar anwendbar sind.. Diese Sichtweise setzt allerdings voraus, dass die Einhaltung der mit der Richtlinie aufgestellten Transparenzanforderungen Wirksamkeitsvoraussetzung einer Gaspreiserhöhung ist, ein Verstoß gegen die entsprechende Verpflichtung des Gasdienstleisters also nicht nur Schadensersatzansprüche des betroffenen Kunden zu begründen vermag. Sie setzt weiter voraus, dass die Klägerin trotz ihrer privaten Rechtsform als eine Organisation oder Einrichtung im Sinne der zur Frage der unmittelbaren Anwendung einer nicht in das nationale Recht umgesetzten Richtlinie ergangenen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs anzusehen ist.

...

Zitat
Mit Urteil vom 09.12.2015, Az. VIII ZR 208/12, EnWZ 2016, 166-168, hat der Bundesgerichtshof ferner entschieden, dass zwar nach Inkrafttreten von § 5 Abs. 2 S. 2 GasGW vom 26.10.2006 (BGBl. 2006 I, S. 2391, 2397 f.) neben der in § 4 Abs. 1, 2 AVBGasV enthaltenen Wirksamkeitsvoraussetzung der öffentlichen Bekanntmachung der Preisänderung die Verpflichtung des Gasversorgers bestehe, zeitgleich diese auch auf seiner Intemetseite zu veröffentlichen und eine briefliche Mitteilung an den Kunden zu versenden. Dies sei jedoch kein Wirksamkeitserfordernis, sondern diene lediglich der erleichterten Kenntnisnahme durch den Kunden.
2. Sofern Art. 3 Abs. 3 in Verbindung mit Anhang A Buchstabe b und c der Gas-Richtlinie 2003/55/EG dahin zu verstehen ist, dass die direkte Information des Kunden über die Gebührenerhöhung Voraussetzung für die Wirksamkeit der Erhöhung im Verhältnis zu dem betroffenen Kunden ist und die genannten Bestimmungen der Richtlinie unmittelbare Anwendung finden, hat die Berufung der Klägerin keinen Erfolg.

a) Nach der auch vom Bundesgerichtshof in seinen genannten Urteilen vom 28.10.2015 in Bezug genommenen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs kann sich der Einzelne in all den Fällen, in denen die Bestimmungen einer Richtlinie inhaltlich unbedingt und hinreichend genau sind, vor nationalen Gerichten gegenüber dem Staat auf diese Bestimmungen berufen, wenn dieser die Richtlinie nicht fristgemäß oder nur unzulänglich in das nationale Recht umgesetzt hat {EuGH, Rs. 41/74, Slg. 1974, 1337 Rn. 9 ff. - van Duyn; Rs. C-148/78, Slg. 1979, 1629 Rn. 18 ff. - Ratti; Rs. 8/81, Slg. 1982, 53 Rn. 17 ff. - Becker; Rs. 152/84, Slg. 1986, 723 Rn. 46 ff. - Marshall; Rs. 103/88, Slg. 1989, 1839 Rn. 28 ff. - Fratelli Costanzo SpA; Rs. C-397/01 bis 403/01, aaO Rn. 103; vgl. BAGE 128, 134, 154; [sogenannte vertikale Direktwirkung]). So kann sich der Einzelne auf unbedingte und hinreichend genaue Bestimmungen einer Richtlinie auch gegenüber Organisationen oder Einrichtungen - unabhängig von ihrer Rechtsform - berufen, die dem Staat oder dessen Aufsicht unterstehen oder mit besonderen Rechten ausgestattet sind, die über diejenigen hinausgehen, die sich aus
den für die Beziehungen zwischen Privatpersonen geltenden Vorschriften ergeben (EuGH, Rs. C-188/89, Slg. 1990, 1-3313 Rn. 17 ff. - Foster u.a.; Rs. C-253/96 bis C-258/96, Slg. 1997, I-6907 Rn. 46 f.).

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die Ausführungen des Generalanwalts beim EuGH in den soeben zitierten Verfahren hinweisen:

So  heißt es u.a  in Nr. 16:
Zitat
In  den Rechtssachen  C-257/96  und  C-258/96  sind    die    Arbeitgeber    Unternehmen     der Stadtwerke  Witten  und   Altena  oder  jedenfalls  von  diesen  Städten  kontrollierte  Unternehmen,  und  die  Richtlinie  kann  also  wegen  der   Herrschaft,   die   die   sie   kontrollierende   Gebietskörperschaft   über   sie   ausübt,   auch   ihnen  gegenüber  geltend  gemacht  werden. 
Quelle: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:61996CC0253&from=DE
[Hervorhebung von mir]


Weiter führt das Oberlandesgericht aus:

Zitat
Da die genannte Richtlinie nach Ansicht des Senates hinreichend genau bestimmt ist, dürfte der Beklagte sich der Klägerin gegenüber deshalb unmittelbar auf sie berufen können. Ist die rechtzeitige direkte Information des Kunden Wirksamkeitserfordernis für die ihm gegenüber geltend gemachte Gaspreiserhöhung, konnte die Klägerin dem Beklagten in diesem Fall nur Kosten auf Basis der bis zum 01.10.2004 geltenden Preise in Rechnung stellen. Die Klage und damit die Berufung hat dann keinen Erfolg.

Welche Auswirkungen hat diese Rechtsfrage auf bis 2014 bestehende Grundversorgungstarife?

Nun kommt der jjuristische Betrachter schnell auf die Idee, dass damit der Rechtsprechung des BGH zur "ergänzenden Vertragsauslegung" der Boden entzogen sein könnte. Das ist sicherlich so aber noch nicht die richtige Schlussfolgerung, da das Gericht zutreffend die Voraussetzungen für eine direkte Anwendbarkeit der Gasrichtlinie nur wegen der beherrschenden Beteiligung des Staates an dem EVU als erfüllt ansehen möchte.

Streng genommen sieht sich der Senat an der Anwendung der jüngsten Rechtsprechung des BGH gehindert, weil es gesetzliche Normen gibt, die vor einer ergänzenden Vertragsauslegung erst einmal angewendet werden müssen. Denn nur dort, wo kein dispositives Gesetzesrecht mehr zur Verfügung steht, kann man auslegen/ergänzen.

Nun ist es aber gerade diese Begründung, die auch dazu nötigt, die ergänzende Vertragsauslegung des BGH erneut auf den Prüfstand zu stellen.  Denn auch dann, wenn es keine gesetzliche Norm gäbe, so sind die deutschen Gerichte aufgerufen, bei ihren Entscheidungen "europarechtskonform" zu denken. D.h. jegliche Ergänzung /Auslegung einer "planwidrigen" Lücke im Vertrag oder auch den Vertrag selbst im Lichte der europäischen Normen zu beurteilen. Daran hapert es bei den Entscheidungen. Hätte der VIII: Senat des BGH bei der Entscheidungsfindung eruropäisches Recht zumindest für die Auslegung ergänzend hinzugezogen, so wäre die Interessenabwägung nicht völlig an den Interessen der Verbraucher - wie jetzt aber der Fall - vorbeigegangen. So hätte auch im Rahmen einer vertraglichen Ergänzung dem Verbraucher nicht unterstellt werden dürfen, dass er eine Regelung möchte, die europarechtlich nicht geht, nämlich Preiserhöhungen ohne Transparenz.

Bejaht der EuGH die Vorlagefragen, so ist auch schon aus Gründen deer Gleichbehandlung auch - und zwar erneut - die gesamte Rechtsprechung des BGH seit dem 28.20.2015 zu diesem rechtlichen Gesichtspunkt auf den Prüfstand zu stellen und zwar nicht nur gegenüber den kummunalen EVU sondern auch gegenüber Grundversorgern, deren Gesellschafter nicht staatlichen Ursprungs sind.

Die Diskussion hierüber sei eröffnet.







 
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BEV Energie / Re: BEV - absolut unseriös
« Letzter Beitrag von bolli am 22. May 2017, 17:14:14 »
Nachdem auch ich ein Jahr BEV im Strombereich hinter mir habe nun auch meine Erfahrungen bezgl. der Abrechnung:
Nachdem das mit dem Bonus ja bekanntermaßen bei denen schwierig ist, wegen dem "Alternativangebot" habe ich bei meiner schriftlichen Zählerstandsmitteilung und Fristsetzung für die Abrechnung auch gleich hervorgehoben mitgeteilt, dass ich KEINE Alternative zur Auszahlung des Bonus wünsche und ich die Anweisung dieses Bonusbetrages mit dem restlichen Guthaben aus der Schlußrechnung erwarte.
Wie fast nicht anders zu erwarten, hat das nicht geklappt, obwohl man lobend erwähnen muss, dass die Abrechnung schon 1 1/2 Wochen nach der Zählerstandsmitteilung vorlag.
Daraufhin habe ich, wie auch @Erdferkel, den fehlenden Bonus per Mail eingefordert und die Einschaltung der Schlichtungsstelle nach Ablauf von 3 Wochen angedroht. Auf diese Mail erhielt ich am nächsten Tag, ebenfalls wie @Erdferkel, die Antwort, der Bonus werde umgehend angewiesen.
Erfreulicherweise kam dann, anders als bei @Erdferkel, diese Nachüberweisung tatsächlich innerhalb von 4 Tagen und war damit sogar noch schneller als das Hauptguthaben aus der Schlußrechnung. Dieses kam ca. 2 Wochen nach der Schlußrechnung, aber immer noch locker innerhalb der Frist, die insgesamt für die Abrechnung zur Verfügung steht.
Ich kann also sagen, dass ich nach 3 Wochen das komplette Guthaben auf meinem Konto hatte und die Rechnung bis auf den Bonus auch in Ordnung war, womit ich insgesamt leben kann.
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Der Flüssiggas-Tank / Re: Ist Manipulation an der Liefermenge möglich ?
« Letzter Beitrag von Xentrix am 21. May 2017, 23:00:30 »
Hallo,

mit der Frage der möglichen Manipulation beschäftige ich mich auch schon länger, und zwar aus folgendem Grund: ich hab mir voriges Jahr einen neuen Tank gekauft und bin bei der ersten Betankung von 85% ausgegangen, hatte mir so ungefähr ausgerechnet, was das dann kostet und das Geld bereitgestellt. Als ich von Arbeit nach Hause kam, stand die Anzeige auf 95% und die Rechnung war natürlich auch dementsprechend! Auf Anfrage wurde mir gesagt, dass da halt mehr reingepasst hat, weil noch kein Druck drauf war??? Das hab ich bis jetzt auch noch nicht kapiert. Wenn die Uhr bei 85% stopp sagt, muß die doch wissen, wann die bei einem 2700 Liter-Tank erreicht sind, oder? Ich hatte echt Angst, daß da was passiert und mir ist das alles ein Rätsel. War mein erstes Tanken als Gasneuling, bin echt verunsichert. Was sagt ihr dazu?

LG Xentrix
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Bauen & Renovieren / Re: Dimensionierung von Speichern PV-Anlagen
« Letzter Beitrag von Wolfgang_AW am 20. May 2017, 18:10:40 »
Solarstrom-Speicher unmittelbar vor der Wirtschaftlichkeit

Zitat
Das Solar Cluster benennt als Grenze zur Wirtschaftlichkeit eines Solarstromspeichers einen Preis von 1.000 Euro je Kilowattstunde (kWh). Durch die jüngsten Preisreduktionen bewegen sich diese teilweise bei nur noch rund 1.150 Euro pro kWh und damit knapp über der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit. Bis zum Ende der Förderung 2018 könnten die Batterien noch einmal um bis zu 20 Prozent günstiger werden, erwartet das süddeutsche Solarenergie-Netzwerk mit derzeit rund 40 Mitgliedern. Dann würde sich ein Kauf auch ohne staatliche Förderung für den Verbraucher lohnen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
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Erneuerbare Energie / Mieterstromprojekt in BW
« Letzter Beitrag von Wolfgang_AW am 20. May 2017, 18:02:41 »
Mieterstrom in Baden-Württemberg

Zitat
Die erzeugte Solarenergie dient im Wesentlichen dem Verbrauch durch die Mieter. Die TWS bieten den erzeugten Solarstrom den Hausbewohnern zu einem vergünstigten Tarif an. Eine Abnahmepflicht besteht nicht, jedoch haben sich alle Mieter des Wohnungsprojekts in der Haasstraße für den Bezug des Solarstroms entschieden.

Anscheinend rechnen sich (hinsichtlich der Rendite) doch solche Projekte.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
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Erneuerbare Energie / Re: Auktionsmodel
« Letzter Beitrag von Wolfgang_AW am 20. May 2017, 17:38:18 »
Erste Onshore Ausschreibung erzielt Rekordpreis

Zitat
Bei der ersten Ausschreibung der Windenergie an Land in Deutschland liegt der erzielte Preis deutlich unterhalb der bisherigen EEG-Vergütung. Ein Großteil der Zuschläge ging dabei an Bürgerenergie-Projekte.
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"Die erste Ausschreibung für Wind an Land war erfolgreich. Das erfreulich hohe Wettbewerbsniveau ermöglichte einen durchschnittlichen Zuschlagswert von 5,71 Cent", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, das Ausschreibungsergebnis.

Bundesnetzagentur beendet erste Offshore-Ausschreibung

Zitat
Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge für die erste Offshore-Ausschreibung in Deutschland beendet. Der Zuschlagswert fällt dabei deutlich geringer und damit günstiger aus als erwartet, drei Windparks kommen sogar ganz ohne eine zusätzliche Vergütung aus.
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Überraschend ist das Ergebnis der Zuschlagswerte. Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten hat, liegt bei 6,00 Eurocent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und entfällt auf den Windpark „Gode Wind 3“. Bei den anderen drei Projekten liegt der Gebotswert bei 0,00 Cent pro Kilowattstunde. Diese Windparks werden demnach keine EEG-Vergütung erhalten. Insgesamt ergibt sich über alle vier Offshore-Parks ein durchschnittlich gewichteter Zuschlagswert von 0,44 ct/kWh.
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„Das Ausschreibungsverfahren hat demnach mittel- und langfristige Kostensenkungspotentiale freigesetzt, die zu einer in diesem Umfang nicht erwarteten Senkung der Förderung führen werden“. Die Offshore-Windenergie stelle so ihre Wettbewerbsfähigkeit mit Nachdruck unter Beweis, was für den Stromverbraucher sehr erfreulich sei. Es sei allerdings offen, ob sich so niedrige Zuschlagswerte in der nächsten Ausschreibung wiederholen werden, so Homann weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
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Der Verein für gerechte Energiepreise