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Zitat von: berghaus am Heute um 03:15:55
Nicht zweckmäßig ist es gleichzeitig mit dem Hausverbot vor-sorglich eine eigene ‚Einstweilige Verfügung‘ zu erwirken, die dem Versorger verbietet, die Sperrung durchzuführen, wie es Didakt in seinem Beitrag #4 anklingen lässt. Mit diesem Vorgehen ist h.terbeck in der zweiten Instanz gescheitert, indem das Gericht einen Grund für die EV verneinte, weil das Hausverbot schon ausreichend schütze. Den Hinweis, dass Versorgungsunternehmen auch schon mal die Straße au-ßerhalb des Grundstücks aufgegraben hätten, mochte das Gericht nicht gelten lassen.

Ihr unerschüttlicher Glaube an die gleichgeschaltete Beurteilung von Sachverhalten und daraus folgenden Urteilen durch verschiedene Instanzgerichte sei Ihnen unbenommen.  :)

Meine Empfehlung ist nicht allein »auf meinem Mist« gewachsen. Zum besseren Verständnis siehe folgendes Zitat aus einer Empfehlung des BdEV. Autorin ist m.E. eine RA’in.

Wenn der Versorger die Sperrandrohung nicht zurücknimmt, dann sollte man eine einstweilige Verfügung gegen die angedrohte Versorgungssperre beim Amtsgericht beantragen. Ein Beispiel für eine solche Verfügung ist beigefügt. Dafür sollte ein Anwalt eingeschaltet werden. Bisher sind solche Verfügungen stets erlassen worden. Die Gerichts- und Anwaltskosten sind dabei stets dem Versorger auferlegt worden. Weigert sich das Amtsgericht, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, dann legen Sie gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Gericht ein.

Anmerkung: Wie das erwähnte Beispiel zeigt, lässt sich der Antrag auch ohne RA bewerkstelligen. Man muss sich halt nur selbst ein wenig zutrauen! ;)
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Das Theater mit der Androhung der Versorgungssperre (Gas) habe ich als Sonderkunde, den die RWE durch die berühmte Änderungskündigung (2010) und weitere Kündigungen in die Grundversorgung versetzt zu haben glaubte, 2011 und 2013 insgesamt dreimal erlebt bis hin zu ‚gelben‘ Zetteln der RWE Vertrieb-AG, die durch Mitarbeiter von Fremdfirmen in meinen Briefkasten geworfen wurden. Sie enthielten den Hinweis: „Sollte der Betrag nicht bis zu einem Tag 7 Tage nach dem Datum des Schreibens 8:00 Uhr eingegangen sein, werden wir auch in Ihrer Abwesenheit ohne erneute Benachrichtigung einstellen lassen bzw. uns auf gerichtlichem Wege Zutritt zum Zählerausbau verschaffen.“
Ob dies nun wirklich schon die Benachrichtigung (mindestens?) drei Tage vor der Sperrung war, weiß ich nicht.
Jedenfalls ist es zum Äußersten aus verschiedenen zum Teil unbekannten Gründen nie gekommen.
Ich hatte in meinen Widersprüchen immer auf die Unverhältnismäßigkeit der Sperrung und auf meine Zahlungsbereitschaft für die zuletzt bis zu 12.000 €  (angespart im Zuge der Rebellion von 2006 bis 2013) verwiesen und darauf, dass auch Kinder und Mieter betroffen sein würden. Ich wollte nur gerichtlich geklärt haben, inwieweit die Forderungen zu Recht bestanden. Tatsächlich haben die Gerichte letztendlich die Hälfte der Summe dem Versorger zugesprochen.

Ich hatte auch Hausverbote erteilt und Schutzbriefe beim AG hinterlegt, war mir aber nie sicher, ob der Schutzbrief auch wirkt und ob es zu einem Gerichtstermin kommt und was dabei herausgekommen wäre.

Für wichtig hielt ich es, dafür zu sorgen, dass nicht irgendwelche Personen, die mit oder ohne Kenntnis des Hausverbots mit der Sperrung beauftragt sind, zufällig durch Hausbewohnen Zugang zu dem Zähler mit Sperrhahn bekommen. Selbst, wenn das als Hausfriedensbruch bestraft wird, wollten ich und meine Mitbewohner nicht gerne ohne Heizung und Warmwasser auskommen und darüber nachdenken müssen, wie man nun die Schadensersatzforderungen berechnet und was man unternehmen muss, um die Sperrung wieder aufzuheben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hausverbot

Nicht zweckmäßig ist es gleichzeitig mit dem Hausverbot vorsorglich eine eigene ‚Einstweilige Verfügung‘ zu erwirken, die dem Versorger verbietet, die Sperrung durchzuführen, wie es Didakt in seinem Beitrag #4 anklingen lässt. Mit diesem Vorgehen ist h.terbeck in der zweiten Instanz gescheitert, indem das Gericht einen Grund für die EV verneinte, weil das Hausverbot schon ausreichend schütze. Den Hinweis, dass Versorgungsunternehmen auch schon mal die Straße außerhalb des Grundstücks aufgegraben hätten, mochte das Gericht nicht gelten lassen.

berghaus 23.06.17
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Jokes / Re: Stromspartipps
« Letzter Beitrag von linaw am 22. June 2017, 20:19:50 »
Die LED Beleuchtung ist inzwischen ja schon Standard. Und große Geräte austauschen kostet einfach mal richtig Geld. Aber nur so kommt man von seinen Stromkosten runter.
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Das Hausverbot wurde zur Verhinderung der Einrichtung einer Versorgungsunterbrechung erteilt. Demnach ist das egal. Widerrufen wurde es nie.

Aber ich kann ja mit einer Zeile nochmal an dieses Hausverbot erinnern, falls man es vergessen hat.
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Das Hausverbot wird an sich ja auf einen konkreten Sachverhalt hin vorsorglich und bis auf Widerruf erteilt.

Ihr damaliger Fall scheint ja verjährt zu sein. In vorliegender Sache empfiehlt es sich deshalb sicherheitshalber, falls der Versorger nicht einlenkt, ein erneutes Hausverbot auszusprechen.
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Bis jetzt ist noch nichts passiert. Aber einen Tag ist ja noch Zeit.

Ein damals erteiltes Hausverbot im langjährigen Verfahren um die Gaspreiskürzungen hatte ich bereits sein Hausverbot erteilt. Dies wurde nie zurückgenommen. Muß ich das überhaupt nochmal nachlegen?
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Bin auf jeden Fall gespannt wies weitergeht, ich persönlich glaube nicht an ein Einlenken des Versorgers, aber Harry01 wird sicherlich wissen ob und wann er mit Hausverbot und Schutzschrift nachlegen muss. Der hier investierten Zeit und Energie zolle ich auf jeden Fall Respekt!
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Zitat von: bolli Heute um 07:58:29
Wobei man erwähnen sollte, dass die Versorger sich nicht immer unbe-dingt an die rechtlichen Vorschriften halten. Daher gilt es Obacht zugeben, dass da nicht unbeabsichtigt was anbrennt und man dann hinterher aufwendig diese Sache wieder gerade rücken muss. […]
Wobei wir bei der Allgemeinbetrachtung des Umgangs mit den Versorgern angelangt sind. Im Umgang mit diesem besagten EVU können Sie alle Sorgfalt der Welt walten lassen. Es ist auch dann nicht zu verhindern, mit Dingen konfrontiert zu werden, die sich jenseits des Begreiflichen abspielen. Solche unglaublichen Fälle und Vorkommnisse bei diesem Versorger sind hier im Forum in großer Vielfalt nachzulesen.

Allein die Vokabel «Grundversorgung» lässt bei mir schon Pickel auf der Gesichtshaut wachsen, und dann auch noch bei diesem EVU, schrecklich.

Aber:

Zitat von: Harry01 unter Antwort # 2
…den Versorger zu wechseln ist für mich keine Option. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen…
Der User @ Harry01 kennt die Machenschaften dieses EVU aus dem ff. und handelt sicherlich sehr zielbewusst. Sein Vorgehen ist deshalb ohne Frage zu respektieren.
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Zitat von: Erdferkel Heute um 09:35:39
Da gehts wohl nicht nur um die Abwendung der Stromsperre, …
Es ist im Prinzip zwar egal, aber vorliegend geht es um die Abwendung der angedrohten Gassperre.  :)
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Moin @bolli, ich glaube nicht dass da "unbeabsichtigt" irgendwas anbrennt, praktikable Lösungsvorschläge wurden ja gemacht. Da gehts wohl nicht nur um die Abwendung der Stromsperre, wenn man sich die früheren Posts von Harri01 so durchliest. Wer Zeit dafür hat soll das gerne machen, ich bevorzuge andere Lösungen. Das Portal der Schlichtungsstelle ist auch wieder online, auf gehts und viel Spass noch beim Eon-bashing.
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